Steinheuers Restaurant „Zur Alten Post“

Steinheuers Restaurant „Zur Alten Post“,

so lautet die korrekte Bezeichnung des Gourmetrestaurants von Hans Stefan Steinheuer in Bad Neuenahr-Ahrweiler, Ortsteil Heppingen. Soviel Zeit muss sein.

Hans Stefan Steinheuer ist einer der besten Köche in Deutschland. Dafür sprechen u.a. zwei Michelinsterne und 19 Punkte bei Gault&Millau Deutschland. Er begann seine Lehr-Stationen 1976 im Restaurant “Gut Schwarzenbruch” /Stolberg, war 1978 und 1979 im Hotel Erbprinz in Ettlingen tätig und 1981 bis 1984 in den legendären Schweizer Stuben in Wertheim bei den Müllers, wo er auch als Stellvertreter von Dieter Müller agierte. Mit der Eröffnung von Steinheuers Restaurant in Heppingen führte sein Weg allmählich in die Spitze der deutschen Kochelite.

Im Jahr 2013 waren wir zuletzt vor Ort. Der Küchenstil hat eine leichte Veränderung erfahren. Zwar bestechen die Gerichte noch immer mit der gewohnt geschmacklichen Wucht, doch sie sind weniger opulent konzipiert. Etwas feiner, etwas moderner, ohne übertrieben puristisch zu wirken. Meiner Meinung nach ist dies dem zunehmenden Einfluss von Chef de Cuisine Christian Binder geschuldet.

Binder hat bereits einige interessante Stationen hinter sich. U. a. machte er Praktika bei Johannes King auf Sylt und bei Kolja Kleeberg in Berlin. Schließlich folgte die Ausbildung bei Michael Hoffmann im Berliner Margaux. Nach weiteren Stationen, darunter auch bei Hans Stefan Steinheuer, führte sein Weg zu Nils Henkel nach Lerbach. Nachdem das Gourmetrestaurant im Schlosshotel Lerbach geschlossen wurde, kehrte er mit seiner Partnerin und heutigen Ehefrau Désirée Steinheuer nach Heppingen zurück.

Sommelière Désirée Steinheuer, habe ich weniger als Ergänzung sondern vielmehr als Verstärkung des Teams wahrgenommen. Dazu später mehr.

Das Restaurant ist an diesem Abend fast ausgebucht. Zwei Menüs stehen zur Auswahl, wir entscheiden uns für die „Tradition“, ordern ein Glas Champagner und schon geht es los mit den Amuse Gueules.

Tapioka-Chips mit Apfel, Matjes und Crème fraîche

Krustentierconsommé mit Crostini, Muscheln und Paprika

Schweinebauch mit Birnenblüte und Senf

Laacher-See-Felchen mit Blumenkohl und Waldsauerklee

Der Fisch kommt in verschiedenen Zubereitungsarten auf den Teller und erfüllt alle Voraussetzungen für einen regulären Gang.
Wer erwartet, dass die Küche mit donnernden Paukenschlägen ein Amuse Bouche-Feuerwerk entzündet, ist an der falschen Adresse. Hier wird ernsthaft eine Küche zelebriert, deren Zutatenliste noch überschaubar und deren Geschmacksbilder differenziert und feinfühlig austariert sind.

Gänseleber mit Pfeffer, Kaffee und Milch

u. a. als Terrine und gebraten. In der Mitte eine schmackhafte Kugel.
Eine sowohl handwerklich als auch geschmacklich gute Kreation.

Jakobsmuschel mit Fenchel und Kräuter-Zitrus-Emulsion

Die Jakobsmuschel ist von sehr guter Qualität und findet im Fenchel eine traditionelle Begleitung. Ein Sonderlob gibt es für die Kräuter-Zitrus-Emulsion mit überaus dezenten Säurenoten.

Wolfsbarsch mit eingelegter Zucchini, Sepia und Sauce Choron

Die Sauce Choron, eine Variante der Sauce béarnaise, ist ein idealer Begleiter des perfekt gegarten Fisches. Krosse Haut und zartes Fleisch korrespondieren vortrefflich mit den weiteren Komponenten. Den hervorragenden Produkten wir das volle Aroma entlockt.

Man gerät leicht in die Versuchung, Anleihen der französischen Klassik entdecken zu wollen. Doch hier ist Vorsicht geboten. Steinheuer kreiert in erster Linie deutsche Küche, bei der ein bisschen Frankreich natürlich immer mitspielt.
Die Küche hat darüber hinaus einen stark regional geprägten Bezugspunkt. Viele Gemüse werden im eigenen Garten gezogen. Während derzeit für so manchen Koch die Regionalität zum Selbstzweck wird oder als reines Marketingkonzept ähnlich einer Monstranz vorangetragen wird, gehört sie bei Steinheuer seit vielen Jahren zum Alltag.

Kalbsbries mit Kalbskopf und Sellerie

Sellerie als Würzbasis ist ein gerne eingesetztes Gemüse. Auch in diesem Gericht übernimmt es eine tragende Rolle, ohne Kalbsbries und Kalbskopf in wirkungsarme Nebenrollen zu drängen.

Eifler Lamm mit Artischocken, Bohnen und Chicorée

Der Hauptgang ist gut gemacht, die einzelnen Komponenten passen hervorragend zueinander und geschmacklich ist alles so wie erwartet.
Der Gang ist insgesamt sehr bodenständig, das Handwerk dominiert, die Kreativität ordnet sich etwas unter.

Aprikose mit Reis und Verveineeis

Pâtisserie: Earl Grey und Yuzu Limone
Schokolade-Minze-Diamant
Giwara Kakao Praline mit Earl Grey
Earl Grey Canneles
Yuzu-Praline
Operaschnitte von Earl Grey und Yuzu

Wein und Service:

Natürlich musste es ein Wein von der Ahr sein. Das Weinanbaugebiet Ahr ist vor allem für seine Rotweine bekannt. Schließlich ist es das größte geschlossene Weinanbaugebiet für Rotwein in Deutschland. Nur ca 12 % Weißweinreben werden angebaut. Es sollte aber heute ein Weißwein sein, was allerdings nur scheinbar Probleme bereitete. Wir wurden schnell bei Meyer-Näkel fündig und entschieden uns für einen Weißburgunder SR aus dem Jahr 2014.
Ein finessenreicher, feinfruchtiger Tropfen, im Barrique-Fass ausgebaut.

Die Auswahl des Rotweines legten wir in die bewährten Hände der Sommelière Désirée Steinheuer. Zunächst fragte sie uns nach unseren Vorlieben um uns anschließend einen hervorragenden Château Lagrange Pomerol AOC 1998 zu empfehlen. Nachdem die Gläser hinreichend aviniert waren, konnten wir den weichen und vollmundig am Gaumen liegenden Wein genießen, der mit einer wunderbar ausbalancierten aromatischen Länge überzeugen konnte.

