Rene Kalobius lässt sich in Westfalen nieder

Kalobius verlässt die Toskana und konzentriert sich künftig ganz auf seine Aufgabe als Küchendirektor des Vier-Sterne-Superior Parkhotels Surenburg bei Rheine in Westfalen, wie er gegenüber dem Internetportal kulinarische-portraits.de bekannt gab.

Der World Toques Sternekoch hatte erst 2014 mit seiner damaligen Lebensgefährtin und heutigen Ehefrau Gilla Neufend-Kalobius das Landgut San Lorenzo bei Florenz in der Toskana übernommen. Dort leitete er die Küche, beschäftigte sich aber auch mit der Aufzucht von Cinta Senese, aus denen er die bekannten toskanischen Schinken produzierte.

Mitte 2015 erhielt der aus Düren in NRW stammende Koch die Möglichkeit, als Küchendirektor im Parkhotel Surenburg einzusteigen. Künftig pendelte er zwischen Toskana und dem Tecklenburger Land und verantwortet fortan im Parkhotel Surenburg gemeinsam mit Küchenchef Gino Malloci das mit einem Stern ausgezeichnete Gourmet-Restaurant „Westfälische Stube“ sowie das Hotel- Restaurant Surenburg.

Im Frühjahr 2016 hat sich das Ehepaar Kalobius entschlossen, den Betrieb des toskanischen Landguts aufzugeben und künftig dauerhaft in Westfalen zu leben und zu arbeiten. René Kalobius: „Diese Entscheidung war keine gegen die Toskana, es war eine für das Parkhotel. Dessen Küche möchte ich auf lange Sicht verantwortlich mit prägen. Es war aber auch eine Entscheidung der Vernunft, um die Kräfte zu bündeln und das Privatleben entsprechend harmonisch zu gestalten.“ So werde er, berichtet Kalobius weiter, im Parkhotel eine anspruchsvolle regionale Küche mit raffinierten toskanischen Akzenten bieten. Sein erklärtes Ziel ist es, den Michelin-Stern 2017 erstmals unter eigener Verantwortung zu verteidigen und Feinschmeckern auch künftig Gaumenfreuden der Extraklasse zu servieren.

Der Toskana bleibt er mit einem Olivenhain verbunden und wird sein eigenes Olivenöl vertreiben, das natürlich auch in der Surenburg-Küche zur Anwendung kommt. Und die auch aus Düren stammende Ehefrau Gilla, die seit knapp 40 Jahren in der Toskana gewohnt und gearbeitet hat, sieht sich weiterhin der Vermittlung von anspruchsvollen Urlaubszielen mit originärer Küche in der Toskana verpflichtet. Das Ehepaar wird deshalb eine private Wohnung in Italien behalten, um so gestandene private und berufliche Kontakte nicht abbrechen zu lassen.
Susanne und Alexander Breitung, die Inhaber des Parkhotels, sind begeistert: „Die Zusammenarbeit mit unserem Küchendirektor hat sich von Anfang an optimal gestaltet. Er hat sich als ebenso kompetenter wie sympathischer primus inter pares ins Team eingebracht. Wir sind überzeugt, dass unter seiner Leitung mit unserer ausgezeichneten Küche neue kulinarische Highlights gesetzt werden. In diesem Sinne sind wir hoch erfreut, dass wir langfristig mit ihm planen und zusammen- arbeiten können. Das wird auch unsere Region kulinarisch weiter aufwerten.“ www.kulinarische-portraits.de

YU NIJYO – Norman Fischer

Fine Dining Überraschungsmenü im YU NIJYO – Übernachtung inklusive

Hamachi, Rotbarbe, Kaisergranat – die Entscheidung ist manchmal gar nicht so leicht, wenn es um Fine Dining mit fernöstlicher Note geht. Darum wird den Gästen im YU NIJYO im Kameha Grand Zürich die Entscheidung jetzt einfach abgenommen. Und nicht nur das: Nach dem Essen im erstklassigen YU NIJYO serviert das Hotel das Dessert auf dem Zimmer – denn die Übernachtung ist im Menüpreis von ca. EUR 181,- inklusive.

Aber der Reihe nach: Küchenchef Norman Fischer kreiert in seinem japanischen Fine Dining Restaurant in Zürichs modernem Grand Hotel ein Überraschungsmenü. Ob Reh, Kalbshals oder Barbe die Hauptrolle spielen – das weiß nur er. Es sei denn, seine Gäste haben Allergien oder Unverträglichkeiten – auf die achtet er natürlich. Regionale Produkte, zubereitet nach den klassischen Lehren Fernosts, mit ungewöhnlichen Eindrücken für den Gaumen. Die Weinbegleitung gehört selbstverständlich dazu, wenn das Überraschungsmenü für ca. EUR 181,- pro Person gebucht wird. Und weil es so schön ist im Kameha Grand Zürich im Glattpark muss niemand nach Hause gehen, wenn das Menü verspeist ist: Zu dem Arrangement gehört eine kostenlose Übernachtung mit Frühstück.

