The Table – Kevin Fehling

von Bernhard Steinmann

Vor einem Jahr eröffnete Kevin Fehling in der Hamburger Hafen-City das Restaurant „The Table“. Foodjournalisten und Foodblogger überboten sich gegenseitig mit Superlativen. Die Einrichtung, die offene Küche, pinzettenbewehrtes Personal welches mit konzentriertem Blick um Teller cheerleaderte, das alles stand für viele im Mittelpunkt der Betrachtung.
Jetzt, nach einem Jahr der Eingewöhnung, fällt es wieder leichter, den Blick auf die Teller, das Wesentliche, zu richten.
Der Star ist eben nicht das Restaurant. Schon eher die Gesamtkonzeption. Und darin spielen die Speisen die Hauptrolle. So soll es auch sein.

„ Aber kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck, den er hinterlässt, ist bleibend.“ Diese Einsicht haben wir dem wohl bedeutendsten deutschen Dichter Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) zu verdanken.
Und so erweisen wir den Kochkünstlern den notwendigen Respekt und konzentrieren uns auf das Menü.

Das Tor zur Welt
Das ist mal eine Ansage.
Die „Friee un Hansestadt Hamborg“ muss sich diesen Titel nun mit Fehlings Menü teilen. Treffend ist der Name allemal. Und eine Herausforderung für alle regional ausgerichteten Joghurt- und Selleriefans unter den Gourmets. Fehling ist ein weltoffener und weitgereister Koch und weltoffen sind auch seine Menüs. Hier ein Auszug:

Pastramibrötchen
Den Sandwich-Klassiker durfte ich schon in New York verkosten. Die New Yorker würzen die aus Rumänien stammende und der koscheren Küche zugeordnete Speise etwas intensiver als im Rest der USA.
Fehling serviert die Miniatur mit den notwendigen Zutaten auf dem bekannten Holztisch.
Dieser wird in der deutschen Hochküche eines Tages den Bekanntheitsgrad des Wohlfahrtschen Vierertellers übertreffen.

Es folgen weitere Einstimmungen:
Krabbencocktail
mit Tomatentatar, Krabbencrokat und Dillperlen,
Spargel, Pistazie & Kirsche –
mit Kartoffelespuma und Estragonperlen
Soft-Shell-Crab „Marokko“ –
Couscous, Granatapfel und Krustentiervinaugrette
und

Indian-Summer-Bun,
geschmortes Rind, süß-saure Gurke und Tandoori.

Das waren die Einstimmungen.

Lachs von den Faröer-Inseln
mit Passionsfrucht, Yuzu, Miso & Champonzusud
Ich muss lange nachdenken um mich zu erinnern, wann ich zuletzt in Deutschland ein so hervorragendes Lachsgericht genießen durfte. Es ist wahrlich schon ein Weilchen her.
Hinzu kommt ein Sudmix, der grandioser nicht schmecken kann. Dashi, Yuzu, Soja, Ponzu.
Eine abgeflämmte Gurke, man konnte in der offenen Küche den Vorgang sehr gut nachverfolgen, Jasminreiscreme, Kaviar und Misoperlen vervollständigen das Gericht.

Jakobsmuschel „Guatemala“ –
mit Tamarillo, Avocado, Salsa & Taco
Da Kevin Fehling kürzlich ein paar Tage in Guatemala verbracht hat, durfte ein Hinweis im Menü darüber natürlich nicht fehlen.
Die norwegische Jakobsmuschel, ein überragendes Produkt, war meisterhaft gegart und von außergewöhnlichem Geschmack. Hinzu gesellte sich ein Krustentierfond mit etwas Rum und braunem Zucker, der die Muschel ebenbürtig begleitete. Auf einem Extrateller wurde ein kleiner Taco gereicht.

