Hannes Schneider

Für das Team um Hannes Schneider, der das Fünf-Sterne-Hotel Arlberg führt, ist Tradition ein lebendiger Begriff – und gewissermaßen ein Vermächtnis. Vor 50 Jahren leisteten seine Eltern Pionierarbeit, als sie den Grundstein für das heute renommierte Luxushotel legten. Auch in der Küche des Hauses zollt die Crew auf ihre ganz eigene Weise der Vergangenheit Tribut und lässt sich dabei bereitwillig über die Schulter schauen. Gäste dürfen im Rahmen eines eigens zusammengestellten Packages das Geheimnis hinter perfekten klassischen Gerichten, wie Kässpätzle, Schlutzkrapfen oder Mohnnudeln lüften.

Die guten alten Zeiten werden oft zitiert, meist zurückersehnt und viele lassen sie gerne wieder aufleben. Dass Erinnerungen an einen Geschmack oder Geruch bekanntlich besonders intensiv sind, macht sich das Team des Hotel Arlberg in Lech zu Nutze und lädt Gäste ein, kulinarisch auf den köstlichen Spuren der Vergangenheit zu wandeln. Wer Buchteln mit Vanillesoße aus seiner Kindheit kennt oder Mohnnudeln liebt, der kommt in „Omas Küche“ auf seine Kosten. Das gleichnamige Package basiert auf einem Aufenthalt von vier Übernachtungen inklusive Halbpension und ermöglicht bei einem Kochkurs einen umfassenden Blick in das Rezeptbuch der Großmutter, in dem sich traditionell österreichische Gerichte finden. Ein Mini-Sommelierkurs bildet das genussvolle i-Tüpfelchen. Als Ode an die Gartenkunst von „Anno Dazumal“ steht überdies eine vierstündige Kräuterwanderung auf dem leichtfüßigen Programm, die dank eines aus heimischen Kräutern hergestellten kleinen Präsents sicher noch lange in Erinnerung bleibt. Eine Kräuterstempelmassage rundet das Angebot ab, das von 15. bis 19. Juli 2015 oder von 9. bis 13. September 2015 zum Preis von 1.500 Euro für zwei Personen im Deluxe-Doppelzimmer buchbar ist. Weitere Informationen unter http://www.arlberghotel.at/pauschalen/omas-kueche-neu-entdecken/.

Der Sinn für Tradition wird im Hotel Arlberg durch Innovation perfektioniert. In den zwölf jüngst umgebauten Unterkünften des Jagdhofs sind moderne Technik mit regionalen Materialien wie Schiefer, rohe Granitplatten und handgehobelte Eichenböden harmonisch miteinander kombiniert. Das Hotel Arlberg verfügt über 51 individuell eingerichtete Zimmer und Suiten. Der mit zwei Hauben dotierte Küchenchef Franz Riedler und sein Team sind über die Grenzen von Lech hinaus berühmt für ihre hervorragende Kochkunst, die Gault Millau regelmäßig mit zwei Hauben dotiert. Der großzügige Senses Spa macht das Angebot des Fünf-Sterne-Traditionshotels für ein rundum gelungenes Urlaubserlebnis komplett.

Kindermilchprodukte

Aufwendig gestaltete Verpackungen, beigelegtes Spielzeug und Comicfiguren machen Lebensmittel für eine junge Zielgruppe attraktiv. Gesund sind die so beworbenen Produkte oft nicht, dafür aber teuer. Das zeigt ein aktueller Test des Vereins für Konsumenteninformation (VKI), bei dem 27 Milchprodukte für Kinder genauer geprüft wurden. Die Mehrheit enthielt vergleichsweise viel Zucker und oft auch einen hohen Fettanteil. Zugesetzte Vitamine und Mineralstoffe suggerieren dagegen, dass es sich um besonders gesunde Produkte handle. Die Testergebnisse im Detail gibt es ab sofort in der Februarausgabe der VKI-Zeitschrift KONSUMENT www.konsument.at .

Als Faustregel für eine gesunde Ernährung gilt: Von den täglich aufgenommenen Kalorien sollten maximal 10 Prozent aus Süßem stammen. Diese Obergrenze ist bei vielen Kindermilchprodukten bereits mit einer Portion überschritten, wenn man dabei von einem durchschnittlichen Tagesbedarf von 1.425 kcal pro Kind ausgeht. Egal ob Joghurt, Milchdrink oder Dessert: Der Gesamtzuckergehalt der untersuchten Produkte betrug im aktuellen Test mindestens 10 Prozent – in vielen Fällen aber auch deutlich mehr.

