AK warnt vor Nepp bei Werbefahrten und Verkaufsveranstaltungen

Die AK warnt vor Gewinnverständigungen, die zu Warenpräsentationen in Wirtshäuser locken. Der angeblich wertvolle Gewinn entpuppt sich als billiges Geschenk oder Reise, bei denen noch Zusatzkosten zu leisten sind. „Es ist schwierig, gegen solche Firmen vorzugehen“, sagt AK Konsumentenschützerin Sonja Hötsch, „sie verstecken sich hinter Phantasienamen, Postfächern, ändern ständig Namen oder sind gleich wieder vom Markt weg.“ Und AK Klagen seien leider zu wenig abschreckend. Die AK hat jetzt als Service für KonsumentInnen Tipps, unseriöse Firmen und „Hilfe-Adressen“ zusammengestellt.
Es ist nicht neu: Eine Gewinnverständigung flattert ins Haus, um zu einer mehrstündigen Verkaufsveranstaltung in ein Gasthaus oder zu einem Tagesauflug mit Produktvorführung zu einzuladen. Dort präsentieren sehr gut geschulte Verkäufer Waren, die nur jetzt und hier bestellt werden können. „Die Preise sind unrealistisch und es wird eine tolle Qualität eingeredet“, sagt Hötsch. Hötsch rät zur Vorsicht: „Vor Ort kann die Qualität oft nicht überprüft werden.“ So wurde bei solchen Veranstaltungen ein Polster aus Kaschmirwolle angeboten. Die AK ließ den Polster überprüfen. Ergebnis: Er war aus Schafwolle. Inzwischen wird er auf Grund einer AK Anzeige auch als Schafwollpolster angeboten.

Aber was ist mit dem vermeintlichen Hauptpreis? Der wird beispielsweise bei Sonderveranstaltungen ausgespielt, zu denen nie jemand eingeladen wurde.

Immerhin bringt ein Reisegutschein doch auch Freude. VerbraucherInnen können an einer Busreise teilnehmen, z.B. in die Toskana. Doch das Zimmer muss mit mindestens zwei fremden Personen geteilt werden, um die Reise vollkommen gratis antreten zu können. Wer ein Einzelzimmer will, muss einen kräftigen Zuschlag zahlen, und dieser beträgt mehr als das Doppelte einer regulär gebuchten Reise. Will jemand das Mehrbettzimmer mit einem Bekannten teilen, der auch an der Veranstaltung teilgenommen hat, kann es vorkommen, dass der Reiseveranstalter anruft und mitteilt, dass die Hotels keine einander fremden Personen in einem Zimmer unterbringen. Es wird um eine Aufzahlung für ein Einzelzimmer gebeten. Und das Tüpferl auf dem i: teure Ausflüge vor Ort.

Tipps der AK Konsumentenschützer

+ Bleiben Sie gelassen bei einer Gewinnzusage. Kein Unternehmen hat etwas zu verschenken.
+ Rufen Sie keine teuren 09x-Nummern zurück.
+ Sie haben ein gesetzliches Rücktrittsrecht, falls Sie bei einer Veranstaltung etwas gekauft haben.
+ Vorsicht bei Reisegutscheinen: Informieren Sie sich über den Veranstalter und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Oft sind noch Zusatzkosten zu leisten.

SERVICE: Die AK Informationen im Internet unter www.konsumentenschutz.at.

Was kann ich für den Marienkäfer tun?

Wie bringt man Kindern die Prinzipien des biologischen Pflanzenschutzes auf unterhaltsame Weise nahe? Am besten durch das Märchen „Von der Blume Anika und ihrem Freund Siebenpunkt“, einer Veranstaltung des Grünen Campus auf der BUGA in München. Im Deutschen Pavillon lernen Schulklassen zusammen mit einem BUGA-Lehrer wie Marienkäfer dem Bauern helfen und was Florfliegen sind. Die Kinder können die Tiere im Nützlings-Garten selbst beobachten und ihre Eindrücke auf einem Bild festhalten. Wie eine solche Exkursion abläuft, kann im BUGA-Erlebnisbericht im Öko-Schul-Portal nachgelesen werden. Vielleicht bekommen auch Sie Lust, eine BUGA-Veranstaltung mit Ihrer Klasse zu besuchen. Kostenlose Lehrerinfopakete zur Vor- und Nachbereitung von insgesamt fünf Themengebieten können Sie downloaden unter http://schule.oekolandbau.de in der Rubrik BUGA oder per Post anfordern beim aid infodienst. Kontakt: schule.oekolandbau@aid.de oder Tel: 0228 8499193.
Weitere Informationen: Den BUGA-Erlebnisbericht sowie weitere Infos zur BUGA finden Sie im Öko-Schulportal http://schule.oekolandbau.de in der Rubrik BUGA 05.
AID

Kochevent mit Rita Pawelski (MdB)

Der Staude-Hobbykoch-Club Hannover veranstaltet am Samstag, den 23.07.2005 ein weiteres Kochevent mit der prominenten Hobbyköchin und Familien Expertin Rita Pawelski (MdB). Gemeinsam mit den Clubmitgliedern der Staude Hobbykoch Club werden 3 Hummergerichte zubereitet und serviert.
Die Veranstaltung beginnt ab 12.30 Uhr (Zubereitung ab 10.00 Uhr)

Organspende – dran denken und handeln!