Gabriele Steinheuer trug, wie der gesamte Service zum Wohlbefinden bei. Alle waren freundlich, professionell und überaus engagiert.
Dennoch möchte ich einen Kritikpunkt nicht auslassen. Bis zum Wolfsbarsch war die Taktung der Gänge sehr gut, danach kamen leider zähe Längen auf, was sicherlich am gut besuchten Restaurant lag und damit die Küche in Verzug geraten ließ.
Zugegeben, das klingt wie Meckern auf hohem Niveau, soll aber dennoch nicht unerwähnt bleiben.

FAZIT:

Hans Stefan Steinheuer gehört zurecht zu den besten Köchen in unserem Land. Produktqualität und Geschmack bilden das Zentrum der Küche. Das Ergebnis ist eine Küche, die das Experimentalstudium vor vielen Jahren hinter sich gelassen hat, auf Bewährtes setzt, also konservative Noten nicht leugnet, mit Bedacht modernisiert und vor allem die Gästezufriedenheit im Blick hat.

Hinzu kommt die souveräne Gelassenheit eines kreativen Koches, der befreit gestalten kann, ohne ständig verkrampft nach dem dritten Stern schielen zu müssen. Die Einbindung von Christian Binder in die Küchencrew mag vielleicht zum erheblichem Teil der familiären Bindung geschuldet sein, kulinarisch klug war die Entscheidung auf jeden Fall.

Mehr zu Steinhuders Restaurant: http://www.steinheuers.de

Weitere Fotos zum Bericht gibt es auf http://www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de

 

 

 

Küchenparty bei Wolfgang Becker, Trier

Die besten Parties finden in der Küche statt – bei Wolfgang Becker zum sechsten Mal

Gemeinsames Kochen ist Trend. Bei Zwei-Sterne-Koch Wolfgang Becker aus Trier hat das Schneiden, Braten und Anrichten mit befreundeten Gastköchen schon Tradition und geht in diesem Jahr in die sechste Runde. Zu seiner jährlichen Küchenparty mit Musik, die am 3. Mai 2015 stattfindet, hat Wolfgang Becker hochkarätige Küchenchefs aus ganz Deutschland eingeladen. Ihre Gerichte werden von den Weinen verschiedener deutscher Spitzenwinzer begleitet, und wie jedes Jahr hält Becker auch diesmal eine Überraschung für den Abend bereit.

Wolfgang Becker aus Trier, Inhaber und Küchenchef des Becker’s Hotel und Restaurants, ist wohl der einzige Zwei-Sterne-Koch der Welt, der gleichzeitig auch ausgebildeter und passionierter Winzer ist. Diese Symbiose zeigt sich besonders bei seiner Küchenparty, für die Becker jedes Jahr Spitzenköche aus ganz Deutschland und Topwinzer in sein Haus holt. Den Gastgeber und seine Kollegen können die Gäste der Becker‘s Küchenparty am 3. Mai an verschiedenen Kochstationen live erleben. Die Gastköche kommen aus allen Teilen Deutschlands, mit dabei sind unter anderen Sternekoch und Deutsch-Japaner Tohru Nakamura aus dem Geisels Werneckhof in München, Sous-Vide-Experte und Kochbuchautor Heiko Antoniewicz aus Bergkamen und Zwei-Sterne-Koch Hans Stefan Steinheuer aus Bad Neuenahr-Ahrweiler. Den weitesten Weg hat in diesem Jahr Michael Kempf aus dem Berliner Facil, der mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnet ist und seine Hauptstadtküche für einen Abend gegen Trierer Boden tauscht. „Jeder der Gastköche hat einen ganz unterschiedlichen, charakteristischen Küchenstil. Für unsere Gäste wird es spannend, sich durch die verschiedenen Gerichte zu probieren“, so Wolfgang Becker.

Der Zwei-Sterne-Koch hat vor seiner Kochlaufbahn eine Lehre im Weinberg absolviert und hat vier bekannte deutsche Winzer und Kollegen zu seiner Küchenparty eingeladen. Von der Mosel sind die beiden Häuser Clemens Busch aus Pünderich und Sanders & Sanders aus Klausen dabei, aus Westhofen in Rheinhessen das Weingut Wittmann sowie das Weingut Herrenberg aus Schoden an der Saar. Ergänzt wird das Angebot von Wolfgang Beckers eigenen Weinen, die von Sommelière und Ehefrau Christine präsentiert werden. Was die Gäste sonst noch erwartet, bleibt eine Überraschung. Im vergangenen Jahr spielte zum Beispiel ein bekannter Pianist im Foyer des Hotels und empfing die Besucher mit feinstem Bar-Jazz. „Wir wollen, dass unsere Gäste nicht nur in kulinarischer Hinsicht einen perfekten Abend erleben, sondern einfach Spaß haben, und wir freuen uns schon auf die gemeinsame Party mit Band nach dem Essen“, erklärt der Gastgeber.

Karten für die Küchenparty sind über das Hotel unter +49 (0)651-938080 erhältlich. Die Veranstaltung findet am Sonntag, dem 3. Mai 2015, statt und beginnt um 18 Uhr. Der Preis beträgt 195 Euro pro Person und beinhaltet alle Speisen und Getränke.

Hans Stefan Steinheuer & Marco Wenninger

Ab sofort erwarten Gäste im Grandhotel Hessischer Hof in Frankfurt kulinarisch zahlreiche Neuerungen: Gemeinsam mit Hans Stefan Steinheuer, laut Gault Millau „einer der weltbesten Köche“, hat Küchenchef Marco Wenninger eine neue Speisekarte für das Restaurant Sèvres entwickelt. Der Serviceumfang wurde ebenfalls erweitert – angefangen beim Platzieren der Gäste über das Annoncieren aller Speisen bis hin zur am Tisch vorgelegten Pralinenauswahl.

Mit dem Zwei-Sternekoch Hans Stefan Steinheuer konnte das Grandhotel Hessischer Hof einen über viele Jahre renommierten Fachmann gewinnen, der mit seinem Küchenstil erstklassig mit dem des Hotels harmoniert. Steinheuer hat für das einzig privat geführte Fünf-Sterne-Hotel in Frankfurt seine kulinarischen Ideen mit eingebracht. „Die beiden Chefs Wenninger und Steinheuer kennen sich seit ein paar Jahren und was noch wichtiger ist, sie schätzen sich. Was liegt da näher diese Komponenten für das Grandhotel Hessischer Hof zu nutzen und das große Fachwissen in gastronomische Impulse im Restaurant Sèvres zu verwandeln“, so Generaldirektor Eduard M. Singer.

Ziel ist es, dem Gast eine Kulinarik auf hohem Niveau zu bieten, die nicht nur durch ihr ausgewogenes und gutes Preis-Leistungs-Verhältnis alltagstauglich ist. Gleichwohl in der Gastronomie stets nach neuen Produkten und innovativen Techniken gesucht wird, präsentiert sich dem Gast eine Küche, die nicht durch immer exotischer werdende Produkte oder durch eine Speisekarte voller Fremdworte Erwartungen schürt. Die neue Karte begeistert unter anderem durch allgemein bekannte Gerichte, die durch das besondere Etwas, Raffinesse, Können und Perfektion überzeugen. So steht eine Balance aus Küchenklassikern und interessanten Gerichten und Techniken im Vordergrund.

