Gutes erstes Halbjahr für Hotels und Restaurants

Das Gastgewerbe setzt seinen Wachstumskurs fort: Wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte, setzten Hotels und Restaurants im ersten Halbjahr 2012 nominal 2,7 Prozent mehr um als im Vorjahreszeitraum. Real schlug ein Plus von 0,5 Prozent zu Buche. „Trotz der etwas schwächeren wirtschaftlichen Aussichten lassen sich die meisten Deutschen ihre Lust am Ausgehen und am Urlaub nicht verderben“, erklärt Ernst Fischer, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband).

Laut der amtlichen Statistik erhöhte sich der Umsatz bei den Restaurants, Bistros und Kneipen von Januar bis Juni 2012 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um nominal 2,4 Prozent (real 0,2 Prozent). Allerdings dürfte der regnerische Sommer die gute Stimmung bei vielen Unternehmern trüben. „Vor allem die Ausflugsgastronomie, die Eisdielen und Biergärten mussten Umsatzeinbußen hinnehmen“, berichtet Fischer. Die Gastronomen hoffen nun auf warme Spätsommertage und einen goldenen Herbst.

Auch die Hotellerie befindet sich weiter auf Wachstumskurs. „Die Vielfalt des Reiselandes Deutschland begeistert inländische wie ausländische Gäste“, so Fischer. Von Januar bis Juni 2012 stieg die Zahl der Gästeübernachtungen im Beherbergungsgewerbe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf 182,2 Millionen. „Besonders erfreulich ist der Anstieg bei den Gästen aus dem Ausland“, sagt der DEHOGA-Präsident. „Hier gab es ein Plus von neun Prozent.“ Die positive Entwicklung schlägt sich im Umsatz nieder. So melden die Hotels, Gasthöfe und Pensionen laut der amtlichen Statistik in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres ein nominales Umsatzplus von 3,4 Prozent (real 1,2 Prozent).

Auch wenn noch nicht alle Risiken aus der Finanz- und Staatenkrise zu kalkulieren sind, geht der DEHOGA Bundesverband weiter davon aus, dass die Gesamtbranche ein nominales Umsatzplus von 2,5 bis 3 Prozent für das Jahr 2012 erreichen wird.

"Geschmackstage Deutschland"

Die „Geschmackstage“ in Deutschland werden auch 2012 stattfinden – und zwar von 29. September bis 7. Oktober. Die Planung und Durchführung der beliebten Aktionstage übernimmt künftig der neu gegründete Verein „Geschmackstage Deutschland e.V.“. „Die Idee der Geschmackstage ist es, regionale Esskultur, Genuss und die Freude an frischen Produkten aus der Region in den Mittelpunkt zu stellen. Ich freue mich, dass sich wichtige Partner in einem Verein zusammengefunden haben und diese Idee mit neuem Elan umsetzen“, sagte Bundesernährungsministerin Ilse Aigner nach einem Treffen mit dem Vorstand. Sie begrüße es besonders, dass auch in Zukunft die Geschmacksbildung mit regionalen Produkten im Fokus der Aktion stehe, so die Bundesministerin.

In dem Verein haben sich kompetente Partner der Geschmackstage wie Sternekoch Johann Lafer, der Deutsche Hotel– und Gaststättenverband, der Bundesverband der Regionalbewegung, der Verband der Köche Deutschlands, Neuland e.V., das DLG-Testzentrum Lebensmittel und die Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V. zusammengeschlossen. Die Vorsitzende des Vereins ist Silvia Buchholz-Lafer.

Die Geschmackstage finden dieses Jahr bereits zum fünften Mal statt. Am Programm der Themenwoche werden sich wieder Gastronomie, Landwirtschaft, Ernährungsgewerbe, Hersteller und Vermarkter von handwerklich erzeugten regionalen Lebensmitteln, Einrichtungen aus Bildung, Kultur und Wissenschaft sowie Verbände, Vereine und Initiativen aus ganz Deutschland beteiligen.
Weitere Informationen zu den Geschmackstagen gibt es im Internet unter www.geschmackstage.de.