Das Überraschungsarrangement für ca. EUR 181,- pro Person beinhaltet ein 4-Gang-Fine Dining Menü im YU NIJYO (inklusive entsprechender Weinbegleitung) sowie eine Übernachtung in einem Deluxe Room (inklusive Frühstück) oder in einer der 11 Themensuiten für ca. EUR 272,-. Buchbar ab dem 18. September jeweils freitags und samstags telefonisch unter +41 44 525 5000 oder per E-Mail unter zurich@kameha.com.

Weitere kulinarische Highlights im Kameha Grand Zürich
13. Oktober 2015: Toko Sake Abend für ca. EUR 241,- pro Person
6. November 2015: White Sensation Küchenparty für ca. EUR 168,- pro Person
21. November 2015: Schweiz vs. Japan für ca. EUR 267,- pro Person
28. November 2015: Weißes Trüffel-Menü für ca. EUR 303,- pro Person

Mehr Informationen zu den unterschiedlichen Events unter http://www.kamehagrandzuerich.com/de/events.

Frank Buchholz schließt sein Mainzer Sternerestaurant

Nach 28 Jahren kehrt Frank Buchholz der Sterneküche bewusst den Rücken. Bereits zum 31. Dezember 2015 wird er das seit 2005 in Mainz-Gonsenheim etablierte Sternerestaurant schließen. Wirtschaftliche Gründe spielen bei dieser Entscheidung keine Rolle, vielmehr gaben persönliche Ansichten den Ausschlag für Frank Buchholz‘ Ausstieg aus der Spitzengastronomie.

Das Gourmetrestaurant Buchholz ist nicht nur in Mainz eine bekannte Adresse für kreative Küche und einen Mix aus regionalen und mediterranen Einflüssen. Rund um sein Restaurant schuf Frank Buchholz in den vergangenen zehn Jahren ein dichtes kulinarisches Netz. Eine angeschlossene Kochschule, ein Wein- und Delikatessenladen sowie das direkt am Rhein gelegene Restaurant Bootshaus brachten frischen Wind in die Mainzer Gastroszene. Das vielfältige Konzept ging auf und ist wirtschaftlich erfolgreich.

Die Entscheidung, das Sternerestaurant nun zu schließen, basiert auf Buchholz‘ ganz persönlicher Einstellung zur derzeitigen Sterneküche: „Die Sternegastronomie, wie sie sich heute präsentiert, ist nicht mehr zeitgemäß. Mich stört der Zwang, der mittlerweile in der gehobenen Gastronomie herrscht, und damit meine ich nicht die Bewertungen durch Restauranttester. Es sind vielmehr die gestiegenen Anforderungen der Gäste und der unverhältnismäßige Aufwand, die für mein Empfinden zu groß und belastend geworden sind“, erklärt Buchholz seine Entscheidung. „Der einzige Grund, warum ich das Konzept des Gourmetrestaurants nicht fortsetzen möchte, ist mein ganz persönliches Verständnis von gehobener Gastronomie und hochwertiger Küche. Mit den aktuellen Umständen und Trends in der Sterneküche kann und will ich mich nicht mehr identifizieren“, so Buchholz. Wirtschaftlich, betont er, gibt es keine Probleme.

Als Eigentümer der Immobilie führt Buchholz die Kochschule, den Delikatessenladen und das Bootshaus wie gewohnt weiter, und auch alle Restaurantmitarbeiter können weiterhin beschäftigt werden. „Arbeit gibt es bei uns genug. Nur weil ich mich von der Sterneküche verabschiede, bedeutet das keinen Stillstand. Ich brenne weiter für alle meine Projekte. Mein Wirkungskreis und meine Zentrale bleiben Mainz und insbesondere Gonsenheim“, sagt Buchholz. Passend zum Jahresende schließt das Restaurant Buchholz zum 31. Dezember 2015 seine Türen. Die Räumlichkeiten befinden sich in Buchholz‘ Besitz und werden vorerst leer bleiben. Wer noch einmal dort essen möchte, sollte sich beeilen.

