Trinkgelder und Dress Code im Ausland

The Catch Berlin -

Andere Länder – andere Sitten. Wer auf seiner Auslandsreise nicht gegen landesübliche Benimmregeln verstoßen will, sollte folgende ADAC-Tipps befolgen.

Amerikanische Trinkgeld Sitten: 25 % halten die für angemessen.

Über die Trinkgeldgepflogenheiten informieren. In Amerika gehört es sich, bis zu 20 Prozent des Rechnungsbetrags als Trinkgeld zu geben. In anderen Ländern ist das Trinkgeld bereits in der Rechnung inkludiert. In Italien muss man zudem „Coperto“ bezahlen. Dieser Aufschlag für Brot und Gedeckt wird immer verlangt, auch wenn kein einziges Grissini verzehrt wurde. Mit einem Trinkgeld für die Bedienung hat das aber nichts zu tun. Das wird – ist man zufrieden – extra fällig.

Gepflogenheiten im Restaurant beachten. In Belgien, Spanien, Italien ist es nicht üblich, getrennt zu zahlen. In Finnland ist es aufdringlich, sich im Restaurant zu fremden Menschen an den Tisch zu setzen; befremdlich ist allein schon die Frage nach einem freien Platz.

Anstand wird groß geschrieben. Wer in Finnland, Großbritannien oder Irland nicht unangenehm auffallen möchte, sollte sich auf keinen Fall irgendwo vordrängeln. Man stellt sich an und wartet geduldig in der Schlange. Das gilt in allen Lebenslagen: ob beim Einsteigen am Bus, der Warteschlange am Schalter oder beim Anstehen an der Kinokasse.

Vorsicht bei der Kleiderwahl. Zu kurze Röcke oder Hosen, weit ausgeschnittene Oberteile und Tops mit Spaghettiträgern werden fast weltweit in Kirchen und Moscheen nicht geduldet. In der Türkei oder Kroatien gilt dies zudem für Besuche anderer Sehenswürdigkeiten. Unabhängig davon legt man in Spanien, Frankreich, Kroatien, Italien, Türkei auch abseits vom Strand allgemein Wert auf korrekte Kleidung.

Ein Dresscode gilt auch für die Berge. Wer in den Alpen mit Turnschuhen oder im Strandoutfit die Berge erklimmt, zieht sich schnell den Zorn der Einheimischen zu. Festes Schuhwerk, widerstandsfähige Kleidung und ausreichend Verpflegung sind ein „Muss“. Je nach Sachlage kann es versicherungstechnisch sogar Probleme geben, wenn man beispielsweise durch falsches Schuhwerk nicht mehr in der Lage ist, den Rückweg anzutreten. Muss die Bergrettung aktiv werden, ohne dass eine Verletzung vorliegt, bleibt man unter Umständen auf den Kosten sitzen.

Zuviel Haut ist auch am Strand nicht immer erwünscht. FKK-Freunde sollten ausgewiesene FKK-Strände aufsuchen. Andernfalls können sogar Geldstrafen drohen. In Amerika wird es außerdem nicht gerne gesehen, wenn man sich am Strand statt in Umkleidekabinen umzieht. Zudem sollten dort auch kleine Kinder zumindest eine Badehose tragen.

Siesta beachten. In vielen südlichen Ländern gibt es erweiterte Mittagspausen und damit einhergehend andere Öffnungszeiten als in Deutschland. Wer in Spanien beispielsweise zwischen 12.30 und 16 Uhr ein Museum besuchen möchte, wird vor verschlossenen Türen stehen.

Nicht alle Verkehrsregeln und -gepflogenheiten sind in Europa einheitlich. In Frankreich, Tschechien und Dänemark halten Autofahrer beispielsweise wenig vom Vorrang der Fußgänger. Bevor man einen Zebrastreifen überquert, sollte man sich also genau nach allen Seiten umsehen. In Spanien hält dafür nicht jeder Autofahrer tatsächlich bei einer roten Ampel. In den Niederlanden ist Vorsicht und vorausschauendes Fahren geboten, Radfahrer können jederzeit und meist in flottem Tempo um die Kurve kommen.

