WM kulinarisch genießen

Armin Göring, Geschäftsführer des Deutschen Weininstituts, sieht in der WM einen willkommenen Anlass zu allerlei kulinarischen Entdeckungen: „Wenn sich die zahlreichen Gäste aus dem In- und Ausland in den zwölf WM-Städten für ein bevorstehendes Spiel stärken oder anschließend die Tore feiern, haben unsere Winzer neben den WM-Weinen eine große Weinauswahl vorrätig, die hervorragend mit der regionalen Küche harmoniert.“
Das DWI hat sich in den Restaurants der WM-Spielstädte umgehört und gibt hier genüssliche Tipps, welche regionalen Spezialitäten man vor Ort unbedingt probieren sollte und welche Weine dazu am besten passen.

Berlin
Keine andere Stadt in Deutschland spiegelt so sehr den multikulturellen Geist der Fußball-Weltmeisterschaft wider wie Berlin – Hauptstadt, Filmstadt und Fußballstatt zugleich. Berlin ist die Stadt in Deutschland, in der Geschichte gemacht und – so hoffen wir Fußballfans insgemein – auch Fußballgeschichte geschrieben wird. Vielleicht geschieht diesmal das „Wunder in Berlin“. Berlin – eine brodelnde Stadt, auch im kulinarischen Sinne.

Neben dem multikulturellen Mix an internationalen Köstlichkeiten, der sich in Berlin etabliert hat, lohnt es sich, mit den traditionellen Gerichten Bekanntschaft zu schließen.

Beispielsweise mit den köstlichen Spielvarianten der Berliner Leber, die traditionell gebraten mit Apfel und Zwiebeln serviert wird. Gepaart mit einem herzhaften Rivaner oder auch einem saftigem Riesling wird daraus ein echter kulinarischer Steilpass.
Understatement ist ein besonderes Talent der Berliner. Nehmen wir die Berliner Bulette mit Zwiebelsoße, die sie gerne als schlichte Hausmannkost abtun, aber deren dezente Würze gerade durch Einfachheit besticht. Als Begleiter ist ein leichter Rotwein empfohlen, ein Trollinger etwa, der diese einfache Vorlage kurzerhand zum Treffer verwandelt.

Sobald es etwas zum Feiern gibt – und wer würde sich das bei der WM nicht wünschen – wird ein Berliner Frikassee aufgetischt. Ein edles Festessen, aus geschmortem Kalbsfleisch, Gemüse und Morcheln, dessen aromatisches Können am Besten im Team mit einem trocken Silvaner oder einem Weißburgunder zur Geltung kommt, zwei zurückhaltende Spieler, die eher im Hintergrund agieren, aber durchaus mit einem variantenreichen Spiel überraschen können.

Zum krönenden Abschluss gibt’s dann noch eine Portion Berliner Luft. Nein, kein Spaziergang ums Stadion, sondern eine köstlich süße Schaumschlägerei, deren feine Zitrusaromen vortrefflich mit einem edelsüßen, duftig leichten Mosel-Riesling harmonieren. Nach einem solchen Finale darf der Schlusspfiff getrost kommen!

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