Ungesund?Light, Zero & Co. fördern Diabetes

Frauen, die viel Phosphor aufnahmen, erkrankten häufiger an Typ-2-Diabetes, wie ein Forscherteam aus Frankreich in ihrer Studie aufdeckte. Kritisch sind deshalb Lebensmittel, denen viel künstliches Phosphat zu gesetzt wird, wie beispielsweise Soft-Drinks.

In den Referenzwerten für die Nährstoffzufuhr von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) wird die empfohlene Zufuhr von Phosphor bei erwachsenen Männern und Frauen auf 700 mg/Tag festgelegt. Phosphor findet sich natürlicherweise in zahlreichen Lebensmitteln, darunter Milchprodukte, Vollkornprodukte und Nüsse. Allerdings wird Phosphor auch von der Lebensmittelindustrie als Zusatzstoff genutzt und findet sich vor allem in Soft-Getränken wie Cola und Co., in Brühwürsten oder auch Schmelzkäse. In den letzten Jahren zeichnet sich eine vermehrte Zufuhr von Phosphor mit der Nahrung ab.

Zu viel ist nicht gesund

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Keine süsse Brause für Kinder!

Kinder vor Zuckerbomben-Drinks schützen – Kinderärzte und Ernährungsexperten begrüßen Softdrink-Abgabe in Großbritannien und fordern auch in Deutschland effektivere Maßnahmen gegen Übergewicht.

Würden Sie Ihrem Kind täglich zwei Handvoll Gummibärchen geben? Besser nicht. Aber so viel Zucker, wie darin enthalten ist, nehmen 11- bis 17-Jährige in Deutschland durchschnittlich täglich durch Softdrinks auf. Großbritannien unternimmt nun etwas gegen die flüssigen Kalorienbomben: Ab dem 6. April 2018 wird dort auf Softdrinks eine Herstellerabgabe erhoben. Die Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) fordert eine ähnliche Maßnahme auch für Deutschland, um den hohen Softdrink-Konsum zu senken. „Wir dürfen nicht weiter zusehen, wie durch überzuckerte Produkte die Gesundheit unserer Kinder gefährdet wird. Und das gilt nicht nur für Softdrinks“, sagt Kinder-und Jugendarzt PD Dr. med. Burkhard Rodeck, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin.

Zucker

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Wie Cola & Co. die Gesundheit schädigen

Von Zahnschäden über Fettleibigkeit bis hin zu Diabetes und Potenzstörungen: Stark zuckerhaltige Getränke wie Cola können zu weit ernsteren Krankheiten führen als häufig angenommen. Darauf hat die Verbraucherorganisation foodwatch aufmerksam gemacht.

„Cola, Fanta und Co. sind keine ’soften‘ Drinks, sondern flüssige Krankmacher“, sagte Oliver Huizinga, Experte für Lebensmittelmarketing bei foodwatch. „Klar, Cola ist nicht gesund – das wird den meisten von uns schon als Kind beigebracht. Aber über das wahre Ausmaß der Gesundheitsgefahren von Zuckergetränken wird zu wenig gesprochen.“

Prof. Dr. med. Thomas Danne, Chefarzt am Kinderkrankenhaus auf der Bult in Hannover und Vorstandsvorsitzender von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe, erklärte: „Jungen im Alter von sechs bis sieben Jahren konsumieren allein durch das Trinken von Limonaden fünf Kilogramm Zucker pro Jahr. Limonade ist Zuckerwasser und man trinkt viele Kalorien, ohne dass sich ein Gefühl von Sattsein einstellt. Limonadenkalorien sind deshalb immer zusätzliche und unnötige, sogar schädliche Kalorien.“

Ein Video, das foodwatch heute unter www.cola-fakten.de veröffentlicht hat, zeigt sechs bittere Fakten über Zuckergetränke:

1) Deutschland ist Europameister im Konsum von Zuckergetränken.
Die Deutschen trinken im europäischen Vergleich am meisten Cola, Fanta und Co. Der Pro-Kopf-Verbrauch von „Erfrischungsgetränken“ hat seit den 1970er Jahren um 150 Prozent zugenommen und belief sich 2014 auf 119,8 Liter pro Jahr. Davon sind etwa 80 Liter zuckergesüßte Getränke wie Limo, Energydrinks oder Fruchtsaftgetränke. Besonders beliebt sind Zuckergetränke bei jungen Männern: Sie trinken im Schnitt drei 200ml-Gläser pro Tag.

