Ritz-Carlton in der Autostadt in Wolfsburg

Das Hotel The Ritz-Carlton in der Autostadt in Wolfsburg hatte nach 13jährigem Betrieb ein neues Interieur erhalten. Entwickelt und ausgestattet von der Autostadt und dem Architekten Elliot Barnes wurden bereits im vergangenen Herbst die Lobby, Zimmer und Suiten, das neue Club Level sowie die Newman’s Bar und das Restaurant Aqua eröffnet. Abgerundet und finalisiert wird die Neugestaltung jetzt mit der Eröffnung des Restaurants „Terra“ und dem neuen „Deli“.
„In den zurückliegenden zwei Jahren haben wir das Hotel The Ritz-Carlton mit dem Team der Autostadt konzeptionell neu gefasst und mit dem jetzigen Abschluss nicht nur neues Design geschaffen, sondern ein komplett neues Hotel. Der Innenarchitekt Elliot Barnes hat die Redesignidee in eine zeitgemäße Formsprache übersetzt, die die Mitarbeiter des Hotels jetzt mit Leben füllen“, fasst Dr. Maria Schneider, Kreativdirektorin der Autostadt die Neugestaltung zusammen.
„Mit dem Abschluss des Redesigns des Hotels in der Autostadt haben wir einen weiteren Meilenstein in unserer Entwicklung erreicht. Das Hotel symbolisiert unser Verständnis von Service und Dienstleistung wie kaum ein anderer Ort. Die Neugestaltung nach 13 Jahren garantiert, dass wir auch in den kommenden Jahren unsere Gäste mit der Weltspitze der Hotellerie in der Autostadt begrüßen“, erläutert Autostadt Geschäftsführer Otto F. Wachs.

Und so steht das Wohlfühlen des Gastes im Hotel im Mittelpunkt des neuen Konzepts. Die wohnliche Atmosphäre wird durch ein Zusammenspiel aus Farben, Formen und Texturen erschaffen. Vor allem natürliche Materialien wie Holz, Leder, Glas und Stein wurden im Hotel verarbeitet. Diese Prinzipien gelten ebenso für die jetzt fertiggestellten Umbauten im Restaurant.

Das Restaurant „Terra“
Eine grundlegende Neuausrichtung erfuhr das frühere Restaurant „The Grill“, das unter dem Namen „Terra“ mit verändertem Food-Konzept und umgestaltetem Interieur aufwartet. „Terra“ steht für die Ursprünglichkeit des Geschmacks. Die stets frischen Zutaten werden von ausgesuchten Klein- und Kleinstbetrieben aus der Region geliefert und auf natürliche und unverfälschte Weise verarbeitet. Neben Fleisch- und Fischgerichten nehmen vegetarische und vegane Speisen einen besonderen Schwerpunkt ein. Der Bezug zum Regionalen zeigt sich ebenso auf der Weinkarte, die deutsche und europäische Weine um eine Auswahl an biodynamischen Weinen ergänzt.

Das kulinarische Konzept wird vom Interieur mit erdigen Farbtönen, strukturierten Oberflächen und natürlichen Materialien aufgegriffen. Den Eingangsbereich zum „Terra“ markiert eine mit goldenen Streifen versehene Glaswand, die die Gäste zum Empfangstresen geleitet. Vor einer Rückwand aus dunkler Eiche lässt ein gläsernes Mosaik an die Luftbilder des Fotografen Yann Arthur Bertrand denken, die durch das Buch „La Terre vue du ciel“ (Die Erde von Oben) Berühmtheit erlangten. Hölzerne Paneele mit vertikalen Sichtöffnungen führen zu einem privaten Bereich für acht bis zehn Personen, der beidseitig von Pflanzenstudien des Fotografen Karl Blossfeldt flankiert wird.
Von hier aus öffnet sich der Restaurantbereich, der von einem langgezogenen, freistehenden Kamin aus Naturstein akzentuiert wird. Um Intimität und Großzügigkeit in Einklang zu bringen, lässt eine Öffnung oberhalb der Feuerstelle im Kamin die Blicke durch den Raum hindurchwandern. Raffiniert wirkt die Unterteilung der Decke in prismatisch geformte Holzpaneele, während versteckte Lichtleisten einen stufenweisen Übergang zwischen den Wänden und der Decke erzeugen. Zwei Säulen aus Sichtbeton sind eine subtile Brechung der wohnlichen Atmosphäre, die durch erdfarbene Teppichböden und gepolsterte Sitze noch gesteigert wird. Kontrastvoll zeigt sich auch der Ausblick: Vorhänge aus goldenem Metallgewebe umspielen die Fenster und setzen den Blick auf das historische Volkswagen-Kraftwerk und das Hafenbecken am The Ritz-Carlton Hotel in der Autostadt wirkungsvoll in Szene.

