Stephane Gass – Beste Weinkarte des Jahres 2015

Auszeichnung Wine Trophy

Das französische Weinmagazin „La revue du vin de France“ kürt die Weinkarte der Traube Tonbach als beste des Jahres.

Das Fachmagazin „La revue du vin de France“ gilt als die wichtigste und einflussreichste Weinzeitschrift Frankreichs. Mit der aktuellen Ausgabe ist die jährliche Bestenliste des Leitmediums erschienen. Als einziger internationaler Gewinner in einer von sieben Kategorien wurde die Traube Tonbach mit dem Gourmetrestaurant Schwarzwaldstube für die beste Weinkarte geehrt. Das familiengeführte Feinschmeckerhotel ist auch im nahen Frankreich bekannt als eine der ersten Adressen für Genussreisende.

Die Expertenjury lobte bei der Verleihung in Paris die vinophile Weitsicht von Traube-Inhaber Heiner Finkbeiner. Mit viel Passion habe er bereits vor 30 Jahren begonnen, in den Aufbau des hoteleigenen Weinkellers zu investieren und damit eine hervorragende Basis für die Güte der heutigen Karte geschaffen. „Das ist eine wahrlich schöne Anerkennung“, so der Hotelier. „Wein ist stets eine Leidenschaft, die wir gerne fördern. Deshalb schätzen wir auch Stéphane Gass ausgeprägtes Faible für seltene oder außergewöhnliche Tropfen.“

Dem langjährigen Sommelier der Schwarzwaldstube attestierte das Fachmagazin großes Talent. „Dank dem Können des Elsässers und seinem virtuosen Händchen bei der Auswahl der rund 750 Positionen, hat die Weinkarte im Laufe der Jahre einen Grad der Perfektion erreicht, die der Küche von Drei-Sterne-Koch Harald Wohlfahrt absolut ebenbürtig ist und dem Gast zugleich mit bemerkenswerten Preisen Lust auf guten Wein macht“, hieß es in der Begründung der Jury. Gass verantwortet seit 1990 die Weinkeller des Traditionshotels, in denen mehr als 40.000 Flaschen, überwiegend aus europäischen Anbaugebieten, lagern. Zu den vorangegangenen Stationen des 43-jährigen gehören weltbekannte Restaurants wie das Louis XV von Alain Ducasse in Monte Carlo.

Gefragt danach, was die Weinkarte des Jahres besonders macht, zeigt sich Gass bescheiden: „Unsere Philosophie ist die eines jeden guten Sommeliers. Jahr für Jahr wollen wir ausdrucksstarke Weine für unsere Karte entdecken, um unsere Gäste mit einer spannenden Verkostung zu überraschen.“ Gemeinsam mit seinen drei Kollegen beobachte er interessante Weinregionen sehr aufmerksam. „Vom jungen bis zum charaktervollen Jahrgangswein gilt es jene zu finden, die ebenso spannend wie zugänglich sind. Auf große Namen zu setzen, ist dabei relativ einfach. Herausfordernder ist es, offen zu bleiben, jeden Jahrgang neu zu bewerten und gerade auch jungen oder unbekannten Winzern den Weg zu ebnen, wenn die Qualität stimmt“, erklärt Gass. Zusammen mit den renommierten Weingütern, einer soliden Jahrgangstiefe sowie einigen Exoten ergebe sind so ein starkes Portfolio. „Und ein faires Preisniveau ist uns wichtig, denn das animiert zum Probieren und gehört definitiv zu einer guten Weinkarte“, weiß der Franzose.

Als weitere Preisträger der Wine Trophy 2015 wurden u.a. Frankreichs Außenminister Laurent Fabius als „Mann des Jahres“, Emmanuel Reynaud vom Weingut Château Rayas als „Winzer des Jahres“ sowie Julien Sunier von der Domaine de Noisetiers als „Entdeckung des Jahres“ geehrt. Der Innovation-Award ging an Julien Worth für sein Crowdfunding-Projekt „Fundovino“, während der Weinblog „No wine is innocent“ den Titel „Blog des Jahres“ erhielt.

Alle Auszeichnungen und Preisträger auch unter: http://www.larvf.com.

Harald Wohlfahrt

Diesmal zieht es den Berliner Foodblogger Bernhard Steinmann nach Baisersbronn-Tonbach, zur Schwarzwaldstube.

