Kulinarische Herbst-Ausflüge zu Tessiner Spezialitäten

Der Zauber des Südens erwartet den Gast in der Sonnenstube der Schweiz. Hier ist der Himmel blauer, das Leben leichter und die Kulinarik mit romantischen Grotti und edlen Restaurants verknüpft. Zu den größten Schätzen des Tessins zählt ohne Zweifel seine einzigartige Küche, in der lokale Produkte eine wichtige Rolle spielen. Wer das Vergnügen hat das Tessin zu besuchen, wird deshalb gerne der Versuchung erliegen, die lokalen Spezialitäten zu genießen.

Airolo – Cheese! Do it yourself
Unter Anleitung eines professionellen Käseproduzenten können Gäste hier aus der frischen Alpenmilch aus der Region des Sankt Gotthards ihren eigenen schmackhaften Käse herstellen. Eine ungewöhnliche und unterhaltsame Möglichkeit, in Gesellschaft ein ausgezeichnetes und typisches Tessiner Produkt und seine Entstehung näher kennen zu lernen. Der selbst erstellte Käse wird anschließend im Keller der Käserei gelagert und, wenn er dann gereift ist, direkt nach Hause geschickt (nur innerhalb der Schweiz), so dass man auch nochmals zu Hause in den Genuss des köstlichen Alpenkäses kommt. Die Schaukäserei Caseificio del Gottardo befindet sich am Fusse des gleichnamigen Passes. Im Restaurant werden Fondue und Raclette für bis zu 200 Personen aufgetischt.

www.cdga.ch

Auf Entdeckung des Salame dei Castelli di Bellinzona
Seinen köstlichen Geschmack verdankt die Salame dei Castelli di Bellinzona dem Reifeprozess im Kellergewölbe der Burg Montebello, denn hier herrscht das perfekte Klima zur Lagerung der berühmten Tessiner Spezialität. Das erfahren auch Gäste, die „auf Entdeckung des Salame die Castelli di Bellinzona“ gehen. Hierbei führen die Charcutiers Besucher in die Kunst der traditionellen Salami-Bindung ein, eines der ältesten Tessiner Handwerke. Eine Burgführung mit Information zur Geschichte des von der UNESCO im Jahr 2000 zum Weltkulturerbe erklärten Ortes sowie ein Aperitif mit lokalen Weinen, Salami, Speck und rohem Schinken runden das kulinarische Erlebnis ab. Wer will, kann im Anschluss noch die beiden Schwesterburgen Sasso Corbaro und Castelgrande kostenfrei besichtigen. Als Gruß aus dem Tessin erhalten alle Teilnehmer nach vollendeter Reifung die selbst gebundene Salami nach Hause gesandt.

www.ticinella.com

Der Zincarlìn, ein Käse aus dem Muggiotal
Das Muggiotal gilt als eine der authentischsten und traditionellsten Gegenden des Tessins und wurde 2014 zur Landschaft des Jahres 2014 der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz gekürt. Das Tal ist Heimat des Zincarlìn, ein pikanter Rohmilchkäse, der im 19. Jahrhundert hier noch in jeder Familie produziert wurde. Fast wäre dieses kulinarische Erbe des Tessins für immer verschwunden, hätten nicht Einheimische 2005 die kommerzielle Produktion wieder in Schwung gebracht. Hergestellt aus Kuh- und Ziegenmilch, die auf den Alpen des Monte Generoso gewonnen werden, hat sich der Zincarlìn heute zu einem Slow-Food-Preisträger etabliert. Wer die traditionelle Herstellungsweise sowie die Besonderheiten der Lagerung und Reifung des Käses kennen lernen möchten, für den lohnt ein Abstecher nach Salorino. Hier reifen die kleinen pyramidenförmigen Laibe in den jahrhundertealten, natürlichen Felsenkellern des Mendrisiotto. Für Gruppen ab drei Personen werden hier wöchentlich Besichtigungen angeboten, natürlich mit Verkostung.