Wolfgang Becker

Überraschende Mietvertragskündigung für Wolfgang Becker’s Vorzeigeprojekt

Als Wolfgang Becker 2013 das Becker’s XO am Kornmarkt in Trier eröffnete, freuten sich Projektentwickler und Gäste auf das außergewöhnliche Vorhaben des renommierten Sternekochs. Mit Mut und einem innovativen Konzept belebte Becker das historische Postgebäude neu und erntete viel Lob für die Bereicherung der Gastronomielandschaft und die Attraktivitätssteigerung der Trierer Innenstadt. Aufgrund verschiedener äußerer Einflüsse steht der zirka 700 Quadratmeter große Gastrobetrieb jetzt vor dem Aus.

Die Kündigung seitens des Vermieters traf Wolfgang Becker vollkommen unerwartet. Es hatte in der Vergangenheit Verhandlungen über eine Mietminderung aufgrund der hohen Umsatzeinbußen gegeben, die das XO wegen der über ein Jahr andauernden Baustelle im Posthof zu verzeichnen hatte. Es ging um dauerhaften Lärm, extreme Verschmutzungen und unzureichende Übergangslösungen. Zwei strittige Monatsmieten, die Becker Anfang des Jahres einbehalten hatte, dienten dem Vermieter nun als Kündigungsgrund. „Ich war entsetzt, als ich diese konstruierte Begründung gelesen habe“, erklärt Becker. Für ihn ist der Standort des XOs existenziell, denn seit 2012 wurden etwa 1,25 Millionen Euro in den hochwertigen Ausbau und die Einrichtung investiert.

Mit Gründung der Becker‘s Genuss Aktiengesellschaft 2012 entwickelte der Sternekoch ein Teilhaber-Konzept mit rund 120 Aktionären, darunter viele Stammgäste. Mit über der Hälfte der Anteile ist Wolfgang Becker Hauptaktionär und Vorstand und darüber hinaus Hauptinvestor mit persönlicher Haftung. Trotz schwieriger Phasen und bislang ausbleibender Rentabilität war und ist die AG nicht zahlungsunfähig: Rechnungen wurden immer beglichen, Löhne immer gezahlt. „Die Kündigung des Mietvertrages ist besonders deshalb so bitter, weil alle Investitionen und der aufwendige Innenausbau nun wertlos sind“, erklärt Becker. Wirtschaftlich hat die Kündigung erhebliche Folgen für das Unternehmen, denn der Inhaber ist nun gezwungen, einen Insolvenzantrag zu stellen.

Von Beginn an musste Becker im Posthof mit ungeplanten Hindernissen umgehen. Zuerst blieb durch die Innenhoflage und mangelhafte Beschilderung die Laufkundschaft weitgehend aus, dann stellte die mehr als einjährige Baustellensituation den Sternekoch vor weitere Herausforderungen. Ein ständiges Baustellen-Image, Lärm und Staub belasteten die Mitarbeiter und führten zu erheblichen Umsatzeinbußen. Dennoch entwickelte Becker das innovative Konzept kontinuierlich weiter. Veranstaltungsangebote wie Open Air Kino, Konzerte oder Salsa-Abende brachten Kultur und Leben in den alten Posthof. Nicht zuletzt der Ausbau des XO-Delis zur Oxerei, den Becker im Juli diesen Jahres gemeinsam mit Fleischexperte Wolfgang Otto erfolgreich durchführte, zeigt deutlich, wie überraschend die jetzigen Entwicklungen kamen.

Zuerst von Seiten des Vermieters als Chance angepriesen, trug die Eröffnung des Ibis-Styles-Hotels 2015 nicht wie versprochen zu neuem Erfolg bei. „Wir waren die ersten Mieter im Posthof und unsere Nutzungsanforderungen waren von Anfang an klar, allerdings wurde unser Standpunkt bei der Entscheidung für den Neumieter grob vernachlässigt. Ging es dem Projektentwickler vor kurzem noch um die Belebung des Posthofs, hat heute die Ruhe der Hotelgäste oberste Priorität“, kritisiert Becker. Die Projektentwickler des Posthofes hatten sich für zwei gegensätzliche Konzepte entschieden, die nicht nebeneinander bestehen konnten. Der Anspruch eines Hotelgastes nach Ruhe und der eines XO-Gastes nach Musik und Entertainment passten nicht zusammen.

Mit der plötzlichen Kündigung wird der Beckers Genuss AG nach zwei Jahren intensiver Aufbauarbeit die Basis entzogen. „Mir wird damit jede Möglichkeit genommen, weiter für den Erfolg dieses tollen Projektes zu kämpfen,“ bedauert Becker, der immer wieder eigenes Kapital investiert hatte. Eine finale Entscheidung über die Zukunft des XO wird erst in den nächsten Wochen getroffen. Becker‘s Weingut, Becker‘s Hotel & Restaurant und Becker’s Weinhaus in Trier Olewig waren zu keiner Zeit vom Insolvenzverfahren betroffen. Hier bleibt Wolfgang Becker weiterhin kreativer Kopf, Inhaber und Küchenchef.

