Kyung-Kuk Lee

Erfolgreicher Start des Gourmetrestaurants Ars Vivendi im Relais & Châteaux Hotel Jagdhof Glashütte

Wie kann man Erfolg messen? Mit einer Stoppuhr, in Dax-Kurven oder der Anzahl von Oldtimern, die in der Garage stehen? Mit den Klicks von Facebookfreunden und Herzchen für hochgeladene Bilder auf Instagram? Mit einer höheren Auflage oder den Designerlabeln an der Kleidung, die man trägt? Edmund Dornhöfer, Eigentümer des Relais & Châteaux Hotels Jagdhof Glashütte und sein Team messen Erfolg daran, dass Teller leer sind, Gäste viele Grüße an den Koch bestellen und immer wieder zurück in sein Countrystil-Hotel ins Wittgensteiner Land kommen.

In den letzten beiden Wochen war dies sehr häufig der Fall und Edmund Dornhöfer zog jetzt ein erstes Fazit: „Die Eröffnung war ein voller Erfolg. Wir waren ausgebucht und konnten schwerlich alle Reservierungen unterbringen“, äußerte sich der charismatische Jagdhofpatron, der stets vor Ideen sprüht und zu den Top50-Hoteliers in Deutschland zählt zufrieden. „Zudem bestand ein großes Interesse am Arrangement „Gourmet & Night“, bei dem man nicht nur die indische Küche à la „Ayurveda auf dem Teller“ genießen konnte, sondern auch noch eine Übernachtung plus zahlreicher Specials erhielt.“ So kombinierten clevere Besucher die neue indische Kulinarik mit der erholsamen Natur der Wittgensteiner Wälder und dem Komfort eines luxuriösen Country Style Zimmers im, mit viel Liebe zum Detail, eingerichteten Hotel.

Als erster „Gastkoch“ hatte der mehrfach – u.a. vom World Gourmet Summit – ausgezeichnete Preetam Singh Sodi Töpfe und Pfannen im Ars Vivendi wieder in Betrieb genommen. Besonderen Wert legt der indische Spitzenkoch auf authentische Gewürze und Zutaten. Kyung-Kuk Lee, gastronomischer Leiter im Jagdhof Glashütte, war deshalb nicht nur im Internet unterwegs, sondern fuhr teilweise mehrere hundert Kilometer, um Ingredienzen aus der indischen Küche zu besorgen: „Die hohe Qualität der Speisen und die Zufriedenheit unserer Gäste ist uns sehr wichtig, dafür nehme ich gern mal eine längere Fahrzeit in Kauf“, äußerte er sich bescheiden.

Besonders erfreut war das Jagdhofteam darüber, dass viele Gäste aus umliegenden Großstädten wie Köln, Dortmund und Bochum die Gelegenheit wahrgenommen hatten, das neue Ars Vivendi sowie authentische indische Küche kennenzulernen. Gleichzeitig konnte der Empfang zahlreiche Besucher aus den Niederlanden begrüßen, die das Gourmeterlebnis als Anlass für mehrtägige Übernachtungen nutzten. Außerdem unter den Gästen: bekannte Gesichter aus der Wirtschaft, die ihre Belegschaft als Dankeschön in den Jagdhof Glashütte eingeladen hatten oder – tatsächlich – adlige Herrschaften wie die Fürsten von Sayn-Wittgenstein, die regelmäßig im Jagdhof Glashütte tafeln.

Und wie geht es jetzt weiter mit dem Ars Vivendi?
„Der Zuspruch von Lieferanten exotischer Zutaten und das Interesse anderer Gastronomen an neuen indischen Konzepten mit natürlicher und authentischer Küche ist sehr groß“, beantwortete Kyung-Kuk Lee entsprechende Nachfragen. „Man tauscht sich aus und jedes Mal erkennen wir, dass es einen merklichen Trend und eine Nachfrage für gehobene exotische und natürliche kulinarische Erlebnisse in Deutschland gibt. Aufgrund dessen haben wir uns entschlossen, das Angebot von Herrn Sodi im Rahmen des Gastköche Festivals 2016 vorerst bis Herbst zu verlängern. Denn es gibt nichts Schöneres, als mit Genießern und Gleichgesinnte, spannende Geschmackserlebnisse zu zelebrieren und authentische Cuisine zu genießen.“ Natürlich wird dabei auch munter experimentiert. „Ganz aktuell hat Herr Sodi einen Wittgensteiner Hirsch mit indischen Gewürzen verfeinert „, ergänzte Kyung-Kuk Lee und verschwand … vielleicht um neue, originale indische Schätze zu besorgen?