Milchprodukte gelten allgemein als gesund, was Hersteller auch in ihrer Werbung gerne betonen. Gerade Lebensmittel für Kinder werden dabei oft mit zusätzlichen Mineralstoffen und Vitaminen angereichert. Den Eltern wird damit suggeriert, dass es sich um besonders wertvolle und gesunde Produkte handle. Solche speziell angereicherten Lebensmittel werden zur Ernährung von Kindern aus gesundheitlicher Sicht jedoch nicht benötigt. Grundsätzlich kann und sollte der Bedarf über eine ausgewogene und abwechslungsreiche Mischkost abgedeckt werden.

Dennoch gibt es auch im Bereich der Kindermilchprodukte Unterschiede, vor allem beim Fettgehalt. So enthält etwa das Milchdessert Monte von Zott 13 Prozent Fett, ein ähnliches Produkt, Topi von Hofer (Aldi), dagegen nur rund 8 Prozent. Eltern, die gelegentlich Kinderlebensmittel kaufen, sollten daher auch auf die Kennzeichnung achten. Fett-, Zucker- und Kaloriengehalt können auch bei Produkten derselben Kategorie zum Teil stark variieren.

SERVICE: Den ausführlichen Bericht gibt es in der Februarausgabe der VKI-Zeitschrift KONSUMENT und online unter www.konsument.at . Weitere Informationen zum Thema Kinderlebensmittel gibt es im Rahmen einer mehrteiligen Serie auch in der kommenden Ausgabe des Verbrauchermagazins.

Kinderlebensmittel

Kinder sind auch für Lebensmittelproduzenten eine attraktive Zielgruppe. Im lukrativen Wettstreit um die kleinen Konsumenten investieren viele Hersteller massiv in Werbung und Marketingmaßnahmen. Doch was bekommen Verbraucherinnen und Verbraucher, wenn sie „Kinderlebensmittel“ kaufen? Der VKI geht der Frage derzeit in einem eigenen Themenschwerpunkt nach und nimmt stichprobenartig verschiedene Produktgruppen unter die Lupe. Für die Oktoberausgabe der Zeitschrift KONSUMENT wurden Wurst, Zerealien und Käse getestet. Das Ergebnis: Viele der geprüften Produkte sind mit Vitaminen und Mineralstoffen versetzt – auch solche mit hohem Fett- oder Zuckergehalt. So soll vor allem Eltern suggeriert werden, die angebotenen Waren seien besonders gesund. Gleichzeitig sind Kinderlebensmittel in der Regel hoch verarbeitet und teuer im Vergleich zu Produkten, die nicht speziell für Kinder gedacht sind.
Alle Testergebnisse im Detail gibt es online unter www.konsument.at sowie ab sofort im Oktober-KONSUMENT.

Frühstückszerealien – bis zu einem Drittel aus Zucker
Die Werbung für Zerealien verspricht oft ein gesundes Frühstück dank vieler Vitamine und Mineralstoffe. Diese sind allerdings – wie z.B. in den Cookie Crisps „Schoko-Knusper-Kekse“ von Nestlé – künstlich zugesetzt und keineswegs natürlich in den Produkten enthalten. Solche speziell mit Nährstoffen angereicherten Lebensmittel werden zur Ernährung von Kindern aus gesundheitlicher Sicht nicht benötigt. Grundsätzlich kann und sollte der Bedarf über eine ausgewogene und abwechslungsreiche Mischkost abgedeckt werden.
Darüber hinaus bewirbt Nestlé sein Produkt auch mit einer „Vollkorngarantie“: „Deshalb sind alle Nestlé Cerealien nicht nur unwiderstehlich lecker, sondern enthalten immer auch mindestens 30 Prozent Vollkorngetreide“, heißt es dazu von Seiten des Unternehmens. Wirft man allerdings einen Blick auf die Zusammensetzung, so zeigt sich, dass das vermeintlich gesunde Vollkornprodukt zu 23,5 Prozent aus Zucker besteht. Noch höher ist der Zuckeranteil bei den Nugat Bits von Knusperone (33,9 Prozent) und den Kellog’s Smacks (41,6 Prozent). Als tägliche Frühstücksmahlzeit für Kinder ist damit keines der geprüften Produkte geeignet.

