Jérôme Banctel

von Bernhard Steinmann

„Wir kommen gerade aus Paris“. Ein Satz, der merkwürdige Reaktionen auslöst. Grundsätzlich habe ich nämlich nach diesem Satz eine Redepause. Denn mein Gegenüber beginnt sofort mit Erzählungen über eigene Erlebnisse in dieser wunderbaren Stadt. Hier, am PC kann mich niemand unterbrechen. Hier kann ich in die Erinnerungen eintauchen, schreiben und Erlebtes noch einmal erleben. Hier kann ich in Ruhe meine kulinarischen Eindrücke sortieren und mit Ihnen teilen.

Etwa 12,4 Millionen Menschen leben in der Pariser Metropolregion. Im Stadtgebiet, welches knapp 12 % der Fläche Berlins entspricht, ca. 2,2 Millionen.

In Paris gibt es derzeit 67 mit einem Michelinstern ausgezeichnete Restaurants.
14 erhielten zuletzt zwei Sterne und 10 Restaurants werben mit drei Michelinsternen. Welch eine Auswahl. Natürlich dominiert die französische Klassik. Deshalb bin ich auch hier. Die Franzosen sind Kochkünstler, lieben das ehrliche Handwerk und neigen weniger zu avantgardistischem Unfug. Dennoch kommt keine Langeweile auf. Die französische Klassik als Grundlage bietet eine äußert große Spielwiese. Untrennbar verbunden scheint dies allerdings mit der starken Neigung, Preise nach oben zu schrauben. Nirgendwo ist daher die Damenkarte so oft präsent wie in Paris. Madame soll sich schließlich nicht erschrecken, wenn mal 160 € für ein Gericht aufgerufen werden.

Dieser Bericht ist der Anfang einer Serie, mit der ich Ihnen unterschiedliche Schwerpunktsetzungen von Spitzenköchen näherbringen möchte. Ausgewählt habe ich ausschließlich Sternerestaurants mit zwei oder drei Michelinsternen. Die bereits auf meinem Blog vorgestellten Restaurants werden hierbei keine Doppelung erfahren.
Ich berichte hier stets über das Dinner. „Mittagessen? Nur Flaschen essen zu Mittag!“ lästert Michael Douglas als Gordon Gekko in „Wall Street“. So böse möchte ich nicht verstanden werden, doch bevorzuge ich eindeutig den Abend. Abgespeckte Lunchmenüs sind, meiner Meinung nach, so etwas wie ein Kinderteller für Erwachsene.

Unser erstes Ziel liegt im Herzen von Paris. Dieses schlägt, nach meinem Empfinden, zwischen Rue de Faubourg Saint-Honoré und Champs-Elysées. An der Avenue Gabriel befindet sich das La Réserve Paris – Hotel und Spa mit dem Gourmetrestaurant Le Gabriel. Jérôme Banctel zeichnet dort für eine zeitgenössische französische Küche verantwortlich. Banctel hat der Küche zuletzt zu zwei Michelinsternen verholfen. Für uns Anlass genug, etwas genauer hinzuschauen.

Jérôme Banctel ist in Rennes geboren und besuchte mit 16 Jahren die Hotelfachschule Notre Dame Saint-Meen-le-Grand. Es folgten mehrere Stationen in unterschiedlichen Restaurants und schließlich der Militärdienst. Nach weiteren, eher weniger bedeutenden Stationen, entschied er sich für ein Engagement im Gourmet-Restaurant des Hotel de Crillon, unweit seines jetzigen Arbeitsplatzes. Es folgten die für ihn entscheidenden acht Jahre bei Bernard Pacaud, wo er als Sous-Chef im L’Ambroisie entscheidend am Erfolg des Restaurants beteiligt war. Ebenso prägend dürften die Erfahrungen bei Alain Senderens im Lucas Carton gewesen sein.

Die Küchengrüße sind, wie soll ich sagen, gelungen. Nicht besonders herausfordernd. Am ehesten  Beachtung findet der Kingcrab mit Matchatee und Ingwergelee. Für das Menü werden derzeit 220 € aufgerufen.

Le „Paris Crème“, oeuf miso, truffes Melanosporum

Ich habe diesen Gang auf Facebook wegen des deutlichen Pilzgeschmackes „Mushroomburger“ genannt. Sechs verschiedene Teile sind aufeinandergeschichtet.
Aromatisch und texturell sehr abwechslungsreich.
Verschiedene Texturen scheinen mir ohnehin das Thema Banctels zu sein.

