Amaranth

Der Weizen der Inkas

Auf den ersten Blick sehen die kleinen Körner aus wie
Getreide und werden in der Küche auch ähnlich zubereitet. Amaranth
gehört allerdings nicht zu den Süßgräsern wie Weizen, Roggen &
Co., sondern zu den Fuchsschwanzgewächsen. Daher wird er auch als
Pseudogetreide bezeichnet. Bereits vor 3.000 Jahren wurde die Pflanze
in Mittel- und Südamerika angebaut. Bei den Inkas galt sie als
heiliges Korn und war eines der Hauptnahrungsmittel.

Der „Inkaweizen“ verfügt über einen feinen nussigen Geschmack
und lässt sich sowohl pikant als auch süß zubereiten. Die Samen
werden in der doppelten Menge Wasser kurz aufgekocht. Anschließend
bei kleiner Hitze 25 bis 30 Minuten köcheln und etwas nachquellen
lassen. Ganz einfach lässt sich aus Amaranth auch Popcorn zubereiten,
um Müsli und Joghurt zu verfeinern. Dazu eine Pfanne mit
geschlossenem Deckel ohne Fett stark erhitzen. Die Körner auf den
heißen Boden geben und die Pfanne vom Herd nehmen. Ein wenig
umrühren und die Samen beginnen zu „poppen“.

Wer Brot, Brötchen und Kekse backen möchte, sollte das Amaranthmehl
im Verhältnis 1:2 mit Mehl aus Weizen, Dinkel oder Roggen mischen.
Denn das Pseudogetreide enthält kein Klebereiweiß (Gluten), das dem
Teig Halt und Flexibilität verleiht. Diese Eigenschaft macht Amaranth
allerdings auch zur idealen Alternative für Menschen mit
Glutenunverträglichkeit (Zöliakie).

Auch was die Inhaltsstoffe angeht, ist Amaranth interessant. Es
enthält unter anderem Eisen (8 mg), Magnesium (300 mg), Kalium (484
mg pro 100g) und die essenzielle Aminosäure Lysin – ein wichtiger
Baustein des Kollagens im Bindegewebe. Besonders wertvoll ist das
hochwertige Eiweiß (14 g pro 100 g). Das macht den „Inkaweizen“
für Veganer interessant, die verstärkt auf die Eiweißzufuhr achten
müssen.

Häufig wird Amaranth auch als „Superfood“ bezeichnet. „Doch
einzelne Lebensmittel können keine Wunder vollbringen, wenn ihre
Inhaltsstoffe auch noch so wertvoll sind“, erklärt
Ernährungswissenschaftler Harald Seitz vom aid infodienst.
„Allerdings bringen die nahrhaften Körner auch Abwechslung auf den
Speiseplan. Auch wenn heimische Getreideerzeugnisse wegen kürzerer
Transportwege entsprechend weniger belastend für die Umwelt sind“,
so Seitz.

Amaranth findet man im Bioladen, in Drogerien und in gut sortierten
Supermärkten. Trocken und lichtgeschützt sind die Samen mehrere
Monate haltbar.

Heike Kreutz, www.aid.de

Oliver & Jürgen Schulz

Vom „Power-Korn“ Grünkern bis zum „Boeuf de Hohenlohe“: Die Rückbesinnung auf gesunde regionale und vielfach in Vergessenheit geratene Lebensmittel und Spezialitäten macht in Baden-Württembergs Gesundheitsstadt Bad Mergentheim ganz besondere kulinarische Urlaubsentdeckungen möglich – dank zahlreicher Aktivitäten sogar mit gutem Gewissen für die Gesundheit.

Bad Mergentheim – Öko- und Bio-Lebensmittel – am besten vom Bauernhof um die Ecke – liegen im Trend wie nie zuvor. Kaum eine andere Region in Deutschland hat eine so spannende kulinarische Geschichte zu erzählen wie das baden-württembergische Taubertal – vom „Taubertäler Landschwein“ über die „Tauberforelle“ bis hin zum „Power-Korn“ Grünkern und von spritzig-frischen Weiß- und Rotweinen bis hin zu Bierspezialitäten aus klarem Quellwasser. Heute ist die Gegend um Baden-Württembergs Gesundheitsstadt Bad Mergentheim inmitten des „Lieblichen Taubertals“ auf dem Weg zu Baden-Württembergs Genussregion. Besonders die Rückbesinnung auf regionale und vielfach in Vergessenheit geratene Spezialitäten begeistert immer mehr Gäste.

