Wie viel Trinkgeld ist im Urlaub angemessen?

Nie war die Nachfrage so groß – All-inclusive-Urlaub steht bei den Deutschen hoch im Kurs. Egal ob Urlaub im Resort, auf dem Schiff oder als Wandertour: Im besten Fall wird einmal gezahlt und damit ist alles abgegolten. „Deutsche Urlauber möchten am liebsten schon vor Reisebeginn genau wissen, welche Kosten sie insgesamt erwarten. Zusätzliche Gebühren für das leibliche Wohl oder Servicepauschalen sind ungern gesehen“, weiß Malte Köster, Geschäftsführer von kreuzfahrtberater.de. Trotzdem sollte sich jeder Reisende damit auseinandersetzen, welche Trinkgelder und Service-Entgelte angemessen sind. Wer bekommt was und vor allem wie viel?

Ausdruck der Zufriedenheit
Bereits vor Urlaubsantritt sollte man sich über die Gepflogenheiten der Destination informieren. In Japan beispielsweise hat Trinkgeld keine Tradition und ist abseits von Touristenzentren sogar verpönt“, erläutert Malte Köster. „Hierbei handelt es sich jedoch eher um eine Ausnahme.“ Und so ist das Personal, unabhängig davon, ob es ein All-inclusive-Urlaub ist oder nicht, in vielen Ländern aufgrund des geringen Gehaltes auf eine Zuwendung angewiesen. Bei Taxifahrten hilft die Faustregel, den Betrag einfach aufzurunden, auch Kofferträger freuen sich über eine kleine Anerkennung. Bei Zimmermädchen sollte bereits bei der Anreise ein erster kleiner Obolus auf dem Kissen platziert werden. Natürlich handelt es sich beim Trinkgeld um einen Bonus, der die Zufriedenheit des Gastes mit dem ihm gebotenen Service ausdrückt. Nur dann sollte er auch gezahlt werden.

Einmal zahlen – alles genießen?
Auch auf dem Schiff beugen sich viele Reedereien mittlerweile den Wünschen ihrer Gäste, sodass immer mehr Schiffe nicht nur auf All-inclusive-Angebote setzen, sondern auch Trinkgelder in den Gesamtpreis einrechnen. „An Bord ist klar der Trend zu beobachten, dass sich das Konzept ,Einmal zahlen – alles genießen‘ immer stärker durchsetzt“, erzählt der Experte von kreuzfahrtberater.de. Andere Anbieter hingegen geben Empfehlungen oder setzen auf eine entsprechende Regelung. Während beispielsweise bei AIDA Cruises und TUI Cruises alles inklusive ist, schreibt die Royal Caribbean Gruppe – zu der unter anderem das aktuell größte Kreuzfahrtschiff, die Harmony of the Seas gehört –, dass ein marktübliches Trinkgeld von 13,50 bis 16,50 US-Dollar pro Person und Reisetag für Kabinenservice und Bedienung zu entrichten ist. Norwegian Cruise Line stellt es den Gästen frei, ermutigt jedoch guten Service der Mitarbeiter angemessen zu honorieren und auch MSC Kreuzfahrten S. A. empfiehlt ein Trinkgeld und verweist darauf, dass dies international üblich sei.

„Letztlich gilt: Unabhängig davon, ob ein All-inclusive-Urlaub gebucht wurde oder nicht, guter Service sollte immer honoriert werden und nur so kann man sicher sein, dass das Geld auch an der richtigen Stelle ankommt“, erklärt der Experte von kreuzfahrtberater.de abschließend.

Restauranttipps für Portugals Algarve

Ob gegrillt, gebraten oder am Spieß: An der Algarve genießen Urlauber eine solche Vielfalt an Fischgerichten wie kaum in einer anderen Region Europas. Kein Wunder, dass hier Essen gehen eine wahre Freude ist. Der Portugalspezialist OLIMAR Reisen stellt fünf der beliebtesten Restaurants vor.
 
Auf über 200 Kilometern Küste gibt es von einfachen Fischerkneipen bis preisgekrönten Michelin-Restaurants alles, was die landestypische Küche Portugals ausmacht. In kleinen, eher einfach gehaltenen Lokalen, können Gäste schon für zehn Euro Fischspezialitäten probieren, die daheim ein Vielfaches kosten. Manche Lokale, die so genannten „Tascas“, bieten günstige Mittagsgerichte (prato do dia) an – mal mit Fleisch, mal mit Fisch, aber immer frisch. In einigen Restaurants können auch halbe Portionen (meia dose) bestellt werden, für den kleinen Hunger zwischendurch.
 
Dass Fisch am liebsten gegessen wird, merkt man schon an den vielen Fischmärkten der Region. In der Küstenstadt Olhão beispielsweise ist die Auswahl auf den Verkaufstischen riesengroß. Kenner wie der Küchenchef Vitor Veloso wählen hier zielsicher ihre Zutaten für die Cataplana, den traditionellen algarvianischen Römertopf, aus. Gäste können ihn auf seiner Einkaufstour begleiten und danach die Cataplana mit ihm gemeinsam zubereiten. Diese in einem Scharnier zusammengehaltene Doppelpfanne aus Kupfer oder Eisen funktioniert zugeklappt wie ein Schmorgefäß. Gemüse, Fisch und Meeresfrüchte werden je nach Gericht hierin schonend zusammen gegart. Früher wurde die Cataplana auf offenem Feuer oder auf Holzkohleöfen verwendet. Heute nutzen die meisten einen Gasherd für den gewölbten Topfboden. Oft werden zu einer Fisch-Cataplana noch Zwiebeln, Paprika, Knoblauch, Lorbeer und Weißwein hinzugegeben – und neuerdings auch mit Koriander verfeinert. Kartoffeln und Salat dienen gern als Beilage. Das Restaurant À Terra liegt an der Ostalagarve zwischen Faro und Tavira, etwa zehn Autominuten von Olhão entfernt. Es ist Teil des eleganten Vila Monte Landhotels, eingebettet in ein neun Hektar großes Parkareal mit eigenem Gemüsegarten und 55 ruhig gelegenen Zimmern.
 