Saumon de Norvège, raviole d’aubergine fumée, citron

Leichte Säurenoten begleiten den Lachs, ein besonders gutes Produkt, perfekt begleitet von einer geräucherten Auberginenmousse.
Das insgesamt leichte und aromatisch ansprechende Gericht rechtfertigt allerdings keine weiteren Lobeshymnen. Gutes Handwerk, gute Idee, mehr nicht.

Cœur d’artichaut « Macau » en impression de sakura et coriandre fraîche

Diese Kreation allerdings, verdient nicht nur ungeteilte Aufmerksamkeit, sondern auch höchstes Lob. Banctel  hat sich hier an der Artischocke abgearbeitet und diese in verschiedenen Texturen präsentiert. Crème, Püree, Sauce, frittiertes Stroh,
tolle Geschmackserlebnisse. Die Anleihe einer „Kirschblüten-Impression“ erhöht die Bedeutung des Gerichtes.

Homard bleu roti, carotte aux sucs d´orange et baies roses

Nicht nur schön anzusehen. Erneut müssen verschiedene Texturen herhalten. Der Meeresbewohner wird frittiert und „natur“ angeboten. Süße Karottennoten opponieren gegen die Ingwerbeigabe. Gelungen.

Cabillaud de ligne, curry et riz japonais, avocat bio

Der Kabeljau kommt in dieser Zusammensetzung seit 15 Jahren auf den Tisch bei Jérôme Banctel. Besonders erwähnenswert bei diesem Signature-dish ist die Sauce, in der mindestens 20 Gewürze verarbeitet werden.

Pigeon de Vendée, cacao, tagliatelle se sarrasin

Sehr schmackhaft. Die bei mir unbeliebte Taube kann auch mit Kakaonudeln als Beigabe bei mir nicht punkten.
Objektiver ausgedrückt: Ein gelungenes Gericht, handwerklich tadellos und geschmacklich interessant.

Grain de café meringué, crème glacée au sirop de merisier

Baiser, einer riesigen Kaffeebohne nachempfunden, mit Vanilleeis und Sirup. Tolle Idee.

L´Abricot mousse blanc sésame, chocolat blanc, sablé breton sésame, sorbet abricot, abriot confit et lavande

Wein und Service:

2014er Chassagne-Montrachet, Morgeot, Premier Cru, Lucien Muzard & Fils
2010er Les Bastides d´Alquier, Faugèress

Die Weine habe ich selbst ausgesucht und kann daher niemanden verantwortlich machen. Müsste ich bei diesen guten Tropfen allerdings auch nicht.

Wie so oft, waren wir die ersten Gäste im Restaurant und hatten die volle Aufmerksamkeit eines acht-köpfigen Serviceteams. Zum guten Essen kamen interessante und vergnügliche Gespräche.

FAZIT:

Jérôme Banctel hat uns mehr als zufriedenstellend aufgetischt. Gute Produktqualität, hochinteressante Geschmacksbilder und viel handwerkliches Geschick sind gute Vorraussetzungen für ein hervorragendes Menü.
Alle Teile des Menüs sind gut, keines fällt ab, der Gang mit den Artischocken ist das Highlight und bleibt nachhaltig in Erinnerung.

Die Servicecrew zeigte sich über das Erringen des zweiten Michelinsternes überglücklich. Allein die Hoffnungen auf einen dritten Stern vermag ich nicht zu teilen.

Falls Sie an den Fotos Interesse zeigen, lade ich Sie auf www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de ein.

Jeremy Ilian

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Neuzugang im La Véranda: Jeremy Ilian (29) übernimmt die Küchenleitung des Gourmet Restaurants im Hotel Sans Souci Wien. Seine Küchenlinie beschreibt der aufstrebende Jungkoch als „ehrlich, sinnlich“: „Hinter „ehrlich“ verbirgt sich, dass wir unsere Gäste aufrichtig und verantwortungsbewusst über die Herkunft unserer Produkte informieren. Wir arbeiten eng mit Bauern und Lieferanten aus Wien und Umgebung zusammen und bevorzugen regionale, saisonale und biologische Lebensmittel“, erklärt Jeremy Ilian seinen Anspruch an die Zutaten.

Das Wort „sinnlich“ bezieht sich wiederum auf Geschmack, Farbe, Geruch und Textur der Speisen, für die Ilian die einzelnen Komponenten perfekt aufeinander abstimmt. „Damit bieten wir unseren Gästen im La Véranda ein ganzheitliches und genussvolles Speise-Erlebnis“, ergänzt Ilian.

