Internationales Jahr der Hülsenfrüchte

Linsen, Kichererbsen, Bohnen und andere Hülsenfrüchte enthalten viel Eiweiß und gedeihen auch auf kleiner Fläche und kargen Böden. So sind sie ein wichtiger Teil der Ernährung für viele Gemeinschaften, vor allem im Globalen Süden. Aber auch bei uns bieten Hülsenfrüchte viel – nicht zuletzt eine Alternative zu tierischen Produkten, und damit eine schmackhafte Möglichkeit, unseren Fleischverzehr zu vermindern, der in seinem derzeitigen Umfang nicht mehr lange tragbar sein wird. Nicht zuletzt spielen diese Pflanzen auch in der Landwirtschaft eine wichtige Rolle, denn sie binden Stickstoff in die Erde zurück und tragen damit maßgeblich zu einem gesunden, fruchtbaren Boden bei.

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2016 zum Internationalen Jahr der Hülsenfrüchte ausgerufen, um die Bedeutung dieser bescheidenen Früchte für die globale Ernährungssicherung und eine ökologisch nachhaltige Lebensmittelerzeugung zu unterstreichen, und uns wieder auf den Geschmack dafür kommen zu lassen.

„Das internationale Jahr der Hülsenfrüchte erinnert uns an die Bedeutung der Vielfalt für eine Ernährung, die gut und gesund für uns persönlich, aber auch für unseren Planeten ist,“ so Dr. Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland e. V.

Auch Slow Food möchte die Gelegenheit nutzen, um das Augenmerk der Verbraucher wieder auf diese besondere, oft vernachlässigte Lebensmittelkategorie zu richten: „In den Küchen der Mittelmeerländer, in Südamerika, Afrika und Asien nehmen Hülsenfrüchte seit jeher einen wichtigen Platz ein. In Deutschland dagegen haben traditionelle Gerichte mit Hülsenfrüchten wie Linseneintopf, Erbsensuppe und Bohneneintopf ein negatives Image als „Arme-Leute-Essen“ bekommen und sind immer mehr vom Speiseplan verschwunden. Im Hinblick auf die Notwendigkeit zur fleischreduzierten Kost gewinnen sie als alternative Eiweiß-Lieferanten wieder zunehmend an Bedeutung. Wir sollten daher auch unsere einheimischen Sorten fördern und durch neue Rezeptideen wieder hoffähig machen,“ so Dr. Hanns-E. Kniepkamp, Leiter der Slow Food Archekommission.

Obwohl Hülsenfrüchte in der deutschen Küche vielerorts nicht im Vordergrund stehen, gibt es in Deutschland so einige autochthone Sorten. Die Slow Food Arche des Geschmacks hat vier Hülsenfrüchte an Bord: die Alblinse (Baden-Württemberg) und die Trockenbohnensorte Ahrtaler Köksje (Nordrhein-Westfalen) aus dem Köln-Bonner Raum, sowie die Paas Lintorfer Frühe (Nordrhein-Westfalen), eine Buschbohne aus dem Rheinland, als auch die Kesselheimer Zuckererbse (Rheinland-Pfalz), die beide im Sommer genutzt werden können.

Die Alblinse wurde auf der Schwäbischen Alb bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts angebaut. Die niedrigen Erträge und der große Arbeitsaufwand bei Ernte und Reinigung waren Ursachen für das völlige Verschwinden dieser uralten Nahrungspflanze in ganz Deutschland. Zwei noch in den fünfziger Jahren aufgeführte Alblinsen-Sorten sind dabei verschollen. Seit 1985 baut zunächst nur der Bioland Hof Mammel, eine Erzeugergemeinschaft, auf der Grundlage der Du Puy Linse, Sorte Anica, die Alb-Leisa wieder an.

Das Ahrtaler Köksje gehört zu den in Deutschland selten gewordenen Trocken- oder Körnerbohnensorten. Im Gegensatz zu den meisten noch kultivierten Stangenbohnen werden solche Sorten nicht als grüne Hülse in Suppe, Salat oder als Einkochbohne verwendet, sondern ausschließlich getrocknet zur kräftigen Suppengrundlage genutzt. Im Kreis Ahrweiler sowie im Köln-Bonner Raum ist sie die einzige regional nachgewiesene Trockenbohne. Die Bohne ergibt eine sämige, leicht süßliche Suppe, die traditionell von der Ahrweiler Feuerwehr zum jährlichen Feuerfest angeboten wird. Ebenso gut schmeckt sie zum Brotaufstrich verarbeitet oder in einem bunten Salat.

Die Paas Lintorfer Frühe wurde in den 40er-Jahren des letzten Jahrhunderts von der Firma „Paas & Co. Samenzucht und Samenhandlung“ aus Ratingen-Lintorf bei Düsseldorf gezüchtet und bundesweit vertrieben. Die als Hochzuchtsaatgut seit Mitte der 1940er-Jahre anerkannte und ertragreiche Bohnensorte hat sich in allen Lagen und Bodenarten bewährt. Seit den 1970er-Jahren ist die Paas Lintorfer Frühe allerdings nicht mehr am Markt erhältlich. Der Fortbestand dieser Sorte ist über das Engagement des Vereins zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e. V. gesichert worden. Sie wird von sogenannten Paten angebaut, die das Saatgut weitergeben, verbunden mit der Bitte, die Bohnensorte selbst anzubauen und eigenes Saatgut zu gewinnen.