„Das Grandhotel Hessischer Hof in Frankfurt hat als einzig privat geführtes Luxushotel in der Stadt eine Service Philosophie, die verbunden mit dem einmaligen Ambiente Gäste von Produkt und Qualität begeistern wird. Im Restaurant Sèvres wird eine Küche angeboten werden, die zwar keinen Sterneanspruch haben muss, aber in der die Frische und höchste Qualität sowohl in der Zubereitung als auch in der Verwendung internationaler, aber auch zunehmend regionaler Produkte erkennbar sein soll. Hier gilt es, mit den jahreszeitlich wechselnden Speisekarten nachhaltig erkennbare und schmeckbare Gerichte zu entwickeln, sowohl für den internationalen als auch für den heimischen Gast“, sagt Hans Stefan Steinheuer.

Natürlich finden sich auf der neuen Speisekarte wieder kreative Gerichte, die den guten Ruf der Küche im Grandhotel Hessischer Hof untermauern: Gänseleber mit Senfbirnenconfit und Thymian-Brioche oder Tatar vom Weiderind mit Wachtelei, Wasabischaum und Schnittlaucheis als Vorspeise etwa, Seezunge am Stück gebraten mit feinem Blattspinat und Grenaille-Kartoffeln oder Rinderfilet mit Entenrillettes gratiniert, Orangenlauch und Grenaille Kartoffel als Hauptgerichte sowie Schokoladen Gewürz-Dôme mit Quitten und Portweineis als Dessert. Darüber hinaus sind auch vegetarische Speisen im Angebot. Dazu können Gäste einen guten Tropfen aus einer erlesenen Weinkarte wählen.

Neben den Speisen und einem geschmackvollen Interieur ist es auch das unaufdringliche aber aufmerksame und fachkundige Servicepersonal, das einen gelungenen Restaurantbesuch abrundet. Dabei ist das Restaurant Sèvres für den Business-Lunch sowie für das festlich zelebrierte Dinner gleichermaßen die richtige Adresse.

18. Rheingau Gourmet & Wein Festival

Seit Montag trifft sich wieder das Who is Who der Top-Köche gemeinsam mit Spitzenwinzern aus aller Welt zum 18. Rheingau Gourmet & Wein Festival, das noch bis zum 19. März 2014 in Eltville-Hattenheim stattfindet. Längst als feste Größe in der Kulinarik-Welt etabliert, gilt das Rheingau Gourmet & Wein Festival mittlerweile als eines der wichtigsten Gourmetfestivals weltweit.

Hauptveranstaltungsort ist das Hotel Kronenschlösschen, in dem 14 Tage lang jeden Mittag und jeden Abend insgesamt acht Drei-Sterne- und sechs Zwei-Sterne-Köche sowie zahlreiche weitere internationale Kochstars live zu erleben sind.

„Wir werden den jüngsten Drei-Sterne-Koch Deutschlands, Kevin Fehling, erstmals dabei haben. International können die Festivalgäste gespannt sein auf den besten Koch Südafrikas, Peter Tempelhoff aus Kapstadt und auf Cal Stamenov aus Kalifornien, der zu den besten Köchen Amerikas zählt. Auch freuen wir uns besonders auf Joachim Wissler, der gerade in der Weltrangliste der Köche unter die ersten 10 gewählt wurde und damit zu den Top 10 Köchen weltweit zählt“, so Hans B. Ullrich, Veranstalter des Festivals und Inhaber des Kronenschlösschens.

Ihre Kochkünste zeigen außerdem Gerhard Wieser** aus Südtirol, Franck Putelat** aus Frankreich, Reto Mathis aus der Schweiz, Bernd H. Knöller* aus Spanien, Andreas Antona* aus England, Enrico & Roberto Cerea*** aus Italien, Jean-George Klein*** aus dem Elsass sowie aus Deutschland Christian Bau***, Thomas Bühner***, Klaus Erfort***, Harald Wohlfahrt***, Jean Claude Bourgueil**, Johannes King**, Carmelo Greco*, Yoshizumi Nagaya*, Christoph Rainer**, Hans Stefan Steinheuer** und Sebastian Lühr*.

Zum kulinarischen Erlebnis gehört neben den Kochkünsten auch der Wein. 152 Spitzenweingüter aus dem In- und Ausland, alle von den Winzern persönlich vertreten, sind bei den insgesamt 50 Festival-Veranstaltungen dabei. Angeführt von den beiden Weltraritätenproben mit 30 Jahrgängen Château Cheval Blanc und mit den unschätzbaren Steinberger-Rieslingen aus den Jahrhundert-Jahrgängen 1920, 1921, 1937, 1945, 1953 und 1959 gibt es täglich spannende Tastings ab 32 € mit großen Weinen. Workshops und eine rauschende Abschlussparty ergänzen das Angebot.

In den Eintrittspreisen der verschiedenen Veranstaltungen sind der Empfang mit Apéritif und Amuse-Bouche, das Menü, alle Weine, Wasser und Cellini-Caffè eingeschlossen. Anmeldungen werden gerne telefonisch unter 06723 640 entgegengenommen oder per E-Mail an info@kronenschlösschen.de.

www.rheingau-gourmet-festival.de

Gault Millau 2014 – Rheinland-Pfalz

Die Starköche halten ihr Niveau, das Verfolgerfeld punktet kräftig im neuen Gault&Millau – Joachim Buggle aus Balduinstein, Peter Steverding aus Knittelsheim und Thomas Schanz aus Piesport steigen im neuen Gault&Millau in den Rang der Kochkünstler auf

Drei rheinland-pfälzische Köche verbessern sich dieses Jahr nach dem Geschmack der französischen Gourmetbibel Gault&Millau in jene Klasse, in der nach dem Verständnis des Guides Kochen zur Kunst wird:

  • ·  Joachim Buggle demonstriert in der „Bibliothek“ in Balduinstein „ein breiteres Aromenspektrum vom Rochenflügel mit Radicchio-Marmelade bis zum geschmolzenen Kopf und glacierten Bries vom Kalb mit mariniertem Kohlrabi, schwarzem Trüffel und Dijon-Senf-Emulsion“,

  • ·  Thomas Schanz bereitet in seinem „Schanz” in Piesport „Gerichte von schöner Delikatesse wie ein erfrischend-feines Hummerfrikassee mit Speckschaum, Melone, Blutampfer und allerlei Gemüse im Anissud“,

  • ·  Peter Steverding vom „Isenhof“ in Knittelsheim „komponiert in seiner winzigen Küche mit großer Experimentierfreude kunstvolle Tellerarrangements wie Lammrücken auf Kardamom-Ananas mit Kichererbsen und Lauch-Tomatengemüse“.