„Wir freuen uns sehr, dass wir Jeremy Ilian als Chef de Cuisine gewinnen konnten. Seine klaren und kreativen kulinarischen Kompositionen werden uns und unseren Gäste noch viel Freude bereiten“, so Andrea Fuchs, General Managerin im Sans Souci Wien.

Stationen in Frankreich und Wien
Vor seinem Engagement im La Veránda war der in London geborene Ilian zuletzt Chef de Cuisine im Motto am Fluss Café in Wien. Nach seiner Ausbildung am Lycée Sacrée Coeur in Saint-Chély-d’Apcher, Frankreich, folgte eine spannende Laufbahn: vom Pop-up Sandwich Store über traditionelle französische Brasserien bis hin zum mit Guide Michelin Sternen ausgezeichneten Fine Dining Restaurant im Fünf-Sterne-Luxushotel Château de la Chèvre d’Or***** in Eze Village, Frankreich. Seine ersten Erfahrungen in der gehobenen Gastronomie sammelte Jeremy Ilian 2010 als Chef de Partie im Grand Hôtel Auguy*** in Laguiole, Frankreich.

Internationales Jahr der Hülsenfrüchte

Linsen, Kichererbsen, Bohnen und andere Hülsenfrüchte enthalten viel Eiweiß und gedeihen auch auf kleiner Fläche und kargen Böden. So sind sie ein wichtiger Teil der Ernährung für viele Gemeinschaften, vor allem im Globalen Süden. Aber auch bei uns bieten Hülsenfrüchte viel – nicht zuletzt eine Alternative zu tierischen Produkten, und damit eine schmackhafte Möglichkeit, unseren Fleischverzehr zu vermindern, der in seinem derzeitigen Umfang nicht mehr lange tragbar sein wird. Nicht zuletzt spielen diese Pflanzen auch in der Landwirtschaft eine wichtige Rolle, denn sie binden Stickstoff in die Erde zurück und tragen damit maßgeblich zu einem gesunden, fruchtbaren Boden bei.

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2016 zum Internationalen Jahr der Hülsenfrüchte ausgerufen, um die Bedeutung dieser bescheidenen Früchte für die globale Ernährungssicherung und eine ökologisch nachhaltige Lebensmittelerzeugung zu unterstreichen, und uns wieder auf den Geschmack dafür kommen zu lassen.

„Das internationale Jahr der Hülsenfrüchte erinnert uns an die Bedeutung der Vielfalt für eine Ernährung, die gut und gesund für uns persönlich, aber auch für unseren Planeten ist,“ so Dr. Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland e. V.

Auch Slow Food möchte die Gelegenheit nutzen, um das Augenmerk der Verbraucher wieder auf diese besondere, oft vernachlässigte Lebensmittelkategorie zu richten: „In den Küchen der Mittelmeerländer, in Südamerika, Afrika und Asien nehmen Hülsenfrüchte seit jeher einen wichtigen Platz ein. In Deutschland dagegen haben traditionelle Gerichte mit Hülsenfrüchten wie Linseneintopf, Erbsensuppe und Bohneneintopf ein negatives Image als „Arme-Leute-Essen“ bekommen und sind immer mehr vom Speiseplan verschwunden. Im Hinblick auf die Notwendigkeit zur fleischreduzierten Kost gewinnen sie als alternative Eiweiß-Lieferanten wieder zunehmend an Bedeutung. Wir sollten daher auch unsere einheimischen Sorten fördern und durch neue Rezeptideen wieder hoffähig machen,“ so Dr. Hanns-E. Kniepkamp, Leiter der Slow Food Archekommission.

Obwohl Hülsenfrüchte in der deutschen Küche vielerorts nicht im Vordergrund stehen, gibt es in Deutschland so einige autochthone Sorten. Die Slow Food Arche des Geschmacks hat vier Hülsenfrüchte an Bord: die Alblinse (Baden-Württemberg) und die Trockenbohnensorte Ahrtaler Köksje (Nordrhein-Westfalen) aus dem Köln-Bonner Raum, sowie die Paas Lintorfer Frühe (Nordrhein-Westfalen), eine Buschbohne aus dem Rheinland, als auch die Kesselheimer Zuckererbse (Rheinland-Pfalz), die beide im Sommer genutzt werden können.

