Wer macht den leckersten Rhöner Presssack?

Beim 7. Rhöner Wurstmarkt am 11./12. Oktober findet erstmals Wettbewerb um den besten Rhöner Presssack statt – Ehrgeiz der Rhöner Metzger zusätzlich angestachelt – Fachkundige Jury bewertet die Proben

Das Beste, was Wurstkessel, Backofen, Sudkessel und Destille hergeben, kredenzt das Rhöner Handwerk bereits zum siebten Mal beim Rhöner Wurstmarkt am 11. und 12. Oktober im Luftkurort Ostheim v.d. Rhön. Erstmals fordert ein Wettbewerb um den besten Rhöner Presssack den Ehrgeiz der Metzger zusätzlich heraus.

Fachkundige Jury bewertet nach DLG-Richtlinien
Der Rhöner Wurstmarkt ist bekannt für handwerklich erzeugte regionale Spezialitäten und für seine Produktvielfalt, womit die Openair-Feinschmeckermesse in den vergangenen Jahren bereits viele Tausend Besucher auf die malerische Marktstraße der Stadt Ostheim gelockt hat. Zu den traditionellsten Wurst- und Schinkenspezialitäten im Land der offenen Fernen zählt der Rhöner Pressack bzw. der Fuldaer Schwartenmagen, wie er im hessischen Teil der Rhön genannt wird. Erstmals sind die auf dem Rhöner Wurstmarkt vertretenen Metzger eingeladen, eine Kostprobe ihres Presssacks für die Bewertung durch eine fachkundige Jury bereitzustellen. Beurteilt wird die Wurst nach dem bewährten Fünf-Punkte-Schema der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG). Benotet werden neben Aussehen, Farbe und Farbzusammensetzung vor allem Konsistenz und Geruch. Auch das Herrichten der Kostprobe wird streng beäugt, bevor es an die eigentliche Verkostung geht. Der Geschmack bildet den letzten Punkt der Bewertung und wird genau wie die anderen Kriterien nach einem Fünf-Punkte-System mit den Punkten 0 (ungenügend) bis 5 (sehr gut) eingestuft.

Prämierung am Wurstmarkt-Sonntag
Um ein objektives Ergebnis zu erhalten, setzt sich die Jury aus verschiedensten Branchen zusammen. Vertreten sind ein Repräsentant des Metzgerhandwerks, ein Konsument sowie ein Küchenmeister. Alle drei bringen das notwendige Fachwissen und die Objektivität mit, um letztendlich am Wurstmarkt-Sonntag um 11.00 Uhr vor dem Rathaus den besten Presssack zu küren. So haben die Besucher noch Gelegenheit, sich selbst von der Qualität des prämierten Produkts zu überzeugen.

Der 7. Rhöner Wurstmarkt findet am 11. und 12. Oktober 2014 jeweils von 10 bis 18 Uhr in Ostheim v. d. Rhön statt. Neben Verkostung, Verkauf und Vorführungen sorgen Livemusik, Kinderprogramm, Kirchenburgführungen und verkaufsoffener Sonntag für Unterhaltung bei Groß und Klein.

Das vorläufige Programm und weitere Informationen sind unter www.rhoener-wurstmarkt.de zu finden.

Rhöner Wurstmarkt

Die Rhön, das Land der offenen Fernen im Herzen Deutschlands, ist nicht nur bekannt für sein Kreuzbergbier und das Segelfliegereldorado Wasserkuppe, sondern auch für seine Wurst- und Schinkenspezialitäten. Die Metzgerskunst hat in den Dörfern und Städtchen des Mittelgebirges seit jeher Tradition, Hausschlachtungen sind bis heute keine Seltenheit. Denn die weiten Kuppen der Rhön bieten Rinder-, Schaf- und Ziegenherden reichlich Platz und feinstes Futter durch die artenreiche Flora des Biosphärenreservats.

Die unglaubliche Vielfalt an Wurst- und Schinkenspezialitäten präsentiert bereits zum siebten Mal der Rhöner Wurstmarkt am 11. und 12. Oktober 2014 im Luftkurort Ostheim vor der Rhön. Wie in den Vorjahren werden rund 20.000 Besucher entlang der malerischen Marktstraße bummeln und an 50 rustikalen Holzhäuschen die ausschließlich handwerklich erzeugten regionalen Erzeugnisse verkosten. Dazu gibt es passende Begleiter, ebenfalls hochwertig und nachhaltig von Bäckern, Brauern, Brennern, Winzern und Direktvermarktern produziert.

