Einzigartige Verkostung: Hundert Riesling Auslesen aus hundert Jahren

„Kulturelles Erbe von europäischen Rang“

In einer von Experten als historisch eingeschätzten Verkostung präsentierten am vergangenen Wochenende auf Einladung von FINE Das Weinmagazin und großzügig unterstützt von der UBS Deutschland AG die Hessischen Staatsweingüter im Kloster Eberbach einen stets sorgsam gehüteten Schatz ihrer Keller: einhundert Riesling Auslesen aus einhundert Jahrgängen. Die kostbaren Flaschen der im Rheingau bei Kiedrich beheimateten Staatsdomäne entstammten sechs erstrangig klassifizierten Lagen des Weinguts (Rauenthaler Baiken, Erbacher Marcobrunn, Hochheimer Domdechaney, Rüdesheimer Rottland, Heppenheimer Centgericht, Steinberg) und repräsentierten die Jahrgänge von 1911 bis 2010.

Sechzehn Weinjournalisten und -experten aus sechs Ländern ließen sich in der Hospital-Stube des Klosters von der über ein Jahrhundert gehaltenen klaren stilistischen Linie beeindrucken, wobei, so Dieter Greiner, Geschäftsführer der Staatsweingüter, eine „gewisse Nervosität“ in den siebziger und achtziger Jahren nicht verkannt wurde. Erstaunlich erschien auch die prägnante Unterschiedlichkeit des jeweiligen Terroircharakters der sechs Lagen.

Höhepunkt der Verkostung waren die 29 Auslesen der Paradelage Steinberg, wobei die Weine des letzten Durchgangs, der historische Jahrgänge konzentriert versammelte, das äußerste Interesse beanspruchte. Nach der Verkostung so glorreicher Jahrgänge wie 1911, 1920, 1929, 1934, 1947, 1951, 1959 und 1964 bekundete Angelo Gaja, die Piemonteser Winzerlegende, diese Weine seien „ein wichtiger Teil des europäischen Kulturerbes, terroirgeprägt und mit einer einzigartigen Signatur versehen.“ Sie getrunken zu haben, erscheine ihm „als ungewöhnlich beeindruckende Erfahrung, die man wohl nur einmal im Leben macht.“

In seiner Rede auf dem festlichen Gala-Diner in der modernen Kelterhalle des Steinberg-Kellers bekannte sich der Gastgeber des Abends, der frühere hessische Ministerpräsident und Vorsitzende des Aufsichtsrats der Staatsweingüter, Roland Koch, vor mehr als sechzig prominenten Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien zur Verantwortung, dieses historische Erbe zu pflegen. Sein Bekenntnis zum Qualitätswein schloss er mit der Feststellung nur so könne der frappante Aufschwung, den der deutsche Wein in den letzten zwanzig Jahren genommen habe, genutzt werden, damit das internationale Interesse an Weinen aus Deutschland, Weißen wie Roten, weiter wachse.

FINE Das Weinmagazin wird sich in seiner Dezember-Ausgabe ausführlich mit dieser Verkostung befassen.

Wein.Gut

ZDF Dokukanal, Mittwoch, 23.09. um 09:00 Uhr

Wein.Gut

Klaus Peter Keller

Die jungen und neuen Winzer von heute haben kaum noch etwas mit den romantischen Vorstellungen von Weinbau gemein. Längst haben sie im Gegensatz zur Vorgängergeneration einen anderen Weg eingeschlagen: sie gestalten Traditionen neu, bringen eigene Ideen ein und haben damit Erfolg.

Die dritte Folge von „Wein.Gut“ stellt den rheinhessischen Winzer Klaus-Peter Keller vor. Der „Gault Millau“ zeichnete ihn 2006 mit dem Preis „Kollektion des Jahres“ aus und urteilte: „Keller hat als einziger Winzer in allen sieben Kategorien gepunktet. Keinem anderen Betrieb in Deutschland ist es bisher gelungen, zugleich beim Rotwein, weißen Burgundersorten, trockenem und halbtrockenem Riesling wie auch bei den Spät- und Auslesen und edelsüßen Weinen in den Top Ten mitzumischen“. Voller Enthusiasmus führt Keller das erfolgreiche Erbe seines Vaters fort und entwickelt es zu immer höheren Qualitäten. Seine außergewöhnlichen Weine werden deshalb weltweit zu Rekordpreisen gehandelt.

