Sühring – Deutsche Küche in Bangkok

Die Sven Elverfeld Schüler Thomas & Mathias Sühring betreiben das gleichnamige Restaurant mit Deutscher Küche in Bangkok.

Vorab: ich habe einen Fehler gemacht. Wir besuchten die Berliner Jungs einen Abend nachdem wir im Gaggan gewesen sind und mehr als begeistert das Restaurant verliessen. Da kann das Sühring nicht mithalten.

Das Konzept an sich ist gut. Sührings frischen alte Deutsche Klassiker auf und modernisieren sie. Ich erhoffte mir eigentlich, Heimatgefühle zu erzeugen, wenn ich die Klassiker bestelle. Diese Hoffnung erfüllte sich nicht.

Wir hatten das große „Erlebnis“- Menü mit 12 recht kleinen Gängen für 90 €.


Speisekarte Sühring Bangkok

Das etwas dunkle, aber geschmackvolle Restaurant ist eiskalt. Jacke mitbringen!! Der freundliche Kellner stellte auf Bitte die Klimaanlage über uns von 19° auf 24°C. Jetzt blies die Anlage von gegenüber einen kalten Wind rüber. Als wir es nicht mehr aushielten, stellte man auf unsere Bitte auch diese hoch.
Die Kellnerbrigade war durchweg sehr freundlich, aber leider genauso unerfahren und offenbar schnell angelernt. Bis zum Hauptgang standen ungenutzte Gläser im Weg. Erst als ich diese wegstellte, räumte der Service die ab. Man verstand auch oft die Aussprache nicht – Kalter für Radler.
Drei Gäste, aber es werden nur zwei Speisekarten gebracht. Der 12j. Junior bekommt ohne Nachfrage das größte Glas Eierlikör. Später auf dem Nachhauseweg war er recht lustig, wir hatten ihn ja auch mal am Champus und am Bier nippen lassen.
Wie vermissten wir den souveränen Service, den wir am Vorabend hatten.

Alle Gerichte waren tadellos. Aber der Funken des Essens sprang nicht über. Leider. Das einzige, bei dem ich ein warmes Gefühl habe, wenn ich jetzt diese Zeilen schreibe und die Bilder sehe, war das Brot. Da hätte ich gerne mir was einpacken lassen.

Alle Gerichte waren sehr klein. Wir gingen aber nicht hungrig nach Hause.

Sekt und Champagner

Meine Frau und ich guckten und fragend an. Das war alles, was eingeschenkt wurde? Vermutlich waren die Gläser nur sehr groß und der Inhalt normal viel.
Sekt wie auch Champagner waren von sehr guter Qualität.

Das Menü startete flott und nach gut zwei Stunden waren wir durch.

Laugenbrötchen mit Obazda und einem Mini-Radler
Das Restaurant Sühring – die böse Klimaanlage
Fischbrötchen
Zwiebelkuchen
Zwiebelkuchen
Eisbeinsülze
Curry36
Currywurst
Crispy Potatoes (mit Pommesgeschmack)
Grüne Sosse / Aal

Das war der Lieblingsgang meiner Frau

Brotzeit mit fantastischem Brot

Der Südtiroler Speck war mir zu dick geschnitten, aber von hoher Qualität.
Den Fisch sollte man mit Senf auf dem Vollkornbrot essen, auf dem anderen Brot den Schinken und das Schmalz. Gewürzgurken zum Naschen.
Wie schön wäre es gewesen, wenn es das Brot auch zur Begleitung gegeben hätte. Ich hätte es auch extra bezahlt!

Flussforelle aus Japan – hervorragend

Die Flussforelle war von hervorragender Qualität, die Sauce viel zu viel.

Spätzle mit Röstzwiebeln und Trüffeln

Obwohl ich  -wie die Sührings auch – Berliner bin, stellte sich hier beim schwäbischen Gericht zum ersten Mal so etwas wie Heimatgefühl ein. Die Trüffel hätte ich gar nicht gebraucht.

Ungarische Ente mit Süsskartoffeln

Mit der ungarischen Ente konnte ich so gar nichts anfangen, auch wenn sie perfekt zubereitet gewesen ist. Ich fand nicht, dass sie ins Menü passt.

Craft Beer

Meine Frau trank ein deutsches  IPA, während ich ein Krombacher hatte. Junior bekam Soda. Als Wasser, wie am Vortag schon, gab es nur Nestle Waters (San Pelligrino und Aqua Panna). Ich bemühe mich, Nestle zu vermeiden und trinke lieber lokale Wasser.

Buttermilch Gin Tonic
Pflaume und schwarze Schokolade
Der kleine Kuchen schmeckte gut, auch das Gelee und der Negerkuss

 

Viele Rezepte kamen von der Großmutter, so hiess es
Eierlikör
Rechnung Sühring

Inklusive Trinkgeld zahlten wir 370 € zu Dritt.

Fazit: Nichts war schlecht, aber wenig begeisterte.
Enttäuschend auch, dass die Zwillinge zwar manchmal im Garten zu sehen waren, aber offenbar nie Zeit hatten, die Gäste zu begrüßen. Fand ich merkwürdig.
Würden wir noch einmal hingehen? Vielleicht. Aber dann auf jeden Fall bevor wir ins Gaggan gehen. Aber eher nicht. Es gibt ja soviel Neues und Interessantes zu entdecken!

 

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