Süße Schoten aus Koblenz-Kesselheim: die Kesselheimer Zuckererbse ist die bisher einzige belegbare Sorte dieses Gemüses aus dem Koblenzer Raum. An das lokale Klima und die Böden angepasst, wurde sie früher in großen Mengen als Frischgemüse für den lokalen Markt produziert. In den Koblenzer Stadtteilen und auf der Rheininsel Niederwerth hat sich der Gemüseanbau bis heute gehalten. Auf den Markt kommen die Zuckerschoten im Frühsommer, ihr typischer Erbsengeschmack ist ausgeprägter als bei den meisten modernen Sorten. Obwohl sich die Sorte immer noch starker lokaler Beliebtheit erfreut, wird sie hauptsächlich noch in Privatgärten älterer Koblenzer angebaut.

Das internationale Projekt „Arche des Geschmacks“ der Slow Food Stiftung für Biodiversität schützt seit 1996 traditionelle Lebensmittel, Nutztierarten und Kulturpflanzen vor dem Vergessen und Verschwinden, die unter den gegenwärtigen ökonomischen Bedingungen am Markt nicht bestehen oder „aus der Mode“ gekommen sind. Die Passagiere der Arche des Geschmacks bringen Abwechslung auf den Teller und erhalten dabei die kulturelle und biologische Vielfalt der Regionen. Schwerpunkt der Arbeit ist das aktive Sammeln, Beschreiben, Katalogisieren und Bekanntmachen der Passagiere. Das Motto lautet: Essen, was man retten will! Denn: Was nicht gegessen wird, wird nicht nachgefragt, kann also nicht verkauft werden und wird deshalb nicht hergestellt. Weltweit gibt es über 2.000 Arche-Passagiere, in Deutschland sind zur Zeit 56: http://www.slowfood.de/biodiversitaet/arche_des_geschmacks/

Deutsche Sterneküche im Internet

In der deutschen Spitzengastronomie wird nicht nur gut gekocht: Auch was die Nutzung digitaler Kommunikationskanäle angeht, sind die Top-Restaurants ganz vorn. Das ergab eine Untersuchung von resmio, der Lösung für Restaurantmanagement und -marketing, in der die Online-Aktivitäten aller 290 im Guide Michelin 2016 verzeichneten deutschen Sternerestaurants analysiert wurden.

Das wichtigste Ergebnis: Das Bewusstsein für die Bedeutung einer Online-Präsenz ist groß. 98,0 Prozent der Top-Restaurants verfügen über eine eigene Website. Davon betreiben 46,6 Prozent eine eigene Seite, 51,4 Prozent sind als Unterseite, beispielsweise auf der Website eines angeschlossenen Hotels zu finden. Dass eine Website für die meisten Gastronomen von großer Bedeutung ist, zeigt auch eine begleitende Umfrage von resmio unter 130 deutschen Restaurantinhabern. 94,4 Prozent betrachten die eigene Internetpräsenz als wichtig oder sehr wichtig.  Auch unterwegs soll die Webseite gut erreichbar sein: In der Umfrage gaben 80,2 Prozent an, ihre Website sei für mobile Endgeräte optimiert.

Am Wichtigsten ist den Gastronomen, dass ihre Speisekarte online zu finden ist. Diese ist bei 91 Prozent der untersuchten Sternerestaurants verfügbar. Auch die Reservierung über die Website ist längst Standard: 79,7 Prozent der Sternerestaurants ermöglichen die Tischreservierung per Internet, 63,5 Prozent bieten ein Online-Reservierungstool an, bei weiteren 16,2 Prozent lässt sich der Tisch zumindest per E-Mail bestellen. Es ist jedoch genau dieser Service, der sich bei den Gästen noch durchsetzen muss. Die begleitende Umfrage von resmio zeigt: Die Hälfte der Befragten gibt an, dass sie maximal zehn Prozent aller Reservierungen online erhalten. Lediglich bei 8,8 Prozent sind es mehr als die Hälfte.

Verbesserungspotenzial gibt es in der Sternegastronomie noch bei der inhaltlichen Ausgestaltung der Online-Auftritte. Grundlegende Standards, wie eine Anfahrtsbeschreibung bzw. ein Lageplan lässt sich nur bei zwei Dritteln (66,6 Prozent) der Restaurants finden. Eine Bildergalerie gibt es bei lediglich 63,8 Prozent, eine Vorstellung von Küchenchef oder Team – in der Sterneküche besonders wichtig – bei weniger als der Hälfte (47,6 Prozent).