Über die grandiose Küchenleistung Harald Wohlfahrts ist schon so viel geschrieben worden,
dass man es diesmal bei der Aufzählung des Menüs belassen kann.
Stattdessen schauen wir uns die Rahmenbedingen etwas genauer an.

Wie beim Berliner Foodblogger Bernhard Steinmann stehen auch bei Harald Wohlfahrt zuhause die scharfen CHROMA type 301

„Harald Wohlfahrt“ weiterlesen

Neueröffnung Restaurant Zum Taunus in Eppstein

In neuem Glanz eröffnet das Gasthaus zum Taunus am 03.Januar 2011 erneut seine Pforten. Unter der Leitung des weit über Eppstein hinaus bekannten Gastronomen Seyfettin Özer ( der Eppsteiner Bub ) wird nicht nur ein traditionelles Eppsteiner Restaurant wieder zum Leben erweckt, sondern es wartet auch mit einem neuen Konzept auf.

Das Restaurant bietet Ihnen eine abwechslungsreiche Küche mit frischen, saisonalen Gerichten. Eine neue Weinkarte und Biere von Privatbrauereien aus der fränkischen Schweiz runden das Angebot ab.

Nachdem der „Eppsteiner Bub“ mehr als 12 Jahre das Restaurant Pflasterschisser in Eppstein bewirtschaftet hat, ist es nun an der Zeit sich neuen Aufgaben zu stellen.

Seyfettin Özer bedankt sich bei allen Gästen, die Ihm und seinem Team in dieser Zeit die Treue gehalten haben und freut sich auf ein Wiedersehen, sozusagen “ über die Gass“ im neuen Restaurant.

Hotel Restaurant Zum Taunus
Burgstrasse 30
65817 Eppstein / Taunus
www.hotelzumtaunus-eppstein.de

Guide Michelin Schweiz 2011 – Die Sterne Restaurants Schweiz 2011

(nach Orten sortiert)

***
Ort Haus Küchenchef Kanton

Crissier Philippe Rochat
Rochat, Philippe; Violier,
Benoît VD
Fürstenau Schauenstein (neu) Caminada, Andreas GR

**
Ort Haus Küchenchef Kanton

Ascona Ecco (neu) Fliegauf, Rolf TI
Basel Cheval Blanc Knogl, Peter BS
Cossonay Le Cerf Crisci, Carlo VD
Hägendorf Lampart’s Lampart, Reto SO
Küsnacht Petermann’s Kunststuben
Petermann, Horst;
Zandonella, Rico ZH
Lausanne Anne-Sophie Pic
Pic, Anne-Sohpie; Raineix,
Guillaume VD
Montreux/Brent Le Pont de Brent Décotterd, Stéphane VD
Le Noirmont Georges Wenger Wenger, Georges JU
La Punt-Chamues-Ch. Bumanns Chesa Pirani Bumann, Daniel GR
Samnaun Homann’s Restaurant (neu) Homann; Daniel u. Horst GR
Satigny/Peney-Dessus Domaine de Châteauvieux
Chevrier, Philippe; Coche,
Damine GE
Schwyz/Steinen Adelboden Wiget, Franz SZ
Sierre Didier de Courten de Courten, Didier VS
Uetikon am See Wirtschaft zum Wiesengrund Hussong, Hans-Peter ZH
Vevey Denis Martin Martin, Denis VD
Zürich The Restaurant (neu) Nieder, Heiko ZH