Der Bogen spannt sich dabei neben den Klassikern aus der Wursttheke bis zu kreativen Kompositionen. Die Initiatoren der alle zwei Jahre stattfindenden Open-Air-Veranstaltung, die Stadt Ostheim, das Biosphärenreservat und die Metzgerinnung Rhön-Grabfeld erhalten fachliche Unterstützung vom Slow Food Convivium Hohenlohe-Tauber-Mainfranken.

Der 7. Rhöner Wurstmarkt ist an beiden Tagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Livemusik, Kirchenburgführungen und Aktionen des Gewerbes mit verkaufsoffenem Sonntag ergänzen das familienfreundliche Programm. Der Eintritt kostet 2 EURO pro Person, Kinder bis 14 Jahre sind frei.

www.rhoener-wurstmarkt.de

Rhöner Wurstmarkt zeigt Lebensmittel "mit Gesicht"

Am 13./14. Oktober steht in Ostheim das traditionelle Rhöner Metzgerhandwerk im Fokus

Zum Mekka für Wurst- und Schinkenliebhaber wird am zweiten Oktoberwochenende wieder der Luftkurort Ostheim v.d.Rhön. Die Vorbereitungen für die sechste Auflage des „Rhöner Wurstmarkts“ am 13./14. Oktober laufen auf Hochtouren. Längst hat sich die Openair-Feinschmeckermesse deutschlandweit etabliert. Zehntausende von Programmheften, Plakaten sowie Presseartikel werden derzeit bundesweit verteilt, um erneut rund 20.000 Besucher aus ganz Deutschland in das Biosphärenreservat Rhön zu locken.

Programmheft bringt Vorgeschmack auf Produktvielfalt
Was es beim diesjährigen Rhöner Wurstmarkt zu entdecken gibt, verrät schon jetzt das druckfrische Programmheft. Die reich bebilderte Broschüre liegt gratis in den Tourist-Infos der Region und vielen Ostheimer Geschäften aus und ist auch unter www.rhoener-wurstmarkt.de abrufbar. Ein Blick auf das Ausstellerverzeichnis liefert einen Vorgeschmack auf die Köstlichkeiten, die die 50 handverlesen ausgewählten Metzger, Direktvermarkter, Brenner und Brauer aus der bayerischen, hessischen und thüringischen Rhön kredenzen werden.

Neue Kreationen der Metzger, Bäcker, Brauer, Winzer, Brenner und Direktvermarkter lassen althergebrachte Rezepte in modernem Gewand erscheinen oder erschließen völlig neue Geschmackserlebnisse. Der Bogen spannt sich von der Lammbratwurst, der Prichsenstädter Peitschenwurst, der Langen Stracke bis zu geheimnisvollen Bezeichnungen wie „Brelolutro“ und „RWOX-Fleisch“ bis zur Mangobratwurst als Remineszenz an das Partner-Biosphärenreservat Kruger To Canyons in Südafrika. Rund um Knackwurst, Schinkenspeck und Leberkäs locken ebenfalls handwerklich erzeugte Aufstriche, Biere, Weine, Schnäpse und Säfte, nicht zu vergessen frisches Bauernbrot und für Leckermäuler Honigspezialitäten und Kaffee und Kuchen.

Qualität mit Brief und Siegel
Gemeinsam ist allen das traditionelle Handwerk, der regionale Rohstoffbezug und die Top-Qualität. „Auf dem Rhöner Wurstmarkt können Besucher den Unterschied zwischen individueller Handwerkskunst und standardisierter Massenware schmecken lernen“, lobt auch Schirmherr Dr. Marcel Huber in seinem Grußwort. „Wann“, so der Minister, „bietet sich sonst schon die Möglichkeit, über ein Dutzend verschiedene frisch gegrillte Fränkische, Thüringer oder Coburger Bratwürste im direkten Vergleich zu verkosten?“ Wie hoch die Qualität der Rhöner Wurst- und Schinkenspezialitäten und ihrer Begleiter ist, dokumentieren die zahlreichen Auszeichnungen wie das Qualitätssiegel Rhön, das Bio-Siegel Rhön, das EU-Bio-Siegel oder die Mitgliedschaft bei Slow Food e.V.