Küchenchef Jürgen Schulz und sein Sohn Oliver gehören in Bad Mergentheim zu den Motoren der Grünkern-Renaissance.

Begonnen habe der Weg hin zu mehr natürlichem Genuss mit der Wiederentdeckung des Grünkerns vor einigen Jahren, sagt Bad Mergentheims Kurdirektorin Katrin Löbbecke. Einst aus der Not heraus entstanden erlebt Grünkern als uralter Verwandter des Weizens bei Deutschlands Gourmets und Gesundheits-Experten gleichermaßen eine große Renaissance. Dabei werden die Ähren des Dinkels geerntet, wenn sie noch nicht ganz reif sind. Das macht diese Getreidevariation besonders weich und saftig. Weil die Körner bei niedrigen Temperaturen sehr schonend getrocknet und geröstet werden, behalten sie ihren hohen Gehalt an Vitaminen und Nährstoffen.

Das Taubertal im Norden Baden-Württembergs gilt historisch als bedeutendstes Grünkern-Anbaugebiet. Seit diesem Jahr gehört der „Fränkische Grünkern“ auch zur exklusiven Liste der geschützten Herkunftsbezeichnungen in der Europäischen Union. In (Tauber)Franken war es, wo Bauern wegen schweren Unwettern ihren Dinkel einst unreif ernten mussten – und so durch einen Zufall den Grünkern „entdeckten“. Schon die berühmte Kloster-Medizinerin Hildegard von Bingen wusste: „Dinkel ist das beste Getreide, fettig und kraftvoll und leichter verträglich als alle anderen Körner. Es verschafft dem, der es isst, ein rechtes Fleisch und bereitet ihm gutes Blut. Die Seele des Menschen macht er froh und voll Heiterkeit.“

„Kaum ein Getreide ist vielfältiger als Grünkern“, sagt der Bad Mergentheimer Küchenchef Jürgen Schulz, der als einer der ersten dem fast vergessenen Korn zu neuem Ruhm verhalf – unter anderem mit dem speziellen und inzwischen zunehmend nachgefragten Urlaubsangebot „Sieben Tage Kneipp, Schrot und Korn“. Von der aromatischen Grünkernsuppe mit Klößchen bis hin zum knackig-frischen Grünkern-Salat, verarbeitet zu Grünkernküchlein oder als flüssiger Begleiter in Form einer Grünkern-Soße zum frisch gefangenen Saibling oder sogar als Dessert als Grünkern-Kirschkuchen steht er in den Restaurants Bad Mergentheims und den Landgasthöfen des Lieblichen Taubertals auf den Speisekarten und erfreut sich wieder zunehmender Beliebtheit.

Als besondere Delikatesse gilt auch das Fleisch der „Boeuf de Hohenlohe“, wie die Rinder genannt werden, die auf den besonders fruchtbaren Weiden Hohenlohes heranwachsen. Ihre Geschichte reicht zurück bis ins 17. Jahrhundert. Damals ließ der französische Sonnenkönig Ludwig XIV. Rinder aus dem Württembergischen bis nach Paris treiben. „Heute wird das Fleisch in die ganze Welt verschickt“, weiß Jürgen Schulz, der neben dem Rind auch das Wild aus der Region schätzt. Seine Spezialität: Rehmaultaschen. Besonders beliebt bei Gästen sind auch frische Wildschwein-Bratwürste.

Im klaren Bachwasser der Region ist die Tauberforelle zu Hause, die Kenner als besonders zart und edel beschreiben. Nicht nur um die Osterzeit besonders geschätzt werden die Taubertäler Lämmer. Mehr als 3.000 Mutterschafe gibt es im Taubertal. Die Schäfereien haben sich mit besonders ökologisch verträglicher, naturnaher Haltung einen Namen gemacht.

Als besonders schmackhaft gilt auch das „Taubertäler Landschwein“, das ebenfalls seit vielen hundert Jahren in der Region zu Hause ist und dort liebevoll „Mohrenköpfle“ genannt wird. Über 100 Jahre war das Taubertal wöchentlich Schauplatz für den größten Ferkelmarkt Deutschlands.