Auch als Instrument zur langfristigen Kundenbindung wird die Website noch zu selten genutzt. So bieten lediglich 32,1 Prozent der Sternerestaurants auf ihrer Website Geschenkgutscheine an, Newsletter können nur bei 29,0 Prozent abonniert werden. Auch aktuelle Meldungen oder Angebote finden sich lediglich bei 27,6 Prozent der untersuchten Restaurants.

Nachholbedarf hat die deutsche Spitzengastronomie auch noch bei der Nutzung sozialer Medien: Während immerhin mehr als die Hälfte der Sternerestaurants (59,7 Prozent) über ein aktuelles Facebook-Profil verfügt, sind nur 12,4 Prozent auf Twitter vertreten, bei Instagram und Pinterest sind es sogar nur jeweils drei Prozent.

„Das Internet spielt für Restaurants eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, Gäste zu gewinnen und mit bestehenden Gästen im Kontakt zu bleiben. Ein wichtiger Aspekt ist es dabei auch, die Tischreservierung möglichst einfach zu gestalten“, sagt Yasha Tarani, Mitgründer und Geschäftsführer von resmio. „Auch wenn die Bedeutung der Onlinepräsenz längst erkannt wurde, zeigen unsere Analyse und die begleitende Umfrage, dass das Potenzial längst nicht ausgeschöpft ist. Die deutsche Spitzengastronomie ist jedoch auf einem guten Weg und kann der gesamten deutschen Gastronomie als Beispiel dienen.“

Wilder Ritter aus Durbach ist deutscher „Digitalisierungsmeister”
Im Zuge der Digitalisierungsanalyse hat resmio auch die Sternerestaurants ermittelt, die Internet und soziale Medien am stärksten nutzen. So wurden für Features, Inhalte und Kanäle jeweils Punkte vergeben und anhand dieser eine Top 10 sowie der deutsche „Digitalisierungsmeister” ermittelt. Gesamtsieger wurde das Restaurant “Wilder Ritter” aus dem baden-württembergischen Durbach mit 39 von 41 möglichen Punkten. Bestes Zwei-Sterne-Restaurant wurde das Seven Seas in Hamburg, unter den Häusern mit drei Sternen schnitt das Vendôme in Bergisch Gladbach am Besten ab.

Dies sind die Top 10 der deutschen Sternerestaurants im Internet:
1.    Wilder Ritter, Durbach, Baden-Württemberg (1 Stern) – 39 Punkte
2.    Rugard’s Gourmet, Binz, Mecklenburg-Vorpommern (1 Stern) – 37 Punkte
3.    Seven Seas, Hamburg (2 Sterne) – 34 Punkte
4.    Vendôme, Bergisch Gladbach, Nordrhein-Westfalen (3 Sterne) – 33 Punkte
       Apicius, Bad Zwischenahn, Niedersachsen (1 Stern) – 33 Punkte
       Ole Deele, Burgwedel, Niedersachsen (1 Stern) – 33 Punkte
       Jens Jacob Das Restaurant, Saarbrücken, Saarland (2 Sterne) – 33 Punkte
8.    Fischers Fritz, Berlin (2 Sterne) – 32 Punkte
       reinstoff, Berlin (2 Sterne) – 32 Punkte
       Kastell, Wernberg-Köblitz, Bayern (2 Sterne) – 32 Punkte
       Da Vinci, Koblenz, Rheinland-Pfalz (1 Stern) – 32 Punkte
       kochZimmer, Beelitz, Brandenburg (1 Stern) – 32 Punkte
       Le Jardin de France, Baden-Baden, Baden-Württemberg (1 Stern) – 32 Punkte

www.resmio.de

Was sich die Deutschen am meisten fürs Fest wünschen

Schöne Stunden mit der Familie, ruhige Tage, wenig Stress und Schnee

Eingeschneite Wälder und Wiesen, überzuckerte Dächer und Kirchtürme sind an Weihachten eher selten – zählen aber für drei von zehn Bundesbürgern zu den Dingen, auf die sie für Heiligabend am meisten hoffen. 30,1 Prozent der Frauen und Männer in Deutschland nennen „weiße Weihnachten“ als einen ihrer drei sehnlichsten Wünsche für die Festtage, wie aus einer repräsentativen Umfrage des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“ hervorgeht. Ganz oben auf der Wunschliste der meisten Bundesbürger stehen mit 60,5 Prozent gemeinsame schöne Stunden im Kreis ihrer Familie, gefolgt von der Hoffnung, einfach möglichst ruhige Weihnachtsfeiertage zu verbringen (41,0 Prozent). Möglichst wenig Stress durch Einkäufe, Vorbereitungen, Hetze usw. nennen 36,9 Prozent der Deutschen als einen ihrer größten Wünsche, 30,0 Prozent hoffen vor allem, dass ihre Kinder ein schönes Fest erleben und glücklich sind.