Convenience Gemüse

Deutsche Millennials greifen eher zu frischen Lebensmitteln, und so ist vorgeschnittenes und verzehrfertiges frisches Gemüse auf dem Vormarsch; gleichzeitig lässt das Interesse der jungen Verbraucher an Dosengemüse nach.

Laut einer neue Untersuchung von Mintel wäre über ein Viertel der deutschen Millennials bereit, für vorgeschnittenes Gemüse wie beispielsweise in Streifen geschnittene Karotten, gehackte Zwiebeln oder Pfannengemüse mehr Geld auszugeben. In der Tat geben laut der Umfrage aus dem Jahr 2015 26 % der Verbraucher zwischen 16 und 24 Jahren und 27 % der Verbraucher zwischen 25 und 34 Jahren an, sie würden für solche Produkte tiefer in den Geldbeutel greifen. Im Durchschnitt aller Altersgruppen sind dageben nur einer von fünf (19 %) deutschen Verbrauchern bereit, mehr Geld für Gemüse dieser Art auszugeben.

Im Vergleich zu den westeuropäischen Nachbarmärkten ist die Verwendung von leicht zuzubereitendem, vorgeschnittenem und verzehrfertigem Frischgemüse in Deutschland allerdings nach wie vor eher niedrig. Während nur einer von 10 (10 %) der deutschen Konsumenten angibt, regelmäßig frisches, kochfertiges Gemüse zu kaufen, sagen 17 % der italienischen, 17 % der spanischen, 16 % der polnischen und 12 % der französischen Verbraucher aus, regelmäßig zu Produkten dieser Art zu greifen.

Einer der Gründe, warum Deutsche weniger vorgeschnittenes Gemüse kaufen, ist, dass deutsche Verbraucher mit geringerer Wahrscheinlichkeit Gemüse in Suppen oder anderen Gerichten einsetzen, da sie Gemüse als Rohkost bevorzugen. Während 35 % der spanischen, 29 % der französischen und 24 % der italienischen Konsumenten angeben, dass sie Gemüse als Zutat in Suppen oder anderen Gerichten anstatt als einzelne Mahlzeit bevorzugen, teilt in Deutschland weniger als einer von fünf (19 %) Verbrauchern diese Ansicht.

Katya Witham, Senior Food & Drink Analyst bei Mintel, berichtet:
„Neue Essgewohnheiten, die steigende Anzahl an Einpersonenhaushalten und der immer hektischere, moderne Lebensstil treiben die Nachfrage nach abgepackter Frischware in Deutschland voran. Gleichzeitig ist der Verzehr von frischem, vorgeschnittenem Gemüse in Deutschland im Vergleich zu dem der europäischen Nachbarn jedoch immer noch relativ niedrig. Das lässt sich teilweise auf die Bedenken der Verbraucher in puncto Sicherheit, Qualität und Frische geschnittener Frischware zurückführen, ebenso jedoch auf die Unterschiede in den Konsummustern bei Gemüse in den unterschiedlichen Regionen.“

In der Tat geben 40 % der Deutschen an, sie hätten Bedenken wegen der Sicherheit von Obst und Gemüse. Doch die Mintel-Untersuchung offenbart, dass der Convenience Aspekt von vorgerschnittenem Gemüse eine Möglichkeit darstellt, deutsche Verbraucher umzustimmen – vor allem jüngere Konsumenten. Tatsächlich geben drei von fünf (59 %) der Deutschen im Alter von 25 bis 34 Jahren im Vergleich zu weniger als der Hälfte (47 %) der Deutschen insgesamt an, dass die leichte Handhabung beim Kochen eine Schlüsselrolle bei ihrer Gemüseauswahl spielt.

Deutsche Millennials stellen zudem diejenige Altersgruppe dar, die das geringste Interesse am Kochen ohne jegliche Fertigprodukte zeigt. Über ein Viertel (27 %) der Deutschen im Alter von 16 bis 24 Jahren gestehen ein, dass sie unter der Woche nur selten richtig und ohne jede Fertigprodukte kochen – im Vergleich zu durchschnittlich 19 % der Verbraucher insgesamt.

