Katholischer Messwein

Qualitätswein ausreichend

Die katholische Kirche hat eine knapp 40 Jahre gültige Verordnung zum Messwein aufgehoben. Nun kann üblicher Qualitätswein bei der Eucharistiefeier verwendet werden, ist im Kirchlichen Amtsblatt für die Diözese Mainz zu lesen.

Die Eucharistie ist die Feier von Gottes Gegenwart und Gemeinschaft und wie die Taufe ein Sakrament der katholischen Kirche. Dabei wird ein qualitativ hochwertiger Messwein verwendet, der symbolisch für das Blut Christi steht. In der Grundordnung des Römischen Messbuches steht: „Der Wein für die Eucharistiefeier muss vom Gewächs des Weinstockes stammen und naturrein und unvermischt sein, das heißt ohne Beimischung von Fremdstoffen.“ Um diese Qualität zu sichern, hatten deutsche Bischöfe im Jahre 1976 die „Verordnung über den Gebrauch von Wein bei der Eucharistiefeier“ verabschiedet. Sie wurde auf der Grundlage des damaligen Lebensmittelrechts entwickelt.

Heutzutage sind die gesetzlichen Bedingungen allerdings anders: Die Reinheit des Weins ist nach deutschem Weinrecht streng geregelt und die Beimischung von Fremdstoffen weitestgehend verboten. Daher ist die kirchliche Verordnung nicht mehr notwendig und wurde von der Deutschen Bischofskonferenz Ende Juni 2014 aufgehoben. Nun müssen die Lieferanten nicht mehr extra geprüft werden. Bei der Eucharistiefeier soll zukünftig ein Wein verwendet werden, der mindestens den Anforderungen eines Qualitätsweines genügt. Qualitätsweine unterliegen einer amtlichen Prüfung durch die zuständige Behörde.
Heike Kreutz, www.aid.de

Silvester Mehrheit mit Sekt aber ohne Kirche

78 % feiern Silvester mit Sekt – 72 % feiern mit Freunden – 51 % mögen Feuerwerk – 16 % besuchen eine Kirche am Silvesterabend

Eine Silvesterfeier ohne Sekt? Das ist für mehr als Drei Viertel der Deutschen (78 Prozent) unvorstellbar. Das ergab eine aktuelle repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Sektkellerei Schloss Wachenheim AG (u.a. Hersteller von Faber-Sekt, LIGHT Live und Robby Bubble). Demnach ist es für die Bundesbürger die wichtigste Silvestertradition mit einem Glas Sekt auf das neue Jahr anzustoßen.

Großen Wert legen die Menschen an Silvester auf Geselligkeit. 72 Prozent gaben an, für sie gehöre es dazu den Jahreswechsel mit Freunden zu feiern. Das neue Jahr mit einem Feuerwerk zu begrüßen, ist dagegen nur für die Hälfte der Deutschen (51 Prozent) ein wichtiger Brauch. Auch der Kirchenbesuch an Silvester hat für die Befragten keine Bedeutung mehr. Nur für 16 Prozent ist dies noch Tradition.

Laut der repräsentativen Umfrage sind die Deutschen dieses Jahr richtig in Feierlaune. Mehr als die Hälfte der Befragten (53 Prozent) will an Neujahr voraussichtlich zwischen 2.00 und 3.00 Uhr ins Bett gehen. Besonders feierfreudig sind 2012 die 45- bis 59-jährigen. In dieser Altersgruppe gaben 64 Prozent an, um diese Uhrzeit schlafen zu gehen. Die gute Feierlaune der Deutschen bestätigt auch der Vorstand der Sektkellerei Schloss Wachenheim AG: „Wir erwarten, dass in diesem Jahr noch mehr Sektkorken als im Vorjahr knallen“, erklärt Dr. Wilhelm Seiler.

Generell scheinen die Befragten 2012 mehrere Anlässe gehabt zu haben, eine Flasche Sekt zu öffnen. Rund 20 Prozent der Befragten trinken regelmäßig (alle zwei bis vier Monate) Sekt. Gerade Frauen greifen nach wie vor gerne zu diesem alkoholischen Getränk auch während des Jahres. Knapp ein Viertel (24 Prozent) genießt hier alle zwei bis vier Monate Sekt.

Leider lässt diese Umfrage offen, mit was die anderen 22 % zu Silvester anstoßen. Mit Champagner, Cava, Spumante und Cremant? Oder gar nicht?
Die Gourmet Report Redaktion spart sich den Sekt am Silvesterabend und genießt Jahrgangs Cava Brut Nature Reserva und Piper Heidsieck Prestige Cuvée Rare 2002. Wir mögen es ein wenig exklusiver am Silvesterabend und vermutlich auch sonst!

Barcelona, Rom, London und Prag gratis Tipps

Barcelona ist diesen Herbst das meistgebuchte Städtereiseziel der Deutschen – gefolgt von Rom und London. Das ergab eine aktuelle Analyse durch lastminute.de, für die tausende Flug+Hotel-Buchungen der Last Minute Reisewebsite in neun Ländern untersucht wurden. Dabei kam auch heraus, dass bei europäischen Städtereisenden in den Herbstmonaten insgesamt London die gefragteste City ist vor Barcelona, Rom und Prag – buchen sie in letzter Minute, wählen sie jedoch wie auch die Deutschen am liebsten Barcelona. „Jetzt ist die Zeit, in der viele eine Städtereise unternehmen – besonders am langen Brückentag-Wochenende Anfang November. Deutsche gehen jetzt gerade am liebsten nach Barcelona – vor allem wenn sie in letzter Minute buchen.