Besonders gutes Essen und Trinken hat für mehr als jeden Vierten (27,9 Prozent) an den Festtagen eine zentrale Bedeutung, 18,0 Prozent nennen einen glanzvoll geschmückten Weihnachtsbaum oder schöne Dekoration als einen der wichtigsten Wünsche. Jeder Zehnte sehnt sich nach möglichst vielen Traditionen wie zum Beispiel gemeinsames Singen, Musizieren und Geschichten-Vorlesen (10,4 Prozent) oder nach einer gefühlvollen, besinnlichen Christmette (10,2 Prozent). Die Hoffnung auf viele Geschenke zur Bescherung reihen 8,0 Prozent unter ihre Top-Wünsche ein, viel Weihnachtsgebäck und Süßigkeiten gerade einmal 5,2 Prozent. Nur jeder 30. in Deutschland (3,3 Prozent) würde Weihnachten am liebsten ganz abschaffen.

Restaurants mit Weihnachtsgeschäft

Umsätze deutscher Restaurants steigen im Weihnachtsgeschäft stärker als die Auslastung – Weihnachtsgeschäft für Gastronomen von hoher Bedeutung – Mehr als ein Drittel der Gastronomen können sich vorstellen, über Weihnachten zu schließen – 33 Prozent der Restaurants benötigen mehr Personal

Mit dem Weihnachtsgeschäft steigen die Umsätze deutscher Restaurants stärker als ihre Auslastung. Dies ergab eine Umfrage von resmio, der Lösung für Restaurantmanagement und -marketing, unter Gastronomen. 73,6 Prozent der Befragten gaben an, ihr Umsatz sei im Dezember höher oder sehr viel höher als im Rest des Jahres. Die Auslastung steigt dagegen lediglich bei 53,6 Prozent merklich.

Die Bedeutung der Weihnachtsgeschäfts schätzen die Gastronomen als besonders hoch ein. 62,7 Prozent der Befragten betrachten die Weihnachtszeit als wichtig oder sehr wichtig für ihr Restaurant. Lediglich 5,5 Prozent messen ihr keine besondere Bedeutung bei. Den Mehraufwand über die Feiertage fangen die meisten Restaurants mit dem bestehenden Personal auf. 67,3 Prozent gaben an, keine zusätzlichen Mitarbeiter zu benötigen, während immerhin ein Drittel (32,7 Prozent) ihr Personal aufstocken.

So wichtig das Weihnachtsgeschäft auch ist, Zeit für sich und die Familie ist für die Gastronomen ebenfalls unerlässlich. Dies gilt vor allem für Heiligabend: Hier haben nur 23,6 Prozent der Befragten geöffnet, während die Mehrheit am ersten (63,6 Prozent) und zweiten Feiertag (74,5 Prozent) Gäste empfängt. Nur 15,5 Prozent der Restaurants weiten ihre Öffnungszeiten über Weihnachten aus. Dagegen können sich 38,2 Prozent der Befragten vorstellen, über Weihnachten zu schließen oder tun dies bereits.

Ein guter Grund, um über Weihnachten zu öffnen, sind auch die Gäste: Fast die Hälfte der Befragten (49,0 Prozent) gab an, dass diese zu Weihnachten spendabler seien und mehr Trinkgeld geben.

Warum Cholesterin gefährlich und wichtig zugleich ist

Die einen können unbesorgt Kekse und Kuchen essen, andere müssen genau aufpassen, dass sie nicht zu viel Süßes naschen. Nicht unbedingt aus Sorge, dass sie zu dick werden könnten, sondern wegen ihrer Cholesterinwerte. Dieser Stoff ist eine fettartige Substanz, die hauptsächlich in der Leber produziert wird und in der richtigen Dosierung von großer Bedeutung für den menschlichen Körper ist. „Es ist lebenswichtig und wird für Hormone, die DNA und Zellmembranen benötigt. Zudem würde unser Gehirn nicht ohne Cholesterin funktionieren“, erklärt Ian Graham, Professor für Kardiovaskuläre Medizin am irischen Trinity College in Dublin im Magazin Reader’s Digest.

Das Magazin beschreibt in seiner September-Ausgabe nicht nur die Bedeutung von Cholesterin, einem sogenannten Lipid. Es berichtet auch über neue Studien und den Unterschied zwischen „gutem“ lipidarmem (HDL) und „schlechtem“ Cholesterin (LDL) mit hohem Lipidgehalt. Darüber hinaus gibt es noch das VLDL, das den höchsten Lipidgehalt aufweist. Der Stoff gelangt über das Blut an jene Stellen, wo er gebraucht wird. „Wir verfügen über viermal so viel Cholesterin wie nötig ist“, so Professor Graham. Das Problem: Wenn sich der Überschuss zum Beispiel an den Wänden der Arterien ablagert, erhöht er das Risiko für Herzprobleme und Schlaganfälle. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation ist Cholesterin für ein Drittel der koronaren Herzerkrankungen verantwortlich.