Gefährliche Diät-Produkte aus dem Internet

Der Frühling kommt, und mit ihm eine Welle neuer Diätprodukte. Aber Achtung: Die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat 70 Produkte unter die Lupe genommen, die angeblich schlank, fit und stark machen. Das Ergebnis: „Jedes dritte exotische Power-, Potenz- und Schlankheitsmittel enthielt illegale und hochgradig gesundheitsschädliche Substanzen“, bilanziert Projektleiterin Angela Clausen.

Dubiose Produkte im Internet – Föderalisierte Überwachung bringt es nicht

Meist vertreiben schwarze Schafe diese Produkte im Internet und erzielen damit einen jährlichen Gewinn von bis zu 170 Millionen Euro – Tendenz steigend. „Jeden Tag tauchen neue Firmen mit dubiosen Produkten im Internet auf“, beobachtet Martin Müller, Vorsitzender des Bundesverbands der Lebensmittelkontrolleure. Gewerbeämter seien bei der Überwachung des Internet aber überfordert, und so rutschten viele Produkte durch das Kontrollsystem. Man müsse schon 1.500 weitere Lebensmittelkontrolleure engagieren, um Herr der Lage zu werden.

Der vzbv fordert gleiche und hohe Sicherheitsstandards für alle Bundesländer. Müller: „Die Lebensmittelüberwachung muss entföderalisiert und zentralisiert dem Verbraucherschutz dienen.“ Es dürfe auch keinen Unterschied geben zwischen stationärem Handel und Versandhandel. Man müsse Online-Plattformen künftig für die Sicherheit der angebotenen Lebensmittel verantwortlich machen.

Bundesamt für Verbraucherschutz richtet Zentralstelle ein

Das Bundesamt für Verbraucherschutz (BVL) plant derzeit, virtuelle Marktplätze sicherer zu gestalten. Wie das funktionieren soll? Das BVL hatte zusammen mit den Bundesländern ein Konzept zur Kontrolle des Online-Lebensmittelhandels erarbeitet. „Mit unserem Projekt verfolgen wir das Ziel, dass der Einkauf von Lebensmitteln im Internet so sicher wird wie der Einkauf von einem Brot beim Bäcker um die Ecke“, sagt Helmut Tschiersky-Schöneburg, Präsident des BVL. Um das zu erreichen, hat man beim BVL eine Zentralstelle eingerichtet, die die Länder bei Recherchen unterstützt. Volker Kregel, Vorsitzender der Länderarbeitsgemeinschaft, erklärt: „Für die Länder bedeutet die Einrichtung der Zentralstelle eine große Unterstützung bei der Suche nach potentiell risikobehafteten Lebensmitteln im Internet.“ Die Bündelung der Recherche-Abfragen mache die Lebensmittelüberwachung deutlich effizienter.

Rückverfolgbarkeit: QR-Codes verbinden Lebensmittel mit dem Internet

Auch vom QR-Code und dem so genannten Mobile Tagging sei in Zukunft einiges zu erwarten, erklärt Dieter Conzelmann, Director Industry Solutions beim Unternehmen Bizerba: „Der Code verbindet die Lebensmittelverpackung mit dem Internet und ermöglicht die Rückverfolgbarkeit mit dem Mobiltelefon. Kunden scannen ihn mit dem Smartphone und es erscheinen Produktinformationen und Herkunftsangaben auf dem Display.“

Neue Schlichtungsstelle der Airlines will 10 Euro pro Vorfall

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) und das Bundesjustizministerium haben sich in einem Eckpunktepapier zur Gründung einer Schlichtungsstelle verständigt. Ansprüche bei Nichtbeförderung wegen Annullierung, Überbuchung, Verspätungen und Gepäckbeschädigungen sollen im Luftverkehrsgesetz verankert werden.

Brandenburgs Verkehrsminister Jörg Vogelsänger sowie Verbraucherschutzministerin Anita Tack haben sich für eine Schlichtungsstelle für Reisende ausgesprochen, die alle Verkehrsträger umfasst. Die Minister reagieren damit auf die Ankündigung der Airlines, nun auch eine Schlichtungsstelle für Fluggäste einzurichten. Kritisch sehen beide Brandenburger Minister, dass nach dem Eckpunktepapier der Fluggesellschaften Verbraucherinnen und Verbraucher bei Anrufung der Schlichtungsstelle mit zehn Euro zur Kasse gebeten werden sollen.