Rehrücken
mit Thaicurrycreme, Ingwer-Hollandaise, Mango & Basilikumjus
Jasminreis, Thaimango, Sanddorn, sind weitere Zutaten für ein grandioses Gericht.
Der Rehrücken, für sich alleine genommen, ist schon tadellos. Hinzu kommen gekonnt ausbalancierte Frucht- und Säurenoten sowie etwas Schärfe, die dem Gericht eine besondere Vielschichtigkeit verleihen.

FAZIT:
Um Kevin Fehling gerecht zu werden, muss man etwas ausholen, mit zwei, drei Worten ist dies nicht getan.
Der Hang zum Perfektionismus, ist sicherlich nicht verwunderlich sondern eher erwartbar. Erkennbare Detailverliebtheit, ohne sich in Kleinteiligkeit zu ergehen und eine doppelte Prise Leidenschaft, so könnte man Kevin Fehling charakterisieren.
Er lässt sich gerne auf Reisen inspirieren, was jedesmal meine Erwartungen und Neugier steigert und er scheut auch keine Experimente bei der Zusammenstellung seiner Kreationen.
Die Produktqualität ist tadellos. Eine Selbstverständlichkeit, die eigentlich einer besonderen Erwähnung nicht bedarf. Nur beste Zutaten garantieren einen Genuss, der sich dem Neuling ebenso leicht erschließt wie dem weitgereisten Gourmet.
Auch das innovative Raumkonzept, man kommt so einfach nicht daran vorbei, trägt zum entspannten Genuss bei und fördert die Kommunikation mit den Tischnachbarn.

Den vollständigen und bebilderten Bericht gibt es wie immer auf www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de

Michael Riemenschneider

Atelier Wilma von Michael Riemenschneider eröffnet in den nächsten Wochen

Selten hatten die Buschtrommeln in Frankfurt so viel zu tun: Sei es Eröffnung, Einrichtung, Küchenstil oder Preisgestaltung, über Michael Riemenschneiders ehrgeiziges Projekt gibt es viel Spekulation. Tatsache ist: Das Atelier Wilma, nach Riemenschneiders kürzlich verstorbener Großmutter benannt, wird Mitte des kommenden Monats in der Schneckenhofstraße in Frankfurt-Sachsenhausen eröffnen. Die Küche setzt auf klassische Elemente, die modern und auf sehr hohem Niveau realisiert werden, dabei ist dem 34-Jährigen der nicht-exklusive Ansatz besonders wichtig.

„Natürlich bieten wir hervorragende Qualität, das versteht sich ja von selbst“, so der gebürtige Pfaffenwiesbacher. „Aber ein Menü bei uns soll erschwinglich sein. Mit dem Atelier Wilma habe ich ein Herzensprojekt umgesetzt, das möglichst vielen Gästen zugänglich sein soll.“ Riemenschneider, der zuletzt in seinem eigenen Restaurant Canvas in London kochte, setzt seiner Großmutter mit dem Atelier Wilma ein Denkmal. Die anspruchsvolle Küche greift Elemente auf, wie man sie auch in Omas Küche findet, und verbindet sie mit modernen Einflüssen. Dabei kann sich der Gast am Abend ganz individuell ein bis zwölf Gänge aus Vorspeisen, Zwischengängen, Hauptspeisen und Desserts zusammenstellen, die Speisekarte umfasst die Bereiche Land & Erde, Meer & Küste und Moderne Klassiker.

Vollkommen auf die Gegenwart konzentriert sich Riemenschneider bei der Einrichtung. Mit Sitzmöbeln aus edlem Kalbsleder, stylisher Kupferdecke und Accessoires wie einem speziell angefertigten Hermès-Spiegel aus orangefarbenem Leder setzt der Unternehmer wohlüberlegte Akzente. Besonders stolz ist Riemenschneider auf die Profiküche inklusive Bermer-Herd, wo er gemeinsam mit seinem Team an neuen Kreationen arbeitet. In puncto Mitarbeiter hat der Inhaber eine hochkarätige Auswahl getroffen. So unterstützen ihn Alexander Sadowczyk, zuletzt im Restaurant Lafleur in Frankfurt tätig, als Sous-Chef, Max-Bernhard Schnell, der zuvor im Falkenstein Grand Kempinski arbeitete, als Restaurantleiter, Julian Stork aus dem Wallsé in New York City als Küchenchef und Jessica Kreschner als stellvertretende Restaurantleiterin.

