Dem Deutschen Wald geht es immer besser

Bestwerte bei Kiefern – Buchen erholen sich – Raupen belasten Eichen

Der Zustand des Waldes in Deutschland hat sich 2012 im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Das geht aus den Ergebnissen der jüngsten Waldzustandserhebung hervor, die das Bundeslandwirtschaftsministerium am Montag in Berlin veröffentlicht hat. Erholt haben sich vor allem die Buchen. Der Kiefer geht es so gut wie noch nie seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1984. Eichen weisen hingegen schon seit rund zehn Jahren einen schlechten Kronenzustand auf. Dieser Trend setzt sich aufgrund eines hohen Befalls von Raupen und der Pilzkrankheit Mehltau fort. Insgesamt haben 39 Prozent der Waldfläche keine Schäden an den Baumkronen, zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. 36 Prozent der Bäume weisen leichte Schäden auf (2011: 35 Prozent). Der Anteil der Bäume mit deutlichen Kronenverlichtungen ist von 28 Prozent im Jahr 2011 auf nun 25 Prozent gesunken. Im Durchschnitt hat sich die Kronenverlichtung von 20,4 auf 19,2 Prozent vermindert.

Rund ein Drittel der Landesfläche in Deutschland besteht aus Wald (11,1 Millionen Hektar). Die häufigsten Baumarten sind hierzulande die Nadelbäume Fichte (28 Prozent) und Kiefer (24 Prozent), gefolgt von den Laubbäumen Buche (15 Prozent) und Eiche (10 Prozent). Alle vier Baumarten nehmen zusammen rund drei Viertel der Waldfläche ein. Als Indikator für den Zustand des Waldes dient den Förstern die Bewertung der Baumkrone. Die Abweichung von einem voll benadelten bzw. voll belaubten gesunden Baum der jeweiligen Art (Kronenverlichtung) wird in mehreren Stufen ermittelt. Die Schadstufen 2, 3 und 4 werden der Kategorie „deutliche Kronenverlichtungen“ zugeordnet. Das entspricht einer Kronenverlichtung von mehr als 25 Prozent. Schadstufe 1 mit Kronenverlichtungen zwischen 11 und 25 Prozent gilt als Warnstufe. Schadstufe 0 umfasst alle Bäume mit bis zu zehn Prozent Kronenverlichtung. Die mittlere Kronenverlichtung ist der Mittelwert aller untersuchten Bäume.

Bei den in Deutschland am häufigsten vorkommenden Baumarten ergaben sich im Einzelnen folgende Entwicklungen:

· Bei der Fichte beträgt der Anteil der deutlichen Kronenverlichtungen unverändert 27 Prozent. Auf die Schadstufe 0 entfallen 38 Prozent, gegenüber 40 Prozent im Vorjahr.

· Bei der Kiefer beträgt der Anteil der deutlichen Kronenverlichtungen nur noch elf Prozent, 50 Prozent der Bäume wiesen gar keine Kronenverlichtung auf. Die mittlere Kronenverlichtung der Kiefer ist mit 14,5 Prozent so gering wie noch nie seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1984. Das ist nicht zuletzt der konsequenten Überwachung und den bei Bedarf ergriffenen Forstschutzmaßnahmen zu verdanken.

· Der Zustand der Buchen hat sich stark verbessert. Der Anteil der deutlichen Kronenverlichtung ist von 57 auf 38 Prozent gesunken, der Anteil der Bäume ohne Schaden ist von zwölf auf 22 Prozent gestiegen. Die hohe Verlichtung des Jahres 2011 war unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Bäume viele Bucheckern gebildet hatten. Dieser natürliche Vorgang der Fortpflanzung bedeutet für die Bäume einen Kraftakt, der sich in einer entsprechend schlechteren Belaubung niederschlägt. 2012 haben die Bäume fast gar keine Bucheckern getragen und konnten sich daher erholen. Der Kronenzustand ist jedoch noch immer schlechter als vor 2004. Damals gab es ebenfalls viele Bucheckern, und die Bäume litten an den Folgen des Extremsommers 2003.