Neue Studien haben gezeigt, dass die Änderung der Essgewohnheiten eher dazu beiträgt, den Cholesterinspiegel zu senken, als dies mit körperlicher Betätigung möglich ist – die optimale Lösung ist freilich eine Kombination aus beidem. „Haben Sie im Lauf der Jahres etwas zugelegt, sollten Sie zuerst Ihre überschüssigen Pfunde loswerden“, sagt Dr. Ronald Mensick, Forscher und Humanbiologe an der Universität Maastricht. Jüngste Forschungsergebnisse belegen, dass zu viel Cholesterin in der Nahrung nur bedingt das Risiko einer Erkrankung erhöht, das eigentliche Problem entsteht durch das von der Leber produzierte überschüssige Cholesterin. Dieser Überschuss steht zwar im Zusammenhang mit den verzehrten Lebensmitteln, aber nicht mit denjenigen, vor denen Ärzte in der Vergangenheit gewarnt haben. Wer viele stärke- und zuckerhaltige Kohlehydrate vertilgt, wie sie in Brot, Kartoffeln, Zucker und weißem Reis enthalten sind, dessen Werte für LDL steigen, die Werte des guten HDL aber sinken.

Wie das Magazin Reader’s Digest weiter berichtet sind zahlreiche Fachleute der Auffassung, dass viele ungesättigte Fette – besonders aus Olivenöl, fettem Fisch und Nüssen – zur Senkung der Cholesterinwerte beitragen. Wer dann auch noch reichlich frisches Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Fisch und Nüsse isst, kann hoffen, dass seine Cholesterinwerte niedrig bleiben.

Hülsenfrüchte im Sommer

Von Tofu bis Miso – die Vielfalt der Sojaprodukte

Die Sojabohne und ihre Produkte wie Tofu, Miso und Tempeh werden auch in Deutschland immer beliebter. Die rundlich-ovalen Samen haben je nach Sorte unterschiedliche Größen und Farben. In Deutschland wird in erster Linie die gelbe, getrocknete Variante genutzt. Die Hülsenfrüchte enthalten hochwertiges Eiweiß, wertvolle ungesättigte Fettsäuren, Eisen, B-Vitamine und Ballaststoffe.

Sojabohnen können verwendet werden für Bratlinge, Eintöpfe, Salate oder als Gemüse. Eine größere Bedeutung haben aber aus Sojabohnen hergestellte Produkte. Das hellgelbe Sojaöl hat einen relativ neutralen Geschmack und wird für Salate, aber auch zum Dünsten und Braten verwendet. „Shoyu“ und „Tamari“ sind würzige, salzige Soßen auf der Basis von fermentierten Sojabohnen – teilweise gemischt mit Weizen oder Reis. Aufgrund des intensiven Geschmacks sind sie in erster Linie als Würzmittel zum Kochen beliebt. Der Sojadrink wird aus Sojabohnen und Wasser gewonnen. Er schmeckt süßlich-mild und lässt sich ähnlich wie Milch verwenden. Für Kuhmilchallergiker ist er eine wertvolle Alternative, enthält aber deutlich weniger Kalzium.

Die Sojabohnenpaste Miso wird durch Zugabe verschiedener Mikroorganismen wie Schimmelpilze, Hefen und Milchsäurebakterien fermentiert. Die traditionelle Herstellung kann mehrere Jahre andauern. Miso dient als Grundlage für Suppen und Soßen. Tofu ist die japanische Bezeichnung für Sojaquark und entsteht aus geronnener Sojamilch. Er hat aber eine festere Konsistenz als Quark aus Kuhmilch und nur wenig Eigengeschmack. Tofu schmeckt gewürfelt im Salat oder gebraten als Beilage, in Füllungen und Aufläufen. Tempeh sieht ähnlich aus wie Tofu, hat aber ein Aroma wie Edelpilz-Käse. Für Vegetarier sind Sojaprodukte ein beliebter Fleischersatz.

Die Sojabohne ist eine der ältesten Kulturpflanzen und stammt ursprünglich aus Ostasien. Heutzutage wird sie vor allem in den USA, Brasilien und Argentinien angepflanzt. In Europa gewinnt die Pflanze in Italien an Bedeutung, aber auch in Deutschland wächst die Anbaufläche. 2012 wurden auf etwa 5.000 Hektar Sojabohnen angebaut, 2014 waren es bereits rund 10.000 Hektar und 2015 sind es allein in Bayern und Baden-Württemberg rund 11.000 Hektar. Der heimische Anbau wird im Rahmen der BMEL-Eiweißpflanzenstrategie gefördert.
Heike Kreutz, www.aid.de

Weinhändler des Jahres 2014

Winery Heilbronn, Heilbronn, und Ludwig von Kapff, Bremen, wurden zum »Weinhändler des Jahres 2014« gekürt. Die Auszeichnung »Weinabteilung des Jahres« geht an Rewe Rahmati in Köln. In der Kategorie Weinfachgroßhandel wurde Vendis Gastro, Saarbrücken, ausgezeichnet. Einen Sonderpreis erhält die Firma Wein Wolff, Leer, für ihre herausragenden Weinabteilungen in den Famila-Märkten der Bünting-Gruppe.