Restaurants an der Westalgarve
Auch im Westen, insbesondere in Portimão und Lagos, gibt es einige empfehlenswerte Restaurants. Der Portugal-Spezialist OLIMAR rät seinen Gästen zu folgenden:
 
Dona Barca: Mitten in Portimão unter der alten Arade-Brücke, finden Kulinariker eine gute Adresse im Restaurant Dona Barca (Largo da Barca, 22). Für kleines Geld sitzt man hier in einem ursprünglichen Lokal einer Familie, das bekannt für seine gegrillten Sardinen ist. Die frischen Muscheln sind hier ebenso zu empfehlen wie der kühle Vinho Verde oder Vinho Branco direkt vom Fass. Da das Restaurant auch gerne von Portugiesen besucht wird, sollte man mit mehreren Personen zuvor einen Tisch reservieren.
 
Os Salgados: Früher eine einfache Strandbude, heute eines der besten Fischlokale an der Algarve. Direkt am gleichnamigen Strand Praia dos Salgados in Albufeira gelegen, bietet dieses stilvoll eingerichtete Restaurant hervorragende Fischgerichte zu moderaten Preisen. Hinzu kommt, dass sie ringsherum windgeschützt errichtet wurde, so dass hier in gemütlich-romantischer Atmosphäre auch am Abend gespeist werden kann.
 
Bahia Beach Bar: In Lagos, direkt am Strand Meia Praia, überzeugt diese Bar mit ihren leckeren Snacks für zwischendurch (Salate, Sandwich, Tapas) sowie auch einem guten Thunfisch-Steak. Portugiesische Weine findet man hier ebenso auf der Karte wie lokale Biere. Oder man bestellt sich für den Sundowner einen Mojito oder Caipirinha – beide sehr zu empfehlen. Jeden Sonntagnachmittag spielt zudem eine Live-Band in der Bar. Die ideale Adresse für Chill-out am Strand.
 
Tasca da Lota: Das portugiesische Fischrestaurant zwischen Bahnhof und Fischerhafen von Lagos (Doca Pesca de Lagos, 19e) wird gern von Einheimischen besucht. Der Grund: Frischer Fisch und eine reiche Auswahl an Tagesgerichten. Probieren sollte man z. B. den Bacalhau, getrockneter Kabeljau, Portugals Nationalessen.
 
Qualitätswein von der Algarve
Die Weine der Algarve standen lange im Schatten der berühmten portugiesischen Anbauregionen Douro und Alentejo. Seit ein paar Jahren hat sich dies geändert, aufgrund kleiner und zum Teil auch neuer Weinanbauer, die ihre Produktion komplett umgestellt haben. Neben den Rotweinen (vinho tinto) aus heimischen Rebsorten (z. B. Castelão und Negra Mole), wird zunehmend auch mit internationalen Sorten wie beispielsweise Cabernet Sauvignon oder Syrah aus Frankreich experimentiert. Vermehrt sind an der Algarve auch hochwertige Weißweine (vinho branco) zu finden, beispielsweise aus der Verdelho-Traube. Oder man entscheidet sich für einen Rosé. Auch hier sind in den Anbaugebieten um Tavira, Lagoa, Portimão und Lagos einige gute Winzer am Werk.
 
OLIMAR Hoteltipps
Vila Monte Country & Spa Hideaway, Moncarapacho: Dieses ruhig und idyllisch gelegene Anlage wurde im typischen Algarve-Stil in hellen Farben erbaut und erst kürzlich komplett renoviert. Die 55 eleganten und großen Zimmer, eine Top-Gastronomie mit lokaler und Gourmet-Küche sowie Möglichkeiten zu Sport und Wellness sorgen für erholsame Tage. Eine Nacht im Doppelzimmer mit Frühstück kosten pro Person ab 101 Euro (z. B. 14.06.-23.06.), eine Woche pro Person ab 769 Euro (z. B. am 09.07. oder 20.08.). www.olimar.de/fao040
 
Tivoli Marina Portimão: Moderne Hotelanlage mit neuem Yachthafen, gute Lage zu Strand, Meer und weiteren Ausflugszielen. Drei Nächte im Studio mit Frühstück pro Person ab 150 Euro (z.B. am 21.06., 30.06. oder 02.07.). www.olimar.de/fao348
 
Bela Vista Hotel und Spa, Praia da Rocha: Das stilvolle Herrenhaus aus dem frühen 20. Jahrhundert wurde aufwändig renoviert und vor wenigen Jahren als kleines Bou­tique-Hotel wiedereröffnet. Es liegt mitten im Geschehen an der zentralen Uferpromenade über dem Strand (direkter Zu­gang) und ist eine Oase der Ruhe in dem sonst so pulsierenden Badeort. Eine Nacht im Doppelzimmer mit Frühstück pro Person ab 124 Euro (z. B. 25.08.-30.08.). www.olimar.de/fao337
 