Trinkgeld Knigge Ausland

Berlin: Große Weine – Große Kunst

Auch im Jahr 2012 erhält die Symbiose von Kunst und Wein in Berlin eine Neuinszenierung in mehreren Akten. Durch einen einzigartigen Dialog wird zahlreichen Kunstinteressierten die Welt der besten deutschen Weine näher gebracht. Umgekehrt haben auch den „leiblichen“ Genüssen zugetane Menschen jedweder Couleur die Möglichkeit, in die vielfältigen Facetten der Berliner Kunstszene einzutauchen. Denn Kunst und Wein sind zwei Dinge, die zusammengehören wie zwei Seiten einer Medaille.

Große Weine – Große Kunst
Der Abend (18 – 22 Uhr) des 3. September gehört wieder allen Wein- und Kunstinteressierten und lädt zum vinophilen Kunstwandeln ein. Unter dem Titel „Große Weine – Große Kunst“ verbinden sich in der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen Berlin beide Genüsse in einem spannungsvollen Dialog. Ein Abend voller geschmacklicher Kultur, bei der sich die Welt der besten Deutschen Weine mit einer der weltweit wichtigsten Sammlungen europäischer Meister auf Augenhöhe begegnet. Noch im September sind die Werke des Haarlemer Meisters Cornelis Bega unter dem Titel Eleganz und raue Sitten zu Gast in der Sammlung.

Große Rieslinge, duftige Silvaner, weiße, graue und rote Burgunder: Die Vielfalt der deutschen Weine ist in Berlin selten so umfassend präsentiert wie an diesem Abend. Zahlreiche Stilepochen finden ihre Pendants in den deutschen Spitzenweinen.
Professor Bernd Lindemann, Direktor der Gemäldegalerie, hat für die Besucher seine Lieblingswerke der Sammlung ausgewählt und nimmt Sie mit zu „seinen“ Meisterwerken.

Ein kunstvoller Parcours, Schauspiel, Gesang und zwei Uraufführungen runden das Programm ab! Eleganz versprechen die Improvisationen der Mosaiq 4 Voices, die berühmten Weinkörper irritieren mit rauen Sitten und Komponist Andreas C. Schmidt entführt in eine Streich-Trio-Klangwelt, die der Romantik sehr nahe kommt. Die Künstler sind das Who is Who der musikalischen Improvisation: Daniel Mattar und Christian Gerber, Céline Rudolph, Michael Schiefel und Britta-Ann Flechsenhar, Eva Freitag, das Gunnarsdottir Trio und die Weinkörper.

Weinparcours mit Christina Fischer – Ein kurzweiliger Lehrpfad
Inmitten der Gemäldegalerie wird ein interaktiver Wein-Entdeckungsraum mit unterschiedlichen, aufeinander aufbauenden Themenbereichen dargestellt, die das Prinzip der VDP-Klassifikation und der großen Deutschen Terroirs systematisch veranschaulichen und nachschmeckbar verdeutlichen.

Eintrittskarten können zum Preis von 35€ (pro Person im VVK) im Ticketshop auf www.vdp.de/shop
bestellt werden; 45€ Abendkasse, soweit vorhanden.

Wein-Vernissagen zur Eröffnung der neuen Kunstsaison
Anlässlich der Eröffnung der künstlerischen und vinophilen Herbstsaison am 31. August – 2. September 2012 kombinieren zahlreiche Galerien ihre exklusiven Vernissagen, Ausstellungen und Finissagen mit den herausragenden Weinen der VDP-Winzer und bieten den neugierigen Kunstflaneuren Genuss für alle Sinne. Gegenwartskunst und aktuelle Weinjahrgänge erwarten Sie!

