Auf Vorrat lässt sich Wasser nicht trinken

Ein halber Liter Wasser vor den Mahlzeiten hilft laut einer britischen Studie beim Abnehmen: Es füllt den Magen und regt den Stoffwechsel an. Allerdings ist es Experten zufolge keine gute Idee, beim Frühstück gleich die Wasserration für den ganzen Tag zu trinken. „Wir können nicht auf Vorrat trinken“, betont der Ärztliche Leiter des KfH-Nierenzentrums in München-Schwabing, Professor Johannes Mann, im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. „Wer das versucht, verdünnt seine Blutsalze zu stark.“ Doch nicht nur zu viel, auch zu wenig zu trinken, kann schädlich sein. Kopfschmerzen, Konzentrations- und Kreislaufprobleme, trockene Haut, dunkler Urin und Verstopfung weisen auf einen Flüssigkeitsmangel hin. Eineinhalb Liter am Tag gelten für gesunde Erwachsene als Richtgröße. „Das ist ein Mittelwert, der noch nie systematisch untersucht wurde“, sagt Dr. Michael Boschmann, leitender Arzt am Franz-Volhard-Centrum für Klinische Forschung an der Charité Universitätsmedizin Berlin. „Anstatt ständig an der Wasserflasche zu hängen, sollte man auf seinen Körper hören und trinken, wenn man Durst hat.“ Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 5/2016 A liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

Fettsteuer hat auch Schattenseiten

Die Einführung einer Fettsteuer nach dänischem Vorbild hätte in Deutschland durchaus auch negative Auswirkungen. Darauf wies Privatdozentin Dr. Silke Thiele vom Institut für Ernährungswirtschaft und Verbrauchslehre an der Kieler Christian-Albrechts-Universität hin.

Seit dem 1. Oktober 2011 gilt in Dänemark die so genannte Fettsteuer, durch die sich die Politik eine Verbesserung der Essgewohnheiten verspricht. Lebensmittel, die als primäre Quellen von gesättigten Fettsäuren gelten, werden zusätzlich mit 16 Dänischen Kronen (ca. 2,15 Euro) pro Kilo gesättigte Fettsäuren besteuert.
Laut jüngster OECD-Statistik gelten 49,6 Prozent aller Deutschen als übergewichtig; insofern sei zu erwarten, dass auch hierzulande über eine entsprechende Steuer nachgedacht werde, erklärte Thiele in einem Vortrag im Rahmen der 62. Öffentlichen Hochschultagung.

Zur Reduzierung ernährungsbedingter Erkrankungen wie Herz-Kreislauferkrankungen habe die Politik bislang vor allem durch eine verbesserte Informationspolitik reagiert. Trotz dieser Anstrengungen sei die Zahl Übergewichtiger in den letzten Jahren stetig angestiegen. Das zeigt, dass die Vermittlung von Information allein nicht ausreicht, um dem Problem der ungünstigen Ernährungsgewohnheiten zu begegnen.

Auf Basis einer Haushaltsbefragung von 12.000 deutschen Haushalten wurde berechnet, welche Effekte die Einführung einer Fettsteuer in Deutschland gemäß dem dänischen Vorgehen hätte. So würde sich das beispielsweise bei dem Päckchen Butter in einer Preiserhöhung von etwa 30 Cent bemerkbar machen, ein halber Liter Sahne würde sich um etwa 20 Cent verteuern. Sicherlich würden Preiserhöhungen bei fetthaltigen Lebensmitteln zu einer geringfügigen Senkung der Energieaufnahme führen, so Thiele. Gleichzeitig werde es aber auch zu einer verringerten Aufnahme von Nährstoffen kommen, bei denen in Deutschland ohnehin bereits eine Unterversorgung vorliegt. Zudem äußerte die Ernährungsökonomin Bedenken um die einkommenspolitischen Konsequenzen. Die finanzielle Belastung träfe insbesondere ärmere Haushalte.

Zudem kritisierte Thiele eine Fettsteuer als nicht zielgerichtet und wies darauf hin, dass Fett nicht der einzige Grund für das Problem Übergewicht darstelle. Deshalb sei eine Fettsteuer derzeit kein geeignetes Instrument zur Verbesserung der Gesundheit.
Dr. Uwe Scheper, www.aid.de

Restaurant „Krebenstüble“ im Weinort Stetten

Das „Krebenstüble“ eröffnet die Grillsaison gleich im Doppelpack. Küchenchef Walter Stubenvoll und sein Team bitten am 25. Juni ab 18.00 Uhr zum Spanferkel vom „Hällischen Schwein“. Mit Sülzevariationen und knackigen Sommersalaten wird das Büffet eröffnet. Von erfahrenen Köchen wird das Spanferkel am offenen Holzkohlegrill schonend gegart und so wächst die knackige Bierkruste langsam aber sicher. Ergänzt wird die Speisekarte um deftige Grillwürste, Koteletts und Schnitzel vom Schwein. Beilagen wie Weckknödel, Krautsalat mit Speckwürfel und hausgemachter Kartoffelsalat sind eine willkommene Ergänzung. Erfrischende Desserts sorgen für einen fruchtigen Abschluss. Preis pro Person: 22,- Euro (Kinder bis 6 J. frei, bis 12 J. halber Preis.)

