Goldener Zuckerhut

Goldener Zuckerhut der Lebensmittel
Zeitung:
„Branchen-Oscar“ wird in Berlin vergeben

Unternehmen und Persönlichkeiten der Konsumgüterwirtschaft werden
am 4. November 2005 in Berlin von der Lebensmittel Zeitung (Deutscher
Fachverlag, Frankfurt am Main) mit dem Goldenen Zuckerhut
ausgezeichnet. Mit diesem „Branchen-Oscar“ werden zum 48. Mal
Leistungen geehrt, die von großem Einfluss mit nachhaltiger Wirkung
auf die Gesamtentwicklung des Wirtschaftsbereiches sind.

Die Preisträger sind in diesem Jahr:

Fressnapf Holding GmbH, Krefeld
Tchibo GmbH, Hamburg
Alfred Ritter GmbH & Co. KG, Waldenbuch
Hermann Hövelmann, Duisburg

Die Fressnapf Holding GmbH steht für eine Idee von
Geschäftsgründer Torsten Toeller, die derzeit jährlich 650 Mio. Euro
Jahresumsatz generiert: Die 650 deutschen und europäischen Filialen –
gegründet nach Toellers Fachmarktkonzept für Tierbedarf und
Tiernahrung – verfügen in der Regel über ein breites Sortiment, eine
verkehrsgünstige Lage, viele Parkplätze und günstige Preise. Damit
erzielt der Fachmarkt-Discounter inzwischen einen Marktanteil von
mehr als 37 Prozent im Fachhandel. 1990 eröffnete der damals
24-jährige Toeller seinen ersten Fressnapf-Markt in Erkelenz bei
Aachen. Vorbild waren die Super-Pet-Stores aus den USA. Den
Grundstein für die schnelle Expansion legte Fressnapf bereits 1992
mit der Eröffnung der ersten Franchisemärkte. Dahinter steckt die
Idee, die Synergien eines Filialkonzepts mit dem Unternehmertum vor
Ort zu verbinden. Ein rasantes Wachstumstempo und der anhaltende
Zuspruch der Verbraucher liefern die beste Bestätigung für das
Konzept.

Die Tchibo GmbH verkauft mit 12.000 Mitarbeitern in 50.000
Verkaufspunkten und einem Jahresumsatz von derzeit 3,8 Mrd. Euro
längst nicht nur Kaffee: Ergänzt wurde dieses Stammsortiment durch
Non-Food-Artikel und seit einiger Zeit auch um Dienstleistungen. Dazu
gehören Finanzdienstleistungen ebenso wie Reisen und die Tätigkeit
als Mobilfunkprovider. Tchibo macht in seinem stetig wachsenden
Non-Food-Segment „stets Trends massenfähig und besetzt so die Mitte
zwischen Discount und Design“, lobt die Jury. Der Konzern wächst seit
1998 jährlich durchschnittlich um zehn Prozent, baute seit 1996 sein
Versandgeschäft auch über das Internet aus und arbeitet weiter an der
Expansion in das Ausland: In 40 Ländern ist Tchibo präsent, mit Shops
und Filialen aber erst in sieben. Das sind Österreich, Schweiz,
Großbritannien, die Niederlande, Frankreich, Tschechien und seit
wenigen Wochen auch Polen.

Die Alfred Ritter GmbH & Co.KG gab nach der Jahrtausendwende den
Impuls dafür, dass sich mit Tafelschokolade wieder Geld verdienen
lässt. Heute entfällt ein Fünftel des Tafelmarktes auf Ritter. Die
Waldenbucher erzielen mit 800 Mitarbeitern rund 300 Mio. Euro
Jahresumsatz in Europa und sind bald auch in Russland präsent.
Erfolgreich gelang es dem Schokoladen-Spezialisten durch
Saison-Varianten und Innovationen immer wieder das Geschäft zu
beleben. Im klassischen Tafelgeschäft liefert sich Ritter seit Jahren
ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Platz mit der Kraft-Foods-Marke
Milka.

Dem Unternehmer Hermann Hövelmann sind die Erfolge der
Getränkegruppe Hövelmann zu verdanken, die derzeit zu den wichtigsten
Getränke-Dienstleistern des Lebensmittelhandels gehört. Das von ihm
entwickelte und mit der Logistik verbundene Partnerschaftsmodell mit
regionalen Getränkefachgroßhändlern ist bislang einzigartig.
Offiziell ist Hövelmann bei den Duisburgern operativ allerdings nicht
mehr tätig. Besonderen Respekt über die Branche hinaus erwarb sich
der 71-Jährige dadurch, dass er die Nostalgie-Marke Sinalco
erfolgreich wieder belebt hat. Sie gehört inzwischen wieder zu den
drei führenden Limonaden-Marken Deutschlands. Ebenfalls gelang es
Hövelmann, die erst 1972 gegründete Duisburger Rheinfelsquelle zum
größten Mineralbrunnen Nordrhein-Westfalens aufzubauen.

Beim Sex ist Reden besser als Schweigen

Wer kennt die Volksweisheit nicht: „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.“ Doch wer mit seinem Sexleben unzufrieden ist, weil die Leidenschaft der Routine gewichen ist, der sollte diese Weisheit über Bord werfen. Diese Meinung vertritt die Sexualexpertin und Buchautorin Beatrice Wagner. „Malen Sie sich Ihre gewagtesten Phantasien aus und reden Sie mit Ihrem Partner darüber im Bett“, sagt sie ihrem neuen Buch „Lust auf Sex“ (TRIAS Verlag, Stuttgart. 2005).
Nach ihrer Meinung sollte dieses ein lustförderndes und anregendes Gespräch sein, in dem sich die Partner vertrauensvoll und ohne Tabus ihre geheimsten sexuellen Phantasien erzählen. „Sagen Sie, was Ihnen durch den Kopf geht, seien es unanständige Vorstellungen, seien es schmutzige Wörter, seien es Sexwünsche mit anderen Menschen. Damit regen Sie Ihre eigenen Vorstellungen und auch die Phantasie Ihres Partners stärker an. Man muss diese Vorstellungen nicht ausleben, es geht um die Phantasie als zusätzliche Stimulanz im Kopf“, sagt die Autorin. „Den meisten Mut hat man übrigens in Orgasmusnähe, weil dann der bewertende Teil des Gehirns so gut wie komplett abgekoppelt ist“, so Beatrice Wagner.

Diese und weitere Tipps für ein erfülltes Sexleben finden sich in einem Ratgeberbuch der besonderen Art. Fallbeispiele aus dem Leben stehen hier im Mittelpunkt. Anschaulich beschreibt die Autorin 26 reale Paarbeziehungen und erklärt, worin die sexuellen Probleme bestehen. Sie gibt zu diesen Fällen praktische, wenngleich auch manchmal ungewöhnliche Tipps.

Beatrice Wagner
Lust auf Sex
TRIAS Verlag, Stuttgart. 2005
EUR 14,95
ISBN 3-8304-3274-7