Der kulinarische Reichtum der Rhön und der Gastregionen und –länder wird am zweiten Oktoberwochenende eindrucksvoll entlang der malerischen Marktstraße präsentiert. Zu kleinen Reisen in die Geschmackswelt anderer Länder laden Gastaussteller aus Italien, Frankreich und sogar Südafrika ein. Livemusik, Stadtführungen, Konzerte, verkaufsoffener Sonntag und Kinderprogramm sorgen zusätzlich für Kurzweil.

Weitere Informationen zum 6. Rhöner Wurstmarkt sind in der Tourist-Info unter Tel.: 09777 1850 sowie im Internet unter www.rhoener-wurstmarkt.de erhältlich. Der Eintritt zum Rhöner Wurstmarkt kostet wie in den Vorjahren 2 EURO pro Person und Tag. Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt.

Bionade holt das Wasser vom Himmel

Bionade holt das Wasser vom Himmel

Schüler pflanzen einen Laubwald am Stammsitz

Unter dem Motto „Wir pflanzen Trinkwasser“ entstand am 29.04.2009 der Bionade-Trinkwasserwald in Ostheim v. d. Rhön. Unter forstwirtschaftlicher Anleitung gruben 230 Schüler aus Ostheim und Mellrichstadt 12.000 Löcher in den Waldboden und bestückten diese mit Laubbäumen.

Die Pflanzaktion der BIONADE GmbH und des Vereins Trinkwasserwald e.V. fand auf einer 7,5 Hektar großen Waldfläche im Biosphärenreservat Rhön statt. Hier wurden zwischen den vorhandenen Nadelbäumen auf zunächst 4,5 Hektar junge Laubbäume der Gattungen Buche und Eiche gepflanzt. Die restliche Fläche soll später in einem weiteren Schritt bepflanzt werden.

Die Idee stammt vom Umweltschutzverein Trinkwasserwald e.V., der seit Jahren unterschiedliche Projekte zur Bewahrung und Gewinnung von Trinkwasser initiiert. Mit dem Getränkeproduzenten hat die Initiative einen starken Partner für das gemeinsame Projekt Bionade-Trinkwasserwald gefunden. Die Pflanzaktion am Firmensitz ist mittlerweile der fünfte Wald dieses Projektes. Das Unternehmen beabsichtigt, in den nächsten Jahren die gleiche Menge an Trinkwasser der Natur zurückführen, die einer Jahresproduktion an Bionade entspricht. Dies wären aktuell zweihundert Millionen Flaschen auf insgesamt 65 Hektar Waldfläche.

Die Wassergewinnung durch die Umwandlung von Nadelwäldern zu Laubwäldern basiert auf der wissenschaftlich belegten Erkenntnis, dass ein Laubwald wesentlich mehr Grundwasser erzeugt. Durch die blätterlosen Bäume im Herbst und im Winter kann mehr Wasser in den Waldboden gelangen. Dieses bleibt ansonsten an den Nadelbäumen haften und verdunstet schließlich. Darüber hinaus sorgen Laubbäume durch eine geringere Moosbedeckung am Boden für eine wasserdurchlässigere Oberflächenbeschaffenheit. Auf diese Weise können pro Quadratmeter zusätzlich jährlich 80 Liter Trinkwasser gewonnen werden. Dies entspricht der Menge Wasser, die zur Produktion von zehn Kästen Bionade benötigt wird.

Als Erfinder von alkoholfreien Erfrischungsgetränken nach einer biologischen Herstellungsmethode aus ökologischen Rohstoffen war für die Bionade das Thema Umwelt und Nachhaltigkeit von Beginn an ein zentrales Anliegen. „Wasser ist eine immer knapper werdende Ressource, auch in Deutschland. Hierfür lohnt es sich zu engagieren“, erklärt Peter Kowalsky, Geschäftsführer der Bionade.