2) Zuckergetränke fördern Übergewicht und Fettleibigkeit.
Der regelmäßige Konsum von Zuckergetränken fördert nachweislich Übergewicht sowie Fettleibigkeit. Erwachsene, die täglich Zuckergetränke zu sich nehmen, haben ein 27 Prozent höheres Risiko für Übergewicht oder Fettleibigkeit als Erwachsene, die keine Zuckergetränke trinken. Bei Kindern erhöht schon ein einziges zusätzliches Zuckergetränk am Tag das Risiko für Fettleibigkeit um 60 Prozent.

3) Zuckergetränke fördern Diabetes Typ 2.
Der regelmäßige Verzehr von Zuckergetränken erhöht nicht nur das Risiko für Übergewicht und Fettleibigkeit, sondern auch für die Entstehung von Diabetes Typ 2: Erwachsene, die ein bis zwei Dosen pro Tag trinken, haben ein 26 Prozent höheres Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken als Erwachsene, die selten Zuckergetränke trinken. Aktuell sind in Deutschland mehr als sechs Millionen Menschen von der Krankheit betroffen – das entspricht einer altersbereinigten Steigerung um 24 Prozent seit 1998. Durch Diabetes Typ 2 und Folgekrankheiten entstehen jedes Jahr Gesundheitskosten von schätzungsweise 48 Milliarden Euro.

4) Etwa die Hälfte der Männer mit Diabetes leiden unter Potenzstörung (erektile Dysfunktion).
Eine häufige Folge von Diabetes: Potenzstörungen. Die Krankheit schädigt Nerven und Gefäße und kann so Lustempfinden und Erektionsfähigkeit verringern. Diabetes-Patienten sind deutlich häufiger von erektiler Dysfunktion betroffen als die Allgemeinbevölkerung – zudem tritt die Störung etwa 10 bis 15 Jahre früher auf.

5) Diabetes führt in Deutschland zu etwa 40.000 Amputationen pro Jahr.
Diabetes ist der Hauptgrund für Amputationen. Durch Diabetes wird die Durchblutung und Schmerzwahrnehmung an Beinen und Füßen gestört, was häufig zu Geschwüren und chronischen Wunden führt. Die Folge: Etwa 40.000 Amputationen am Fuß pro Jahr allein in Deutschland – in etwa der Hälfte der Fälle wird der gesamte Fuß oberhalb des Sprunggelenks entfernt.

6) Zuckergetränke schädigen die Zähne.
Auch die Zähne leiden unter dem Konsum von Cola, Fanta, Sprite & Co. Der häufige Verzehr zuckerhaltiger Nahrung und Getränke zwischen den Hauptmahlzeiten ist nach Meinung von Zahnmedizinern einer der Hauptgründe für die Entstehung von Zahnerkrankungen. Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung warnt davor, dass Zucker-Getränke aufgrund der nachgewiesenen „zahnschädigenden Wirkung“ durch Zucker und Säuren „besonders gefährlich für die Zähne“ sind. Diabetiker haben zudem ein dreifach erhöhtes Risiko an Parodontitis, einer Entzündung des Zahnbetts, zu erkranken.