Reisekosten

Magazin Reader’s Digest veröffentlicht repräsentative Umfrage: Kosten spielen bei der Entscheidung für ein Urlaubsziel die größte Rolle – Bayern achten auf Landesküche

Die Deutschen gelten als Reiseweltmeister – fahren sie doch gern und oft in den Urlaub. Und die entscheidende Rolle bei der Wahl ihres Urlaubsziels spielt für die meisten das Geld. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für das Magazin Reader’s Digest (Mai-Ausgabe) achten 76 Prozent der Befragten bei der Entscheidung für ein Reiseziel vor allem auf die Kosten. Selbst bei Besserverdienenden mit einem Haushaltsnettoeinkommen von monatlich 3500 Euro und mehr steht der Preis der Reise an erster Stelle. Emnid befragte hierfür insgesamt 1004 repräsentativ ausgewählte Bürger in Deutschland.

Auf Platz zwei der Rangfolge, die Reader’s Digest in seiner neuen Ausgabe veröffentlicht, steht die Frage der Sicherheit. Demnach informieren sich 65 Prozent der Urlaubswilligen vor der Buchung der Reise über die aktuellen politischen Verhältnisse in dem Zielland. Vor allem für Familien ist das ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung. Die weiteren Ergebnisse der Umfrage: Gut jeder Zweite (54 Prozent) achtet auf die Dauer der Anreise, für 39 Prozent wiederum ist es wichtig, welche Landesküche sie erwartet. Vor allem für die Bayern kommt dem Faktor Essen und Trinken mit 46 Prozent eine entscheidende Bedeutung zu. Im Unterschied dazu spielt die Sprache im Urlaubsland für die Freunde des Fernwehs offenbar eine untergeordnete Rolle. Hier gaben nur 33 Prozent aller Befragten an, dies sei ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung, wohin die Reise geht.

Die Mai-Ausgabe von Reader’s Digest Deutschland ist an zentralen Kiosken erhältlich.

Tobias Wussler

Große Überraschung beim deutsch-österreichischen Vorentscheid zum „S.Pellegrino Young Chef 2015“ Kochwettbewerb: Ein Milcheis vom Tannengrün schaffte es am Montag auf das Siegertreppchen. Der 26-jährige Tobias Wussler aus Gengenbach im Schwarzwald bewies mit seinem Gericht viel Mut und noch mehr handwerkliches Geschick. „Seine Eiskreation konnte uns mit feinen Aromen, abwechslungsreichen Texturen und einem interessanten Gesamtkonzept ganz und gar überzeugen“, begründete Jury-Sprecher und Sternekoch Nils Henkel die Entscheidung.

Goldforelle auf Topinambursand, Entenleber mit Shrimps und Himbeeressig oder eine Komposition der besten Produkte des Wattenmeeres – Die zehn Teilnehmer des nationalen Vorentscheides zum „S.Pellegrino Young Chef 2015“ Wettbewerbs zeigten sich kreativ. „Wir haben viele gute Teller gesehen“, lobte Spitzenkoch Sven Elverfeld, der zusammen mit seinen Kollegen Karl Obauer, Karlheinz Hauser und Nils Henkel die hochkarätig besetzte Jury bildete. Aber nur einer der talentierten Nachwuchsköche konnte am Montag in Frankfurt das Ticket für das internationale Finale in Mailand lösen. „Bei so vielen starken Hauptgerichten im Wettbewerb, haben wir uns die Entscheidung für ein Milcheis nicht leicht gemacht“, gab Karl Obauer Einblicke in die Arbeit der Jury. „Aber letztendlich ist es egal, ob das Gericht um ein Steak, eine Möhre oder ein Eis herum entwickelt wurde“, so Karlheinz Hauser. Das Gesamtkonzept, die Auswahl bester Zutaten und die meisterhafte Zubereitung würden zählen. Und genau diese Kombination hätte Tobias Wussler und seiner Eiskreation aus Tannengrün, Wacholderbeeren und schwarzem Nussessig den verdienten Sieg eingebracht.