    Sie bekommen in der jetzt erscheinenden Deutschlandausgabe 2014 jeweils 16 Punkte, die für einen „hohen Grad an Kreativität und Qualität“ verliehen werden.

    Auf dieselbe Note erhöhen die beiden Spitzenköche Karl-Emil Kuntz und Hans Stefan Steinheuer das Niveau ihrer sogenannten Zweitrestaurants. In der „Pfälzer Stube“ von Kuntz in Herxheim bei Karlsruhe sind „Saumagen oder das landestypische Rumpsteak mit Zwiebeln eher Ausnahmen. Die Regel sind furiose Komposition aus Rindertatar, gebratener Entenleber und Belugalinsen oder ein achtteiliges Potpourri von Edelfischen“. Steinheuer gelingt im „Landgasthof Poststuben“ in Bad Neuenahr „die Frankfurter Grüne Sauce zu den Scheiben vom Tafelspitz so authentisch, dass man meint, deren sieben Kräuter herauszuschmecken, und die üblicherweise dazu servierten gekochten Eier ersetzt ein gebackenes Exemplar mit flüssigem Kern“.

    Seine 16 Punkte ließ auch Dirk Maus aus Mainz mit seiner „modern inspirierten Küche in den edelrustikalen ‚Sandhof‘ nach Heidesheim umziehen“.

    Auf 15 Punkte steigern sich

· Christian Knefler von der „Weinstube Brand“ in Frankweiler, der „in der erstaunlichsten Weinstube an der Weinstraße ideenreiche Gerichte mit feiner Würze von Frankreich über Arabien bis Asien auftischt und Pfälzisches auf völlig neue Art erstrahlen lässt“ sowie

· Roger Müller vom „Prümer Gang“ in Bad Neuenahr, dessen „Filet vom Wollschwein auf Spitzkohl durch chiligeschärftes Mangogelee durchaus bestrickend ist“.

Platz 1 der kulinarischen Hitparade des Gault&Millau in Rheinland-Pfalz verteidigt seit 1998 souverän Helmut Thieltges vom „Waldhotel Sonnora“ in Dreis bei Wittlich. Bei ihm ist „nichts dekonstruiert und manipuliert, nichts verfremdet und verfälscht und bietet alles eine Opulenz, als fielen die teuersten Zutaten wie Manna vom Himmel. Der Steinbutt mit karamellisiertem Chicorée-Herz, Ochsenmark und Rotweinbutter von hinreißender Süffigkeit oder das herbstliche Rebhuhn, superzart auf Champagnerkraut gebettet und beinahe wiederbelebt von Smyrna- Trauben und einer Sauce Sauternes, die das Sauerkraut perfekt balanciert, bescheren Glücksmomente und rechtfertigen“ seine 19,5 Punkte, die nur noch drei andere Köche in Deutschland haben.

Den zweiten Rang sichert sich wieder Hans Stefan Steinheuer von „Steinheuers Restaurant zur alten Post“ in Bad Neuenahr „mit untrüglichem Gespür für spannende Aromen: Der Carabinero wird begleitet von zylindrisch in sesamgewürzten Algenblättern gerolltem Thunfischbauch in gelierter Krustentierbouillon. Den saftigen Wolfsbarsch bedeckt eine Knusperhaube von gebratener Haut und gerösteten Schuppen. Dazu gesellen sich kleiner Chinakohl, ein wie Pommes frites aufgefächertes Kartoffelquadrat, das mit knusprigem Pancetta umwickelt ist, ein Senfkohl-Mark-Flan und Malabar-Pefferjus“. Er bewahrt seine 19 Punkte und zählt damit zu den 13 besten deutschen Köchen.

Den beiden folgen weiterhin mit 18 Punkten für eindrucksvolle Gerichte:

  • ·  Wolfgang Becker vom Restaurant „Becker’s“ in Trier „fächert ein breites Spektrum von Geschmacksnuancen auf: Eine Eismeergarnele mit Leber, grünem Apfelpulver und etwas Gelee entwickelt sich, wie man das von einem guten Wein kennt, im Mund zu einem Spannungsbogen“,

  • ·  Karl-Emil Kuntz von der „Krone“ in Herxheim, gibt dem „noblen Steinbutt mit zur Farce verarbeitetem Kaisergranat durch Schweinebauch eine leicht deftige Würze, verfeinert mit einem Hauch Lakritze und Zitronengras“,

  • ·  Harald Rüssel von „Rüssels Landhaus St. Urban“ in Naurath am südlichen Hunsrück „überrascht bei vielen Kreationen durch die virtuose Vermählung unterschiedlichster Komponenten wie Lammrücken mit Rübenfond, gebackenem Frischkäse und Saubohnen“.

    Ihre 17 Punkte aus dem Vorjahr erkochen sich wieder

  • ·  Stefan Neugebauer vom „Schwarzer Hahn“ in Deidesheim („verleiht dem Steinbutt durch drei Variationen vom Sauerampfer geradezu Flügel und macht das grün-weiße Gericht auch optisch zu einem Erlebnis“),

  • ·  Dieter Luther vom „Luther“ in Freinsheim bei Mannheim, „der nur noch bis Silvester 2013 solch sinnliche Vergnügen bereiten (und dann in den Ruhestand) will wie beim bunten Allerlei aus gegrilltem Gemüse, Lachskaviar, Basilikummousse, Blüten und Salat auf dem handwarmen Carpaccio vom Saibling“.

    Die Tester beschreiben und bewerten dieses Jahr insgesamt 95 Restaurants in Rheinland-Pfalz. 81 Küchenchefs zeichnen sie mit einer oder mehreren Kochmützen aus, wofür die Könner am

Herd mindestens 13 von 20 möglichen Punkten erreichen müssen, was einem Michelin-Stern nahe kommt. Das schaffen auch die neu eröffneten oder nach einer Pause wieder bewerteten Lokale „Hippo“ in Deidesheim (15 Punkte), „Arens“ in Hainfeld, „Gourmet Wagner“ in Mayen und „Schlössl“ in Oberotterbach (jeweils 14 Punkte) sowie „Bistro Filip“ in Koblenz, „Kittchen“ in Bad Kreuznach und „Becker’s XO“ in Trier (alle 13 Punkte).

Im Vergleich zur Vorjahresausgabe serviert der wegen seiner strengen Urteile und deren zuweilen sarkastischer Begründung von den Köchen gefürchtete, von den Gourmets mit Spannung erwartete Gault&Millau in Rheinland-Pfalz 13 langweilig gewordene Restaurants ab und nimmt 14 neu auf, elf werden höher, vier niedriger bewertet. Ferner beschreibt und klassifiziert der Gault&Millau Deutschland 2014 250 Hotels.

Ab sofort erhalten Genießer mit dem Erwerb der Printausgabe des Gault&Millau Deutschland 2014 auch Zugang zu den exklusiven Web&App-Services.