www.mendrisiottoturismo.ch

Mendrisio – Ein Tag zwischen den Weinreben
Trauben direkt mit dem Winzer im Reich des weltbekannten Merlots ernten. Wer nicht nur den Wein verkosten möchte, der kann im Mendrisiotto und im Basso Ceresio einen Tag lang bei der Vendemmia – der Weinernte – mithelfen. Natürlich gehört zu diesem Erlebnis auch die verdiente Erholung bei einem gemeinsamen Mittagessen. Nach einem Tag zwischen den Weinreben werden die Winzerneulinge am Abend bestimmt müde sein – aber auch bereichert von vielen unvergesslichen Erlebnissen.

www.mendrisiottoturismo.ch

www.ticino.ch

Bonusprogramme verändern Kaufverhalten

Einer aktuellen repräsentativen Umfrage zufolge ändern Konsumenten willentlich und wissentlich ihr Kaufverhalten, um an Bonusprogrammen teilzunehmen. Apps holen gegenüber der klassischen Kundenkarte auf.

Das Marktforschungsinstitut Dr. Grieger & Cie. hat im April 2016 im Rahmen einer repräsentativen Umfrage 1.515 Verbraucher zwischen 18 und 69 Jahren zu Bonusprogrammen online befragt. Dabei wurden 59 Programme aus zehn verschiedenen Branchen hinsichtlich Erfolgsfaktoren, Bekanntheit, Nutzung und Teilnehmererfahrungen sowie Vorstellungen vom optimalen Bonusprogramm zu jeder Branche untersucht.

Jeder Deutsche nimmt durchschnittlich an 3,7 Bonusprogrammen teil, um so beim jeweiligen Händler durch häufiges Einkaufen Prämien oder Rabatte zu ergattern. Wichtigster Teilnahmegrund für Verbraucher ist die Möglichkeit Geld zu sparen. Wenn Verbraucher auf die Teilnahme an einem Bonusprogramm verzichten, sind hohe Einlösungshürden und die Angst vor unerwünschter Werbung die häufigsten Beweggründe. Der Großteil der Ablehner würde eine Teilnahme jedoch bei attraktiveren Prämien in Erwägung ziehen.

Die Studie deckt auf, dass Teilnehmer von Bonusprogrammen willentlich ihr Kaufverhalten ändern, um die damit verbundenen Vorteile nutzen zu können: So kaufen 49 Prozent häufiger in einem Geschäft ein, in dem sie auch am Bonusprogramm teilnehmen. 32 Prozent kaufen bewusst mehr, und 23 Prozent nehmen sogar einen Umweg in Kauf, um beim Einkauf die Vorteile eines Bonusprogramms zu erlangen. Diese Werte sind damit im Vergleich zu einer Erhebung aus dem Jahr 2014 angestiegen. „Es ist höchst bemerkenswert, wie vielen Verbrauchern bewusst ist, dass sie ihr Kaufverhalten durch Bonusprogramme ändern“, erläutert André Wolff, Bonusprogramm-Experte bei Dr. Grieger & Cie. Marktforschung aus Hamburg.

Die in Deutschland angebotenen Bonusprogramme unterscheiden sich erheblich hinsichtlich Bekanntheit, Nutzung und Image. Das von vielen Filialisten angebotene Bonusprogramm Payback weist beachtliche Werte auf: 84 Prozent der Deutschen kennen das Programm, 60 Prozent sind sogar Mitglied; DeutschlandCard hingegen kennen 56 Prozent und rund jeder dritte Deutsche nimmt an dem Programm teil. Verbraucher ziehen händlerübergreifende Programme den Bonussystemen einzelner Händler vor, gleichwohl existieren zahlreiche Programme einzelner Händler: Die Tchibo PrivatCard etwa kennen 31 Prozent und 18 Prozent nutzen sie.

Eine Nutzung von Bonusprogrammen per App wird von den Verbrauchern noch nicht bevorzugt. Mehr als zwei Drittel der Deutschen bevorzugen weiterhin die Identifizierung als Bonusprogramm-Mitglied via Kundenkarte. Wenngleich der Durchbruch der mobilen Bonusprogramm-Nutzung noch nicht erfolgt ist, steigen Nutzung und Präferenz für Apps weiter an. „Junge Bevölkerungsgruppen präferieren Bonus-App bereits wesentlich stärker als ältere, dieser Trend wird in den kommenden Jahren weiter an Fahrt aufnehmen“, resümiert André Wolff.