· Bei der Eiche ist der Anteil der deutlichen Kronenverlichtung von 41 auf 50 Prozent angestiegen. Nur noch 17 Prozent weisen keine Schäden auf. Der Zustand der Baumart geht vor allem auf Schäden durch Insekten zurück, da die Raupen verschiedener Schmetterlingsarten im Frühling die jungen Blätter fressen. Besonders bedeutend sind der Grüne Eichenwickler sowie der kleine und der große Frostspanner. Diese Raupen können ganze Eichenwälder kahl fressen. Zunehmend kommt es auch zu Schäden durch den Eichenprozessionsspinner. Von seinen Raupen kann eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit ausgehen, da ihre Brennhaare Hautreizungen und pseudoallergische Reaktionen hervorrufen. Das Bundeslandwirtschaftsministerium setzt sich im Rahmen eines Dialogs mit allen beteiligten Stellen für wirksame fachübergreifende Bekämpfungsstrategien ein. Die Eichen können den durch Raupenfraß verursachten Blattverlust durch Neuaustrieb ausgleichen, der jedoch häufig von der Pilzkrankheit Mehltau befallen wird. Das weiße Pilzgeflecht entzieht den Blättern Nährstoffe; stark befallene Blätter sterben ab. Der wiederholt starke Befall durch Raupen und Mehltau hat viele Eichen geschwächt.

Hintergrund: Waldzustandserhebung

Der Waldzustand wird seit 1984 basierend auf einem systematischen Netz von Stichproben jährlich in den Monaten Juli und August von den Ländern erhoben. Als Indikator für den Waldzustand dient der Kronenzustand. Die erhobenen Daten werden von den Ländern an das Institut für Waldökosysteme des Thünen-Instituts übermittelt und dort im Auftrag des BMELV ausgewertet. Durch die regelmäßigen Stichprobenerhebungen können Veränderungen des Kronenzustands erkannt und Risiken bewertet werden. Die Informationen sind eine wichtige Grundlage für forst- und umweltpolitische Entscheidungen zum Schutz des Waldes.

Weitere Informationen sowie die Ergebnisse der einzelnen Bundesländer erhalten Sie im Internet unter www.bmelv.de/waldzustand2012

Fit for Food

Fit for Food

Gesundheitsförderung an der Förderschule Unter den Eichen in Mellendorf

Kinder und Eltern gemeinsam für gesunde und bewusste Ernährung sensibilisieren – das ist der besondere Ansatz des Projekts „Fit for Food“ des Teams Jugendarbeit der Region Hannover. Unter Anleitung einer Ökotrophologin lernen an der Förderschule Unter den Eichen mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung in Wedemark-Mellendorf vier Schüler mit ihren Eltern die Zubereitung gesunder Speisen in Theorie und Praxis.

„Wir wollen aufzeigen, dass es gar nicht mal schwierig ist, eine gesunde Mahlzeit zu kochen, die zudem nicht mal teurer sein muss als ein übliches Mittagessen“, sagt Matthias Nack vom Team Jugendarbeit der Region Hannover. An vier Vormittagen üben Eltern und Kinder gemeinsam die Zubereitung von Speisen, schulen Sinneseindrücke und Geschmacksempfinden, erfahren grundlegende Kenntnisse über Nahrungsmittel. Zum Abschluss erhalten alle ein Zertifikat über ihre Teilnahme am Pilot-Projekt.

„Durch seine Nachhaltigkeit ergänzt das Projekt unser vielfältiges Angebot zur Gesundheitsförderung der Schülerinnen und Schüler ideal“, sagt die Leiterin der Schule Unter den Eichen, Maike Rohde. „Der Lerneffekt bleibt nicht auf die Klassenräume beschränkt, sondern durch die Einbeziehung der Eltern nehmen sie auch Anregungen für den Speiseplan zu Hause mit“, so Maike Rohde.

Im Dezember findet die letzte der vier Einheiten statt – anschließend soll das Projekt von Lehrern und Eltern in der Schule weiter getragen werden. Schulen aus der Wedemark, die sich dafür interessieren, bei „Fit for Food“ mitzumachen, wenden sich an Matthias Nack vom Team Jugendarbeit der Region Hannover, Telefon +49 (5130) 3766-333.

Urlaub in Schweden

Urlaub in Schweden

Indianer-Romantik in Südschweden

Urlaub in unberührter Natur auf dem Herrenhof Vartorp
Dort wo die Hochebene von Småland in das südschwedische Hochland übergeht, liegt – umgeben von einigen tausend Morgen Ackerland – das Gut Vartorp. Mit Mühle und Sägewerk, angetrieben von der Strömung der Mörrumsån, blickt der ehemalige Herrenhof auf eine bewegte Geschichte zurück.