„Bei uns wird es langsam kalt – aber dort scheint die Sonne auch jetzt noch. Dazu kommt spannende Kultur, ein einzigartiger Lebensstil und ein toller Strand. Ein Citytrip mit einer Brise Strandurlaub“, erklärt Jörg Burtscheidt, Geschäftsführer von lastminute.de im Gourmet Report Gespräch, die aktuellen Städtereisen-Trends.

Für spontane Citytrips über das lange Wochenende von 1. bis 4. November bietet lastminute.de Flug+Hotel Barcelona ab 318 Euro, Rom ab 300 Euro, London ab 339 Euro (4-Sterne Hotel – pro Person im Doppelzimmer).

Spar-Tipps: So bekommen Reisende mehr für weniger bei einer Städtereise

Deutsche geben für einen Flug+Hotel-Citytrip im Schnitt derzeit 638 Euro pro Person aus, bleiben 4,5 Tage und buchen am häufigsten ein 4-Sterne Hotel – oft auch ein 5-Sterne Hotel. Bares Geld spart, wer bei lastminute.de mit Flug+Hotel seine Städtereise kombiniert und dabei ein Top Secret Hotel wählt: Dahinter stehen reduzierte Restplätze, die Luxushotels kurzfristig füllen wollen, ohne dabei ihren guten Namen mit Schnäppchen-Preisen in Verbindung zu bringen – den Hotelnahmen gibt es in der Buchungsbestätigung.

Eine weitere Sparhilfe bietet lastminute.de bei der Suche nach Flug+Hotel innerhalb Deutschlands: Als Alternative werden stets auch Bahn+Hotel-Angebote angezeigt mit der möglichen Ersparnis. Bei Bahn+Hotel werden übrigens aktuell Berlin, Hamburg und München am meisten gebucht.

Umsonst-Tipps in beliebten Städten
Um vor Ort mehr für weniger zu bekommen, hat lastminute.de Tipps, wie man in einigen der beliebtesten Städte ganz viel ganz umsonst erlebt:
· Giganten der Kunst umsonst: Barcelona hat ein Picasso Museum mit wichtigen Werken des großen Künstlers – jeden ersten Sonntag im Monat ist der Eintritt frei. In der ganzen Stadt sind Gebäude von Gaudi zu finden – der Architekt hat auch den Park Guell entworfen, der ein bisschen wie eine Märchenwelt ist und umsonst besucht werden kann.
· Michelangelo umsonst: Rom hat tolle Modeboutiquen und alle, die Geld für’s Shopping sparen, aber trotzdem viel von der Ewigen Stadt sehen wollen, sollten die Vatikanischen Museen mit Michelangelos Sixtinischer Kapelle am letzten Sonntag im Monat besuchen. Der Eintritt ist dann frei – das spart 15 Euro! Eintauchen in die Antike kann man umsonst im Marcellus-Theater und im Pantheon.
· Geschichte und Blues umsonst: Die Meisterwerke in Prags Nationalgalerie können ohne Eintritt jeden ersten Mittwoch im Monat nachmittags besucht werden. Wunderbare antike Instrumente sind im Museum der Musik umsonst zu bewundern jeden ersten Donnerstag im Monat. Und Blues live und for free gibt’s in der U Maleho Glena Bar Montagabends.
· Kunst, Politik, Tradition und ein Konzert umsonst: Viele der besten Museen in London kosten keinen Eintritt wie zum Beispiel National Gallery, Tate Britain, Tate Modern, British Museum, National History Museum und Victoria & Albert Museum. Politik hautnah kann man bei einem kostenfreien Besuch des House of Commons und des House of Lords erleben sowie jahrhundertealte Tradition bei der ‘Ceremony of the Keys’ im Tower. Musik for free bietet die Kirche St. Martin-in-the-Fields bei ‘Lunch Time Concerts’.
· Ikone besuchen und Ikonen hören umsonst: Das Flatiron Building ist eine der Ikonen New Yorks – eine geführte Tour durch die Nachbarschaft gibt’s umsonst jeden Sonntag (Treffpunkt 11 Uhr Südwestecke Madison Square Park, 23. Straße und Broadway). Fast täglich von 12.20-12.50 gibt es klassische Konzerte ist der stimmungsvollen Grace-Kirche am Broadway – Entspannung in der lebendigen Stadt. Und die Carnegie Hall Neighborhood Concerts bieten regelmäßig Live-Musik – oft von richtigen Musikikonen.

Fünf Sterne für ein Kloster

Rund zwei Autostunden nordwestlich von Madrid befindet sich das Fünf-Sterne-Hotel Abadía Retuerta LeDomaine. Das Hotel mit eigenem Weingut liegt am Fluss Duero, mitten im Anbaugebiet Sardón del Duero. Sein Herz ist der edel ausgestattete Weinkeller, seine Seele das aus dem 12. Jahrhundert stammende Kloster. 19 Zimmer und zwei Suiten entstanden hier unter der Federführung des italienischen Architekten Marco Serra, der die historischen Grundmauern bewahrte, sorgfältig renovierte und dem Gebäude die Standards eines Luxushotels verlieh.

Einst Speisesaal der Mönche, treffen sich heute Gourmets im gotischen Ambiente des Restaurants, um sich von den Kochkünsten des Schweizer Küchenchef Urs Bieri verzaubern zu lassen. Eine Reproduktion des Gemäldes „Das letzte Abendmahl“ aus dem 17. Jahrhundert krönt das Edelrestaurant. Abadía Retuerta LeDomaine wurde im März 2012 eröffnet, die Übernachtungspreise beginnen bei 290 Euro pro Person mit Frühstück. Weitere Informationen unter www.ledomaine.es

Die Geschichte des Klosters datiert zurück ins Jahr 1143. Damals spendete die Tochter des Lord von Valladolid, Doña Mayor, der Kirche „terras et vineas“. Auf diesem Grundbesitz baute und gründete Sancho Ansúrez, ihr Neffe, das Kloster Abadía Santa Maria de Retuerta für den Prämonstratenser Orden, dem er sich in Frankreich angeschlossen hatte und den er nun auf der Iberischen Halbinsel fördern wollte.