Die begehrten Auszeichnungen »Weinhändler des Jahres 2014« wurden wieder an bekannte und erfolgreiche Unternehmen der Weinbranche vergeben. Zahlreiche Unternehmen aus allen Sparten des Handels, vom Facheinzel- über den Filialeinzelhandel, den Fachgroßhandel bis zu Weinabteilungen aus dem Lebensmittelhandel haben ihre Bewerbungen eingereicht. »Die Wettbewerbe der WEINWIRTSCHAFT in den verschiedenen Kategorien des Weinhandels sind bereits gute Tradition und ein fester Bestandteil des Jahresprogramms der WEINWIRTSCHAFT und in aller Bescheidenheit auch der Weinbranche in Deutschland«, erklärt Dr. Hermann Pilz, Chefredakteur der WEINWIRTSCHAFT dem Gourmet Report zu der Bedeutung des Wettbewerbs. »Wein verkaufen, läuft nicht von selbst und lebt in ganz entscheidendem Maße von der Begeisterung Einzelner für das Thema Wein«. Feste Bestandteile eines Geschäftskonzeptes im Weinhandel sind Sortiment, Umfang, Ausrichtung oder Spezialisierung auf bestimmte Weinländer, Regionen oder Weinkategorien und die Preisgestaltung. Die Darbietung in physischer und virtueller Form, sprich über Internet-basierte Plattformen, sind ebenso wichtige Bestandteile wie der große Bereich der Service-, Marketing- und Beratungsleistungen, die mit dem Thema Wein verbunden sind und einen großen Teil des geschäftlichen Erfolgs ausmachen. Diese Kriterien werden daher auch für die Beurteilung der Bewerbungen im Wettbewerb herangezogen.

Rewe Rahmati. Kategorie: Selbstständiger Lebensmitteleinzelhandel
Eine Weinabteilung, die keinen Vergleich mit den besten Weinfachhandlungen Deutschlands zu scheuen braucht. Hier ist das eigentliche Reich von Thorsten Kiss, innovativer Kopf, Ideengeber und als Grafiker talentierter Gestalter von Weinaktionen sowie Weinberater und Gastrospezialist Ahmet Aydin, die ihren Kunden eine tolle Auswahl und exzellente individuelle Weinqualitäten bieten. Wichtigste Herkünfte sind Weine aus Deutschland, daneben gut sortierte Schwerpunktsortimente aus Portugal, Spanien sowie den Weinklassiker-Ländern Frankreich und Italien sowie aus Übersee, die wie die deutschen Weine in einem separaten Block präsentiert werden. »Der Griff ins Regal darf bei uns kein Griff daneben sein, unser Ziel ist es den Kunden vor allem im Preisbereich zwischen 5 und 12 Euro ein bestes Preisleistungsverhältnis zu bieten«, so Thorsten Kiss. Über 1.100 Weine bietet die Weinabteilung, die sich nun mit dem Titel »Weinabteilung des Jahres 2014« in der Kategorie »Selbstständiger Lebensmitteleinzelhandel« schmücken darf.

Ludwig von Kapff. Kategorie Filialisierter Weinfacheinzelhandel
1692 gegründet, zählt Ludwig von Kapff zu den ältesten Weinadressen Deutschlands. Das zur Bremer Eggers & Franke-Gruppe gehörende Unternehmen machte in den letzten Jahren insbesondere als Versandhändler auf sich aufmerksam. Das änderte sich mit der Übernahme der neun Facheinzelhandelsfilialen des Weinhaus Stratmann. Binnen kurzer Zeit verwandelten die Bremer die Filialen, eröffneten weitere und schlossen manche, die nicht zu ihrem Konzept passten.
Heute erstrahlen alle acht Weinlager in einem edlen Design, welches das Einkaufserlebnis aufwertet. Gleichzeitig wurde die Individualität der Filialen erhalten, indem jede ein eigenes architektonisches Konzept erhält und auch das Sortiment modifizieren kann. Von größter Bedeutung ist dafür die Kompetenz der Berater im Weinlager. So gelingt es, Kunden aus dem Versandhandel in die Filialen zu locken und einen direkten Kontakt mit ihnen aufzubauen. Das Fachmagazin WEINWIRTSCHAFT würdigt Ludwig von Kapff als »Filialisierten Weinfacheinzelhändler des Jahres 2014«.

Winery Heilbronn. Kategorie Weinfacheinzelhandel
Nicht nur in der Immobilienwirtschaft, sondern auch im Facheinzelhandel für Wein hat der Grundsatz »Lage, Lage, Lage« große Bedeutung. Die Winery Heilbronn liegt
am südlichen Rand der Stadt – ein Stück vom Zentrum entfernt, aber dafür mit großzügigem Gelände und den für Weinhändler und -käufer so wichtigen Parkmöglichkeiten. Beim Weinhandel reicht es allerdings nicht aus, wenn nur die Lage stimmt. Ohne ein überzeugendes Konzept und ein qualifiziertes Team geht es nicht.
Sonja Löffelhardt übernahm 2009 als Geschäftsführerin die Winery von ihrer Mutter, die Anfänge des familiären Weingeschäfts reichen bis in die 60er-Jahre zurück. In der 1.200 Quadratmeter großen Fachhandlung demonstriert die Württembergerin, was die Branche braucht, um sich gegenüber Internet, Lebensmittehandel & Co. zu behaupten: Ein umfangreiches, aber klar konzipiertes und spannend besetztes Weinsortiment, kompetente und feinfühlige Beratung sowie attraktive Aktionen für die Kunden. Weine und Hintergründe kann man an der Tasting-Theke, bei regelmäßigen Verkostungen oder beim jährlichen Hausmesse-Highlight, dem »Winzerforum« entdecken. Außerdem finden Genießer ein überzeugendes Zusatzsortiment mit Schaumweinen, Spirituosen, Feinkost und Accessoires – auch dies wird liebevoll gepflegt und präsentiert. Mit einem monatlichen Wein-Abo (drei verschiedene Weine für insgesamt 20 €) holt man auch Wein-Neulinge ab. Und für die Zukunft ist bereits ein »Kundenforum« in Planung, bei dem Winery-Kunden Weine mitbringen, die sie persönlich gerne mögen, die aber noch nicht unbedingt im Sortiment laufen. Lage wie Konzept stimmen hier voll und ganz – die Winery Heilbronn ist damit ein verdienter Preisträger in der Kategorie Weinfacheinzelhandel.

