120.000 Kilometer

120.000 Kilometer
müsste eine einzelne Biene als Gesamtflugstrecke für 500 Gramm Honig zurücklegen. Dabei würde sie etwa dreimal um den Äquatorkreis fliegen. Pro Sammelflug trägt eine Honigbiene ca. 25 bis 30 Milligramm Nektar zusammen. Bei der Verarbeitung des wasserreichen Nektars zu Honig halbiert sich die Masse auf nur 12,5 bis 15 Milligramm. Sechs bis zehn Sammelausflüge unternimmt eine Biene durchschnittlich pro Tag. Für ein Bienenvolk ergeben sich bis zu 200.000 Ausflüge pro Tag.

Die Bienen sind nicht zuletzt für den Pflanzen- und Obstbau unverzichtbar. Erst durch die Bestäubung kommt es zur Befruchtung der Samenpflanze, aus der dann der Samen, die Frucht, gebildet werden kann. Durch die Sammeltätigkeit der Biene überträgt sie Pollen von einer Blüte zur Nächsten und leistet damit unbewusst einen Beitrag zur Bestäubung. Bei einem Obstbaumbestand von ca. 80 Millionen Obstbäumen (u.a. Apfel-, Birnen- und Kirschbäume) in Deutschland kommt den Bienen durch ihre Bestäubungstätigkeit für die Obstentwicklung eine unverzichtbare Rolle zu. Auch viele weitere Nutz- und Wildpflanzen sind von der Bestäubung durch die Bienen abhängig. Hierzu zählen neben Getreidearten auch Gemüse- und Weidepflanzen, insbesondere Fremdbestäuber wie der Raps.

Quelle: BMELV, LAVES, Institut für Bienenkunde Celle

Imkertag im Freilichtmuseum am Kiekeberg

Süßes Gold und bunte Pollen

Am Sonntag, dem 31. Juli, von 10 bis 18 Uhr dreht sich beim Imkertag im Freilichtmuseum am Kiekeberg alles rund um Bienen, Honig und Imkerei. Der Eintritt für Besucher unter 18 Jahren ist frei, Erwachsene zahlen 7 Euro.

Beim Imkertag am Kiekeberg stehen die kleinsten Tiere des Museums, die Bienen, mit ihren Erzeugnissen im Mittelpunkt. Die Museumsimker erklären die Entstehung des Honigs im Bienenstock und führen vor, wie das süße Gold aus der Wabe ins Glas kommt. Die Besucher können den fleißigen Insekten bei ihrer Arbeit zusehen und frischen Bienenhonig verkosten. Vorträge von Fachleuten vermitteln Wissenswertes über die Imkerei und das Leben der Bienenvölker.

Auch für Kinder gibt es ein abwechslungsreiches Programm rund um die Biene. Sie können unter anderem Kerzen und Lippenbalsam aus echtem Bienenwachs selber machen und der Biene Maja bei ihren Zeichentrick-Abenteuern zuschauen. Wie kostbar die Produkte der Bienen früher waren, zeigen die Darsteller der Gelebten Geschichte 1804. Sie verrichten in authentisch rekonstruierter Kleidung typische Arbeiten und versetzen so die Besucher in die Zeit vor über 200 Jahren.

Der Imkertag wird von den Mitgliedern des Imkervereins am Kiekeberg e.V. mitgestaltet. Das Freilichtmuseum und der Verein arbeiten Hand in Hand: Die Vereinsmitglieder haben die Aufgabe, die Museumsbienen zu pflegen, und vermitteln den Besuchern die traditionellen Techniken der Imkerei.

Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg
Am Kiekeberg 1
21224 Rosengarten-Ehestorf
www.kiekeberg-museum.de

Honig – Bienenfleiß für ein Naturprodukt

Was wärmt da besser als eine Tasse Tee, gesüßt mit einem Löffel Honig. Aber was genau ist Honig eigentlich?
Honig ist der Stoff, den Honigbienen aus dem Pflanzennektar bzw. aus Sekreten lebender Pflanzenteile produzieren. Darüber hinaus kann die Biene aber auch aus den Ausscheidungen anderer Insekten, dem so genannten Honigtau, Honig herstellen.