Tivoli Lagos: Architektonisch geschickt ins Ortsbild am Rande der historischen Altstadt eingefügt, logieren Urlauber hier in einem Kom­forthotel in prädestinierter Lage. Mit dem kostenlosen Shuttlebus erreichen sie schnell den hoteleigenen Beach-Club am weitläufigen Dünenstrand Meia Praia. Eine Nacht im Doppelzimmer mit Frühstück pro Person ab 50 Euro (z. B. am 18.06., 28.06. oder 30.06.), eine Woche pro Person ab 420 Euro (z. B. 20.08.). www.olimar.de/fao214
 
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Wie wir betrogen werden

Der Preistrick mit dem Füllmengen-Karussell: Wie Hersteller und Händler an der Preisschraube drehen

Versteckte Preiserhöhungen mit sogenannten Mogelpackungen, bei denen der Inhalt verringert wird, der Preis aber unverändert bleibt, sind immer wieder Anlass für Beschwerden bei den Verbraucherzentralen. Nun bedienen sich Hersteller eines neuen Tricks, indem sie für ihre Produkte nach einer meist mehrstufigen Schrumpfkur mit mehr Packungsinhalt werben und gleichzeitig der Preis im Supermarkt deutlich steigt. Die Verbraucherzentrale Hamburg erklärt, wie der Preistrick mit dem Füllmengen-Karussell funktioniert.

Nach Beobachtungen der Hamburger Verbraucherschützer hat beispielsweise der Konsumgüterkonzern Henkel in den letzten Jahren Schritt für Schritt die Anzahl der Waschladungen seines Persil Flüssigwaschmittels von zunächst 20 auf 18, dann 16 und schließlich 15 reduziert. Aktuell steht groß „dauerhaft mehr Inhalt“ auf der Packung, weil wieder 20 Waschladungen pro Flasche verkauft werden. Den vermeintlichen Vorteil lassen sich Hersteller und Händler teuer bezahlen. Je nach Drogerie oder Supermarkt beträgt die mit der neuen alten Packungsgröße verbundene Preiserhöhung in 2016 bis zu 26 Prozent. Bei den beiden anderen Henkel-Marken Weißer Riese und Spee ist dasselbe zu beobachten. Eine Preiserhöhung von jeweils bis zu 16 Prozent sind es für die „neue schlaue Größe“ von Spee und die „neue, einfach riesige Größe“ des Weißen Riesen.

Auch bei den Mars Minis wurde allmählich die Füllmenge von 250 über 235 und 221 auf schließlich 200 Gramm pro Packung gesenkt. Nun liegen die Schokoriegel des gleichnamigen Herstellers wieder als 250-Gramm-Pack im Regal, und Verbraucher zahlen schon seit 2015 bis zu 40 Prozent mehr als noch vor sieben Jahren.

„Der Kunde ist schon lange nicht mehr König, sondern wird bei diesem Mengenwirrwarr zum Narren gehalten. Die Hersteller wollen ihren Umsatz mit positiven Werbebotschaften ankurbeln und locken Verbraucher auf eine falsche Fährte, um höhere Preise zu etablieren“, meint Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg. Die häufig vorgebrachten Argumente für die Füllmengenreduzierungen in den letzten Jahren, wie beispielsweise kleinere Packungsgrößen für Singles oder weniger Kalorien pro Packung zur Prävention von Übergewicht, entpuppten sich im Nachhinein als plumpe Ausreden.

„Wir benötigen endlich eine Transparenzplattform, auf der Hersteller vorab Füllmengenänderungen melden müssen“, fordert Valet. Nur so könnten Verbraucher beim Einkauf halbwegs auf Augenhöhe mit Herstellern und Handel agieren.

So schmeckt Thailand

Thailändisches Essen ist über die Landesgrenzen hinaus bekannt und erfreut sich in vielen Teilen der Welt großer Beliebtheit. Seine Vielseitigkeit reicht von würzig-scharfen Gerichten über süßes, saures und salziges bis hin zu für europäische Gaumen eher bitteren Speisen. Verschiedenste Geschmacksrichtungen und Aromen werden in Form mehrerer Gerichte gelungen kombiniert, unter anderem auch dank chinesischer und indischer Einflüsse, aus deren Mischung sich die thailändische Küche teilweise entwickelt hat.

Aus China stammen beispielsweise die vorherrschende Gartechnik im Wok, verschiedene Fisch- und Fleischgerichte sowie viele Süßspeisen und Desserts. Aus der indischen Küche hingegen wurden zahlreiche Currys sowie die Verwendung von Kokosmilch übernommen; beides ist aus der heutigen thailändischen Küche nicht mehr wegzudenken. Regionale Unterschiede machen sich vor allem beim Thema Schärfe bemerkbar; so wird im Süden schärfer gekocht als im Norden, wo mildere Gerichte überwiegen. Ein ideales thailändisches Menü besteht oft aus einer Mischung aus scharfen, milden, süßen und sauren Gerichten, beispielsweise einer klaren Suppe, einem scharfen Salat und einer Auswahl an Soßen zum Dippen. Um die Schärfe der großzügig verwendeten Chilis auszugleichen, gibt es zum Dessert meist besonders süße Nachspeisen oder frisches Obst.