Das Compartment „Dune“
Ein Ort der Intimität und Ruhe bildet den Übergang zwischen den Restaurants „Aqua“ und „Terra“: Das Compartment „Dune“ ist ein Salon für besondere Anlässe, wo bis zu 20 Gäste in privater Atmosphäre speisen können. Das ebenfalls von Elliot Barnes gestaltete Interieur interpretiert das namensgebende Thema auf spielerische Weise. Lässt die Struktur des Teppichbodens an eine organisch Strand- und Dünenlandschaft denken, wecken hölzerne Wandpaneele mit natürlich-rauen Oberflächen Assoziationen an historische Schiffsrümpfe
oder Treibholz. Zwei horizontale Ablagen aus massivem Naturstein flankieren den großen Esstisch und werden durch eine indirekte Beleuchtung akzentuiert. Das Compartment ist für private Veranstaltungen wie Hochzeits- oder Familienfeiern oder geschäftliche Konferenzen, Mittag- und Abendessen buchbar. Neben dem beeindruckenden Ausblick auf das Volkswagen Kraftwerk können Gäste hier die Küche des mit 3 Michelin Sternen ausgezeichneten Restaurants „Aqua“ oder des Restaurants „Terra“ genießen.

Das neue „Deli“
Die Reisegewohnheiten verändern sich. Können Urlauber und Feriengäste die Opulenz des klassischen Hotelfrühstücks in Ruhe auskosten, muss es für Geschäftsreisende häufig schneller gehen. Das neue „Deli“ im Erdgeschoss des The Ritz-Carlton in der Autostadt setzt genau an dieser Stelle an. In Ergänzung zum bestehenden Frühstücksrestaurant – der „Hafenterrasse“ mit Blick auf das Volkswagen Werk und das Hafenbecken – wird ein kulinarisches Konzept für Eilige während des gesamten Tages geboten.
Mit kompakten Marmortischen, dunklen Holzstühlen, LED-gesteuerten Kristallleuchtern und einem goldenem Wandmosaik übersetzt das Interieur die Anmutung eines klassischen Kaffeehauses in die Gegenwart. Die Gestaltung des „Deli“ wurde vom Büro Angelika A. Vogt, Corporate Styling geleitet, die bereits 2011 dem Spa-Bereich des The Ritz-Carlton in der Autostadt ein neues Gesicht verliehen hatte. Den räumlichen Mittelpunkt des „Deli“ bildet eine marmorne Theke, deren abgerundeten Ecken mit den ringförmigen Kristallleuchtern korrespondieren. Eine gläserne Wand trennt den 24 Sitzplätze umfassenden Hauptraum von einem Raucherbereich für 20 weitere Gäste.
Unter der Regie von Küchenchef Alexander Rettke und Chef-Patissier Gabriele Ortmann kann im „Deli“ bis zwölf Uhr gefrühstückt werden. Neben frischen Brötchen und Backwaren stehen hausgemachte Marmeladen, Müslivariationen und Obst zur Auswahl. Von Mittag bis 18 Uhr werden frische Sandwiches angeboten, die mit Brotspezialitäten aus der Autostadt- Manufaktur „Das Brot.“ zubereitet werden. Feines Teegebäck, hausgemachte Kuchen und Pralinen aus der Patisserie des The Ritz-Carlton Wolfsburg ergänzen das kulinarische Angebot am Nachmittag. Wie alle Speisen im neuen „Deli“ können diese vor Ort genossen oder mitgenommen werden – ganz so, wie es der Terminkalender eben erlaubt.