Gault&Millau Deutschland 2014 – Der Reiseführer für Genießer 31. Jahrgang, 736 Seiten, 29,99 Euro
ISBN 978-3-86244-487-8 Christian Verlag München

Die besten Restaurants des Gault&Millau in Rheinland-Pfalz

19,5 Punkte
Waldhotel Sonnora in Dreis bei Wittlich

19 Punkte
Steinheuer’s Restaurant zur alten Post in Bad Neuenahr

18 Punkte
Zur Krone in Herxheim bei Karlsruhe
Rüssel’s Landhaus St. Urban in Naurath bei Trier
Becker’s in Trier

17 Punkte
Schwarzer Hahn in Deidesheim
Luther in Freinsheim bei Mannheim

16 Punkte
Bibliothek* in Balduinstein
Walram in Bad Bergzabern
Graf Leopold in Daun/Eifel
Freundstück*** in Deidesheim
Sandhof** in Heidesheim
Pfälzer Stube* in Herxheim bei Karlsruhe
Isenhof* in Knittelsheim Buchholz,
Der halbe Mond und Favorite in Mainz
Landgasthof Poststuben* in Bad Neuenahr
Le Temple de Gourmet in Neuhütten
Coquille St. Jacques in Neuwied
Schanz* in Piesport
Vieux Sinzig in Sinzig/Mittelrhein
Le Val d’or in Stromberg
Wein- und Tafelhaus in Trittenheim
Landhaus Mühlenberg in Zemmer

*Aufsteiger **Newcomer ***Absteiger

Unser Bericht zum Gault Millau 2014: www.gourmet-report.de/artikel/344791/Berlin-raeumt-ab-beim-Gault-Millau-2014/
Die Resultate aus den Bundesländern:
Berlin: www.gourmet-report.de/artikel/344792/Gault-Millau-2014-Berlin/
Baden-Würtemberg: www.gourmet-report.de/artikel/344793/Gault-Millau-2014-Baden-Wuertemberg/
Brandenburg: www.gourmet-report.de/artikel/344794/Gault-Millau-2014-Brandenburg/
Bremen: www.gourmet-report.de/artikel/344795/Gault-Millau-2014-Bremen/
Hamburg: www.gourmet-report.de/artikel/344796/Gault-Millau-2014-Hamburg/
NRW: http://www.gourmet-report.de/artikel/344797/Gault-Millau-2014-NRW/
Rheinland-Pfalz: www.gourmet-report.de/artikel/344798/Gault-Millau-2014-Rheinland-Pfalz/
Saarland: www.gourmet-report.de/artikel/344799/Gault-Millau-2014-Saarland/
Sachsen-Anhalt: www.gourmet-report.de/artikel/344800/Gault-Millau-2014-Sachsen-Anhalt/
Sachsen: www.gourmet-report.de/artikel/344801/Gault-Millau-2014-Sachsen/
Schleswig-Holstein: www.gourmet-report.de/artikel/344802/Gault-Millau-2014-Schleswig-Holstein/
Thüringen: http://www.gourmet-report.de/artikel/344803/Gault-Millau-2014-Thueringen/
Hessen: www.gourmet-report.de/artikel/344808/Gault-Millau-2014-Hessen/
Mecklenburg-Vorpommern: www.gourmet-report.de/artikel/344807/Gault-Millau-2014-Mecklenburg-Vorpommern/
Niedersachsen: www.gourmet-report.de/artikel/344806/Gault-Millau-2014-Niedersachsen/
Bayern: www.gourmet-report.de/artikel/344805/Gault-Millau-2014-Bayern/

Alle Restaurants von 15 bis 19,5 Punkten in Deutschland: www.gourmet-report.de/artikel/344804/Gault-Millau-2014-Restaurants/

Zum Vergleichen, der Michelin 2014 mit allen Sternerestaurants: http://www.gourmet-report.de/artikel/344782/Alle-Sterne-Restaurants-Deutschland-2014/

Desiree Steinheuer und Peter H. Müller

Neue Restaurantleitung und neuer Chefsommelier im Gourmetrestaurant Lerbach

Thomas Sommer, Restaurantleiter und Chefsommelier im Gourmetrestaurant Lerbach, verlässt nach fünf sehr erfolgreichen Jahren das Althoff Schlosshotel Lerbach. Ab dem 1. August 2013 übernimmt Desirée Steinheuer die Restaurantleitung. Sommelier Peter H. Müller ist der neue Chefsommelier im Gourmetrestaurant.

Thomas Sommer, Chefsommelier und Restaurantleiter in dem mit zwei Sternen im Guide Michelin, 19 Punkten im Gault Millau und 4,5 Feinschmecker „F“ ausgezeichneten Gourmetrestaurant Lerbach, wechselt in die Weinbranche. Seine Expertise wird er künftig im Weinmarketing zur Verfügung stellen. Der vom Gault Millau zum „Sommelier des Jahres 2013“ gekürte Dresdner war im Gourmetrestaurant Herr über einen bestens sortierten Weinkeller und eine Weinkarte mit vornehmlich europäischen Gewächsen.

„Ich möchte mich bei Thomas Sommer für die vertrauensvolle Zusammenarbeit über all die Jahre ganz herzlich bedanken. Es freut mich, dass wir mit Desirée Steinheuer und Peter H. Müller zwei kompetente und mit dem Gourmetrestaurant vertraute Mitarbeiter gewinnen konnten“, so Nils Henkel, Küchenchef im Gourmetrestaurant Lerbach.

Seit zwei Jahren ist Desirée Steinheuer stellvertretende Restaurantleiterin im Gourmetrestaurant Lerbach und bringt somit die idealen Voraussetzungen für die neue Position mit. Internationale Erfahrung hat sie bereits im Restaurant Stiller in Shanghai und im Zwei-Sterne-Restaurant „Marcus Weiring at the Berkley“ in London gesammelt.

Peter H. Müller gehört bereits seit vier Jahren zum Serviceteam des Gourmetrestau­rants und war zuletzt Sommelier neben Thomas Sommer. In seiner neuen Position als Chefsommelier wird Peter H. Müller den eingeschlagenen Stil der Weinbegleitung weiterverfolgen. Seine hohe Weinkompetenz konnte er zuletzt beim Concours National des Jeunes Sommeliers unter Beweis stellen. Hier wurde er zum „Jungsommelier des Jahres 2012“ gekürt.

„Ich danke Thomas Sommer für seine erfolgreiche Mitarbeit und sein Engagement als Chefsommelier und Restaurantleiter. Nun wünsche ich Desirée Steinheuer und Peter H. Müller viel Erfolg und alles Gute für ihr neues Aufgabenfeld und freue mich auf eine weiterhin sehr gute Zusammenarbeit“, sagt Thomas H. Althoff, Geschäftsführer und Inhaber der Althoff Hotels.

www.althoffhotels.com

Reise des Guten Geschmacks

Sieben der renommiertesten deutschen Winzer reisen ab Sonntag gemeinsam mit einigen der besten deutschen Köchen eine Woche lang durch die kulinarischen Metropolen Europas. Verfolgen Sie die „Reise des Guten Geschmacks“, die heute, am 2. Juni in Kiedrich im Rheingau auf Weingut Robert Weil beginnt, dann in Amsterdam (3.Juni), London (4. Juni) und Paris (6. Juni) gastiert und schließlich am 7. Juni auf Weingut Rudolf Fürst in Churfranken endet.