Premiere GROSSES GEWÄCHS

Am 3. September sind die Prädikatsweingüter mit ihrer Premiere GROSSES GEWÄCHS wieder im Foyer der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen Berlin zu Gast. Mit Spannung werden die GROSSEN GEWÄCHSE, die besten trockenen Weine der Prädikatsweingüter des Jahrgangs 2011 (Rotwein 2010) erwartet, die alljährlich im September erstmalig der Öffentlichkeit gezeigt werden. Über 100 Prädikatsweingüter stellen ihr aktuellen Kollektionen mit vielen Spitzengewächsen aus ERSTEN LAGEN vor.
Die Veranstaltung am Nachmittag findet von 12 – 16 Uhr statt und richtet sich exklusiv nur an Ein- und Wiederverkäufer aus Gastronomie und Handel.
Registrierungsmöglichkeiten für Fachbesucher: www.vdp.de/premiere-grosses-gewaechs
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„Gourmet-Festival“ in Yulin (Guangxi)

Beim „Gourmet-Festival“ in Yulin (Guangxi, China) wurden 15.000 Hunde gegessen, meldet die BILD Zeitung mit Fotos.

„Aufgespießt, die Pfoten angewinkelt und die Zähne noch im Todeskampf gebleckt – so wurden Tausende der Tiere jetzt in China zum Verzehr angepriesen“, schreibt die Bild. Die Tiere werden für den Verzehr extra gezüchtet, es handelt sich also nicht um „Waldi“ oder „Tina“, sondern um normales Schlachtvieh.

Ob jetzt die Hunde schlimmer sterben als das Schlachtvieh in Europa, mögen wir nicht beurteilen. In Indien ist Rindfleisch „iiih“, Araber ekeln sich vor Schwein, Thais essen sehr gerne Heuschrecken. Andere Länder, andere Sitten. Wir bitten radikale Hundeliebhaber uns jetzt nicht zu beschimpfen. Das süßeste Tier was der Autor jemals auf dem Arm hatte, war ein frisch geborenes Ferkel. Später endete es als Spanferkel …

Den gesamten Bild-Artikel mit Bildern finden Sie hier:
www.bild.de/news/ausland/tierquaelerei/china-gourmet-festival-15000-hunde-serviert-18563382.bild.html

Skurrile Gesetze im Ausland

Andere Länder, andere Sitten: Skurrile Gesetze im Ausland – Keine Sandburgen in Venezien, Indiana: Kein Knoblauch in der Öffentlichkeit

Wer verreist, kann oft viel erzählen. Besonders Reisende, die in den Urlaubsländern Bekanntschaft mit den dortigen Gesetzen machen. So gibt es nicht nur in Deutschland schwer verständliche und zum Teil recht kuriose Paragraphen. Auch im Ausland sind sie zum Teil sehr skurril. Oftmals sind Touristen die Leidtragenden, die bei Verstößen zur Kasse gebeten werden. Das Reisebuchungsportal www.travel24.com hat mal über den deutschen Tellerrand geschaut und einige seltsame Vorschriften, die noch aktiv sind aber zum Teil nicht mehr angewendet werden, aufgelistet:

Italien
Im beliebten Reiseland der Deutschen findet sich nicht nur ein kurioser Ministerpräsident, sondern auch einige skurrile Vorschriften. So können sich im doch recht sittenstrengen Palermo auf Sizilien Frauen durchaus nackt am Stand zeigen. Dem „starken Geschlecht“ bleibt dies jedoch verwehrt.