www.ritzcarlton.com

Kinderlebensmittel

Kinder sind auch für Lebensmittelproduzenten eine attraktive Zielgruppe. Im lukrativen Wettstreit um die kleinen Konsumenten investieren viele Hersteller massiv in Werbung und Marketingmaßnahmen. Doch was bekommen Verbraucherinnen und Verbraucher, wenn sie „Kinderlebensmittel“ kaufen? Der VKI geht der Frage derzeit in einem eigenen Themenschwerpunkt nach und nimmt stichprobenartig verschiedene Produktgruppen unter die Lupe. Für die Oktoberausgabe der Zeitschrift KONSUMENT wurden Wurst, Zerealien und Käse getestet. Das Ergebnis: Viele der geprüften Produkte sind mit Vitaminen und Mineralstoffen versetzt – auch solche mit hohem Fett- oder Zuckergehalt. So soll vor allem Eltern suggeriert werden, die angebotenen Waren seien besonders gesund. Gleichzeitig sind Kinderlebensmittel in der Regel hoch verarbeitet und teuer im Vergleich zu Produkten, die nicht speziell für Kinder gedacht sind.
Alle Testergebnisse im Detail gibt es online unter www.konsument.at sowie ab sofort im Oktober-KONSUMENT.

Frühstückszerealien – bis zu einem Drittel aus Zucker
Die Werbung für Zerealien verspricht oft ein gesundes Frühstück dank vieler Vitamine und Mineralstoffe. Diese sind allerdings – wie z.B. in den Cookie Crisps „Schoko-Knusper-Kekse“ von Nestlé – künstlich zugesetzt und keineswegs natürlich in den Produkten enthalten. Solche speziell mit Nährstoffen angereicherten Lebensmittel werden zur Ernährung von Kindern aus gesundheitlicher Sicht nicht benötigt. Grundsätzlich kann und sollte der Bedarf über eine ausgewogene und abwechslungsreiche Mischkost abgedeckt werden.
Darüber hinaus bewirbt Nestlé sein Produkt auch mit einer „Vollkorngarantie“: „Deshalb sind alle Nestlé Cerealien nicht nur unwiderstehlich lecker, sondern enthalten immer auch mindestens 30 Prozent Vollkorngetreide“, heißt es dazu von Seiten des Unternehmens. Wirft man allerdings einen Blick auf die Zusammensetzung, so zeigt sich, dass das vermeintlich gesunde Vollkornprodukt zu 23,5 Prozent aus Zucker besteht. Noch höher ist der Zuckeranteil bei den Nugat Bits von Knusperone (33,9 Prozent) und den Kellog’s Smacks (41,6 Prozent). Als tägliche Frühstücksmahlzeit für Kinder ist damit keines der geprüften Produkte geeignet.

Wurstwaren als „Beitrag für die gesunde Ernährung“
Auch das Angebot an kinderspezifischen Fleisch- und Wurstwaren hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Insgesamt unterscheiden sich die Produkte dabei hauptsächlich durch einen erhöhten Preis, eine kindgerechte Aufmachung und die entsprechende Werbung von herkömmlichen Produkten. Zwei der geprüften Wurstwaren, die Mini Leberwurst und Mini Salami von Ferdi Fuchs, wurden dabei auch mit diversen Vitaminen und Mineralstoffen angereichert, die sie gesünder erscheinen lassen, als sie sind. Beide Produkte bestehen zu einem Großteil (33,1 Prozent bzw. 31,7 Prozent) aus Fett.

Trotz des ungünstigen Nährwertprofils wirbt Ferdi Fuchs intensiv mit gesundheitsbezogenen Aussagen: „Vitamin B 6 trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei“, heißt es etwa auf der Packung der kindgerechten Mini Leberwurst. Auch die Mini Salami verspricht eine gesundheitsfördernde Wirkung u.a. durch Folsäure: „Folsäure trägt zur Verringerung der Müdigkeit bei“ ist auf dem Produkt zu lesen.
Mit einer Mischung aus Werbung und Spiel wenden sich die Anbieter dabei auch direkt an die Kleinsten. So bietet etwa Kiri auf seiner Webseite eine breite Auswahl putziger Bilder, Spiele und Rezeptideen rund um Schmelzkäse. Problematisch ist das deshalb, weil Kinder bis zu einem Alter von 6-8 Jahren noch nicht zwischen Werbung und Inhalt unterscheiden. Auch Beigaben wie Comicfiguren und Sticker sind in vielen Produktgruppen verbreitet.