Auf rund 1.100 Hektar – einer Fläche rund fünf Mal so groß wie das Fürstentum Monaco – wachsen auf den sonnigen Hängen des Taubertals weiße und rote Trauben von höchster Qualität heran. Berühmt ist die Region für die historische Sorte „Tauberschwarz“, der als unkomplizierter, frischer und fruchtiger Rotwein für jede Gelegenheit gilt. „Die Sorte ging schon verloren und konnte durch Zufall rekultiviert werden“, erläutert Küchenchef Schulz, der die Gäste auch durch die Weinberge führt.

Zu einigem Ruhm haben es in den vergangenen Jahren besonders die Müller-Thurgau- und Silvaner-Weine, aber auch Grau- und Weißburgunder aus dem Taubertal gebracht. Sie sind für ihre feine Säure bekannt. Viele Weingüter und Weinstuben auch in Bad Mergentheims Ortsteil Markelsheim bieten Verkostungen und Führungen. Zahlreiche Weinlehrpfade führen Genuss-Urlauber auf die Spuren des Weinanbaus in der Region. Bad Mergentheim besitzt auch eine eigene familiengeführte Brauerei, die ausschließlich auf Brauwasser aus der Region setzt.

Nach einer ausgedehnten Rad- oder Wandertour genießen dann die Gäste des Traditionsheilbads ganz ohne Reue und schlechtes Gewissen die traditionsreiche süße Spezialität des Kurorts: die „Mergentheimer Schäferschipple“. Die Mandel-Biskuit-Spezialität erinnert an die Entdeckung der Bad Mergentheimer Heilquellen 1826 durch den Schäfer Gehrig. Der Form nach sind sie wie die Schippe des Schäfers gebildet.

Gesund und aktiv bleiben und dennoch dabei genießen – der Weg, auf den Bad Mergentheim setzt, kommt vielen Deutschen entgegen: Die meisten Deutschen wollen es sich im Urlaub gut gehen lassen und sich auch einmal etwas gönnen, hat jüngst eine Forsa-Umfrage ergeben. 63 Prozent der Bundesbürger wollen nach dieser Erhebung essen und Sport treiben wie sonst auch. Immerhin jeder zehnte fährt mit dem festen Vorsatz in den Urlaub, sich gesünder zu ernähren.

www.bad-mergentheim.de

Im Urlaub ausgefallen, gut und günstig essen

Kulinarischer Genuss muss kein Vermögen kosten

Im Gegensatz zu anderen Europäern geben die Bundesbürger für Essen deutlich weniger Geld aus: nur knapp 15 Prozent ihres Einkommens, so die EZB. Rund doppelt so viel geben beispielsweise Portugiesen und Griechen, aber auch Slowenen für Essen aus. Die Bundesbürger geben nicht nur relativ wenig Geld für Essen aus, sondern essen in der Mittagspause am liebsten fettig und fleischhaltig. Das beliebteste Kantinenessen ist Currywurst, gefolgt von gebackenem Seelachsfilet mit Kräutersoße und Kartoffeln.

Im Urlaub darf es dann – und das ist aus Sicht von Ernährungsexperten durchaus begrüßenswert – bei den meisten etwas ausgefallener, gesünder und qualitativ besser sein. Doch wenn Familien laut FUR-Studie für den gesamten Urlaub insgesamt pro Kopf weniger als 1.000 Euro ausgeben, darf ein einzelnes Mittag- oder Abendessen natürlich nicht 50 Euro pro Person kosten. Doch wo können Urlauber in Deutschland sehr gut ausgefallen essen, ohne dass es gleich das Reisebudget sprengt? Hier sechs Beispiele:

Im Café des Emsland Moormuseums in Groß Hesepe kostet die Bratwurst vom Bentheimer Schwein nur 2,60 Euro. Für die Siedler, die nach dem Ersten Weltkrieg die Region in der deutsch-niederländischen Region urbar gemacht haben, war Fleisch der vom Aussterben bedrohten Haustierrasse ein Sonntagsfestessen. Häufiger kamen Buchweizenpfannkuchen auf den Tisch. Den können Gäste im Moormuseum- Café für 8,00 Euro ebenfalls probieren. www.moormuseum.de/museumscafe

Pumpernickel-Torte aus Roggen, der in der 200 Jahre alten Mühle direkt über den Köpfen der Gäste gemahlen wird, gibt es in Enkings Mühle in Emsbüren für 2,40 Euro. Das gesunde Pumpernickelbrot ohne jegliche Zusatzstoffe wird 24 Stunden lang bei niedriger Temperatur gebacken (500 Gramm für 1,50 Euro) und ist so begehrt, dass es an Kunden in ganz Deutschland per Post verschickt wird. www.enking.de