Zum Brunch am Sonntag, 26. Juni ab 11.00 Uhr offeriert das „Kreben-Team“ frische Matjes in interessanten Variationen und vielen knackigen Sommersalaten in reichlicher Auswahl. Die Gäste haben wieder die Qual der Wahl zwischen rosa gebratener Rinder-Hochrippe vom Holzkohlegrill und ausgewählten Stücken vom Kalb, Schwein und Pute. Das Dessertbüffet wartet mit frisch gepflückten sommerlichen Früchten und Mousse au Chocolat auf sowie Eis zum selber schöpfen. Preis pro Person 25,- Euro (Kinder bis 6 J. frei, bis 12 J. halber Preis)

Wer von diesen „Satt-Angeboten“ reichlich Gebrauch gemacht hat, dem sei ein Spaziergang in die nahe gelegenen Weinberge empfohlen.

Reservierung erwünscht beim Restaurant Krebenstüble, Krebenweg 6, 71394 Kernen, Tel. 07151-44236, info@krebenstüble.de, www.krebenstueble.de

Gekühltes Trinkwasser kurbelt den Energieverbrauch an

Schluck für Schluck mit Wasser Kalorien verbrennen

Nach den kalorienreichen Schlemmertagen zwischen den Jahren erreichen die guten Vorsätze traditionell ihren Höhepunkt: Immerhin ein Drittel der Deutschen hat sich für 2011 laut einer Forsa-Studie vorgenommen, Gewicht zu verlieren. Besonders gute Karten haben diejenigen, die über die Weihnachtszeit kurzfristig zwei bis drei Kilo zugelegt haben und zum vorherigen Gewicht zurückkehren wollen. „Pfunde, die man in kurzer Zeit zugenommen hat, verliert man in der Regel auch schnell wieder“, so die gute Nachricht von Dr. Michael Boschmann, Stoffwechselexperte vom Clinical Research Center der Franz-Volhard-Klinik der Berliner Charité.
Wer sein altes Gewichtsniveau wieder erreichen möchte und zur gewohnten Nahrungsaufnahme zurückkehrt, kann durch einen einfachen Trink-Trick schneller zum Ziel kommen: „Thermogenese“ heißt das Zauberwort. Dahinter verbirgt sich ein simpler Effekt. Trinkt man kühles Wasser, wendet der Körper zur Erwärmung mehr Energie auf, als ihm zugeführt wird – bei Wasser, das keine Kalorien hat, liegt die Energiezufuhr bei Null. Die einfache Regel lautet also: Wasser enthält keine Kalorien, verbraucht aber welche, wenn es getrunken wird. Gut geeignet und zudem mit 0,2 Cent pro Liter die preiswerteste Möglichkeit, den Kalorienverbrauch anzukurbeln, ist Trinkwasser. Es sprudelt in stets hoher Qualität direkt aus dem Hahn. Die Experten vom Forum Trinkwasser und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) empfehlen Erwachsenen, eineinhalb bis zwei Liter pro Tag zu trinken.

Studie belegt: Ein halber Liter Trinkwasser am Tag lässt Extra-Pfunde purzeln
Das Berliner Forscherteam um Dr. Boschmann und Mitarbeiter des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung, Potsdam-Rehbrücke, kamen diesem Phänomen des beiläufigen Kalorienverbrauchs in einer Studie¹ auf die Spur, die vom Forum Trinkwasser unterstützt wurde. Sie stellten fest, dass schon ein halber Liter, der mit einer Temperatur von 22 Grad getrunken wird, eine Wirkung hat, über die sich Abnehmwillige freuen werden. „Bei normalgewichtigen Personen ließ sich eine Erhöhung des Energieverbrauchs um circa 50 Kilokalorien nachweisen“, so Dr. Boschmann. „Bei eineinhalb bis zwei Litern Trinkwasser täglich lässt sich sogar ein Mehrverbrauch von bis zu 100 Kilokalorien hochrechnen“, erläutert der Mediziner. Auf ein Jahr bezogen könnten somit 36.500 Kalorien mehr verbraucht werden, was bis zu fünf Kilogramm Fettgewebe entspricht.