Die Reise ist eine Initiative von FINE Das Weinmagazin und GAGGENAU. Im Rahmen exklusiver Veranstaltungen präsentiert diese deutsche „Genuss-Allianz“ handverlesenen Gästen aus Kulinarik, Kunst, Wirtschaft, Unterhaltung und Medien die Neue Deutsche Kulinarik. Die Winzer Dönnhoff, Fürst, Heger, Knipser, Loosen, Meyer-Näkel und Weil präsentieren ihre Weine und werden von kulinarischen Kreationen ausgezeichneter deutscher Köche begleitet. Es kochen Nils Henkel (Gourmet Restaurant Lerbach, 2 Sterne, kocht in London) Dieter Müller (MS Deutschland, kocht in Kiedrich), Hans Stefan Steinheuer (Steinheuers Restaurant, 2 Sterne, kocht in Amsterdam) und Harald Wohlfahrt (Schwarzwaldstube, 3 Sterne, kocht in Paris).

Die Reise des guten Geschmacks möchte deutschen Wein und deutsche Küche als das präsentieren, was sie heute bietet: Weine und Küchenkunst von Weltklasse! Denn während Deutschland schon immer für seine Ingenieurskunst und technischen Luxus bekannt war, stand die deutsche Kulinarik mit ihrem Wein und ihrer Küche in der Vergangenheit weniger im Zentrum weltweiter Bewunderung. Viel zu lang hält sich im Ausland hartnäckig die Mär von üppig- deftigen Fleischgerichten, großen Bieren und lieblichen Weinen aus deutschen Regionen.

Dabei hat sich in kaum einem anderen Land mit Weinbautradition in den letzten 25 Jahren ein solch drastischer Wandel wie in Deutschland vollzogen – weg von anonymer Massenware, hin zu exklusiven charakterstarken Weinen von enormer Qualität. Auch die deutsche Küche mit starker regionaler und saisonaler Prägung erobert sich ihre Eigenständigkeit zurück und Deutschland hat heute nach Frankreich die meisten Sternerestaurants in Europa.

Begleiten Sie uns auf der Reise auf www.blog.fine-magazines.de

Hans Stefan Steinheuer

Den Berliner Restaurantkritiker Bernhard Steinmann zog es diesmal nach Rheinland-Pfalz.
Genau genommen in das größte geschlossene Weinbaugebiet für Rotweine in Deutschland, das Weinbaugebiet Ahr.  
Die derzeitige Weinkönigin kommt aus dieser Region und in Bad Neuenahr-Ahrweiler,  findet man im Ortsbezirk Heppingen einen der besten Köche Deutschlands, Hans Stefan Steinheuer. Ausgezeichnet mit zwei Sternen des Restaurantführers Michelin und 19 Punkten von Gault & Millau Deutschland 2013.
Damit gehört Steinheuer tatsächlich zu den Großen im Lande. Seit 1998 strahlen die zwei Sterne über dem Restaurant. Natürlich soll nicht unerwähnt bleiben, dass der Küchenchef u.a. Sous Chef bei Dieter Müller in den legendären Schweizer Stuben in Wertheim-Bettingen war. Die Zahl der Spitzenköche,
die nach einen Engagement in Wertheim erfolgreiche Küchenchefs wurden ist, wenn auch nicht Legion, so doch beachtlich. Regionale Zutaten scheinen bei Steinheuer einen hohen Stellenwert zu genießen, doch ebenso deutlich wird, dass in erster Linie der Blick auf die Qualität gerichtet ist. So soll es auch sein. Natürlich dürfen auch weitgereiste Zutaten nicht fehlen.

Das Menü:

Die Küche grüße mit:

Karamellisierten Perlzwiebeln mit Anchovis,

Lachsforellen-Bonbon mit Süßholz-Mayonaise,

Anis-Focaccia-Blatt mit Lardo,

Carne Crudo Cornet mit Tomate und Basilikumcreme und

Skrei mit Zunge, Backe, Senfkohl und Basmatireis.

Welch ein Auftakt!
Ein an Höhepunkten reiches Menü folgte, beispielhaft seien zwei Gänge angeführt:

Gänseleberschnitte mit Alto el Sol – Schokoladenknusper und Rubinette.

Die Plantage Alto el Sol liegt in Peru und die Kakaobäume gehören zur Gattung Criollo Amazonian.
Gleichwohl bin ich bei der Kombination Gänseleber und Schokolade eher skeptisch. Die Umhüllung war dünn und fest, nicht dominierend,
die ausgezeichnete Gänseleber gab den Ton an und zerstreute meine anfänglichen Bedenken.

Eine Gänseleberkugel mit einem dünnen Überzug aus Kirschengelee auf Schokoladenstaub, ergänzte angenehm.
Feinsäuerliche Noten fügte die Rubinette bei. Dieser kleine Apfel ist eine Kreuzung aus Golden Delicious und
wahrscheinlich Cox Orange und ist seit den 1980er Jahren im Handel.

Insgesamt eine grandiose Präsentation.

Seezunge mit grünem Spargel, Cashewcrème und rotem Kampotpfeffer.

Waren wir für die Schokolade in Peru, wandern wir nun in die Pfefferregion Kampot nach Kambodscha.
Dort gedeit in feuchtwarem Klima und auf nährstoffreichem Boden ein erstklassiger Pfeffer. Der würzige und fruchtige Pfeffer
begleitete eine perfekt gegarte Seezunge, angerichtet mit grünem Spargel. Ein starker klassischer Gang, harmonisch im Geschmack.

Wie immer finden Sie den vollständigen, bebilderten Bericht auf www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de

Auch Hans Stefan Steinheuer arbeitet natürlich mit CHROMA Kochmesser

Gault&Millau Rheinland-Pfalz 2013

In die Eilte der Köche mit „höchster Kreativität und bestmöglicher Zubereitung” verbessern sich Jens Fischer vom „Freundstück“ in Deidesheim und Dieter Luther vom „Luther“ in Freinsheim in der jetzt erscheinenden Deutschlandausgabe 2013 der französischen Gourmet-Bibel Gault&Millau. Fischer beeindruckte durch „erstaunliche Harmonie bei St-Pierre mit Pfifferlingen, Mandelcreme und Aprikosen oder großartig orientalisch interpretiertem Milchlamm mit Kurkuma, Kichererbsen, Kopfsalat, Aubergine und Limonenjus“. Luther „geht zwar nach einer schöpferischen Pause nicht mehr an alle Grenzen des Geschmacks und der Kreativität, konzentriert sich aber mehr auf Perfektion und produkttypische Aromenklarheit wie beim gleichmäßig zartroten Rehrücken mit duftigen Pfifferlingen, samtig-schmelzigen Sellerietaschen und Berberitzen- Gremolata“. Für solch inspirierte Gerichte erhalten sie im Guide, der nach dem französischen Schulnotensystem urteilt, 17 von 20 möglichen Punkten. Eine höhere Note haben in Rheinland-Pfalz nur 5 Köche.