Fußballer kein Vorbild

DFB – Nationalspieler müssen für Produkte werben, die sie selber nicht empfehlen

Die Verbraucherorganisation foodwatch wirft dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) eine Doppelmoral bei seinen Werbeverträgen mit Coca-Cola, Ferrero und McDonald’s zur Fußball Europameisterschaft vor. Weder eigene Spieler noch der Koch der Nationalmannschaft empfehlen den Verzehr jener Produkte, für die das Team Kindermarketing betreiben muss.

Nationalspieler André Schürrle erklärte kürzlich auf einer Pressekonferenz im französischen Évian, es gebe „keine Chips und keine Cola“ für die Mannschaft, sondern „eher gesunde Sachen“. Schürrle ziert ein EM-Werbeplakat von Coca-Cola, dem Weltmarktführer für Zuckergetränke. Der Team-Koch Holger Stromberg machte gegenüber foodwatch deutlich, dass er überwiegend stilles Wasser und Tee serviere – und nur gelegentlich eine „selbst gemachte Limonade“.

„Dem DFB ist der Profit wichtiger als das Gemeinwohl. Die deutschen Nationalspieler müssen für zuckrige Cola werben, obwohl sie selbst von dem Verzehr abraten“, erklärte Oliver Huizinga, foodwatch-Experte für Lebensmittelmarketing.

Der DFB unterhält während der EM 2016 Werbeverträge mit Coca-Cola, Ferrero und McDonald’s. Seit mehreren Wochen druckt Coca-Cola die Gesichter der deutschen Nationalspieler auf ihre Cola-Dosen unter dem Motto: „Hol Dir das Team auf 24 Sammeldosen“. foodwatch kritisierte die Kampagne als verantwortungsloses Kindermarketing für ungesunde Lebensmittel. Der DFB mache sich zum „Diabetes Förder-Bund“. Der Sportverband torpediere die Bemühungen zahlreicher Eltern und Lehrer, Kinder für eine gesunde Ernährung zu begeistern.

Sowohl foodwatch als auch der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) und die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) haben den DFB in der vergangenen Woche aufgefordert, die Werbeverträge mit den Junkfood-Konzernen zu kündigen. Man wisse, dass ein Übermaß an süßen und fettigen Lebensmitteln und Getränken für die Zunahme von Übergewicht bei Kindern verantwortlich sei, erklärte der der Präsident des BVKJ, Thomas Fischbach. Das sei „keine Nachwuchsförderung, sondern Nachwuchsschädigung“. DDG-Präsident Professor Baptist Gallwitz forderte den DFB auf, sein Sponsoring-Konzept zu überdenken, um seiner Vorbildfunktion und gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden.

In einem Schreiben an foodwatch rechtfertigte der DFB die Partnerschaft mit Coca-Cola: Für die Zunahme des Übergewichts bei Kindern sei „nicht die Bevorzugung von süßen oder salzigen Lebensmitteln und Getränken“ verantwortlich, obwohl zahlreiche einschlägige Studien belegen, dass Zuckergetränke Übergewicht, Fettleibigkeit und Diabetes Typ II fördern. Experten sprechen von einer „Adipositas-Epidemie“ – gerade auch wegen des übermäßigen Zucker-Konsums von jungen Menschen. Kinder und Jugendliche zwischen drei und 17 Jahren trinken durchschnittlich mehr als zwei Gläser zuckerhaltige Getränke pro Tag. Unter den 14- bis 17-Jährigen sind es sogar drei bis vier Gläser. Diesen alarmierenden Fakten zum Trotz lässt der DFB seit rund einem Monat die Gesichter der 24 Nationalspieler auf Cola-Dosen drucken. In 24 Dosen stecken insgesamt 280 Zuckerwürfel (oder 840 Gramm Zucker).

www.dfb-aktion.foodwatch.de

Coca-Cola Kaffee

Coca-Cola will künftig seine Aktivitäten mit Kaffee, Tee und Kakao ausbauen: mit einer Doppelstrategie für den Unterwegs-Markt. „Neben allen Kategorien alkoholfreier Getränke spielt das Kaffeegeschäft eine strategische Rolle“, sagt Marketingchef Kussai E-Chichakli auf Anfrage der Lebensmittel Zeitung. Das Unternehmen investiere verstärkt in den Ausbau neuer Segmente – eben auch in Kaffee.