Die Biene sammelt pro Flug etwa 50 bis 60 Milligramm der Honiggrundstoffe. Größer ist die Kapazität ihres Honigmagens nicht. Um ein 500g-Glas mit Honig zu füllen muss eine Biene drei bis fünf Millionen Blüten anfliegen. Bei der Übergabe des Honigtropfens an die Stockarbeiterinnen entziehen die Bienen diesem Wasser und reichern ihn mit Enzymen an, die den enthaltenen Zucker spalten. Anschließend wird er in den Waben eingelagert und luftdicht mit einem Wachsdeckelchen verschlossen. Der Honig ist jetzt reif und der Imker kann mit der Ernte beginnen.

Im Handel ist Honig mit verschiedenen Bezeichnungen zu finden. Es werden Unterscheidungen nach dem Ausgangsstoff, der Art der Gewinnung, der Zusammensetzung, dem Verwendungszweck oder der Herkunft vorgenommen. Ausgangsstoff des Blütenhonigs (auch: Nektarhonig) ist fast ausschließlich Blütennektar. Beim Honigtauhonig ist – wie der Name schon sagt – der Honigtau die Grundlage für das Endprodukt. Insbesondere Wald-, Nadel- und Blatthonige basieren auf Honigtau. Sie unterscheiden sich optisch vom Blütenhonig durch ihre meist bräunliche Farbe, die von grün bis fast schwarz changieren kann. Nach Art der Gewinnung lassen sich Waben- oder Scheibenhonig, Honig mit Wabenanteil, gefilterter Honig, Tropf-, Schleuder- und Presshonig voneinander unterscheiden.

Hauptkriterium ist die Art und Weise wie bzw. ob der Honig aus den Waben herausgeholt wurde. Die Bezeichnung „kaltgeschleudert“ beschreibt eine Selbstverständlichkeit bei der Honigproduktion. Früher war die Erwärmung der Waben notwendig um den Honig flüssiger zu machen und das Abfließen zu erleichtern. Mit der Erfindung der Honigschleuder im Jahr 1865 wurde das aber unnötig, zumal die Erwärmung das Wabenwerk zerstört und damit die Qualität des Honigs vermindert.
Sandra Thiele, www.aid.de

Ohne Bienen nichts zu essen

Fleißige Nutztiere sorgen nicht nur für Honig-Genuss

Jetzt summen und brummen sie wieder durch die Luft. Etwa 750.000 Bienenvölker mit jeweils bis zu 60.000 Bienen sind in Deutschland unterwegs, um Blütennektar zu sammeln und daraus Honig zu machen. Dahinter steckt ein Menge Arbeit: Bis zu 10 Millionen Blüten muss eine Biene anfliegen, um ein Kilo Honig zu erzeugen. Dabei legt sie etwa 40.000 Kilometer zurück – so viel wie einmal um die Erde. Doch Bienen sorgen nicht nur für süßen Honig. Nach Rindern und Schweinen gelten die fleißigen Insekten als drittwichtigste Nutztiere. Denn rund 85 Prozent der landwirtschaftlichen Erträge sind von der Bestäubung durch Bienen abhängig – von Obst und Gemüse bis zu Futterpflanzen für Tiere.

So große Leistungen können die kleinen Nutztiere nur erbringen, weil sie perfekt zusammen arbeiten – fast als wären sie ein einziger Organismus. Grund genug, den fleißigen Bienen mit Respekt zu begegnen. Angst muss man dagegen vor Bienen nicht haben. Sie stechen selten und erscheinen kaum am Kaffeetisch. Wie man Bienen und Wespen unterscheidet und wie man sich Insekten gegenüber verhalten sollte, zeigen unsere Infokästen.
Mehr Wissenswertes über Bienen und Honig gibt es auch auf den Website www.bihophar.de und www.heimathonig.de .

Kurzer Sommer als Mädchen für alles
Im Gegensatz zu Wespen, Hummeln und Hornissen überlebt ein Teil des Bienenvolkes den Winter. Die Königin und etwa 6.000 bis 8.000 Arbeitsbienen überwintern im Stock. Im Frühjahr werden die Tiere bei Außentemperaturen über 10 Grad wieder aktiv. Die Königin beginnt Eier zu legen, in Bestzeiten bis zu 2.000 Stück am Tag. Zunächst übernehmen die Winterbienen die Brutpflege. Nach und nach werden sie jedoch durch die neu schlüpfenden Sommerbienen ersetzt.