Im Restaurant befinden sich auch Riemenschneiders privates Küchenlabor und im hinteren Bereich des Hauses eine Private Dining Area. Ebenfalls geplant ist ein Weinkeller, wie er in Frankfurt wohl seinesgleichen suchen wird.

Nach zahlreichen Stationen in Frankreich und Großbritannien, darunter auch in Sternerestaurants, eröffnete Michael Riemenschneider 2008 sein erstes Restaurant in Cornwall. Seit Anfang 2016 betreibt Riemenschneider außerdem das Restaurant Tischlerwirt in Kitzbühel.

www.atelierwilma.restaurant

Erik Arnecke

Gourmetrestaurant Philipp Soldan mit neuem Küchenchef, Konzept und Räumlichkeiten

Zwei Monate lang war Frankenbergs Sternerestaurant wegen Umbaus geschlossen, jetzt zeigt sich das Philipp Soldan komplett neu. Das Gourmetrestaurant ist nicht nur innerhalb des Relais & Châteaux Hotels Die Sonne Frankenberg umgezogen und hat eine vollständig neue Einrichtung erhalten, mit Erik Arnecke gibt ab sofort auch ein ambitionierter Küchenchef mit einer klaren Philosophie den Takt vor.

„Natürlichkeit und Leichtigkeit“, sagt Erik Arnecke, wenn man ihn nach dem roten Faden im neuen Philipp Soldan fragt. Die beiden Themen spiegeln sich in Gerichten wie Norwegischer Jakobsmuschel mit Zitrusfrüchten, Kürbis und Endivie, Frankenberger Gemüsegarten mit Brotcrumble, Champignoncreme und eingelegten Silberzwiebeln oder Aromen des Waldes, Fichtensprossen, Karottenkuchen und Haselnuss wider. Der 32-Jährige Erik Arnecke, der zuletzt im Essener Restaurant Résidence zwei Sterne erkocht hatte, setzt auf hohe Qualität und den unverfälschten Charakter einzelner Produkte. „Und eine faire Preisgestaltung, das ist uns sehr wichtig.“ Auch den Service prägt eine neue Leichtigkeit: „Wir setzen auf unaufdringliche Kompetenz. Unser Service ist herzlich, persönlich und berät die Gäste, kreist aber nicht permanent um die Tische und fragt, ob alles recht ist“, ergänzt Sonne-Geschäftsführer Gerhard Pohl.

Optisch wurden die Leitthemen des Restaurants Philipp Soldan ebenfalls aufgegriffen. Eichenholztische mit puristischen Läufern, Steinwände und das Element Feuer spielen nicht nur auf die Natur an, sondern sind auch eine Hommage an die historische Figur Philipp Soldan. Der Frankenberger, der im 16. Jahrhundert lebte und dem das Gourmetrestaurant seinen Namen verdankt, war einer der berühmtesten Formschneider für Eisengussplatten seiner Zeit. Die Einrichtung verleiht dem Restaurant eine unaufdringliche Eleganz, ohne Offenheit und Luftigkeit außen vor zu lassen. „Kommunikation ist ein großes Thema im neuen Philipp Soldan“, erklärt Gerhard Pohl. „Das gilt sowohl für die Gäste untereinander als auch für Küche und Service.“ Durch eine Glaswand können die Gäste Erik Arnecke und seinem Team bei der Arbeit zuschauen, und wer besonders nah ans Geschehen möchte, nimmt seinen Aperitif am Bistrotisch direkt am Küchenpass. Zusätzliche Gelegenheit zur Interaktion bietet der Philipp Soldan Chef’s Table: Der Bereich wurde zur Küche hin geöffnet und dient nicht nur als separater Veranstaltungsraum, sondern beherbergt Montagabends auf Vorbestellung Kochkurse und Get-Togethers mit Erik Arnecke und seinem Team. Im Hauptraum des Restaurants liefern zwei begehbare und voll verglaste Weinklimaräume, die auch für individuelle Verkostungen zur Verfügung stehen, Gesprächsstoff für Gast und Sommelier. Gleich daneben beherbergt ein vielfältig bestückter Käsereifungsschrank den passenden Menüabschluss, und im separaten Tabakkollegium herrscht mit Zigarrenservice und ausgewählten Digestifs englische Clubatmosphäre.