Der im vergangenen Jahr in Berlin in die Funktion des Marketing-Direktors aufgerückte Manager will insbesondere das Automatengeschäft unter der 2010 eingeführten Coke-Marke Chaqwa ausbauen. Nach dem Muster von Berlins Noch-Flughafen Tegel sollen Kalt- und Heißgetränke an frequenzstarken Orten wie Flughäfen, in Stadien oder Einkaufszentren parallel angeboten werden. Die Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG (CCEG) gilt nach Dallmayr, dem „heimlichen Primus“, wie Brancheninsider wissen, als zweitgrößter Automatenbetreiber in Deutschland. Eine wichtige Geschäftssparte, die jedoch zuletzt nicht die Priorität hatte.

Erste richtungsweisende Erfolge gibt es bei Rewe und deren Discountableger Penny, wo Chaqwa seit Jahresbeginn präsent ist. Die Kölner sehen das Angebot von Heißgetränken – wie Lidl oder neuerdings auch Aldi-Süd – auch als Service-Baustein ihrer innerstädtischen Filialen, die von Büroangestellten zum Frühstück oder Mittagssnack besucht werden.

Neben der Selbstbedienung am Automaten soll Chaqwa auch für Bäckereien und die Quick-Service-Gastronomie das Kaffee- und Teeangebot im Bedienservice mit speziellen Vollautomaten verbreitern. Ein Feld, wo sich längst etablierte Hardware-Anbieter wie WMF und Coffema oder Kaffeespezialisten wie Melitta und Lavazza tummeln. Wie schon so oft, setzt die Berliner Organisation auf ihre bekannten Stärken: die Feindistribution und eine über 1.000-Kopf-starke Verkaufsmannschaft, die künftig neben Cola und Bio-Schorlen auch Kaffee verkaufen soll. Zudem, so ist aus Berlin zu hören, sehe man auch Potenzial für die Zusammenarbeit mit dem Getränkefachgroßhandel etwa bei der Marktbearbeitung und der Neukunden-Akquise.

Quelle: www.lebensmittelzeitung.net _______________________________________________

Erfrischungsgetränke

Selten gesundheitlich wertvoll

Die Welt der Erfrischungsgetränke ist bunt, vielfältig und für den Verbraucher nur schwer durchschaubar. Nach den Leitsätzen für Erfrischungsgetränke des Deutschen Lebensmittelbuches können Erfrischungsgetränke außer Wasser und geschmackgebende Zutaten einen ganzen Cocktail an weiteren Zutaten enthalten – von Kohlensäure über Zuckerarten bis zu Aromen und Zusatzstoffen.

Zu den Erfrischungsgetränken gehören zunächst die Fruchtsaftgetränke. Sie bestehen hauptsächlich aus Wasser. Wie viel Fruchtsaft in ihnen steckt, hängt von der Fruchtart ab. Bei Kernobst oder Trauben sind es mindestens 30 Prozent, bei Zitrusfrüchten mindestens 6 Prozent und bei anderen Früchten mindestens 10 Prozent. „Viele Fruchtsaftgetränke enthalten also deutlich mehr Wasser als Fruchtsaft“, erinnert Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler beim aid infodienst. Damit das Getränk dennoch intensiv nach der angegebenen Frucht schmeckt, werden gerne Aromen und Zucker eingesetzt.