Die Sommerbienen erfüllen in ihrem nur vier bis sechs Wochen dauernden Leben nacheinander verschiedene Aufgaben. Während der ersten zehn Tage sind sie für das Putzen des Stockes zuständig und füttern ab dem dritten Tag zugleich die neue Brut. Nach gut zehn Tagen sind ihre Wachsdrüsen so weit ausgereift, dass sie beim Bau der Waben helfen. Erst nach zweieinhalb Wochen Stockdienst geht es raus in die Natur zum Pollen- und Nektarsammeln.

Männliches Schicksal: verwöhnen, befruchten und sterben

Im Sommer wächst das Bienenvolk auf 30.000 bis 60.000 Tiere an. Dazu zählen etwa 500 bis 2.000 Drohnen. Die männlichen Tiere können nicht selbst fressen, sondern werden von den Arbeitsbienen nur zu einem Zweck gepäppelt: zum Befruchten der Königin. Höhepunkt ihres kurzen Lebens ist der Hochzeitsflug mit der Königin. Danach werden die Drohnen von den Arbeiterinnen bei der so genannten „Drohnenschlacht“ aus dem Stock vertrieben und sterben.

Die Königin speichert den Samen. Er reicht aus, um während ihrer Lebenszeit von drei bis fünf Jahren jährlich 100.000 bis 200.000 Eier zu legen. Die Königin entsteht übrigens aus einer ganz normalen Bienenlarve. Sie wird jedoch ausschließlich mit dem speziellen, eiweißreichen Futtersaft „Gelee Royale“ gefüttert. So wird sie bis zu dreimal größer als Arbeiterinnen und ist als einzige fruchtbar.

Wie die Bienen Honig machen
Bienen sammeln den Nektar der Blüten und den zähflüssigen Honigtau von Bäumen. Doch wie entsteht daraus Honig? „Der Nektar oder Honigtau wird von Biene zu Biene weitergereicht“, erklärt Heinrich Schulze, Honig-Experte von Bihophar, „und jede reichert ihn mit Enzymen an, die einen Teil des gesundheitlichen Wertes von Honig ausmachen. Zugleich entziehen sie dem flüssigen Nektar Wasser.“ Erst wenn der Wassergehalt weniger als 20% beträgt, wird der Honig zum Reifen in die Waben eingelagert und mit einer festen Wachsschicht verdeckelt. Schulze ist Geschäftsführer des größten deutschen Honigabfüllers Fürsten-Reform. Er ist mit Honig aufgewachsen, da schon sein Vater und Großvater das seit über 75 Jahren bestehende Familienunternehmen leiteten. Bis heute ist er fasziniert vom Fleiß der Bienen, denn eine Biene muss eine Million Blüten anfliegen, um 300 Gramm Blütennektar zu sammeln, woraus schließlich 100 Gramm Honig entstehen.

Wussten Sie schon, dass Bienen eines Volkes immer die gleichen Blüten anfliegen, bis der Nektar dieser Sorte in der Umgebung erschöpft ist? Durch diese Trachtstetigkeit der Bienen ist es möglich, nahezu reinen Rapshonig oder Heidehonig zu ernten.

Keine Angst vor Bienen und Co.
Schwirren am Kaffeetisch im Freien schwarz-gelbe Insekten herum, sind das in der Regel keine Bienen, denn Bienen interessieren sich kaum für Lebensmittel. Meistens handelt es sich um Deutsche Wespen oder Gemeine Wespen. Am besten hilft es, Ruhe zu bewahren. Wespen stechen nur wenn sie sich bedroht fühlen – und heftige Bewegungen können Wespen als Bedrohung verstehen. Bei Wespen beliebte Lebensmittel sollten möglichst abgedeckt und süße Getränke mit einem Strohhalm getrunken werden. Auf jeden Fall sollte man Kindern den Mund sorgfältig abwischen. Man kann zudem für die Wespen einen Teller mit überreifen Weintrauben, Schinken oder Süßspeisen etwas abseits stellen. Allergiker können sich durch eine Hyposensibilisierung vor heftigen Reaktionen auf Insektenstiche schützen.