Wein.Gut

ZDF Dokukanal, Dienstag, 22.09. um 13:00 Uhr

Wein.Gut

Klaus Peter Keller

Die jungen und neuen Winzer von heute haben kaum noch etwas mit den romantischen Vorstellungen von Weinbau gemein. Längst haben sie im Gegensatz zur Vorgängergeneration einen anderen Weg eingeschlagen: sie gestalten Traditionen neu, bringen eigene Ideen ein und haben damit Erfolg.

Die dritte Folge von „Wein.Gut“ stellt den rheinhessischen Winzer Klaus-Peter Keller vor. Der „Gault Millau“ zeichnete ihn 2006 mit dem Preis „Kollektion des Jahres“ aus und urteilte: „Keller hat als einziger Winzer in allen sieben Kategorien gepunktet. Keinem anderen Betrieb in Deutschland ist es bisher gelungen, zugleich beim Rotwein, weißen Burgundersorten, trockenem und halbtrockenem Riesling wie auch bei den Spät- und Auslesen und edelsüßen Weinen in den Top Ten mitzumischen“. Voller Enthusiasmus führt Keller das erfolgreiche Erbe seines Vaters fort und entwickelt es zu immer höheren Qualitäten. Seine außergewöhnlichen Weine werden deshalb weltweit zu Rekordpreisen gehandelt.

Wein.Gut – Klaus Peter Keller

ZDF Dokukanal, Freitag, 10.04. um 07:45 Uhr

Wein.Gut – Klaus Peter Keller

Die jungen und neuen Winzer von heute haben kaum noch etwas mit den romantischen Vorstellungen von Weinbau gemein. Längst haben sie im Gegensatz zur Vorgängergeneration einen anderen Weg eingeschlagen: sie gestalten Traditionen neu, bringen eigene Ideen ein und haben damit Erfolg.

Die dritte Folge von „Wein.Gut“ stellt den rheinhessischen Winzer Klaus-Peter Keller vor. Der „Gault Millau“ zeichnete ihn 2006 mit dem Preis „Kollektion des Jahres“ aus und urteilte: „Keller hat als einziger Winzer in allen sieben Kategorien gepunktet. Keinem anderen Betrieb in Deutschland ist es bisher gelungen, zugleich beim Rotwein, weißen Burgundersorten, trockenem und halbtrockenem Riesling wie auch bei den Spät- und Auslesen und edelsüßen Weinen in den Top Ten mitzumischen“. Voller Enthusiasmus führt Keller das erfolgreiche Erbe seines Vaters fort und entwickelt es zu immer höheren Qualitäten. Seine außergewöhnlichen Weine werden deshalb weltweit zu Rekordpreisen gehandelt.

Wein.Gut – Klaus Peter Keller

ZDF Dokukanal, Montag, 06.04. um 13:45 Uhr

Wein.Gut – Klaus Peter Keller

Die jungen und neuen Winzer von heute haben kaum noch etwas mit den romantischen Vorstellungen von Weinbau gemein. Längst haben sie im Gegensatz zur Vorgängergeneration einen anderen Weg eingeschlagen: sie gestalten Traditionen neu, bringen eigene Ideen ein und haben damit Erfolg.

Die dritte Folge von „Wein.Gut“ stellt den rheinhessischen Winzer Klaus-Peter Keller vor. Der „Gault Millau“ zeichnete ihn 2006 mit dem Preis „Kollektion des Jahres“ aus und urteilte: „Keller hat als einziger Winzer in allen sieben Kategorien gepunktet. Keinem anderen Betrieb in Deutschland ist es bisher gelungen, zugleich beim Rotwein, weißen Burgundersorten, trockenem und halbtrockenem Riesling wie auch bei den Spät- und Auslesen und edelsüßen Weinen in den Top Ten mitzumischen“. Voller Enthusiasmus führt Keller das erfolgreiche Erbe seines Vaters fort und entwickelt es zu immer höheren Qualitäten. Seine außergewöhnlichen Weine werden deshalb weltweit zu Rekordpreisen gehandelt.