Außerdem sagen nahezu zwei von fünf (39 %) der Deutschen im Alter von 16 bis 24 Jahren aus, sie würden öfter zubereitetes Obst und Gemüse kaufen, wenn es dieses in Verpackungen in Snackgröße gäbe. Nur ein Viertel (25 %) der Deutschen aller Altersgruppen teilt diese Meinung.

„Obgleich deutsche Verbraucher noch nicht ganz vom Zusatznutzen vorgeschnittener Gemüseangebote überzeugt sind, eröffnet der Aspekt der leichten Zubereitung deutschen Frischwarenunternehmen viele Möglichkeiten. Zeitsparende Neuerungen, die sich der steigenden Nachfrage der Konsumenten nach leichter Handhabbarkeit anpassen, werden in den kommenden Jahren zum Absatzmotor avancieren, da immer mehr Verbraucher immer weniger Zeit haben“, fügt Witham hinzu.

Verbraucherinteresse an Dosengemüse geht in Deutschland zurück
Parallel zum gestiegenen Interesse für Frischware und der wachsenden Konkurrenz durch gekühlte Fertiggemüseformate schrumpft das Interesse der deutschen Verbraucher an Dosengemüse. Laut Mintel kauften nur zwei von fünf (41 %) der deutschen Verbraucher 2015 wöchentlich Dosengemüse, im Vergleich zu 52 % im Jahr 2014 – ein signifikanter Rückgang von über 10 Prozentpunkten.

Darüber hinaus nahm das Verbraucherinteresse auch bei Dosenbohnen ab, wenn auch nicht so stark wie beim Dosengemüsesegment: Im Jahr 2015 kauften 23 % der deutschen Konsumenten Dosenbohnen, während es im Jahr 2014 noch 26 % waren.

Das nachlassende Interesse an Gemüsekonserven liegt vor allem an der Tatsache, dass sich Millennials von derlei Produkten nicht angesprochen fühlen. Verglichen mit der Gesamtanzahl der Verbraucher war der Anteil jener, die Gemüse- und Bohnenkonserven kauften, unter jüngeren Altersgruppen signifikant geringer: Nur 32 % der 16- bis 24-Jährigen kauften Gemüsekonserven, und nur 18 % kauften Bohnenkonserven.

Bio-Gemüsekonserven scheinen das einzige Segment zu sein, dass das Interesse jüngerer Konsumenten weckt: 13 % der 25- bis 34-Jährigen kaufen regelmäßig Dosengemüse, die als „Bio“-Produkte ausgelobt sind, im Vergleich zu nur 8 % der Verbraucher insgesamt. Beim Kauf von Obst und Gemüse gehören für deutsche Millennials Bio-Merkmale zu den wichtigsten Faktoren. Mehr als zwei von fünf (42%) Deutschen im Alter von 16 bis 24 sind der Meinung, dass Bio-Obst und -Gemüse mehr Nährstoffe enthalten als herkömmliches Obst und Gemüse – verglichen mit nur 27 % der Deutschen insgesamt.

Laut Mintel’s Datenbank weltweiter Produktneueinführungen (GNPD) ist den Herstellern von haltbarem Gemüse das starke Interesse an Angeboten für Bio-Obst und -Gemüse nicht entgangen. Denn so ist der Anteil von Produkteinführungen im Bereich von Dosengemüse mit Bio-Kennzeichen in Deutschland von 25 % im Jahr 2014 auf 39 % im Jahr 2015 sprunghaft angestiegen.

„Das nachlassende Verbraucherinteresse an Gemüsekonserven unter Millennials unterstreicht die Tatsache, dass die aktuellen Angebote das jüngere Publikum nicht begeistern können. Marken, die Dosengemüse herstellen, sollten sich jetzt modernisieren und Produkte mit Zusatznutzen entwickeln, die über positive Attribute wie etwa eine Bio-Zertifizierung, Premium-Zutaten oder ein einzigartiges Verpackungsdesign auf neue Verbraucherforderungen eingehen“, fasst Witham zusammen.

Christian Freier

Das Gourmetrestaurant OSTSEELOUNGE in Dierhagen öffnete nach der jährlichen Kreativpause am 11. März wieder seine Türen. Begrüßt werden die Gäste von Christian Freier – dem neuen Chef de Service und Sommelier, der ab sofort das Team von Sternekoch Pierre Nippkow unterstützt.