Auch kochmesser.de ist Imker. Auf dem großen Firmengelände von kochmesser.de in Wildau südlich von Berlin leben seit Anfang des Jahres 2 Bienenvölker.

Schauimkerei Neumann auf der Grüne Woche, Berlin

Mit Bienenfleiß und Begeisterung

Schauimkerei Neumann aus Plau am See stellt naturreinen Honig her und wirbt gleichzeitig für eine touristisch attraktive Region

So mancher Plauer hat Reinhard Neumanns Vornamen längst vergessen. Der Imker aus dem Ortsteil Quetzin ist bei vielen Nachbarn unter dem Spitznamen „Biene“ bekannt. Der passt auch bestens, denn der 63-Jährige hält nicht nur tausende der emsigen Honigsammlerinnen, er ist auch genauso fleißig.

Gleich nach der Wende, im Jahr 1990, begannen Regina und Reinhard Neumann mit dem Aufbau ihrer Schau-Imkerei. Die heißt so, weil Besucher hier zum Schauen herzlich willkommen sind. Seitdem sind ein Bienenweidegarten, ein Bienenmuseum und ein Imkereifachgeschäft, ein Streichelgehege und ein Ferienhaus mit zwei Wohnungen für einen Urlaub inmitten wunderbarer Natur entstanden. Herzstück des Betriebs ist natürlich die traditionelle Bienenzucht: 300 Völker liefern den Rohstoff für bis zu 15 verschiedene Honigsorten. „Besonders beliebt ist unser Kornblumenhonig, der wie alle anderen Sorten kalt geschleudert wird“, erklärt Reinhard Neumann. So bleiben die gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe des Honigs und seine Vitamine erhalten. Auch mit Blütenhonig aus Raps, Klee und Sonnenblume, Obstblüte, Heide und Akazie versüßen die Neumanns und ihre Bienen anderen das Leben. Dafür sind die Sammlerinnen im gestreiften Kleid sogar motorisiert unterwegs: Die Imkerei verfügt über 16 Wanderwagen, die in der Mecklenburgischen Seenplatte auf den Anbauflächen der verschiedenen Trachten abgestellt werden.

Zwischen zehn und fünfzehn Tonnen naturreinen Honig ernten die Neumanns jedes Jahr. Diesen goldenen Schatz vermarkten sie direkt in Gläsern oder weiterverarbeitet als Honigwein und Honigbier. Auch selbst gemachter Bärenfang und Eierlikör mit Honig gehören zum Angebot. „Wer Honig beim Imker kauft, kann sicher sein, ein hervorragendes Produkt zu bekommen. Deutscher Honig unterliegt nämlich strengen Qualitätskriterien und ist deshalb auch international begehrt“, sagt Reinhard Neumann, der mit seinem Unternehmen Mitglied der Honigerzeugergemeinschaft Mecklenburg-Vorpommern ist. Weil Honigbienen auch für Ökologie und Ökonomie – zum Beispiel im Obstbau – eine wichtige Bedeutung haben, unterstützt die Schau-Imkerei den Imkernachwuchs. Neun Schüler der fünften und sechsten Klassen arbeiten zurzeit in der Interessengemeinschaft „Junge Imker“ mit.

Übrigens kommen bei den Neumanns nicht nur Naschkatzen auf ihre Kosten: Honig kann nämlich viel mehr. Er ist zum Beispiel Grundlage für Kosmetika wie Seifen, Shampoos und Duschgels. Außerdem sind Bienenprodukte als Naturheilmittel anerkannt. Propolis, das Kittharz der Bienen, wirkt zum Beispiel antibakteriell, regt Herz und Kreislauf an und erhöht Vitalität und Widerstandskraft.