Wein.Gut – Klaus Peter Keller

ZDF Dokukanal, Samstag, 04.04. um 10:15 Uhr

Wein.Gut – Klaus Peter Keller

Die jungen und neuen Winzer von heute haben kaum noch etwas mit den romantischen Vorstellungen von Weinbau gemein. Längst haben sie im Gegensatz zur Vorgängergeneration einen anderen Weg eingeschlagen: sie gestalten Traditionen neu, bringen eigene Ideen ein und haben damit Erfolg.

Die dritte Folge von „Wein.Gut“ stellt den rheinhessischen Winzer Klaus-Peter Keller vor. Der „Gault Millau“ zeichnete ihn 2006 mit dem Preis „Kollektion des Jahres“ aus und urteilte: „Keller hat als einziger Winzer in allen sieben Kategorien gepunktet. Keinem anderen Betrieb in Deutschland ist es bisher gelungen, zugleich beim Rotwein, weißen Burgundersorten, trockenem und halbtrockenem Riesling wie auch bei den Spät- und Auslesen und edelsüßen Weinen in den Top Ten mitzumischen“. Voller Enthusiasmus führt Keller das erfolgreiche Erbe seines Vaters fort und entwickelt es zu immer höheren Qualitäten. Seine außergewöhnlichen Weine werden deshalb weltweit zu Rekordpreisen gehandelt.

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Weinlese 2008 in Baden

Weinlese 2008 in Baden:
Hohe Mostgewichte, gute Reife, schöne Aromen

Über die Hälfte der Weinlese ist in Baden inzwischen eingebracht. Die hohen Erwartungen bestätigen sich. Hohe Mostgewichte, sehr reife Trauben und eine angenehme, reife Säure konnten die Winzer bei der wichtigsten badische Sorte, dem blauen Spätburgunder, verzeichnen. Die Mostgewichte liegen vielfach im Bereich von 90 bis 100° Öchsle, mit steigender Tendenz bei den noch nicht gelesenen Trauben. Die Menge blieb etwas unter den Erwartungen, doch die Winzer sind allgemein sehr zufrieden. Noch zu lesen ist ein größerer Teil des Rieslings, eine spät reifende Sorte, sowie die höheren Qualitäten des Spät-, Grau- und Weißburgunders. Auslesen, Beerenauslesen und Eiswein mögen folgen, wenn das Wetter mitspielt. Die Voraussetzungen sind bisher gut.

Nordbaden: Claus Burmeister, der die Weingüter Burg Ravensburg und Heitlinger als Betriebsleiter betreut, meldet bei den Burgundersorten 95 bis 105° Öchsle: „Die Trauben waren sehr schön, frisch und äußerst gesund. Allerdings mussten wir einiges an Vorlesen absolvieren. Die guten Lagen konnten dieses Jahr zeigen, was sie können, und brachten überdurchschnittliche Qualitäten. Die großen Weine bei Riesling und Lemberger hängen noch.“

Ortenau: Frank Männle, gemeinsamer Qualitätsmanager der Winzergenossenschaften Oberkirch und Waldulm mit zusammen 500 Hektar Reben, ist sehr zufrieden: „Die trockenen Tage und kühlen Nächten waren ein großer Vorteil. Die Trauben zeigen eine schöne Reife, sind gesund und haben viel Aromen aufgebaut, optimal auch, um später Eiswein zu lesen.“ Auch Kellermeister Christoph Zeidler der Baden-Badener Winzergenossenschaft freut sich über die hohen Mostgewichte: „Die Trauben haben ihre volle Reife erreicht. Die Säure, die anfänglich hoch war, ist gut abgebaut.“ Das Weingut Andreas Männle in Durbach freut sich über einen Grauburgunder von 106 ° Öchsle und hofft auf weiterhin gutes Wetter. „Dann sind bei Riesling Spätlesen, sowie bei Spätburgunder und Gewürztraminer sogar Auslesen zu erwarten“, so Junior Thomas Männle.