Vendis Gastro. Kategorie Weinfachgroßhandel
In der Kategorie Weinfachgroßhändler des Jahres wurde das Unternehmen Vendis Gastro GmbH & Co KG, Homburg, Saarland, ausgezeichnet. Vendis entstand 2008 als Zusammenschluss aus den vier Getränkefachgroßhandlungen der Karlsberg Verbund Gruppe: Schneider in Tholey, Werthan in Trier, SWG Südwestgetränke Plus in Neunkirchen und Hausmann in Ramstein, wo sich das heutige Zentrallager befindet. Im Saarland, im Raum Trier und in der Westpfalz liegen noch immer die Hauptabsatzregionen. Vendis Weine & Spirituose überzeugt mit einem straffen Sortiment, das gezielt auf die klassische bis mittlere Gastronomie ausgerichtet ist, inklusive starken Marken wie Schneider, Meffre, dem Top-Seller Emile Boeckel und einem breiten Italien-Sortiment mit Marken wie Villa Sandi und Le Contesse, Rocca delle Macie oder Tinazzi, um nur einige Beispiele zu nennen. Die Zahlen sind erstklassig: Mit 2.800 Kunden werden 42 Mill. Euro Jahresumsatz erzielt. Das Sortiment umfasst aktuell rund 1.450 Weine und 450 Spirituosen. Frank Roeder, Master of Wine betreut den Weinbereich des Unternehmens, der rund 10 Prozent zum Gesamtumsatz beiträgt.

Wein Wolff. Sonderpreis der WEINWIRTSCHAFT
Wein Wolff ist es gelungen, den gordischen Knoten zu zerschlagen und zu beweisen, dass Lebensmittelhandel im Supermarkt und Weinfacheinzelhandel doch zusammenpassen. Die Innovationskraft des im Jahr 1800 im äußersten Nordwesten Deutschlands, in Leer an der Ems, gegründeten Unternehmens ist bemerkenswert. Das Shop-in-Shop-Konzept, das Wein Wolff mittlerweile in zehn Famila- und zwei Multi-Märkten umgesetzt hat, sucht in Deutschland seinesgleichen.
Die Kooperation mit dem Lebensmittelhandel ist so einzigartig wie Wein Wolff selbst. Durchgängig in Familienbesitz wird das Unternehmen heute in siebter Generation von Jan Wolff geleitet. Noch immer residiert Wein Wolff im historischen Haus Samson in der Leerer Innenstadt. Hier befindet sich auch die Spirituosenfabrik der Wolffs. Zugleich erfolgt von hier die Belieferung der Gastronomie, durch die Wein Wolff auch als Großhändler Bedeutung besitzt. Mit seinem Unternehmensprofil sprengt Wein Wolff die Kategorien des reinen Facheinzelhändlers. Für die herausragende Stellung erhält Wein Wolff den »Sonderpreis der WEINWIRTSCHAFT“.

Weinbranche setzt auf Weintourismus

Der Weintourismus ist für die deutschen Weinregionen von zunehmender wirtschaftlicher Bedeutung und bietet ein großes Entwicklungspotenzial. Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) im Vorfeld der bundesweit ersten Wein- und Reisemesse „WeinTour“ in Hamburg bekannt gab, haben 13 Mio. Deutsche bzw. 23 Prozent der Bevölkerung großes Interesse an einer Weinreise.

Dies ergab eine aktuelle bevölkerungsrepräsentative Studienreihe zum Tourismuspotenzial der deutschen Weinregionen, die das DWI beim Institut für Management und Tourismus (IMT) der FH Westküste in Auftrag gegeben hat.

Die Studie ergab weiterhin, dass sich diese Zielgruppe noch erweitern lässt, wenn die Weinreisen mit weiteren erlebnis- und genussorientierten Aktivitäten verknüpft werden, die in den Weinregionen angeboten werden. So haben beispielsweise 36 Mio. Deutsche Interesse an kulinarischen Spezialitäten und 25 Mio. wandern gerne.