Wurstwaren als „Beitrag für die gesunde Ernährung“
Auch das Angebot an kinderspezifischen Fleisch- und Wurstwaren hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Insgesamt unterscheiden sich die Produkte dabei hauptsächlich durch einen erhöhten Preis, eine kindgerechte Aufmachung und die entsprechende Werbung von herkömmlichen Produkten. Zwei der geprüften Wurstwaren, die Mini Leberwurst und Mini Salami von Ferdi Fuchs, wurden dabei auch mit diversen Vitaminen und Mineralstoffen angereichert, die sie gesünder erscheinen lassen, als sie sind. Beide Produkte bestehen zu einem Großteil (33,1 Prozent bzw. 31,7 Prozent) aus Fett.

Trotz des ungünstigen Nährwertprofils wirbt Ferdi Fuchs intensiv mit gesundheitsbezogenen Aussagen: „Vitamin B 6 trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei“, heißt es etwa auf der Packung der kindgerechten Mini Leberwurst. Auch die Mini Salami verspricht eine gesundheitsfördernde Wirkung u.a. durch Folsäure: „Folsäure trägt zur Verringerung der Müdigkeit bei“ ist auf dem Produkt zu lesen.
Mit einer Mischung aus Werbung und Spiel wenden sich die Anbieter dabei auch direkt an die Kleinsten. So bietet etwa Kiri auf seiner Webseite eine breite Auswahl putziger Bilder, Spiele und Rezeptideen rund um Schmelzkäse. Problematisch ist das deshalb, weil Kinder bis zu einem Alter von 6-8 Jahren noch nicht zwischen Werbung und Inhalt unterscheiden. Auch Beigaben wie Comicfiguren und Sticker sind in vielen Produktgruppen verbreitet.

Fazit:
Kinder brauchen keine Kinderlebensmittel. Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung versorgt sie mit allen Nährstoffen, die sie benötigen. Dennoch werden in der Werbung auch ungesunde Produkte nach wie vor als „nahrhaft“ und „wertvoll“ darstellt. Selbstverpflichtungen der Hersteller, solche an Eltern und Kinder gerichtete Werbung zu beschränken, haben bisher kaum praktische Wirkung gezeigt.

Berlin ist familienfreundlichste Stadt Europas

HouseTrip-Analyse vergleicht Ökologie, Wirtschaft und Sicherheit in europäischen Städten um beste Stadt für einen City Trip zu finden

Housetrip.de, eine der größten Internetseiten für die Buchung von Ferienhäusern und -wohnungen, hat 15 europäische Großstädte genauer unter die Lupe genommen, um die beste City für einen Städtetrip ausfindig zu machen. Gewinnerin ist – BERLIN.

Normalerweise sind Städtereisen vor allem bei Paaren eine beliebte Urlaubsform, aber auch Familien können – wenn sie die richtige Stadt wählen – einen tollen Aufenthalt mit Kindern verbringen.

Die Analyse von Housetrip hat verschiedene Faktoren untersucht, die für Familien generell eine wichtige Rolle spielen. Dazu gehören Grünanlagen und Luftverschmutzung, Sicherheitsaspekte sowie kulturelle Angebote und Preise. Das beste Gesamtergebnis konnte die deutsche Hauptstadt für sich verzeichnen – wenig Verschmutzung und viele Grünflächen für die Kinder, eine große Anzahl an kulturellen und kinderfreundlichen Angeboten sowie eine gute Sicherheitslage.

Top 5 der familienfreundlichsten Städte in Europa
Berlin
Valencia
Budapest
Lissabon
Madrid

Die Untersuchung zeigte eine Reihe von interessanten Erkenntnissen, die Familien helfen, die richtige Stadt für ihren Kurztrip zu finden. Stockholm hat den Spitzenplatz als die grünste Stadt (55 Prozent der Stadt bestehen aus Grünflächen) und mit dem niedrigsten Verschmutzungsgrad. Auf den weiteren Plätzen folgen Berlin und Dublin. Paris präsentiert sich erwartungsgemäß mit dem größten kulturellen Angebot, gefolgt von London.