Schon damals war das Interesse des Ordens an Kunst groß, wie die vielen Fresken zeigen. Auch heute können diese und viele weitere Gemälde aus neuerer Zeit bewundert werden. Abadía Santa Maria de Retuerta war das erste Kloster, das der Orden in Spanien gründete, 1931 wurde es deshalb zu einem historisch-künstlerischen Denkmal von nationalem Interesse erklärt.

Das luxuriöse Hotel überrascht mit einer interessanten Kombination aus romanischer, barocker und gotischer Bauweise. Der klassische benediktinische Aufbau von Kirche, Kreuzgang, Speisesaal und Kapitelsaal wurde aufrechterhalten. Zahlreiche Bogengänge, geometrisch angelegte Kreuzgänge, die spätromanische Kirche mit ihren drei Kirchenschiffen und der zentral gelegene Klostergarten unterstreichen in ihrer Nüchternheit den eleganten, aristokratischen Charme des Hotels, das mit allen technischen Neuheiten ausgestattet ist. Ein separat angelegter Skulpturengarten wurde von dem deutschen Bildhauer Ulrich Rückriem bestückt, der in einem Block gebrochene Steine verdoppelt und teilt.

Wein und Kultur in Georgien

Georgien, das mythen- und geschichtsträchtige Land am Fuße des Kaukasus, ist nicht nur eines der ältesten christlichen Länder der Welt, sondern auch die „Wiege des Weinbaus“. Letzterer hat in Georgien eine 8.000jährige Tradition. Mit seinem neuen Programm „(W)einsichten“ – Reisen zu Kultur und Reben“ greift der Ludwigsburger Veranstalter Karawane Reisen jetzt erstmals das Thema Weintourismus auf. In Georgien, das bis 1990 zur Sowjetunion gehörte, entwickelt sich der Weintourismus erst allmählich.

Die Teilnehmer der Reise „Kulturelle Highlights und Weinkultur am Fuße des Kaukasus“ vom 29. 9. – 6. 10. 2012 dürfen sich deshalb ein Stück weit als Pioniere fühlen. Sie bekommen einen tiefen Einblick in die Kvevri-Kultur Kachetiens mit ihrem Weinausbau in unterirdischen Amphoren und mehr als 500 autochthonen Rebsorten geboten.

Hinzu kommen Besuche in Kellereien wie Chateau Mukhrani, Kindzmarauli, Pheasant’s Tears und beim deutsch-georgischen Joint-Venture Vinoterra / Schuchmann Wines. Gemeinsames Brotbacken und die Herstellung von „Tschurtschchela“, einem wurstförmigen Konfekt aus Walnüssen und eingedicktem Traubensaft, runden das Ganze ab. Mit der eindrucksvoll auf einem Felsen thronenden Wehrkirche von Gremi, der Dschwari-Kirche in Mzechta (beides Unesco-Weltkulturerbe), dem Alaverdi-Kloster, der Altstadt von Tbilissi und dem pittoresken Städtchen Sighnaghi verfügt Georgien auch über kulturhistorische Sehenswürdigkeiten ersten Ranges. Die achttägige Reise zur Wiege des Weines kostet 1.775 Euro.

Eine weitere Reise mit ähnlichem Konzept führt vom 27. 10. – 3. 11. nach Makedonien, wo die Teilnehmer auf den Spuren von Dionysos und Alexander dem Großen wandeln werden. Zum „(W)einsichten“-Programm gehören auch Übersee-Touren durch Südafrika, Chile, Australien und Neuseeland – sie werden teils in organisierter Form angeboten, teils mit dem Mietwagen und vorgebuchten Unterkünften.
Weitere Informationen: www.karawane.de

Religiöse Kulinaristik

Irdischer Genuss und himmlische Freude

Brot und Wein und symbolisch noch ein Fisch – das Christentum scheint nicht eben sinnenfroh. Doch weit gefehlt: Bibel und Kirche kennen lustvolles Essen und berauschenden Weingenuss, die Freuden gemeinsamer Mahlzeiten und das Lob der guten Küche. In zwölf anregenden, an die Monate angelehnten Kapiteln handelt dieses Buch von Alltag und Fest, Genuss und Sünde, Bitte und Dank, Gastfreundschaft und Gastlichkeit, Küche und Katechese. Es thematisiert aber auch Themen wie Verzicht und Fasten sowie die Verantwortung für die Schöpfung und Solidarität, die manchmal auf dem Teller beginnen. Jedem Kapitel folgt ein Rezept und ein besinnlicher Text zum jeweiligen Kapitelthema. Ein Buch, das verständlich, gelegentlich augenzwinkernd und bislang einzig in seiner Art der Theologie und religiösen Bedeutung des Essens und Trinkens nachspürt. Guido Fuchs ist kath. Theologieprofessor und leitet die Forschungsstelle „Kulinaristik und Religion“ am Institut für Liturgie- und Alltagskultur in Hildesheim.

Fuchs, Guido:
Gott und Gaumen
Eine kleine Theologie des Essens und Trinkens,
Claudius-Verlag München 2010
160 S. Geb. 21 x 24 cm durchgehend vierfarbig
€[D] 19,80; €[A] 20,40; sFr 28,50

ISBN 978-3-532-62411-1 (portofrei bestellen)

Weihnachtliche Stimmung mit Äpfeln

Äpfel sind aus der Weihnachtszeit kaum wegzudenken. Ob als Schmuck oder Leckerei – das Lieblingsobst der Deutschen ist seit jeher Teil der weihnachtlichen Atmosphäre und steht für Tradition und Heimat. Ihre Rolle, die eng mit der Brauchtum des Weihnachtsbaums verknüpft ist, hat sich jedoch über die Jahre verändert.