Fazit:
Kinder brauchen keine Kinderlebensmittel. Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung versorgt sie mit allen Nährstoffen, die sie benötigen. Dennoch werden in der Werbung auch ungesunde Produkte nach wie vor als „nahrhaft“ und „wertvoll“ darstellt. Selbstverpflichtungen der Hersteller, solche an Eltern und Kinder gerichtete Werbung zu beschränken, haben bisher kaum praktische Wirkung gezeigt.

Mandeln verringern den Appetit

Eine neue Studie1, die in der diesjährigen Oktober-Ausgabe des European Journal of Clinical Nutrition erschien, zeigt bei Teilnehmern, die 4 Wochen lang täglich 43 g von trocken-gerösteten, leicht gesalzenen Mandeln konsumierten (als Snack oder als Teil einer Mahlzeit), eine Verbesserung bei der Aufnahme von einfach ungesättigten Fettsäuren und Vitamin E, im Gegensatz zu Teilnehmern, die keine Mandeln konsumierten. Vitamin E ist beispielsweise dafür bekannt, den Schutz von Zellen vor oxidativem Stress zu unterstützen. Dies ist ein bemerkenswertes Ergebnis, da die Vitamin E-Aufnahme vor dem Start der Studie bei vielen Teilnehmergruppen unter der empfohlenen Menge lag. Noch besser: Am Ende der 4-wöchigen Studie blieben die Kalorienzufuhr und das Körpergewicht von Teilnehmern, die Mandeln konsumierten, im Vergleich zu Kontrollgruppen, die keine Mandeln zu sich nahmen, ungefähr gleich. Dies führt zu der Annahme, dass die Teilnehmer die durch die Mandeln gelieferte Energie ausgleichen.
Zusätzlich fanden die Forscher während einer 8-stündigen Verköstigungsstudie heraus, dass eine signifikant größere Verringerung des täglichen Hungergefühls und der Lust, etwas zu essen, bei Teilnehmern auftrat, die Mandeln entweder als Snack (Kombination der Vormittags- und Nachmittags-Snack-Gruppen) oder als Teil einer Mahlzeit (Kombination der Frühstück- und Mittagessen-Gruppen) konsumierten, als im Vergleich zu Probanden, die keine Mandeln zu sich nahmen. Die Effekte waren dabei ausgeprägter in den Snacking-Gruppen als bei den Teilnehmern, die Mandeln als Teil einer Mahlzeit zu sich nahmen.

Der Snack-Markt in Deutschland wächst nach wie vor. Einige Experten schreiben Snacks sogar das Potenzial zu, einer der zukünftig größten Märkte zu werden (Magazin „Snack“, August 12). Konkret bedeutet dies, dass in den kommenden Jahren mit einer Menge an Snack- Neueinführungen zu rechnen sein kann. Gerade deswegen ist es wichtig, bei der Auswahl von Snacks sehr genau hinzuschauen und solche auszuwählen, die nicht zu einer Gewichtszunahme führen, sondern tatsächlich positive Effekte auf die Gesundheit haben. Snacking wird häufig als potenzielles Risiko für Gewichtszunahme angesehen. Diese Verallgemeinerung dürfte verschiedene Reaktionen zur Selektion von Lebensmitteln bei Verbrauchern hervorrufen.