* Im venezianischen Städtchen Eraclea ist es untersagt, am Strand Löcher in den Sand zu buddeln oder Burgen zu bauen.
* Weiter im Süden an der adriatischen Küste, in Ravenna, darf man an einem Strandabschnitt die ersten 200 Meter nur laufen, nicht liegen.
* Touristen, die in die Lagunenstadt Venedig verreisen, sollten die Tauben auf dem Markusplatz nicht füttern – es drohen bis zu 450 Euro Strafe.
* Im kampanischen Eboli wird das Küssen im Auto mit 500 Euro Strafe „honoriert“.
* In der ewigen Stadt Rom ist es nicht gern gesehen, wenn man sein „Pausenbrot“ auf der Straße isst. Wie schon der Gallier Obelix sagt: „Die spinnen, die Römer!“

Apropos Gallien, sprich Frankreich

* Auch in der Stadt der Liebe, in Paris, und im ganzen Land wird mit harten Bandagen „reglementiert“. Wer zum Beispiel im Pariser Bahnhof Gare du Nord oder sonst irgendwo zwischen Atlantik und Mittelmeer den Zug nutzt, sollte das Küssen des Partners in eine andere Location verschieben. Denn das Verbot des Küssens aus dem Jahre 1910 hat immer noch Bestand.
* Liebe Bauern, liebe Tierliebhaber. Sollten Sie ein Schwein in unserem Nachbarland erwerben, nennen Sie es nicht Napoleon. Dies wird im Land des kleinen Korsen als Beleidigung aufgefasst.

England
Die Insel ist bekannt für ihre „Pub-Kultur“. Doch wer glaubt über den Durst Bier oder Schnaps konsumieren zu können, der irrt. Den trinkfesten Insulanern aber auch den Touristen ist es verboten in Kneipen und Restaurants betrunken zu sein.
* In Pubs ist es außerdem verboten, dass Männer Frauen um Sex bitten. Dies ist ein „nationales Ärgernis“. Strafe: bis zu 180 Euro oder drei Monate Gefängnis.
* Es ist verboten, auf der Urlaubskarte die Briefmarke mit dem Portrait der Königin verkehrt herum aufzukleben.

Israel
* Das Anschauen von Sexfilmen in Hotels ist strafbar. Wer erwischt wird, kann bis zu drei Jahre im Gefängnis landen.
* Auch Tieren kann es an den Kragen gehen. Bären ist es untersagt Strände zu betreten und im Meer zu baden.

USA
Im Land der Freiheit ist vieles im öffentlichen Leben durch Gesetze und Verordnungen reglementiert. Hier nur eine kleine Auswahl:
* Sehr skurril war die in Georgia bislang gewehrte Möglichkeit, geladene Waffen mit zum Gottesdienst zu nehmen.
* Im Sonnenstaat Florida (Sarasota) darf man kein Ständchen auf öffentlichen Plätzen singen, wenn man nur Badekleidung an hat.
* Alabama verbietet das Fahren eines Fahrzeugs mit Augenklappe.
* Indiana (Gary) geht mit allen Mitteln gegen Knoblauchesser vor. Nach ausgiebigem Knoblauchverzehr ist es vier Stunden lang untersagt, ins Kino oder Theater zu gehen oder auch nur die Straßenbahn zu benutzen.
* In Illinois empfiehlt es sich, wenigstens einen Dollar Bargeld bei sich zu führen. Ansonsten können Sie leicht wegen Landstreicherei verhaftet werden.
* Radfahrer in Connecticut dürfen von der Polizei gestoppt werden, wenn sie schneller als 100 km/h mit ihrem Drahtesel unterwegs sind.
* Das Fahren ohne Scheibenwischer ist in Texas verboten. Eine Windschutzscheibe ist nicht nötig, Scheibenwischer müssen aber sein.
* Wer in New Jersey öffentlich Suppe schlürft, kann verhaftet werden.
* Den Vogel schießt ein kleiner Strandabschnitt in Clearwater (Florida) mit 12 Verboten (Foto unten) ab: So ist vom Wassersport wie Surfen oder Boot fahren bis hin zum Alkoholtrinken oder Betteln alles mögliche verboten.

Grenada (Kleine Antillen)
In der sonst freizügigen und lebenslustigen Karibik geht es auch anders. Auf der Insel Grenada sollte man stets „zivil“ gekleidet sein. Wer mit Badehose oder Bikini in ein Shoppingcenter geht, dem droht ein Bußgeld von bis zu 200 Euro.