Der Christbaum geht auf das mittelalterliche Paradiesspiel in der Kirche zurück, das später durch das Krippenspiel abgelöst wurde. Die Schauspieler zeigten, wie die Sünde in die Welt kam und pflückten schließlich eine Frucht von dem immergrünen Baum. Diese Frucht war nach zeitgenössischer Vorstellung ein Apfel. Dieser „Baum der Erkenntnis“ wurde mit den Jahren immer aufwendiger geschmückt: Die Äpfel wurden schließlich sogar in Silber- und Goldfolie gewickelt, was dem Baum eine noch „paradiesischere“ Anmutung verlieh. Im 16. Jahrhundert tauchte der Baum – mitsamt Apfelschmuck – erstmals außerhalb der Kirche auf, zum Beispiel bei Feiern von Zünften und Bruderschaften. Der Weg bis in die Wohnstuben war nun nicht mehr weit. Als Gegensymbol zur katholischen Krippe wurde der Baum schon bald zum weihnachtlichen Symbol evangelischer Familien.

Neben Äpfel wurde der Baum mit Süßigkeiten behängt, der von den Kindern am Ende der Weihnachtszeit, also am 6. Januar geplündert werden durfte. In seinem Märchen vom „Nussknacker und Mausekönig“ beschreibt E. T. A. Hoffmann auf überschwängliche Weise einen Weihnachtsbaum: „Noch nie hatte der Weihnachtsbaum solch‘ reiche Früchte getragen […], dazwischen mancher goldene Apfel aus den Gärten der Hesperiden“. Auch als der Weihnachtsbaum von der einfachen Landbevölkerung übernommen wurde, behielt man den Apfelschmuck bei. Diese waren günstig und konnten später sogar noch gegessen werden.

Von echten Äpfeln zu Holz- und Glasäpfeln
Schließlich kam die Industrie auf die Idee, dauerhaften Christbaumschmuck herzustellen und so tauchten ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Äpfel aus Holz auf und 1884 erstmals aus Glas. Bei den reicheren Familien waren die Glasäpfel schnell sehr beliebt, während die ärmeren die Holzäpfel nutzten. Heute werden kleine rote Äpfel als Baumschmuck hauptsächlich bei Familien eingesetzt, die ihren Baum kindgerecht mit Spielzeug und Strohsternen schmücken wollen. Dass es sich stets um rote Äpfel handelt, hat einen Grund, denn rot und grün sind die Farben von Weihnachten. Grün symbolisiert die Hoffnung, das erwachende Leben und die Geburt des Erlösers; rot erinnert an sein Blut, das er für die Erlösung der Menschheit vergossen hat.

Hoffnung auf den Frühling
Eine weitere weihnachtliche Tradition rund um den Apfel sind die Barbara-Zweige, die schriftlich seit dem 13. Jahrhundert nachgewiesen werden können. Dabei handelt es sich um Zweige von Obstbäumen – je nach Region und Brauch waren es Apfelbaumzweige – die am 4. Dezember, Tag der heiligen Barbara, geschnitten und in einer Vase in der Wohnung aufgestellt werden. Wenn diese Zweige dann an Weihnachten blühten, wurde dies als glückliches Omen gedeutet. Oft heftete man auch die Namen der Familienmitglieder an die einzelnen Zweige. Wessen Barbara-Zweig besonders schön blühte, hatte im kommenden Jahr viel Glück zu erwarten, bei Mädchen bedeutete es eine baldige Heirat. Heute erfreut man sich einfach mitten im Winter an den Frühling verheißenden Blüten!

Kinder, kommt und ratet, was im Ofen bratet!
Im kulinarischen Bereich ist der Apfel als Bratapfel die unangefochtene Nummer eins. Auf vielerlei Varianten ist der duftende, heiße Apfel zuzubereiten: Ob mit Nüssen und Rosinen, Marzipan, Dominosteinen, Haferflocken, ob mit Vanille-, Schokosauce, Cidre oder Rum serviert – er findet immer einen glücklichen Abnehmer. Viele Familien pflegen auch ihr eigenes, traditionelles Rezept. Anregungen zur Variation von Bratäpfeln gibt es in der Rezept-Kategorie unter www.genau-dein-obst.de

Eine wichtige Rolle spielen Äpfel zur Weihnachtszeit auch auf pikante Art: Kein Rotkraut ohne Apfelstückchen, keine gebratene Ente oder Gans ohne Apfelfüllung! Weniger bekannt, aber unbedingt einen Versuch wert, sind winterliche Apfelsuppen, zum Beispiel mit Lauch, Karotten, Kartoffeln, Kürbis, Pastinaken, Rosenkohl oder Sellerie. Dank weiteren Zutaten wie Ingwer, Speck, Schinken, Majoran, Meerrettich, Maronen, Salbei oder Curry lassen sie sich zahllos variieren.

Weihnachtsmärkte im Kulturland Rheingau, Aartal und Idsteiner Land

Weihnachtsmärkte im Kulturland Rheingau, Aartal und Idsteiner Land:

 

Rheingau

 

Rüdesheimer Weihnachtsmarkt der Nationen (Rüdesheim am Rhein) :
Rund um die historische Altstadt können die Besucher an rund 120 festlich geschmückten Weihnachtshäuschen Glühwein und Speisen aus der Region und aller Welt genießen. Zu bestaunen ist neben einem bunten Programm die größte Krippe Deutschlands. Höhepunkt: Die Thomasnacht am 21. Dezember mit traditionellem Zug durch die Altstadt.