Die vollständige Studie gibt es unter www.grieger-cie.de/bonusprogramme

EUROPA in Mainz

Die Wogen schlagen hoch, denn das hat es in der Geschichte der Favorite noch nicht gegeben. In Kooperation mit der Mannschaft der legendären EUROPA, laut Berlitz Cruise Guide zum 16. Mal in Folge mit dem Prädikat 5-Sterne-plus ausgezeichnet, lässt die Crew der Favorite eine Party vom Stapel, die selbst bei eingeschworenen Landratten die Sehnsucht weckt. Einmal die große Freiheit spüren, (den Alltagsstress) ablegen und hinaus in die weite Welt.

Einen Vorgeschmack kann man sich jetzt in Mainz im Favorite Parkhotel holen. Am 26. Mai verwandelt sich das traditionsreiche Haus in ein maritimes Genuss-Reich. Mit an Bord sind Top-Köche und Top-Winzer – genauso wie es die Gäste der EUROPA von ihren Cruises kennen. Allen voran steht Altmeister Dieter Müller, der seit vielen Jahren die heimischen Küchenfliesen gegen die Bohlen der Kombüsen der Luxusliner eingetauscht hat. Angezettelt hat das alles Philipp Stein, Küchenchef des Favorite Restaurants, über dem ein Michelin Stern glänzt. Bevor er in der Favorite festmachte, war er als Koch auf See unterwegs – lange Zeit auch an der Seite von Dieter Müller.

Kulinarische Schnupperkreuzfahrt an Land
Zusteigen kann man – wie auf See gewohnt – nur auf Reservierung. Für 120,- Euro gibt es großes kulinarisches Kino an über 10 Ständen. Ob Seafood oder Superfood aus heimischen Gefilden, Kaviar oder Wildlachs – auf der kulinarischen Weltreise begegnet man Lieblingsgerichten und Verlockungen der neuen Art. Von Asien über die Karibik bis nach Alaska, von Luxemburg bis nach Lörzweiler führt der genussreiche Weg. An den Weinbars trifft man die besten Winzer aus der Region. Und wer es einmal richtig krachen lassen möchte, der ist in der Champagner Lounge herzlich willkommen.

Hochstimmung und die große Welle
Doch was wäre die spannendste Kreuzfahrt ohne Musik? Wie auf See so geht auch in der Favorite gar nichts ohne die mitreißende Band und den gnadenlosen DJ, der die Passagiere selbst bei hohem Seegang auf die Beine bringt. Der Mix macht’s – und natürlich meldet sich auch die Besatzung der EUROPA zu Wort, denn schließlich gibt es viel zu erzählen aus der maritimen Welt.

Garantiert nur Außenkabinen
Für Übernachtungsgäste stehen an diesem Abend der Superlative nur Außenkabinen zur Verfügung. Favorite-Chef Christian Barth hat die schönsten Zimmer des Hauses für seine Gäste reserviert. Alle mit Blick ins Grüne zum Super-Sonderpreis für Seefahrer. Für 180,- Euro kann man feiern, schlemmen und (gut) schlafen. Der Preis gilt bei Übernachtung im Doppelzimmer. Die Party ohne Bett ist für 120,- Euro buchbar.

Weitere Infos und Buchungen am besten per e-mail bei Katja Haub unter: katja.haub@favorite-mainz.de; oder telefonisch unter 06131 /801578

Indien vegan

Der vegane Lebensstil begeistert in Europa immer mehr Menschen, während in anderen Ländern der Erde eine Ernährung ganz ohne tierische Produkte schon lange Tradition hat. Bestes Beispiel dafür ist Indien, wo in weiten Teilen des Landes – auch aufgrund religiöser Begebenheiten – gänzlich auf Fleisch, Fisch und Eier verzichtet wird. Auf den quirligen Märkten Indiens gibt es unzählige Gewürze, die landestypische, vegane Gerichte wie Dosa oder Dal zu einem wahren Fest für die Sinne machen.