Die Alblinse wurde auf der Schwäbischen Alb bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts angebaut. Die niedrigen Erträge und der große Arbeitsaufwand bei Ernte und Reinigung waren Ursachen für das völlige Verschwinden dieser uralten Nahrungspflanze in ganz Deutschland. Zwei noch in den fünfziger Jahren aufgeführte Alblinsen-Sorten sind dabei verschollen. Seit 1985 baut zunächst nur der Bioland Hof Mammel, eine Erzeugergemeinschaft, auf der Grundlage der Du Puy Linse, Sorte Anica, die Alb-Leisa wieder an.

Das Ahrtaler Köksje gehört zu den in Deutschland selten gewordenen Trocken- oder Körnerbohnensorten. Im Gegensatz zu den meisten noch kultivierten Stangenbohnen werden solche Sorten nicht als grüne Hülse in Suppe, Salat oder als Einkochbohne verwendet, sondern ausschließlich getrocknet zur kräftigen Suppengrundlage genutzt. Im Kreis Ahrweiler sowie im Köln-Bonner Raum ist sie die einzige regional nachgewiesene Trockenbohne. Die Bohne ergibt eine sämige, leicht süßliche Suppe, die traditionell von der Ahrweiler Feuerwehr zum jährlichen Feuerfest angeboten wird. Ebenso gut schmeckt sie zum Brotaufstrich verarbeitet oder in einem bunten Salat.

Die Paas Lintorfer Frühe wurde in den 40er-Jahren des letzten Jahrhunderts von der Firma „Paas & Co. Samenzucht und Samenhandlung“ aus Ratingen-Lintorf bei Düsseldorf gezüchtet und bundesweit vertrieben. Die als Hochzuchtsaatgut seit Mitte der 1940er-Jahre anerkannte und ertragreiche Bohnensorte hat sich in allen Lagen und Bodenarten bewährt. Seit den 1970er-Jahren ist die Paas Lintorfer Frühe allerdings nicht mehr am Markt erhältlich. Der Fortbestand dieser Sorte ist über das Engagement des Vereins zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e. V. gesichert worden. Sie wird von sogenannten Paten angebaut, die das Saatgut weitergeben, verbunden mit der Bitte, die Bohnensorte selbst anzubauen und eigenes Saatgut zu gewinnen.

Süße Schoten aus Koblenz-Kesselheim: die Kesselheimer Zuckererbse ist die bisher einzige belegbare Sorte dieses Gemüses aus dem Koblenzer Raum. An das lokale Klima und die Böden angepasst, wurde sie früher in großen Mengen als Frischgemüse für den lokalen Markt produziert. In den Koblenzer Stadtteilen und auf der Rheininsel Niederwerth hat sich der Gemüseanbau bis heute gehalten. Auf den Markt kommen die Zuckerschoten im Frühsommer, ihr typischer Erbsengeschmack ist ausgeprägter als bei den meisten modernen Sorten. Obwohl sich die Sorte immer noch starker lokaler Beliebtheit erfreut, wird sie hauptsächlich noch in Privatgärten älterer Koblenzer angebaut.

Das internationale Projekt „Arche des Geschmacks“ der Slow Food Stiftung für Biodiversität schützt seit 1996 traditionelle Lebensmittel, Nutztierarten und Kulturpflanzen vor dem Vergessen und Verschwinden, die unter den gegenwärtigen ökonomischen Bedingungen am Markt nicht bestehen oder „aus der Mode“ gekommen sind. Die Passagiere der Arche des Geschmacks bringen Abwechslung auf den Teller und erhalten dabei die kulturelle und biologische Vielfalt der Regionen. Schwerpunkt der Arbeit ist das aktive Sammeln, Beschreiben, Katalogisieren und Bekanntmachen der Passagiere. Das Motto lautet: Essen, was man retten will! Denn: Was nicht gegessen wird, wird nicht nachgefragt, kann also nicht verkauft werden und wird deshalb nicht hergestellt. Weltweit gibt es über 2.000 Arche-Passagiere, in Deutschland sind zur Zeit 56: http://www.slowfood.de/biodiversitaet/arche_des_geschmacks/

Michael Riemenschneider

Atelier Wilma von Michael Riemenschneider eröffnet in den nächsten Wochen

Selten hatten die Buschtrommeln in Frankfurt so viel zu tun: Sei es Eröffnung, Einrichtung, Küchenstil oder Preisgestaltung, über Michael Riemenschneiders ehrgeiziges Projekt gibt es viel Spekulation. Tatsache ist: Das Atelier Wilma, nach Riemenschneiders kürzlich verstorbener Großmutter benannt, wird Mitte des kommenden Monats in der Schneckenhofstraße in Frankfurt-Sachsenhausen eröffnen. Die Küche setzt auf klassische Elemente, die modern und auf sehr hohem Niveau realisiert werden, dabei ist dem 34-Jährigen der nicht-exklusive Ansatz besonders wichtig.

