Salbei

Salbei in Butter angebraten. Dieser Duft weckt die
Sinne und erinnert an einen Urlaub in Italien. Das aromatische Kraut
mit leichter Kampfernote ist in der italienischen Küche
unverzichtbar. Ein Klassiker ist Saltimbocca: Feine Kalbsschnitzel
werden mit luftgetrocknetem Schinken und frischem Salbei belegt,
angebraten und mit Wein abgelöscht. Auch Pasta und Risotto,
Gemüsegerichte und Soßen auf Tomatenbasis lassen sich mit dem
Küchenkraut verfeinern. In Deutschland wird gerne Aal mit
Salbeiblättern abgeschmeckt, um ihn bekömmlicher zu machen.

Salbei gehört zur botanischen Familie der Lippenblütler und hat
seine Heimat im Mittelmeerraum. Der immergrüne Halbstrauch wird bis
zu 80 cm hoch und trägt längliche, gestielte Blätter mit einer
silbrig-filzigen Oberfläche. Neben dem Echten Salbei (/Salvia
officinalis/) werden noch einige andere Salbeiarten in der Küche
verwendet. Der Dalmatinische Salbei hat zum Beispiel eine angenehm
frische Note, während der Griechische Salbei etwas bitterer schmeckt.
Da das Gewürz ein starkes Eigenaroma hat, sollte es vorsichtig
dosiert werden. Die kleinen blauen Blüten eignen sich auch als
essbare Garnitur.

Salbei hat auch als Arzneipflanze eine große Bedeutung. Da wundert
es nicht, dass sich sein Name von dem lateinischen Wort „salvare“
für „heilen“ ableitet. Salbei lindert Erkältungsbeschwerden und
Zahnschmerzen, unterstützt die Verdauung und soll übermäßiges
Schwitzen eindämmen. Die Blätter enthalten ätherische Öle wie
Thujon und Kampfer, aber auch Gerbstoffe, Bitterstoffe und Flavonoide.

Im Garten bevorzugt der Salbei einen sonnigen Platz, am besten vor
einer Hauswand oder zwischen Steinen. Er braucht einen durchlässigen,
kalkhaltigen Boden. Die Pflanze vertreibt Läuse, Raupen und
Schnecken, sodass sie gerne um Gemüsebeete platziert wird. Der ideale
Erntezeitpunkt ist kurz vor der Blüte. Es empfiehlt sich, dass Kraut
handhoch über dem Boden abzuschneiden. Wenn nur einzelne Blätter
gezupft werden, sehen die Kräuter schnell „zerrupft“ aus. Frisch
schmeckt Salbei am besten, denn beim Trocknen geht viel Aroma
verloren. Wer die Blätter konservieren möchte, kann sie zwischen
dick mit Olivenöl bestrichene Alufolie legen und einfrieren.

Heike Kreutz

www.aid.de/inhalt/kraeuter-650.html

Zum Tauben Dogen

Zum Tauben Dogen: taubenkobel auf Sinnesreise im SUPERSENSE in Wien
Barbara Eselböck, Alain Weissgerber und Florian Kaps veranstalten vom 25. November bis 23. Dezember 2015 ein Spektakel der Sinne im Wiener Dogenpalast

„ZUM TAUBEN DOGEN“ – Exakt 124 Jahre nach „ZORANA“, dem weltberühmten Mädchen mit Bart, haben Wien und der Prater endlich wieder eine echte Sensation zu bieten: Vom 25. November bis 23. Dezember 2015 laden der taubenkobel und SUPERSENSE auf eine Sinnesreise in Wiens einzigartigen Dogenpalast in die Praterstraße 70. Barbara Eselböck und Alain Weissgerber haben diesen magischen Ort und die verrückte Mischung aus Druckwerkstatt, Kaffee, Plattenstudio, Geruchslabor und analogem Delikatessladen bei einem Wien-Besuch im Sommer entdeckt und mit Florian Kaps ein spektakuläres Konzept entwickelt: Exakt 25 Tage lang wird die Stadt mit einer intensiven Kombination einzigartiger Zutaten, Veranstaltungen und Gästen zum ersten Mal so richtig eingekocht. Neben einer Frühstücks- und Tageskarte, einem Punsch- & Maronistand sowie SUPERSENSE Klassikern wird es Montag bis Samstag Abend die Möglichkeit geben, den Tauben Dogen für ganz besondere private Veranstaltungen und Weihnachtsfeiern zu buchen. Die beeindruckenden Räumlichkeiten sind für Gruppen mit bis zu 80 Personen ausgerichtet, inklusive eines Chefs Table für 25 Personen. Zur Auswahl stehen abends mehrgängige Menüs in drei Varianten mit oder ohne Weinbegleitung, auf Anfrage kann die Menüfolge auch individuell zusammengestellt werden. „Warum SUPERSENSE? Weil der Dogenpalast ein faszinierender Ort ist, voll kreativer Menschen, Handwerk, Visionen und Produkten, die perfekt zur Welt des taubenkobel passen und von uns zu einem neuen Ganzen zusammengefügt werden“, so Barbara Eselböck und Alain Weissgerber. „Zum Tauben Dogen wird in berühmter taubenkobel Tradition ohne Schnörkel oder Umschweife mit biologischer Küche und besten Produkten, die im Hier und Jetzt wachsen, auf alle fünf Sinne der Wiener abzielen.“