Eine Gelegenheit zum näheren Austausch bot das anschließende Podiumsgespräch in der historischen Markthalle in Ostheim. Es sprachen Peter Kowalsky (BIONADE GmbH), Heiner Rupsch (Trinkwasserwald e.V.), Bürgermeister Ulrich Waldsachs (Stadt Ostheim), Klaus Klingert (Amt für Landwirtschaft und Forsten), Rudolf Schreiber (Initiative Grundwasserschutz Unterfranken), sowie Dr. Doris Pokorny (Bayerische Verwaltungsstelle Biosphärenreservat Rhön).

Weitere Informationen finden Sie unter: www.trinkwasserwald.de

Gut beraten mit BIONADE

Gut beraten mit BIONADE – Peter Kowalsky erhält ManagerAward des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater

Ein „innovativer Täter“ sei Peter Kowalsky, der Geschäftsführer der BIONADE GmbH, hob der Ehrenpräsident des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU), Malte W. Wilkes, in seiner Laudatio hervor. Der BIONADE-Chef habe mit der biologischen Limonade eine neue Geschäftsidee mit langem Atem und gegen viele Widerstände verwirklicht. Beeindruckend seien auch seine Leistungen im Produktvertrieb, durch den mittlerweile über 200 Millionen Flaschen zu den Konsumenten gelangen.

Auf Grund dieser Verdienste zeichnete der BDU Peter Kowalsky mit seinem ManagerAward 2008 aus. „Kowalsky ist ein Paradebeispiel für erforderliche Hartnäckigkeit und kreative Problemlösungskompetenz in der Unternehmenswelt“, sagte Malte W. Wilkes, der Ehrenpräsident des BDU, anlässlich der Preisverleihung während eines Festabends des Deutschen Beratertages in Stuttgart.

„Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung. Ich möchte mich aber gleichzeitig bei meinen Mitarbeitern bedanken, ohne die der große Erfolg von BIONADE niemals möglich gewesen wäre. Wir können stolz auf das sein, was wir zusammen erreicht haben“, sagte Peter Kowalsky nach der Preisverleihung.

Seit 1994 vergibt der BDU den ManagerAward an deutsche Manager, die sich durch herausragende Leistungen ausgezeichnet haben. Preisträger waren bisher unter anderem Thomas Carl Schwoerer, der Geschäftsführer des Campus Verlages, und Prof. Dr. Götz W. Werner, der Vorsitzende der Geschäftsführung der dm-Drogerie Markt GmbH & Co.KG. Die Jury setzt sich aus dem amtierenden Verbandspräsidenten Antonio Schnieder sowie den BDU-Altpräsidenten Prof. Roland Berger, Jochen Kienbaum, Rémi Redley, Prof. Dr. Tom Sommerlatte und Malte W. Wilkes zusammen.

Weitere Informationen zu Peter Kowalsky und BIONADE
Peter Kowalsky (* 1968 in Ostheim/Rhön) ist seit 1997 geschäftsführender Gesellschafter der BIONADE GmbH mit Sitz in Ostheim/Rhön. Der studierte Brauingenieur führte seine kleine Familienbrauerei mit der von seinem Stiefvater Dieter Leipold entwickelten Biolimonade aus der Krise auf einen Spitzenplatz der Getränkehersteller. Die Flaschenproduktion erhöhte sich von 2 Millionen im Jahr 2003 auf rund 200 Millionen im laufenden Jahr. Peter Kowalsky lebt mit seiner Familie in Ostheim.

Die BIONADE Story

Die BIONADE Story:

Wie das Märchen vom ungarischen Wundertrank Hamburgs
Szenekneipen aufmischte
Ein fränkischer Braumeister, der gegen alle Widerstände an seine Idee glaubt,
eine aufgeschlossene Großstadt, in der Limo aus Bierflaschen plötzlich „hip“ ist
und vertauschte Etiketten, die einen unerwarteten Mythos spinnen – das ist
der Stoff, aus dem die BIONADE Story ist.

Familienbetriebe haben es im globalen Business nicht leicht. Bei der
Privatbrauerei Peter aus Ostheim in der Rhön sind Mitte der 80er Jahre
aufgrund der wirtschaftlichen Situation dringend neue Ideen gefragt. Diplom-
Braumeister Dieter Leipold lässt der Gedanke an ein alkoholfreies
Erfrischungsgetränk für Kinder nicht los. Es soll auf Basis von Malz und Wasser
nach dem typischen Brauverfahren hergestellt wird – eine gesunde Limonade
ohne chemische Zusätze eben.