Sicherheit ist vor allem für Eltern ein zentrales Thema. Valencia zählt in Europa zu den sichersten Städte, noch vor Berlin und Amsterdam. Am günstigsten wird der Familienausflug nach Budapest. Dort kostet beispielsweise ein Gericht in einem Restaurant im Durchschnitt knapp fünf Euro.

„Reisen mit der Familie kann mitunter stressig werden, aber wenn man schon im Vorfeld gewisse Punkte berücksichtigt, werden sicher alle Familienmitglieder einen schönen Städteurlaub haben“, so Arnaud Bertrand, Präsident von Housetrip im Gourmet Report Gespräch. „Wir bei Housetrip wollen den Eltern gern bei der Suche nach einer perfekten Unterkunft unterstützen und hoffen, dass unsere Analyse helfen kann, die richtige Stadt für den City Trip zu finden.“

www.HouseTrip.de

Spiel und Spaß im Flugzeug

British Airways testet die beliebtesten Kinderspielzeuge an Bord – man kann diese Untersuchung von BA sicher auch auf Restaurants übertragen – bei längeren Restaurantbesuchen kann Langeweile entstehen, deswegen gehen viele Eltern nicht gerne zum Fine Dining

Völlig stressfrei fliegen mit Kindern? Für 86 Prozent aller Eltern unvorstellbar. Damit der Urlaub entspannt starten kann, testete British Airways in Zusammenarbeit mit Ärzten und Wissenschaftlern, welche Spielsachen die kleinen Passagiere am besten unterhalten und beschäftigen.

Während eines zweistündigen Flugs wurde das Spielverhalten von insgesamt 30 Kindern im Alter zwischen zwei und zehn Jahren beobachtet. Das überraschende Ergebnis der Studie war, dass es vor allem die einfachen Spielsachen wie Knete oder Loom Bands (Armbänder zum Selbermachen) waren, für die sich die Kinder am längsten begeistern konnten. Aber auch Klassiker, wie Lego und Kartenspiele fesselten für längere Zeit die Aufmerksamkeit der Kleinen.

„Viele Eltern neigen dazu, sich mit ihren Kindern einen Film anzuschauen, in der Hoffnung, dass sie dabei einschlafen. Spielsachen, mit denen Kinder aktiv spielen können, etwa Lego, Stickeralben oder Reisespiele, sind allerdings auch eine gute Möglichkeit, sie für längere Zeit zu beschäftigen“, so Professor Robert Winston, Wissenschaftler und Erziehungspsychologe.

Nach einer Umfrage, die British Airways mit 2.000 Eltern durchgeführt hat, sind rund ein Viertel der Befragten besorgt, dass ihre Sprösslinge andere Passagiere stören könnten. Mehr als die Hälfte ist beunruhigt, dass der Schlafrhythmus ihrer Jüngsten beeinträchtigt werden könnte.

Hilfreiche Tipps für einen stressfreien Flug mit Kindern sind beispielsweise immer ein Getränk für die Kleinen zur Hand zu haben, vor allem beim Starten und Landen des Flugzeugs, damit sie sich nicht so sehr auf den Druckausgleich konzentrieren. Neue Spielzeuge mit an Bord zu nehmen ist auch immer von Vorteil, da sich Kinder damit meistens länger beschäftigen als mit Spielsachen, die sie bereits kennen. Fliegt man über Nacht, ist es ratsam, den Pyjama der Kids einzupacken, denn das hilft, eine für sie möglichst vertraute Schlafatmosphäre zu schaffen.

British Airways investiert in den nächsten fünf Jahren mehr als fünf Milliarden Britische Pfund in neues Fluggerät, noch modernere Kabinen, elegante Lounges und neue Technologien, um den Komfort am Boden und in der Luft weiter zu erhöhen.
www.ba.com

Lesen Sie auch unseren Blog mit vielen Themen zu British Airways: http://gourmet-report.de/blog/