Dass auch wirklich kein Sinn zu kurz kommt, dafür sorgt ein täglich wechselndes Rahmenprogramm aus Workshops, Live Musik, Verkostungen, Studio Sessions und Lesungen. „In einer immer schnelleren, immer digitaleren Zeit, ist es allerhöchste Zeit, neue Wege zu gehen, wieder einmal alle Nerven und Sinne blank zu legen, zu entstauben, zu elektrisieren und genussvoll alle Erwartungen zu übertreffen. Genau das haben Barbara, Alain und ich uns in den Kopf gesetzt und genau das werden wir mit unseren Teams im „Zum Tauben Dogen“ jeden Tag verwirklichen“, versichert SUPERSENSE Gründer Florian Kaps.

Zum Tauben Dogen
25. November bis 23. Dezember 2015
Praterstraße 70, 1020 Wien
Mo-Sa von 9:30-18:00 Uhr
Abend-Palastveranstaltungen Mo-Sa von 19:00-24:00 Uhr (nur gegen Voranmeldung!)
Reservierungen & individuelle Anfragen für Abendveranstaltungen unter Tel. 02684/2297

www.zum-tauben-dogen.com

Stefan Lenz ist "Koch des Jahres"

Der mit 12.000 dotierte Preis „Koch des Jahres“ wurde heute an den 32-jährigen Küchenchef des Hotel Tennerhof in Kitzbühel, Österreich verliehen. Mit der Auszeichnung wird der gebürtige Vorarlberger für seine herausragenden Leistungen im Wettbewerb der Spitzengastronomie geehrt. Er setzte sich im Finale gegen sieben Konkurrenten aus Deutschland und der Schweiz durch. „Lenz hat Aromen in ganz hoher Form präsentiert und diese sehr gelungen kombiniert. Man merkt, dass er seinen Stil gefunden hat und diesen konsequent umzusetzen weiß,“ begründet Juror Christopher Wilbrand die Entscheidung der Fachjury.
Das Drei-Gang-Menü mit einer Vorspeise aus Huchen, Haferwurzel und Haselnuss, einer Hauptspeise aus Reh, Essigzwetschge und Löwenzahn und das Dessert aus Waldklee, Kernöl und Moosbeere überzeugte die international besetzte Jury. Unter Vorsitz von Dieter Müller, Präsident des Wettbewerbs, bewerteten neun Juroren die Leistungen der Kandidaten, darunter Thomas Bühner (La Vie, Osnabrück/D), Oriol Castro (Disfrutar, Barcelona/ES), Sebastian Frank (Horváth, Berlin/D) und Gastrokritiker Wolfgang Fassbender.
Dieter Müller lobte das durchweg hohe Niveau des Finales: „Die Teilnehmer haben in Handwerk, Ästhetik und Vielfalt absolute Spitzenleistungen erbracht. Es wurden sehr schöne Teller serviert.“ So war dann auch die Entscheidung denkbar knapp: Nur ein Punkt Unterschied trennte den Sieger vom Zweitplatzierten Cornelius Speinle, Küchenchef im Restaurant Drei10 Sinne im schweizerischen Schlattingen. Sven Pietschmann, zweiter Küchenchef im Restaurant Fährhaus auf der Insel Sylt in Deutschland wurde auf den dritten Platz gewählt.