Über 3.600 Bewerbungen für nur 20 Finalplätze
Schon in der Bewerbungsphase konnte Tobias Wussler mit seinem „Milcheis vom Tannengrün“ gute Noten einheimsen und sich so einen Platz unter den zehn besten Nachwuchsköchen Deutschlands und Österreichs sichern. Die Konkurrenz war beachtlich: Mehr als 3.600 Bewerbungen aus 191 Ländern musste das renommierte Kochinstitut ALMA („International School of Italian Culture“) im Vorfeld sichten. Erst dann stand fest, welche zehn Teilnehmer sich pro Land/Region – hiervon gibt es weltweit insgesamt 20 – für die nationalen Vorentscheide qualifizieren.

Auf in die nächste Runde – Jetzt kommt Mode ins Spiel
Tobias Wussler repräsentiert Deutschland und Österreich im Finale des internationalen Kochwettbewerbs „S.Pellegrino Young Chef 2015“. Daneben wird es für den Sous Chef (Landhaus Bacher / Mautern an der Donau, Niederösterreich) auch noch auf einem ganz anderen Feld spannend. Er bekommt in Kürze einen besonderen Partner zugeteilt. In Kooperation mit der Vogue ITALIA werden nämlich junge Mode-Designer ausgewählt, die gemeinsam mit den nationalen Finalisten des „S.Pellegrino Young Chef 2015“ ein Tandem bilden. Was dann passiert, verspricht ein echter Hingucker zu werden: Die Fashion-Profis lassen sich von den Gerichten des Wettbewerbs inspirieren und interpretieren die kulinarischen Kompositionen ihrer Partner als Mode. Wir dürfen gespannt sein, wie sich „Milcheis vom Tannengrün“ auf dem Laufsteg machen wird.

Ihre Premiere feiern die außergewöhnlichen Entwürfe dann, wie könnte es besser passen, in der Modehauptstadt Mailand. Dort winken am 26. Juni beim großen Finale auf der Expo gleich zwei Preise: Der „S.Pellegrino Young Chef 2015“, den eine internationale Jury (u.a. Massimo Bottura, Joan Roca und Yoshihiro Narisawa) ermittelt, sowie die Auszeichnung für das beste Duo „Best Couple Chef/Designer 2015“. Bei diesem Sonderpreis entscheidet die Gunst des Publikums.

Parmigiano Reggiano X-Mas Challenge 2014

Parmigiano Reggiano X-Mas Challenge 2014

Drei Jungköche, ein Sternekoch und jede Menge Käse – mit einem spannenden Finale im Sternerestaurant Carmelo Greco ging in Frankfurt die Parmigiano Reggiano Christmas Challenge 2014 am vergangenen Montag in die letzte Runde. Lars Middendorf, zurzeit Chef de Partie im Zwei-Sterne-Restaurant Villa Merton, setzte sich in der Endausscheidung gegen seine beiden Kontrahenten durch. Zum Sieg überreichte Bettina Meetz einen Gutschein über einen halben Laib Käse, ein hochwertiges Kochgeschirrset der italienischen Kultmarke Lagostina, ein Messerset der Serie Chroma type 301 – Design by F.A. Porsche sowie ein Jahresabonnement der Fachzeitschrift Food Service.

Warmer Fond aus Parmigiano Reggiano und Parmaschinken, Rotkohl und Parmesan X-Mas-Style sowie Parmigiano Reggiano mit Rosmarin, Honig und Pinienkernen, das waren die drei Gerichte, mit denen die Jungköche Maurice Fortkord aus dem Sternerestaurant Landhaus Stricker, Lars Middendorf aus der Villa Merton und Nils-Levent Tezcan aus dem Restaurant Rose, ebenfalls ein Stern, im Finale der zweiten X-Mas Challenge angetreten sind. „Das Niveau war in diesem Jahr unglaublich hoch“, erklärt Bettina Meetz von Parmigiano Reggiano.

„Unter allen Einsendungen die drei besten Rezepte auszuwählen, fiel schwer. Die finalen Gerichte schließlich vor sich auf dem Teller zu haben, machte die Entscheidung dann aber noch viel schwieriger. Ich bin froh, dass ich die Wahl am Ende nicht alleine treffen musste.“ Lars Middendorf kochte sich mit seiner weihnachtlichen Parmesankreation auf Platz eins. „Ich habe versucht, den italienischen Hartkäse mit seiner sehr alten Tradition in ein klassisch deutsches Wintergericht zu integrieren“, so der Jungkoch. „Die Kombination aus Parmesan, Rotkohl und Maronen harmoniert perfekt und greift das weihnachtliche Thema auf eine neue Art auf.“