Bevor der 30-Jährige ins Strandhotel Fischland und hier in die OSTSEELOUNGE kam, war er im Restaurant Bernstein im Strandhotel Ostseeblick in Heringsdorf zunächst Chef de Rang und seit 2011 Restaurantleiter. Den gebürtigen Angermünder zog es bereits während seiner Ausbildung an die Ostsee. Dort lernte er auch Pierre Nippkow kennen.

Das geweckte Interesse für Weine und gutes Essen sowie herzliche Gastlichkeit verbindet beide bis heute. Als Team wollen sie erfolgreich die mehrfach ausgezeichnete Kochkunst von Pierre Nippkow und erstklassigen Service verbinden.

http://strandhotel-fischland.de/restaurants/
http://gourmetrestaurant-ostseelounge.de/

Felix Mielke

Ist man als Foodblogger unterwegs, bleibt es nicht aus, dass man um Restauranttipps gebeten wird. Eines muss man dabei jedoch berücksichtigen: Mann muss bei solchen Fragen unbedingt auf die Zwischentöne achten. Es soll nämlich in der Regel ganz toll, ganz lecker, aber bitteschön nicht so teuer sein wie schon oft auf Menükarten der internationalen Hochküche gesehen oder vermutet.

Für heute jedenfalls habe ich schnell einen Rat zur Hand.
Im Le Faubourg, Sofitel Berlin Kurfürstendamm, schwingt der gebürtige Berliner Felix Mielke seit 2011 den Kochlöffel und fasziniert seine Gäste mit innovativer Küche auf Grundlage französischer Klassik.

Der Name „Le Faubourg“ in Verbindung mit dem Sofitel Hotel hat mein Interesse geweckt, musste ich doch sofort an das Sofitel Paris Le Faubourg denken.
Seit 9. März 2015 hat nämlich dort der „Prinz der Paläste“ Yannick Alléno, den ich im Frühjahr im Pariser Restaurant Ledoyen aufgesucht habe, die kulinarische Leitung des neuen Restaurants STAY Faubourg übernommen.

Bei soviel „Faubourg“ und „Sofitel“ im Kopf, war mein Interesse geweckt.

Letztlich ist es jedoch die Menükarte, die das Pendel endgültig für einen Besuch ausschlagen lässt. Angeboten werden „Vorspeisen zum Teilen“. Sehr interessant. Wird doch alle Jahre wieder der Unsinn unter die Leute gebracht, dass man mit einer „Beehren-Sie-uns-nicht-wieder-Karte“ verabschiedet wird, wenn man vom Tellerchen des Nachbarn nascht. Im Le Faubourg wird man geradezu zum Teilen verführt.

Die Hauptgerichte zeigen eine Besonderheit. Felix Mielke bietet nämlich die Hauptkomponente in zwei verschiedenen Variationen an:
„Tradition“ und „Nouveau“.

Eine Auswahl:
Garnele
Kopfsalat, Pilze, Pancetta, Kürbis, Buttermilch
Zur Herbsttrompete passt wunderbar der Kürbis in verschiedenen Ausführungen, der nicht nur eine süsslich-nussige Note in die Kombination einbringt sondern auch saisonale Akzente setzt.

Die kalte Vorspeise zeigt schon deutlich, dass Felix Mielke die Hauptkomponente gerne mit zahlreichen Begleitern auf die Reise schickt. Auch wenn ich hier kein Übermaß feststellen kann, ist der Trend zur Reichhaltigkeit unverkennbar. Reichhaltig sind aber auch die Aromen, die eine geschmackliche Komplexität aufzeigen.

Seezunge (Nouveau)
sous-vide pochiert, Calamaretti, Brokkoli, Sauerampfer, Risotto, Mandel, Mangold

Wir konstatieren einen perfekten Garpunkt und harmonisch ausgesuchte Begleiter.
Eine moderne und handwerklich gelungene Präsentation.

Lammstelze (Tradition),
Bohnen-Cassoulet, konfierte Kartoffel, Merguez
Die scharf gewürzte Wurst aus der maghrebinischen Küche passt vortrefflich zum kräftigen Aroma der zarten Lammstelze.
Die Akkorde, also die Überlagerungen von Geschmacksempfindungen, sind in diesem Gericht besonders wahrnehmbar.

Felix Mielke präsentiert eine innovative französische Küche.
Grundlage ist eine hohe Produktqualität, gepaart mit Kreativität und sicherem Handwerk.
Die würzigen und ausgewogenen Geschmacksbilder haben unsere Erwartungen übertroffen.