Vogelsänger, zurzeit auch Vorsitzender der Verkehrsministerkonferenz: „Auch wenn die Airlines nun bereit sind, sich auf eine Schlichtungsstelle für Flugreisende einzulassen, ist hier eine Sonderlösung gefunden worden.“ Die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SÖP), die verkehrsträgerübergreifend tätig ist, wird ausgegrenzt. Die SÖP hat sich im Bereich des Bahnverkehrs bewährt – Fernverkehr und Nahverkehr werden gemeinsam geschlichtet.

Tack: „Bei den Ansprüchen aus Fluggastrechten geht es nicht immer um viel Geld, sondern manchmal auch um das Recht, während der stundenlangen Warterei Erfrischungen zu bekommen oder über die erhebliche Verspätung, zum Beispiel durch Nutzung eines E-Mail-Terminals, informieren zu können.“ Zudem könnten Verbraucher oft nicht selber einschätzen, ob die Verspätungen in die Verantwortung der Fluggesellschaft fallen oder durch außergewöhnliche Umstände verursacht sind. „Die Anrufung der Schlichtungsstelle sollte daher für Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie bei der Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr kostenlos sein.“

„Bedauerlich ist“, so die Minister weiter, „dass der gute Ansatz einer verkehrsträgerübergreifenden Schlichtung hier verworfen werden soll. Der Luftverkehr ist heute weitgehend mit anderen Verkehrsträgern verbunden. Die isolierte Betrachtung des Flugverkehrs erschwert es Reisenden ohne Not, ihre Rechte geltend zu machen.“

Gastronomie: Guter Start ins Weihnachtsgeschäft

Fröhliche Weihnachten in der Gastronomie: Wie der Deutsche Hotel– und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband) in Berlin mitteilt, berichten die Gastronomen über einen guten Start in die Weihnachtssaison 2011. Für fast jeden zweiten Unternehmer (44,8 Prozent) läuft das Weihnachtsgeschäft bisher besser als 2010. Ein Jahr zuvor waren es 41,2 Prozent. In 13,8 Prozent der Betriebe finden weniger Weihnachtsfeiern statt (Vorjahr 13,7 Prozent). Eine unveränderte Buchungslage melden 41,4 Prozent der Wirte (Vorjahr: 45,1 Prozent). „Damit setzt sich die positive Umsatzentwicklung des laufenden Jahres in den Restaurants fort“, erklärt DEHOGA-Präsident Ernst Fischer. „Gerade in schlagzeilenträchtigen Zeiten hat das gesellige Miteinander Konjunktur. Facebook & Co. können Face to Face und das gemeinsame Essen und Feiern nicht ersetzen.“

Bis September 2011 verbuchte die Gastronomie ein nominales Umsatzplus von 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. „Die Advents- und Weihnachtszeit gehört für viele Gastronomen zur wichtigsten Zeit des Jahres“, macht Fischer deutlich. Bemerkenswert in diesem Jahr: 39,1 Prozent der Gastrobetriebe gehen von höheren Durchschnittsumsätzen pro Gast aus als im letzten Jahr. Das sind fast zwölf Prozent mehr als 2010 (27,5 Prozent). 47,8 Prozent rechnen damit, dass der Durchschnittsbon konstant bleibt (Vorjahr: 58,8 Prozent).