Was die Tischkultur betrifft, ist es in Thailand üblich, gemeinsam mit mehreren Leuten zu essen, denn man stillt nicht nur seinen Appetit, sondern isst mit Freude und Genuss in guter Gesellschaft. Jeder bestellt sein Lieblingsgericht, doch alle Speisen werden in der Mitte des Tisches serviert, sodass sich alle nach Herzenslust von verschiedenen Tellern bedienen und unterschiedliche Gerichte probieren können, was die thailändische Esskultur noch etwas vielfältiger macht. Wer selbst mal Hand anlegen und den thailändischen Geschmack mit nach Hause nehmen möchte, findet in vielen Teilen Thailands Kochkurse zu verschiedensten kulinarischen Themen. Die meisten dieser Kurse, die oft auch in größeren Hotels angeboten werden, beginnen auf lokalen Märkten, wo auch Einheimische ihre Kochzutaten einkaufen. Thai-Kochkurse reichen von Tageskursen bis hin zu kompletten Trainingsprogrammen für ambitionierte Köche und sind über die Hauptstadt Bangkok hinaus im ganzen Land zu finden, unter anderem auch im Rahmen von gemeindebasierten Tourismusprojekten in den weniger bereisten Regionen.

Weitere Informationen und Kochschulen in Bangkok finden Sie unter:
www.cookingwithpoo.com
www.blueelephantcookingschool.com/home_bangkok.php
www.amitathaicooking.com

Wie viel Gluten ist wirklich drin?

In einem Verbundprojekt hat die Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie (DFA) in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) 43 ausgewählte Lebensmittel und Getränke auf ihren exakten Glutengehalt untersucht. Bisher fehlten diese Angaben, die für Fachpersonal und von einer Lebensmittelunverträglichkeit betroffenen Personen relevant sind. „Unsere langjährige Expertise im Bereich der Glutenanalytik ermöglicht es, erstmals belastbare Glutengehalte in Lebensmitteln anzugeben“, so Prof. Dr. Peter Schieberle, Direktor der DFA. Das Projekt – gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten – hilft somit, einen gesicherten Überblick über die Gehalte an Gluten zu geben.

Werte für Getreide, Mehle, Brote und Biere
Erwartungsgemäß enthalten Weizen und die daraus hergestellten Mehle die höchsten Glutengehalte. Nur Dinkel und Dinkelmehle weisen höhere Werte aus. So enthält beispielsweise das Dinkelmehl Type 630 im Mittel 10.300 mg Gluten/100g. Zum Vergleich: Das bevorzugte Haushaltsmehl ist das Weizenmehl Type 405 mit 8.660 mg Gluten/100 g. Die niedrigsten Glutengehalte weisen im Vergleich zu den anderen untersuchten Getreidearten und Getreideprodukten Roggen (3.177 mg/100 g ganzes Korn) und Roggenprodukte auf. Im Vergleich zu Dinkelmehl hat Roggen zwei Drittel weniger Gluten.

Bei den untersuchten Bieren enthält Weißbier mit 274 mg/100 g den höchsten Glutengehalt. Demgegenüber liegt die Glutenmenge beispielsweise im Pilsener Lagerbier deutlich niedriger, bei nur 1,2 mg/100 g. Demnach verfügen das Pilsener Lagerbier zusammen mit weiteren Bieren wie Vollbier (hell, dunkel), alkoholfreies Bier und Malzgetränk über einen „sehr geringen Glutengehalt“. Laut EU-Verordnung dürfen Produkte so bezeichnet werden, wenn sie den Grenzwert von 100 mg Gluten/kg Lebensmittel nicht überschreiten. „Glutenfrei“ deklarierte Produkte können ebenfalls Gluten enthalten, solange ein Höchstgehalt von 20 mg/kg nicht überschritten wird.

Zöliakiepatienten müssen, Glutensensitive sollen Gluten meiden
Für Menschen, die an Zöliakie oder Glutensensitivität leiden, ist es unabdingbar, Gluten aus der Nahrung zu verbannen. Bei Zöliakie, einer chronischen Erkrankung der Dünndarmschleimhaut, bilden sich bei Aufnahme glutenhaltiger Lebensmittel die Darmzotten zurück. In Folge verringert sich die Oberfläche des Dünndarms und der Körper kann nicht genügend Nährstoffe aufnehmen. „Die einzige Therapie dieser Erkrankung ist der lebenslange Verzicht auf glutenhaltige Lebensmittel, denn selbst Spuren von Gluten können bei Zöliakiepatienten Beschwerden auslösen“, sagt Dr. Wolfram Schaecke, Leiter des KErn. Anders ist es bei der Glutensensitivität: Bei dieser Unverträglichkeitsreaktion klagen Betroffene zwar über körperliche Beschwerden, allerdings findet keine Schädigung der Darmschleimhaut statt. „Wichtig ist in der Diskussion um Gluten, dass es sich weder bei Zöliakie noch bei Glutensensitivität um eine Allergie handelt“, so Schaecke weiter. Bei einer
Weizenallergie, die bei nur 0,1 bis 0,5 % der Bevölkerung auftrete, kommt es zur Ausschüttung eiweißspezifischer Antikörper, die im Blut nachgewiesen werden können. Bei Lebensmittelunverträglichkeiten, dieoft ähnliche Symptome wie die einer Allergie aufweisen, ist das nicht der Fall.