Russland
Bei der Benutzung eines Leihwagens in Russlands chaotischer Hauptstadt Moskau sollte nicht nur auf den Verkehr geachtet werden. Denn auch das Erscheinungsbild des Autos spielt eine wichtige Rolle. Ist der PKW zu schmutzig, kann es bis zu 200 Euro Bußgeld hageln. Dabei bleibt allerdings ungeklärt, was „schmutzig“ bedeutet. Darf der Autofahrer mit schmutzigen Nummernschild fahren oder müssen die Auto-Insassen durch die Scheiben noch erkennbar sein. Wie fast immer im „wilden Russland“ ist auch dies Auslegungsache der Beamten: So ist es durchaus möglich, dass sich die Polizei schon mit einigen Euro zufrieden gibt.

Japan
Machen Sie mal Urlaub im Land der aufgehenden Sonne. Der Name ist dort Programm: Das Land garantiert seinem Volk per Gesetz Sonnenschein.

DIE GROSSEN SAUCEN

Das GENUSS.MAGAZIN 2/2010 ist da!

Meisterkoch Auguste Escoffier war überzeugt: „An der
Sauce erkennt man den guten Koch.“

Manchmal stehlen die ursprünglich als Statisten
gedachten Beilagen dem eigentlichen Hauptdarsteller eines Gerichts
die Show und werden zu den wahren Publikumslieblingen. Ganz oft ist
das so, wenn es um Saucen geht. „Erfahrung, Fingerspitzengefühl,
Kreativität und viel Zeit sind die Voraussetzungen dafür, dass eine
Sauce entsteht, die am Ende der Mahlzeit mit Löffeln gegessen, mit
Brot aufgetunkt und heimlich abgeleckt wird“, wusste bereits der
französische Meisterkoch Auguste Escoffier. Er war überzeugt: „An der
Sauce erkennt man den guten Koch.“ Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe
des GENUSS.MAGAZINs alles über die wunderbar aromatische Welt der
Fonds und Saucen.

Außerdem erwarten Sie im GENUSS.MAGAZIN folgende spannende Themen:

– WEDER FISCH NOCH FLEISCH. Vegetarisch genießen.
– ANDERE LÄNDER, ANDERE SITTEN. Benimmregeln im internationalen
Vergleich.
– PESTO PRESTO. Das GENUSS.MAGAZIN verkostete zehn Pestos.
– SCHILCHER-COOKING. Im Reich des Blauen Wildbachers.
– REIF FÜR DIE INSEL. Erstaunliche Einblicke in die Küche
Sardiniens.
– MEERESKÜCHE. Die schwimmenden Küchen dieser Welt.

Die neue Ausgabe des GENUSS.MAGAZINs, wie immer im Doppelpack mit
GENUSS.wein.pur, ist jetzt im österreichischen
Zeitschriftenhandel erhältlich.

Anthony Bourdain – Eine Frage des Geschmacks

DMAX, Sonntag, 13.07. um 22:45 Uhr

Anthony Bourdain – Eine Frage des Geschmacks

Das große Fressen

Andere Länder, andere Sitten. Selten wurde einem Festmahl auf so außergewöhnliche Weise Respekt gezollt – noch bevor der Braten seinen Weg auf die gedeckte Tafel fand. Denn dem Schwein, das zu Ehren Bourdains in dieser Episode geschlachtet wird, bringen seine Häscher tatsächlich noch ein Ständchen vorab. Der armen Sau mag das wohl reichlich spanisch vorgekommen sein, trotzdem fand sie ihr jähes Ende in Portugal. Und zwar auf der Farm von Jose Meirelles, Anthonys gutem Freund und ehemaligen Chef. Die Gesangsdarbietung scheint dem Vierbeiner aber gefallen zu haben, denn Anthony wurde nur selten mit einem besseren Schweinebraten verwöhnt. Oder liegt es vielleicht am süffigen Portwein, dass Tonys Trip auf die iberische Halbinsel und seine anschließende Reise nach Frankreich zu einem richtig „großen Fressen“ wird?