Die 4-wöchige randomisierte, kontrollierte klinische Studie (mit einer 8-stündigen Verköstigungsstudien-Komponente) lief unter der Aufsicht von Dr. Richard Mattes und Dr. Sze- Yen Tan von der Universität Purdue (USA) und repräsentiert die aktuellsten Untersuchungen zu den Auswirkungen von Mandelkonsum auf das Körpergewicht sowie den Appetit. Diese neue Studie liefert ähnliche Erkenntnisse wie eine europäische Studie aus dem letzten Jahr, welche herausfand, dass eine Ernährung mit Mandeln als Snack die Nährstoffaufnahme verbessert, ohne dabei die Kalorienzufuhr zu erhöhen.
1
Tan, S-Y. and Mattes, RD. 2013. Appetitive, dietary and health effects of almonds consumed with meals or as snacks. Eur J Clin Nutr DOI#10:1038/ejcn.2014.184.
Die Mattes/Tan-Studie untersuchte 137 Erwachsene, die ein erhöhtes Risiko für Diabetes Typ-2 haben. Zu Beginn der Studie wurden die Teilnehmer durch ein Zufallsprinzip zu einer der folgenden fünf Gruppen zugeordnet: der Kontrollgruppe, die auf jegliche Nüsse und Samen verzichten, oder einer der vier Mandel-Gruppen, in denen 43 Gramm Mandeln entweder zum Frühstück, zum Mittagessen, als Vormittags- oder als Nachmittags-Snack konsumiert wurden. Die T eilnehmer nahmen sowohl an einer 8-stündigen2 als auch einer 4-wöchigen Verköstigungsstudie teil. Am Tag der 8-stündigen Verköstigungsstudie nahmen alle Teilnehmer ein standardisiertes Frühstück und Mittagessen zu sich. Die Kontrollgruppe konsumierte dabei weder Mandeln noch andere Snacks. Die verbliebenen Mandelgruppen nahmen die 43 Gramm Mandeln zu den vorgeschriebenen Zeiten zu sich; die Teilnehmer, die Mandeln als Snack zu sich nahmen, verzehrten diese ca. 2 Stunden nach der letzten Mahlzeit oder 2 Stunden vor der nächsten Mahlzeit.

Obwohl die Mahlzeiten und Snacks während der 8-stündigen Verköstigungsstudie standardisiert waren, wurden für die 4-wöchige Studie keine Diät-Anweisungen gegeben. Die Teilnehmer sollten ihre normalen Essgewohnheiten sowie sportlichen Aktivitäten beibehalten. Obwohl die Teilnehmer während der vier Wochen täglich ca. 250 Kalorien durch die Mandeln zu sich nahmen, stieg die tägliche totale Kalorienzufuhr während des Untersuchungszeitraums nicht an. Tatsächlich haben die Teilnehmer fast 7.000 Kalorien zusätzlich während der vier Wochen zu sich genommen, ohne dass eine Gewichtszunahme zu verzeichnen war.

„Diese Studie zeigt, dass Mandeln gerade bei Menschen, die sich um eine Gewichtszunahme sorgen, eine gute Snack-Alternative sind“, meint Richard Mattes (PhD, MPH, RD), angesehener Professor für Ernährungswissenschaften an der Universität Purdue und Leiter der Studie. „In dieser Studie kompensierten Teilnehmer die zusätzlich durch die Mandeln zu sich genommene Energie, so dass die tägliche Energiezufuhr nicht anstieg. Die Teilnehmer berichteten außerdem, dass sie weniger Appetit und den Wunsch zu essen verspürten, insbesondere wenn sie Mandeln als Snack konsumierten.“
Die Studie verdeutlicht, dass Mandeln als Teil von Hauptmahlzeiten oder als Snacks konsumiert werden können, ohne dass sich dadurch die tägliche Kalorienzufuhr oder das Körpergewicht erhöht, was wiederum die Ergebnisse einer kürzlich veröffentlichten Meta-Analyse unterstützt.3 Die Vorteile von Mandelkonsum für ein gesteigertes Sättigungsgefühl zeigten sich bei Normalgewichtigen4 sowie übergewichtigen Teilnehmern5. Darüber hinaus fand eine aktuelle Studie zur Verdauung heraus, dass Mandeln 20 Prozent weniger metabolisierbare Kalorien beinhalten als ursprünglich angenommen6.

Die 8-stündige Studie wurde zweimal durchgeführt – zunächst als Grundlage am Anfang und erneut nach Ablauf des 4-wöchigen Untersuchungszeitraums: Jedoch waren die Ergebnisse sehr ähnlich und werden daher nur einmal beschrieben
==
3 Flores-Mateo G, Rojas-Rueda D, Basora J, Ros E, Salas-Salvadó J. 2013. Nut intake and adiposity: meta-analysis of clinical trials. Am J Clin Nutr. 2013 Jun; 97(6):1346-55.
4 Hollis J, Mattes R. Effect of chronic consumption of almonds on body weight in healthy humans. Br J Nutr 2007; 98: 651-656.
5 glucose tolerant adults: a randomized crossover trial. Nutr Metab. 8(1): 6 6
Mori AM, Considine RV, Mattes RD (2011). Acute and second-meal effects of almond form in impaired
Novotny JA, Gebauer SK, Baer DJ. Discrepancy between the Atwater factor predicted and empirically
measured energy values of almonds in human diets. Am J Clin Nutr. 2012 Aug; 96(2): 296-301.