Die größte Gruppe unter den Erfrischungsgetränken bilden die Limonaden, auch kohlensäurehaltige Softdrinks genannt. Wenn sie überhaupt Fruchtsaft enthalten, dann muss es nur halb so viel sein wie bei den Fruchtsaftgetränken. Es geht jedoch auch ohne. Zum Beispiel in Cola- und Cola-Mischgetränken sorgen natürliche Extrakte für den Geschmack. „Wer sich eine Limo oder auch eine Brause, einen Sportdrink oder Flavoured Water gönnt, muss wissen: Da stecken so gut wie keine gesundheitlich wertvollen Stoffe drin. Gleichzeitig erhöhen diese Drinks sehr schnell die Energiebilanz des Tages“, warnt Ernährungswissenschaftler Seitz.

Unter allen Erfrischungsgetränken ist die Fruchtschorle die gesündeste Wahl und zugleich der beste Durstlöscher neben Wasser. Sie enthält Fruchtsaft, Trink-, Mineral-, Quell- oder Tafelwasser und Kohlensäure, darf mit natürlichem Aroma angereichert und/oder bei sehr sauren Früchten auch gesüßt werden (zum Beispiel Rhabarberschorle). Auch hier bestimmt die Fruchtart den Fruchtsaft-Anteil. Die Werte orientieren sich an der Fruchtsaftverordnung. So enthält etwa Apfelsaftschorle, seit Jahren der unangefochtene Spitzenreiter im Verkauf, mindestens 50 Prozent Fruchtsaft und durch den Fruchtzucker damit auch recht viel Energie. „Wer seine Schorle selbst mischt, hat das Mischungsverhältnis in der Hand. Empfehlenswert sind ein Teil Saft und drei Teile Wasser“, sagt Harald Seitz.
Eva Neumann, www.aid.de

Zuckerkulör – warum Cola schwarz ist

VKI-Test: E 150 d – Umstrittener Farbstoff in Colagetränken – Strenger Warnwert in Kalifornien, in Europa ohne Beschränkung zugelassen

Die dunkle Farbe von Colagetränken entsteht durch die Beigabe von Zuckerkulör, einem Stoff, der entsteht, wenn Zucker zusammen mit verschiedenen Chemikalien auf 120 bis 150 Grad erhitzt wird. Dabei kann es zu Rückständen einer chemischen Verbindung (4-MEI) kommen, die im Verdacht steht, Krebs zu erregen. Anders als etwa die kalifornische Gesundheitsbehörde, hält die europäische Behörde EFSA die Substanz bisher für gesundheitlich unbedenklich. Dass sie in vielen Produkten zumindest enthalten sein kann, zeigt eine aktuelle Untersuchung des Vereins für Konsumenteninformation (VKI): Neun von 13 geprüften Limonaden müssten in Kalifornien einen Warnhinweis tragen. Den ausführlichen Bericht gibt es in der Maiausgabe der Zeitschrift KONSUMENT.

Abhängig von den eingesetzten Chemikalien unterscheidet man zwischen vier verschiedenen Zuckerkulören, die mit den E-Nummern E 150a bis 150d bezeichnet werden. Unter E 150d versteht man Ammoniumsulfit-Zuckerkulör. Es steckt in vielen Colagetränken aber auch in Balsamico-Essig, Whiskey oder Kräuterbonbons und ist deshalb problematisch, weil es hohe Rückstände von 4-MEI enthalten kann. 4-MEI steht für 4-Methylimidazol – eine Substanz, die in der Natur nicht vorkommt und die seit 2011 aufgrund von Tierversuchen im Verdacht steht, Krebs auszulösen.

Strenger Warnwert in Kalifornien
In Kalifornien existiert aus diesem Grund seit mehreren Jahren ein strenger Warnwert. Produkte, die mehr als 29 Mikrogramm 4-MEI pro Tagesdosis enthalten, müssen einen entsprechenden Hinweis auf dem Etikett führen. In Europa dagegen ist Zuckerkulör – und damit auch 4-MEI – nach wie vor ohne Mengenbeschränkung zugelassen. Definiert wurde lediglich ein ADI-Wert. Dieser gibt an, welche Menge eines Zusatzstoffes bei täglicher Aufnahme als gesundheitlich unbedenklich gilt. Derzeit wären dies laut EFSA 300 mg Zuckerkulör pro Kilogramm Körpergewicht und Tag. Demnach wäre im Extremfall sogar eine tägliche Aufnahme von bis zu 4.500 Mikrogramm 4-MEI bedenkenlos möglich.