Der Slow Food-Bewegung hat sich der Landgasthof Backers in Twist verschrieben. Hier erhalten Kinder statt Hamburger mit Pommes beispielsweis gebuttertes Vollkornbrot mit Nordseekrabben und Wachtelspiegelei für 9,90 Euro und Erwachsene können Rindertartar mit Jakobsmuschel, Krabben-Apfelsalat und Rote Bete für 15,90 Euro probieren. www.gasthof-backers.de

Wer statt abgepacktem Scheibenkäse aus dem Supermarkt ausgefallene Käsesorten aus ganz Europa probieren möchte, ist bei „Feiner Käse Hemmen“ in Haren an der richtigen Adresse. Die Tester von „Feinschmecker“ sowie „Essen und Trinken“ sind von Auswahl und Qualität seit Jahren begeistert. Hier finden Urlauber alles für ein Gourmet-Picknick in den ausgedehnten Moorgebieten in der Region, beispielsweise hausgemachten Cranberry & Schnittlauch-Frischkäse für 3,20 Euro oder Trüffelbrie für 6,43 Euro. www.feiner-kaese.de

Zu gutem Käse passt natürlich auch exzellenter Schinken. In Werpeloh, zwischen Meppen und Papenburg, reift der Schinken bei hoher Luftfeuchtigkeit über mehrere Monate. Durch das Räuchern mit Buchen- und Eichenholzspäne bekommt er einen herzhaften Geschmack. Ein Kilo Schinken am Stück kostet 17,90 Euro. www.schinkenhof-nieters.de

Zum Edel-Picknick mit Schinken und Käse passt ein besonderer Korn. Rosche in Haselünne brennt den seit 1792 und baut den Weizen sogar selbst an, so dass nur eigene Zutaten für den Korn verwendet werden. Daraus entsteht dann beispielsweise der Lingener 38 Gold für 15,49 Euro. www.rosche.de

Das Emsland erstreckt sich über 2.880 Quadratkilometer von der nordrhein-westfälischen Landesgrenze bei Rheine bis zur Grenze Ostfrieslands bei Papenburg und ist damit flächenmäßig größer als das Bundesland Saarland. Rund 1.000.000 Urlauber verzeichnet die Emsland Touristik jährlich, die meisten von ihnen sind Radwandertouristen und Familien. Die Region bietet mit über 3.500 Kilometern ein ausgeprägtes Radwegenetz entlang der Flussläufe von Ems und Hase, Moore und Wälder, aber auch zahlreiche Bauern- und Ferienhöfe, die als besonders familienfreundlich zertifiziert sind.

Steffen Sinzinger

Der umtriebige Berliner Küchenchef und passionierte Foodblogger Steffen Sinzinger hat kürzlich zum Welttag des Buches mit seinem nächsten Projekt die Kunst der Kochbücher aufs Korn genommen. Auf der Seite Kochbuchecke.de gibt er Kochbuchbesprechungen der unterschiedlichsten Autoren ein Podium, ihre Rezensionen zu veröffentlichen. Dabei ist ihm eine aussagekräftige Bewertung, welche auch in einem speziellen Punktesystem dargestellt wird, sehr wichtig. S. Sinzinger ist stets auf der Suche nach weiteren Kochbuchbegeisterten, welche auch ihre Kritik auf dieser Plattform teilen möchten. Es verspricht ein höchst beachtenswertes Projekt zu werden.

www.kochbuchecke.de

Karnevals-Berliner selbst gemacht

Jetzt bricht sie wieder an: die närrische fünfte Jahreszeit. Was wäre der Fasching ohne leckere Berliner? Berliner heißen in Berlin Pfannkuchen

Da Berliner ganz einfach selbst zu machen sind, eignen sie sich als Gebäck zur Fastnachtszeit. „Ideal an Berlinern ist, dass man sie nach Herzenslust füllen kann“, erklärt Sternekoch Christian Henze (44) aus Kempten im Gourmet Report Gespräch. „So kann man der Kreativität und dem eigenen Geschmack freien Lauf lassen“, schwärmt der Experte weiter.

Traditionell werden Berliner mit roter Konfitüre gefüllt: Erdbeere, Sauerkirsche oder Schwarze Johannesbeere. „Wer es gerne etwas exotischer mag, kann auch Pfirsich-Maracuja- oder Sanddorn-Orangen-Konfitüre nehmen“, erklärt der TV-Koch. Richtig lecker sind Berliner auch mit Pflaumenmus gefüllt, beispielsweise mit der berühmten Gewürz-Note von Mühlhäuser.

