Deutschland-Urlaub: Freie Betten zur Hochsaison

Ist der Sommer in Deutschland gut, schätzen die Bundesbürger Urlaub im eigenen Land: In den Ferienhotels zwischen Amrum und Zugspitze herrscht Hochbetrieb. Dennoch gibt es noch genügend freie Betten – vor allem für Spontanurlauber. Wer vor der Hitze kurz entschlossen ans Meer oder in die Berge flieht, werde bei L´Tur „garantiert fündig“, so Vorstandssprecher Markus Faller.
Baden an der Ostsee: zwei Nächte im Mittelklassehotel Dierhagen kosten bei Europas größtem Anbieter von Last Minute-Reisen 69 Euro. Gerade für Familien interessant sind die Last Minute Angebote bei CenterParcs: Ein Wochenende in einem Ferienhaus für 4 Personen gibt es ab 199 Euro.

Wer zum kleinen Preis in die Berge will, stößt ebenso auf Top-Tarife: Im Luftkurort Schliersee in den Bayerischen Alpen etwa kommen zwei Übernachtungen mit Frühstück in einem beliebten Vier-Sterne-Hotel gerade auf 109 Euro. Noch günstiger der Schwarzwald: In Triberg steigen Urlauber in der gleichen Hotelkategorie zwei Nächte bereits für 77 Euro ab.

Auch in den Städten warten viele günstige Quartiere: Zwei Übernachtungen in Tophäusern sind beispielsweise in Dresden für 67 Euro oder Berlin für 49 Euro zu haben.

Die Hotels lassen sich in 151 L´Tur-Shops, per Telefon 01805/21 21 21 (0,12 Euro/Min.) oder im Internet (www.ltur.de bis wenige Stunden vor Abreise buchen.

CIA: Das Harvard des Kochens

Die künftige Küchenelite im Land der Klopsbrater lernt am CIA – eine Gastronomie-Uni, kein Agenten-Trainingslager. Exquisiteres Studentenfutter als in den Restaurants auf dem Campus gibt es nirgends. Nur manchmal übermannt die US-Jungköche ein kleiner Hunger auf Fritten und Burger.
Berühmte Küchenchefs wie Anthony Bourdain (Les Halles, New York) oder Walter Scheib (The White House, Washington) sind CIA-Alumni. Anders als in Deutschland, wo Kochen vor allem als Handwerk und nicht als Wissenschaft oder Kunst angesehen wird, absolvieren Köche und Konditoren am CIA eine akademische Ausbildung. Nach zwei Jahren gehen sie mit dem Associate Degree in „culinary arts“ oder „baking and pastry arts“ ab, nach einem weiteren Jahr mit dem Bachelor in „culinary arts management“ oder „baking and pastry arts management“.

Lesen Sie den gesamten Artikel von Heidi Friedrich bei Spiegel online: CIA

Air Berlin legt kräftig zu

Air Berlin, Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft, hat die Passagierzahl im ersten Halbjahr 2005 um 15,16 Prozent gesteigert. Von Januar bis Juni wurden 6,1 Millionen Gäste befördert. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 5,3 Millionen. Besonders hohe Zuwachsraten erzielte das Unternehmen an den Flughäfen Wien (+ 33,6 %), Düsseldorf (+ 28 %), Zürich (+ 25 %) und Palma de Mallorca (+ 24,6 %). Wie Geschäftsführer Joachim Hunold am Dienstag in Berlin erklärte, resultiert das Wachstum vor allem aus den europäischen Städteverbindungen von Air Berlin. Obwohl sich der Anteil des Einzelplatzverkaufs von 53 auf 60 Prozent erhöhte, konnte die Airline auch im Veranstaltergeschäft 10 Prozent zulegen.
„Angesichts der guten Entwicklung in den ersten sechs Monaten ist das Erreichen unseres selbst gesteckten Jahreszieles von 13,7 Millionen Passagieren weiterhin realistisch“, sagte Hunold. Beim Umsatz legte Air Berlin bis zum 30. Juni sogar um 23 Prozent zu: von 458 auf 564 Millionen Euro.
ww.airberlin.com