Auf 16 Punkte und damit in jene Klasse, in der nach Gault&Millau-Verständnis Kochen zur Kunst wird, verbessern sich
• Dirk Maus vom gleichnamigen Restaurant in Mainz, der „ohne modischen Schnickschnack auskommt und 2012 eines der wenigen sinnvoll eingesetzten Gelees bot. Er bereitete es aus Tonic Water, legte es auf marinierte Gurken und platzierte darauf einen dicken Würfel gebeizten und bestens gewürzten rohen Lachs de luxe, getoppt von etwas Gurkensorbet“,

• Christoph Schmah vom „Graf Leopold“ in Daun/Eifel dank „eindrucksvoller Gerichte wie ‚4xKalb‘. Es bestand, kunstvoll arrangiert, aus bestens geschmortem Bäckchen, saftigem Rücken, gutem Bries und feinen Stückchen vom Kalbskopf mit allerlei exakt gegartem Gemüse – fast überladen der Teller, aber ein großes Genuss-Ensemble“,

• Bernhard Munding, der „ideenreiche, geschmacksstarke und inspirierte Küchenchef“ von Johann Lafers „Le Val d’or“ in Stromberg, beeindruckte beispielsweise durch eine „Stopfleber unter dem Motto Schwarzwälder Kirsch: Sehr gut gewürztes, cremiges Leberparfait durchzog er mit hauchdünnen Schichten von Bitterschokolade und hüllte es in Kirschgelee, dazu reichte er marinierte Kirschen, ein kleines, mit Kakao eingestäubtes Stopflebertörtchen, angenehm dezente Kirschwassersahne und eine mit etwas Kaffee aromatisierte, knusprig angebratene Brioche.“

15 Punkte erkochten sich durch beeindruckende Gerichte erstmals Sascha Hamp vom „Culinarium R“ in Mülheim/Mosel („tadellos die Gänseleber-Variation mit Gelee von der Beerenauslese und leicht konfierten Aprikosen, hübsch die Komposition von Piña colada und Ananas mit einem süß getränkten Rührkuchenstück“), Thomas Schanz vom „Schanz“ in Piesport/Mosel („Mango- Couscous und Bangkok-Currycreme aromatisieren den comme il faut in der Schale gegrillten Stachelkrebs“) sowie Klaus-Dieter Schultz von der „Idille“ in Bad Neuenahr („seine Gemüsezubereitungen sind so vorzüglich, dass wir ihm empfehlen würden, noch öfter fisch- und fleischlos zu kochen. Erfrischend fruchtig das feinkörnige Melonen-Couscous zur hinreißend zarten und aromatischen Taubenbrust“).

Platz 1 der kulinarischen Hitparade des Gault&Millau in Rheinland-Pfalz hält seit 1998 souverän Helmut Thieltges vom „Waldhotel Sonnora“ in Dreis bei Wittlich mit seiner „schwerelos und unangestrengt wirkenden Haute cuisine, die klassisch französische Tradition mit moderner Leichtigkeit und komplexer Aromatik verbindet“. Für Gerichte wie „Hummermedaillons auf einem in Koriander-Joghurt marinierten Gemüsebeet oder außen kross gebratenes, aber innen wunderbar weiches Kalbsbries ‚Façon Rossini‘ mit reichlich schwarzen Trüffeln in Scheiben, als (goldglänzende) Praline sowie fein gehackt in einer dichten Madeira-Glace sowie einer luftigen Petersiliencreme und einer Makkaroni-Charlotte mit geschmeidiger Gänseleberfarce“ bekam er wieder 19,5 Punkte, die Höchstnote des Guides, und zählt damit zu den 4 besten Köchen in Deutschland.

Der „mit einer untrüglichen Witterung für alles, was in der Luft liegt, begabte“ Hans Stefan Steinheuer von „Steinheuers Restaurant zur alten Post“ in Bad Neuenahr sicherte sich wieder den zweiten Rang. „Allen Genießern, die statt billiger Bravourstückchen das Ehrliche und Echte schätzen, erschließt er zum Beispiel die geschmacklichen Möglichkeiten jungen Kohls zum Eifeler Rehrücken, zu dem es noch die besten und frischesten Steinpilze oder Lorbeerkirschen gibt.“ Er erhielt erneut 19 Punkte und zählt damit zu den 13 besten deutschen Köchen. Hans Stefan Steinheuer arbeitet mit CHROMA Kochmesser

Den beiden Spitzenköchen folgen mit 18 Punkten
• Wolfgang Becker vom Restaurant „Becker’s“ in Trier, „der in seinem Streben nach höchst vergnüglichem Genuss auf einen Würfel sanft gegarter, saftiger Schweinsbrust eine Lage Osietra-Kaviar schichtet und dazu Blumenkohl als gebratene Scheibchen und köstlichen Brei sowie Schnittlauch-Öl anrichtet. Alles zusammen bietet einen unglaublichen aromatischen Effekt – spielerisch klar und harmonisch wie ein paar Takte Mozart“.
• Karl-Emil Kuntz von der „Krone“ in Herxheim, der seine „umfangreichen und durchweg sehr aufwendigen Menüs schwankungsfrei wie nur wenige in Deutschland kocht und auch ein Händchen fürs Moderne beweist, wenn er Bachsaibling mit Nusscreme und leicht erdigem Apfelgelee zubereitet“.
• Harald Rüssel von „Rüssels Landhaus St. Urban“ in Naurath am südlichen Hunsrück, der „eine selbstbewusst heimatverbundene Küche bietet und in seiner zielgerichteten Innovationsfreude der kleinen Komposition von Tafelspitz, Kalbszunge, Wachtelei und Wildkräutern durch Traubenkernmayonnaise und Roggenbrot markante Aromen hinzufügt“.

Die Tester beschreiben und bewerten dieses Jahr insgesamt 94 Restaurants in Rheinland-Pfalz. 80 Küchenchefs zeichnen sie mit einer oder mehreren Kochmützen aus, wofür die Könner am Herd mindestens 13 von 20 möglichen Punkten erreichen müssen, was einem Michelin-Stern nahe kommt. Das schaffen auch die neu eröffneten oder nach einer Pause wieder bewerteten Lokale „Lamm“ in Neupotz, „Prinz“ in Neustadt/Weinstraße, „Sonnenhof“ in Siebeldingen und „Zeiskamer Mühle“ in Zeiskam mit jeweils 13 Punkten.

Im Vergleich zur Vorjahresausgabe serviert der wegen seiner strengen Urteile und deren zuweilen sarkastischer Begründung von den Köchen gefürchtete, von den Gourmets mit Spannung erwartete Gault&Millau in Rheinland-Pfalz 16 langweilig gewordene Restaurants ab und nimmt acht neu auf, je neun werden höher bzw. niedriger bewertet.