Den vollständigen und bebilderten Bericht gibt es wie immer auf
www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de

Frauen am Herd

Umfrage: Noch immer sind es vor allem die Frauen, die in Deutschland zu Hause in der Küche stehen

Auch wenn die Zahl der männlichen Fernseh- und Promiköche ständig zu steigen scheint – die private Küche ist in Deutschland offenbar noch immer fest in weiblicher Hand. Nach einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Gesundheitsportals „www.apotheken-umschau.de“ stehen in den bundesdeutschen Haushalten vor allem Frauen am Herd: Vier von fünf Frauen (82,5 %) geben an, bei sich zu Hause meistens selbst zu kochen. Bei den Männern ist es hingegen nicht einmal jeder Dritte (30,7 %). Fast drei Viertel der Frauen (71,1 %) betonen dabei gleichzeitig, ihnen mache Kochen großen Spaß. Mehr als jede Zweite (56,4 %) schaut sich gerne Kochsendungen und -shows im Fernsehen an, jede Dritte (32,3 %) sucht oft in Food-Zeitschriften oder auf entsprechenden Seiten im Internet nach neuen Rezepten und jede Vierte (23,2 %) hat schon an mindestens einem Kochkurs teilgenommen.

Bei den Männern ist das Interesse am Kochen deutlich geringer (Spaß: 29,9 %; Kochsendungen: 23,0 %; Food-Zeitschriften/Internet: 8,3 %; Kochkurs: 9,4 %).

Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsportals „www.apotheken-umschau.de“, durchgeführt in persönlichen Interviews von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2.051 Personen ab 14 Jahren, darunter 1.046 Frauen und 1.005 Männer

Neue tld: restaurant

Jetzt können Sie sich Ihre eigene „restaurant“ domain holen – ohne .de oder .com – Statt Schmidts-Restaurant.de heisst es dann „Schmidts.Restaurant“ im Internet

Ab heute geht diese Top-Level-Domain online. Viele Registrare bieten die Restaurant Domain ab 40 Euro/Jahr an.

Hier ist eine Übersicht der Registrare: www.donuts.co/registrars/donuts-registrars/

Donuts, der Anbieter, bietet noch viele weitere Top Level Domains an.
Interessant könnte für unsere Branche z.B. „.kitchen“, „.pizza“, „.catering“, „.house“, „.limo“ oder „.coffee“ sein.

Ob sich diese neuen und im Vergleich zu .de oder .com recht teuren Domains wohl durchsetzen werden?
Für den einen oder anderen könnte auch die „.wtf“ Tld für seine private Seite von Interesse sein 😉

Weinbranche setzt auf Weintourismus

Der Weintourismus ist für die deutschen Weinregionen von zunehmender wirtschaftlicher Bedeutung und bietet ein großes Entwicklungspotenzial. Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) im Vorfeld der bundesweit ersten Wein- und Reisemesse „WeinTour“ in Hamburg bekannt gab, haben 13 Mio. Deutsche bzw. 23 Prozent der Bevölkerung großes Interesse an einer Weinreise.

Dies ergab eine aktuelle bevölkerungsrepräsentative Studienreihe zum Tourismuspotenzial der deutschen Weinregionen, die das DWI beim Institut für Management und Tourismus (IMT) der FH Westküste in Auftrag gegeben hat.

Die Studie ergab weiterhin, dass sich diese Zielgruppe noch erweitern lässt, wenn die Weinreisen mit weiteren erlebnis- und genussorientierten Aktivitäten verknüpft werden, die in den Weinregionen angeboten werden. So haben beispielsweise 36 Mio. Deutsche Interesse an kulinarischen Spezialitäten und 25 Mio. wandern gerne.

Positive Vorzeichen für den Weintourismus ergeben sich auch vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung in Deutschland. Denn das Interesse für Wein und die Affinität zum Weingenuss, so die Tourismusstudie, steigt mit dem Alter.

Der Tourismus hat sich in vielen deutschen Weinregionen in den letzten zehn Jahren bereits positiv entwickelt. Er profitiert dabei vom allgemeinen Trend zum Urlaub im eigenen Land sowie vom Trend zu kürzeren aber dafür häufigeren Reisen. Dabei suchen die Touristen neben dem Wein nach Attraktionen, die einen Mehrwert aufweisen. Von daher sind erlebnis- und kulturorientierte Begleitprogramme von großer Bedeutung, um das touristische Potenzial in den Weinregionen noch weiter auszuschöpfen. Dafür werden derzeit vor Ort die jeweiligen Stärken und Besonderheiten deutlicher herausgearbeitet und vermehrt zielgruppen­spezifische Zusatzangebote geschaffen oder ausgebaut.