Neben dem Titel „Koch des Jahres“ wurden auf der Veranstaltung Ehrenpreise für besondere Leistungen verliehen. So erhält der Sieger neben dem Preisgeld eine kulinarische Chinareise von Saro. Sven Pietschmann wurde für das beste Tapas-Rezept mit dem Friesisch Tapas Award von Friesenkrone ausgezeichnet. Der Preis „Spirit of the Competition“ by Electrolux honoriert besonderen Teamgeist im Wettbewerb und ging an den Zweitplatzierten Cornelius Speinle. Mit jeweils einer J1-Revolution-Kochjacke für Koch und Assistent ist der Innovationspreis von Jobeline für besondere technische Raffinesse dotiert, der an Matthias Pietsch vom Restaurant Lago in Ulm verliehen wurde. Der Dr. Schnell-Preis für hygienisches Kochen auf Spitzenniveau ging an Jens Hildebrand vom Restaurant Tim Raue in Berlin und „The dish above and beyond“ by Ron Zacapa zeichnete Cornelius Speinle für das beste Foodpairing mit Rum aus. Speinle wurde außerdem mit dem Preis der „Better Dessert Initiative“ by Langnese/Servicebund für das beste Dessert geehrt. Der Preis „United Against Waste“ wurde an Jens Hildebrand verliehen, der den geringsten Lebensmittelabfall produzierte.

Bereits zum dritten Mal wird auf der weltgrößten Foodmesse Anuga in Köln das Finale des internationalen Kochwettbewerbs ausgetragen. Zur Teilnahme aufgerufen waren Köche aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. Aus über 400 Bewerbungen wurden Kandidaten ausgewählt, die in vier Vorentscheiden in Hamburg, Köln, Wien und Achern im Schwarzwald gegeneinander antraten. Dort musste, wie auch auch im Finale, in fünf Stunden ein Drei-Gang-Menü in sechsfacher Ausführung zubereitet werden, das einen Warenwert von je 16 Euro nicht übersteigt.

Übersicht der Finalisten
Jens Hildebrandt (Restaurant Tim Raue, Berlin/D)
Stefan Lenz (Hotel Tennerhof, Kitzbühel/A)
Matthias Pietsch (Lago, Ulm/D)
Sven Pietschmann (Restaurant Fährhaus, Sylt/D)
Ivan Prieto Caneda (Landhaus Kuckuck, Köln/D)
Cornelius Speinle (Drei10 Sinne, Schlattingen/CH)
Simon Stirnal (Restaurant Schloss Loersfeld, Kerpen/D)
Florian Volke (Opus V, Mannheim/D)

Das Rote Höhenvieh

Das Rote Höhenvieh wurde als 55. Passagier in die Slow Food Arche des Geschmacks aufgenommen. Ganz im Sinne seiner sehr speziellen Gefährdungssituation wird das Rote Höhenvieh von zwei Slow Food Convivien unterstützt: Slow Food Sauerland und Slow Food Regensburg-Oberpfalz.

Das Rote Höhenvieh
Das einfarbig rotbraune, mittelgroße Rote Höhenvieh war früher als klassisches Dreinutzungsrind (Milch, Fleisch und Zugleistung) in jeder Mittelgebirgsregion zu Hause, meist mit einer eigenen regionalen Ausprägung. Der Wegfall der Nutzung als Zugtier infolge der Mechanisierung und die einseitige züchterische Selektion anderer Rassen – entweder nur auf Milch- oder nur auf Fleischleistung – haben im 20. Jahrhundert zu seiner Verdrängung geführt. So zählt das Rote Höhenvieh heute zu den extrem gefährdeten Rassen.

Aber vieles spricht für eine Renaissance dieser genügsamen und robusten Rinderrasse, zum Beispiel in arbeitsextensiver Viehhaltung in der Nebenerwerbslandwirtschaft. Die Tiere zeichnen sich durch gute Konstitution aus, sind leicht kalbend, sehr mütterlich und gelten als ideale Partner in der Mutterkuh-Haltung. Die Rasse Rotes Höhenvieh beeindruckt in extensiver Haltung durch gute Masteigenschaften und bildet ein feinfaseriges, leicht marmoriertes, schmackhaftes Fleisch.

Hier finden Sie eine detaillierte Beschreibung des neuen Arche-Passagiers: http://www.slowfood.de/rotes_hoehenvieh

Die Arche des Geschmacks wurde 1996 ins Leben gerufen, um fast vergessene traditionelle Lebensmittel, die in Gefahr sind, völlig zu verschwinden, zu katalogisieren und bekannt zu machen, nach dem Motto: Essen, was man retten will. Denn was nicht gegessen wird, wird nicht nachgefragt, kann also nicht verkauft werden, und wird deshalb nicht hergestellt. Weltweit beherbergt die Arche derzeit über 2.000 Lebensmittelprodukte, die so genannten Arche-Passagiere, in Deutschland gibt es derzeit 54. Die große Mehrheit der Passagiere sind vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen und Nutzpflanzensorten. Die kleinere Gruppe sind handwerklich hergestellte Lebensmittel wie Wurst – und Käsespezialitäten, die nur noch von wenigen Produzenten erzeugt werden. Die Arche will die letzten verbleibenden Produzenten dieser Spezialitäten unterstützen und das traditionelle Wissen – Teil unseres wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Erbes – bewahren.