Verbrechen Kinderteller

Dickmacherkost für die Kleinen –
Tipps zu Kindertellern in Restaurantketten

Wenn Eltern mit ihren Kindern auswärts essen, werden in Fast-Food-Tempeln oft Kalorienbomben auf dem Kinderteller serviert: Schnitzel, Hähnchen-Nuggets, Fischstäbchen mit Pommes, Mayo und Ketchup sind dort die Hits für Kids. „Paniertes und Frittiertes ist leider an der Tagesordnung. Frisches Obst, Salat und Gemüse taucht bei der Kinderkost in der Systemgastronomie kaum auf“, rüffelt auch die Verbraucherzentrale NRW deren Speisenangebot für die kleinen Gäste. Wiederholt haben die Verbraucherschützer die Komponenten von Kindertellern und –menüs von 20 Café- und Restaurantketten, die ihre Auswahl als Appetizer auch im Internet präsentieren, kritisch unter die Lupe genommen: „Die standardisierten Kindermahlzeiten sind unterm Strich zu fett und zu kalorienhaltig. Eltern, die auf eine gesunde Ernährung Wert legen und trotzdem nicht auf den Besuch von Restaurants einer bestimmten Marke verzichten wollen, müssen das gesamte Speisenangebot auch für die Erwachsenen sorgsam studieren und gezielt nach frischen Beilagen fragen“, so das Fazit der Verbraucherzentrale NRW aus ihrer Stichprobe.

Bei der gesundheitsfördernden Auswahl helfen großen und kleinen Gästen folgende Tipps:
Status quo auf Kindertellern: Meistens werden Kindern mundgerechte Sticks, Nuggets oder Mini-Schnitzel aus Geflügelfleisch aufgetischt, das an und für sich reich an leicht verdaulichem Eiweiß und fettarm ist. Doch in den Fast-Food-Küchen brutzeln die vorfabrizierten Chicken-Nuggets, Hähnchenbrust- oder Putensteaks meist mit Panade in der Friteuse, und der gesunde Effekt löst sich in Dunst auf. Auf jedem zweiten Teller landen Pommes – entweder als Beilage oder Hauptgericht – garniert mit Ketchup und Mayonnaise.
Fisch gibt’s wenn, meist auch nur als frittierte Stäbchen dargereicht, manchmal auch als Thunfisch aus der Dose auf der Pizza. Viele Restaurants können immerhin bei ihren Pasta- und Pizzagerichten ein leichtes Plus für sich verbuchen: Denn die Kohlenhydrate bei den italienischen Klassikern sind nicht mit Frittierfett kombiniert.
Gemüse gibt’s teilweise auch als Beilage oder in der Soße. Dass einige Betriebe bei ihren Kindermenüs standardmäßig jeweils eine Gemüse-, Salat- oder Obstbeilage anbieten, ist unter Frischeaspekten jedoch viel zu wenig.

Mehr gesunde Komponenten gefragt: Vitaminspender und frische Zutaten gehören zu einer vollwertigen Mahlzeit unbedingt dazu. Ganz gleich ob Kinderteller, Fastfood in der Pappschachtel oder kombiniertes Menü: Kinder und Eltern sollten auch in der Systemgastronomie eine gesunde, ausgewogene Mahlzeit erhalten beziehungsweise selbst zusammenstellen können. Kinder haben weitaus mehr Vorlieben als nur Pommes und panierte Putenbrust. Rohkost mit Dip, Nudeln mit Tomatensoße, Omelette mit Gemüse, ein kleiner Salat mit Baguette, Pizza mit frischem Gemüse oder Tomatensuppe, Reis oder Salzkartoffeln als Beilagen sind leckere und gesunde Gerichte beziehungsweise Komponenten, die dem Appetit der kleinen Genießer auf Fettgebackenes durchaus den Rang ablaufen.

Suche auf der Speisekarte nach Alternativen: Oft sind Komponenten austauschbar oder ein Gericht für die Eltern kann auch als Kinderportion bestellt werden. Als Getränk sind Wasser oder Apfelsaftschorle eine prima Alternative zu stark gesüßten, kalorienhaltigen Softdrinks. Eltern von allergiegeplagten Kindern hilft zuweilen der vorsorgliche Blick ins Internet. Viele Restaurantketten haben das Speisenangebot auf ihrer Website mit einer Allergenkennzeichnung versehen, häufig auch kombiniert mit dem jeweiligen Nährwert zu ihren Gerichten.

Auch beim Reisen muss man aufpassen. Wird im Flugzeug ein warmes Mahl angeboten, sollte man für die Kinder ein Spezial-Menü vorab gratis bestellen, jedoch NIE die Kinderteller, die Fast-Food mässig kommen. Es gibt zum Beispiel reine Obstteller bei den meisten Airlines. Ein Blick auf die Homepage der Fluggesellschaft gibt Auskunft. Die „Special Menues“ müssen bei Buchung oder telefonisch gebucht werden. In der Regel sind sie gratis.
Selbst in der Business Class, z.B. bei EMIRATES, wird Kindern ernährungswissenschaftlich oft Müll ungefragt vorgesetzt.
Spätestens beim Einchecken sollten Eltern noch einmal darauf aufmerksam machen, welche Menüs gebucht wurden – oder wenn nichts gebucht wurde – das Anstelle des Kindertellers das Erwachsenen Menü serviert wird.