Wie viel 4-MEI steckt im Cola?
Orientiert man sich dagegen am kalifornischen Grenzwert, dann ist die maximal zulässige Höchstmenge bei vielen Colagetränken schnell erreicht. Selbst unter Berücksichtigung einer Messunsicherheit von 25 Prozent müssten neun der 13 geprüften Produkte in Kalifornien einen Warnhinweis tragen. Die größten Mengen 4-MEI fanden die Tester in den Limonaden von S-Budget (71 Mikrogramm pro 250 ml), dem koffeinfreien Cola-Kindergetränk Dreh und Trink (66 Mikrogramm pro 250 ml) und Black Jack (64 Mikrogramm pro 250 ml). Nur die Produkte von Pepsi, Spitz, Freeway und Spar dürften ohne Warnhinweis verkauft werden.
„Wer sichergehen möchte, dem raten wir, auf Lebensmittel mit den Farbstoffen E 150c und E 150d möglichst zu verzichten“, resümiert VKI-Ernährungswissenschaftlerin Birgit Beck. „Die Zusatzstoffe müssen in jedem Fall auf der Verpackung angeführt werden. An Stelle der E-Nummern sind dabei manchmal auch die Bezeichnungen Ammonium-Zuckerkulör oder Ammoniumsulfit-Zuckerkulör zu finden.“

SERVICE: Den ausführlichen Testbericht gibt es in der Maiausgabe der VKI- Zeitschrift KONSUMENT und online unter www.konsument.at .

Pizza Facts

Allein in Deutschland werden jährlich rund 1 Milliarde Pizzen verputzt. Erstmals veröffentlicht jetzt Lieferheld, der führende deutsche Online-Service für Lieferessen, eine nationale Pizza-Karte.

Pizza Margherita führt die Hitliste an! Jede vierte Pizza-Bestellung in Deutschland fällt auf den Klassiker (26%) mit Tomate, Mozzarella, und Basilikum. Nur knapp dahinter in der Beliebtheitsskala folgt Pizza Salami (23%), die fruchtige Hawaii belegt den dritten Rang (11%). Ein anderes Bild ergibt sich im Osten Deutschlands: Hier schafft es die sonst so populäre Margherita nicht einmal in die Top3, Salami führt hier vor Schinken.

Das klassische Getränk zum Pizza-Genuss ist die Cola. Überall in Deutschland? Nein, in Bayern ist Bier das beliebteste Bestellgetränk. Die Bayern machen ihrem Ruf noch immer alle Ehre.

Immerhin 37% aller Menschen, die sich eine Pizza ins Haus bestellen, sind weiblich. Getreu dem Motto: „Ich liebe Kochen. Aber bitte nicht heute.“ Bevorzugter Bestelltag ist der Sonntag, an dem 26% aller wöchentlichen Bestellungen eingehen, die populärste Bestellzeit liegt zwischen 18 und 20 Uhr. Bedeutet: Wenn ein männlicher Kunde sonntags um 19 Uhr eine Pizza Margherita ordert, hat er eine echte Muster-Bestellung abgegeben.

Teures Kino

Städtereisen sind in Deutschland gefragt wie nie. Neben Museums- oder Theaterbesuchen gehören Kinobesuche mittlerweile zu den beliebtesten Urlaubsbeschäftigungen. Doch sollten Reisende vorher genau kalkulieren, ob der neueste Blockbuster überhaupt noch ins Budget passt. In einer umfassenden Studie überprüfte das Reisebuchungsportal ab-in-den-urlaub.de die Eintrittspreise von 448 Kinos in 115 Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Im Fokus standen einerseits die Preise am besucherstarken Samstag, andererseits die günstigeren Kinotage.