Einen Überblick der vielfältigen touristischen Möglichkeiten im Weinland Deutschland bietet die „WeinTour“-Messe am 5. und 6. April im Hamburger Curio-Haus. Dort präsentieren sich mit über 150 Ausstellern neben zahlreichen Weinerzeugern auch die Tourismusorganisationen aus allen 13 deutschen Weinbaugebieten.

Jeder zweite Deutsche hat Fernweh

Emnid-Umfrage für TUI: 56 Prozent der Bundesbürger sind an einer Fernreise interessiert oder haben schon eine gebucht – Ältere mögen Gruppenreisen – Reisebüro bleibt beliebtester Buchungskanal

Das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von TNS Emnid im Auftrag von TUI Deutschland bestätigt dies: Eine deutliche Mehrheit von 56 Prozent der Deutschen ist an einer Fernreise interessiert oder hat schon eine gebucht. Der Wunsch nach einer Fernreise ist mit 74 Prozent vor allem bei jungen Menschen unter 29 Jahren ausgeprägt. Mit höherem Alter nimmt das Fernweh ab, bei den über 60-Jährigen zieht es noch 34 Prozent in ferne Länder. TUI Deutschland, Marktführer bei Veranstalterreisen, ließ dazu 1.000 Bundesbürger befragen. 55 Prozent der Deutschen haben dabei schon mindestens eine Fernreise angetreten, 45 Prozent sind bislang noch ohne interkontinentale Erfahrung.

Bei den Motiven für eine Fernreise stehen mit jeweils 91 Prozent „Land und Leute kennenlernen“ sowie „fremde Kultur erleben“ ganz hoch im Kurs. Auch eine organisierte „Rundreise mit Sehenswürdigkeiten“ im Rahmen einer Fernreise ist für 83 Prozent der Befragten von Interesse. Besonders ausgeprägt ist der Wunsch nach einer Rundreise bei den über 60-Jährigen (89 Prozent). „Hungrig“ darauf, in der Ferne regionale Speisen zu genießen, sind vor allem die 30- bis 39-Jährigen (81 Prozent), während dies bei den 20- bis 29-Jährigen noch für 66 Prozent wichtig ist.

Junge Urlauber nutzen Reisebüro und Internet gerne kombiniert
Ein eindeutiger Trend zeigt sich beim Thema organisierte Gruppenreisen: Je älter die Reisenden, desto eher bevorzugen sie es, dass alles arrangiert ist – mit 49 Prozent will das fast jeder Zweite der über 60-Jährigen. Parallel zum Alter nimmt das Interesse daran ab: Bei den 20- bis 29-Jährigen sind nur noch 14 Prozent an einer Gruppenreise interessiert.

Trotz Internet bleibt das Reisebüro bei der Planung von Fernreisen mit 44 Prozent insgesamt der beliebteste Buchungskanal – vor allem ältere Urlauber ab 60 Jahren würden am liebsten persönlich im Vertriebsbüro buchen (65 Prozent). Hingegen gilt: Je jünger die Reiseplaner, desto eher würden sie beide Kanäle für ihre Fernreise-Buchung nutzen – Reisebüro und Internet kombiniert. In der jüngsten Befragtengruppe der 20- bis 29-Jährigen wählten 41 Prozent diese Option.

www.gourmet-report.de/goto/tui

Honig aus Brandenburg

Wer sich hierzulande in früheren Jahrhunderten das Leben versüßen wollte, griff üblicherweise zu Honig. In Zeiten von Bio und Regional steigt seit Jahren die Nachfrage für das heimische Naturprodukt. 1990 brach die Honigerzeugung in Brandenburg so sehr zusammen, dass notleidende Gärtner und Landwirte in einem Modellprojekt sogar auf Hummeln als Befruchtungshelfer verfielen. Ganz offensichtlich ist die märkische „Bienenkrise“ überwunden. Seit Jahren steigt – auch dank der beharrlichen Unterstützung des Brandenburger Agrarministeriums – die Zahl der Imker und Bienen. Erhalten und entwickelt werden konnte auch eine der besten deutschen Bienenforschungsstätten, das Länderinstitut für Bienenkunde Hohen Neuendorf e.V. (LIB), wie das Ministerium in seinem Landtagsbericht zum Thema Bienenförderung unterstreicht.

