Tim Tanneberger geht und Jonathan Kartenberg setzt die Erfolgsgeschichte im eins44 fort

Sie waren ein junges Dreamteam der Berliner Gastroszene: Jonathan Kartenberg, der kreative Betreiber des eins44, und Kochavantgardist Tim Tanneberger. Nun trennen sich ihre beruflichen Wege. „Tim hat wirklich Großes geleistet und unserem Restaurant einen sehr eigenen Charakter verliehen“, meint Kartenberg anerkennend. Tanneberger kann das Lob nur zurückgeben: „Jonathan hat mir kulinarische Freiheit geschenkt, das war ein enormer Vertrauensbeweis.“ Zusammen haben sie das eins44 zu einem angesagten Treffpunkt in Neukölln gestaltet. 

Gerade weil Tim Tanneberger mit 27 Jahren noch so jung ist, ist es für ihn an der Zeit, Neues auszuprobieren. Im eins44 war er in der Kategorie „Aufsteiger des Jahres“ der Berliner Meisterköche nominiert und wurde vom Gault&Millau Restaurantguide 2020 mit 15 Punkten bewertet. Jonathan Kartenberg bleibt selbst seinem Standort treu und sagt: „Mir ist es wichtig, langfristig etwas aufzubauen. Zusammen mit dem Team werden wir den Ansatz der Produktfokussierten Küche weiterentwickeln.“ Darum wird er Tannebergers Chefhaube auch nicht gleich weiterreichen. Der Spitzenkoch Daniel Achilles, der seit Mai dieses Jahres am Herd mitwirkt, bleibt dem eins44 erhalten. Achilles, der 2014 vom Gault&Millau als Koch des Jahres ausgezeichnet und 2018 den Titel „Berliner Meisterkoch“ verliehen bekam, schloss Anfang 2019 sein zweifach besterntes Gourmetrestaurant reinstoff, um sich eine Auszeit zu nehmen. 

eins44 Tim Tanneberger, Daniel Achilles, Jonathan Kartenberg (© Florian Kottlewski)

„Jeder Abschied hält Chancen bereit für etwas Neues“, meint Jonathan Kartenberg: „Wir wünschen Tim nur das Beste und freuen uns auf eine spannende Zukunft im eins44.“ 

Das Restaurant eins44 ist täglich ab 18h geöffnet. 

Über eins44 

Den Namen eins44 verdankt das Restaurant dem einstigen Postzustellbezirk 1000 Berlin – 44 Neukölln. Die ehemalige Destille im dritten Hof der Otto-Reichel-Höfe ist seit 125 Jahren im Besitz der Familie Reichel. Hier, wo einst vielfältige Essenzen zur Herstellung von Likören produziert wurden, findet seit 2014 das Restaurant mit der schönen Terrasse seinen Platz. Schon vor über hundert Jahren ging es an diesem Standort also um guten Geschmack und feine Aromen: „Destillate von höchster Vollkommenheit, rein und natürlich“ hieß es in der Otto-Reichel-Werbung von 1901. Der Charme der Fabrikhalle ist erhalten geblieben: mit hohen Decken, dem historischen Fliesenspiegel, mit alten Werkbänken als Esstischen und dekorativen Eisenhaken, die von der Decke hängen. Der lässige Industriechic wird mit Industrielampen und Rowac-Stühlen unterstützt. So findet das unprätentiöse Fine-Dining-Konzept den passenden Rahmen, den 60 Gäste gleichzeitig genießen können. 

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Zusammenfassung

Sie waren ein junges Dreamteam der Berliner Gastroszene: Jonathan Kartenberg, der kreative Betreiber des eins44, und Kochavantgardist Tim Tanneberger. Nun trennen sich ihre beruflichen Wege.

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