Bewertet wurden die Gerichte der Finalisten mit maximal zehn Punkten in fünf verschiedenen Kategorien: Kreativität, Geschmack, Konsistenz, Harmonie und Präsentation. Sternekoch Carmelo Greco, der nicht nur Mitglied der Jury war, sondern auch sein Restaurant und die Küche für die Entscheidung zur Verfügung stellte, zeigte sich beeindruckt von den Leistungen der jungen Köche: „Wie schon im letzten Jahr habe ich mich sehr gefreut, drei engagierte und motivierte Jungköche in meiner Küche zu haben“, erklärt er. „Nachwuchsförderung ist eine wichtige Sache, die ich immer gerne unterstütze.“

Auch die restliche Jury war von der hohen Qualität und den drei unterschiedlichen Kreationen begeistert. „Alle drei Finalisten haben großen Ehrgeiz, viel Motivation und Leidenschaft für ihren Beruf gezeigt“, so George Henrici von Lagostina. Auch Szenekoch Thomas Haus aus dem Frankfurter Restaurant Goldman sprach sein Lob für das Siegergericht aus: „Fantastisch. Der Gang ist einfach perfekt.“

Fotos zum Event: https://www.facebook.com/gourmetreport/posts/10152632642928124

Yvonne Lux

Kopf-an-Kopf Entscheidung in Berlin: Hannoveranerin erkocht sich den Titel und wird zur künftigen Königin der Profi-Küche gekürt

Spannendes Finale des neuen Wettbewerbs für die kreativste Nachwuchs-Spitzenköchin 2014, Next Queen of Cuisine: Yvonne Lux (26) aus dem Maritim Airport Hotel Hannover behielt die Nerven und setzte sich auf einer Food-Messe in Berlin – Austragungsort des Finales – mit Jakobsmuschel, Short Rib Rind und fermentiertem Pfeffer gegen zwei Mitfavoritinnen durch. Die illustre Jury konnte den lukullischen Verführungen von Yvonnes Dreigang-Menü nicht widerstehen. Die strahlende Siegerin ließ sich von Ideengeberin und TV-Moderatorin Birgit Lechtermann mit der Kochkrone schmücken – perfektes Rüstzeug für eine Karriere à la Linster, Poletto & Co. Der neue Award war ins Leben gerufen worden, um weiblichen Küchentalenten Wege in die Sterneküche zu ebnen. Denn: Küchengöttinnen sind im leckersten Beruf von allen immer noch Mangelware. Mit tatkräftiger Unterstützung von 13 aktuellen Star-Köchinnen und Köchen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wurde aus zahlreichen Bewerberinnen unter 30 Jahren nun die Kandidatin gekürt, die das größte Potential zum Aufstieg in den Kocholymp hat. Der Karrierekick ist vorprogrammiert: Die Siegern startet jetzt mit einem lehrreichen Küchen-Praktikum bei Cornelia Poletto und vielen wertvollen Sachpreisen durch. Der erste Stern lässt hoffentlich nicht lange auf sich warten.

Next Queen of Cuisine Siegerin Yvonne Lux: “Ich freue mich riesig – mein Herz pocht wie verrückt! Kochen ist meine große Leidenschaft, und die wurde jetzt gekrönt. Ich hoffe, es gelingt mir, mit dem Titel auf diesen großartigen Beruf aufmerksam zu machen.“

Auch Ideengeberin Birgit Lechtermann ist sehr zufrieden: „Kochen ist ein anspruchsvoller Beruf, der einem aber auch sehr viel zurückgeben kann. Das berichten all die tollen Köchinnen und Köche, die uns in den vergangenen Monaten so tatkräftig unterstützt haben. Wir freuen uns sehr, dass wir mit Next Queen of Cuisine nun besonders Köchinnen familienverträgliche Wege in der Küchenkarriere aufzeigen können.“

Berliner Meisterköche 2014

Berlin Partner prämiert die Besten in der Küche, in der Szene und in ihrem Fach

Die „Meisterköche“ des Jahres 2014 wurden heute im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt gegeben. In sechs Kategorien wählte die mit 14 Fachleuten besetzte Jury die Preisträger aus. Das von Berlin Partner initiierte Projekt „Berliner Meisterköche“ wird bereits zum 18. Mal durchgeführt.