Kaiserstuhl: Thomas Wihler, Geschäftsführer der Winzergenossenschaft Wasenweiler, hat schon über die Hälfte des Spätburgunders im Keller: „Ich bin sehr zufrieden. Der Spätburgunder zeigt eine gute Farbe und schöne Aromen. Die Weißweine zeichnen sich aus durch eine reife und stabile Säure, was zu eleganten und fruchtigen Weinen führt.“ Auch im Weingut Friedrich Kiefer sieht man flotten und fruchtigen 2008ern entgegen. Den Rieslingen, Weiß- und Grauburgunder gönnt man noch etwas Zeit und hofft auf Auslesen. Leopold Schätzle jun. vom gleichnamigen Weingut: „Wir sind mittendrin. Die Spätburgunder brachten bisher deutlich über 90° Öchsle. Die biologische Reife der Trauben ist ausgezeichnet. Es gibt ein gutes bis sehr gutes Jahr und auch die Menge stimmt. Auf Spitzen hoffen wir noch und sind sehr zuversichtlich.“

Markgräflerland: Andreas Philipp, Kellermeister der Winzergenossenschaft Auggen, genießt den langen Herbst: „Die kühlen Nächte bringen dem Rotwein die Farbe und dem Weißwein die Frucht! Die Lese geht bei uns recht stressfrei von statten, etwas mehr als die Hälfte ist schon im Keller. Wir freuen uns noch auf Spätlesen beim Spät- und Weißburgunder, bis zu Beerenauslesen.“ Winzergenossenschaft Laufen, Kellermeister Ingo Ehret: „Der Gutedel brachte bis 74° Öchsle, der Spätburgunder Mitte 90. Die Trauben haben eine hohe physiologische Reife. Die Qualität ist weitgehend noch besser als 2007, nur die Menge liegt etwas darunter.“

Fantastisch: Ein Jahrhundert Deutscher Riesling

Historische Jahrhundert-Raritätenprobe der Prädikatsweingüter dokumentiert Langlebigkeit und Größe des Rieslings im Reigen der Großen Weine der Welt

Man nehme: Riesling-Weine aus den größten Jahrgängen des letzten Jahrhunderts und aus den besten Lagen Deutschlands; 22 der erstklassigsten Riesling-Erzeuger aus deutschen Weinlanden und 7 der anerkanntesten Weinexperten aus aller Welt.

Der Ort: Schloss Johannisberg im Rheingau, ein moderner Probenraum auf historischem Boden.

Das Ergebnis: Ein überwältigendes Plädoyer für Riesling als langlebige, unnachahmbare, facettenreiche und faszinierende Rebsorte mit großer Vergangenheit und Zukunft. Und eine Bestätigung des deutschen Spitzenweines im Reigen der Großen Weine der Welt.

http://www.vdp.de/qualitaetsversprechen/riesling/

Die Weinkenner
Gian Luca Mazella, italienischer Weinjournalist (u.a. Gambero Rosso, RAI, Sky News), hatte die Initialzündung zu dieser historischen Riesling-Probe gegeben. Die Prädikatsweingüter Deutschlands waren ob der Fülle an Traditionsgütern in ihren Reihen für ihn der ideale Partner. Mit Unterstützung des Deutschen Weininstitutes wurde dann noch eine „handvoll“ Journalisten zu der rare Probe dazu geladen. Publizisten, die in ihrer Heimat für renommierte Weinpublikationen schreiben, zudem einflussreiche Verkoster und Buchautoren sind und schlicht als Kapazitäten ihrer Zunft gelten: Jancis Robinson M.W., England, David Schildknecht und Bruce Sanderson, beide USA, Dieter Braatz, Deutschland Michel Bettane, Frankreich, Katsuyuki Tanaka, Japan. Alle angefragten Journalisten nahmen die Einladung begeistert an. Verständlich, denn selbst großen Weinschreibern sind solche Proben nur selten vergönnt, da die wenigen, noch existierenden Wein-Exemplare in den Schatzkammern der Erzeuger wohl gehütet werden.