Das Team wurde bei der Entwicklung von Konzept- und Trendspezialist Pierre Nierhaus unterstützt. Nierhaus ist als Berater für zahlreiche zukunftsorientierte Projekte aus der Hotellerie und Gastronomie tätig und zieht Inspiration aus Trendreisen und Workshops, die er regelmäßig weltweit durchführt.

Das Restaurant Philipp Soldan ist Dienstag bis Samstag ab 18 Uhr geöffnet, Reservierungen werden unter der Telefonnummer +49 6451 750 800 entgegengenommen. Vier Gänge kosten 78, fünf Gänge 88 Euro, und vom 28. März bis 25. Juli 2015 können Gäste im Rahmen eines speziellen Eröffnungsarrangements für 78 beziehungsweise 88 Euro im Doppelzimmer übernachten.

www.sonne-frankenberg.de

Restaurant-Toilette

Örtchen der Entscheidung

Der Zustand der Toiletten ist für viele Gäste ein Indikator, wie es hinter den Kulissen eines Restaurants oder Hotels um Hygiene und Sauberkeit bestellt ist. Rund 46 Prozent der Befragten einer aktuellen Studie gaben an, eine Gaststätte wegen mangelhafter sanitärer Einrichtung bereits bewusst gemieden zu haben.

Bei (halb-)öffentlichen WCs ist ein ansprechender Zustand in den Waschräumen eine tägliche Herausforderung. In „Schuhbecks Orlando“, dem „Pauly-Saal“ in Berlin oder „Die Bank“ in Hamburg gehören überfüllte Mülleimer und über den Boden verstreute Papierhandtücher der Vergangenheit an. Um auch außerhalb des Speisesaals ein ästhetisches Erlebnis zu bieten, rüsteten die Top-Gastronomen kürzlich auf den Dyson Airblade V Händetrockner um. Er trocknet die Hände durch zwei 690 km/h schnelle Luftströme binnen 10 Sekunden – dank HEPA-Filtration und berührungsloser Bedienung auf hygienische Weise.

Da das schmale Modell nur 10 Zentimeter von der Wand absteht, kann es ohne kostspieligen Einbau nachgerüstet werden. Mit Betriebskosten, die nach Herstellerangaben um 97 Prozent geringer sind als bei Papierhandtüchern, ist der Händetrockner für Gastronomen auch eine betriebswirtschaftlich interessante Alternative.

Mit einer Aktion schafft der Hersteller Dyson derzeit einen weiteren Anreiz zum Umstieg: Wer seine bisherige Händetrocknungslösung durch den Dyson Airblade V ersetzt, erhält einen Bonus von 50 Euro für jedes ausgetauschte und installierte Gerät. Die Aktion läuft noch bis zum 31.12.2014. Alle Infos unter www.dysonairblade.de.