IHK-Zertifikatslehrgang für Entscheidungsträger in Großküchen

Der Konkurrenzdruck in der Gemeinschaftsverpflegung wird vor allem durch bundesweit und international agie-rende Catering-Unternehmen zunehmend verschärft. Der Zertifikatslehrgang „Modernes Management und Nachhaltigkeit in der Gemeinschaftsverpflegung“ wendet sich an Entscheidungsträger und Köche in Großküchen. Die Teilnehmer lernen, wie sie diesen neuen Herausforderungen entgegen treten und ihren Gästen trotz hohem Kostendruck dennoch die bestmögliche Qualität bieten können.
Küchenleiter und Köche sind wichtige Entscheidungsträger, wenn es um Lebensmittel geht. Sie verwalten das Budget der Küche und legen fest, welche Produkte eingekauft werden. Sie gestalten die Speisepläne und haben gleichzeitig umfangreiche Management-Aufgaben in Großküchen zu bewältigen. Zudem tragen sie Verantwortung für die personelle Planung in ihrer Küche.

Speziell für diese hohen Anforderungen hat die IHK Hochrhein-Bodensee gemeinsam mit der Bodensee-Stiftung und dem Klinikum Konstanz ein neues praxisorientiertes Weiterbildungsangebot entwickelt. Die Teilnehmer lernen dabei, Führungsaufgaben kompetent und motiviert zu übernehmen und ihren Betrieb strategisch zu entwickeln und praktisch zu verbessern.

Der neu konzipierte IHK-Zertifikatslehrgang umfasst insgesamt 160 Stunden, die blockweise über vier Wochen in der Zeit von Oktober 2005 bis Februar 2006 verteilt sind.

Inhaltlich geht es im Lehrgang vor allem um Management, Marketing und Menükunde speziell für Großküchen. Dabei sollen die Kenntnisse in Bereichen wie Mitarbeiterführung, Kostenrechnung und Arbeitsrecht vertieft werden. Zusätzlich werden die Grundlagen der Küchenfachkräfte in den Fächern Ernährungslehre und regionale Warenkunde aufgefrischt.

Besonderen Wert wird auch auf das Thema Nachhaltigkeit gelegt. Besuche von Bauernhöfen und Verarbeitungsbetrieben in der Bodenseeregion vermitteln die Zusammenhänge zwischen täglichem Einkaufsverhalten und regionaler Landwirtschaft und Naturschutz.

Interessierte Küchenleiter und Köche wenden sich an die Bodensee-Stiftung (Patrick Trötschler, Tel. 07732-999541, E-Mail: p.troetschler@bodensee-stiftung.org). Das Projekt wird gefördert durch PLENUM Westlicher Bodensee und durch die Lernende Region Bodensee.

Neue „Whale Watching“-Touren vor Sydneys Küste

„Wal in Sicht“! In den nächsten Monaten tummeln sich vor der Küste Sydneys die größten Meeressäuger der Welt. Tausende Buckelwale ziehen von der Antarktis in die wärmeren Gewässer vor der australischen Ostküste, wo die Weibchen ihre Jungen zur Welt bringen. Sydney-Besucher können die Tiere auf einer „Whale-Watching“-Tour aus unmittelbarer Nähe beobachten. In den australischen Winter- und Frühlingsmonaten – Juli bis November – starten verschiedene Bootstouren vom Sydney Harbour zu den besten „Whale-Watching“-Spots auf dem offenen Meer.
Bass and Flinders Cruises (www.bassflinders.com.au setzt dieses Jahr ein neues Schiff ein, das Platz für 300 Gäste bietet. Die drei Aussichtsplattformen der „Ocean Dreaming“ ermöglichen allen Gästen einen ungestörten Blick auf die faszinierenden Tiere in deren natürlicher Umgebung. Die dreistündige Fahrt beginnt täglich morgens und nachmittags am Darling Harbour und am Circular Quay und kostet für Erwachsene rund 40 Euro, für Kinder die Hälfte. Auch True Blue Cruises (www.sydneywhalewatching.com hat zwei tägliche Wal-Touren ab/bis Sydney im Programm und bietet darüber hinaus eine Geld-zurück-Garantie – „see a whale or get you money back“: Wer keinen Wal zu Gesicht bekommt, erhält den vollen Preis von umgerechnet 37 Euro zurück. Mit etwas Glück erspähen die Besucher außer Buckelwalen auch Blau- und Killerwale, Delfine, Robben, Pinguine und Seevögel.