In Göteborg wird der Grill-Weltmeister ermittelt

Anfeuern, schnuppern und die besten Grill-Tipps mit nach Hause nehmen. Wenn am 13. und 14. Juni 2015 die Grill-Weltmeisterschaften in Heden in Göteborg stattfinden, gibt es etwas für alle Sinne zu erleben. Grillmenüs aus aller Welt können erschnuppert und probiert und der weltweit größte Grill bestaunt werden. Etwa 70 Teams aus allen Ecken der Welt werden hier in sechs verschiedenen Kategorien um die begehrten Titel kämpfen – übrigens zum ersten Mal in Schweden. Darüber hinaus werden ein Unterhaltungsprogramm sowie inspirierende Ausstellungen rund um das Grillen geboten. Der Eintritt ist übrigens gratis! Ein weiterer Pluspunkt: Die Veranstaltungsfläche Heden befindet sich mitten in Göteborg, sodass der Besuch der WM perfekt mit anderen Sehenswürdigkeiten oder dem aufregenden Nachtleben der Stadt verbunden werden kann.

Weitere Infos zur Grill-WM gibt es unter www.grillframjandet.se/world-championship-bbq-2015.

Genussfestival Südtirol 2015

Unter dem Motto „Hier feiern Ihre Sinne!“ findet vom 29. bis 31. Mai 2015 zum dritten Mal das Genussfestival Südtirol in Bozen statt. Im Mittelpunkt stehen die 15 Produkte, die das Qualitätszeichen Südtirol tragen – vom typischen Speck bis zu Bier, Honig oder Kräutern. Aber es geht um mehr als nur das Probieren und Schmecken: Qualität, Genuss und Regionalität sind Werte, für die Italiens nördlichste Region steht.

Erlebnis für die Sinne
Drei Tage lang werden auf und rund um den Bozner Waltherplatz die Sinne gefordert: Auf der Genussmeile laden über 30 einheimische Produzenten zum Kosten ihrer regionalen Erzeugnisse wie frischem Gemüse und knackigem Schüttelbrot ein. Besucher können Köchen und Bäckern über die Schulter schauen, lernen die Vielfältigkeit der Südtiroler Produkte kennen und nehmen einfallsreiche Rezepte mit nach Hause. Beim Sektfrühstück „Swinging Bubbles“ im Parkhotel Laurin servieren einheimische Sektproduzenten Kostproben aus ihrer kleinen, aber qualitativ hochwertigen Produktion an Schaumweinen, während die Südtiroler Wineparty im verwunschenen Garten des Hotels einen entspannten Ausklang bietet. Bierliebhaber wiederum können sich auf dem „International Craft Beer Meeting“ im Schloss Maretsch mit Experten über ihre große Leidenschaft und das Bierbrauen als Handwerk austauschen.

Von der Milchwiese bis zur Backstube
In fünf „Produktwelten“ vermitteln interaktive Informationsstände rund um den Waltherplatz, wie Südtiroler Qualitätsprodukte gewonnen und verarbeitet werden. Auf vier kleinen Bühnen zeigen Köche den Besuchern, wie sie diese Produkte in ein passendes Gericht für „Brunch“, „Lunch“, „Sweet Break“ und dem in Italien üblichen „Aperitivo“ verwandeln können. Mit dabei ist auch die deutsche Food-Bloggerin Mel Buml, die auf ihrem Blog GourmetGuerilla Rezepte und Restaurants vorstellt. Sie entlockt vor Ort den Köchen und Produzenten noch mehr Details zu den Produkten.

Außerdem bietet das Genussfestival in diesem Jahr Anlass, ein Jubiläum zu feiern: Seit 10 Jahren steht das Qualitätszeichen „Qualität Südtirol“ für geprüfte Qualität bei landwirtschaftlichen Produkten und Lebensmitteln. Als Erkennungsmerkmal für den Verbraucher bürgt es für die Herkunft aus Südtirol und für eine Qualität, die deutlich höher ist, als es der gesetzliche Standard vorsieht.