*
Ort Haus Küchenchef Kanton

Altnau Urs Wilhelm’s Restaurant Wilhelm, Urs TG
Anières Auberge de Floris Legras, Claude GE
Ascona Seven (neu) Adam, Ivo TI
Basel Bel Etage Baader, Michael BS
Basel Les Quatre Saisons Moser, Peter BS
Basel Stucki Grandits, Tanja BS
Bellinzona Orico Albrici, Lorenzo TI
Bern Meridiano (neu) Arnold, Markus BE
Bern Schöngrün (neu) Rothen, Werner BE
Bern Wein & Sein Blum, Beat BE
Bubendorf Osteria Tre (neu) Garigliano, Gianluca BE
Burgdorf Emmenhof Schürch, Werner BE
Champéry c21 Tod, Callum VS
Crans-Montana Hostellerie du Pas de l’Ours Reynaud, Franck VS
Escholzmatt Rössli – Jägerstübli Wiesner, Stefan LU
Flüh Zur Säge Suter, Felix SO
Fribourg Le Pérolles/P.-A. Ayer Ayer, Pierre-André FR
Fribourg/Bourguillon Des Trois Tours Baechler, Alain FR
Ftan Paradies – La Bellezza Göschel, Martin GR
Gattikon Sihlhalden Smolinsky, Gregor ZH
Genf Buffet de la Gare des Eaux-Vives Labrosse, Serge GE
Genf Le Chat Botté Gauthier, Dominique GE
Genf Rasoi by Vineet Banerjee, Anupam GE
Genf Vertig’O Manifacier, Jérôme GE
Genf/Cologny Auberge du Lion d’Or Dupont, G.; Byrne, Th. GE
Genf/Thônex Le Cigalon Bessire, Jean-Marc GE
Gstaad Chesery Speth, Robert BE
Gstaad Prado Gschwend, Urs BE
Hurden Markus Gass zum Adler Gass, Markus SZ
Interlaken/Wilderswil Gourmetstübli Stöckli, Richard BE
Klosters Walserhof Amrein, Armin GR
Lausanne La Table d’Edgard Bovier, Edgar VD
Lömmenschwil Neue Blumenau (neu) Mlinarevic, Nenad SG
Lugano Arté (neu) Oerthle, Frank TI
Lugano/Sorengo Santabbondio Dalsass, Martin TI
Luzern Jasper Rischmeyer, Kerstin LU
Mels Schlüssel – Nidbergstube Kalberer, Seppi SG
Mollens Panorama (neu) Minkmann, Niels VS
Le Mont-Pèlerin Le Trianon Zemour, Philippe VD
Montreux L’Ermitage Krebs, Etienne VD
Münchbuchensee Moospinte (neu) Berther, Sascha BE
Nebikon Adler Tuor-Wismer, Raphael LU
Neuchâtel/Saint-Blaise Au Bocca Frôté, Claude NE
Olten/Trimbach Traube Sgier, Arno SO
Rehetobel Gasthaus Zum Gupf Klose, Walter AR
Saas-Fee Waldhotel Fletschhorn Neff, Markus VS
Samnaun La Miranda Gourmet Stübli Zeiser, Markus GR
Sankt Moritz/Champfèr Jöhri’s Talvo Jöhri, Roland GR
Schaffhausen Rheinhotel Fischerzunft Jaeger, André SH
Scheunenberg Sonne Mösching, Kurt BE
Sion/Vex L’Argilly Guerlavais, Daniel VS
Solothurn
Zum Alten Stephan – Zaugg’s
Zunftstube (neu) Zaugg, Andreas SO
Solothurn/Riedholz Attisholz – le feu (neu) Slascheck, Jörg SO
Sonceboz Du Cerf
Albrecht, Christian;
Soldati, Jean-Marc BE
Thörigen Löwen Gygax, Nik BE
Triesen (Liechtenstein) Schatzmann Schatzmann, Klaus FL
Uznach KunstHof (neu) Köhli, Christoph SG
Vacallo Conca Bella (neu) Bos, Gian-Luca TI
Vaduz (Liechtenstein) Park-Hotel Sonnenhof Real, Hubertus FL
Verbier La Table d’Adrien Bassi, Marco VS
Vevey/Chardonne Le Montagne (neu) Tarnowski, David VD
Vevey/Saint-Légier Auberge de la Veveyse Ribette, Jean-Sébastien VD
Vevey/Saint-Saphorin Auberge de l’Onde – La Rôtisserie Zimmermann, Patrick VD
Vouvry Auberge de Vouvry Braendle, Martial VS
Vufflens-le-Château L’Ermitage Ravet; Bernard u. Guy VD
Walchwil Sternen Weder, René ZG
Weggis Annex Rischmeyer, Renee LU
Wetzikon Il Casale Colaianni, Antonio ZH
Widen Ryokan Hasenberg – Usagiyama Arimura, Kenichi AG
Wigoltingen Taverne zum Schäfli Kuchler, Wolfgang TG
Yvorne La Roseraie Rod, Christophe VD
Zermatt Capri (neu) Glowig, Oliver VS
Zürich Mesa Lindner, Marcus G. ZH
Zürich Rigiblick – Spice Nickel, Christian ZH
Zürich Sein
Surbeck, Martin; Nakano
Ken ZH