„Dabei liegt Tradition im Trend“, berichtet Fischer. Experimentelle Küche sei weniger gefragt. „Die Gäste lieben regionale Gerichte. Auf der Hitliste 2011 ganz oben stehen klassische Wild- und Rindgerichte, gefolgt von Ente, Schwein und Gans.“ Von Firmen gerne gebucht würden Menüs und Arrangements, so der DEHOGA-Präsident. „Neben den Weihnachtsfeiern in einem Restaurant sind Feiern in einer Lounge sowie erlebnisorientierte Angebote wie Dinner-Shows oder Küchenpartys gefragt. Es kommt auf eine lockere und kommunikative Atmosphäre an.“

An den Feiertagen selbst locken Köche und Gastronomen die Gäste mit eigens kreierten Weihnachtsmenüs in die Restaurants in stimmungsvollem Ambiente. „Immer mehr Familien schätzen es, sich an den Weihnachtsfeiertagen in unseren Betrieben verwöhnen zu lassen“, sagt Fischer. „Neben einer ausgesuchten Weihnachtskarte mit entsprechenden Menüs oder Tellergerichten bieten viele Restaurants am ersten und zweiten Feiertag einen Weihnachtsbrunch an, was hervorragend von den Gästen angenommen wird. So kann die ganze Familie mit den Verwandten oder Freunden entspannt und feierlich in den Tag starten.“

Für seine Blitzumfrage zum Weihnachtsgeschäft 2011 hat der DEHOGA Bundesverband in der Woche vom 28. November bis 2. Dezember 2011 1.100 gastronomische Unternehmer befragt.

Starkes erstes Halbjahr für Hotels und Restaurants

Die Krise im Gastgewerbe ist überstanden. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte, setzten Hotels und Restaurants im ersten Halbjahr 2011 nominal 3,9 Prozent mehr um als im Vorjahreszeitraum. Real schlug ein Plus von 2,8 Prozent zu Buche. „Das Gastgewerbe profitiert vom Konjunkturaufschwung und dem anhaltenden Aufwärtstrend im Deutschlandtourismus“, erklärt Ernst Fischer, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband). Die Gastronomie verbuchte die höchsten prozentualen Umsatzzuwächse in einem Halbjahr seit der Wiedervereinigung.

Laut der amtlichen Statistik erhöhte sich der Umsatz bei den Restaurants, Bistros und Kneipen von Januar bis Juni 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um nominal 4,0 Prozent (real 2,6 Prozent). „Die gestiegene Ausgehfreude und das schöne Frühlingswetter haben zu diesem erfreulichen Umsatzplus beigetragen“, sagte Fischer. Allerdings dürfte der regnerische Sommer die gute Stimmung bei vielen Unternehmern trüben. „Vor allem die Ausflugsgastronomie, die Eisdielen und Biergärten mussten immense Umsatzeinbußen hinnehmen“, berichtet Fischer. Die Gastronomen hoffen nun auf warme Spätsommertage und einen goldenen Herbst.

Die Hotellerie befindet sich wie bereits 2010 weiter auf Wachstumskurs. „Die Vielfalt des Reiselandes Deutschland begeistert inländische wie ausländische Gäste“, so Fischer. Von Januar bis Juni 2011 stieg die Zahl der Gästeübernachtungen im Beherbergungsgewerbe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf 174,2 Millionen. „Besonders erfreulich ist der Anstieg bei den Gästen aus dem Ausland“, sagt der DEHOGA-Präsident. „Hier gab es ein Plus von acht Prozent.“ Die positive Entwicklung schlägt sich im Umsatz nieder. So melden die Hotels, Gasthöfe und Pensionen laut der amtlichen Statistik in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres ein nominales Umsatzplus von 4,8 Prozent (real 4,2 Prozent).

„Für Zuversicht in der Hotellerie sorgte insbesondere auch die Senkung der Mehrwertsteuer für Übernachtungen zum 1. Januar 2010. Die Hoteliers investierten in Millionenhöhe in ihre Häuser und stellten neue Mitarbeiter ein“, macht Fischer deutlich. „Ende 2010 gab es nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 7.000 mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte als ein Jahr zuvor.“ Durch die Angleichung der Mehrwertsteuer an die Sätze der europäischen Nachbarn habe sich die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Hotellerie deutlich verbessert. „Die Mehrwertsteuerreduzierung war eine Entscheidung für den Tourismusstandort Deutschland.“

Auch wenn noch nicht alle Risiken, die aus der hohen Staatsverschuldung einiger Länder resultieren, zu kalkulieren sind, geht der DEHOGA Bundesverband weiter davon aus, dass die Gesamtbranche ein nominales Umsatzplus von drei Prozent für das Jahr 2011 erreichen wird.