Termin: 21.11.2011 bis 23.12.2011 ,- täglich geöffnet , Tel. 06722/ 49110 http://www.weihnachtsmarkt-der-nationen.de/

 

Weihnachtstreiben (Eltville am Rhein):

Rund um den Platz der Deutschen Einheit duftet es köstlich nach Glühwein und Weihnachtsgebäck, nach Bratwurst, Nierenspieß und weiteren Leckereien. Ein Muss für Freunde der Vorweihnachtszeit. Auf die Besucher warten besinnliches Vergnügen, Schwedenfeuer, ein großer Stall mit Krippe sowie vieles mehr.

Termin: 25.11.2011 bis 01.01.2012 , täglich ab 15:00 Uhr Tel: 06123/ 2369

 

Eltviller Weihnachtsmarkt (Eltville am Rhein):
Im Burghof der Kurfürstlichen Burg, im Hof Bechtermünz und im Langwerther Hof in der historischen Altstadt können bezaubernd dekorierte Stände mit weihnachtlichen Köstlichkeiten bestaunt werden. Termin:
03.12.2011 und 04.12.2011 , Tel.: 06123/ 61117


Erbacher Weihnachtsmarkt (Eltville am Rhein- Erbach):
Ein Weihnachtsmarkt für die ganze Familie, der mit vielen weihnachtlichen Angeboten lockt.

Termin: 27.11.2011 , Tel.: 06123/ 62796

 

Weihnachtsmarkt Flörsheim am Main :

Weihnachtliche Klänge und anmutende Düfte bestimmen das festliche Bild rund um die St. Gallus-Kirche. Traditionell lädt der Flörsheimer Weihnachtsmarkt am ersten Advents-wochenende zur Einstimmung auf die Weihnachtszeit alle Besucher aus Nah und Fern ein.

Termin: 26.11.2011 , ab 14.00 Uhr und am 27.11.2011 , ab 11.00 Uhr, Tel.: 06145/ 955150

 

Wickerer Nikolausmarkt (Flörsheim am Main – Wicker):

Kleiner Nikolausmarkt organisiert von den Wickerer Vereinen.

Termin: 03.12.2011 , ab 15.00 Uhr und
04.12.2011 , ab 15.00 Uhr

 

Weilbacher Weihnachstmarkt (Flörsheim am Main – Weilbach)

Termin: 04.12.2011 , ab 11.00 Uhr

 

Geisenheimer Adventszauber:

Am ersten Advents-Wochenende großer Adventszauber am Geisenheimer Domplatz. Musikalische Darbietungen, Stände mit weihnachtlichen Angeboten, Lesestunden für die Kleinen und vieles mehr. An den folgenden Adventssamstagen weihnachtliche Adventsstimmung am Lindenplatz.

Termine: 26. bis 27.11.2011; 3.12.2011;10.12.2011;17.12.2011

 

Weihnachtsmarkt Hochheim am Main :
In stimmungsvoller Kulisse der Altstadt von Hochheim am Main erwarten Sie zahlreiche Stände mit unterschiedlichstem Angebot, von Kunsthandwerk über Weihnachtsschmuck bis hin zu regionalen Köstlichkeiten und warmen Getränken.

Termin: 02.12.2011 bis 04.12.2011 , Tel.: 06146/ 9000

 

Adventsbasar auf dem historischen Marktplatz Kiedrich:
Der Weihnachtsbasar Kiedrich bietet auf dem historischen Marktplatz allerhand Leckereien und Weihnachtsschmuck für Jung und Alt.

Termin: 27.11.2011 , Tel.: 06123/ 5985


Weihnachtsmarkt „ Rhein-Über“ Lorch am Rhein und Niederheimbach :
Der erste rhein-, kreis- und länderübergreifende Weihnachtsmarkt, der
1. „Rhein-Über“ Weihnachtsmarkt Niederheimbach – Lorch , wird erstmals am Samstag, 26. November 2011 veranstaltet: in Niederheimbach (linksrheinisch) an der Kirche, Hinterbach und Champtoceaux-Platz und in Lorch (rechtsrheinisch) auf dem historischen Marktplatz und im Robert-Struppmann-Museum.

Termin: 26.11.2011 , Tel.: 06726/ 1815

Weihnachtsmarkt Espenschied (Lorch am Rhein-Espenschied):

Ein bunter Weihnachtsmarkt in idyllischem Ambiente im Höhenluftkurort Espenschied, organisiert von der Freiwilligen Feuerwehr.

Termin: 27.11.2011 , Tel.: 06726/ 1815

 

Weihnachtsmarkt Lorchhausen:

Kleiner, aber feiner Weihnachtsmarkt in Lorchhausen rund um das Gemeinschaftshaus.

Termin: < span style="color: #000000;"> 03.12.2011 oder am 10.12.2011 , Tel.: 06726/ 1815

 

Weihnachtsmarkt Wollmerschied (Lorch am Rhein-Wollmerschied):

Genießen Sie weihnachtliche Stimmung und leckere Köstlichkeiten auf dem Schulhof Wollmerschied.

Termin: 16.11.2011 , Tel.: 06726/ 1815

Weihnachtsmarkt an der Brentanoscheune (Oestrich-Winkel):
Ein kleiner, aber feiner Weihnachtsmarkt mit besonderem Flair bietet rund um die historische Brentanoscheune mit interessante Weihnachtsangebote an rund 50 Ständen.

Termin: 10.12.2011 bis 11.12.2011 , Tel.: 06723/ 992131

 

Weihnachtsmarkt in der Kelterhalle (Oestrich-Winkel/ Hallgarten):
In der Kelterhalle der Hallgartener Winzergenossenschaft (Hattenheimer Straße) wird Ihnen Besonderes geboten. Kunst- und Handwerks-Geschenkideen, zwanglose Weinverkostung, preiswerte Weine und attraktive Weinpräsente, Kaffee und Kuchen sowie kleine Speisen stehen für Sie bereit.