Honig ist nicht einfach nur Süßungsmittel. Er enthält rund 190 Inhaltsstoffe, die der Gesunderhaltung dienlich sind. Traditionell steigt der Honigabsatz im Winterhalbjahr.

Für die allermeisten Imker ist die Bienenhaltung ein Zubrot. Nach Angaben des LIB gehen im Land immerhin auch 15 Berufsimker diesem Gewerbe nach.

2012 gab es landesweit insgesamt 3.539 Imker mit etwa 38.900 Bienenvölkern. Im Vergleich zu den Ergebnissen der Abfragen Ende 2002 mit 2.391 Imkern und Ende 2007 mit 2.759 Imkern nahm die Zahl der registrierten Bienenhaltungen um 48 Prozent in zehn Jahren beziehungsweise um 28 Prozent in den letzten fünf Jahren zu.

Die Imkerschaft hat sich damit verjüngt und ist kein Alte-Leute-Hobby, wie dies in Kinderbilderbüchern immer gern dargestellt wird: Unter den Brandenburger Jungimkern finden sich etliche Frauen der Altersgruppe 25 bis 35, Männer gehören zu den Jahrgängen zwischen 40 und 60.

Neu ist das steigende Interesse nicht nur in Brandenburg, sondern auch in Berlin. Stadtimkern ist hier ein Trend, der in jüngster Zeit zunehmend Anhänger findet.

Im Ergebnis gibt es auch mehr heimischen Honig: 2008 1.145 Tonnen, 2010 1.239 Tonnen, 2011 1.239 Tonnen. Der Honigertrag liegt je Volk bei 35 bis 37 Kilogramm im Jahr.

Für 2013 wird aufgrund des nassen Frühjahrs ein eher durchschnittliches Jahr erwartet. Allerdings differieren die Erträge regional erheblich.

Neuimkerförderung
Für die Förderung von Neuimkern wurden vom Brandenburger Agrarministerium 2005, 2006, 2008 und 2009 Lotto-Mittel bereitgestellt. Seit 2010 ist die Unterstützung von Neuimkern über die EU-Honig-Verordnung möglich. Die Höhe der Zuwendung beträgt maximal 50 Prozent der nachgewiesenen Ausgaben, insgesamt jedoch nicht mehr als 1.000 Euro je Zuwendungsempfänger. In der Summe aller Jahre wurden über 400.000 Euro für die Neuimkerförderung reserviert und so 425 Neuimker mit 2.491 Bienenvölkern unterstützt. Alle Mittel wurden stets ausgeschöpft.

Unterstützung der Bienenzucht und Honigerzeugung
Auf der Grundlage der Honig-Verordnung stellt das Land Geld zur Verbesserung der Erzeugungs- und Vermarktungsbedingungen zur Verfügung. Bis 2015/16 können jährlich für Projekte des LIB und der Imkerverbände 300.000 Euro ausgereicht werden. Die förderfähigen Maßnahmen beziehen sich auf Schulungen, darunter auch zur Ausbildung von Bienensachverständigen, den Aufbau von Lehrbienenständen, die Beschaffung technischer Geräte, auf die Bekämpfung der Varroose, auf die Trachtbeobachtung, die Verbesserung der Honigqualität, auf die Förderung von Neuimkern und auf Forschungsprojekte im LIB. Für Investitionen in die Imkerei kommt auch das Förderprogramm für einzelbetriebliche Investitionen in landwirtschaftlichen Unternehmen in Frage. Für die EU-Förderperiode 2014 bis 2020 soll das Programm neu aufgelegt werden. Imker, die die im Gesetz über die Alterssicherung der Landwirte genannte Mindestgröße von 100 Bienenvölkern erreichen oder überschreiten, können für die Errichtung oder Modernisierung von unbeweglichem Vermögen und den Kauf von neuen Maschinen und Anlagen eine Förderung von 20 Prozent der förderfähigen Ausgaben erhalten. Das Mindestinvestitionsvolumen beträgt 20.000 Euro.