Gemütliche Tipis im Wald
Heute lädt das Anwesen Gäste zu einzigartigen Ferien ein. Wer ursprüngliche Natur hautnah erleben möchte, ohne gleichzeitig auf den notwendigen Komfort zu verzichten, ist hier gerade richtig. Im großen Naturpark, direkt am See, wohnen die Gäste in echten Indianerzelten.
Dabei dient eines der traditionell aus Stangen und Tuch gebauten Tipis als Wohnraum, in dem über der Glut eines speziellen finnischen Grills Kaffee gekocht oder das Essen zubereitet wird. Hier befinden sich auch Spüle, Tisch, Sitzbänke und die nötigen Küchenutensilien. Ein zweites Tipi ist mit einer Schlafkabine mit Fußboden, Mückennetz, Betten mit dicken Karimat-Matratzen und Verwahrungsmöglichkeiten für das Gepäck ausgestattet. Zu jedem der großzügigen Wohnplätze gehören Gartenmöbel, ein eigenes Kanu mit Rettungswesten sowie ein Wagen für den Transport von Holz oder Koffern. Der flache Badesee und die wunderschöne Natur Smålands liegen genau vor der Tür.

Wohnen im alten Kornspeicher
Wem das Zelt zu naturverbunden ist, entscheidet sich für ein Zimmer im schön restaurierten Kornspeicher. Die gemütliche Pension mit sieben Zimmern (alle mit eigenem WC) liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zur gerade renovierten Mühle, die übrigens über das größte Wasserrad von Småland verfügt. Von der Veranda blickt man – durch die uralten Eichen – direkt auf den See. Die Gäste wählen zwischen Bed & Breakfeast oder versorgen sich selbst in der Küche des Haupthauses, wo sich auch das Esszimmer, der Aufenthaltsraum, Waschküche und Duschräume befinden.

Bed & Box
Wer mit dem eigenen Pferd auf Reisen geht, findet auf Gut Vartorp eine Box im Stall und kann das Pfaddoch kostenlos benutzen. Auf den Reiter wartet ein gemachtes Bett und ein leckeres Frühstück, so lässt sich die Gegend auf ruhigen Waldwegen hoch zu Ross ausgeruht und gut gestärkt erkunden.

Weitere Informationen:
Reiner & Linda Jensen
Vartorps gård
36040 Rottne
Tel: + 46 470 96 744

www.smaaland.se/defaultty.asp

Restaurant-Kritik Brandenburg

Bernd Matthies besuchte das Landhaus „Alte Eichen“ in Bad Saarow und die „Alte Schule“ in Reichenwalde – die „Alte Schule“ ist auch für Berliner den Weg wert

Matthies sieht bei den alten Eichen nur einen Vorteil: „Der Blick über den Scharmützelsee ist einfach hinreißend. Wenn Sie also in der Gegend unterwegs sind, Hunger haben und für relativ wenig Geld an einem schönen Ort pausieren wollen, dann ist das schon okay. Mehr aber auch nicht.“

Lecker war es in der „Alten Schule: „Der französische Akzent ist geschwunden und hat einer modernen Regionalküche Platz gemacht, die sich erfreulich vom Allerlei der Konkurrenz abhebt. Keine öden Dekorationen, keine Aufwärmorgien, sondern sachlich-saubere Sachen, vom Salat über Kalbsschnitzel mit Kartoffel-Gurken-Salat bis zu komplizierteren Zubereitungen.“

Die gesamte Restaurantkritik lesen Sie im Tagesspiegel:
www.tagesspiegel.de/sonntag/archiv/03.06.2007/3299563.asp

Die Restaurants:
www.landhaus-alte-eichen.de
www.restaurant-alteschule.de

Die besten Restaurants in Brandenburg kennt die HAIKU Liste, die die 200 besten Restaurants Deutschlands nach Bundesländern sortiert:
www.haiku-liste.de

Kalifornien – Indian Summer in geheimer Mission

Dass das bunte Herbstlaub ein
Besuchermagnet ist, wird Ihnen jeder Neuengländer bestätigen. In den letzten
Jahren haben Urlauber auch den Golden State für sich entdeckt. „Bei kühleren
Temperaturen und auf abgelegenen Wegen und malerischen Landstraßen erlebt
man die prächtigen Farben des Herbstes besonders schön“, sagt Caroline
Beteta, Executive Director der California Travel and Tourism Commission
(CTTC). „Viele dieser Strecken und Plätze sind, zumindest bis jetzt, nur den
Einheimischen bekannt und noch richtige Geheimtipps.“