Der „Berliner Meisterkoch 2014“ ist Roel Lintermans aus dem Restaurant LES SOLISTES by Pierre Gagnaire im Hotel Waldorf Astoria Berlin. Die Begründung der Jury lautet: „Roel Lintermans ist nun wahrhaft in Berlin angekommen. Gekonnt, kunstvoll, ausgesprochen mutig und bei jedem Bissen von Neuem überraschend kombiniert er intensivste Aromen und ungewohnte Texturen, ohne dabei jedoch die Balance innerhalb der Gerichte aus den Augen zu verlieren. Längst zeigt der weltoffene Neuberliner, dass er die „Sprache“ des großen Pierre Gagnaire nicht nur perfekt beherrscht, sondern dabei auch seinen ganz eigenen Berliner Stil entwickelt hat.“

Als „Brandenburger Meisterkoch 2014“ wurde Carsten Rettschlag aus dem Restaurant Juliette gewählt. Ihre Entscheidung begründet die Jury folgendermaßen: „Carsten Rettschlag beeindruckt im gemütlichen Fachwerkhaus mit Kamin in der Potsdamer Innenstadt seit Jahren mit seiner kreativen, leichten und auch mal asiatisch angehauchten französischen Küche. Ein guter „alter“ Bekannter der Jury! In diesem Jahr allerdings hat er gezeigt, dass es ihm durch sein Spiel mit besten lokalen, saisonalen Produkten auch gelungen ist, eine „Brandenburger Handschrift“ auszuarbeiten, die seine Küche unverkennbar macht.“

Die Auszeichnung um den Titel „Aufsteiger des Jahres 2014“ ging an Marcus Zimmer aus dem Restaurant am Steinplatz im Hotel am Steinplatz. Die Jury begründet ihre Entscheidung so: „Keine Kompromisse! Null! Der junge und begabte Marcus Zimmer kocht im liebevoll renovierten und eleganten historischen Hotel am Steinplatz konsequent deutsche und Berliner Küche und zeigt damit, dass Berlins neue Genussgeneration auch mit Stolz mit den eigenen kulinarischen Wurzeln umgehen kann. Eisbein, Königsberger Klopse sind auf Zimmers Tellern allerdings nicht „nur“ aus alten Rezeptbüchern nachgekocht, sondern mit Raffinesse verfeinert.“

In der Kategorie „Berliner Gastgeber 2014“ ist die Wahl der Jury auf Peter Frühsammer aus „Frühsammers“ Restaurant gefallen. Dazu die Jury: „Menschlich, ehrlich, herzlich, ganz die alte Schule, aber eben ohne Allüren und Schischi! Berlins Kochlegende Peter Frühsammer sorgte lange vor der Wende für Aufsehen, als einst jüngster Küchenstar Berlins. Heute beeindruckt er als perfekter Gastgeber und Herr über eine der am besten sortierten Weinkarten der Stadt im gemeinsam mit Ehefrau und Küchenchefin Sonja aufgebauten Restaurant am Grunewald. Man fühlt sich als Gast schlichtweg an die Hand genommen!”

Das „Berliner Szenerestaurant 2014“ ist in diesem Jahr das The Grand. Dies erläutert die Jury so: „Berlins aktueller the place to be in der ehemaligen und sorgsam renovierten historischen Armenschule nah dem Alexanderplatz ist nicht nur schick zum Dinner – er wandelt sich den ganzen Tag über vom angesagten Ort zum Business Lunch bis hin zum ausgelassenen, bunten Club mit guter Bar spät in der Nacht. Was uns besonders beeindruckt hat: Küchenchef Tilo Roths ganz eigene Handschrift ist auf den Tellern auch weiterhin unverkennbar.“

Tim Raue erhält den Titel „Gastronomischer Innovator 2014“. Die Entscheidung begründet die Jury mit den Worten: „Kreuzberger, Kochgenie und Rebel, und wer sonst wagt es, Michelle und Barack Obama Knödel und Bienenstich zu servieren! Tim Raue ist es in den vergangenen Jahren nicht nur gelungen, seine eigene, durch Asien beeinflusste Handschrift konsequent weiterzuentwickeln, sondern durch gleich drei Restaurants, eine Vielzahl von Schülern und seine ureigenste Berliner Art tatsächlich weltweit für Aufsehen zu sorgen. Raue strahlt aus!”

Dr. Stefan Elfenbein, Vorsitzender der „Jury Berliner Meisterköche“:
Ein Jahrgang, besser als der beste Wein! Gekürt werden mit Roel Lintermans und Tim Raue diesmal nicht nur der Küchenchef des einzigen Restaurants eines großen internationalen Küchenstars auf deutschem Boden, sondern auch der einzige Berliner Küchenchef der weltweit bekannt ist. Marcus Zimmer führt außerdem genial vor, dass selbst Berliner Küche wieder ‚in’ ist. Und angestoßen wird im bunten, lebendigen „The Grand“ – auf die 2014er und ein noch genussvolleres Berlin!“

„Mit den Berliner Meisterköchen werden jedes Jahr Spitzenleistungen der Berliner Gastronomie ausgezeichnet. 25 Jahre nach dem Mauerfall hat sich Berlin von der einst geteilten Stadt in eine wahre Gourmetmetropole verwandelt. Die Gastronomieszene ist vielfältig, inspirierend und international – sie prägt die Menschen und die Stadt und stärkt Berlins Anziehungskraft für kreative Köpfe aus aller Welt“, sagt Melanie Bähr, Geschäftsführerin von Berlin Partner.

