Feldsalat

Feldsalat gehört zu den Baldriangewächsen und ist ein ausgesprochener Wintersalat, denn er verträgt Kälte gut. Die Haupterntezeit im deutschen Freiland liegt zwischen September und Januar.

Feldsalat schmeckt würzig und leicht nussig und liefert mehr Nährstoffe als andere Salatsorten. Neben Betacarotin und den Vitaminen A, B1, B2 und B6 liefert er auch nennenswerte Mengen an Vitamin C, Kalium, Folsäure und Eisen. Die Folsäuregehalte von 120 µg je 100 g können einen Beitrag zur täglichen Versorgung leisten, da die Verzehrmenge von Feldsalat mit circa 70 Gramm pro Portion relativ hoch ist. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt pro Tag die Aufnahme von 300 µg Folsäure. Feldsalat hat den höchsten Eisengehalt aller Salatsorten.

Der Vitamin-C-Gehalt von Feldsalat ist unter anderem deshalb interessant, weil das Vitamin gegen Nitrat wirkt. Feldsalat enthält den unerwünschten Stoff vor allem in Stielen und der Blattrosette. Wer die Blätter beim Putzen durch das Abschneiden der Rosette trennt, senkt nicht nur den Nitratgehalt des Salats, sondern hat es auch beim Waschen einfacher. Wie jeder andere Salat auch, sollte Feldsalat kurz und gründlich gewaschen werden. Da er oft relativ viel Sand und kleine Steinchen mitbringt, ist es sinnvoll, die Blätter zweimal zu waschen.
Julia Icking, www.aid.de

Kaum Pestizide in Import-Erdbeeren

Rückstände meist nur in Spuren nachweisbar. Lediglich zwei von 17 Proben sehr hoch
belastet.
Der Konsum von Erdbeeren vor der Haupterntezeit im Frühsommer ist
bekanntermaßen klimatechnisch problematisch. Doch sind importierte Erdbeeren
auch für die Gesundheit ein Risiko? Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat
im Februar gekaufte Erdbeeren auf Pestizide untersucht. Die Proben kamen aus
Spanien, Marokko, Ägypten und Italien. Die am stärksten belasteten Erdbeeren mit
Ursprungsort Ägypten stammten vom Wiener Naschmarkt (Stand 300). Eine ebenfalls
hohe Belastung wurde in den aus Marokko importierten Erdbeeren von Zielpunkt
(Sechshausergasse) festgestellt. Die beiden Proben waren derart stark belastet, dass
sie nicht in den Verkauf gelangen hätten dürfen. Abgesehen von diesen Ausreißern
fiel die Bilanz gut aus: Großteils waren Pestizide nur in Spuren nachweisbar.

Bei einer einzigen Probe waren überhaupt keine Pestizide nachweisbar: in den untersuchten
Erdbeeren von Lidl (Triester Straße). Diese Erdbeeren kamen, ebenso wie die hoch
belasteten Erdbeeren vom Naschmarkt (Stand 300), aus Ägypten. Letztere lagen gleich bei
zwei Pestiziden nahe bzw. weit über dem zulässigen gesetzlichen Höchstwert. Bei einem der
Pestizide wurden darüber hinaus 69 Prozent der sogenannten akuten Referenzdosis
ausgeschöpft. „Bereits 80 Prozent werden als kritischer Wert gesehen. Vor allem bei kleinen
Kindern, deren Organismus auf Schadstoffe aller Art besonders reagiert, ist hier bereits eine
akute Gesundheitsschädigung möglich“, verdeutlicht VKI-Ernährungswissenschafterin Birgit
Beck. Die akute Referenzdosis ist ein toxikologischer Grenzwert für Pestizide mit einer
hohen akuten Giftigkeit.

Tipp der Ernährungswissenschafterin: „Wie stark Obst oder Gemüse mit Pestiziden belastet
ist, lässt sich mit freiem Auge nicht erkennen. Umso ratsamer ist, dieses vor dem Verzehr
gründlich zu waschen. Rückstände von Pflanzenschutzmitteln verschwinden dadurch zwar
nicht, werden aber zumindest mengenmäßig verringert. Die Wahrscheinlichkeit, dass Obst
und Gemüse mit Pestiziden belastet ist, ist zudem geringer, wenn man saisonal einkauft.
Damit trägt man zugleich zur Schonung des Klimas bei.“

Weitere Details zum Test gibt es ab sofort unter www.konsument.at sowie im
Mai Heft des „Konsument“.