Granatapfel und Olive: eng verbunden mit Zyperns Traditionen

Zwischen März und Dezember werden auf der drittgrößten Mittelmeerinsel die Granatapfel- und Oliven-Früchte geerntet. Beide seit dem Altertum wichtige Lebensmittel, deren Bedeutung in den Sitten, Bräuchen und Mythen der Zyprioten tief verwurzelt ist.

Sowohl der Granatapfel- als auch der Olivenbaum gedeihen besonders gut im trockenen, sonnigen Klima – daher bietet Zypern beiden Nutzpflanzen seit Jahrtausenden optimale Bedingungen. Dem Mythos nach soll keine geringere als die Göttin der Schönheit und Liebe, Aphrodite, den ersten Granatapfelbaum auf Zypern gepflanzt haben. Historiker nehmen an, dass er ursprünglich in Persien beheimatet war und sich nach und nach über den gesamten Mittelmeerraum ausgedehnt hat.

Als Sinnbild für Liebe, Fruchtbarkeit und Kinderreichtum ist der Granatapfel aufgrund seiner Vielzahl an Samen in vielen Ländern bekannt, auch auf Zypern. Seine Bedeutung im kultischen Gebrauch der Antike offenbaren alltägliche Gebrauchsgegenstände, die in den Museen der Insel zu besichtigen sind. In der Villa des Aion in Pafos haben Archäologen ein Mosaik frei gelegt, das den Gott Dionysos mit Granatäpfeln zeigt. Als Gastgeschenk und im Schmuckdesign ist die süße rote Leckerei bis heute sehr beliebt.

Auf den Olivenbaum trifft man auf dem Eiland der Aphrodite überall, von der Ebene bis ins Gebirge. Der berühmteste und mit rund 800 Jahren älteste steht im Dorf Anglisides an der Straße zwischen Lemesos und Larnaka. Sein Durchmesser beträgt 15 Meter. Bereits 3.000 Jahre vor Christus gab es schon Olivenbäume auf der drittgrößten Mittelmeerinsel – der Beginn der Speiseöl-Produktion wird auf 2.500 Jahre vor Christus datiert. Kinder werden auf der Insel von jeher nicht mit Wasser, sondern mit Olivenöl getauft. Sowohl die Bibel als auch der Koran erwähnen die Pflanze. Seit 1960 ziert der Olivenzweig als Symbol des Friedens die zypriotische Nationalflagge.

Wandern auf den Spuren von Graf Dracula

Auf geheimnisvolle Kulturlandschaften, urige Dörfer, Bären und Wölfe trifft man bei der Wikinger-Wanderrundreise „Karpaten, Klöster und Kirchenburgen“. Transsilvanien oder auch „Siebenbürgen“ liegt mitten in Rumänien, von den dicht bewaldeten Karpaten umschlossen. Das Land „jenseits der Wälder“ – so die wörtliche Übersetzung – wurde einst von deutschen Kolonisten, den „Sachsen“ entdeckt, die hier sieben Burgen bauten.

Auf den Spuren von Graf Dracula erwandern die kleinen Wikinger-Gruppen den Nationalpark Königstein, hören nachts die Wölfe heulen und besuchen das Dracula-Schloss Bran bei Kronstadt/Brasov, hier soll der Graf einst gelebt haben. Die Moldau-Klöster werden auf seit Jahrhunderten genutzten Pilgerpfaden erwandert und auch das mittelalterliche Schässburg/Sighisoara mit seiner gotischen Kirche, der Burganlage, den Wehrtürmen und den denkmalgeschützten Gassen wird gemeinsam erkundet. Und manches Mal denkt man, dass hier die Zeit einfach stehen geblieben ist. Die alten Sitten und Gebräuche werden bei einem Besuch mit anschließender Übernachtung eines typischen siebenbürgischen Bauernhofs lebendig. Auch in Hermannstadt/Sibiu, der Kulturhauptstadt 2007, spürt man den deutschen Einfluss, obwohl die deutschsprachige Bevölkerung heute nur noch eine verschwindende Minderheit darstellt.