Auch in Port Stephens, drei Autostunden nördlich von Sydney, und an New South Wales’ Sapphire Coast, im Süden Sydneys gelegen, sind die Bedingungen perfekt, Wale zu beobachten – vor allem im September und Oktober. Der Besuch der Meeressäuger wird vor allem von den Einwohnern des an der Sapphire Coast gelegenen Küstenstädtchens Eden gebührend gefeiert: Vom 14. bis 16. Oktober findet dort das Eden Whale Festival statt. Boote bringen die Touristen ganz nah an die Wale heran und sorgen so bei den Besuchern für ein unvergleichliches Naturerlebnis. Zudem sorgen ein Straßenfest, ein Kunstmarkt, musikalische Veranstaltungen und ein großes Feuerwerk für gute Unterhaltung. Eden und die Sapphire Coast werden von Jahr zu Jahr bei deutschsprachigen Urlaubern beliebter. Die Region bietet viele einsame Sandstrände sowie gute Surf-Bedingungen Nähere Informationen unter www.edenwhalefestival.com und www.sapphirecoast.com.au. Mehr Infos über Sydney gibt es auf der Website www.sydneyaustralia.com.

Lessness – die neue Lust am Verzicht

Möglichst viel von allem haben, das ist der Gipfel des Glücks – denken viele. Von wegen! Die Besinnung auf das Wesentliche bringt echte Erfüllung, weiß Michael Simperl (35). In seinem Buch „Lessness. Weniger ist mehr – genieße es“ (Econ, 14,95 Euro) propagiert der Münchner den Trend zur Reduktion auf das wirklich Wichtige. Im Haben, Handeln, Denken.
Der selbstständige Werbefachmann spricht aus Erfahrung. Als 2001 sein Unternehmen in den Sog der Wirtschaftsflaute geriet, blieb ihm als einzige Rettung nur eins: radikales Sparen. Das war anfangs sehr schmerzhaft mit einer Absage an Auto, schicke Klamotten und Essengehen verbunden. Aber das Ergebnis – weniger Ballast, mehr Geld, mehr Genuss – führte schnell zu einem viel unbeschwerteren Alltag. In der aktuellen Ausgabe der Frauenzeitschrift FÜR SIE (erscheint am 12. Juli 2005) erklärt er, warum weniger zu besitzen und nicht mehr tausend Wünsche im Kopf zu haben zufriedener macht und das absolute Gegenteil von freudlosem Verzicht ist.

Beispiel Schnäppchen-Shopping: Das Gefühl, mehr für weniger Geld zu bekommen, lässt uns oft das Haupt-Argument vergessen: Brauche ich das wirklich? Gegen Fehlkäufe, die zu Hause nur Platz wegnehmen, hilft kaufen nach dem „Lessness-Prinzip“ (von engl. „less“ für weniger), rät Michael Simperl. Erster Schritt: Schreiben Sie Ihre Wünsche immer zuerst auf eine Liste. Allein dadurch überdenkt man automatisch noch mal, was tatsächlich nötig ist. Und wenn es dann zum Shopping geht, kaufen Sie nur das, was auf dem Zettel steht – so vermeiden Sie spontane Möchte-ich-haben-Impulse. Außerdem: Achten Sie bei technischen Geräten darauf, dass die nur können, was Ihnen wichtig ist. „Dann wird ihren Neuerwerbungen nie mehr ein schlechtes Gewissen anhaften“, so Michael Simperl in FÜR SIE. Er empfiehlt: „Gönnen Sie sich nur bei den Dingen Extravaganzen, für die Sie echte Leidenschaft empfinden, egal ob Schuhe oder Software“.

