Bewusste Nahrungsmittelwahl

Drei Tipps für eine bewusste Nahrungsmittelwahl -Gesunde Ernährung muss nicht kompliziert sein

Doch ist eine bewusste Ernährung wirklich so kompliziert, dass wir einer ständigen Erinnerung daran bedürfen?
Eigentlich heißt die Antwort nein, denn für die richtige Lebensmittelauswahl ist es ausreichend, ein paar wesentliche Grundsätze zu berücksichtigen.
Die grundlegenden Schlagworte sind „abwechslungsreich“, „natürlich“ und möglichst „wenig industriell verarbeitet“. Wer querbeet aus allem schöpft, was die Natur bietet, braucht keinen Gedanken daran zu verschwenden, von irgendeinem Nährstoff zu wenig zu bekommen. Gemüse, Obst, Pilze, Fleisch, Fisch, Eier und Nüsse sind gehaltvoller als jede Multivitamintablette. Zudem sind frische, natürliche Nahrungsmittel keine Mogelpackungen. Eine Orange oder ein Rinderfilet liefern nur das, was man erwartet – ohne versteckte Fette, ohne zugesetzten Zucker und ohne künstliche Aromen. Unbewusst zu viel Fett und Zucker zu sich zu nehmen, ist mit natürlichen Nahrungsmitteln kaum möglich. Zumal diese keine zugesetzten Geschmacksverstärker und Aromastoffe enthalten, die uns heimlich zum Mehressen verführen.
Wer sich fragt, welche Produkte wenig verarbeitete sind, stellt sich am besten die Frage: „Gab es das Nahrungsmittel bereits, bevor die Industrie in unser Leben trat?“ Die Herstellung von Brot, Käse und Ölen war schon in der Antike verbreitet. Doch hätten unsere Vorfahren ohne industrielle Technologien den Fettgehalt im Käse reduzieren, eine Tütensuppe kreieren oder gar die breite Palette an Zusatzstoffen gewinnen können? Wer bei dieser Frage immer noch unsicher ist, wirft einen Blick auf die Zutatenliste. Erinnern Zutaten mehr an den Chemieunterricht in der Schule als an das heimische Gewürzregal oder drängt sich Zucker in der Aufzählung auf die vorderen Plätze, dann heißt es „zurück ins Regal“.

Mit den drei Grundsätzen „abwechslungsreich“, „natürlich“ und „wenig industriell verarbeitet“ ist es nicht schwer, im Supermarkt die richtig Lebensmittelauswahl zutreffen. Wer es allerdings noch etwas genauer wissen möchte, erfährt weitere Tipps auf der Ernährungspyramide „Bewusste Ernährung“, die als A1-Poster oder als Miniposter im Onlineshop unter www.fet-ev.eu erhältlich ist.

Dipl.troph. Christine Langer

Abenteuer Alltag – so leben wir Deutschen

Kabel1, Mittwoch, 08.10., 16:45 – 17:15 Uhr

Abenteuer Alltag – so leben wir Deutschen

Essen in Massen – statt in Maßen! Wer heute in Mike Kriesamers (42) XXL-Restaurant eine Bratwurst bestellt, wird nicht mit irgendeinem ‚armen Würstchen‘ abgespeist. Die ‚technischen Daten‘: Länge: 1,20 Meter, Gewicht: 1,25 Kilo! Doch das Monster passt auf keinen Teller … ‚Klasse statt Masse‘: Das ist – wie immer – das Motto auf Burg Schwarzenstein. Taubenbrust mit Trüffelscheiben – nur eines der Highlights, die Sternekoch Sven Messerschmidt (32) heute präsentieren will.

Wie von Muttern …Prominente am Kochtopf

Prominente am Kochtopf – aber nicht an irgendeinem: Johann Lafer hat geladen, und alle zusammen wollen es brutzeln lassen. Dank Moderator Jürgen von der Lippe wird es nicht nur beim Kochen bleiben! An den Kochtöpfen stehen: Stefanie Hertel, Lothar Bölck, Stefan Mross, Ingo Oschmann, Jaeckie Schwarz und Uta Schorn.

MDR, Samstag, 22.12., 22:00 – 00:00 Uhr

Legenden chinesischer Küche

Von Jörn Kabisch

Ein normaler Chinese würde auch nie das Zeug anrühren, das in irgendeinem „Roten Drachen“ zwischen Mittenwald und Flensburg als chinesische Küche serviert wird. Er ekelt sich genauso wie ein halbwegs gebildeter Esser über muffig-säuerliche Bambusspitzen aus der Dose, abgestandene Fischsoße und verklumptes Ingwerpulver. Und auch der Chinese findet: Gute Küche kommt ohne Großeinsatz von Glutamat aus.

Es gibt keine chinesische Küche. Es gibt nur die Küchen seiner Regionen und Provinzen. Kanton ist die Toskana Chinas, die Sezchuan-Küche (genau: Achtung, sehr scharf!) unterscheidet sich davon wie wie die mexikanische von der skandinavischen Küche. Die Nudeln aus Shanxi sollte man einmal im Leben gegessen haben und Peking-Ente in Peking auch.

Lesen Sie die Wahrheit über die chinesischen Küchen in der TAZ – von Jörn Kabisch
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http://www.taz.de/index.php?id=start&art=4145&id=kolumnen-artikel&cHash=6564c8b7f8