Tim Meierhans

Über Tim Meierhans und das Favorite Restaurant:
Zusammen mit einem jungen Team stemmt Küchenchef Tim Meierhans (1 Michelin Stern, 16 Punkte beim Gault Millau) den Job. Auf seine Ausbildung als Koch hat er den Küchenmeister gesetzt. In der Hotelfachschule in Heidelberg schnitt er dabei als einer der Besten ab. Seine Laufbahn führte ihn durch besternte Betriebe wie Traube Tonbach, Kronenschlösschen, Restaurant Fallert, Ente in Wiesbaden und Micro im Frankfurter cocoon club. Zuletzt war er Souschef bei Frank Buchholz. Dann kam der Ruf zurück dorthin, wo alles begonnen hatte – in seinen Ausbildungsbetrieb, ins Favorite Parkhotel.

Seinem Lehrmeister Helmut Danker, heute Küchendirektor im Haus, fühlt er sich freundschaftlich verbunden. Das Favorite Restaurant, das die Eigentümer-Familie Barth schlicht, hochwertig und klassisch elegant gestaltet hat, entspricht auch Meierhans’ Geschmack. Bei der Einrichtung der Restaurant-Küche hat er maßgeblich mitgewirkt.
Die Karte im Favorite Restaurant wechselt alle 6 Wochen. Es gibt 45 Plätze. Das Favorite Restaurant ist von Mittwoch bis Sonntag von 12.00 bis 15.00 Uhr und von 18.00 bis 24.00 Uhr geöffnet. Es liegt mitten im Mainzer Stadtpark im Favorite Parkhotel, Karl-Weiser-Straße Nummer 1.

Reservierungen unter Tel. 06131-80150 oder per e-mail unter gastronomie@favorite-mainz.de

Cool Restaurants Top of the World

Diese überarbeitete und aktualisierte Ausgabe präsentiert die coolsten und außergewöhnlichsten Restauranterlebnisse rund um den Globus

Ein Muss für Gourmetreisende und Business-Gastgeber

Was macht aus einem Restaurant ein wirklich cooles Restaurant? Eine unverwechselbare Mischung aus Kochkunst, Atmosphäre und Einrichtung gehören dazu, allerfeinste Zutaten und Zubereitungsarten und natürlich ein absolut außergewöhnlicher Service.

Diese einmalige Auswahl der coolsten Restaurants weltweit wird Ihnen die Sprache verschlagen – versprochen! Ihre Lage und ihre Besonderheit machen sie zu gefragten Gourmettempeln. Ob in einer verborgenen Seitenstraße oder im renommierten Luxushotel, jedes dieser Toprestaurants ist ein einzigartiges Erlebnis, das nicht nur Ihren Gaumen kitzeln, sondern all Ihre Sinne berauschen wird.

Cool Restaurants Top of the World
Volume 2

220 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
ca. 250 Farbfotografien

Text in Englisch, Deutsch und Französisch

49,90 EUR
inkl. 7 % UST
ISBN: 978-3-8327-9628-0 (Bestellink portofrei)
Format: 25 x 32 cm
Erscheinungsdatum: Juli 2012

Karl Wannemacher

Gut, das Karl Wannemacher nicht so richtig an all die Ratschläge geglaubt hat, die er immer wieder hörte. „Alle haben mich gewarnt“, erzählt er zum Auftakt des ersten von vier Genießer-Menüs gestern Abend schmunzeld seinen Gästen und Kochkollegen, „Alt Luxemburg? Falscher Name; Charlottenburg? Falscher Ort; Gründerzeit-Stil? Falsche Einrichtung; À la Carte Menü? Falsches Konzept und klassische Küche? Falsches Essen. Wir haben also alles falsch gemacht. Und das war offenbar genau richtig.“

30 Jahre Restaurant Alt Luxemburg – das kann man nicht alleine feiern. In die Küche kam Brandenburgs Spitzenköchin Carmen Krüger mit einer fantastischen Ofenterrine vom Kaninchen als Vorspeise. „Jungspund“ Thomas Kammeier vom Hugo setzte als exzellent-eigenwilligen Zwischengang St. Jakobsmuscheln auf ein lockeres Topinamburpüree, kombiniert mit Gurke und Gulaschsud. Der Sternekoch sagt über „Karl den Großen“: „Ein liebenswerter Koch, ohne den es das Berliner Küchenwunder nicht geben würde.“

Die Legende Franz Raneburger, einziger anwesender Weggefährte gestern, der schon in Berlin aktiv war, als das Alt Luxemburg eröffnet wurde, serviert als Nachspeise Marquise au Chocolat und drei weitere verführerische Variationen von Valrhonaschokolade. Später, bei einem Glas Blanc de Blanc, freut er sich über die „30 Jahre Kollegialität und Freunschaft mit Karl, die unser kulinarisches Leben verbinden“.