Diejenigen, die auf Kalorien und Zucker verzichten wollen, aber dennoch den ganzen Geschmack genießen möchten, können auf ProActiv-Konfitüren von Mühlhäuser zurückgreifen. Die garantieren unbeschwerten Genuss, sind mit Ballaststoffen sowie Vitamin C angereichert und wurden gemeinsam mit Sternekoch Christian Henze entwickelt.

Mit dem folgenden Rezept können Berliner einfach selbst zubereitet und so der kulinarische Karneval auf den Frühstücksteller geholt werden:

Rezept: Berliner (cirka 15 Stück)
Für die Zubereitung 30 Gramm Hefe in 125 Millilitern handwarmer Milch auflösen. Etwas Aurora Bestes Korn Weizen-Mehl 550 hinzufügen und 15 Minuten ruhen lassen. Danach 300 Gramm Aurora Bestes Korn Weizen-Mehl 550, 100 Gramm Butter, 2 Eier, 2 Esslöffel Zucker, etwas geriebene Zitronenschale, eine Prise Kardamom und ein Päckchen Vanillezucker hinzufügen und zu einem glatten Teig verarbeiten. Diesen 10 Minuten kräftig durchkneten und 30 Minuten unter einem Tuch ruhen lassen.

Den Teig cirka 0,5 Zentimeter dick ausrollen und 6 Zentimeter große Kreise ausstechen. Einen Teelöffel Mühlhäuser Konfitüre in die Mitte geben, je nach Geschmack Brombeere, Heidelbeere, Holunder, Hagebutte, Himbeere etc. Bei dem umfassenden Sortiment von Mühlhäuser findet sich für jeden Berliner-Fan genau die passende Konfitüre für die Füllung. Die Ränder der Teigkreise mit Eiweiß bestreichen und einen zweiten Kreis darauf drücken. Wieder 30 Minuten unter einem Tuch gehen lassen.

In 180 °C heißem Fett cirka 3 Minuten ausbacken bis die Berliner eine goldgelbe Farbe haben. Dann wenden. Um die charakteristische weiße Naht zu erlangen, dürfen die Berliner während des Ausbackens nicht bewegt werden und das Wenden muss vorsichtig geschehen.

Die ausgebackenen Berliner in einem Zucker-Puderzucker-Gemisch wenden.

www.muehlhaeuser.biz

Roter Hahn

Von der Saat übers Korn zum Brot, von der Kuh über die Milch zum Käse und vom Baum über die Frucht zum Saft: In den bäuerlichen Manufakturen der Marke „Roter Hahn“ lässt sich der Weg vom Rohstoff bis zum Endprodukt genau zurückverfolgen. Denn wer seine Erzeugnisse in der Broschüre „DelikatESSEN vom Bauern 2013“ präsentieren darf, verpflichtet sich zu einem Höchstmaß an Transparenz und Nachvollziehbarkeit. Für die hohen Qualitätsstandards der 52 Direktvermarkter aus Südtirol bürgen darüber hinaus ein strenger Kriterienkatalog sowie regelmäßige Kontrollen und Verkostungen.

So müssen etwa die Grundstoffe für die exklusiven Produkte von „Roter Hahn“ nicht nur im Einklang mit der Natur wachsen und von den bäuerlichen Erzeugern liebevoll von Hand verarbeitet und veredelt werden, sondern auch fast ausschließlich vom eigenen Betrieb stammen. Nur sehr geringe Mengen dürfen von einem anderen Südtiroler Bauernhof zugekauft werden. Außerdem ist die Verwendung von Zusatz- und Hilfsstoffen genau geregelt: Gentechnisch veränderte Organismen sind ebenso wenig erlaubt wie Farb- oder Konservierungsstoffe. Das begehrte Qualitätssiegel erhalten die Hersteller jedoch erst, wenn sie die Überprüfung durch eine unabhängige Fachkommission bestehen. Dabei führen Vertreter der Lebensmittelbranche, des Versuchszentrums Laimburg, des Sennereiverbands und des Südtiroler Bauernbunds eine Blindverkostung durch, die final darüber entscheidet, ob das jeweilige Erzeugnis den gestellten Anforderungen entspricht oder nicht.