Termin: 26.11.2010 bis 27.11.2011 , 11:00 bis 18:00 Uhr

Weihnachtsmarkt Walluf:
Auf dem La-Londe-Platz in Walluf erwarten bunt geschmückte Weihnachtsbuden und leckerer Glühwein Gäste aus Nah und Fern.

Termin: 26.11.2011

Wiesbaden
Sternschnuppenmarkt (Wiesbaden ):
Festlich beleuchtete Lilien aus dem Stadtwappen Wiesbadens, ein 30 Meter hoher, prachtvoll geschmückter Weihnachtsbaum, weihnachtliche Düfte und festliche Musik bilden den Rahmen des alljährlichen Sternschnuppenmarktes rund um den Schloßplatz.

Termin: 22.11.2011 bis 23.12.2011 , Tel.: 0611/ 313112

 

Taunus

Weihnachtsmarkt Michelbach (Aarbergen- Michelbach):
Bereits zum 29. Mal findet der traditionelle Weihnachtsmarkt mit vielen bunten Angeboten, Leckereien und einem gemischten Unterhaltungsprogramm in Aarbergen-Michelbach auf dem Platz in Brühl statt. Termin:
04.12.2011 , Tel.: 06120/ 900949

Weihnachtsmarkt Bad Schwalbach :
Schön geschmückte Weihnachtsstände, köstlicher Glühwein, regionale Spezialitäten und vieles mehr lockt auf den Weihnachtsmarkt rund um die Stadthalle Bad Schwalbach.

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Termin: 03.12.2011 , Tel.: 06124/ 500124

Weihnachtsmarkt Eppstein :
Fixpunkt des stimmungsvollen Eppsteiner Weihnachtsmarktes ist im Jahr 2010, wie in den vergangenen 25 Jahren, die Burgruine über der Altstadt. Am 11. und 12. Dezember können sich die Besucher auf ein reichhaltiges Programm mit vielen unterschiedlichen kulturellen Veranstaltungen freuen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt traditionell auf den zahlreichen Angeboten für Kinder mit Bastelwerkstatt und Weihnachtsmärchen.

Termin: 10.12.2011 und 11.12.2011 , Tel.: 06198/ 3050

 

Weihnachtsmarkt Niedermeilingen (Heidenrod-Niedermeilingen ):

Stimmungsvoller Weihnachtsmarkt rund um das Gasthaus Klauser Mühle

Termin: 25.11.2011 ab 16:00 Uhr

 

Weihnachtsmarkt Kemel (Heidenrod-Kemel):

Besinnlicher Weihnachtsmarkt rund um das Heimat- und Kulturhaus in Kemel, organisiert vom TuS Kemel.

Termin: 27.11.2011

 

Weihnachtsmarkt Laufenselden (Heidenrod-Laufenselden):

Kleiner, feiner Weihnachtsmarkt in der Rudolf-Dietz-Straße von der Kastell-Apotheke bis zur Evangelischen Kirche.

Termin: 26.11.2011 ab 14.00 Uhr

 

Weihnachtsmarkt Dickschied (Heidenrod-Dickschied):

Weihnachtsmarkt an der Nassauer Straße 25, Zorn

Termin: 26.11.2011

 

Weihnachtsmarkt Hohenstein (Hohenstein-Breithardt ):
Stimmungsvoller Weihnachtsmarkt vor und im Gemeindezentrum Hohenstein-Breithardt.

Termin: 26.11.2011 und 27.11.2011 Tel.: 06120-2921

 

Weihnachtsmarkt Hünstetten :

Am 28.11.2010 können in Görsroth (Zentrum Halle Panoramastraße) weihnachtliche Verkäufsstände, sowie Essen- und Getränkestände besucht werden. Für die Kleinen, vielleicht auch für die Großen, kommt natürlich auch der Nikolaus. Die Vereine und der Kindergarten Görsroth freuen sich auf ihr Kommen.

Termin: 19.11.2011 – 20.11.2011 ,

Idsteiner Weihnachtsmarkt :
Ein besinnlicher Weihnachtsmarkt in malerischer Fachwerkatmosphäre in der Idsteiner Altstadt rund um den König-Adolf-Platz und den Löhrplatz: Weihnachtliche Düfte, musikalische Unterhaltung, eine „lebende Grippe“, Leckereien und Geschenkideen laden ein zum Bummel über den Weihnachtsmarkt vor historischer Fachwerkkulisse. Die kleinen Gäste können sich an einer modernen Kindereisenbahn erfreuen.

Termin: 02.12.2011 von 14:00 bis 21:00 Uhr, 03.12.2011 von 10:00 bis 21:00 Uhr sowie 04.12.2011 von 11:00 bis 20:00 Uhr, Tel.: 06126/ 78620

 

Weihnachtsmarkt Niedernhausen :
Weihnachtsmarkt mit kunsthandwerklichem Charakter in der Bahnhofsstrasse von Niedernhausen. Termin:
26.11.2011 und 27.11.2011 , Tel.: 06127/ 9030

Weihnachtsmarkt Schlangenbad :
Der romantische Weihnachtsmarkt findet alljährlich im Kurgarten am Parkhotel statt und lädt zum Einkaufen oder Verweilen ein. Für musikalische Unterhaltung in besinnlicher Atmosphäre ist ebenso gesorgt wie für kindgerechte Unterhaltung, z.B. im Streichelzoo oder Märchenzelt. Der Weihnachtsmann verteilt kleine Geschenke.

Termin: 03.12.2011 und 04.12.2011 , Tel.: 06129/ 4850

 

Weihnachtsmarkt (Schlangenbad-Bärstadt ):

Am 1. Advent findet der beliebte Weihnachtsmarkt in Bärstadt mit Besuch des Nikolaus statt. Angeboten wird allerlei Weihnachtliches, natürlich auch Selbstgemachtes. Für das leibliche Wohl sorgen die Bärstädter Vereine.