Imker Neumann kann über diese und viele weitere Dinge reden wie ein wandelndes Lehrbuch. Der Diplom-Landwirt verfolgt aufmerksam die Forschungen zur Heilkraft von Bienenprodukten. Die so genannte Apitherapie, die in der alternativen Medizin eine wichtige Rolle spielt, fasziniert ihn seit vielen Jahren. Dieses Wissen gibt der Fachmann gern weiter. In der Schauimkerei, die im Jahr bis zu 9000 Besucher zählt, auf Märkten und Ausstellungen ist Neumann in ständigem Kontakt mit seinen Kunden. Welche Produkte am besten ankommen, erfährt er so aus erster Hand. Die Kunden wiederum erleben, mit welcher Begeisterung bei Neumanns Honig gemacht wird. Denn wenn Reinhard Neumann über Bienen und ihre Produkte spricht, gerät er regelmäßig ins Schwärmen.

Davon dürfen sich 2010 erneut auch die Besucher der Grünen Woche überzeugen. „Biene“ Neumann ist auf dieser Ausstellung schon ein alter Hase: Zum elften Mal wirbt der Plauer Imker auf der weltweit größten Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau dafür, sich die Vorzüge naturbelassenen Honigs auf der Zunge zergehen zu lassen. Nicht zuletzt kommt sein Honig aus einer Ecke, die zu den schönsten Mecklenburgs gehört. Der Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide und mehrere Naturschutzgebiete liegen direkt vor der Haustür der Schauimkerei Neumann, deren Bienen durch diese traumhafte Landschaft summen. Und so ist ein Glas Honig aus der Mecklenburgischen Seenplatte ein Stück intakte Natur zum Mitnehmen und Genießen.

Zu finden ist die Schauimkerei Neumann am Stand 205.

Goldener Windbeutel

Actimel, Bertolli Pesto, Bahlsen Gourmet-Genießerkuchen, Kinderdrink Biene Maja oder Frucht-Tiger von Eckes Granini – haben Sie schon Ihren Favoriten für den „Goldenen Windbeutel“, den Preis für die dreisteste Werbelüge 2009 gewählt? Bereits mehr als 27.000 Verbraucher haben unter http://www.abgespeist.de ihre Stimme abgegeben. Machen auch Sie jetzt mit, denn je mehr Verbraucher abstimmen, desto deutlicher ist das Signal an die Lebensmittelindustrie. Stimmen Sie bis zum 19. März unter http://www.abgespeist.de ab!

Für dicke Luft dürfte der Windbeutel bei den nominierten Unternehmen jetzt schon gesorgt haben. Allen voran bei Getränkehersteller Eckes-Granini, der mit seinem Kindergetränk „Frucht-Tiger“ im Rennen um den „Goldenen Windbeutel“ ist. Als „gesunden Durstlöscher“ hatte Eckes-Granini das Wasser-Saft-Gemisch beworben. Eine Aussage, bei der jeder Zahnarzt die Hände über dem Kopf zusammen schlagen würde, denn im „Frucht-Tiger“ steckt unter anderem Citronensäure (E330), ein echter Zahnschmelzkiller.

Jetzt hat Eckes-Granini offenbar endgültig eingesehen, dass „gesund“ und „Frucht-Tiger“ nicht zusammenpassen. Von der Verpackung hatte das Unternehmen den Begriff „gesund“ nach eigenen Angaben zwar im Jahr 2008 entfernt. Im Internet, auf fruchttiger.de, wurde das Getränk jedoch weiterhin – ausgerechnet bei den „Elterninformationen“ – als gesund beworben. Erst anlässlich der Wahl zum „Goldenen Windbeutel“ und nachdem foodwatch sie darauf hingewiesen hatte, entfernte Eckes-Granini den Slogan auch von der Internetseite.

Der Verbraucherprotest auf abgespeist.de wirkt. Das Märchen vom „gesunden Frucht-Tiger“ erzählt Eckes-Granini nun nicht mehr.

Auch die Medien greifen die Geschichte um den Windbeutel auf, zahlreiche Fernseh- und Radiosender, Print- und Online-Medien haben über die Wahl berichtet. Der Artikel „Wie ein ‚gesunder Durstlöscher‘ aus der Reklame verschwand“ bei Spiegel Online war die meistgelesene Geschichte des Tages. Den ganzen Text finden Sie hier: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,610850,00.html