Die Probenfolge
Für Gian Luca Mazzella war es kein leichtes Unterfangen, die Güter und Weine zusammenzustellen. Sein Anspruch war, dass die Probe die größten Jahrgänge des vergangenen Jahrhunderts berücksichtigen und die unterschiedlichen Weinkategorien abbilden sollte, die zu jeder Zeit üblich waren: Vom Cabinet, (historische Bezeichnung für die besten Weine*), über „naturrein“** bezeichneten Wein, vom trockenen Wein bis hin zu einer Fülle von edelsüßen Auslesen, feinsten Auslesen, Beerenauslesen, Trockenbeerenauslesen sowie Eiswein. Bewusst traf er seine teils provokante Auswahl der Erzeuger, bei der manche fehlen, die für die Renaissance des Rieslings, allerdings mehr im 21. Jahrhundert von großer Bedeutung sind, diesen Ruf aber noch nicht im 20. Jahrhundert begründet hatten. Außerdem existiert kein Verzeichnis, welchen Wein welches Traditionsweingut in seiner Schatzkammer unter Verschluss hält. Noch weniger ist bekannt, welche Analysedaten die alten Weine von 1900 und 1911 etc. zum Zeitpunkt ihrer Lese aufwiesen – unabdingbar für die Festlegung der Probenfolge und die sensorische Harmonie der Probe. Doch Mazzella gelang das Kunststück.

Die Weine
Andächtige Stille herrschte im Raum, als der erste Wein, ein trockener 1900 Ruppertsberger Stückelpfad vom Weingut Geh. Rat Dr. v. Bassermann-Jordan ausgeschenkt wurde. Er wurde zusammen mit einem 1931er Erbacher Rheinhell Cabinet (Schloss Reinhartshausen), einem 1937 Casteller Schlossberg Naturrein (Domänenamt Castell – der letzten existierenden Flasche!) und Vertretern der Jahre 1992, 1990 und 1999 verkostet. Begeisterung! Nach 108 Jahren stand der Wein und auch die jüngeren Exemplare klar und in reifer Schönheit da.

Bewusst ließ die Probenfolge den Spannungsbogen nie abbrechen. Sie begann zwar mit dem ältesten Wein, war im übrigen aber nach Fruchtsüße, Alkoholgehalt und Säure arrangiert, sofern bekannt, denn Weinanalysen waren 1900 nicht üblich. Und selbst Analysen können nach einigen Jahrzehnten nur ein Hinweis sein, da mit der Reife eines Weines auch eine Weiterentwicklung einhergeht, die die Süße weniger schmeckbar macht.

In der zweiten Serie wurden großartige Auslesen von 1949 (Niederhäuser Hermannsberg, Niederhausen-Schlossböckelheim), 1989 (Erdener Prälat, Dr. Loosen), 1964 (Eitelsbacher Karthäuserhofberg, Karthäuserhof) und 1973 (Oberhäuser Brücke, Dönnhof) verkostet.

Den Auftakt der dritten Runde, die aus noch konzentrierteren Auslesen, Beerenauslesen und Eiswein bestand, machte ein 1911 Kiedricher Berg Riesling Auslese von Robert Weil. Ein Wein, der als „Hauswein“ des Grand Hotel Adlon Berlin und auch im Berliner Stadtschloss des Kaiserhauses galt. Ihm folgten Weine aus den legendären Lagen Scharzhofberg (1971), Bernkasteler Doctor (1976), Braunerberger Juffer-Sonnenuhr (1994) und Mussbacher Eselshaut (1998), um nur einige zu nennen.

Den Schlusspunkt setzten grandiose Beeren- und Trockenbeerenauslesen: Ein 1921 Steinberger von den Staatsweingütern Kloster Eberbach, ein 1937 Erbacher Marcobrunn von Schloss Schönborn (interessanterweise die erste von 48 gekelterten Flaschen, die die Schönborn’schen Schatzkammern verlässt), ein 1947 Schloss Johannisberger Goldlack, eine 1959 Wehlener Sonnenuhr von Joh.Jos. Prüm und eine 1967 Wachenheimer Rehbächel von Dr. Bürklin Wolf.

Schlusspunkt
„Es grenzt fast an ein Wunder, dass wir ein Jahrhundert Riesling abbilden konnten und alle Weine sich hervorragend verkostet haben, jeder einzelne Wein war ein besonderer Genuss und ein Zeitdokument,“ beschreibt VDP-Vizepräsident Wilhelm Weil, die Verkostung.