Apfel, Speck und Wein
Die verschiedenen Apfelsorten, der Südtiroler Speck und die ausgezeichneten Weine sind drei Produkte, die aus der Region nicht mehr wegzudenken sind und die europäische Ursprungsbezeichnung g.g.A. bzw. DOC tragen. Dreizehn Apfelsorten reifen im alpin-mediterranen Klima der Region. Und die rund 300 Sonnentage im Jahr schmeckt man bei jedem Bissen. Auch in der Zubereitung zeigt sich Südtirol vielseitig: Wie wäre es mit einem Apfelbrot oder Apfelrisotto? Genau wie der Apfel gehört auch der Südtiroler Speck zu den Produkten, die das EU-Gütesiegel tragen. Das Besondere: Er vereint die mediterrane und alpine Herstellungsweise – die Lufttrocknung aus dem Mittelmeerraum und das Räuchern aus dem Norden. Südtiroler Speck passt jedoch nicht nur in die rustikale, traditionelle Küche. Er findet sich auch in den Kreationen der Gourmetköche. Zu jedem Gericht gibt es selbstverständlich auch den passenden Wein – die Region ist für ihre Dichte an Spitzenweinen mit der DOC-Klassifizierung weltweit bekannt.

Südtirol hat kulinarisch viel zu bieten, die Südtiroler Qualitätsprodukte sind dabei die wichtigsten Zutaten – auch in der gehobenen Küche: Einen Überblick über die vom Gourmetführer Gault Millau bewerteten 180 Restaurants und Hotels gibt die neue App „GaultMillau Gourmet Guide Südtirol“: https://itunes.apple.com/at/app/gaultmillau-gourmetguide-sudtirol/id953024271?mt=8.

Expo Milano 2015
Wer noch tiefer in das Thema Ernährung und Genuss einsteigen möchte, kann das Genussfestival leicht mit einem Abstecher nach Mailand zur Expo Milano 2015 verbinden: Von Anfang Mai bis Ende Oktober wird sich Südtirol im italienischen Pavillon mit dem Expo-Thema „Feeding the Planet, Energy for Life“ auseinandersetzen. Wie stellt man sicher, dass Nahrungsmittel auf der Welt gleichmäßig verteilt werden? Hat nicht jeder Mensch ein Recht auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung? Spannende Fragen auch für Südtirol – beschäftigt sich das Land doch grundsätzlich mit dem Thema Lebensqualität, der ein nachhaltiger Umgang mit der Natur und ihren Rohstoffen zugrunde liegt.

www.genussfestival.it

Andre Jaeger und Florian Gilges

Kulinarik im Park Weggis

Wald, Wiese, See. Das ist der Dreiklang, ohne den nichts in den erstklassigen Küchen des Park Weggis am Vierwaldstättersee funktionieren würde. Fleisch, Gemüse, Kräuter, Fisch, erlesene Weine – nur mit hervorragenden Zutaten können die Küchenchefs der verschiedenen Restaurants außergewöhnliche Geschmackserlebnisse auf die Tische zaubern. Klarer Favorit bei den Gästen: das jüngste Kind in der Familie der Restaurants, der Park Grill. Seit nunmehr einem Jahr werden dort Fleisch, Fisch und Krustentiere zubereitet. Einfach, aber raffiniert. Im Mittelpunkt steht das Produkt und das ist außergewöhnlich.

Zum gelungenen Konzept des Park Grill maßgeblich beigetragen hat André Jaeger, einer der angesehensten Spitzenköche der Schweiz, mit einem Michelin Stern dotiert und seit zwanzig Jahren mit 19 GaultMillau-Punkten prämiert. Zum ersten Geburtstag laden er und das Park Weggis am 19. April 2015 zu einem Menü der Highlights ein: Nach einem Sparkling Apéritif in der Vinothek geht es zum Fünf-Gang-Dinner mit den gefragtesten Klassikern des Park Grill. Und Sommelier Markus Jehnichen hat dazu die perfekte Wein-Symbiose im Angebot: Amerikanische Top-Weine, alle mindestens mit 90 Parker-Punkten ausgezeichnet.

Doch der Grill ist nicht das einzige spannende kulinarische Angebot in dem luxuriösen Haus am See, das in diesem Jahr sein 140-jähriges Bestehen feiert. Und es muss nicht immer das noble Menü sein, das die Gäste beeindruckt, wie Hoteldirektor Peter Kämpfer sagt: „Viele unserer Gäste sind daran interessiert, was hinter den Kulissen unserer vielfach prämierten Restaurants vor sich geht.“ Und: Sie wollen etwas lernen über die Produkte, die sie auf ihrem Teller finden. Dafür extra ins Leben gerufen wurde die „Backstage Party“, die am 24. April 2015 einen Blick in die Katakomben des Fünf-Sterne-Superior-Hotels gewährt und auch einige Köstlichkeiten bereit hält.