Wissenswertes zu geeigneter Kinderkost aus Sicht der Verbraucherzentrale NRW gibt’s auch im Internet unter
vz-nrw.de/mahlzeiten.

Familienwerte

Aktuelle forsa-Studie zeigt: Familienrituale stehen bei Deutschen hoch im Kurs

Wir leben in einer Zeit der scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten. Umso wichtiger werden Rollenbilder, die uns Orientierung bieten. Eine aktuelle forsa-Umfrage im Auftrag des Coca-Cola Happiness Instituts* ergab: Die Familie mit ihren Werten und Traditionen gibt vielen Deutschen auf ihrem Weg durchs Leben eine Richtung vor.

Eine besonders wichtige Tradition ist den Deutschen das gemeinsame Essen. Zwar bleibt im Alltag selten ausreichend Zeit, drei geregelte Mahlzeiten gemeinsam einzunehmen. Doch 72 Prozent der Befragten, die sich selbst als besonders lebensfroh bezeichnen, versuchen, zumindest an den Wochenenden in ihren Essenstraditionen dem elterlichen Vorbild zu folgen: Fand sich die Familie früher zu festen Zeiten bei Tisch zusammen, so pflegen die Menschen diese Tischkultur auch weiterhin. Wurde zu Hause gemeinsam gekocht oder zählten Restaurantbesuche zum Familienritual, so setzen sie dies in ihrer neuen Kernfamilie weiter fort. 75 Prozent der Lebensfrohen kochen am Sonntag gemeinsam, 71 Prozent nutzen hierfür den Samstag. Unter der Woche bleibt dagegen bei rund 40 Prozent der Befragten die Küche kalt.** Wenn auch nicht immer alle lieb gewonnenen Gewohnheiten im Alltag umsetzbar sind – die Wichtigkeit dieser Rituale für ihr Familienleben ist den Befragten bewusst.

Gemeisam aktiv
Das Zusammengehörigkeitsgefühl der Familie stärken darüber hinaus gemeinsame Aktivitäten. Als nachahmenswert werden deshalb Familienunternehmungen betrachtet: 67 Prozent der lebensfrohen Deutschen (und 54 Prozent aller anderen Befragten) übernehmen die familiären Gepflogenheiten, Sonntagsausflüge zu machen, Verwandte zu besuchen, Kulturangebote wahrzunehmen oder zusammen zu verreisen. Auch mit den elterlichen Rollenbildern zeigen sich viele Deutsche zufrieden: Die Aufgabenverteilung im Haushalt soll nicht neu aufgerollt werden – immerhin 44 Prozent der Befragten orientieren sich bei der Verteilung der täglichen Pflichten an ihren Eltern.

Eine Generationenfrage
Lösungen in Familienfragen – zum Beispiel rund um die Kindererziehung – werden hingegen zunächst im Freundeskreis gesucht. 66 Prozent der besonders Lebensfrohen und 62 Prozent aller Anderen fragen ihre Freunde in vergleichbaren Lebenslagen nach Rat. Die Eltern rangieren als Tippgeber jedoch gleich auf Platz zwei: 54 Prozent der Lebensfrohen und 49 Prozent aller Anderen setzen auf die Erfahrung der Älteren. Papa und Mama bleiben für viele ein verlässlicher Begleiter auf dem Weg zu mehr Lebensfreude.