Essen & Trinken

„Heute gibt es keine Verlierer! Alle 12 Finalisten der Bayerischen Landesmeisterschaften der Systemgastronomie 2011 haben ausgezeichnete Zukunftsperspektiven. Nach einer abwechslungsreichen Ausbildung in einer innovativen und aussichtsreichen Branche sind die Übernahme- und Karrierechancen optimal.“, so Marcus Lettschulte, Mitglied des Präsidiums des Bundesverbandes der Systemgastronomie (BdS), am 30. Juni 2011 in Bad Wörishofen. Einen ganzen Tag dauerte der Wettkampf unter Bayerns Besten – in Theorie und Praxis.

Auf der feierlichen Siegerehrung der besten bayerischen Auszubildenden im Berufsbild Fachmann/-frau für Systemgastronomie betonte Lettschulte: „Wir brauchen in der Systemgastronomie hervorragend ausgebildete Fachleute.“ Das Geheimnis des Erfolges der Branche liege dabei in motivierten Teams, in denen sich jeder auf den anderen verlassen kann. „Mit Ihren tollen Ergebnissen am heutigen Tag haben Sie gezeigt, dass Sie bereit sind, sich den Herausforderungen in der Systemgastronomie zu stellen.“, so Lettschulte.

Die drei ersten Sieger wurden im Anschluss von Studiendirektor Dieter Gerhardinger bekannt gegeben und konnten sich über tolle Preise freuen, die neben anderen von den BdS-Mitgliedern McDonald’s, Nordsee und Marchè ermöglicht wurden. Den Titel holte sich Sina Brückner (McDonald’s, Rosenheim), die nun ihr Können auch auf der nationalen Meisterschaft im November unter Beweis stellen kann. Auf Platz 2 schaffte es Romana Babic (McDonald’s Rosenheim). Katharina Kos (Gastronomie Audi, Ingolstadt) erreichte Platz 3.

Zur Teilnahme am bayerischen Landesfinale gratuliert der BdS als Schirmherr der Bayerischen Landesmeisterschaften der Systemgastronomie auch den weiteren neun Teilnehmern der Endausscheidung: Robin Amend (MiBa, Augsburg), Isaak Blekher (McDonald’s, Rosenheim), Sylvia Eder (Subway, Freising), Sandra Harter (LSG Sky Chefs, München), Felix Kopka (McDonald’s, Landshut), Selcan Narin (Nordsee, Augsburg), Benedikt Nickels (LSG Sky Chefs, München), Katja Pfeffer (McDonald’s, Augsburg), Dawid Ploschka (McDonald’s, Dingolfing), Ann-Christin Sesterhenn (McDonald’s, Rosenheim).

Über den Bundesverband der Systemgastronomie e.V.
Der Bundesverband der Systemgastronomie e.V. (BdS) ist als Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband die umfassende Branchenvertretung der Systemgastronomie in Deutschland. Seine 700 Mitglieder, zu denen insbesondere die Marken Allresto mit Airbräu, Burger King, coa, KFC, Kruschina, Marché, Maxi Autohöfe, McDonald’s, Nordsee, Pizza Hut, Vapiano und san francisco coffee company zählen, erwirtschaften in über 2.500 Restaurants mit rd. 100.000 Beschäftigten einen Umsatz von viereinhalb Milliarden Euro pro Jahr. Weitere Informationen: www.bundesverband-systemgastronomie.de

Airline darf Flug nicht wegen fehlender Kreditkarte verweigern

Verbraucherzentrale Bundesverband gewinnt Klage gegen Iberia

Eine Fluggesellschaft darf einen Kunden nicht vom Flug ausschließen, weil er die zur Ticketzahlung genutzte Kreditkarte beim Check-In nicht vorzeigen kann. Das hat das Landgericht Frankfurt am Main nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) gegen die spanische Airline Iberia entschieden.