Hoffnungsträger für *
(nach Orten sortiert)
Ort Haus Küchenchef Kanton

Kirchdorf Mille privé – Urs Messerli Messerli, Urs BE
Sankt Gallen/Wittenbach Segreto Benninger, Martin SG

Andre Tienelt

Der Feinschmecker und Norwegens Premium-Digestif LINIE Aquavit luden zum Förderpreis-Finale 2006 auf Sylt

Ein besonderes Jubiläum, besondere kulinarische Begabungen: Zum fünften Mal hatten das renommierte Gourmet-Magazin „Der Feinschmecker“ und LINIE Aquavit, der internationale Premium-Digestif, den LINIE För­derpreis für Deutschlands Jungköchinnen und Jungköche ausgeschrieben und jetzt die sechs Besten der Besten aus allen Bewerberinnen und Bewerbern auf die Insel Sylt eingeladen. Der hochklassige und hoch dotierte Wettbewerb richtet sich an Köchinnen und Köche, die ihre Lehre erfolgreich beendet haben oder sich bereits auf der Meisterschule befinden. Die Aufgabe besteht darin, ein neues Rezept für ein raffiniert-einfaches Hauptgericht auf der Basis von Fisch und/oder Krustentieren zu entwickeln.

In der Vorentscheidung qualifiziert hatten sich Tobias Favorat aus Baiersbronn, Stefan Gass aus München, Carsten Knebel aus Freiberg, Manuel Matiske aus Hilden, Christian Morgen aus Trier und André Tienelt aus Bergisch Gladbach. Sie wurden mit je einer Begleitperson auf die Insel Sylt eingeladen und mussten ihre Kreation im Finale vor den Augen der Jury innerhalb von nur 90 Minuten zubereiten.

Die Förderpreis-Finalisten:
Junge Profis im Portrait

Tobias Favorat war mit 22 Jahren der jüngste der Finalisten. Nach seinem Abschluss in 2003 in Stuttgart ist er zu einer regelrechten Blitzkarriere durchgestartet, wurde 2006 bereits als Lammkoch des Jahres ausgezeichnet und wirkt heute als Chef de Partie im international renommierten Hotel Traube Tonbach in Baiersbronn, dessen „Schwarzwaldstube“ (4 Gault Millau-Kochhauben, 3 Michelin-Sterne) Harald Wohlfahrt leitet, einer der ganz großen Sterneköche Deutschlands. Der sympathische junge Koch hat die seltene Gabe, auch sehr Unterschiedliches unbefangen und ungezwungen zu verbinden. So zählen zu seinen Leidenschaften zum Beispiel auf den ersten Blick eher schwer vereinbare Gegensätze: Freundin und Fußball, Confiserie und Lebensmittel-Chemie … Auch in seiner Persönlichkeit verbindet Tobias Favorat kontrastierende Eigenschaften. So plädiert er mit dem Motto „Verschwende keine Zeit für Dinge, die Du nicht ändern kannst“ einerseits für ökonomischen Kräfteeinsatz, kann sich aber andererseits mit begeistertem Überschwang der faszinierenden Vielfalt und Sinnlichkeit der Lebensmittel widmen, die er mit Ehrgeiz und Esprit zu raffinierten Gerichten verarbeitet. Auf Sylt bereitete er seine Rezept-Kreation „In Olivenöl geschmorter Steinbutt mit lauwarmer Krustentiervinaigrette an gebratenen Artischocken, Gewürztomaten und Olivengnocchi“ zu.

Aus München kommt Finalist Stefan Gass, 24. Mit ei­ner Ausbildung im weltberühmten „Weißen Rössl“ am Wolfgangsee, der Anstellung im Münchner Hotel Königshof und – unter anderem – einer mehrjährigen Tätigkeit als Koch des Bundesverteidigungsministers in Berlin sowie des NATO-Vorsitzenden in Brüssel hat sich Stefan Gass während seines bisherigen Werdegangs bereits national wie international in sehr unterschiedlichen beruflichen Umfeldern erfolgreich bewährt. Abwechslung liegt ihm. Natürlich auch beim Kochen, an dem ihn besonders fasziniert, dass man aus einfachen und guten Produkten immer wieder vollkommen neue Gerichte zubereiten kann. Der nach eigenen Angaben gesellige und offene junge Koch, der 2007 mit der Meisterschule beginnen will, ist auch in der Freizeit zielstrebig – zu seinen Hobbies gehört das Bergwandern. Eine Verbindung zum Beruf hat seine andere Passion: Stefan Gass sammelt antike Bestecke und Terrinen. Beim LINIE Förderpreis Finale 2006 trat er mit „In LINIE geschmorter Aal auf Rosenkohl-Kürbis-Cassoulet und Mousseline von schwarzen Nüssen“ an.