Dieses Jahr konnten sich insgesamt 52 Direktvermarkter qualifizieren. Ihre wertvollen Erzeugnisse finden Interessierte ab sofort in der Gratis-Broschüre „DelikatESSEN vom Bauern 2013“. Die Vielfalt der regionalen Köstlichkeiten aus überschaubaren bäuerlichen Strukturen reicht von feinen Fruchtaufstrichen, Säften, Sirup, Trockenobst, edlen Destillaten und Essigen über handgepflückte Kräuter- und Teemischungen bis hin zu würzigem Käse, erlesenen Milchprodukten, traditionell gebackenen Broten sowie frischen Eiern von glücklichen Freilandhühnern. Der Verkauf erfolgt zum einen direkt ab Hof, aber auch in ausgewählten Südtiroler Lebensmittelgeschäften – vom lokalen Supermarkt bis hin zum kleinen Feinkost-Paradies.

Die Broschüre „DelikatESSEN vom Bauern 2013“ mit allen Verkaufsadressen kann kostenlos bestellt werden unter Fon +39 (0471) 99 93 08 oder www.roterhahn.it

Brot wächst doch im Supermarkt. Oder?

Brot wächst doch im Supermarkt. Oder?

Die Milch kommt aus der Flasche und das Brot aus dem Supermarktregal – viele (Stadt-)Kinder wissen nicht mehr, woher Lebensmittel natürlicherweise stammen. Dabei ist es wichtig, dem Nachwuchs schon von klein auf zu erklären, wie Lebensmittel entstehen – und dass gesunde Ernährung schon bei der Aussaat beginnt. Dr. Hermann-Josef Baaken weiß schließlich aus eigener Erfahrung, wie verantwortungsvoll die Arbeit eines Landwirts ist. In seinem unterhaltsamen Vortrag „Vom Korn zum Brot“ am Sonntag, 10. Juni, will er das Thema nicht nur Erwachsenen, sondern vor allem Kindern begreifbar machen.

Bei dieser Reise durch die Welt der Nahrungsmittel können die großen und kleinen Zuhörer jene Insekten, die Hafer, Gerste und Weizen ebenfalls zum Fressen gern haben, genauer betrachten und auch anfassen. Und sie können Korn beispielsweise in dessen Einzelteile zerlegen.

Natur zum Anfassen ist aber nur ein Teil seines Vortrags: Der studierte Agrarökonom, der bei Bayer CropScience in Monheim arbeitet, vermittelt zusätzlich auch einen kindgerechten Einblick in Themen, die auch vielen Erwachsenen am Herzen liegen: Wie kann es heute und in Zukunft gelingen, die vielen Milliarden Menschen satt zu bekommen? Und welchen Herausforderungen müssen sich die Landwirte stellen?

Der Vortrag beginnt um 14 Uhr.
Der Eintritt ist frei.

Gourmet-Urlaub für Hunde mit eigener Speisekarte

In diesem Urlaub werden die Hunde zu
Gourmets. Sie, oder stellvertretend ihr Frauerl oder Herrchen, wählen
aus der Hundespeisekarte die Leibspeisen aus, die das Küchenteam des
Sonnenhotel Zaubek exklusiv für Hunde zubereitet.

Rindfleisch mit Haferflocken und Karottenraspel, Lachs mit
Kartoffeln und Blattspinat, Pute mit 5-Korn-Flocken und Reis, jeweils
als kleine, mittlere oder große Portion sowie die Wurstsemmel „Rex“
für den kleinen Hunger zwischendurch – das sind einige der
Leibgerichte von Vierbeinern, die sie im Sonnenhotel Zaubek genießen
können. Alle Gerichte sind hundeerprobt und von Hotel-Haushund Alfi
mehrfach verkostet worden, bevor sie es auf die Hundespeisekarte
geschafft haben.

Alfi, Hunde-Gastgeber und Haushund im Sonnenhotel Zaubek, ist ein
echter Feinschmecker-Hund. Speziell für ihn wurde „Alfi’s best“
kreiert. Nach vielen Verkostungen und Probierdurchläufen steht es nun
in vier Varianten – Rind, Lamm, Pute und 5er Mix – zur Verfügung. Und
da Alfi klar ist, dass größere Hunde noch viel mehr Hunger haben als
er, gibt es zusätzlich zur 200 Gramm Dackelportion auch eine 800
Gramm Portion.