Küchenchef Florian Gilges befriedigt diese Neugier auch mehrfach im Jahr – immer der Zeit und ihrem Angebot entsprechend. Im März zum Beispiel lehrt der Koch, der mit 15 GaultMillau-Punkten ausgezeichnet ist, seine Gäste, ein frühlinghaftes Menü rund um das Thema „Wald und Wiese“ zu kochen. Von 10 Uhr morgens an steht er mit den Hobbyköchen am Herd und zeigt ihnen nicht nur Tipps und Tricks eines hervorragenden Handwerkers, sondern verrät auch die eine oder andere Zutat für ein schmackhaftes Extra. Zusammen mit den anderen Teilnehmern wird das Menü am Abend verkostet.

Wer nicht selbst am Herd stehen will, kann die Küchen der verschiedenen Restaurants und deren Meister bei einer Küchensafari kennenlernen. Dabei tafeln die Gäste am Ort des Geschehens – in der Küche. Und können den Köchen über die Schultern schauen, während diese die einzelnen Gänge der Safari zubereiten.

Wein und Käse – das sind die perfekten Begleiter und der perfekte Ausklang eines perfekten Menüs. Eine ganz besondere Wein-Degustation für die Sinne bietet Sommelier Jehnichen an: „Wine in the dark“. Während einer Stunde werden den Gästen fünf verschiedene Weine in der abgedunkelten Vinothek serviert. „Dadurch werden der Geruchs- und Geschmackssinn intensiviert, neue Düfte und Geschmäcker überraschen den Gaumen“, so der Fachmann. Da stellt sogar ein Weinprofi mitunter neue Nuancen in einem edlen Tropfen fest. Ebenfalls ein Fest für die Sinne: Fünf Käse-Gänge mit passenden Ingredienzien und umfangreicher Brotauswahl, dazu fünf perfekt abgestimmte Weine – im Gewölbekeller der Vinothek.

Kolja Kleeberg & Hans-Peter Wodarz

PALAZZO gastiert wieder an der Spree! Mit der Dinner-Show kehren auch die Singing Waiters, die ebenso sangesfreudige wie stimmgewaltige Service-Crew, die den Berliner PALAZZO bereits in den Spielzeiten 2007/08 und 2008/09 zum Klingen brachte, mit neuer Show und neuer Musik in den Spiegelpalast zurück. Aufgrund der fortgeschrittenen Bauarbeiten am Humboldtufer und der Neugestaltung des Geländes dort, lädt PALAZZO seine Gäste zukünftig an der Berliner O2 World zu erlesener Kochkunst und furiosem Entertainment ein – die neue Adresse des Spiegelpalastes lautet Mildred-Harnack-Straße 1.

Köstlichkeiten für den Gaumen und ein großartiges Showprogramm, das gleich mehrere Sinne anspricht – darauf können sich die PALAZZO-Besucher freuen. Die einzigartige Mischung aus Haute Cuisine und erstklassigem Entertainment macht den Besuch im Kolja Kleeberg & Hans-Peter Wodarz PALAZZO zu einem einmaligen Erlebnis. Mit seiner ganz besonderen und nostalgisch anmutenden Atmosphäre ist der PALAZZO-Spiegelpalast ein Ort, an dem man sich für mehrere Stunden verwöhnen und auf kurzweilige Art unterhalten lassen kann.

Neben den singenden Kellnern gibt es noch ein weiteres Comeback zu feiern – diesmal nicht auf dem Rund der Bühne, sondern auf dem des Tellers: Die Ente ist zurück! Nachdem das Federtier in der zurückliegenden Spielzeit zum ersten Mal nicht auf der Berliner PALAZZO-Speisekarte stand, lässt Sternekoch Kolja Kleeberg als Hauptgang nun rosa gebratene Entenbrust und geschmorte Keule mit Egerlingen, Perlzwiebeln, Speck-Bâtonnets und Spinat-Törtchen auftragen. Und auch die weiteren Gerichte seines neuen Vier-Gang-Menüs lassen kulinarisch keine Wünsche offen und reichen von gebeiztem Ikarimi-Lachs mit Rote Bete, Sauerrahm und Dill über orientalische Linsensuppe mit Petersilien-Minz-Falafel und Joghurt bis zu einem köstlichen Dessert aus einem gebrannten Schokoladen-Brownie mit Pistaziencrème, Exotic-Sorbet und Bitterorangenschaum. Und für alle, die lieber auf Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte verzichten möchten, hat Kolja Kleeberg natürlich auch wieder eine vegetarische Variante seines Menüs kreiert.