„Natürlich bieten wir hervorragende Qualität, das versteht sich ja von selbst“, so der gebürtige Pfaffenwiesbacher. „Aber ein Menü bei uns soll erschwinglich sein. Mit dem Atelier Wilma habe ich ein Herzensprojekt umgesetzt, das möglichst vielen Gästen zugänglich sein soll.“ Riemenschneider, der zuletzt in seinem eigenen Restaurant Canvas in London kochte, setzt seiner Großmutter mit dem Atelier Wilma ein Denkmal. Die anspruchsvolle Küche greift Elemente auf, wie man sie auch in Omas Küche findet, und verbindet sie mit modernen Einflüssen. Dabei kann sich der Gast am Abend ganz individuell ein bis zwölf Gänge aus Vorspeisen, Zwischengängen, Hauptspeisen und Desserts zusammenstellen, die Speisekarte umfasst die Bereiche Land & Erde, Meer & Küste und Moderne Klassiker.

Vollkommen auf die Gegenwart konzentriert sich Riemenschneider bei der Einrichtung. Mit Sitzmöbeln aus edlem Kalbsleder, stylisher Kupferdecke und Accessoires wie einem speziell angefertigten Hermès-Spiegel aus orangefarbenem Leder setzt der Unternehmer wohlüberlegte Akzente. Besonders stolz ist Riemenschneider auf die Profiküche inklusive Bermer-Herd, wo er gemeinsam mit seinem Team an neuen Kreationen arbeitet. In puncto Mitarbeiter hat der Inhaber eine hochkarätige Auswahl getroffen. So unterstützen ihn Alexander Sadowczyk, zuletzt im Restaurant Lafleur in Frankfurt tätig, als Sous-Chef, Max-Bernhard Schnell, der zuvor im Falkenstein Grand Kempinski arbeitete, als Restaurantleiter, Julian Stork aus dem Wallsé in New York City als Küchenchef und Jessica Kreschner als stellvertretende Restaurantleiterin.

Im Restaurant befinden sich auch Riemenschneiders privates Küchenlabor und im hinteren Bereich des Hauses eine Private Dining Area. Ebenfalls geplant ist ein Weinkeller, wie er in Frankfurt wohl seinesgleichen suchen wird.

Nach zahlreichen Stationen in Frankreich und Großbritannien, darunter auch in Sternerestaurants, eröffnete Michael Riemenschneider 2008 sein erstes Restaurant in Cornwall. Seit Anfang 2016 betreibt Riemenschneider außerdem das Restaurant Tischlerwirt in Kitzbühel.

www.atelierwilma.restaurant

Supperclub Berlin

Ein neuer Supperclub bereichert die West City Berlins

Was ist ein Supperclub? Bei einem Supperclub treffen sich, hier etwa zwei Dutzend, genusssüchtige Gäste in einer semi-privaten Umgebung, zu einem bestimmten Zeitpunkt und genießen in einer stilvollen und ungezwungenen Atmosphäre unbekannte als auch bekannte Gerichte. Sie werden von den Gastgebern bekocht, bedient, bestenfalls auch unterhalten und speisen zusammen mit ihnen an derselben Tafel. Es gilt den Akt des Speisens neu bzw. anders mit Gleichgesinnten aber nicht unbedingt Bekannten zu genießen und sich dabei fast wie zu Hause zu fühlen. Networking ist ausdrücklich erwünscht. Privat Dining heißt speisen im intimen Kreis mit ausgesuchten Gästen an nicht ganz öffentlichen Orten.

Henrik, seines Zeichen hauptberuflicher Profikoch ist an vielen Feuerstellen zu Hause. Henrik Schellhoss ist ein kreativer Kopf, ein verrückter Idealist und ein sehr netter Gastgeber. Er ist Profi, Saucenliebhaber, Genussmensch und Ausbilder – gelernt ist eben gelernt. Er steht für perfekte Genuss, und stilvollen Service. Als Weltreisender hat er Erfahrung nicht zuletzt auch mit der Thematik des Privat Dining.