Weiterhin erhält der Landesverband Brandenburgischer Imker e.V. jährlich weitere Zuwendungen in Höhe von 27.500 Euro. Die Landesmittel dienen als Anteilsfinanzierung für die Schulung der Imkervereine, zur Unterstützung der Kinder- und Jugendarbeit, für die Öffentlichkeitsarbeit und zur Förderung der Bienenzucht (zum Beispiel Leistungsprüfungen, Verwendung geprüfter Herkünfte in der künstlichen Besamung).

Steinzeit-Diät

Das Interesse an der „Steinzeiternährung“ ist in den vergangenen Jahren neu erwacht. Verfechter des so genannten Paläo-Prinzips (von „Paläozoikum“ = Erdaltertum) empfehlen, sich nach dem Vorbild unserer Vorfahren aus dieser Zeit zu ernähren. Für die steinzeitlichen Gene des Menschen komme nur steinzeitliche Kost in Frage. Doch „die heutigen Lebensbedingungen sind fundamental anders als in der Steinzeit und erfordern eine zeitgemäße Ernährung“, widersprach Professor Claus Leitzmann dieser These auf der Fachtagung des Verbands für Unabhängige Gesundheitsberatung e. V. (UGB) in Gießen. Auch die Grundlagen dieser Theorien sind zu einseitig. Der Mensch sei zwar ein Omnivor, sprich ein Allesfresser, und ein Opportunist nach dem Motto „iss, was du kriegst“, eine Haltung, die über Jahrmillionen sein Überleben gesichert hat, aber unsere Organe sind eindeutig pflanzlich geprägt.

Die Evolution unserer Ernährung umfasst eine sehr viel längere Zeitspanne als die Steinzeit, die vor 2,6 Millionen Jahren anfing und vor etwa 10.000 Jahren endete. Die ersten Säugetiere tauchten bereits vor etwa 150 Millionen Jahren auf und die ersten Primaten, unsere nächsten Verwandten im Tierreich, vor etwa 55 Millionen Jahren. „Wenn man bedenkt, wie sich unsere sehr frühen Vorfahren ernährt haben und unsere Verwandten im Tierreich heute noch ernähren, dann zeigt sich, dass es eine überwiegend pflanzliche Kost war und ist“, informierte der Mitbegründer der Gießener Konzeption der Vollwert-Ernährung. Das könne man anhand anatomischer und physiologischer Gegebenheiten sehr gut nachvollziehen, wenn man typische Fleischfresser und typische Pflanzenfresser aus dem Tierreich mit dem Menschen vergleicht.

Der Speichel von Fleischfressern ist wässrig, der von Pflanzenfressern dagegen enthält Enzyme, die Kohlenhydrate abbauen. Auch Zähne, Zunge, Magen und Darm unterscheiden sich deutlich. Bei diesem Vergleich falle der Mensch ganz eindeutig in die Gruppe der Pflanzenfresser. „Das wichtigste Argument ist für mich, wie unsere Organe beschaffen sind, nämlich größtenteils geprägt durch pflanzliche Kost. Diese Erkenntnis reicht weiter als die Paläo-Diät, denn unsere Organe haben sich in den letzten zwei Millionen Jahren im Gegensatz zu unseren Genen sehr wenig verändert“, so Leitzmann.

Es sei nicht auszuschließen, dass es Zeiten gegeben hat, in denen sich die Menschen überwiegend von Fleisch ernährt haben. Doch dies bedeute nicht, dass sich unsere Organe in dieser Zeit in Richtung Fleischfresser wesentlich verändert hätten. Auch die Tatsache, dass Menschen kein Vitamin C bilden können, spricht für die kontinuierliche Aufnahme pflanzlicher Kost. „Wir verbringen den ganzen Tag vor dem Computer. Das ist in der Natur nicht vorgesehen. Deshalb müssen wir überlegen, wie hat uns die Evolution geschaffen, welche Erkenntnisse stehen uns heute zur Verfügung, welchen Lebensstil führen wir, und dann die Schlussfolgerung ziehen.

Was bleibt, ist die Empfehlung zu überwiegend pflanzlichen und wenig tierischen Produkten, sprich statt Mammutsteaks reichlich Gemüse und Nüsse, gewisse Mengen an Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten sowie Kräuter und Rohkost – Obst und fermentierte Produkte. Das wäre die Lösung“, daran besteht für den Experten, der in Deutschland zu den renommiertesten Ernährungswissenschaftlern zählt, kein Zweifel.
Irmingard Dexheimer, www.aid.de