Alle Gäste waren am Ende dieses grandiosen Auftaktabends zum Jubiläumsjahr einer Meinung: 30 Jahre Erfolg kann man nicht nur einmal feiern! Das zweite Genießer-Menü findet am 20. Mai statt und war gestern Abend schon ausgebucht. Für die dritte Feier mit kulinarischen Köstlichkeiten von Karl Wannemacher und Berliner Spitzenköchen am 18. August werden Gäste an einer 30-Meter langen Tafel vor dem Restaurant verwöhnt.

Die INTERNORGA 2012 ist ausgebucht

Die Premium-Plattform der Branche mit mehr als 1.200 Ausstellern – INTERNORGA – die Leitmesse für den Außer-Haus-Markt – Vom 9. bis 14. März 2012 auf dem Hamburger Messegelände

Volle Hallen auf der INTERNORGA 2012. Mehr als 1.200 Aussteller aus mehr als 25 Ländern präsentieren auf der internationalen Fachmesse vom 9. bis 14. März 2012 auf dem Hamburger Messegelände Trends und Innovationen für den gesamten Außer-Haus-Markt. Die Ausstellerliste liest sich wie ein „Who is Who“ der Branche. Aus allen Bereichen stellen Markführer ihre Neuheiten und Dienstleistungen vor.

Mit ihren Themenschwerpunkten Küchentechnik und -ausstattung, Nahrungsmittel und Getränke, Einrichtung und Ausstattung, Bäckerei- und Konditoreibedarf sowie EDV, Kassensysteme und Kommunikation bildet die INTERNORGA die gesamte Angebotspalette ab. Der Vorteil: Die Fachbesucher erhalten den kompletten Überblick unter einem Dach. Die Leitmesse für den Außer-Haus-Markt ist gleichzeitig eine Kommunikationsplattform der Extraklasse. Dazu bei trägt auch das hochkarätige Rahmenprogramm der INTERNORGA mit Top-Kongressen wie dem Internationalen Foodservice Forum.

Technische Spitzenprodukte für die Profiküche zeigen die Unternehmen auf mehr als 20.000 Quadratmetern in den Hallen A2 bis A4. Führende Hersteller und Global Player nutzen die INTERNORGA, um den Fachbesuchern aus dem In- und Ausland ihre Innovationen und technologischen Neuentwicklungen zu präsentieren.

Nahrungsmittel und Getränke stehen in fünf Hallen (A1, B1 bis B4) im Mittelpunkt. Aus dem Foodbereich stellen sowohl die Großen der Branche aus als auch kleinere Unternehmen. Die Bandbreite reicht vom kompletten Menü für die Gemeinschaftsverpflegung (GV) über neue Snacks für die Trend-Gastronomie bis hin zu Eis und essbaren Blüten.

Hersteller alkoholfreier Getränke und Mineralbrunnen präsentieren ihre neuen Getränke-Kreationen für alle Bereiche der Gastronomie vom klassischen Restaurant bis zur Szene-Disco. Hinzu kommen regionale Brauereien und Anbieter von Bier-Spezialitäten. Sogar Coca Cola, das 2012 bundesweit auf keiner Fachmesse ausstellt, zeigt auf der INTERNORGA mit einer Business Lounge Flagge. Großen Raum auf der Fachmesse in der Kaffeehochburg Hamburg nimmt das Boom-Segment Kaffee inklusive der dazugehörigen Technik ein.