Die kulinarischen Genüsse für Hunde sind nur eines der
Spezialangebote für Vierbeiner im Sonnenhotel Zaubek auf der
Gerlitzen Alpe (1.500 m). Der Alm-Hunde-Führerschein ist ein
weiteres, das die ganze Sommersaison über angeboten wird. Dabei
werden im Rahmen spezieller Trainings- und Theoriestunden Hund und
Halter auf die Herausforderungen, die sie auf Almen, im Wald und am
Berg erwarten, vorbereitet. Die Prüfung zum Alm-Hunde-Führerschein
wird von einer ÖKV-Hunderichterin geleitet.

Michael Häberer, Björn Franke und Armin Vogler

Potsdam, Werder und Panketal setzen morgen (24. Januar) Akzente in der Brandenburghalle 21a. Am fünften von zehn Messetagen wird im Kochstudio weiter geheizt, gebeizt, gepökelt und natürlich gekocht. Diesmal kommt eine der Erfolgsgeschichten im Kochstudio, eine der traditionellen Erfolgsgeschichten der Mark, in die Pfanne. Die Kartoffel und der Alte Fritz – das ist eine historische Erfolggeschichte.

Ein Köche-Trio aus der Landeshauptstadt Potsdam tischt auf

Das „Oscar“ im Hotel Mercure, die „Tenne“ in Fahrland und das „Forsthaus Templin“, sind sehr unterschiedliche Restaurants in Potsdam. Wenn Michael Häberer, Björn Franke und Armin Vogler am Dienstag (24. Januar) im pro agro-Kochstudio gemeinsam hantieren, dann wird es historisch: Sülze vom gepökelten Wildschweintafelspitz mit Kartoffeltatar und Rote Beete-Birnenchutney. Sie haben ihr Rezept ausgegraben, zu Ehren Friedrichs und zu Ehren der Knolle, die dank Friedrichs gleichnamigem Erlass Einzug in Preußen gehalten hat.

Mittlerweile ist in Europa und in vielen Teilen der Welt die Kartoffel Grundnahrungsmittel. Viele Länder und Regionen haben eigene Kartoffel-Kreationen hervorgebracht, deren Rezepturen von Generation zu Generation weitergereicht wurden. Die Kartoffeln kamen erst im 16. Jahrhundert aus dem neu entdeckten amerikanischen Kontinent nach Europa. Allerdings stand die seit Jahrhunderten praktizierte Dreifelderwirtschaft dem Anbau der Kartoffel entgegen. Preußenkönig Friedrich der II., der Alte Fritz, hat mit seinem „Kartoffel-Erlass“ 1756 der Erdknolle in der Mark den Weg geebnet. Inzwischen sind sie von den Speisekarten nicht mehr wegzudenken.

Eine Kugelsstoßlegende am Kochfeld

Udo Beyer, Olympiasieger im Kugelstoßen bereits mit 21 Jahren, Weltrekordler, Doppeleuropameister, Kapitän der DDR-Leichtathletik-Nationalmannschaft und heute Reisekaufmann ist ein Sympathieträger des Ostens. In seiner fast 25 Jahre währenden Karriere hat er die Kugel an die 150.000 Mal aus dem Ring gestoßen. Dreimal landete sie in Weltrekordweite. Udo ist der Älteste von sechs Geschwistern. Wohl einmalig in der Sportgeschichte ist, dass drei Geschwister einer Familie erfolgreich an Olympischen Spielen teilgenommen haben. In Moskau 1980 gewann Udo Bronze, sein Bruder Hans-Georg Gold mit den DDR-Handballern und seine Schwester Gisela wurde beim Diskuswerfen Vierte. Als Udo Beyer 1992 in Barcelona seine letzten Olympischen Spiele, die vierten nach 76, 80, und 88, war auch seine jüngste Schwester Gudrun dabei – als Physiotherapeutin der Fechter. Das Kapitel Sport beinhaltet in Udo Beyers Leben heute Fitness, Fahrrad und alles was man so tut, um sich in Form zu halten. Das hat natürlich auch mit Sport und Ernährung zu tun. Der Hobbykoch Udo Beyer plaudert mit Detlef Olle und den Profiköchen aus Potsdam über das, was Spaß an Essen macht und gut tut. Zwischen 10 und 13 Uhr im pro agro-Kochstudio können die Messebesucher zusehen, zuhören und kosten.