Die Ergebnisse: Die Eintrittspreise sind in den letzten Jahren so sehr gestiegen, dass ein Besuch im Lichtspielhaus zum reinsten Luxus geworden ist. So kosten Kinotickets für zwei Personen in Deutschland samstags durchschnittlich 14,96 Euro. Am teuersten ist es hier für Pärchen oder zwei Freunde allerdings in Weimar mit 18,20 Euro, während in Chemnitz und Siegen weniger als 12 Euro fällig werden. In der Schweiz werden sogar bis zu durchschnittlich 30,01 Euro fällig. Hinzu kommen allerdings noch weitere Kosten für Popcorn und Co.

So ermittelten die Studienmacher stichprobenartig Preise für eine mittlere Portion Popcorn, eine Flasche Bier (Pils) und 0,5 l Cola. Diese Kombination kostet im Berliner und Saarbrückener „Cinestar“ satte 13,69 Euro (Popcorn: 5,60 Euro, Bier: 4,10 Euro, Cola: 3,99 Euro). Das Münchener „Cinemaxx“ verlangt dafür 12,10 Euro und sein Pendant in Hamburg sogar 12,90 Euro. Samt zwei Kinotickets sind Kinofans in Deutschland so locker 28 Euro und mehr los.

Richtig preisintensiv werden die Kinokarten im deutschen Städtevergleich in München, Darmstadt, Schwerin, Mannheim, Stuttgart und Potsdam mit Preisen von über 16,80 Euro pro Zwei-Personen-Eintritt. Im Vergleich zu diesen überraschten allerdings Städte wie Saarbrücken, Nürnberg, Hamburg, Düsseldorf, Hannover, Erfurt und Leipzig mit Eintrittspreisen unter dem Durchschnitt. Selbst die Hauptstadt Berlin mit durchschnittlich 15,70 Euro pro Zwei-Personen-Kinoticketpreis und die Rheinmetropole Köln mit 15,82 Euro liegen noch im Mittelfeld.

Kinotage mit bis zu 43 Prozent Nachlass unter der Woche
Sparen können Cineasten dagegen an gesonderten Kinotagen mit Preisnachlass – im Schnitt 22 Prozent oder 3,30 Euro in deutschen Städten pro Zwei-Personen-Einlass. Drei Viertel aller Lichtspielhäuser bieten unter der Woche ein günstigeres Ticket für Erwachsene an. Den besten Preis gibt es in Witten mit nur acht Euro für das zweisame Kinoerlebnis (43 Prozent weniger als samstags). Diese Eintrittspreise verstehen sich allerdings ohne Zuschläge. Rechnet man Überlängen- oder 3D-Zulagen mit ein, ergeben sich ganz andere Sphären.

So kosten an deutschen Kinokassen 60 zusätzliche Filmminuten pro Person durchschnittlich 1,20 Euro. Ein 3D-Film schlägt dagegen mit im Schnitt 3,10 Euro zu Buche. Das macht in Weimar saftige 27,20 Euro für das zweisame „Ticket deluxe“. Der Trend in der Preisgestaltung der Kinobetreiber zeigt allerdings deutlich, dass solche Extras immer mehr zum Umsatztreiber in der Kinobranche werden.

Ebenso untersuchten die Studienmacher die Unterschiede zwischen Freien Kinos und Kettenkinos. Während die großen Lichtspielhäuser beim Cineasten-Duo samstags mit über 16 Euro zuschlagen, kostet der Eintritt bei Freien Kinos im Schnitt nur 13,88 Euro. Das umfangreichere Angebot liegt allerdings immer noch bei den großen Kettenbetrieben.