*Für die repräsentative Umfrage wurden im November 2013 mehr als 1000 Bundesbürger zwischen 14 und 69 Jahren, die in einer familiären Situation leben, befragt. Es wurde unterschieden zwischen Befragten, die sich selbst als sehr lebensfroh bezeichnen, und allen anderen.
** Für die repräsentative Umfrage wurden im April 2013 insgesamt über 2.000 Frauen und Männer zwischen 14 und 69 Jahren im forsa.omninet Panel zum Thema Essgewohnheiten befragt.

www.happiness-institut.de

Familienessen ist für alle gut

Zum Ende des ersten Lebensjahres sollten Kleinkinder am gemeinsamen Familienessen teilnehmen, die Umstellung von Säuglingsernährung auf normale Familienkost ist dann abgeschlossen. Die gemeinsame Mahlzeit ist ein wichtiger Teil des Familienlebens. Eine angenehme Atmosphäre bei Tisch fördert nicht nur den Spaß am Essen sondern wirkt sich auch positiv auf die Lebensmittelauswahl aus. Die Kinder erhalten so die richtige Menge an Nährstoffen und werden in ihrem Essverhalten geprägt. Das rät das Netzwerk Gesund ins Leben, eine IN FORM-Initiative des Bundesernährungsministeriums.

Viele Eltern lassen den richtigen Moment für das gemeinsame Essen aber ungenutzt verstreichen und verpassen damit die beste Phase, gute Essgewohnheiten zu etablieren. „Mit 12 Monaten erhalten 80 bis 95 Prozent der Kinder Flaschenkost und Beikost. Im Alter von 24 Monaten sind es immer noch 23 bis 33 Prozent“, erklärt Prof. Berthold Koletzko, Kinder- und Jugendarzt und Sprecher des wissenschaftlichen Beirats im Netzwerk Gesund ins Leben. Dass dies nicht nötig ist, bestätigen die neuen Handlungsempfehlungen des Netzwerks: Kinder brauchen nach dem ersten Geburtstag keine speziellen Produkte. Denn mit dem Ende des Säuglingsalters können Kinder fast alles essen. Eine Ausnahme sind Nüsse und andere harte Lebensmittel in „Erdnussgröße“, an denen sich kleine Kinder leicht verschlucken.

Entsprechend den Ernährungsempfehlungen für Erwachsene bilden auch bei Kleinkindern pflanzliche Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Kartoffeln und Getreideprodukte die Basis einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung. Da sie viele wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe liefern, bieten Eltern diese Lebensmittel am besten zu jeder Mahlzeit an. Für tierische Lebensmittel gilt: Mengenmäßig sollten mehr Milch und Milchprodukte auf dem Speiseplan zu finden sein als Fleisch, Fisch und Eier. Fisch wird ein bis zweimal pro Woche empfohlen, besonders fettreicher Meeresfisch, da er wichtige Fettsäuren liefert. Bei allen Empfehlungen sollten sich die Eltern aber an ihre eigene Nase fassen: Wer selbst kein Gemüse isst, wird auch beim Kind kein Verlangen danach erzeugen.
www.aid.de

Kochvergnügen

Jeder zweite Deutsche schwärmt von den Mahlzeiten seiner Kindheit

Gemeinsam essen macht lebensfroh – und nicht nur das: Die Erinnerungen an die ersten kulinarischen Genüsse prägen uns ein Leben lang. Mehr als jeder zweite Deutsche erinnert sich noch heute mit gutem Gefühl an die Familienmahlzeiten seiner Kindheit. Das zeigt eine aktuelle Studie des Happiness Instituts unter mehr als 2.000 Bundesbürgern zwischen 14 und 69 Jahren.

Unterschieden wurde dabei unter anderem nach Studienteilnehmern, die sich selbst als sehr lebensfroh bezeichnen, und allen übrigen. Unabhängig davon, wie ausgeprägt die Lebensfreude der Deutschen ist, fast zwei Drittel erinnern sich noch gut daran, wie das Lieblingsgericht ihrer Kindertage geschmeckt hat. Für 53 Prozent ist das Gefühl der Geborgenheit beim gemeinsamen Tafeln heute so präsent wie damals. In der Gruppe der sehr lebensfrohen Befragten bestätigen sogar 60 Prozent, sich daran noch lebhaft zu erinnern.

Damals so schön wie heute: Schon vor dem Essen aus Töpfen und Schüssel naschen
Auch die Kochvorbereitungen in der Familienküche haben viele noch klar vor Augen: Mehr als jeder zweite Deutsche erinnert sich daran, dass er als Kind am liebsten schon vor dem Essen erste Happen stibitzte. Genauso gerne erinnern sich die Deutschen an die angenehmen Düfte in der Küche. Die gelöste Stimmung am Esstisch hat 34 Prozent aller Befragten sowie 41 Prozent der sehr lebensfrohen Befragten schon als Kind begeistert. Dabei gibt es aber nicht nur positive Erinnerungen: Für ein Viertel der Deutschen ist das lange Stillsitzen im Gedächtnis geblieben.