Gemeinsam mit 13 anderen ehemaligen Spitzensportlern wie Michael Schumacher, Simon Amman, Heiner Brand, Annie Friesinger und Katrin Boron lässt Beyer von Lieblingsrezepte und persönlichen Anekdoten zum Thema Essen wissen –Fitness à la carte von Stephane Franke (2005).

Der 56jährige Udo Beyer führt inzwischen gemeinsam mit seiner Tochter ein Reisebüro in Potsdam-Babelsberg.

Historische Kochkünste – die Potsdamer köcheln weiter

Die Köche des Vormittags werden auch ab 14.30 Uhr die Besucher mit ihren Kochkünsten und Kostproben erfreuen. Aus der historischen preußischen Küche und dem Jahr 1723 gibt es zunächst Tartuffeln in Weinbrühe, danach Wildschweinblättchen mit Lauchzwiebeln, Knoblauch Biersenf und Braubier. Deftiger Kartoffelstampf mit Speck und Zwiebeln runden das Kochfinale der Potsdamer Küchenchefs ab.

„Vertanzt“ oder feiern nach Werderaner Art

Im Bühnenprogramm am Dienstag dreht sich alles um die Werderaner. Vom Karnevalsklub über die Baumblütenkönigin Victoria Tremel und die Kirschkönigin Claudia Müller, die Tanzgruppe „Vertanzt“ oder der Fercher Obstkistenbühne ist ganz viel Kultur aus Werder und Umgebung zu erleben. Zudem werden Aussteller und Firmen aus der Region rund um Werder auf der Bühne vorgestellt. Dazu gehört die Manufaktur Scheeg, die neuartige Pflanzgefäße in der Brandenburghalle vorstellt, der Werderaner Tannenhof oder die Ölmühle der Havelstadt.

Panketaler Schüler: Vom Korn zum Brot

Doch auch zwischen Bühne, Kochstudio und Besucherströmen tut sich einiges hinter den Kulissen der Brandenburghalle 21a. Im Gästebereich der Halle wird eine 4. Klasse aus der Grundschule der Gemeinde Panketal (Barnim) erwartet. Sie beschäftigt sich unter Anleitung von Veronika Wrobel von der Verbraucherzentrale Brandenburg mit dem Thema Getreide. Die Schüler nehmen Korn unter die Lupe. Die Kinder werden Haferflocken selbst quetschen und abschließend Brandenburger Brotsorten verkosten.

Nach dem Auftakt am Dienstag besuchen auch am Mittwoch und Donnerstag weitere Schulklassen die Brandenburghalle, um sich während ihres Auftenthalts mit Korn und Brot zu beschäftigen.

Grünkohl, Bier und Korn aus dem Emsland

Regionale und saisonale Produkte liegen im Trend

Regional-saisonale Lebensmittel sind beliebter denn je – ein Trend, der im Emsland aufgrund der ausgeprägten Landwirtschaft und des bäuerlichen Handwerks schon immer gelebt wird. Das beste Beispiel ist der norddeutsche Klassiker Grünkohl, Bier und Korn. Alle Produkte kommen direkt aus der Region. Der Grünkohl wird frisch nach dem ersten Frost vom Feld geerntet. Würzig herbes, malziges Frischbier produziert dazu die Privatbrauerei Borchert in Lünne ( www.landhaus-brauerei.de ), wo noch der Chef persönlich nach dem deutschen Reinheitsprinzip von 1516 braut. Auch der Weizen für einen edlen Korn, der den kulinarischen Dreiklang abrundet, wird in der Region angebaut und von der Brennereifamilie Rosche in Haselünne ( www.rosche.de ) verarbeitet. In seiner Korn-Akademie zeigt Inhaber Josef Rosche, was einen guten Branntwein ausmacht.

Weitere Informationen zu den Grünkohl-Restaurants, Brennereien und Brauereien bei Emsland Touristik unter www.emsland.com oder telefonisch unter 05931/442266.

Das Brennen von Korn hat in Haselünne, der ältesten Stadt des Emslandes, eine lange Tradition. Neben Rosche sind hier noch zwei weitere Brennereien beheimatet: der Berentzen Hof ( www.berentzen-hof.de ), der aufgrund einer buchstäblichen „Schnapsidee“ mit dem Apfelkorn erfolgreich wurde, sowie die Brennerei H. Heydt ( www.heydt.de ), die mit ihrem 1860er Premiumkorn zum „Kulinarischen Botschafter Niedersachsen 2011“ ausgezeichnet wurde.