Ebenfalls stark vertreten ist der Bereich Einrichtung und Ausstattung von Hotels und Gaststätten auf mehr als 16.000 Quadratmetern in den Hallen B5 und B7 mit renommierten Objekteinrichtern, Möbelherstellern und führenden Porzellanern. An Bäckereien und Konditoreien jeder Betriebsgröße richtet sich das Angebot in den Hallen B6 und B6.1. Soft- und Hardware für Gastronomie und Hotellerie in den Hallen B2 Obergeschoss und B3 Erdgeschoss rundet das Portfolio der INTERNORGA ab.

Als Premium-Plattform der Branche gibt die INTERNORGA dem Außer-Haus-Markt wichtige Impulse, reagiert schnell auf Veränderungen und beschreitet dabei auch neue Wege. Beispiele dafür sind die Newcomers‘ Area mit Unternehmen, die sich neu in Richtung Außer-Haus-Markt orientieren, der INTERNORGA Zukunftspreis für nachhaltige Produkte und Unternehmensführung sowie das INTERNORGA-Forum Schulcatering, das sich 2012 zum zweiten Mal mit diesem schnell wachsenden GV-Segment beschäftigt.

Katalogsprache entschlüsseln

Katalogsprache – schwere Sprache: Allzu oft versprechen Kataloge das Blaue vom Himmel. Mit geschickten Worten wird freundlich beschrieben, was den Gast erwartet. Da wird aus dem ärmlich ausgestatteten Raum schnell ein „zweckmäßig eingerichtetes Zimmer“. Deshalb vorher Hotel und seine Lage prüfen: HolidayCheck.de zeigt die gängigsten Formulierungen in Katalogen und was sie in Wirklichkeit bedeuteten.

„Kurze Transferzeit“
Wer will das nicht? Nach langer Flugzeit zack aus dem Flieger und rein in den Pool. Doch Vorsicht bei der Hotelsuche! Bei kurzer Transferzeit ist der Flughafen nicht weit entfernt. Da gibt’s unerwünschte Beobachter aus der Luft und dröhnende Turbinen statt Beach-Musik.

„Hotel zentral gelegen“
Ideal für Sightseeing oder Shopping-Glück sind kurze Wege. Zu Fuß ab ins Zentrum – das ist generell nicht schlecht. Doch Achtung Falle: Überfüllte und lärmende Hauptverkehrsstraßen können bei dieser Beschreibung dazu gehören.

„Landestypische Bauweise“
Nette Umschreibung für: „Sorry, hier wurden keine Bauvorschriften eingehalten.“ Also nicht unbedingt pittoreske Häuschen oder mediterrane Cafés erwarten. Eher lieblos zusammengezimmerte Bauwerke stehen hier herum.

„Aufstrebender Ferienort“
Klingt gut… ist es aber nicht. Bagger, Kräne und braches Land zieren die Landschaft wo in naher oder ferner Zukunft ein Ferienparadies entstehen soll. Am besten ein bisschen Zeit verstreichen lassen und im nächsten Jahr besuchen.

„Verkehrsgünstige Lage“
Donnernde 12-Tonner in einer Autobahnschleife ums Hotel? Lieber nicht! Deshalb vor dem Buchen bei HolidayCheck.de die Hotellage mit dem Direktlink zu Google Earth kinderleicht checken und auf Nummer sicher gehen. Auf Lärm und Gestank kann dankend verzichtet werden.

„Zimmer zur Meerseite“
Türkisfarbenes Meer und glitzernde Lichtspiele auf den Wellen – ein Ausblick zum Verlieben. Doch aufgepasst beim Hotelstöbern: Zimmer zur Meerseite offenbaren nicht immer den gewünschten Blick. Häuser, Straßen oder sogar Kilometer können die Sicht erschweren.

