Trinkgelder und Dress Code im Ausland

The Catch Berlin -

Andere Länder – andere Sitten. Wer auf seiner Auslandsreise nicht gegen landesübliche Benimmregeln verstoßen will, sollte folgende ADAC-Tipps befolgen.

Amerikanische Trinkgeld Sitten: 25 % halten die für angemessen.

Über die Trinkgeldgepflogenheiten informieren. In Amerika gehört es sich, bis zu 20 Prozent des Rechnungsbetrags als Trinkgeld zu geben. In anderen Ländern ist das Trinkgeld bereits in der Rechnung inkludiert. In Italien muss man zudem „Coperto“ bezahlen. Dieser Aufschlag für Brot und Gedeckt wird immer verlangt, auch wenn kein einziges Grissini verzehrt wurde. Mit einem Trinkgeld für die Bedienung hat das aber nichts zu tun. Das wird – ist man zufrieden – extra fällig.

Gepflogenheiten im Restaurant beachten. In Belgien, Spanien, Italien ist es nicht üblich, getrennt zu zahlen. In Finnland ist es aufdringlich, sich im Restaurant zu fremden Menschen an den Tisch zu setzen; befremdlich ist allein schon die Frage nach einem freien Platz.

Anstand wird groß geschrieben. Wer in Finnland, Großbritannien oder Irland nicht unangenehm auffallen möchte, sollte sich auf keinen Fall irgendwo vordrängeln. Man stellt sich an und wartet geduldig in der Schlange. Das gilt in allen Lebenslagen: ob beim Einsteigen am Bus, der Warteschlange am Schalter oder beim Anstehen an der Kinokasse.

Vorsicht bei der Kleiderwahl. Zu kurze Röcke oder Hosen, weit ausgeschnittene Oberteile und Tops mit Spaghettiträgern werden fast weltweit in Kirchen und Moscheen nicht geduldet. In der Türkei oder Kroatien gilt dies zudem für Besuche anderer Sehenswürdigkeiten. Unabhängig davon legt man in Spanien, Frankreich, Kroatien, Italien, Türkei auch abseits vom Strand allgemein Wert auf korrekte Kleidung.

Ein Dresscode gilt auch für die Berge. Wer in den Alpen mit Turnschuhen oder im Strandoutfit die Berge erklimmt, zieht sich schnell den Zorn der Einheimischen zu. Festes Schuhwerk, widerstandsfähige Kleidung und ausreichend Verpflegung sind ein „Muss“. Je nach Sachlage kann es versicherungstechnisch sogar Probleme geben, wenn man beispielsweise durch falsches Schuhwerk nicht mehr in der Lage ist, den Rückweg anzutreten. Muss die Bergrettung aktiv werden, ohne dass eine Verletzung vorliegt, bleibt man unter Umständen auf den Kosten sitzen.

Zuviel Haut ist auch am Strand nicht immer erwünscht. FKK-Freunde sollten ausgewiesene FKK-Strände aufsuchen. Andernfalls können sogar Geldstrafen drohen. In Amerika wird es außerdem nicht gerne gesehen, wenn man sich am Strand statt in Umkleidekabinen umzieht. Zudem sollten dort auch kleine Kinder zumindest eine Badehose tragen.

Siesta beachten. In vielen südlichen Ländern gibt es erweiterte Mittagspausen und damit einhergehend andere Öffnungszeiten als in Deutschland. Wer in Spanien beispielsweise zwischen 12.30 und 16 Uhr ein Museum besuchen möchte, wird vor verschlossenen Türen stehen.

Nicht alle Verkehrsregeln und -gepflogenheiten sind in Europa einheitlich. In Frankreich, Tschechien und Dänemark halten Autofahrer beispielsweise wenig vom Vorrang der Fußgänger. Bevor man einen Zebrastreifen überquert, sollte man sich also genau nach allen Seiten umsehen. In Spanien hält dafür nicht jeder Autofahrer tatsächlich bei einer roten Ampel. In den Niederlanden ist Vorsicht und vorausschauendes Fahren geboten, Radfahrer können jederzeit und meist in flottem Tempo um die Kurve kommen.

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Auslandsreise-Krankenversicherung

Auch wenn Auslandsreise-Krankenversicherungen nur einen eingeschränkten Versicherungsschutz bieten, sollten Langzeitreisende unbedingt eine haben, empfiehlt das Verbrauchermagazin FINANZtest in seiner September-Ausgabe. Diese Versicherungen sind hauptsächlich für Notfälle da, übernehmen aber den Rücktransport nach Hause. \p|

Die Zeitschrift hat 27 Langzeitverträge für weltweit geltende Krankenversicherungen für Privatreisen untersucht. Sechs davon haben „sehr gute“ Versicherungsbedingungen. Zwölf waren „gut“.
Allein der ADAC hat im vergangenen Jahr „für mehr als 15.400 Patienten den Rücktransport organisiert“ heißt es in dem von der Stiftung Warentest herausgegebenen Magazin. Wichtig war den Testern bei der Bewertung der Versicherungsbedingungen auch, dass die Anbieter mit Vorerkrankungen angemessen umgehen und dass sie in ihrem Vertrag keine Bedingungen haben, anhand derer sie sich vor Zahlungen drücken könnten. Preiswert sind die Versicherungen allesamt nicht:

Wer ein ganzes Jahr auf Reisen geht, bekommt für 347 Euro bei der Würzburger aber schon ein gutes Angebot. Dagegen ist eine 90-tägige Reise bei der Victoria für 45 Euro versichert. 180 Tage kosten bei der Europa 161 Euro. Ältere Reisende, da liegt die Grenze oft bei 65 Jahren, zahlen einiges mehr – oder sie bekommen erst gar keine Versicherung. Bei mehreren kürzeren Reisen bis zu 42 Tagen empfiehlt FINANZtest die deutlich preiswerteren Jahrespolicen.

Alle Ergebnisse des Tests stehen in der September-Ausgabe der Zeitschrift FINANZtest und im Internet unter www.test.de