Zu den Stationen von Carsten Knebel (32) gehören die unterschiedlichsten geografischen Landschaften: vom urbanen Berlin – hier absolvierte er seine Kochlehre und erste berufliche Stationen – über die Nordsee-Insellandschaft Sylts, wo er im legendären Kampener Gogärtchen tätig war, bis hin zur Kitzbühler Bergwelt (Hotel zur Tenne) und der Romantik des Erzgebirges, wo Carsten Knebel derzeit im Le Bambou als Chef Entremetier tätig ist. Der experimentierfreudige, konsequent qualitätsorientierte Koch schätzt die Herausforderung und das anspruchsvolle professionelle Niveau. Als Eurotoque-Mitglied hat er sich hohen Maßstäben verpflichtet und legt großen Wert darauf, nur qualitativ hochwertige Lebensmittel zu verarbeiten. „Es gibt kein ‚Es geht nicht’“, heißt sein Motto, und so widmet er sich mit Mut und Zielstrebigkeit gern kulinarischen Innovationen – die Kreativität beim Kochen ist für ihn das Faszinierendste. Und nicht nur beruflich zeichnet Carsten Knebel sich durch Wendigkeit und Fitness aus: Mit Beachvolleyball, Fußball und Golf bleibt er auch in seiner Freizeit immer am Ball. Knebel hatte in der Vorrunden-Entscheidung mit „Wolfsbarsch mit Süßholzsauce, Fenchel und konfierten Tomaten“ überzeugt.

Förderpreis-Finalist Manuel Matiske aus Hilden ist 27 Jahre alt und Küchenchef bei Hopmanns Olive in Erkrath; das Restaurant am Neandertal hat unter anderem durch ein Kochbuch, Kochkurse, ungewöhnliche Events und ein Fernseh-Feature auch über­regionale Bekanntheit erlangt. Manuel Matiske verfügt über eine duale Qualifikation: Nach einer Kochlehre und Tätigkeit als Commis de Cuisine absolvierte er auch eine Konditorlehre in einer Confiserie, ehe er nach verschiedenen Stationen – unter anderem als Demi Chef auf dem Fünf-Sterne-Liner MS Europa in Erkrath – zum Küchenchef avancierte. Ende des Jahres plant der ehrgeizige junge Koch die Meisterschule abzuschließen. Er ist gewissenhaft, sensibel und ab und an, wie er selbst sagt, „auch mal ein wenig verrückt“. Gar nicht verrückt klingt sein Erfolgsrezept für erstklassige Küche und glückliche Gäste: Am Kochen fasziniert ihn, dass man den Menschen mit einer kreativen Kombination aus guten Lebensmitteln und Liebe ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann. Kreativität bestimmt übrigens nicht nur Manuel Matiskes berufliches Engagement, sondern auch seine Freizeitgestaltung: Er malt in Öl und Acryl. Er hatte sich für den diesjährigen LINIE Förderpreis mit „Gebratenes Zanderfilet an Vanilleschaum mit geschmortem Orangen-Chicoréegemüse und Süßholzgnocchi“ beworben.