In Kalifornien steht das Plumas County in der Region Shasta Cascade als Synonym für den Indian Summer. Inmitten von zerklüftetem und hügeligem
Gelände sieht man hier einige der atemberaubendsten Farbenspiele. Auch wenn
viele der bekannteren Wanderwege und Routen in der Broschüre Fall Colors of
Plumas County zusammengefasst sind, so zieht es einen Teil der Einheimischen
immer wieder auf die malerische Autoroute Volcanic Legacy Scenic Byway.
Östlich des Lake Almanor und westlich von Susanville am Highway 36 liegt der
Biz Johnson Rail Trail. Dieser Weg ist perfekt zum Wandern oder Radfahren
und erlaubt einen weiten Blick auf die herrlich Gelb und Gold gefärbten
Blätter der Espen. Wer die Farbe Rot bevorzugt, sollte den Highway 299
entlang fahren, um die heimischen Färber- und Zweifarbigen Eichen zu
bewundern. Im Naturschutzgebiet National Klamath Refuge lässt sich
„Herbstlaubgucken“ wunderbar mit Vogelbeobachtungen kombinieren. Jedes Jahr
im Oktober und November ziehen circa zwei Millionen Enten und Gänse durch
das Talbecken, das vom Rot und Orange der Salbeibüsche, Salzkraut- und
Rosengewächse umgeben ist. In diesem Jahr machen vom Landkreis aufgestellte
Schilder „Plumas County Leaf Peeper“ Verkehrsteilnehmer darauf aufmerksam,
dass entlang der Strecke mit parkenden Autos zu rechnen ist.

In der Inland Empire Region sind die Bergpanoramen am Big Bear Lake mit
Goldeichen, Espen und Pappeln gesprenkelt. Zu den besten Aussichtspunkten
zählen Mill Creek Road, Pine Knot Trail und Castle Rock Trail.

Man hört, dass sich die Einwohner St. Helenas, Teil der San Francisco Bay
Area Region, mit dem Rad auf die Nebenstraßen von Highway 128 (in der Nähe
des Lake Hennessey) begeben, um die strahlenden Herbstfarben zu bewundern.
Einige zieht es auch aufs Wasser, denn hier sind Segelboote und Kanus
erlaubt. Wer in Sachen Wein unterwegs ist, wird sich im Napa Valley auf die
Straße zwischen Chiles und Pope Valley freuen, wo einige der ältesten Eichen
stehen. In Calistoga zeigt sich die Herbststimmung von ihrer schönsten
Seite während einer morgendlichen Ballonfahrt über die Weinberge hinweg.

In der Region San Diego County dreht sich nicht alles um die perfekte Welle.
Das historische Minenstädtchen Julian in den Cuyamaca Mountains zeigt sich
auf 1.300 Metern Höhe im farbenfrohen Herbstgewand. Besucher, deren
Geschmackssinn ausgeprägter ist als der visuelle, freuen sich vielleicht
über hausgemachten Apfelkuchen und Apfelwein während der jährlich
stattfinden-den Annual Julian Fall Apple Harvest (15. September bis 15.
November). Sogar Geschäftsreisende können während eines kurzen Spaziergangs
in San Diegos Balboa Park in Herbststimmung geraten – die gut 15 Meter hohen
Chinesischen Flammenbäume mit ihren rötlichen Samenkapseln sind kaum zu
übersehen. Beim Annual Garden Festival im San Diego Wild Animal Park, das
dieses Jahr am 29. und 30. Oktober stattfindet, dreht sich alles um
„Grünzeug“. Besondere Pflanzensamen, botanische Führungen und
Gartenexperten warten auf die Besucher.

Von Gilroy aus, Teil der Region Central Coast, fährt man in östlicher
Richtung auf die Redwood Retreat Road (abseits von Highway 152), um die
malerische Route per Pferd oder Cross-Maschine zu entdecken. Der Bonfante
Gardens Family Theme Park in Gilroy ist Ausgangspunkt für das Bonfante
Harvest Ride; dieser besteht aus drei alternativen Radrennen über 100
Mei-len, 100 oder 50 Kilometer und findet dieses Jahr am 21. Oktober statt.