Lebensfrohe Eltern geben die Lust aufs Kochen an ihre Kinder weiter
Mit Mamas Einkaufskorb zum Markt, an Opas Hand zum Metzger: Jeder vierte Deutsche weiß noch heute, wie er als Kind mit Eltern oder Großeltern für das Familienessen einkaufen ging. Eine Tradition, die insbesondere lebensfrohe Eltern weiterführen: Drei Viertel aus dieser Befragungsgruppe kaufen die Zutaten gemeinsam mit den Kindern ein, um ihnen die Vorteile gemeinsamer Mahlzeiten näher zu bringen. 85 Prozent lassen die Kinder das Gericht selbst auswählen, knapp die Hälfte stöbert gemeinsam mit ihnen in Kochbüchern. Dass die Nachwuchsköche sich als Erwachsene mit Freude daran erinnern werden, ist mehr als wahrscheinlich und zeigt sich am Kochvergnügen der deutschen Teens, mehr als zwei Drittel der 14 bis 19 jährigen sagen sie kochen gern und genießen, dass ihnen dabei niemand Vorschriften macht (82%).

Das Happiness Institut ist eine Initiative von Coca-Cola Deutschland. Coca-Cola steht seit 125 Jahren für Lebensfreude. Mit aktuellen Studien, spannenden Fakten und alltagsnahen Geschichten beschreibt das Happiness Institut gemeinsam mit Experten aus Wissenschaft und Praxis das Phänomen Lebensfreude. Weitere Informationen unter www.happiness-institut.de

Geschmacksvorlieben bei Kindern

Nationalität scheint den Geschmack zu prägen

Kultur und Land haben den größten Einfluss auf die Entwicklung von Geschmacksvorlieben bei Kindern. Das hat eine Studie des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie in Bremen ergeben. Gemeinsam mit europäischen Kollegen hatten sie den Essgeschmack von 1.700 Kindern im Alter von 6 bis 9 Jahren untersucht. Die Länder Italien, Estland, Zypern, Belgien, Schweden, Spanien, Ungarn und Deutschland waren beteiligt.

Die Wissenschaftler prüften die Präferenzen der jungen Probanden für Apfelsaft mit variablem Zuckergehalt und Kekse, die unterschiedlich viel Fett, Salz und Geschmacksverstärker (Natriumglutamat) enthielten. Dabei ist Natriumglutamat für den würzigen Umami-Geschmack verantwortlich. Die Eltern machten in Fragebögen Angaben zu den familiären Ernährungs- und Lebensgewohnheiten. Zusätzlich wurde die individuelle Empfindlichkeit der Sinneszellen für die vier Geschmacksarten süß, bitter, salzig und umami bestimmt.

Die Nationalität hatte den größten Einfluss auf den Essgeschmack der Jungen und Mädchen. So aßen mehr als 70 Prozent der deutschen Grundschulkinder besonders gerne fettreiche Kekse. In Zypern und Schweden traf das auf weniger als 40 Prozent zu. Im Gegensatz dazu bevorzugten Kinder aus Deutschland und Belgien eher natürlichen Apfelsaft, während ihre Altersgenossen aus Schweden, Ungarn und Italien die gesüßten Varianten am liebsten mochten. Auch das Alter war von Bedeutung: Ältere Kinder hatten eine größere Vorliebe für süße und salzige Speisen, während der würzige Umami-Geschmack weniger favorisiert wurde.

Weitere Studien sind jedoch notwendig, um die Resultate zu bestätigen. Faktoren wie das Geschlecht und Geschmacksempfindlichkeit der Kinder, der Bildungsstand der Eltern und die Ernährung als Säugling spielten kaum eine Rolle. Auch der Einsatz bestimmter Lebensmittel als belohnende Erziehungsmaßnahme hatte kaum Einfluss auf die Geschmacksentwicklung.

Geschmacksvorlieben sind entscheidend für die tägliche Auswahl der Lebensmittel. Wer Kinder zu einer gesunden Kost ermuntern möchte, sollte daher auch Alter und nationale Besonderheiten berücksichtigen, resümieren die Wissenschaftler. Das ist vor allem für länderübergreifende Programme zur gesunden Ernährung von Bedeutung.
Heike Kreutz, www.aid.de