Kinopreise in Österreich und der Schweiz
Wer als Filmfan auch auf Reisen in einem der deutschsprachigen Nachbarländern nicht auf Kino verzichten möchte, sollte seine Urlaubskasse gut füllen. In Österreich werden mit im Schnitt 17,62 Euro pro Zweier-Ticket 18 Prozent mehr als in Deutschland verlangt. Zum puren Luxus wird das Kinoerlebnis für Deutsche und Österreicher dagegen in der Schweiz: 28,93 Euro kostet die Lichtspielhaus-Vorführung im Schnitt für zwei Personen.

Quelle: Ab in den Urlaub www.gourmet-report.de/goto/ab-in-den-urlaub

Kochvergnügen

Jeder zweite Deutsche schwärmt von den Mahlzeiten seiner Kindheit

Gemeinsam essen macht lebensfroh – und nicht nur das: Die Erinnerungen an die ersten kulinarischen Genüsse prägen uns ein Leben lang. Mehr als jeder zweite Deutsche erinnert sich noch heute mit gutem Gefühl an die Familienmahlzeiten seiner Kindheit. Das zeigt eine aktuelle Studie des Happiness Instituts unter mehr als 2.000 Bundesbürgern zwischen 14 und 69 Jahren.

Unterschieden wurde dabei unter anderem nach Studienteilnehmern, die sich selbst als sehr lebensfroh bezeichnen, und allen übrigen. Unabhängig davon, wie ausgeprägt die Lebensfreude der Deutschen ist, fast zwei Drittel erinnern sich noch gut daran, wie das Lieblingsgericht ihrer Kindertage geschmeckt hat. Für 53 Prozent ist das Gefühl der Geborgenheit beim gemeinsamen Tafeln heute so präsent wie damals. In der Gruppe der sehr lebensfrohen Befragten bestätigen sogar 60 Prozent, sich daran noch lebhaft zu erinnern.

Damals so schön wie heute: Schon vor dem Essen aus Töpfen und Schüssel naschen
Auch die Kochvorbereitungen in der Familienküche haben viele noch klar vor Augen: Mehr als jeder zweite Deutsche erinnert sich daran, dass er als Kind am liebsten schon vor dem Essen erste Happen stibitzte. Genauso gerne erinnern sich die Deutschen an die angenehmen Düfte in der Küche. Die gelöste Stimmung am Esstisch hat 34 Prozent aller Befragten sowie 41 Prozent der sehr lebensfrohen Befragten schon als Kind begeistert. Dabei gibt es aber nicht nur positive Erinnerungen: Für ein Viertel der Deutschen ist das lange Stillsitzen im Gedächtnis geblieben.

Lebensfrohe Eltern geben die Lust aufs Kochen an ihre Kinder weiter
Mit Mamas Einkaufskorb zum Markt, an Opas Hand zum Metzger: Jeder vierte Deutsche weiß noch heute, wie er als Kind mit Eltern oder Großeltern für das Familienessen einkaufen ging. Eine Tradition, die insbesondere lebensfrohe Eltern weiterführen: Drei Viertel aus dieser Befragungsgruppe kaufen die Zutaten gemeinsam mit den Kindern ein, um ihnen die Vorteile gemeinsamer Mahlzeiten näher zu bringen. 85 Prozent lassen die Kinder das Gericht selbst auswählen, knapp die Hälfte stöbert gemeinsam mit ihnen in Kochbüchern. Dass die Nachwuchsköche sich als Erwachsene mit Freude daran erinnern werden, ist mehr als wahrscheinlich und zeigt sich am Kochvergnügen der deutschen Teens, mehr als zwei Drittel der 14 bis 19 jährigen sagen sie kochen gern und genießen, dass ihnen dabei niemand Vorschriften macht (82%).

Das Happiness Institut ist eine Initiative von Coca-Cola Deutschland. Coca-Cola steht seit 125 Jahren für Lebensfreude. Mit aktuellen Studien, spannenden Fakten und alltagsnahen Geschichten beschreibt das Happiness Institut gemeinsam mit Experten aus Wissenschaft und Praxis das Phänomen Lebensfreude. Weitere Informationen unter www.happiness-institut.de