Die vollständigen Glutenwerte sind dem Daten und Faktenblatt „Gluten in Getreide und Getreideerzeugnissen“ auf www.KErn.Bayern.de zu entnehmen.

Lebensmittelkennzeichnung

Was die Herstellerangabe verrät – und was nicht

Wer Fragen zu einem Produkt hat oder Grund zur Reklamation, findet auf vorverpackten Lebensmitteln eine Herstellerinformation. Diese Angabe informiert darüber, wer für die Sicherheit und Qualität des Produktes verantwortlich ist. Das kann der Hersteller selbst sein, aber auch der Verpacker oder ein Importeur, der in der Europäischen Union niedergelassen ist. Die Angabe muss so genau sein, dass ein Brief zugestellt werden könnte, so die Vorgabe der europäischen Lebensmittelinformationsverordnung.

Die Herstellerangabe ist aber nicht unbedingt das Gleiche wie die geografische Herkunft eines Lebensmittels. Ein Hinweis auf die geografische Herkunft ist nur verpflichtend bei frischem Obst und Gemüse, frischem Fleisch von Rind, Schwein, Geflügel, Schaf und Ziege sowie bei Fisch, Eiern, Honig, nativem Olivenöl und Biolebensmitteln mit EU-Bio-Logo. Auf abgepackten Tomaten steht dann beispielsweise „Ursprungsland: Spanien“, der Verpacker oder Importeur kann aber zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen sitzen. Seine Adresse muss ebenfalls auf der Packung stehen.
Wenn die Kunden ohne eine Ursprungsangabe einen falschen Eindruck von der Herkunft des Produktes bekämen, etwa weil eine Fahne oder eine länderspezifische Besonderheit auf der Packung abgebildet ist, dann ist ein Hinweis auf die geografische Herkunft zwingend. Bei einer italienischen Minestrone, die in Deutschland produziert wurde, muss beispielsweise zusätzlich der Hinweis „Herkunft: Deutschland“ stehen.

Nur in manchen Fällen lässt sich vom Hersteller auf den Ursprung der Ware schließen. Etwa bei der Direktvermarktung von hofeigenen Erzeugnissen wie hausgemachten Nudeln oder Brot aus eigenem Getreide. Doch auch hier müssen Herkunft und Herstellung der Ware nicht zu 100 % übereinstimmen. Wenn beispielsweise Konfitüren aus heimischen Früchten im hofeigenen Laden verkauft werden, dann muss der Zucker nicht zwingend aus der eigenen oder örtlichen Produktion stammen.
Dr. Christina Rempe, www.aid.de

Weitere Informationen:
Alles zur neuen Lebensmittelinformationsverordnung finden Sie im aid-Heft „Achten Sie aufs Etikett“, Bestell-Nr. 1140, Preis: 4,00 Euro
www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=1140

Restaurant-Hotspots in Queenstown

Das quirlige Queenstown auf der Südinsel Neuseelands ist ein Outdoormekka für Adrenalinjunkies. Rafting, Mountainbiken, Bungee-Jumping, Skydiving, … Aber Abenteuer machen schließlich hungrig. In den lebhaften Straßen des überschaubaren Ortes entwickelt sich eine spannende Restaurantszene. Ob ganz neu oder bereits etabliert; ob elegant, modern, gemütlich oder eher entspannt – eines haben fast alle gemeinsam: regional und saisonal darf es sein.

Elegante Oase – das neue Sherwood
Bei Kulinarikfans ist seit diesem Jahr das neue Sherwood mit seiner gemütlich-rustikalen Atmosphäre im Gespräch. Drei Kilometer von Queenstown entfernt, direkt am Lake Wakatipu, vereint es Hotel, Restaurant, Bar und ist mit seinem Angebot an Yoga, Pilates und ayurvedischen Massagen auch ein Ort der Entspannung. Alle Zutaten, die im Restaurant verwendet werden, stammen aus dem eigenen Biogarten und von umliegenden Farmen; in der Bar werden Weine von den besten unabhängigen Weinproduzenten Neuseelands ausgeschenkt. Selbst die kreative Cocktailkarte passt sich der Saison an – zurzeit schmecken die Cocktails beispielsweise nach Rosmarin und Rhabarber. www.sherwoodqueenstown.nz

Drei in eins – Grazë
Grazë nennt sich das neue Konzept, das drei Bereiche verbindet: einen kleinen Markt, ein Restaurant und gleich nebenan eine Boutique-Bar. Hier ist alles „homemade“, wie die Neuseeländer sagen würden: selbst gebackenes Brot, kalt gepresste Säfte, eine eigene Eismanufaktur und eine kleine, innovative Brauerei, in der regelmäßig wechselnde Biersorten probiert werden können. Und es gibt weitere Pläne: Die Familie des Besitzers betreibt eine eigene Farm in Southland und hofft, eines Tages auch das gesamte Fleisch vom eigenen Hof beziehen zu können. Grazë ist ein Ort, an dem Einheimische und Gäste sich gleichermaßen zu Hause fühlen – zum Beispiel auf Queenstowns erster beheizter Bank. www.grazenz.co.nz