Auch für die anwesenden Prädikatsweingüter, die jeweils ihren Wein vorgestellt hatten, war diese Probe ein Ereignis, das sie so noch nicht erlebt hatten. Die Weine aber waren ein Testament für die zeitlose Qualität und glasklare Schönheit von Riesling mit Stammbaum aus den besten Deutschen Weinbergslagen.

Bei herrlichem Sonnenschein genossen alle Teilnehmer im Anschluss der Probe inmitten des historischen Steinberg-Weinbergs von Kloster Eberbach ein Mittagsmahl unter freiem Himmel als würdigen Abschluss einer außergewöhnlichen Probe.

*Cabinet: Ursprünglich besonderer Weinkeller, Aufbewahrungsort der besten Weine, die auch Cabinetweine genannt wurden; die historische Bezeichnung entstand im 18. Jh. im Rheingau und bezog sich auf den so genannten Cabinetkeller in Kloster Eberbach. Mit dem Weingesetzt von 1971 verboten. Sie lebt im Weingesetz Deutschlands und Österreichs im Begriff Kabinett für die niedrigste Stufe der Prädikatsweine fort. (enobooks.de)
**Naturrein: Ohne (künstliche) Zusätze gekeltert. Im Weingesetz von 1901 wurde die Bezeichnung „Naturwein“ erstmals geregelt, indem ihre Verwendung für verbesserte (mit Zucker angereicherte) Weine verboten war. Der Begriff ist seit der Verabschiedung des Weingesetzes von 1971 auf Weinetiketten und in der Werbung für Wein nicht mehr zulässig, da der Gesetzgeber davon ausgeht, dass alle Weine Naturprodukte sind und die Verwendung des Begriffs Natur folglich eine Art irreführenden Wettbewerbs darstellt.

Mosel Renaissance

„Wine Spectator“ adelt deutsche Riesling-Auslesen des Jahrgangs 2006. Mosel ganz vorn – Fünfunddreißig ausgezeichnete Weine im Visier

Insgesamt 35 deutsche Riesling-Auslesen des Jahrgangs 2006 hat der „Wine Specator“ aus New York geadelt. Die Nase vorn haben die Moselaner. Das zeigen die Verkostungs-Ergebnisse der Bibel unter den international anerkannten Weinzeitschriften mehr als deutlich. Zwei Drittel der jetzt ausgezeichneten Weine stammen von der Mosel. Auch im Spitzen-Quartett der 4 „hot wines“ (aufregendste Entdeckungen) kommt nur ein Mitspieler nicht von Mosel. Zu den Top 4 gehören das Weingut Gunderloch aus Nackenheim in Rheinhessen und die Moselaner Joh. Jos. Prüm, Fritz Haag und die Weingüter Wegeler. Die Bewertungen der glorreichen 4 liegen bei 94 und 95 von 100 Punkten.

Als zweitstärkste Region punktete der Rheingau. Vier Auslesen erhielten Top-Bewertungen: in der Spitzenposition das Rheingauer Gutshaus der Weingüter Wegeler und Schloss Schönborn. Die Weine der beiden Güter wurden mit 93 Punkten ausgezeichnet. Zwei weitere Rheingauer Gewächse mit 92 Punkten kommen aus dem Hause Robert Weil und noch einmal aus dem Oestricher Gutshaus der Weingüter Wegeler.

Mit insgesamt 4 Auslesen in der Weltspitze haben die Wegelers international ihren festen Platz unter den Top-Winzern Deutschlands, den sie in den letzten Jahren errungen haben, bestätigt. Über den Erfolg seiner Teams freut sich Weinguts-Chef Dr. Tom Drieseberg und sagt: „Wir sind stolz darauf, dass wir als Botschafter deutscher Weine einen weiteren kleinen Beitrag zur Riesling-Renaissance auf der internationalen Bühne leisten können“.

Übrigens: Alle 35 Weine, die das Verkostungsteam des „Wine Spectator“ aufs Siegertreppchen hob, kommen aus Betrieben, die dem „VDP. Die Prädikatsweingüter“ angehören. Damit konnte der Verband seine Spitzenstellung in Sachen Qualität deutlich unter Beweis stellen.

Weitere Informationen: www.wegeler.com