Brotbacktradition in der Fränkischen Schweiz

Frisch gebackenes Holzofenbrot ist schon was Feines. In der beliebten Tourismusregion zwischen Bamberg, Bayreuth und Nürnberg wird die jahrhundertealte Backtradition auch heute noch gepflegt. Im Land der kulinarischen Genüsse spüren Gäste, was Qualität und Regionalität bedeuten – und wie gut es sich hier schlemmen lässt!

Selbstgebackenes Holzofenbrot ist aus den Küchen, Cafés und Gastronomien der Fränkischen Schweiz nicht mehr wegzudenken. Früher gab es in der Region nur wenige Bäckereien, so mussten sich die meisten Familien selbst mit dem vielseitigen Grundnahrungsmittel versorgen. Fast jedes Dorf hatte damals einen Gemeindebackofen, der zur freien Verfügung stand. Vergleicht man die Brotbacktradition mit anderen Regionen in Deutschland, wird hier auch heute noch relativ viel Brot selbstgebacken.
Die Frage nach dem Warum lässt sich leicht beantworten: Der einzigartige Geschmack des traditionell gebackenen Landbrotes stellt jede Industrieware in den Schatten. Auch Qualität und Haltbarkeit spielen eine Rolle. Das ballaststoffreiche Mehl ist eine gesunde Alternative zum üblicherweise verwendeten Weißmehl. Entscheidend ist auch der Sauerteig, der am Abend vor dem Backen hergestellt wird. Die in ihm enthaltenen Milchsäurebakterien sorgen dafür, dass der Teig aufgeht und das Brot luftig und locker wird. Einige der Bakterien hemmen sogar das Wachstum von Schimmelpilzen. Deshalb ist das fränkische Holzofenbrot auch länger haltbar. Der Arbeits- und Zeitaufwand, der damit verbunden ist, lohnt sich also gleich mehrfach.

Zum Backen wird vor allem Roggen- und Weizenmehl verwendet. Das kommt natürlich meist auch direkt aus der Region und wird traditionell in einer der Mühlen gemahlen, die sich entlang der Fluss- und Bachläufe befinden. In der Gemeinde Waischenfeld gibt es zum Beispiel entlang der Wiesent einige intakte Getreidemühlen, die mit ihren eindrucksvollen Wasserrädern auch den Reiz der idyllischen Landschaft ausmachen. Hier kann man Mehl in den unterschiedlichsten Sorten direkt vom Erzeuger erwerben. Frischer geht’s kaum!

Neben den eindrucksvollen Burgen, Höhlen und Ruinen, für die die Region bekannt ist, haben auch die vielen Holzöfen und Mühlen das Landschaftsbild nachhaltig geprägt. Um die Backtradition und somit die gesamte regionale Kulturlandschaft auch Besuchern näherzubringen, werden Mühlenwanderungen angeboten. Von Obertrubach führt beispielsweise der Trubachtal-Wanderweg bis nach Pretzfeld an 19 Mühlen vorbei; hier kann man auf den Pfaden des Müllerhandwerks wandeln und sich über die Bedeutung der Mühlen für die Region informieren. Auch der romantische Mühlenwanderweg bei Plankenfels oder der Mühlenweg entlang der Püttlach sind eine Reise wert.

Bei einer herzhaften Brotzeit mit frischgebackenem Landbrot mit schöner brauner Kruste, Wurst- und Käsespezialitäten und natürlich einem selbstgebrautem Bier kann man den Tag ausklingen und es sich rundum gut gehen lassen. Und wer etwas Warmes im Bauch braucht, der genießt eine fränkische Brotsuppe.

http://www.fraenkische-schweiz.com/

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