Reisepreis und Termine 2007:
Karpaten, Klöster und Kirchenburgen, 15 Tage ab 1.498 Euro inkl. Flug, Halbpension, Wikinger-Reiseleitung. Termine von Mai bis September.

Butter Lindner, Berlin

Service Wüste Berlin? Oft hat man diesen Eindruck, wenn selbst ausländische Restaurants, die früher mal als die Servicegewinner galten, sich den deutschen Sitten und Gebräuchen angepasst haben ;-(

Ganz anders Butter Lindner im Steglitzer „Schloss“. Sonntags trotz großem Andrangs bei bester Laune und einem engagierten persönlichen Einsatz. So macht das Shoppen Spaß!

Butter Lindner gibt es in allen Berliner Bezirken und in Hamburg
www.lindner-esskultur.de

Andere Länder, andere Sitten

Auslandsreisen sind beliebt, ein Großteil der
Bundesbürger verbringt die Ferien nicht im eigenen Land. In den Reiseländern
versprechen traumhafte Landschaften, einheimische Tiere und Pflanzen sowie
kulinarische Genüsse meist ein einzigartiges Urlaubserlebnis.

Doch oft gelten in
fremden Ländern auch spezielle Sitten und Bräuche. Das Online-Reiseportal
Expedia.de untersuchte in seiner jüngsten Umfrage, wie die Deutschen zu den
landestypischen Gebräuchen stehen.

Ein wenig Abenteuer darf es schon sein
Der Großteil der Umfrageteilnehmer (31 Prozent) sucht das überschaubare
Abenteuer: In Destinationen wie Mexiko, Brasilien oder Südafrika stößt der
Reisende trotz touristischer Infrastruktur auf die Ursprünglichkeit des Landes.

Für 20 Prozent darf es noch ein wenig kulturfremder sein: Sitten und Bräuche
in Japan, Borneo oder Namibia machen den Urlaub für sie erst richtig interessant.
Die Türkei, Tunesien und Ägypten stehen bei den deutschen Urlaubern hoch im
Kurs – 21 Prozent fühlen sich hier im exotischen Ambiente bei groß geschriebener Gastfreundschaft besonders wohl.

Von schlürfenden Chinesen und alkoholisierten Briten
Manche landestypischen Sitten wirken auf den Urlauber eher irritierend. Als
besonders unangenehme Sitte empfinden die Deutschen (31 Prozent) das
Schmatzen, Schlürfen und Rülpsen chinesischer Genießer – dies gilt in
asiatischen Ländern als sicheres Zeichen, dass das Essen gut schmeckt.

Auf
Platz zwei landen mexikanische Delikatessen wie Heuschrecken und Würmer (19
Prozent) und das stundenlange Feilschen mit dem türkischen Teppichhändler
wird von den deutschen Urlaubern ebenfalls als eher lästig empfunden (16
Prozent).
Auch das Verhalten anderer Urlauber zehrt an den Nerven mancher Bundesbürger in den schönsten Wochen des Jahres.

Deutsche mögen freundliche Grüße und Familienverbundenheit
Bei der Frage, welche fremden Bräuche auch hierzulande eingeführt werden
sollten, gibt es gleich zwei Spitzenreiter: Das freundliche Grüßen, auch
unbekannter Personen, in Namibia (53 Prozent) und die italienische Familien-
verbundenheit (51 Prozent). Aber die Deutschen feiern auch gerne: 23 Prozent
würden am liebsten die brasilianische Art, den Karneval zu zelebrieren in die
Bundesrepublik importieren.*

(*bei diesen Fragen waren mehrere Antworten zulässig, so dass sich die
Prozentangaben jeweils auf die Gesamtzahl der Umfrageteilnehmer beziehen).