Mit einer zentralen Veranstaltung in Mainz zum Tag der Organspende am 4. Juni machten drei große bundesweite Selbsthilfeverbände gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) die Bevölkerung auf die Bedeutung der Organspende und Organtransplantation aufmerksam, damit mehr Menschen zu Lebzeiten eine Entscheidung zur Organspende treffen. Gleichzeitig appellierten die Veranstalter an alle Politiker, Ärzte und Krankenhäuser, sich verstärkt für die Organspende einzusetzen. Karl Kardinal Lehmann, Bischof von Mainz, und der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck hatten die Schirmherrschaft für die Veranstaltung „Von Mensch zu Mensch – Hoffnung durch Organspende“ übernommen. Das Veranstaltungsmotiv des Regenbogens sollte die Hoffnung auf ein neues Leben von 12.000 Menschen auf der Warteliste für eine Transplantation symbolisieren.
Zahlreiche Interessierte und Betroffene kamen am Samstagmorgen in den Mainzer Dom, um unter Leitung von Karl Kardinal Lehmann und Pfarrerin Barbara Roßner, Heidelberg, gemeinsam einen ökumenischen Dankgottesdienst für die verstorbenen Organspender zu feiern. Angehörige und transplantierte Patienten gestalteten den Gottesdienst aktiv mit, indem sie Fürbitten lasen und Kerzen für die Verstorbenen zur Erinnerung entzündeten. „Allen Verstorbenen, die ihre Organe zur Transplantation freigegeben haben – und ihren Familien – gilt ein besonderer Dank: Sie haben ethisch verantwortlich und vorbildlich gehandelt“, sagte Kardinal Lehmann.

Am Nachmittag fand mit Experten aus Politik und Gesundheitswesen sowie Betroffenen im Mainzer Hotel Hyatt Regency das Symposium „Organspende – dran denken und handeln!“ mit anschließender Diskussion statt. „Nur wenn die Organspende ein Thema für Jeden wird, also alte und junge Menschen, Politiker, Ärzte und Krankenhäuser, Medienvertreter und Patienten, können wir gegen das tägliche Sterben auf der Warteliste ankämpfen“, sagte Jutta Riemer, Vorsitzende der Selbsthilfe Lebertransplantierter Deutschland e.V.. Ziel müsste sein, dass die Menschen, die sich grundsätzlich für eine Organspende aussprächen, tatsächlich ihren Willen auch in einem Organspendeausweis dokumentierten, forderte Riemer.

Neben der Bevölkerung wären ganz besonders die Ärzte und Pflegekräfte beim Thema gefordert, ergänzte Dr. Dietmar Mauer, Geschäftsführender Arzt der DSO-Region Mitte (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland). „Krankenhäuser mit Intensivstation nehmen eine Schlüsselposition bei der Einleitung und Umsetzung der Organspende ein“, konstatierte der Mediziner in seinem Fachvortrag. Nur wenn Organspende ein etabliertes Thema im Krankenhaus wäre und somit alle Möglichkeiten einer Organspende berücksichtigt würden, wären die Voraussetzungen für eine indikationsnahe Behandlung von Patienten mit Organversagen auf der Warteliste geschaffen, erklärte Mauer den Symposiumsteilnehmern.

„Die Schere zwischen dem Bedarf an Spenderorganen und den tatsächlich durchgeführten Transplantationen klafft weit auseinander: Jedes Jahr müssten mehr als doppelt so viele Organe zur Verfügung stehen als tatsächlich gespendet werden, um die Zahl der Neuanmeldungen auf der Warteliste abzudecken. Zwar werden täglich 12 Transplantationen durchgeführt, doch es sterben auch jeden Tag drei Menschen auf der Warteliste“, fasste Mauer die bundesweite Situation zur Organspende zusammen.

„Mit unserer zentralen Veranstaltung zum diesjährigen Tag der Organspende wollen wir auf diese Mangelsituation hinweisen und gleichzeitig jeden Menschen motivieren, sich mit dem Thema Organspende zu beschäftigen und eine Entscheidung zu treffen“, sagte Christian Frenzel, Geschäftsführer des Bundesverbandes Dialysepatienten Deutschlands e.V.. Auch für das nächste Jahr plante man wieder gemeinsam mit allen drei großen Selbsthilfeverbänden sowie der Deutschen Stiftung Organtransplantation etwas Besonderes zum Tag der Organspende, um für das Thema zu sensibilisieren, ergänzte Hans-Peter Wohn, 2. stellvertretender Vorsitzender des Bundesverbandes der Organtransplantierten e.V.. In diesem Jahr ginge ein besonderer Dank für die Unterstützung bei den Vorbereitungen von Seiten der Veranstalter, so Frenzel, an die ortsansässige Landeszentrale für Gesundheitsförderung Rheinland-Pfalz e.V. sowie die Initiative Organspende Rheinland-Pfalz, die auch über das ganze Jahr hinweg Öffentlichkeitsarbeit zur Organspende betriebe.