Ferner beschreibt und klassifiziert der im Münchner Christian Verlag erscheinende Reiseführer für Genießer (808 Seiten, 29.95 €) 350 Hotels. Als zusätzliches Schmankerl bietet er auf 50 Seiten Restaurants und Hotels in Südtirol.

Für unterwegs gibt es den Gault&Millau auch als App fürs iPhone, iPad und bald auch für Android (7,99 €). Die App enthält den gesamten Inhalt der Buchausgabe und bietet Zusatzfunktionen zur Suche, Anfahrt und direkten Anwahl interessanter Restaurants.

Gault&Millau Deutschland 2013 – Der Reiseführer für Genießer 30. Jahrgang, Jubiläums-Ausgabe, 808 Seiten, Euro 29,95 ISBN 978-3-86244-203-4 Christian Verlag München

Die besten Restaurants des Gault&Millau in Rheinland-Pfalz

19,5 Punkte
Waldhotel Sonnora in Dreis bei Wittlich

19 Punkte
Steinheuer’s Restaurant zur alten Post in Bad Neuenahr

18 Punkte
Zur Krone in Herxheim bei Karlsruhe
Rüssel’s Landhaus St. Urban in Naurath bei Trier Becker’s in Trier

17 Punkte
Freundstück* und Schwarzer Hahn in Deidesheim Luther* in Freinsheim bei Mannheim

Vieux Sinzig in Sinzig/Mittelrhein
Passione Rossa in Bad Sobernheim/Nahe
Le Val d’or* in Stromberg
Wein- und Tafelhaus in Trittenheim

16 Punkte
Walram in Bad Bergzabern
Landhaus Mühlenberg in Daufenbach bei Trier
Graf Leopold* in Daun/Eifel
Buchholz, Der halbe Mond, Dirk Maus* und Favorite in Mainz Le Temple in Neuhütten
Alte Pfarrey in Neuleiningen
Coquille St. Jacques in Neuwied

*Aufsteiger

Alles zum Gault Millau 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343565/Gault-Millau-2013-Deutschland/

Gault Millau Berlin 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343566/GM-Berlin-Tim-Raue-ist-Bester/

Gault Millau Thüringen
www.gourmet-report.de/artikel/343568/GM-Marcello-Fabbri-ist-die-Nr1-in-Thuerigen/

Gault Millau Schleswig Holstein 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343569/Gault-Millau-Schleswig-Holstein-2013/

Gault Millau Sachsen Anhalt:
www.gourmet-report.de/artikel/343570/Gault-Millau-Sachsen-Anhalt/

Gault Millau Sachsen 2013:
/www.gourmet-report.de/artikel/343571/Gault-Millau-Sachsen-2013/

Gault Millau Saarland 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343572/GM-Saarland-Klaus-Erfort-05-Punkte-vor-Christian-Bau/

Gault&Millau Rheinland-Pfalz 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343573/Gault-Millau-Rheinland-Pfalz-2013/

NRW: Der neue Gault&Millau 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343574/NRW-Der-neue-Gault-Millau-2013/

Gault Millau Niedersachsen 2013
www.gourmet-report.de/artikel/343575/Gault-Millau-Niedersachsen-2013/

Gault&Millau in Mecklenburg-Vorpommern:
www.gourmet-report.de/artikel/343576/Gault-Millau-in-Mecklenburg-Vorpommern/

Gault&Millau in Hessen:
www.gourmet-report.de/artikel/343577/Gault-Millau-in-Hessen/

Gault Millau Hamburg 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343578/Gault-Millau-Hamburg-2013/

Gault Millau Bremen:
www.gourmet-report.de/artikel/343579/GM-Bremen-Norman-Fischer-ist-die-neue-Nr1/

Gault Millau Baden-Würtemberg 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343581/Gault-Millau-Baden-Wuertemberg-2013/

Gault Millau Bayern 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343580/Gault-Millau-Bayern-2013/

Gault Millau Historisch – 30. Jubiläum:
www.gourmet-report.de/artikel/343567/30-Jahre-Gault-Millau-in-Deutschland/

Gault&Millau Deutschland 2013 – Der Reiseführer für Genießer 30. Jahrgang, Jubiläums-Ausgabe, 808 Seiten, Euro 29,95 ISBN 978-3-86244-203-4 Bestellink portofrei Christian Verlag München

Wir gratulieren allen ausgezeichneten Köchen und freuen uns ganz besonders, dass so viele ausgezeichnete Köche wieder mit CHROMA Cnife arbeiteten!

Hans Stefan Steinheuer und Jean-Marie Dumaine

‚Ahrtal de Luxe’ präsentiert am Vorabend die ‚Italienische Nacht’

Das Live-Cooking-Event im Ahrtal ist seit Jahren ein Fest für Gourmets: am 12. August servieren die Spitzenköche aus der Region ihre kulinarischen Kostproben beim Köchemarkt im Kurpark Bad Neuenahr. Mit dabei sind u.a. Hans Stefan Steinheuer und Jean-Marie Dumaine sowie Wolfgang Steinheuer, Ralf Metzler, Roger Müller, Markus Bitzen, Lothar Freudenreich und ihre Teams. Die Stände des Köchemarkts haben von 11 bis 21 Uhr geöffnet.

Zu den regionalen Spezialitäten und den Köstlichkeiten aus aller Welt (z. B. frische Austern) bieten VDP Winzer des Ahrtals ihre besten Weine zur Verkostung an. Beim Köchemarkt in Bad Neuenahr kosten alle Gerichte zwischen € 6,- und € 15,-. An den Ständen im Kurpark wird von 11 bis 21 Uhr gekocht und serviert. Der Eintritt in den Kurpark ist frei.

Das kulinarische Markttreiben und abwechslungsreiche Programmelemente ziehen jährlich viele Stammgäste aus ganz Deutschland an. Als Ehrengast wird Eckart Witzigmann, der Koch des Jahrhunderts, erwartet.

Am Vorabend des Köchemarkts präsentiert ‚Ahrtal de Luxe’ die ‚Italienische Nacht’ mit mediterraner Stimmung, kulinarischen Köstlichkeiten, Spitzenweinen, Live-Musik und Tanz.

Berühmte Klassiker von Adriano Celentano trägt der beliebte rheinländische Komödiant Konrad Beikircher vor. Mit seiner Band ‚Azzurro & Co.’ garantiert er für italienische Stimmung und lädt zum Tanz im Kurpark ein.

Die „Italienische Nacht“ beginnt am 11. August ab 18:30 Uhr, der Eintritt kostet im Vorverkauf € 17,- und an der Abendkasse € 20,-. Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt.

Eintrittskarten und weitere Informationen zu den Veranstaltungen gibt es beim Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V., Tel. 0 26 41 / 91 71–0, info@ahrtaltourismus.de, www.ahrtal.de