Und da ist Doc.Eva, Foodbloggerin, TV Kochshow erprobt, Radiomoderatorin, auch mit kreativem Kopf, ebenfalls verrückte Idealistin, als ehemalige Stewardess gleichfalls weltweit gereist. Sie ist kochverrückte promovierte und niedergelassene Zahnärztin, nebenberufliche Hobbyköchin mit foodjournalistischen Ambitionen. Zusammen bereiten die beiden themengerechte 4+ Gänge Menüs zu, Weinbegleitung inclusive, zu. Nähere Infos und Buchungsanfragen senden Sie bitte an info(at)supperfnc.de. Der Auftakt wurde im Januar gemacht, der nächste Supperclub in Berlin-Charlottenburg findet unter dem Motto „Knall auf Fall / Konfetti Menü“ am 26. Februar 2016 statt.

Auf Grund des geringen Platzangebots ist zur Sicherung der Plätze zu rechtzeitiger Buchung geraten. Und nein … sie verstehen sich auf Grund des semi-privaten Charakters nicht als Konkurrenz zur kommerziellen Gastronomie sondern als Bereicherung der individuellen Abendplanung.

Thomas Altenberger ist neuer Barchef der VESPER BAR

Ob Lola, Porto Cervo Cooler oder Boulevardier – er hat sie alle schon gerührt oder geschüttelt: Thomas Altenberger. Der Grandseigneur in Berlins Barszene nennt ab September die VESPER BAR am Kurfürstendamm sein neues berufliches Zuhause. Zwischen sanftem Licht vergoldeter Kugeln, die über dem Tresen schweben und original Eichenparkett aus einem hundert Jahre alten Tanzsaal, kommen hier die Swinging Sixties und das alte Westberlin auf charmanteste Art zusammen.

„Ich freue mich sehr, die internationale Atmosphäre im aufstrebenden Berliner Westen, der mir bestens vertraut ist, in meinen Drink-Kreationen einzufangen und mit einem Hauch „Casino Royal“ zu mixen“, so der 45-Jährige, der in Berlin Cocktail- Geschichte geschrieben hat: Cuisine Style Cocktails waren bis dato unbeschrittenes Terrain in der Hauptstadt.

Der vom Gault Millau in 2008 ausgezeichnete „Barkeeper des Jahres“ entdeckte seine Leidenschaft für Hochprozentiges als Commis de Bar im Nassauer Hof (Wiesbaden). Über Stationen in den Kultbars von Frankfurt (Jimmy’s und Harry’s New-York Bar) und München (Pusser’s Bar) führte ihn sein Weg nach Berlin in Häuser, die heute ebenso zur Legende geworden sind wie seine Drinks. So managte Altenberger unter anderem Bars, wie die Bristol Bar, Harry’s New-York Bar, und zuletzt die Lebensstern-Bar im Einstein.

„Mit Thomas Altenberger haben wir einen international anerkannten Profi, der auf dem Gebiet seinesgleichen sucht, für uns gewonnen. Jemand, der unsere Gäste zu neuesten Beverage-Trends beraten kann, aber auch Klassiker stilsicher kreiert“, sagt Thorsten Schermall, der die VESPER BAR zusammen mit Stilian Laufer betreibt.
Das Mixology Magazine zeichnete Altenberger zuletzt als „Deutschlands Gastgeber des Jahres 2014“ aus.

Die VESPER BAR befindet sich direkt am Kurfürstendamm im Hotel Louisa’s Place. ‚VESPER‘ ist angelehnt an den gleichnamigen Drink aus James Bonds „Casino Royal“ – benannt nach Bonds Gespielin Vesper Lynd.

Yannick Alléno

PERFEKTION IM PAVILLON

Sinnlichkeit und Technik, Kühnheit, Präzision und Emotion, das sind die Grundlagen einer französischen Klassik, die vom Gast höchste Aufmerksamkeit erfordert.
Der „Prinz der Paläste“ Yannick Alléno fasziniert mit Kreativität und perfektem Handwerk.

Eines der ältesten Restaurants von Paris ist heute das Ziel unserer Testreihe.
Alles begann 1779 mit dem kleinen Restaurant Au Dauphin in der Nähe des Place Louis XV, unweit vom Place de la Concorde. Das Gebäude wird in den Folgejahren etwas verlegt und im neoklassizistischem Stil zu einem zweistöckigen Pavillon umgebaut. Prominente Gäste wie z. B. Louis de Saint-Just, der ab 1792 dem Nationalkonvent angehörte und Maximilien François Marie Isidore de Robespierre, der als führendes Mitglied der Jakobiner die erste Phase der Französischen Revolution entscheidend mitprägte, sollen sich dort getroffen haben.
Zuletzt wurde der Berliner Foodblogger Bernhard Steinmann mit seiner Gemahlin dort angetroffen. Spässle gmacht!