Die Vision: Bio-Limo nach dem Brauverfahren
Leipold forscht fast ein Jahrzehnt, bis er 1995 die richtige Formel gefunden
hat: Für seine neue Limonade verwendet er ausschließlich Rohstoffe aus
kontrolliert-biologischem Anbau. Seine Kreation nennt er BIONADE. Sie wird
durch Fermentation, also Vergärung, von Malz gewonnen. Im Gegensatz zum
Bierbrauverfahren entsteht hierbei jedoch kein Alkohol, sondern Gluconsäure.
Diese sorgt für den typischen leicht herben Geschmack und dient zugleich zur
Konservierung. Durch den Zusatz von Kohlensäure sowie Frucht- und
Kräuteraromen kreiert der Braumeister einen sprudelnd-frischen Durstlöscher
auf natürlicher Basis.
Vertauschte Ungarn-Etiketten erregen Aufmerksamkeit
Auf der Suche nach Absatzkanälen für die Erfindung seines Stiefvaters treibt es
Peter Kowalsky, heute Geschäftsführer der BIONADE GmbH, 1997 bis in den
hohen Norden der Republik. Mit Erfolg: In Hamburg, mehr als 450 Kilometer
von Ostheim entfernt, zeigt sich der Großhändler Goettsche interessiert für die
Bio-Limonade. Er bestellt mehrere Kisten, um sie an die angesagte Szene-
Gastronomie im Hamburger Schanzenviertel zu verkaufen.

Zum gleichen Zeitpunkt hofft man bei BIONADE auf Erfolg in Osteuropa und
druckt für Ungarn Rückenetiketten in der Landessprache. Versehentlich landet
ausgerechnet eine Palette ungarischer Kisten in Hamburg. Und als die ersten
BIONADE Flaschen mit ungarischer Beschriftung in In-Kneipen und auf
Medienparties der Hansestadt kursieren, macht in der Szene schnell das
Märchen vom osteuropäischen Bio-Getränk speziell für Sportler und
Schwangere die Runde. Das Missgeschick entwickelt sich zum Glücksfall, denn
die Hamburger Kreativ- und Medienszene ist immer auf der Suche nach neuen
Trends: Die Zahl der Menschen, die sich für das vermeintlich aus Ungarn
stammende exotische Getränk begeistern, steigt. Und als die Wahrheit ans
Licht kommt, hat BIONADE schon viele Trendsetter und Multiplikatoren aus
Presse und Agenturen für sich eingenommen.

Die Telefone in Ostheim stehen von nun an nicht mehr still. „Wir wussten gar
nicht, was da oben in Hamburg eigentlich los ist“, erinnert sich Peter Kowalsky.
„Dieser Moment war der Startschuss für unseren großen Erfolg: Laufend
gingen neue Bestellungen ein.“ Der Trend aus Hamburg schwappt in den
Folgejahren nach und nach auf andere Großstädte über: Auch Gastronomen
aus Berlin oder Köln ordern jetzt die Bio-Limonade.

Handelsketten listen BIONADE
Das BIONADE Fieber in Hamburg erhält durch Ausschankaktionen auf
Trendsport-Veranstaltungen wie der Alsterrunde für Inline-Skater zusätzliche
Impulse. Gegen Ende 2003 berichten zwei namhafte Wirtschaftmagazine über
das erfolgreiche Erfrischungsgetränk aus der Rhön. Daraufhin wollen Metro und
Budnikowsky BIONADE unbedingt in ihr Sortiment aufnehmen. So gelingt der
vorsichtige Übergang vom Szene-Getränk der Gastronomie in eine steigende
Zahl deutscher Haushalte: Verließen zwischen 2002 und 2003 noch 2 Millionen
Flaschen die Brauerei in Ostheim, ist es im Jahr 2005 bereits die zehnfache
Menge.

Heute ist BIONADE im Handel sowie in der Gastronomie und Hotellerie
erhältlich und beliefert Kindergärten, Schulen und Kantinen. Im vergangenen
Jahr setzte das Familienunternehmen allein in Deutschland 200 Millionen
Flaschen ab. In über 20 Ländern ist BIONADE erhältlich, darunter die USA,
Japan und zahlreiche Märkte West- und Südeuropas. Von der explosionsartigen
Nachfrage profitiert auch die Heimatregion der Bio-Limonade, denn die
BIONADE GmbH bezieht den größten Teil ihrer Rohstoffe von Öko-Bauern aus
der Rhön.