Studienresultate führte der Konsum von Mandeln – egal ob als Snack oder als Teil einer Mahlzeit –zu einer signifikanten Reduzierung von Hungergefühlen und der Lust etwas zu essen (im Vergleich zu einem Verzicht). Während des 4-wöchigen Untersuchungszeitraums führte der Verzehr von Mandeln als Snack oder als Teil einer Hauptmahlzeit weder zu einer Erhöhung der Kalorienaufnahme noch des Körpergewichtes. Mandeln haben eine hohe Nährstoffdichte und durch ihren Konsum verbesserte sich die Zufuhr von Vitamin E sowie einfach ungesättigter Fettsäuren während der vier Wochen signifikant. Mandeln können somit als Snack oder Teil einer Mahlzeit in einen Dia&#7
76;t-Plan integriert werden, um den Appetit und das Verlangen, etwas zu essen, zu verringern. Da Mandeln einfach mitzunehmen sind, eignen sie sich hervorragend als Snack mit dem Extra-Kick an Nährstoffen.

Die Studie auf einen Blick
• Die Studie wurde durchgeführt, um die Effekte beim Konsum von Mandeln als Teil einer Mahlzeit oder als Snack unter den Aspekten der glykämischen Kontrolle, des Appetits, des Körpergewichts und der Zusammensetzung zu untersuchen. Insgesamt wurden 150 Erwachsene mit einem erhöhten Diabetes Typ-2-Risiko zu einer von fünf Gruppen zufällig zugeteilt:
o Eine Kontrollgruppe, die weder Nüsse noch Samen konsumierte
o 2Mahlzeit-Gruppen, die 43 Gramm ganze Mandeln zum Frühstück oder Mittagessen
konsumierten und
o 2 Snack-Gruppen, die 43 Gramm ganze Mandeln als Snack am Vormittag oder
Nachmittag konsumierten
• Dieselben Teilnehmer nahmen an zwei identischen 8-stündigen Verköstigungsstudien (am
Anfang und am Ende des Untersuchungszeitraums von 4 Wochen) sowie an einer 4-
wöchigen Verköstigungsstudie teil.
• Jede 8-stündige Verköstigungsstudie beinhaltete fortlaufende Blutproben-Entnahmen nach
der Einnahme der standardisierten Frühstücks- und Mittagmahlzeiten (entweder ohne Mandeln (Kontrollgruppe) oder mit 43 g Mandeln, die in Übereinstimmung mit der für die Teilnehmer vorgeschriebenen Zeit (Frühstück, Vormittag, Mittagessen oder am Nachmittag) konsumiert wurden).
• Während der 4-wöchigen Studie sollte Teilnehmer entweder keine Mandeln (Kontrollgruppe) oder die tägliche 43 g-Portion an Mandeln, in Abstimmung mit der ihnen zugeteilten Zeit (Frühstück, Vormittag, Mittagessen oder am Nachmittag), konsumieren. Die Teilnehmer waren angewiesen, ihre normalen Essgewohnheiten sowie ihre normalen sportlichen Aktivitäten beizubehalten. Messungen während des 4-wöchigen Zeitraums beinhalteten Körpergewicht, Body Mass Index, Körperfett, Taillenumfang, Blutdruck, 24-stündige Diät- Erinnerungen, körperliche Aktivität, Fragebögen zu Persönlichkeits- und Essverhalten und dem Verlangen, etwas zu essen (d. h. Hungergefühl, Sättigungsgefühl und Appetit) anhand der Nutzung visueller analoger Skalen.