Kunden der Fluggesellschaft konnten die Tickets nur per Kredit- oder Debitkarte zahlen. Für den Fall, dass sie die entsprechende Karte nicht am Check-In-Schalter vorweisen konnten, durften sie den gebuchten Flug laut Geschäftsbedingungen nicht antreten. Einzige Möglichkeit für Fluggäste: Ein neues Ticket kaufen.

Fluggast trotz bestätigter Buchung nicht mitgenommen
Wie kundenfeindlich diese Klausel ist, belegte der Verbraucherzentrale Bundesverband am Beispiel einer Iberia-Kundin. Nachdem sie ihr Ticket im Internet gebucht und per Kreditkarte gezahlt hatte, wurde sie von ihrer Bank aufgefordert, die Karte aus Sicherheitsgründen auszutauschen. Die Kundin konnte die Karte daher nicht am Flughafen vorlegen. Die Folge: Iberia ließ sie nicht mitfliegen, als sie mit gepacktem Koffer am Schalter stand. Die Mitarbeiter der spanischen Airline akzeptierten nicht einmal die Kreditkartenabrechnung, die ihnen die Kundin zeigte. Ihr blieb nichts anders übrig, als gegen 50 Euro Gebühr auf eine zwei Tage später fliegende Maschine umzubuchen.

Iberia zu Schadenersatz verurteilt
Die Frankfurter Richter verurteilten Iberia jetzt dazu, Schadenersatz an die Kundin zu zahlen. Außerdem darf die Fluggesellschaft die strittige Klausel nicht mehr verwenden. Eine Kreditkarte sei ein Zahlungsmittel und keine für den Antritt des Fluges nötige Reiseunterlage. Die Nichtvorlage der Kreditkarte am Check-In-Schalter berechtigte die Fluggesellschaft daher nicht, einen gebuchten Flug zu verweigern und damit den Vertrag nicht einzuhalten. Die Klausel treffe zudem auch Kunden, die unverschuldet die Kreditkarte nicht mehr besitzen, weil diese nach der Buchung aus Sicherheitsgründen von der Bank eingezogen wurde.

Das Bio-Wisser-Quiz online

Warum haben Bio-Eier blasse Dotter? Und was versteht man unter Biodiversität? Das sind zwei von 30 Fragen, die der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) Herstellung und Handel in einem Online-Verbraucherquiz stellt. Bis 30. November können Interessierte auf www.bio-kodex.de ihr Bio-Wissen beweisen. Gewinnen können die Teilnehmer attraktive Produktpräsente sowie Besuche bei Naturkostherstellern.

Mit dem Quiz will der Branchenverband das Wissen der Verbraucher spielerisch auf die Probe stellen und damit ihre Verbundenheit zu Bio-Lebensmitteln stärken. Gleichzeitig soll deutlich werden, dass „Bio“ mehr bedeutet als artgerechte Tierhaltung oder den Verzicht auf synthetische Dünger und Pestizide. Deshalb befassen sich einzelne Fragen auch mit Aromen, Artenvielfalt und dem Weltagrarbericht. Jeweils drei mögliche Antworten stehen zur Auswahl. Hilfestellung bieten die Seiten von www.bio-kodex.de . Das Online-Angebot informiert unter dem Motto „Bio kann mehr!“ über die vielfältigen Leistungen der Naturkostbranche und die besondere Qualität ihrer Produkte.

Irreführende Werbung bei Lebensmitteln

Verbraucherzentrale Bundesverband mahnt zahlreiche Hersteller ab: Irreführende Werbung bei Lebensmitteln

Gegen Verbrauchertäuschung von Lebensmittelherstellern ist der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) mit zahlreichen Verfahren vorgegangen. Wenn es darum geht, den Absatz anzukurbeln, kennen die Marketingstrategen der Unternehmen offenbar keine Grenzen. „Zahnschonende“ Süßigkeiten, „Brombeer-Tee“ ohne Brombeeren, Bier als Wundermittel gegen unreine Haut und Krebs sind nur einige Beispiele.