Kriterien für die Auswahl der Jury, die sich aus unabhängigen Fachleuten zusammensetzt, sind neben der Kochkunst, die Originalität der Kreationen, die Präsentation der Speisen, der Service und das Ambiente. Die offizielle Ehrung der diesjährigen Preisträger sowie die Überreichung der begehrten Auszeichnungen in Form eines handbemalten Tellers der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin, findet am 8. November 2014 bei einem Gala-Diner im InterContinental Berlin statt.

Becker’s XO

Best-of-the-Best Award 2013 auf der Chef-Sache, Küchenopening des Jahres der Fachmagazine Küche und Catering Inside vor zwei Wochen, und ganz aktuell auch noch Neueröffnung des Jahres bei San Pellegrinos Kulinarischer Auslese – Sternekoch Wolfgang Becker und sein Team haben alles richtig gemacht. Innerhalb von nur neun Monaten wurde das innovative Restaurantkonzept Becker’s XO im Herzen der Trierer Innenstadt mit drei der wichtigsten Auszeichnungen der Branche geehrt.

„Bistro-Küche vom Sternekoch, in der City, zum Vorbeiflanieren, und ein konsequent umgesetztes, übergreifendes Cross-Over-Konzept, das überall im Restaurant spürbar und sichtbar ist“, so begründete die Jury um die Fine-Dining-Waters San Pellegrino und Acqua Panna am vergangenen Montag ihre Entscheidung, das Becker’s XO als Neueröffnung des Jahres auszuzeichnen. Im Rahmen einer großen Gala ehrt San Pellegrino jährlich die besten Küchenchefs Deutschlands und vergibt Sonderpreise für den besten Koch, den Aufsteiger und die Neueröffnung des Jahres.

Zwei-Sterne-Koch Wolfgang Becker, der die begehrte Auszeichnung persönlich entgegennahm, freut sich über den Zuspruch für sein Konzept. „So eine Idee entwickelt man nicht von heute auf morgen. Es gab zahllose schlaflose Nächte und lange Diskussionen, wir haben monatelang sehr viel Zeit und Herzblut investiert. Hinter dem Ergebnis, einer Kombination aus Bar, Restaurant und Deli, stehen wir zu einhundert Prozent. Wir sind keine Kompromisse eingegangen, und jetzt ist alles genau so, wie wir es uns gewünscht haben.“ Mit seiner Location setzte sich der Trierer Gastronom gegen seinen Konkurrenten Kirill Kinfelt vom Trüffelschwein in Hamburg durch.

Der Name Becker’s XO ist Programm, denn XO steht für Crossover, was so viel wie „gemischt“ oder „gemixt“ bedeutet. Die Verbindung verschiedener Stile und Einflüsse spiegelt sich nicht nur in der Küche wider, sondern auch in den drei Bereichen Restaurant, Bar und Deli, dem Designkonzept sowie den scheinbaren Gegensätzen, die sich überall finden und dennoch eine Einheit bilden. Um das Projekt zu finanzieren, ist der Zwei-Sterne-Koch neue Wege gegangen: 2012 gründete er die Becker’s Genuss AG, eine nicht börsennotierte Aktiengesellschaft, die sich dem Thema Genuss verschrieben hat und kulinarische Projekte umsetzt.

Für den Spitzenkoch war der Preis von San Pellegrino bereits der dritte wichtige Award seit der Eröffnung im Juni 2013. Eine Woche zuvor wurde das Becker’s XO in Stuttgart als Küchenopening des Jahres in der Rubrik Individualgastronomie ausgezeichnet. Der Award wurde erstmals von den Fachmagazinen Küche und Catering Inside vergeben. Überzeugt hat die Jury das ganzheitliche Cross-Over-Konzept, aber auch Faktoren wie Wirtschaftlichkeit, Finanzierung und Ausstattung waren bei der Entscheidung relevant. Und wenige Monate zuvor, im September 2013, konnte Spitzenkoch Becker die Auszeichnung Best-of-the-Best im Rahmen der Chef-Sache entgegennehmen. In der Kategorie Hot Spot war er gegen die Drei-Sterne-Restaurants Amador in Mannheim und Aqua in Wolfsburg sowie das Zwei-Sterne-Restaurant Tim Raue in Berlin angetreten.