Ergebnisse:
• Von den 150 zufällig zugeteilten Teilnehmern, beendeten 137 (48 Männer und 89 Frauen) die Studie.
• Während der 8-stündigen Verköstigungsstudie:
o Im Vergleich zur Kontrollgruppe, die keinen Snack konsumierte, verringerte sich das
Hungergefühl und die Lust, etwas zu essen, bei denjenigen Teilnehmern, die Mandeln
als Vormittags-Snack zu sich nahmen, auch eine Stunde danach signifikant.
o Bei Berechnungen von ganztägigen Bewertungen (z. B. Fläche unter der Kurve) für Hunger und der Lust, etwas zu essen, waren diese in den kombinierten Vor- und Nachmittag-Snack- und den kombinierten Mahlzeit-Gruppen (Frühstück und Mittagessen) im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant kleiner. Die größten wahrgenommenen Verringerungen waren in den kombinierten Snack-Gruppen
festzustellen.
• Während der 4-wöchigen Verköstigungsstudie:
o Im Vergleich zum Zeitraum vor der Studie und zur Kontrollgruppe zeigte sich eine signifikante Steigerung in der Aufnahme von einfach ungesättigten Fettsäuren und Vitamin E bei allen Mandel-Gruppen.
o Ungeachtet der Tatsache, dass die Teilnehmer täglich ca. 250 Kalorien mehr durch die 43 g-Mandelportionen zu sich nahmen, stieg weder die tägliche Kalorienzufuhr noch erhöhte sich das Körpergewicht. Diese Resultate sind möglicherweise auf die spontane Energiekompensierung zurückzuführen.

Fazit:
Diese Studie belegt, dass 43 Gramm Mandeln täglich (als Snack oder Teil einer Mahlzeit) den Teilnehmern half, die empfohlene Tagesmenge an Vitamin E aufzunehmen, ohne dass es zu einer Steigerung bei der Kalorienzufuhr oder des Körpergewichts kam.
Darüber hinaus ließ sich im Vergleich zu den Teilnehmern, die keinen Snack zu sich nahmen, eine signifikante Verringerung des Hungergefühls und der Lust, etwas zu essen, auch noch eine Stunde nach dem Snacken am Vormittag feststellen.
Alle diese Befunde bestärken die Annahmen, dass Mandeln sich sehr gut als nahrhafte Ergänzung für jede Diät eignen, egal ob als Snack oder Teil einer Mahlzeit.

www.AlmondBoard.de

Kurt Woltsche

Grillen auf 2.000 Metern Seehöhe, Frühstücken mit Blick auf ein herrliches Bergpanorama – die Silvretta Montafon bietet ihren Besuchern kulinarische Köstlichkeiten auf buchstäblich „höchstem“ Niveau. Als zusätzliches Schmankerl gibt es Tipps und Tricks von Küchenchef Kurt Woltsche. So kann sich jeder Gast zu Hause noch ein klein wenig Bergidylle auf den Tisch zaubern. Neben hausgemachten Delikatessen bietet die Silvretta Montafon auch zahlreiche Möglichkeiten, sich bei frischer Bergluft auszupowern. Professionelle Guides begleiten Wanderbegeisterte auf die Alpe Nova und die Alpe Innerkapell. Wer es gemütlicher mag, aber trotzdem nicht auf Bewegung in der Natur verzichten möchte, für den ist eine alpine E-Bike-Tour genau das Richtige.

Frühstücken in luftiger Höhe
Die Grundlage für einen gelungenen Tag wird am Morgen gelegt und zwar am besten mit dem leckeren Frühstücksbuffet in der Nova Stoba. Neben selbstgemachten Spezialitäten wie Hausbrot, verschiedenen Marmeladen, Alpbutter und Sura Kees, einem Käse mit langer Tradition, gibt es deftige Leckerbissen wie Bratkartoffeln mit Spiegelei. Auch wenn das Höhenfrühstück (von 9.00 bis 11.00 Uhr) in der Nova Stoba mit der Versettla Bahn bequem direkt erreichbar ist, schmeckt es nach einer Wanderung doppelt so gut. Deshalb können Frühaktive jeden Mittwoch ab 7.30 Uhr mit dem Sessellift auf die Alpe Garfrescha hinauffahren, um von dort aus zur Nova Stoba zu wandern. Auf dem etwa zweistündigen Marsch erwartet die Wanderer eine herrliche Naturlandschaft, bei deren Anblick jeder Alltagsstress sofort vergessen ist. Das Bergfrühstück mit Ausblick gibt es in der Nova Stoba jeden Mittwoch vom 12. Juni bis zum 16. Oktober. In der Zeit vom 17. Juli bis zum 25. September wird in der Nova Stoba zum Frühstücksbuffet Live-Musik gespielt.