„Zweckmäßige Einrichtung“
Bett, Schrank, Stuhl – sonst nichts. Eine Schuhschachtel große Kammer ohne jeglichen Schnickschnack. Damit muss hier gerechnet werden. Komfort und Geschmack bleiben auf der Strecke. Der Zweck ist immerhin erfüllt: Ein Dach über dem Kopf und ein Plätzchen zum Schlafen.

„Kontinentales Frühstück“
Üppige Wurst- und Käseplatten dürfen hier nicht erwartet werden. Wer Brot, Butter, Marmelade, Ei und Kaffee bekommt, kann sich noch glücklich schätzen. Je nach Land finden auch Zuckerkuchen und Cola den Weg auf den Frühstückstisch.

„Unaufdringlicher Service“
Ungestört im Urlaub ohne nervtötende Dauerbemutterung vom Personal – ausgezeichnet! Doch so schön wie es sich anhört ist es nicht: Unaufgeräumte Tische, ungemachte Betten, dreckige Handtücher … Personalmangel trifft es besser. Wer nicht da ist, kann auch nicht aufdringlich werden.

„Naturbelassener Strand“
Natur pur am Strand. Die ideale Idylle für Groß und Klein – unberührter Sand, kleine Steine und viele Muscheln. Doch weit gefehlt. Die Traumvorstellung kann schnell zum Alptraum werden. Hier findet man höchstens Reifen und leere Flaschen, aber sicher keine Strandromantik.

Nano-Lebensmittel müssen künftig gekennzeichnet werden

Beschluss des EU-Parlaments zur Kennzeichnung von Nano-Lebensmitteln ist ein Anfang. Aigner und Röttgen müssen Nano-Datenbank einrichten

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßte die heute vom EU-Parlament verabschiedete Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel, die Nano-Materialien enthalten. „Wenn ab Herbst 2014 auf Verpackungen die Bezeichnung `nano` steht, können Verbraucher endlich selbst entscheiden, ob sie Lebensmittel, die Nano-Teilchen enthalten, kaufen wollen oder nicht“, sagte Jurek Vengels, Nano-Experte des BUND. „Das EU-Parlament hat erneut einen wichtigen Schritt hin zu mehr Transparenz und Verbraucherschutz im Lebensmittelbereich getan“, so Vengels.

Nano-Materialien werden als Rieselhilfen in Lebensmitteln wie Salz oder Brühe oder zur Verkapselung von Wirkstoffen in Konservierungsmitteln, Farbstoffen und Vitaminen verwendet. Um die Haltbarkeit von Lebensmitteln zu verlängern, werden winzige Nano-Partikel auch als UV-Filter in Verpackungsmaterialien und für antibakteriell wirkende Beschichtungen eingesetzt. Bekannt ist, dass Nano-Materialien im Vergleich zu größeren Partikeln oftmals veränderte Eigenschaften aufweisen. Mögliche Risiken bei Aufnahme der winzigen Teilchen über den Magen-Darm-Trakt sind bisher jedoch kaum erforscht.

Nach Kosmetika sind Lebensmittel die zweite Produktgruppe, bei der künftig gekennzeichnet werden muss, ob sie Nano-Materialien enthalten. „In vielen anderen Produkten wie Reinigungsmitteln, Baumaterialien oder Kleidung können Nano-Materialien jedoch weiterhin eingesetzt werden, ohne dass der Verbraucher es weiß“, kritisierte Vengels.

Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner und Umweltminister Norbert Röttgen müssten die Einrichtung einer öffentlich zugänglichen Datenbank veranlassen, die sichtbar mache, in welchen Produkten Nano-Materialien enthalten seien. Röttgen habe sich zwar für ein solches Register ausgesprochen, passiert sei bisher jedoch nichts. In Frankreich und Belgien werde die Einrichtung eines solchen Nano-Registers bereits diskutiert.

Eine vom BUND im Internet unter www.bund.net/nanodatenbank eingerichtete Nano-Datenbank informiert über Nano-Partikel in über 600 Produkten.