Alléno, der schon im Kindesalter seiner Mutter in der Küche geholfen hat,
lernte bei den besten Köchen der Welt. Seine Karriere begann im Royal Monceau, bevor er im Sofitel Sèvres zum ersten Mal mit den Sofitel Luxury Hotels in Berührung kam. Seinen ersten Michelinstern erarbeitete sich der aufstrebende Koch 1999. Im Jahr 2003, ein Jahr bevor der zweite Michelinstern dazukam, übernahm er die Leitung im renommierten Pariser Hotel Le Meurice. Die Bestmarke von drei Sternen folgte für den „Prinz der Paläste“ 2007. Ein Jahr später gründete er die Group Yannick Alléno, mit der er seine einzigartige Expertise verschiedenen Hotels und Restaurants anbietet. Zuletzt übernahm Alléno das Pavillon Ledoyen auf dem Champs-Elysées, das in „Alléno Paris, Carré des Champs-Elysées“ umbenannt wurde. 2015 wurde Alléno von Gault&Millau sowie Andrew Harpers, USA, zum „Koch des Jahres“ gekürt.

Alléno sei der „Archetyp des großen französischen Kochs, der die Werte der hohen französischen Küche zelebriert“, betonte Come de Cherisey, Chef des Gault-Millau, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.
Noch immer ist er auf der Suche nach einzigartigen Kreationen.
In meinen Augen ist der Perfektionist einer der größten Köche der Welt.

Ein Auszug aus dem Menü:
Die außergewöhnliche Rotbarbe wurde nahezu roh auf Eis mit Zitrone serviert, unglaublich fein und zart.
Nachdem ein Teil verzehrt ist wird in einem zweiten Service eine feine Fischsuppe, nach einem Rezept welches ursprünglich aus den Abruzzen stammt, aufgegossen.
Hinzu kommen marinierte Sardinen und etwas Milch.
Ein ungewöhnliches Gericht.

Im vorliegenden Falle wird überdeutlich, dass Alléno an Aromen- und Geschmacksbildern
interessiert ist. Der Geruchssinn wird stark in Anspruch genommen. Die Antizipation des Geschmacks als reizvoller Effekt ist die Folge.

Der geröstete blaue Lobster mit gedämpftem Grünkohl ist ein Gericht, das schnell verstanden werden kann und das nicht so geheimnisvoll erscheint wie die Gerichte zuvor.
Dieses Menü zu beschreiben ist wahrlich kein leichtes Unterfangen.

Die ausufernde Kreativität und das perfekte Handwerk der Küchencrew ist auch für einen erfahrenen Gourmet eine Herkulesaufgabe.
Etwas Olivenöl und Lobsterextrakt ergänzen und vervollständigen einen fantastisch zubereiteten Lobster.
Das Milchlamm wird in zwei Teilen serviert.
Das Fleisch wird in einer würzigen Milch (Kardamon und Zimt) pochiert.
Filet und Kotelett (Rippchen) sind wunderbar zart gegart und schmackhaft.

Auf dem zweiten Teller wird es noch komplizierter.
Die geschmorte Schulter wird unter Hartweizengrieß versteckt und mit Baiser, optisch so nicht erkennbar aber texturell erkennbar, begleitet.
Erneut erkennen wir ein überaus aromatisches Ganzes, das selbst in der Welt der Dreisterneküchen seinesgleichen sucht.

Die vollständige Menübeschreibung und die dazugehörigen Fotos gibt es wie immer auf
www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de

Chris Meredith

Chris Meredith ist neuer Executive Chef im Raffles Praslin auf den Seychellen

Von der Karibik in den Indischen Ozean: Chris Meredith hat die Position des Executive Chefs im Raffles Praslin auf den Seychellen übernommen. Er war zuletzt im berühmten Sandy Lane auf Barbados tätig und trägt auf Praslin die Verantwortung für sechs Restaurants und Bars.

Den Grundstein für seine inzwischen über 20-jährige Karriere legte der Brite mit einer Anstellung bei dem bekannten Koch Paul Heathcote im Zwei-Sterne-Restaurant Longridge. Die Verfeinerung seiner Künste erfolgte bei der angesehenen Dorchester Collection, wo er für mehrere Jahre die Küchen im noblen Landhotel Coworth Park nahe London leitete. Hier wurde ihm sogar einmal die große Ehre zuteil, für Königin Elisabeth II. zu kochen.