Auch beim Essen gilt: Weniger ist mehr Genuss. Deshalb hat der Autor „Fast Food“ durch „Simple Food“ ersetzt. Jetzt stehen auch mal Kartoffeln auf seinem Speiseplan – mit Kräutern, Quark oder Gemüse vom Markt. Positive Folge: Er fühle sich gesünder – und mehr Zeit koste die neue Esskultur auch nicht.

Überhaupt wird das Argument Zeitdruck seiner Ansicht nach zu häufig benutzt. „Wir wollen zu viele Aktivitäten in zu wenige Stunden pressen, anstatt die zu Verfügung stehende Zeit als Maßstab zu nehmen“, erklärt Simperl in FÜR SIE. Das gilt für den Job genauso wie für die Freizeit. Klar, viele müssen Überstunden machen, um die Familie zu ernähren. „Doch oft wird auch für den Erhalt bestimmter Statussymbole geackert“, so Simperl. Für Statussymbole, die ein „Lessnesser“ gar nicht mehr braucht.

Berlin: Luxushotels zu Sommertiefpreisen

In kaum einer anderen europäischen Metropole gibt es so viele Luxushotels wie in Berlin. Und nirgendwo ist eine Fünf-Sterne-Nacht so preiswert. Vor allem im Sommer unterbieten sich die Hotels mit preiswerten Arrangements; da sind zwei Übernachtungen inklusive Wellnessbehandlung leicht für deutlich unter 300 Euro zu haben. In seiner aktuellen Ausgabe stellt das Reisemagazin GEO SAISON viele der sommerlichen Luxusarrangements vor.
Weitere Themen im Heft:

Die Küste der Lebenskünstler: Türkische Ägäis für Individualisten

Neuer Trendsport: Tree Climbing. Ganz einfach auf die Mammutbäume

Glückwunsch, Belgien: 175 Jahre Unabhängigkeit, 17,5 Gründe, den fidelen Nachbarn zu besuchen

Wir werden durchschaut: Welche Datenspuren Reisende hinterlassen

Nicaragua: Die unbekannte Schöne entdecken

GEO SAISON „Berlin leuchtet“ umfasst 140 Seiten, kostet 4,80 Euro und ist am 29. Juni 2005 erschienen.

Traumurlaub 2005: Sommer, Sonne, Strand und Meer

Entspannt am Strand in der Sonne liegen und zwischendurch eine kleine Abkühlung im Meer – keine Frage: Badeurlaub ist auch in diesem Jahr für die meisten Deutschen das Nonplusultra in Sachen Erholung. Einer repräsentativen Umfrage der Düsseldorfer Kommunikationsagentur Mediaedge:cia zufolge, verbringen fast 40 Prozent der Erwachsenen ab 14 Jahre ihren diesjährigen Urlaub am Strand. Von den unter 50-Jährigen träumt sogar jeder Zweite vom Barcadi-Feeling. In der 50plus-Gruppe will dagegen nur jeder Vierte die schönste Zeit des Jahres am Meer verbringen. Aktivurlaub heißt hier die Alternative: 15 Prozent von ihnen verbringen ihren Urlaub mit Wandern oder Fahrradtouren. Weitere zehn Prozent der über 50-Jährigen setzen auf Kultur- und Erlebnisttrips. Städtereisen sind sowohl bei den über 50-Jährigen als auch bei Reisenden unter 30 Jahren zu jeweils zwölf Prozent das Highlight. Camping sowie Party-Stimmung r la Ballermann & Co. sind mit 14 bzw. zwölf Prozent vor allem bei den Jüngeren unter 30 Jahren gefragt. Für gut ein Fünftel von ihnen heißt das Urlaubsziel in diesem Jahr allerdings Balkonien. Sie planen keine größere Reise.
Warum in die Ferne schweifen… – nach dieser Devise planen anscheinend viele Bundesbürger ihre diesjährigen Ferien. Knapp 30 Prozent der Reisenden verbringt laut Sensor ihren Urlaub in Deutschland, zwölf Prozent zieht es an Nord- oder Ostseeküste, acht Prozent in Richtung Bayern. Geht es über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus, ist Italien mit elf Prozent das beliebteste Ziel, gefolgt von der Türkei (neun Prozent), Spanien acht Prozent) und Österreich (sieben Prozent). Osteuropa, insbesondere Polen und Kroatien, ist für neun Prozent der Reisefreudigen äußerst attraktiv. Vor allem die 50plus-Generation zieht es in osteuropäische Länder. Die 14- bis 29-Jährigen stehen dagegen eher auf Türkei, Spanien und andere Mittelmeerländer, inklusive Balearen. Nur rund sieben Prozent der Urlauber verbringen ihre Ferien außerhalb Europas.