Termin: 03.12.2011 – 04.12.2011

 

Weihnachtsmarkt in Taunusstein-Orlen :

Auch in diesem Jahr bereitet die Nachbarschaft aus Orlen einen gemütlichen Weihnachtsmarkt vor. Es wird wieder selbstgebackenen Kuchen, leckeres vom Grill und reichlich Glühwein geben. Adventsgestecke und hübsche Geschenkideen werden von fleißigen Händen vorbereitet. Für die Kleinen wird es erstmals ein Bilderbuchkino mit einer Weihnachtsgeschichte geben. Und natürlich kommt der Nikolaus mit kleinen Geschenken. Der Erlös des Weihnachtsmarktes wird wie jedes Jahr einem guten Zweck gespendet.

Termin: 26.11.2011 ,

 

Mittelalterlicher Weihnachtsmarkt Taunusstein (Taunusstein-Wehen):
Im Hof des Wehener Schlosses erwarten Sie liebevoll dekorierte Buden mit weihnachtlichen Artikeln und Leckereien, ebenso wie ein buntes Unterhaltungsprogramm.

Termin: 09.12.2011 bis 11.12.2011 , Tel.: 06128/ 241140


Weihnachtsmarkt Taunusstein (Taunusstein-Bleidenstadt ):
Besinnlicher Weihnachtsmarkt im Stiftshof der Kirche St. Ferrutius.

Termin: 03.12.2011 bis 04.12.2011 , Tel.: 06128/ 44674

Adventsmarkt Waldems-Bermbach:
Der Adventsmarkt findet in Waldems-Bermbach mit vielen Leckereien und weihnachtlichen Artikeln rund um das Evangelische Gemeindehaus (An den Gärten 2) statt. Es wird weihnachtliches Programm für Jung und Alt geboten.

Termin: 26.11.2011 , 14:00 bis 18:30 Uhr, Tel.: 06126/ 59211

 

Weihnachtsmarkt Waldems-Niederems:
Weihnachtsmarkt der Niederemser Vereine mit buntem Festtagsprogramm und vielen weihnachtlichen Angeboten und Köstlichkeiten im Innenhof des Dorfgemeinschaftshauses.

Termin: 27.11.2011 , 11:00 bis , Tel: 06126/ 59211


Advents-Künstlermarkt Waldems-Steinfischbach:

Adventlicher Markt rund um die evangelische Kirche in Waldems-Steinfischbach, Camberger Straße, sowie im evangelischen Gemeindehaus mit heimischen Künstlern, Programm, weihnachtlichen Leckereien und Geschenkartikeln.

Termin: 26.11.2011 , 15:00 bis 18:00 Uhr, Tel.: 06126/ 59211

 

Den Deutschen geht nichts über die Ehe

Institutionen wie die Umweltschutzorganisationen genießen ebenfalls hohes Vertrauen – Vertrauensrückgang bei Kirche, EU und Euro

Die Ehe bleibt für Deutsche und Europäer ein sicherer Hafen: In keine andere Institution ist das Vertrauen so hoch wie in die staatlich besiegelte Partnerschaft zweier Menschen. Hohes Vertrauen genießen auch Umweltschutz­organisationen , während Kirche , Beamtenschaft und Europäische Union Vertrauen eingebüßt haben. Dies belegt eine 16 Länder Europas umfassende Studie, die das Magazin Reader’s Digest durchgeführt hat. Der Euro steckt in einer Vertrauenskrise: 49 Prozent der Befragten in Deutschland gaben an, zur D-Mark zurückkehren zu wollen.

 Den größten Vertrauensrückgang gegenüber der Vorjahreserhebung verzeichnete die Kirche : Nur noch 34 Prozent der Befragten sprachen der Kirche ein „sehr hohes“ bzw. „ziemlich hohes“ Vertrauen aus, 2010 waren es noch 41 Prozent. Ganz offensichtlich spiegelt sich hierin die Reaktion der Menschen auf die zahlreichen Fälle von Missbrauch in kirchlichen Einrichtungen, die insbesondere im vergangenen Jahr bekannt geworden sind. Der Vertrauensrückgang der Kirche ist allerdings ein europaweites Phänomen: Der Vertrauenswert lag im europäischen Durchschnitt mit 38 Prozent fünf Prozentpunkte unter jenem des Vorjahres. Den stärksten Vertrauensrückgang verzeichnete die Kirche in Belgien: Hier sackte der Vertrauenswert von 27 Prozent auf 13 Prozent ab.

 Auffällig ist der – wenn auch nur leichte – Vertrauenszuwachs der Umweltschutzorganisationen . Ihr Vertrauenswert stieg in Deutschland um fünf Prozentpunkte auf 61 Prozent und europaweit um zwei Prozentpunkte auf 49 Prozent.

 Die Europäische Union und der Euro genießen in Deutschland weniger Vertrauen als im übrigen Europa. So kommt der neu in die Studie aufgenommene Euro auf einen Wert von 40 Prozent, die Europäische Union dagegen nur auf einen Wert von 25 Prozent, was einem Minus von drei Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr entspricht.

 40 Prozent der Menschen in Deutschland bekannten, dass sie keinen Vorteil in einer einheitlichen europäischen Währung sehen (Europa: 42 Prozent). Ähnlich wie die Deutschen würden auch viele andere Bürger der Euro -Zone es vorziehen, wieder zu ihrer alten Landeswährung zurückzukehren, und zwar 43 Prozent im europaweiten Durchschnitt. 47 Prozent der Deutschen und 43 Prozent der Europäer stimmten außerdem der Aussage zu, dass die Europäische Union außerhalb der Mitgliedsländer keinen Einfluss habe.