Mit der „Danke Hamburg“-Aktion, die am 29. Juli 2008 startet, sendet das
Unternehmen nun ein Dankeschön an seine Kunden und Fans der ersten
Stunde. Denn in Ostheim in der Rhön hat man nicht vergessen, dass sie an der
märchenhaften Erfolgsgeschichte maßgeblich beteiligt waren.

Ostheimer Leberkäse im Bordbistro

Ab 1. Oktober hält die “Arche des Geschmacks”, in die Slow Food weltweit vom Aussterben bedrohte Nutzpflanzen, Nutztiere und genusshandwerkliche Zubereitungen rettet, Einzug in die Borgastronomie der Bahn AG. In rund 380 Bordbistros wird im Rahmen eines neuen gastronomischen Konzepts auch der “Ostheimer Leberkäse” angeboten. Dazu gibt es ein weiteres, bereits zum Kultgetränk gewordenes Produkt aus dem Städtchen im Länderdreieck Bayern-Hessen-Thüringen: die Bionade.

Der Ostheimer Leberkäse hat eine einzigartige Geschichte und Tradition. Ein Metzger aus Ostheim vor der Rhön, der als Soldat im deutsch-französischen Krieg 1870/71 kämpfen musste, lernte bei französischen Bauern die traditionelle Bauernterrine kennen. In die Heimat zurück gekehrt machte er sie auf seine Weise nach. Heute stellen noch drei Metzger in Ostheim die Spezialität nach einem streng geheim gehaltenen Rezept her. Der Ostheimer Leberkäse ist also etwas gänzlich anderes als der Bayerische Leberkäse. Damit die Tradition nicht untergeht, hat Slow Food den Ostheimer Leberkäse unter seinen Schutz gestellt. Die Ostheimer erinnern sich heute bewusster denn je an ihre gastronomische Tradition. Am 7. und 8. Oktober findet nunmehr zu dritten Mal der Rhöner Wurstmarkt statt, mittlerweile nicht nur ein Publikumsmagnet sondern auch eine Gelegenheit des Erfahrungsaustausches der Experten.

Slow Food Deutschland ist mit Robert Etmans, Vorstand Personal und Bordservice der DB Fernverkehr AG, auch über andere Arche-Produkte aus Deutschland und Italien im Gespräch. Der Vorsitzende von Slow Food Deutschland und Sterne-Gastronom Otto Geisel unterstützt im Zusammenhang mit der Neuausrichtung der Bordgastronomie auch, dass die Bistros ab 1. Oktober rauchfrei sind. „Es war eigentlich schon immer eine Frage des guten Stils, während des Essens nicht zu rauchen“, sagte er. Mit der Angebots- und Qualitätsoffensive will die Bahn neue genussorientierte Zielgruppen ansprechen sowie auch Familien mit Kindern.

Mehr über die Arche des Geschmacks und ihre Passagiere erfahren Sie unter www.slowfood.de . International werden die Arche-Produkte durch die Slow-Food-Stiftung für Biodiversität betreut, die ihren Sitz in den Uffizien von Florenz hat.

Bionade

Bionade: Elsa Wimmel zeigt im WDR die Geheimnisse der Trend-Brause – 26. Juni 2006, 11.15 Uhr, WDR

Angeboten wird sie in den Geschmacksrichtungen Holunder, Litchi, Kräuter und Ingwer-Orange: „Bionade“ ist eine natürliche Alternative zu zuckrigen Limos mit viel Chemie. Die alkoholfreie Ökobrause hat sich in kurzer Zeit zum Trendgetränk in Szenekneipen, Kaffeebars, Bioläden und Museumscafés entwickelt. Was ist so einmalig an der Rezeptur? Der Bionade-Erfinder, ein alter Braumeister in der hohen Rhön, lüftet das Geheimnis.