Deutschland und andere europäische Länder haben nicht zuletzt deshalb die Nase vorn, weil der Faktor Sicherheit inzwischen eine entscheidende Rolle bei der Wahl des Urlaubsziels spielt. Meldungen über Terroranschläge, politische Krisenherde und Naturkatastrophen haben die Bundesbürger sensibilisiert. Fast die Hälfte achtet bei der Ferienplanung darauf, dass der Ort sicher ist. Entsprechend bucht jeder Vierte bei einem Reiseveranstalter, der in Notsituationen Hilfe garantiert. Nur ein Fünftel der Befragten bleibt gelassen. Terror und Naturkatastrophen haben keinen Einfluss auf ihre Urlaubsplanung.

Das Thema Sicherheit ist auch einer der wesentlichen Gründe, weshalb fernöstliche Länder wie Japan und China mit 38 Prozent die unbeliebtesten Reiseziele sind. Regionen im indischen Ozean liegen mit 35 Prozent auf Platz zwei – die Tsunami-Katastrophe hat ihre Schatten hinterlassen. Auch Russland und andere ehemalige Ostblockstaaten sind einem Drittel der Befragten immer noch suspekt. Nord- und Schwarzafrika kommt für fast 30 Prozent der Urlauber nicht in Frage.

Doch egal, wohin die Reise geht – bevor die Koffer gepackt werden, ist erst einmal Shopping angesagt. Jeder Zweite gönnt sich zumindest eine neue Sonnencreme, ein Drittel vervollständigt die Reiseapotheke und für 31 Prozent stehen Schuhe und Kleidung auf dem Einkaufszettel. Jeweils ein Viertel benötigt Fotozubehör bzw. eine neue Sonnenbrille. Dazu kommen Bikini und Badehose, Kameras, Wander-und Reisekarten, Koffer und Taschen, Sprach- und Reiseführer sowie das gute Buch für den Strand. Vor allem die Jüngeren zeigen sich konsumfreudig und steigern mit einem Einkaufbummeln offenbar die Vorfreude auf den Urlaub. Geht’s dann endlich los, bleiben die meisten Befragten etwa zwei Wochen fern der Heimat. Mehr als ein Drittel verreist für zehn bis 14 Tage, 30 Prozent für zwei bis drei Wochen. Nur zehn Prozent gönnen sich vier oder mehr Wochen Ferien. Gut ein Fünftel ist maximal zehn Tage unterwegs.

Der Sensor ist eine monatliche Repräsentativbefragung zu aktuellen Themen der Markt- und Medienforschung. Sie wird im Auftrag von Mediaedge:cia vom TNS Emnid-Institut, Bielefeld, persönlich bei zirka 1.300 Personen im Alter ab 14 Jahren durchgeführt.