Wer am Sonntag gerne mal ausschläft, der freut sich über den Sonntagsbrunch im Bergrestaurant Kapell ab 10.30 Uhr. Dort wartet ein reichhaltiges Buffet mit regionalen Delikatessen von Montafoner Landwirten und einem musikalischen Rahmenprogramm. Genüsslich gebruncht wird im Kapellrestaurant in der Zeit vom 21. Juli bis zum 08. September.

Grillen mit Aussicht – Tipps und Tricks vom Küchenchef
„Wir versuchen, durch unsere Grillkarte jeden Sonntag ein wenig Abwechslung auf unseren Speiseplan zu bringen“, sagt Küchenchef Kurt Woltsche. Das gelingt dem Grillspezialisten, der auf 2.000 Metern Höhe „Ripperle“, Ochsenfetzen und Forellen zubereitet.
Wie Fleisch und Fisch auf dem Rost besonders gut gelingen, erfahren die Gäste vom Chefkoch persönlich. Woltsche führt in luftiger Höhe in die Zubereitung der Spezialitäten ein. So kommt die Erinnerung ans Bergidyll beim nächsten Grillabend zu Hause garantiert mit auf den Tisch. Küchenchef Kurt Woltsche steht in der Zeit vom 11. August bis zum 08. September jeden Sonntag ab 11.30 Uhr am Grill.

Wer noch mehr geschmackliche Abwechslung sucht, stattet der Nova Stoba im „kulinarischen Herbst“ einen Besuch ab. Die Speisekarte spiegelt in dieser Zeit das herbstliche Montafon wider und bietet außergewöhnliche heimische Spezialitäten an. Mostsuppe, Käsefladen und Latschenparfait können auf der herbstlichen Außenterrasse der Nova Stoba zwischen dem 28. September und dem 02. Oktober genossen werden.

Wanderung zur Alpe Nova – Wiesen, Alpen, Sura Kees
Eine Pause vom Alltag erwartet Wanderer auf dem Weg von der Versettla Bahn Bergstation zur Alpe Nova. Ein Wanderguide von BergAktiv führt die Gäste an sonnigen Weiden vorbei zur Alp, wo sie hautnah erleben, wie in ehrlicher Handarbeit aus Milch naturbelassene Butter und Käse entstehen. Nach der langen Wanderung schmeckt der Sura Kees, der seit dem 12. Jahrhundert traditionell im Tal hergestellt wird, besonders gut. Wer davon nicht genug bekommen kann, darf gerne etwas von der Käsespezialität mit nach Hause nehmen. Auch bei einer Wanderung auf die Alpe Innerkapell kann der Alltag vergessen werden. Dort lässt Albert Amman die Wanderer in sein Leben auf der Alp eintauchen und erzählt, welche Arbeiten er täglich zu erledigen hat. Kühe melken, Stall ausmisten und anschließend die frische Milch in Handarbeit zu Käse und Butter verarbeiten – von diesen leckeren Naturprodukten darf selbstverständlich gerne gekostet werden. Wanderungen auf die Alpe Nova finden vom 24. Juni bis zum 02. September statt, auf die Alpe Innerkapell geht es vom 26. Juni bis zum 04. September.

Mit dem E-Bike ganz nach oben – Radeln auf 1.850 Metern Höhe
Wer gemütlich eine Bergstrecke entlangradeln möchte, die normalerweise nur gut trainierten Sportlern vorbehalten ist, der fährt mit dem E-Bike vom Aktivpark Schruns bis nach oben zur Hochjoch Bahn Bergstation. Im nahe gelegenen Kapellrestaurant warten auf die Radler neben einem wunderschönen Panoramablick stärkende Kohlehydrate und regionale Köstlichkeiten.
Geradelt und eingekehrt werden kann bis zum 20. Oktober.

www.silvretta-montafon.at