Positive Vorzeichen für den Weintourismus ergeben sich auch vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung in Deutschland. Denn das Interesse für Wein und die Affinität zum Weingenuss, so die Tourismusstudie, steigt mit dem Alter.

Der Tourismus hat sich in vielen deutschen Weinregionen in den letzten zehn Jahren bereits positiv entwickelt. Er profitiert dabei vom allgemeinen Trend zum Urlaub im eigenen Land sowie vom Trend zu kürzeren aber dafür häufigeren Reisen. Dabei suchen die Touristen neben dem Wein nach Attraktionen, die einen Mehrwert aufweisen. Von daher sind erlebnis- und kulturorientierte Begleitprogramme von großer Bedeutung, um das touristische Potenzial in den Weinregionen noch weiter auszuschöpfen. Dafür werden derzeit vor Ort die jeweiligen Stärken und Besonderheiten deutlicher herausgearbeitet und vermehrt zielgruppen­spezifische Zusatzangebote geschaffen oder ausgebaut.

Einen Überblick der vielfältigen touristischen Möglichkeiten im Weinland Deutschland bietet die „WeinTour“-Messe am 5. und 6. April im Hamburger Curio-Haus. Dort präsentieren sich mit über 150 Ausstellern neben zahlreichen Weinerzeugern auch die Tourismusorganisationen aus allen 13 deutschen Weinbaugebieten.

Geschmacksvorlieben bei Kindern

Nationalität scheint den Geschmack zu prägen

Kultur und Land haben den größten Einfluss auf die Entwicklung von Geschmacksvorlieben bei Kindern. Das hat eine Studie des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie in Bremen ergeben. Gemeinsam mit europäischen Kollegen hatten sie den Essgeschmack von 1.700 Kindern im Alter von 6 bis 9 Jahren untersucht. Die Länder Italien, Estland, Zypern, Belgien, Schweden, Spanien, Ungarn und Deutschland waren beteiligt.

Die Wissenschaftler prüften die Präferenzen der jungen Probanden für Apfelsaft mit variablem Zuckergehalt und Kekse, die unterschiedlich viel Fett, Salz und Geschmacksverstärker (Natriumglutamat) enthielten. Dabei ist Natriumglutamat für den würzigen Umami-Geschmack verantwortlich. Die Eltern machten in Fragebögen Angaben zu den familiären Ernährungs- und Lebensgewohnheiten. Zusätzlich wurde die individuelle Empfindlichkeit der Sinneszellen für die vier Geschmacksarten süß, bitter, salzig und umami bestimmt.

Die Nationalität hatte den größten Einfluss auf den Essgeschmack der Jungen und Mädchen. So aßen mehr als 70 Prozent der deutschen Grundschulkinder besonders gerne fettreiche Kekse. In Zypern und Schweden traf das auf weniger als 40 Prozent zu. Im Gegensatz dazu bevorzugten Kinder aus Deutschland und Belgien eher natürlichen Apfelsaft, während ihre Altersgenossen aus Schweden, Ungarn und Italien die gesüßten Varianten am liebsten mochten. Auch das Alter war von Bedeutung: Ältere Kinder hatten eine größere Vorliebe für süße und salzige Speisen, während der würzige Umami-Geschmack weniger favorisiert wurde.

Weitere Studien sind jedoch notwendig, um die Resultate zu bestätigen. Faktoren wie das Geschlecht und Geschmacksempfindlichkeit der Kinder, der Bildungsstand der Eltern und die Ernährung als Säugling spielten kaum eine Rolle. Auch der Einsatz bestimmter Lebensmittel als belohnende Erziehungsmaßnahme hatte kaum Einfluss auf die Geschmacksentwicklung.

Geschmacksvorlieben sind entscheidend für die tägliche Auswahl der Lebensmittel. Wer Kinder zu einer gesunden Kost ermuntern möchte, sollte daher auch Alter und nationale Besonderheiten berücksichtigen, resümieren die Wissenschaftler. Das ist vor allem für länderübergreifende Programme zur gesunden Ernährung von Bedeutung.
Heike Kreutz, www.aid.de

Facebook

Gourmet Report ist auf Facebook

Seit 13 Jahren ist der Newsticker Gourmet Report im Internet und damit vermutlichst eines der ältesten, wenn nicht vielleicht das älteste Feinschmecker Medium im Internet.

Seit einigen Jahren ist der Gourmet Report auch auf Facebook vertreten. Die Inhalte sind oft andere als im Internet. Oft weisen wir hier schnell auf Meldungen anderer Medien hin, die wir so nicht in unseren Newsletter oder Homepage bringen.

Übrigens, bringen wir auch gerne Ihre Gourmet Meldungen im Gourmet Report, so weit sie von einer Bedeutung für die Gut- und Gerne-Esser Community sind. Meldungen bitte an pr@gourmet-report.com (max 200 kb).

Der Gourmet Report ist ein kostenloser Service für die Freunde des guten Lebens und wird von www.kochmesser.de – Hier kaufen die Profis ihre Kochmesser – finanziert.

Sie finden den Gourmet Report auf Facebook unter www.facebook.com/gourmetreport