Ein Jahr neue Condor – ein Jahr der erfolgreichen Neuausrichtung

Ein Jahr nach der Wiedereinführung des traditionellen Markennamens kann Condor auf eine erfolgreiche Bilanz zurückblicken. „Das Sanierungsprogramm läuft plangemäß, die Kostensenkungsmaßnahmen sind bereits zu zwei Dritteln umgesetzt, das Einzelplatzgeschäft, das wir zur wesentlichen Säule unseres Angebots ausbauen wollen, ist stark gewachsen, und unser Ergebnis haben wir erheblich verbessert“, fasst Ralf Teckentrup, der für die Airlines zuständige Vorstand der Thomas Cook AG, die wesentlichen Erfolge der vergangenen zwölf Monate zusammen.
Ergebnis im ersten Halbjahr 2004/05 verbessert

Die wirtschaftlichen Ergebnisse des ersten Halbjahres 2004/05 (1. November 2004 bis 30. April 2005) spiegeln den Erfolg der Neuausrichtung wider. Die Zahl der Fluggäste konnte um 7,4 Prozent, die Auslastung der Flugzeugkapazitäten um 1,6 Prozentpunkte gesteigert werden. Gleichzeitig reduzierte sich der im Winterhalbjahr übliche Verlust (Ergebnis vor Steuern) um 39 Prozent. „Diesen positiven Trend“, so Ralf Teckentrup, „wollen wir natürlich auch im Sommer weiter fortsetzen, damit wir am Ende des Jahres den angestrebten Gewinn ausweisen können.“ Allerdings gebe es Belastungen durch anhaltend hohe Treibstoffpreise und die Flugausfälle, die durch die Flutkatastrophe in Südasien hervorgerufen wurden. „Das summiert sich im laufenden Geschäftsjahr auf insgesamt 50 bis 60 Millionen Euro,“ so Ralf Teckentrup, „die wir durch andere Maßnahmen kompensieren müssen.“

Produktivität gesteigert, Linienflugplan etabliert

Neben den Maßnahmen zur Kostensenkung haben deutliche Produktivitätssteigerungen zu den verbesserten Ergebnissen beigetragen. So lag die Flottenproduktivität im ersten Halbjahr 2004/05 um 18,2 Prozent über dem vergleichbaren Niveau des Vorjahres. Ralf Teckentrup: „Diese enorme Steigerung haben wir nur erzielen können, weil sich alle unsere Mitarbeiter voll hinter die Sanierungsbemühungen gestellt haben.“

Einzelplatzgeschäft gewinnt an Bedeutung

Zur Neuausrichtung der Condor gehörte auch das Ziel, durch eine Verbesserung des Produktes mehr Kunden – vor allem mehr Individual- und Geschäftsreisende – zu gewinnen. Ralf Teckentrup: „Der Übergang von einem Charterflugplan mit vielen kurzfristigen Änderungen zu einem stabilen Linienflugplan mit täglichen Verbindungen zu den wichtigsten Zielen erhöht die Produktivität, vereinfacht die Organisation, und vor allem: es ist kundenfreundlich. Wir sind heute eine Qualitätsairline, die weiterhin von Reiseveranstalterkunden, aber eben auch immer öfter von Individual- und Geschäftsreisenden gewählt wird. Die Strategie, durch die Beibehaltung guter Serviceleistungen und gleichzeitige Einführung von günstigen Preisen ganzjährig die Zahl der Kunden maßgeblich zu erhöhen, ist aufgegangen.“

Mit der Einführung der Einstiegspreise von 29 Euro für die Kurz- und Mittelstrecke und 99 Euro für die Langstrecke hat sich Condor im Mai 2004 als Qualitätsairline im Wettbewerbsumfeld der Low-Cost-Carrier etabliert. Dieses veränderte Geschäftsmodell hat sich im Markt als äußerst erfolgreich erwiesen. Im Winterhalbjahr konnte die Zahl der Fluggäste, die ein individuelles Condor-Ticket gekauft haben, um 80 Prozent gesteigert werden. Die hohe Nachfrage im Einzelplatzverkauf hat dazu geführt, dass mittlerweile gut ein Drittel aller Sitzplätze der Condor über diesen Absatzkanal verkauft werden. Ralf Teckentrup: „Damit haben wir unsere ursprünglichen Erwartungen deutlich übertroffen. Wir setzen hier auf weiteres Wachstum und haben uns das Ziel gesetzt, den Anteil von individuell verkauften Tickets im nächsten Jahr auf über 40 Prozent zu steigern.“