Die Wissenschaftler der Studie empfehlen, vor dem Frühstück einen halben Liter kühles (nicht eiskaltes) Wasser aus dem Hahn zu trinken und die restlichen ein bis anderthalb Liter über den Tag zu verteilen. Hier weist Dr. Boschmann darauf hin, dass diese Empfehlung natürlich das ganze Jahr über gilt – nicht nur, um die Festtagspfunde schneller wieder los zu werden , denn – wie er augenzwinkernd sagt:: „Man wird nicht zwischen Weihnachten und Neujahr dick, sondern zwischen Neujahr und Weihnachten.“

Sachsen und Bayern trinken am häufigsten Alkohol

Sachsen und Bayern trinken am häufigsten Alkohol

Nicht nur an Silvester gehört Alkohol für viele Menschen zum Alltag. 15 Prozent der Sachsen und 11 Prozent der Bayern trinken jeden Tag alkoholische Getränke. Im Bundesdurchschnitt konsumieren 7 Prozent täglich und weitere 23 Prozent an zwei oder mehr Tagen pro Woche Bier oder Wein. Andererseits trinken 41 Prozent der Bundesbürger so gut wie nie Alkohol. Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative infas-Umfrage mit 3.370 Bundesbürgern ab 16 Jahren im Auftrag der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. „Gesunde vertragen geringe Mengen Alkohol meist gut, dennoch sollte er nicht täglich getrunken werden. Wer Medikamente einnimmt, sollte sich vor dem Alkoholkonsum vom Apotheker zu möglichen Wechselwirkungen beraten lassen“, so Magdalene Linz, Präsidentin der Bundesapothekerkammer. Als Richtwert gilt, dass Männer pro Tag nicht mehr als 20 Gramm, Frauen nicht mehr als 10 Gramm Alkohol trinken sollten. Ein Glas Sekt (0,1 Liter) enthält etwa 9 Gramm, ein halber Liter Bier etwa 18 Gramm Alkohol.

Die Häufigkeit des Alkoholkonsum hängt auch vom Alter und Geschlecht ab. 12 Prozent der Männer, aber nur 3 Prozent der Frauen greifen täglich zum Alkohol. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) aller Frauen trinkt keinen oder nur sehr selten Alkohol, aber nur jeder vierte Mann (27 Prozent) lebt abstinent. Im Bundesdurchschnitt trinken 12 Prozent der Rentner täglich Bier oder Wein, in der Altersgruppe bis 29 Jahren sind es nur 2 Prozent. In Familien mit kleinen Kindern hingegen ist Abstinenz am weitesten verbreitet, nur in einem von hundert Haushalten gehören Bier und Wein zum Alltag.

Fertigprodukte sind bei jungen Leuten im Trend

Oma backt selbst – Enkel greifen zur Backmischung
Suppen aus der Dose, Pfannkuchen aus der Flasche und Pizza aus der Tiefkühltruhe ­ die Auswahl an Fertigprodukten ist riesig. Es gibt kaum einen Leckerbissen, den man nicht schon fertig zubereitet, konserviert oder tiefgekühlt kaufen kann.

Dass Fertiggerichte eine immer größere Akzeptanz erfahren, fand jetzt das Marketing-Informationsunternehmen ACNielsen heraus. Kein langes Schnibbeln und Schneiden, sondern eine schnelle und einfache Haushaltsführung liegt im Trend.

Mehr als die Hälfte der befragten Haushalte, so das Ergebnis der Datenerhebung, greifen auf vorgefertigte Speisen zurück. Speziell die Tiefkühlprodukte stehen bei den Verbrauchern hoch im Kurs. Knapp ein Drittel gab an, tiefgekühlte Speisen „sehr gerne“ zu mögen. Ein Blick auf die Altersgruppen zeigt, dass sich unter den 35-jährigen Singles mit knapp 70 Prozent überdurchschnittlich viele Fans von Tiefkühlpizza und Co. befinden. Auch bei Singles der mittleren Altersklasse sowie in Haushalten mit Kindern wird der Einfachheit halber ab und zu eine Dose oder eine Packung geöffnet. Dagegen können ältere Paare und allein stehende Senioren Fertiggerichten nicht viel abgewinnen. Sie schwören noch immer auf die „gute alte Küche“. Während Omas also lieber nach überliefertem Rezept backen, darf es bei den Enkeln auch eine Backmischung sein. aid, Friederike Küter

Weitere Informationen: aid-Heft „Convenience in der Küche – schnell, bequem, gesund?“
Bestell-Nr. 61-1449, ISBN 3-8308-0289-7, Preis: 2,00 EUR (Rabatte ab 10 Heften), zzgl. einer Versandkostenpauschale von 3,00 EUR gegen Rechnung

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