Auf den Spuren der Royals – Amisfield Winery & Bistro
Nur fünfzehn Fahrminuten von Queenstown, mit Blick auf den Lake Hayes, liegt das elegante Amisfield Winery & Bistro. Mit achtzig Hektar zählt Amisfield zu den größten Weingütern Neuseelands, Hauptfokus liegt auf dem beliebten Pinot Noir. Den probierten hier übrigens auch schon royale Gäste: Prinz William und Herzogin Kate besuchten Amisfield für eine Weinprobe auf ihrer Neuseelandreise im letzten Jahr. Im Restaurant entscheidet der Koch Vaughan Mabee, was auf die Teller kommt – je nachdem, welche regionalen Produkte an dem Tag frisch und nach Saison verfügbar sind. Üblicherweise werden alle Gerichte geteilt, das Überraschungsmenü gibt es ab zwei Personen. Und auch der passende Wein fehlt selbstverständlich nicht. www.amisfield.co.nz

Fast mitten im Grünen – das Rata
Das charmante Rata gehört dem international bekannten neuseeländischen Sternekoch Josh Emett, der so oft wie möglich auch selbst hinter dem Herd steht oder sich auf einen Plausch mit seinen Gästen trifft. Für dieses Restaurant ließ er sich vom Süden Neuseelands inspirieren. So spiegelt sich die grüne Umgebung Queenstowns auch im Interieur des Restaurants wider. Ein Hingucker ist die Wand, die durch ein riesiges Foto den Ausblick auf ein Stück Regenwald simuliert. Für die Salzstreuer auf den Tischen hat Emetts Businesspartnerin Fleur Caulton die Flussufer nach schönen Kieselsteinen abgesucht. Nicht nur im Ambiente oder dem freundlich-entspannten – typisch Kiwi – Service, auch im Menü zeigt sich die neuseeländische Handschrift. Wer hier bestellt, bekommt Austern, Lachs, Lamm oder Rind, jeweils zusammengestellt in farbenfrohen Kombinationen. www.ratadining.co.nz

Buntes Treiben – im Madam Woo
Asiatische Fusionsküche im Street Food Style bekommt man für moderate Preise im lebendigen Madam Woo direkt in Queenstown. Auf der Karte finden sich authentische malaysische und chinesische Gerichte: Gegrillte Riesengarnelen in Erdnusssoße, gebratene Ente, Salate mit Litschi und Zuckerpalmendressing; als süßen Abschluss vielleicht ein Zitronengras-Mousse mit Goji-Beeren, den gesunden Vitaminbomben aus China. Beliebt ist auch das Lunchmenü mit Madams Lieblingskompositionen. www.madamwoo.co.nz

Die Institution in Queenstown – Fergburger
Kein Besucher sollte die Stadt verlassen, ohne mindestens einmal Fergs Gourmetburger gekostet zu haben. Denn sie gelten seit Eröffnung 2001 als die besten Burger Neuseelands. Zur Wahl stehen neuseeländisches Rind, Lamm und Huhn, aber Ferg bietet auch vegetarische Optionen mit Tofu oder Falafel. Das besondere sind aber die überraschenden Noten, die man je nach Burger zusätzlich herausschmeckt: Ananas, Aprikose, Minze, Ingwer und Kokosnuss, um nur ein paar Varianten zu nennen. Kaum zu glauben, das alles in einem Loch in einer Wand begann, wo man Partygängern nachts einen späten Fastfoodsnack anbieten wollte. Heute hat der Laden 21 Stunden am Tag geöffnet, um alle hungrigen Menschen zu beglücken, die teilweise extra für den Burger nach Queenstown reisen. www.fergburger.com

Warum nach Queenstown?
Oft als „Hauptstadt des Abenteuers“ bezeichnet, ist Queenstown ein beliebtes Besucherziel in Neuseeland. Die Stadt liegt auf der neuseeländischen Südinsel in Central Otago, direkt am Lake Wakatipu, umringt von den Bergketten der angrenzenden Remarkables. Die Bandbreite an Abenteuern wie Jetboatfahren, Reiten oder Raften liegt nicht nur an den verrückten Kiwis (Einwohner Neuseelands), sondern vor allem an der vielseitigen Natur, die die Stadt umgibt. Einst wurde hier durch den Pionier AJ Hackett das Bungee-Jumping zum öffentlichen Sport. Es wird ganzjährig angeboten, beispielsweise von der 60 Meter hohen Brücke über dem Shotover Canyon. Im Winter verwandelt sich die Gegend rund um Stadt in ein beliebtes Skigebiet. Queenstown bietet jedoch auch den entsprechenden Ausgleich wie Spa-Behandlungen, gemütliche Stadtbummel, exzellente Restaurants und regionale Weine.

www.newzealand.com

Im Urlaub ausgefallen, gut und günstig essen

Kulinarischer Genuss muss kein Vermögen kosten

Im Gegensatz zu anderen Europäern geben die Bundesbürger für Essen deutlich weniger Geld aus: nur knapp 15 Prozent ihres Einkommens, so die EZB. Rund doppelt so viel geben beispielsweise Portugiesen und Griechen, aber auch Slowenen für Essen aus. Die Bundesbürger geben nicht nur relativ wenig Geld für Essen aus, sondern essen in der Mittagspause am liebsten fettig und fleischhaltig. Das beliebteste Kantinenessen ist Currywurst, gefolgt von gebackenem Seelachsfilet mit Kräutersoße und Kartoffeln.