Die Herbstfärbung in der Wüstenregion ist etwas Ungewöhnliches. Und
eigentlich handelt es sich hierbei auch eher um ein Rasen-Phänomen. In Palm
Springs, Teil der Desert Region, fällt das Hundszahngras im Herbst in einen
frühen Winterschlaf und das Weidelgras übernimmt seinen Platz. Dies
geschieht meist Ende September, Anfang Oktober, wenn die Golfplätze ihr
jähr-liches Ritual, bekannt als „Skalpieren der Rasen“ vollziehen. Der Rasen
wird zunächst komplett abgemäht. Nach einigen Tagen Wasserentzug, dem Sähen
von Weidelgras-Samen und der Wiederaufnahme der Wässerung wächst neues Gras,
das die Golfplätze von Palm Springs in frischem, satten Grün erstrahlen
lässt.

Herbstlaub heißt in der Region Central Valley eigentlich nur eines:
Zitrusfrüchte, insbesondere Orangen. Jedes Jahr im Herbst öffnet in Fresno
der Wanderweg und Lehrpfad Fresno County Citrus and Fall Foliage Trail, auf
dem Besucher landwirtschaftlichen Überfluss, abwechslungsreiches
Blätterwerk und üppige Orangenhaine sehen.

Auch wenn der Sommer die eigentliche Hochsaison in der Region High Sierra
ist, so bringt sie der Herbst erst richtig zum Strahlen. In Mammoth Lakes
beginnt die Blattfärbung Mitte September. Zu den beliebten Plätzen gehören
Rainbow Falls wegen der Espen und das Gebiet um Red Meadows. Ebenfalls
lohnenswert ist die Strecke entlang des Highway 395 durch Bishop. Im
regio-nalen Führer Eastern High Sierra Fall Color Guide sind die
beliebtesten „Schauplätze“ beschrieben. Im Yosemite Park bilden das Gold,
Rot und Orange der Espen, großblättrige Ahornbäume und Färbereichen einen
starken Kontrast zum Grau des Granits. Die Tenaya Lodge bietet im Herbst 50
Pro-zent niedrigere Preise als im Sommer. In Truckee verbinden sich
Herbstfärbung und Geschichte bei der Donner Party Hike; dieses Jahr ist die
Wanderung für den 07./08. Oktober geplant. Viele Einwohner zieht es mit dem
Mountainbike auf einspurige Trails, um die spektakulären Farben ohne
Gegenverkehr bewundern zu können. Die Tahoe Adventure Company mit Sitz in
Tahoe City nimmt Besucher mit auf einige der entlegensten Trails der Region.

Auch Los Angeles ist nicht komplett immun gegen den Wechsel der
Jahreszeiten. Der Urban Garden, gelegen auf dem Gelände der von Frank Gehry
entworfenen Walt Disney Concert Hall, bietet 45 Laubbäume. Die 4.000
Quadratmeter große Gartenanlage in der Los Angeles County Region beherbergt
Chinesische Pistazien, Stauden, sowie einen 15 Tonnen schweren,
rosenförmigen Delfter Brunnen. Ein angelegter Weg führt die Besucher durch
die bunte Blatt- und Blütenwelt.

In Sonoma, Teil der North Coast Region, kann man die farbenprächtige Natur
während ausgedehnter Radtouren erleben. Jedes Jahr im Herbst bietet die The
Lodge at Sonoma ein „Sip, Cycle and Savor“-Paket an, das Gäste dazu einlädt,
gemütlich zu Weingütern zu radeln oder mit dem Mountainbike das hügelige
Gelände zu inspizieren. So oder so dürfen sich die Gäste nach Rückkehr ins
Hotel auf Anwendungen im Spa und auf köstliche Menüs freuen.

In der Gold Country Region schlagen viele motorisierte Besucher ihre Zelte
in den historischen Goldrauschstädten Grass Valley und Nevada City auf. Von
hier aus geht es in die farbenfrohen Wälder entlang der Ausläufer der Sierra
Nevada, so z.B. auf dem 160 Meilen zählenden Yuba-Donner Scenic Byway, einer
kurvenreiche Route, welche die Highways 49 und 89, die Interstate 80 und
Highway 20 umfasst. Im Calaveras County erleben Wanderer, Rad- und
Autofahrer gleichermaßen die Farbenpracht der Eichen und Espen entlang des
Korridors von Highway 4. Mit seinen mehr als 1.000 Quadratkilometern bietet
der Stanislaus National Forrest Eichen, Immergrün und Espenhaine. Das
Städtchen Placerville macht es dem Besucher ebenfalls leicht, die Schönheit
des Herbstes zu genießen, denn an jedem Wochenende verkehrt der Apple Hill
Shuttle.

