Bioweine auf der BUGA

Bioweine auf der BUGA

Ökowinzer präsentiert Weine von der Rotweininsel

Am Kalthaus im Küchengarten kann man auf der BUGA gut einen Schoppen Wein genießen
Am Kalthaus im Küchengarten kann man auf der BUGA gut einen Schoppen Wein genießen

Bio liegt voll im Trend. Spätestens seit dem Fleischskandal greifen die Verbraucher in Deutschland wieder vermehrt zu Bio-Produkten, auch im Weinregal. Einer derjenigen, der die Zeichen der Zeit frühzeitig erkannt hat, ist Anton Hell, der auf der Rotweininsel im unterfränkischen Wiesenbronn ein kleines Öko-Weingut im Familienbund betreibt. „Bio ist für uns kein Trend, Bio ist für uns gelebte Philosophie!“, so Anton Hell.

Bereits seit 1978 betreibt der Vollblut-Winzer ökologischen Weinbau und ist seit 1984 Mitglied bei ECOVIN, einer Vereinigung von rund 200 Weingütern im gesamten Bundesgebiet, die nach ganz strengen Richtlinien ihre Rebflächen bewirtschaften.

Mit ökologischem Weinbau lassen sich keine Höchsterträge erwirtschaften. Biologisch gedüngte Reben und individuelle Ertragsbeschränkungen sind die Basis für hohe und dauerhafte Qualitäten. „Große Weine kann man nur im Einklang mit der Natur erzeugen“, ist sich Hell sicher. „Den schonenden Umgang mit der Natur, das Zusammenspiel von Boden, Klima und Rebe, den absoluten Verzicht auf Chemie im Weinberg und im Keller schmeckt man in unseren Weinen!“

Dass sich die mühevolle und intensive Arbeit lohnt, zeigen die zahlreichen Auszeichnungen, die Winzer Hell in den zurückliegenden Jahren für seine erlesenen Tropfen erhalten hat.

In den beiden Lagen Wiesenbronner Wachhügel und Großlangheimer Kiliansberg baut Anton Hell mit den Rebsorten Domina, Dornfelder, Regent und Cabernet-Dorsa rund 70 Prozent Rotwein an. Die restlichen 30 Prozent der Anbaufläche sind mit den Weißweinreben Grüner Silvaner, Rieslaner, Helios, Chardonnay und Weißburgunder bestockt.

Seine edlen Tropfen präsentiert Anton Hell jetzt auf der Bundesgartenschau in Schwerin. Am Kalthaus im Küchengarten kredenzt der Öko-Winzer vom 13. bis 20. August 2009 seine Weine und gewährt interessierten Besuchern Einblicke in die Philosophie des ökologischen Weinbaus.

Die Suedtiroler Weinstrasse feiert am 5. Juni die 1. BIOnale

BIOnale – nachhaltig feiern

Önologie trifft Ökologie: Bei der 1. BIOnale am 5. Juni 2009 präsentiert und feiert die Südtiroler Weinstrasse den biologischen Weinbau der Region

Die ersten kreativen Südtiroler Weinbauern haben es bereits vor 30 Jahren vorgemacht – und sich durchgesetzt: Der biologische Weinbau feiert in Südtirols Süden Erfolge und die Bio-Weinbauern gelten mit ihrer in der Vergangenheit oftmals belächelten Arbeit mittlerweile als Pioniere. Davon kann man sich im Rahmen der ersten BIOnale an der Südtiroler Weinstraße am 5. Juni 2009 selbst Überzeugen. Ab 18 Uhr verwandelt sich der Dorfplatz von Andrian zu einem sommerlichen Weinfest mit Biocharakter. Auf der BIOnale wird verkostet, gefeiert und diskutiert. Bei Live-Musik unter freiem Himmel und kulinarischen Spezialitäten – natürlich aus biologischem Anbau – stehen die Winzer zu ihren Weinen Rede und Antwort.

Besucher dürfen im Rahmen dieses Weinfestivals nicht nur vorzügliche Südtiroler Bioweine verkosten, sondern erhalten im Gespräch mit den Winzern einen interessanten Einblick in den ökologischen Weinanbau und was diesen charakterisiert. So machen sich die Bio-Winzer in Südtirols Süden uraltes Wissen um Bodenpflege und Schädlingsbekämpfung mit natürlichen Mitteln zu Nutze: Da kann zum Beispiel schon mal Brennesseltee zur Insektenabwehr zum Einsatz kommen. Mit dem vollkommenen Verzicht auf Gentechnik, chemische Pestizide und Herbizide nehmen die Weinbauern bewusst geringere Erträge in Kauf aber garantieren dadurch die ihnen größtmögliche Nachhaltigkeit und Schadstofffreiheit. Diese ökologische Sorgfalt zahlt sich aus – sowohl was die Qualität der regionalen Bioweine angeht, als auch in Bezug auf die Schonung von Gesundheit und Umwelt.

Wer noch tiefer in das Wein-Kulturland Südtirol eintauchen möchte, hat dazu bei den Südtiroler WeinstraßenWochen Gelegenheit. Vier Wochen lang wird in den 15 Gemeinden der Weinstraße bei festlichen und genussvollen Veranstaltungen gefeiert – von der traditionellen Bozner Weinkost auf Schloss Maretsch bis zum kommunikativen Verkostungshighlight, der „Nacht der Keller“.

Weitere Informationen: Verein Südtiroler Weinstraße, Pillhofstraße 1, I-39057 Frangart (BZ), Tel. +39 0471 860 659,
Fax: +39 0471 861 063, info@suedtiroler-weinstrasse.it ,
www.suedtiroler-weinstrasse.it