Im Urlaub darf es dann – und das ist aus Sicht von Ernährungsexperten durchaus begrüßenswert – bei den meisten etwas ausgefallener, gesünder und qualitativ besser sein. Doch wenn Familien laut FUR-Studie für den gesamten Urlaub insgesamt pro Kopf weniger als 1.000 Euro ausgeben, darf ein einzelnes Mittag- oder Abendessen natürlich nicht 50 Euro pro Person kosten. Doch wo können Urlauber in Deutschland sehr gut ausgefallen essen, ohne dass es gleich das Reisebudget sprengt? Hier sechs Beispiele:

Im Café des Emsland Moormuseums in Groß Hesepe kostet die Bratwurst vom Bentheimer Schwein nur 2,60 Euro. Für die Siedler, die nach dem Ersten Weltkrieg die Region in der deutsch-niederländischen Region urbar gemacht haben, war Fleisch der vom Aussterben bedrohten Haustierrasse ein Sonntagsfestessen. Häufiger kamen Buchweizenpfannkuchen auf den Tisch. Den können Gäste im Moormuseum- Café für 8,00 Euro ebenfalls probieren. www.moormuseum.de/museumscafe

Pumpernickel-Torte aus Roggen, der in der 200 Jahre alten Mühle direkt über den Köpfen der Gäste gemahlen wird, gibt es in Enkings Mühle in Emsbüren für 2,40 Euro. Das gesunde Pumpernickelbrot ohne jegliche Zusatzstoffe wird 24 Stunden lang bei niedriger Temperatur gebacken (500 Gramm für 1,50 Euro) und ist so begehrt, dass es an Kunden in ganz Deutschland per Post verschickt wird. www.enking.de

Der Slow Food-Bewegung hat sich der Landgasthof Backers in Twist verschrieben. Hier erhalten Kinder statt Hamburger mit Pommes beispielsweis gebuttertes Vollkornbrot mit Nordseekrabben und Wachtelspiegelei für 9,90 Euro und Erwachsene können Rindertartar mit Jakobsmuschel, Krabben-Apfelsalat und Rote Bete für 15,90 Euro probieren. www.gasthof-backers.de

Wer statt abgepacktem Scheibenkäse aus dem Supermarkt ausgefallene Käsesorten aus ganz Europa probieren möchte, ist bei „Feiner Käse Hemmen“ in Haren an der richtigen Adresse. Die Tester von „Feinschmecker“ sowie „Essen und Trinken“ sind von Auswahl und Qualität seit Jahren begeistert. Hier finden Urlauber alles für ein Gourmet-Picknick in den ausgedehnten Moorgebieten in der Region, beispielsweise hausgemachten Cranberry & Schnittlauch-Frischkäse für 3,20 Euro oder Trüffelbrie für 6,43 Euro. www.feiner-kaese.de

Zu gutem Käse passt natürlich auch exzellenter Schinken. In Werpeloh, zwischen Meppen und Papenburg, reift der Schinken bei hoher Luftfeuchtigkeit über mehrere Monate. Durch das Räuchern mit Buchen- und Eichenholzspäne bekommt er einen herzhaften Geschmack. Ein Kilo Schinken am Stück kostet 17,90 Euro. www.schinkenhof-nieters.de

Zum Edel-Picknick mit Schinken und Käse passt ein besonderer Korn. Rosche in Haselünne brennt den seit 1792 und baut den Weizen sogar selbst an, so dass nur eigene Zutaten für den Korn verwendet werden. Daraus entsteht dann beispielsweise der Lingener 38 Gold für 15,49 Euro. www.rosche.de

Das Emsland erstreckt sich über 2.880 Quadratkilometer von der nordrhein-westfälischen Landesgrenze bei Rheine bis zur Grenze Ostfrieslands bei Papenburg und ist damit flächenmäßig größer als das Bundesland Saarland. Rund 1.000.000 Urlauber verzeichnet die Emsland Touristik jährlich, die meisten von ihnen sind Radwandertouristen und Familien. Die Region bietet mit über 3.500 Kilometern ein ausgeprägtes Radwegenetz entlang der Flussläufe von Ems und Hase, Moore und Wälder, aber auch zahlreiche Bauern- und Ferienhöfe, die als besonders familienfreundlich zertifiziert sind.

Löwenzahn

Die warmen Temperaturen und der viele Regen haben allerorten Löwenzahngewächsen einen kräftigen Schub gegeben. Auf Wiesen, an Wegrändern und in Gärten machen sich ihre Rosetten mit den gezackten Blättern breit, die Blüten strahlen um die Wette. Der Nachschub für die Löwenzahn-Küche ist also gesichert.

Besonders lecker sind frisch geerntete, saftig grüne Blättchen im Salat beispielsweise mit einem Dressing aus Walnussöl und Rotweinessig. Dabei können sie gut mit anderen Wildkräutern oder Blattsalaten, aber auch mit Cherrytomaten oder gehaltvolleren Zutaten wie Linsen, Käsestreifen oder gekochtem Ei kombiniert werden. Im Pesto harmoniert das herbe Aroma der wilden Blätter gut mit Mandeln, in Brotaufstrichen mit Frischkäse und Nüssen.

Löwenzahnblüten haben sich vor allem dank ihrer leuchtend gelben Farbe eine Nische erobert: Sie kommen als Dekoration auf Vorspeisen und Salaten zum Einsatz oder werden mit Zucker und Wasser zu Sirup, Gelee oder süßem Fruchtaufstrich verarbeitet.