In der Orange County Region fallen zwar keine Blätter, dafür aber die
Preise. Herbst in Südkalifornien bedeutet Sonderangebote und Rabatte.
Darüber hinaus gibt es einige einzigartige Veranstaltungen, darunter das
Tall Ships Festival in Dana Point, das am 09. und 10. September
stattfindet.

www.msi-germany.de

Cognac – Faß

Die Herstellung eines Cognacfasses erfolgt nach traditionellen Techniken, die ein hohes Maß an handwerklicher Perfektion voraussetzen. Von der Wahl des Holzes bis zum Zusammenfügen der Fassdauben bleibt nichts dem Zufall überlassen. Während der langjährigen Lagerung sollen Destillat und Fass mit dem Ziel höchster Produktqualität wechselseitig ihr Bestes geben.

Zum Cognac wird der noch farblose Brand unter anderem jedoch erst durch die Lagerung in Fässern aus Eichenholz. Dieses Holz ist besonders durchlässig für Alkoholdünste – und stammt natürlich aus Frankreich. Erwiesenermaßen hinterlässt amerikanisches Eichenholz für feinen Hennessy Cognac einen zu bitteren Nachgeschmack, während deutsche, österreichische oder russische Eichen ihre Tannine nicht intensiv genug an das Destillat, auch Eau de Vie genannt, abgeben.

Hennessy bezieht sein Holz zur Herstellung der Fässer aus eigenen Eichenwäldern, die im siebzehnten Jahrhundert noch zum Schiffsbau angelegt wurden. Heute besitzt Hennessy knapp 500 Hektar Waldfläche. Dank liebevoller Pflege erfüllen unsere bis zu 120 Jahre alten Eichen die besten Voraussetzungen für ein gutes Cognac-Fass. Nach dem Fällen wird das Holz mindestens drei Jahre an der frischen Luft getrocknet, damit die starken Tannine entweichen können.

Die Herstellung der Fässer erfordert ausgeprägte handwerkliche Geschicklichkeit. Von Generation zu Generation geben die Fassmacher diese Kunst weiter. Dabei verwenden sie fast ausnahmslos traditionelle Werkzeuge. Nach der langen Lagerzeit werden die einzelnen Hölzer, auch Rohdauben genannt, mit einem Eisenreifen zusammengefügt. Dieser Vorgang findet über einem Feuer aus Spänen und Holzstücken statt, wird „Toasting“ genannt und ist für das spätere Aroma des Cognacs mit verantwortlich. Durch die Hitze werden die Dauben geschmeidig, sie nähern sich aneinander an und lassen sich schließlich zu einem Fass zusammen setzen. Während des gesamten Vorgangs werden weder Leim noch Nägel verwendet. Schließlich wird das Fass mit kochendem Wasser auf seine Strapazierfähigkeit geprüft und unter Umständen vom Fassmacher signiert.

Im Reifungsprozess geben der ständige Austausch zwischen Destillat, Eau de Vie, Fassholz und Luft dem Cognac sein unverkennbares Aussehen und seinen einzigartigen Geschmack. Aufgrund des ständigen Kontakts mit der Luft entzieht er dem Holz bestimmte Stoffe, die ihm seine goldgelbe Farbe und das unvergleichliche Bouquet verleihen. Gleichzeitig verliert der Cognac nach und nach an Alkoholgehalt und Volumen. Jährlich verdunsten so umgerechnet 20 Millionen Flaschen Cognac. Man nennt diesen Verlust „Anteil der Engel“ – ein Tribut, den Hennessy für höchste Qualität gerne in Kauf nimmt.

Bei Hennessy wird der Cognac in 40 Lagerhäusern präzise und mit viel Gefühl zur Reife geführt. Verschiedene Eaux de Vie müssen mit ausgewählten Fässern und den Eigenarten der Lagerstätten abgestimmt werden. Beim Fass wird unter anderem das Alter berücksichtigt, der Lagerort bringt beispielsweise seine charakteristische Luftfeuchtigkeit mit ein.

Jede Fassreihe wird mindestens einmal jährlich geprüft. Ist der Reifeprozess abgeschlossen, erfolgt das wahre Kunststück: die Vermählung …

Quelle: Hennessy
www.hennessy-cognac.de/index.asp?referer=1&page=newsletter/newsletter05/landing_03.htm