Zu diesen Highlights aus der Küche servieren die Singing Waiters das neue Showprogramm ALL YOU CAN SING! Sie selbst sind begnadete Multitalente: Zuvorkommende Servicekräfte, die immer den richtigen Ton treffen und großartige Sänger, die sich aufmerksam um das Wohl der Gäste kümmern. Stimmgewaltig führen die sieben Sängerinnen und fünf Sänger durch das diesjährige Showprogramm – mit Charme und Temperament singen sie sich in die Herzen des Berliner Publikums.

Überall im Spiegelpalast liegt also Musik in der Luft und schon nach kurzer Zeit stimmen auch die Gäste fröhlich in die Songs mit ein. Der Start für einen perfekten Abend voller Zerstreuung und Genuss – würde nicht auf einmal der neue Oberkellner, Monsieur Lutz, mitten im Spiegelpalast stehen: Er hasst Musik – und Gäste ebenso. Sein Motto lautet: “Wir wollen bringen, nicht singen!“ Das sonst so harmonische und fröhliche PALAZZO-Team ahnt, dass ihm freudlose Zeiten bevorstehen und übt sich in Widerstand. Einzig Serviceleiterin Chantall will die Situation noch nicht verloren geben und bemüht sich leidenschaftlich, in Monsieur Lutz die Liebe für die Musik (und die Gäste) zu wecken.
Neben einer Menge herzerwärmender Musik – unterstützt von der herausragenden PALAZZO-Band – werden bei ALL YOU CAN SING! brillante Artisten und grandiose Künstler präsentiert. Gemeinsam mit ihnen gehen die Gäste auf eine energiegeladene, tempo- und abwechslungsreiche Reise, die Genuss für alle Sinne garantiert: Das Duo ARS an den Strapaten, Kilian Caso, Meister der Balance auf dem Seil, die Mustache Brothers, die Slapstick und artistisches Können vereinen, Jonglagekünstler Paul Ponce Luftakrobatin Yuliya Raskina und das Kontorsionistinnen-Duo Vilja.

Die einzige Frage, die bleibt: Wird es Chantall gelingen, das Herz von Oberkellner Monsieur Lutz zum Klingen zu bringen? Versöhnung oder Revolte – wie wird der Abend enden?
Das Antwort darauf erhalten die PALAZZO-Gäste bis zum 8. März 2o15 von Dienstag bis Sonntag im Spiegelpalast an der O2 World. Showbeginn ist dienstags bis samstags um 19:30 Uhr, sonntags um 18:00 Uhr, montags ist spielfrei. Tickets sind ab 79 € (Show inkl. 4-Gang-Menü) telefonisch unter der Service-Hotline 01806 – 388 883* oder online unter www.palazzo.org erhältlich.

STADT LAND FOOD

Gutes Essen ist ein Fest. Gutes Essen bekommt ein Festival.

Vom 2. bis 5. Oktober verwandelt das erste Stadt Land Food-Festival den Kiez rund um die Kreuzberger Markthalle Neun in ein großes Kulturfest für alle Sinne. Im Fokus des vielfältigen Programms für die ganze Familie steht die Frage nach der globalen wie lokalen Zukunft unserer Lebensmittel.

„Stadt Land Food versteht sich als Schnittstelle zwischen Stadt und Land, zwischen Bauern, Produzenten, Köchen und Konsumenten – immer unter Betrachtung der ethischen, ökologischen und ökonomisch fairen Voraussetzungen der Lebensmittelproduktion“, beschreibt Florian Niedermeier, einer der Geschäftsführer der Markhalle Neun und Mit-Initiator von Stadt Land Food die Idee des Festivals im Gourmet Report Gespräch. „Die Rückbesinnung auf eine bäuerliche Landwirtschaft und handwerkliche Lebensmittelproduktion spielen dabei eine sehr wichtige Rolle.“

Programm-Highlights
Davon kann man sich unter anderem auf dem großen Produzentenmarkt und dem Streetfood-Festival überzeugen, wo über 100 Händler kulinarische Highlights präsentieren. In insgesamt neun Werkstätten kann sämtliches Lebensmittelhandwerk von der Bäckerei, Käserei, Brauerei bis hin zur Wein-, See-  und Bergverkostung und zur Wurstwerkstatt erlebt werden. Auch etwa 30 umliegende Kneipen werden eingebunden und zum Schauplatz von Verkostungen, Lesungen, Kunstinstallationen und Diskussionen.

Auf dem Wir-haben-es-satt-Kongress der gleichnamigen Kampagne vom Agrarbündnis Meine Landwirtschaft (Demeter, BUND, Sarah-Wiener-Stiftung, Slow Food u.v.a.m.) diskutieren und erarbeiten Experten und Publikum in Workshops, Seminaren und Arbeitsgruppen die wichtigsten Themen für eine agrarpolitische Wende.