Löwenzahn überzeugt vor allem durch seinen hohen Gehalt an Vitamin C und D sowie an Kalium. „Seine wichtigsten Wirkstoffe sind jedoch die Bitterstoffe. Sie regen die Verdauung an“, erläutert Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler beim aid infodienst. Daher ist Löwenzahn in der Naturheilkunde sehr beliebt. Dort werden die Blätter gerne als Tee zubereitet.

In der Küche hingegen können die Bitterstoffe auch stören. Je nach Sorte und Saison kann ihr Gehalt so hoch sein, dass er jeden anderen Geschmack überlagert oder einfach nur unangenehm ist. Das lässt sich mit einigen Tricks vermeiden. Die einfachste Methode ist, die frischen Blätter vor der Zubereitung ein bis zwei Stunden in kaltes Wasser zu legen. „Einfacher ist es, den bitteren Geschmack durch andere Zutaten zu mildern“, empfiehlt Harald Seitz. Beliebte Partner im Salat sind deshalb Kartoffeln, Äpfel oder geröstetes Brot. Auch ein Schuss Sahne oder etwas Schmand im Dressing harmonisiert das Aroma. Der Gemeine Löwenzahn von der Wiese im Garten enthält besonders viele Bitterstoffe, erst recht, wenn er nach der Blüte geerntet wird. Etwas milder ist Zuchtlöwenzahn. Er kommt vor allem aus Frankreich in den Sommermonaten in die deutschen Läden. Auch der ebenfalls milde gebleichte Löwenzahn ist manchmal zu haben.
Eva Neumann, www.aid.de

Sterneküche im frostigen Schockzustand

In Zeiten, in denen frische saisonale und regionale Produkte Hochkonjunktur haben, scheinen tiefgefrorene Lebensmittel vergleichsweise wenige Vorzüge zu bieten. Dass das absolut nicht der Fall ist, beweist der intensive Einsatz des Schockfrosters in der Sterneküche. Inspiriert von Profiköchen hat KitchenAid eine Gerätelösung für Zuhause entwickelt.

Ungeduldig erwarten Frischefans jedes Jahr die ersten Erdbeeren von heimischen Feldern. „Jeder, der schon einmal tiefgefrorene Erdbeeren aufgetaut hat, kennt das Problem: Frische Früchte können beim klassischen Einfrieren ihre Eigenschaften verlieren, da die sich bildenden großen Eiskristalle die Zellwände beschädigen können“, erklärt Sternekoch Marco Müller aus dem Rutz Restaurant in Berlin. Dagegen bilden sich beim generellen Vorgang des Schockfrostens von beispielsweise +90 Grad Celsius auf bis zu -18 Grad Celsius in maximal vier Stunden nur winzige Kristalle, die die Zellstruktur des Produkts nicht beeinträchtigen. Konsistenz und Aussehen bleiben erhalten, dadurch wird die Qualität von frischem Fleisch, Obst, Gemüse und gekochten Speisen bewahrt und perfekt für die kalte Lagerung vorbereitet. „Zum Konservieren ist also Einfrieren eine gute Möglichkeit, beispielsweise der Vitamin-C-Gehalt von Erdbeeren bleibt im gefrorenen Zustand monatelang nahezu gleich, wohingegen die frische Frucht an der Luft bereits nach drei Tagen 50 Prozent ihres Vitamin C verliert. Ebenso verlängert sich die Haltbarkeitsdauer der Nahrungsmittel beim Einfrieren bis um das Dreifache“, so Müller.

Der Premiumküchengerätehersteller KitchenAid berücksichtigte in der Entwicklung seines Schockfrosters die Erfahrung vieler Sterneköche. Für den Schockfroster wurde daher ein Fassungsvermögen von 37 Litern gewählt, so dass auch größere Portionen ohne Schwierigkeiten gekühlt und gefroren werden können. Mit der exakten Zielvorgabe über das Touch-Control-Bedienfeld sind die vielfältigen Optionen Schnellkühlen, Konservieren und Schockgefrieren sowie eine rasche Kühlung von Getränken wählbar. Letztere kühlt Getränke innerhalb weniger Minuten auf ihre optimale Trinktemperatur herunter, also deutlich schneller als im Kühlschrank. Stehen also einmal unangekündigt Gäste vor der Tür, sind ausreichend erfrischende Getränke keine Herausforderung mehr. „Auch für Desserts wie unser Estragon-Eis, das in der Herstellung verschiedene Temperaturen benötigt und wunderbar zu frischen Erdbeeren passt, ist der Schockfroster von KitchenAid sehr gut geeignet“, erklärt der Sternekoch.

Der Schockfroster kann als einzelnes Element oder als Teil des Sous-Vide-Systems Chef Touch von KitchenAid, einer Gerätekombination bestehend aus einem Einbau-Vakuumierer, einem Dampfgarer und einem Schockfroster, genutzt werden. Die Gerätekombination ermöglicht nicht nur ein professionelles Niedrigtemperaturgaren der vakuumierten Speisen, sondern auch ein Konservieren. Mit dem Chef Touch zieht Flexibilität in private Küchen ein, da Gerichte eines kompletten Menüs vorbereitet und aufbewahrt werden können, ohne dabei an Geschmack oder Aussehen zu verlieren. Für Chef Touch wurde KitchenAid mit dem Red Dot Design-Award ausgezeichnet, der Schockfroster hat den IF Product Design-Award und den Plus X-Award im Bereich Innovation erhalten.

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