 Große Unterscheide zwischen den Ländern zeigen sich bei den Banken . In neun Ländern, darunter die Schweiz und insbesondere Portugal, verzeichneten die Banken einen Vertrauenszuwachs. In Rumänien dagegen brach das Vertrauen in die Banken ein: Der Wert verringerte sich von 43 Prozent auf 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In Deutschland verzeichnete der Vertrauenswert der Banken (21 Prozent) lediglich ein leichtes Minus von einem Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr.

  Wie hoch ist Ihr Vertrauen in die folgenden Institutionen Ihres Landes?

[In % der Wert für „sehr hohes“ bzw. „ziemlich hohes“ Vertrauen. Antworten zu 14 vorgegebenen Institutionen. Basis: 33.005 Befragte in 16 europäischen Ländern, davon 7.148 Befragte in Deutschland]

Rang

Institution

Deutschland

 Europa

1.

Ehe

72%

67%

2.

Umweltschutzorganisationen

61%

49%

3.

Radio und Fernsehen

60%

51%

4.

Presse

48%

40%

5.

Rechtssystem

46%

37%

6.

Euro

40%

47%

7.

Kirche

34%

38%

8.

Beamte

30%

27%

9.

Internationale Unternehmen

25%

35%

10.

Europäische Union

25%

37%

11.

Internet

24%

48%

12.

Banken

21%

40%

13.

Regierung

15%

23%

14.

Werbeindustrie

6%

14%

  Vertrauen in die Europäische Union – Wie sehr stimmen sie folgenden Aussagen zu?

[In % der Wert für „sehr hohe“ bzw. „ziemlich hohe“ Zustimmung.

Basis: 33.005 Befragte in 16 europäischen Ländern, davon 7.148 Befragte in Deutschland]

 

Aussage

Deutschland

Europa

1. Außerhalb der Mitgliedsländer hat die EU (Europäische Union) keinen Einfluss.

 

47%

43%

2. Ich sehe keinen Vorteil in einer einheitlichen Europäischen Währung (im Euro).

 

 40%

42%

3. Ich würde es vorziehen, zu meiner alten Landeswährung zurückzukehren (Ergebnis von Ländern der Euro-Zone).

 

49%

43%

 

Über die Studie

Mit der Studie „Reader’s Digest European Trusted Brands 2011“ hat das Magazin Reader’s Digest zum elften Mal die vertrauenswürdigsten Institutionen, Berufe und Marken in 16  Ländern Europas ermittelt. Mehr als 33.000 Leser beteiligten sich von September bis Oktober vergangenen Jahres an der Umfrage der meistgelesenen Zeitschrift der Welt, davon rund 8.000 allein in Deutschland. Die gewichtete Datenbasis der repräsentativen Studie umfasst 33.005 Befragte in Europa, davon 7.148 in Deutschland. Damit ist die jährlich durchgeführte Studie „Reader’s Digest European Trusted Brands 2011“ die aktuell größte europaweite Verbraucheruntersuchung. Rund 300.000 Menschen haben seit 2001 an der Studie teilgenommen. Ihre Ergebnisse finden weit über Fachkreise hinaus Beachtung – das Thema Vertrauen gewinnt in allen Lebensbereichen immer mehr Bedeutung.

 Die Ergebnisse der vertrauenswürdigsten Marken wurden bereits veröffentlicht. Hier die Marken für 33 Produktkategorien im Überblick, die von den Deutschen als die aus ihrer Sicht vertrauenswürdigsten genannt wurden: Abtei, AIDA, Aldi, Allianz, Aral, Asbach, Aspirin, Canon, Coca-Cola, C&A, Dell, Deutsche Telekom, Frosch, Haribo, Kellogg’s, Maggi, Miele, Müller, Nivea (2x), Nokia, Odol, Persil, Rieker, Rotkäppchen Sekt, Sparkasse, Tchibo, TUI, Visa, Vodafone, Volkswagen, Wick, Yves Rocher.

 Reader’s Digest wird die vertrauenswürdigsten Marken Deutschlands, die in Europas größter Verbraucherstudie ermittelt wurden, mit dem Pegasus Award für höchstes Konsumentenvertrauen auszeichnen. Die Preisverleihung ist für Anfang September 2011 in Düsseldorf vorgesehen.

 Einen Überblick über die Ergebnisse in Europa gibt es auf http://www.rdtrustedbrands.com/

Whisky-Festival in Leiden

Beim Whiskyfestival in Leiden präsentieren Whisky-Importeure vom 12. bis 14. November wieder einige hundert Sorten des „Lebenswassers“ in der Pieterskirche. Für ein pauschales Eintrittsgeld von 45 Euro können Besucher unbegrenzt Whisky probieren und bekommen ein Original Glencairn Whiskyglas sowie einen Festivalkatalog. Im vergangenen Jahr kamen täglich rund 1000 Gäste in die Kirche, um Whisky zu kosten, sich von den Ausstellern beraten zu lassen und mit anderen Gästen zu fachsimpeln. Ein (musikalisches) Programm ergänzt das Festival.

Besucher des „International Whisky Festivals“ müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Die Öffnungszeiten des Festivals in Leiden sind wie folgt: am 12. November von 13 bis 17 Uhr, 75,- Euro pro Person (VIP Veranstaltung: nur 500 Besucher, ansonsten an allen Tagen 45 Euro pro Person) sowie von 19 bis 23 Uhr; am 13. November von 13 bis 17 Uhr sowie von 19 bis 23 Uhr und am 14. November von 13 bis 17 Uhr.

Für das Festival haben die Veranstalter gemeinsam mit Hotels in Leiden Übernachtungsarrangements aufgelegt.
Weitere Informationen: www.whiskyfestival.nl