Christian Morgen reiste aus Trier nach Sylt. Der 24-Jährige ist im elterlichen Betrieb, dem Restaurant Eitelsbacher Weinstube, Küchenchef und dazu ein echter Allrounder des Hotel- und Gaststättengewerbes: Seine Kochausbildung hat er je zur Hälfte in Großgastronomie/Gemeinschafts­verpflegung und in einem kleinen, feinen Gourmet-Restaurant absolviert und sie auch noch durch eine Ausbildung zum Hotelfachmann im renommierten Fünf-Sterne-Hotel Deidesheimer Hof ergänzt. Nach einer Saison im Waldhotel Sonnora in Dreis (4 Gault Millau-Kochhauben, 3 Michelin-Sterne) leitet er seit 2004 die Küche des Restaurants Eitelsbacher Weinstube. Christian Morgen engagiert sich mit viel Temperament, Motivation und stets guter Laune und schätzt an seinem Beruf, dass der Kreativität hier keine Grenzen gesetzt sind – in kaum einem anderen Beruf, findet er, könne man sich so vielseitig entfalten. Eine Aufgabe, der er sich mit viel Einfallsreichtum widmet; begeistert entwickelt er neue Rezepte, die es so noch auf keiner anderen Speisekarte im Land gibt. Christian Morgen ist ein Mensch, der sich immer mit 100 Prozent einbringt, aber ebenso ganz entspannt Gutes von anderen annehmen kann. Und so geht der passionierte Snow- und Wakeboarder in seiner Freizeit gerne essen, um sich auch mal von der Kreativität seiner Kollegen verwöhnen zu lassen. Für den Wettbewerb kreierte er „Pochierter Thunfisch in Wildkräutern auf Gemüse-Aquavit und frischen Steinpilzen“.

Ebenfalls 24 Jahre alt ist Finalist André Tienelt, Demi Chef de Partie im Schlosshotel Lerbach – Restaurant Dieter Müller. Nach Abschluss seiner Ausbildung in der Sächsischen Schweiz führte ihn sein beruflicher Werdegang über mehrere renommierte Häus
er – das Kempinski Hotel Taschenbergpalais in Dresden, das Hotel & Restaurant Mario Pattis und das Restaurant GrauGans im Hyatt Regency Köln – schließlich in das mit 4 Gault Millau-Kochhauben und 3 Michelin-Sternen ausgezeichnete Restaurant eines der bedeutendsten deutschen Spitzenköche. Trotz des steilen Aufstiegs ist André Tienelt bodenständig geblieben – außer in seiner Freizeit, in der er sich einem wahren Luftikus unter den Aufsteigern widmet: dem Lenkdrachen. „Von nichts kommt nichts“, lautet sein Motto. Handwerkliches Können, Fleiß, ständiges Weiterlernen, Ausdauer und Kreativität sind für ihn die wichtigsten Garanten für Qualität und Lebensqualität, zu der für ihn gehört, nie die Freude am Kochen zu verlieren. An seinem Beruf begeistern ihn die Möglichkeiten, aus einfachen Lebensmitteln besondere Genusserlebnisse zu zaubern. Um beim Förderpreis zu punkten, reichte Tienelt sein Rezept „Gebratener Glattbutt mit Knusper-Schokolade und Yuzu-su“ ein.

Der LINIE Förderpreis versammelt hochkarätigen deutschen Koch-Nachwuchs: inspirierte und inspirierende Talente, die Lust und Leistung zu überdurchschnittlichem Können verbinden. Ein Können, das der LINIE Förderpreis – wie der Name schon sagt – noch weiter fördert: Der Sieger im Wettbewerb erhält einen mit 10.000 Euro dotierten Geldpreis, der einen vierwöchigen Aufenthalt in Paris finanziert: zwei Wochen in der renommierten Kochschule von Alain Ducasse und zwei Wochen Hospitation bei einem ausgewählten Drei-Sterne-Koch in Paris, inklusive Anreise, Unterkunft und Taschengeld. Der Zweitplatzierte gewinnt ein Küchenpraktikum bei einem deutschen Spitzenkoch. Die 50 bestplatzierten Teilnehmer des Wettbewerbs insgesamt werden außerdem mit je einer LINIE-Geschenkpackung ausgezeichnet.

Beim 5. LINIE Förderpreis siegte André Tienelt. Den zweiten Platz belegte Tobias Favorat.

In der Jury saßen: Holger Bodendorf (Landhaus Stricker), Dieter Braatz (Der Feinschmecker), Lydia Fikus (Gewinnerin des 1. LINIE Förderpreises, Kochschule Schlosshotel Lerbach), Rüdiger Kowalke (Fischereihafen Restaurant), Sepp Krätz (Andechser am Dom, Wiesnwirt Hippodrom), Jörg Müller (Hotel Restaurant Jörg Müller), Herbert Seckler (Sansibar). Den Vorsitz der Jury übernahm Jörg Müller.