Christoph G. Ganster, General Manager, freut sich über den Neuzugang: „Chris Meredith hat umfangreiche Erfahrung in renommierten, mit Michelin Sternen ausgezeichneten Restaurants gesammelt und ist die perfekte Wahl für die kulinarische Leitung unseres Resorts. Er ist ein passionierter Koch und wird die Gäste des Raffles Praslin mit einer Kombination seiner kreativen Rezepte mit den besten lokalen Produkten verwöhnen. Wir sind stolz, ihn bei uns im Team begrüßen zu dürfen.“

Das kulinarische Portfolio des Raffles Praslin gehört zu den vielfältigsten Angeboten auf der Inselgruppe im Indischen Ozean. Dazu gehören unter anderem das Losean Restaurant mit moderner mediterraner Küche, das Curieuse Restaurant mit Spezialitäten aus Südostasien und Indien sowie das Pool Restaurant & Bar, wo kreolische Speisen und frische Meeresfrüchte serviert werden.

www.raffles.com.

Andreas Hegel

Andreas Hegel ist seit Februar 2015 neuer Küchenchef im Gastwerk Hotel Hamburg.

Der 36-jährige folgt auf Andreas Marquardt, welcher nach knapp sieben Jahren im Gastwerk neue Wege im Lebensmittelgroßhandel gehen wird.
Andreas Hegel verantwortet im Gastwerk Hotel ab sofort das Á-la-carte-Geschäft im hoteleigenen Restaurant Mangold sowie das Bankettgeschäft im zugehörigen Konferenz- und Eventbereich Denk.Mal.

Zusätzlich leitet er die Küche im benachbarten Schwesterhaus 25hours Hotel Number One. Hier ist er für das Restaurant Esszimmer, den Veranstaltungsbereich Freiraum sowie den kultigen Airstream Foodtruck Burger de Ville zuständig.

Für seine vielseitigen neuen Aufgaben kann Andreas Hegel auf einen umfangreichen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Nach der Ausbildung zum Koch im Deidesheimer Hof in Deidesheim arbeitete er rund um Stuttgart in verschiedenen Hotels und Restaurants sowie in der Sternegastronomie.

Anfang 2006 wechselte Hegel dann in die Cateringbranche, unter anderem als Küchenchef Deutschland bei Maison van den Boer und als Küchendirektor der Handwerkskammer Hamburg. Zuletzt verantwortete er als Küchenchef bei einem traditionellen Hamburger Caterer zahlreiche VIP-Caterings für den FC St. Pauli, sowie Firmen- und Privatveranstaltungen bis 5000 Personen.

„Zwei grundverschiedene Hotels mit drei unterschiedlichen Gastronomiekonzepten bieten mir eine tolle Homebase und einen kreativen Spielplatz zugleich“, begründet Andreas Hegel seinen Wechsel in die Küchen der beiden Hamburger Design Hotels und ergänzt: „Ich freue mich auf die neuen Aufgaben innerhalb eines sehr engagierten Teams.“

Gilles Wintenberger

Das The Chedi Muscat im Oman ernennt Gilles Wintenberger als neuen Executive Pastry Chef des Luxushotels

Das Fünf-Sterne-Resort ist bekannt für seine außergewöhnlichen Dessertkreationen und lockt die Gäste mit süßen Versuchungen von regional inspirierten Köstlichkeiten bis hin zu innovativen Macarons, die je nach Saison mit außergewöhnlichen Geschmackskompositionen, wie beispielsweise Weihrauch oder Haselnuss mit schwarzer Olive, überzeugen.

Das The Chedi Muscat ist überzeugt, dass die Dessertküche sich unter Leitung des französischstämmigen Gilles Wintenberger weiterhin kontinuierlich und erfolgreich entwickeln wird. Sein umfassendes Fachwissen sammelte Wintenberger unter anderem während einer Wintersaison in der berühmten Skidestination Zermatt, im Montreux Palace in der Schweiz oder dem La Croix du Sud auf Korsika. Zuletzt war er als Pastry Chef des Crowne Plaza in Kuwait tätig, wo er sogar das Königshaus mit seinen Desserts erfreute.

Markus Iseli, General Manager des The Chedi Muscat, kommentiert: „Ich freue mich sehr, Gilles Wintenberger im Kreise der The Chedi Muscat Familie willkommen zu heißen und seine neuen und kreativen Ideen in die Tat umzusetzen. Ich bin zuversichtlich, dass sich unsere Restaurants, dank seiner Erfahrung in den GCC-Ländern und seiner hohen Motivation, nach wie vor weiterentwickeln werden und zu den Besten im Oman gehören.“

www.ghmhotels.com/en/muscat/