„75 Prozent Kakao in der Schokolade“ versprach Dr. Oetker auf der dunkelbraunen Verpackung seines Schokoladenpuddings „Pur Choc“. Das war zwar nicht gelogen, aber irreführend. Der Pudding zeichnete sich keineswegs durch einen hohen Kakaoanteil aus. Denn ein 100-Gramm-Becher enthielt gerade mal 2,5 Gramm Schokolade. Nachdem der Verbraucherzentrale Bundesverband Klage beim Landgericht Bielefeld einreichte, zog der Konzern die Werbung zurück.

Milch oder Sahne?
Verbrauchertäuschung mit Prozenten betrieb auch die Molkerei Zott. Das als Zwischenmahlzeit für Kinder beworbene Produkt „Monte“ sei „zu 85 Prozent aus gesunder Milch gemacht“, hieß es auf der Internetseite. Das lesen ernährungsbewusste Eltern gern. Tatsächlich wird Monte nur zu 49 Prozent aus Vollmilch und zu 36 Prozent aus Sahne hergestellt. Sahne sei ja auch ein Milchprodukt, verteidigte sich das Unternehmen vor dem Landgericht Augsburg. Doch die Richter gaben der Unterlassungsklage des vzbv statt. Der Anteil an Sahne und der dadurch bedingte höhere Fettanteil des Produkts werde durch die Werbung eindeutig verschleiert. Gegen das Urteil hat die Molkerei Berufung eingelegt.

Betthupferl mit Nebenwirkungen
Gerade bei Lebensmitteln für Kinder kann eine irreführende Werbung Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Der Mederer Süßwarenvertrieb warb für seine Fruchtgummis „Trolli Gute Nacht“ mit dem Begriff „zahnschonend“. Auf der Verpackung war über einem strahlend weißen Zahn im Hintergrund ein Nachthimmel mit Mond und Sternen abgebildet. Dabei konnte für Eltern der Eindruck entstehen, ihre Kinder könnten diese Süßigkeiten abends noch nach dem Zähneputzen bedenkenlos essen. Doch von zahnschonend kann keine Rede sein. Die „Gute Nacht“-Fruchtgummis enthielten Apfelsäure und Milchsäure. Apfelsäure greift den Zahnschmelz an. Milchsäure gilt als Hauptverursacher von Karies.

Gerstensaft als Wundermittel
Getränke mit einem Alkoholgehalt von mehr als 1,2 Volumenprozent dürfen in der Europäischen Union aus guten Gründen keine gesundheitsbezogenen Angaben tragen. Das hinderte verschiedene Brauereien in Deutschland nicht daran, auf ihren Webseiten Bier als Wundermedizin zu preisen: Bier schützte vor Herzinfarkt und Magengeschwüren, sorge für reine Haut, mache Sportler schlau und könne gegen Krebs helfen. Und natürlich lebten Biertrinker länger. Die Privatbrauerei Waldhaus und die Collbitzer Heidebrauerei haben inzwischen verbindlich erklärt, mit bestimmten gesundheitsbezogenen Wirkungen des Bierkonsums nicht mehr zu werben.

Versprechen ohne Substanz
Unternehmen werben selbst mit Inhaltstoffen, die das Produkt gar nicht enthält. Die Drogeriemarktkette Rossmann etwa bot einen „Bio Erdbeer-Brombeer-Tee“ an. Es waren aber weder Erdbeeren noch Brombeeren drin. Tatsächlich handelte es sich um einen Hibiskus-Hagebutten-Tee, der mit natürlichen Aromen angereichert war. Das Unternehmen will künftig die Zusammensetzung ändern.

Die Firma Kattus verkaufte „Wasabi-Erbsen“, die kein Gramm des Gewürzes enthielten, das auch als japanischer Meerrettich bekannt ist. Genauso dreist war die – erfolglose – Verteidigung des Unternehmens vor dem Landgericht München: Kaum jemand wisse, was Wasabi ist. Deshalb könne von einer Täuschung der Verbraucher keine Rede sein.

Urteile

* Theodor Kattus GmbH: LG München, 1 HK O 4243/09, rechtskräftig
* Zott GmbH & Co.KG: LG Augsburg, 1 HK O 1146/10 und OLG München 6 U 4168/10 (Berufung eingelegt)