Jahrelange Forschung

In den 80er-Jahren machte die Peter-Brauerei, die das „Rhön-Pils“ herstellt, eine schwere Zeit durch. 1985 stand das Traditionsunternehmen aus Ostheim in der hohen Röhn nach über 150 Jahren vor dem Aus. Da hatte Brauer Dieter Leipold die zündende Idee, ein alkoholfreies Getränk zu entwickeln, das nach dem Reinheitsgebot gebraut wird. Dieter Leipold wollte vor allem für Kinder ein gesundes Produkt auf den Markt bringen. Eine Limo, die süß schmeckt, aber kaum Kalorien hat. Acht Jahre hat er an dem Rezept gearbeitet.

Grundlage: Der Kombucha-Pilz

Während seiner Recherchen stößt Dieter Leipold irgendwann zufällig auf einen Kombucha-Pilz. In der Badewanne zu Hause führt er verschiedene Versuche durch und entdeckt schließlich bei eingehender Forschungsarbeit im Labor, dass der Pilz vier verschiedene Bakterienstämme enthält. Einer davon besitzt die Fähigkeit, Glucose, also Traubenzucker, in Gluconsäure umzuwandeln. Das ist die große Entdeckung des Tüftlers.

Gärung: Aus Malzzucker wird Gluconsäure

Heute ist bei der Herstellung der Bionade zu Beginn alles wie beim Bierbrauen auch: Geschrotetes Malz und Wasser werden zum Köcheln gebracht. Die enthaltenen Enzyme verarbeiten dabei die Stärke zu Malzzucker. Die entstandene süße Flüssigkeit wird dann in Gärtanks gepumpt. Hier wird sie mit den speziell gezüchteten Bakterien versetzt, und der Gärvorgang kann beginnen. Aus dem Zucker im Malz entsteht aber kein Alkohol, sondern Gluconsäure. Diese Fruchtsäure ist mitverantwortlich für den besonderen Geschmack der Bionade, außerdem trägt sie zur Konservierung bei. Es handelt sich um eine vergleichsweise milde Säure, die die Zähne nicht aggressiv angreift. Weil sie die Süßkraft von Zucker verstärkt, muss man davon weniger verwenden. Die Salze der Gluconsäure werden vom Körper sehr gut aufgenommen.

Übrigens: Gluconsäure ist ein Säureregulator und Stabilisator, der einigen Lebensmitteln als Zusatzstoff beigemischt wird (E 574). In hohen Einzeldosen (ab circa 20 Gramm) kann Gluconsäure leicht abführend wirken.

Absatz zunächst schleppend

Flaschen auf einem Förderband; Rechte WDR (TV-Bild)1995 ist das Erfrischungsgetränk in Ökoqualität auf den Markt gekommen, damals war die Zeit aber scheinbar noch nicht reif dafür. Der Absatz lief schleppend. Für eine gesunde Limonade gab es vor gut zehn Jahren einfach noch keinen Bedarf, meint Peter Kowalsky, Geschäftsführer der Peter-Brauerei. Heute hingegen kommt der Familienbetrieb mit dem Abfüllen der Ökolimo kaum noch nach. Es gibt vier Geschmacksrichtungen: Litschi, Ingwer-Orange, Holunder und Kräuter. Die konzentrierten Aromen sind alle auf natürlicher Basis hergestellt.

Firma in Privatbesitz

Das Bionade-Rezept hat sich Diplom-Braumeister Dieter Leipold patentieren lassen: ein „biologisches Erfrischungsgetränk hergestellt durch Fermentation natürlicher Rohstoffe.“ Familie Kowalsky ist sich darüber einig, dass sie trotz vielfältiger Angebote von großen Konzernen das Geschäft in der Hand behalten will. Als alles am Anfang stand, haben die Kowalskys vergeblich einen Partner gesucht, aber niemand hatte an das Projekt geglaubt. Inzwischen gibt es Kooperationen mit Landwirten aus der nahen Umgebung. Einige Bauern in Ostheim und Umland haben auf biologische Landwirtschaft umgestellt. 30 Betriebe bauen Holunder, Gerste und Biozuckerrüben für die Bionade-Herstellung an. Knapp 20 Jahre lang mussten Brauer Dieter Leipold und Familie Kowalsky einen langen Atem beweisen – jetzt endlich schwimmt das Getränk ganz oben auf der Wellnesswelle.

www.bionade.com

Quelle: WDR ServiceZeit Essen & Trinken