Auch filmisch wird das Thema Essen im Festival beleuchtet: So zeigt das Eiszeit Kino eine Auswahl der Filme des Kulinarischen Kino der Berlinale, in andernen Spielstätten werden eine außergewöhnliche Filmreihe in Kooperation mit dem dokumentART-Festival in Neubrandenburg, die Filme des Kurzfilmwettbewerbs “Trilogie8 – Stadt isst Land” sowie eine Folge aus Lola Randls (“Die Erfindung der Liebe”) charmanter Doku-Serie „Landschwärmer“ (WDR/Einsfestival) gezeigt.

Der engen Verbindung zwischen Musik und Kochen wird Johannes Paetzold (Radioeins, Petzolds Pop Cuisine) drei Tage lang im Auster Club auf die Spur gehen. Bei der Record Release Party des Londoner DJs und Cevicheria-Besitzers Martin Morales kann man kann den Abend bei Musik und einem guten Drink ausklingen lassen.
Mit einem umfangreichen Kinderprogramm lernen die jungen Gäste spielerisch, wieder ihr Bewusstsein für Lebensmittel zu schärfen. So kann z.B. im Kochatelier der Festival-Kita vom Kartoffeldruck bis zum Einkochen das Programm selbst mitgestaltet werden.

STADT LAND FOOD
Festival für gutes Essen und gute Landwirtschaft!
2. bis 5. Oktober rund um die Markthalle Neun

www.stadtlandfood.com

Anständig essen

Gegen den Verlust der Sinne

In Bad Hofgastein findet Ende März das 2. Food-Symposium »Anständig essen« mit prominenten Streitern für eine bessere Lebensmittelwelt statt. Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Praxis widmen sich zwei Tage lang dem Thema Kinderernährung. Denn es geht um die Wurst!

Du bist, was du isst. MickyMaus-Teller, Fischstäbchen, Chicken Nuggets. Unsere Kinder ernähren sich mehr und mehr von industriell gefertigten Nahrungsmitteln, Fastfood und Zucker. Was bedeutet das für ihre Zukunft und die unserer Gesellschaft? Gibt es noch Möglichkeiten und Wege, korrigierend einzugreifen und den drohenden Gesundheits-Kollaps abzuwenden oder haben wir unsere Kinder schon aufgegeben? Fragen, denen Gastgeber Christian Seiler mit prominenten Mitstreitern für eine bessere Ernährung beim 2. Gasteiner Food-Symposium »Anständig essen« auf den Grund gehen wird. Letztes Jahr ganz im Zeichen der Regionalität ist es nun der Kinderernährung gewidmet und offen für Profis und Interessierte. Von Freitag bis Samstag, 28. und 29. März 2014, in Bad Hofgastein.

Tag eins des Symposiums steht ganz im Zeichen der Gespräche. Hans-Ulrich Grimm, führender deutschsprachiger Kritiker der Nahrungsmittelindustrie, wird darüber referieren, wie die »Zuckermafia uns und unsere Kinder krank macht«. Slow-Food-Wien-Chefin Barbara van Melle erzählt von ihren – nicht so positiven – Erfahrungen mit Schule und Politik, und Ernährungswissenschafterin Hanni Rützler zeigt ihre Wege, wie Kinder essen lernen. Eine Podiumsdiskussion zum Thema »Haben wir unsere Kinder aufgegeben?« mit allen Referenten sowie mit dem Gastronomen Sepp Schellhorn und der Journalistin Elisabeth Ruckser steht im Anschluss am Programm. Ein Forderungskatalog an die Politik, in den die Wünsche des Publikums einfließen, soll das Ergebnis dieses Tages sein.

Tag zwei gilt den praktischen Genüssen. Die mitreißende Roswitha Huber von der »Schule am Berg« bäckt mit ihren Gästen Sauerteigbrot, und Käsespezialist Stephan Gruber bittet zum Käseseminar mit Kostproben feinster und perfekt gereifter Rohmilchkäse. Zum labenden Abschluss kocht Sepp Schellhorn für Kinder und Eltern sein Kindermenü, wobei er einen genussvollen Bogen um Fett-, Salz- und Zuckerbomben macht. Eine Lesung ausgesuchter Kinderliteratur lädt dabei die Kinder zum »Essen & Trinken und möglicherweise auch zum Ausspucken und Davonlaufen«.

»Anständig essen« ist ein jährlich wiederkehrendes Symposium, das für die Region und darüber hinaus impulsgebend sein soll.

ANSTÄNDIG ESSEN – FOOD-SYMPOSIUM IN BAD HOFGASTEIN
Freitag & Samstag, 28. bis 29. März 2014

www.anstaendigessen.com