Enchanting Travels bietet nun zwei Indien-Reisen an, die Gästen ermöglichen Indien zu erkunden und dabei die vielfältige und exotische Küche des Landes kennen zu lernen – und das komplett vegan.

Südindien mit allen Sinnen erleben
Diese 12-tägige Reise führt zu zauberhaften Tempelbauten und Landschaften Südindiens. Buchbar unter: http://www.enchanting-india.de/reise/suedindien-mit-allen-sinnen, ab 1.795 €/ pro Person. Die Reisenden erwarten beeindruckende Tempelanlagen, eine faszinierende Landschaft, Gewürzplantagen und viele kontrastreiche Eindrücke, inklusive sind vegane Reiseoptionen und mehrere Kochkurse. Bei dieser Reise können Gäste mit allen Sinnen den Süden Indiens entdecken. Die Reise beginnt in Chennai und führt durch das charmante Pondicherry, das französichen Flair versprüht. In Mamallapuram, wo Gäste die beeindruckenden „Rathas“ Küstentempelanlagen des UNESCO Kulturerbes entdecken können. Das sattgrüne und duftende Munnar ist eine ruhige Hügelstation, ganz in der Nähe befindet sich der höchste Punkt Südindiens in 2695m Höhe. Hier lernen Gäste bei einem veganen Kochkurs im Restaurant The Barn, wie Sie Ihre neuen indischen Lieblingsgerichte selbst zubereiten können. In einer Unterhaltung mit den Köchen können Sie Fragen stellen und erfahren mehr über die traditionellen Zutaten der südindischen Küche. Anschließend führt die Reise weiter in das malerische Dorf Kumarakom. Der Aufenthalt in diesem Teil Indiens, der aufgrund seiner fruchtbaren Böden auch ‚Indiens Reisschale‘ genannt wird, bietet die Möglichkeit bei einem veganen Kochabend die raffinierte Küche Keralas kennen zu lernen und eine indische Mahlzeit, traditionell serviert auf einem Bananenblatt, zu genießen. Die letzte Station der Reise ist die malerische Hafenstadt Cochin, die viele Sehenswürdigkeiten wie den holländischen Palast oder die malerische Aussicht von Hafen im Stadtteil Fort Kochi bietet.

Spirituelles Nordindien
Dem Wesen Indiens auf der Spur – Diese Reise führt zu den spirituellsten Orten (Nord)Indiens. Diese 14-tägige Reise kann unter http://www.enchanting-india.de/reise/spirituelle-nordindien-reise ab einem Preis von 2.335€/ pro Person gebucht werden. Gäste können Indien in diesen zwei Wochen in seiner reinsten Form erleben: berührend, spirituell und lebendig. Die Wiege der indischen Kultur, der heilige Fluss Ganges begleitet die Gäste auf ihrer Reise. Beginn und Ende der Reise sind in der pulsierenden Hauptstadt Delhi, wo die Rote Festung und die Gandhi-Gedenkstätte besichtigt werden können, abgerundet wird das Erlebnis mit einem veganen Kochkurs bei dem sechs unterschiedliche Gerichte zubereitet werden. Die Stadt Varanasi kann bei einer Bootsfahrt auf dem Ganges vom Wasser aus erkundet werden und im Sri Annapurna Restaurant, das seit 2000 Jahren traditionelle nord-und südindische Mahlzeiten serviert, können unter den Gerichten allerlei vegane Köstlichkeiten gekostet werden. Die Reise führt weiter nach Agra wo Gäste das erhabene Taj Mahal und eindrucksvolle Tempelanlagen erwarten. Ein weiteres Highlight bietet der Aufenthalt im spirituellen Zentrum Rishikesh, wo einem traditionellen Hindi-Ritual beigewohnt werden kann. Nach einer privaten Yoga Stunde lädt dort eine indische Familie zum veganen Kochkurs. In Haridwar, gelegen am Fuße des Himalajas wo der Ganges in die Ebene springt, bietet die Aarti-Lichtzeremonie den Gästen einen ganz besonderen Einblick in das spirituelle Wesen Indiens.

www.enchantingtravels.de

Alex Werthmüller

Schweizer Nobelkoch legt Biografie vor:
Rezeptbuch eines bewegten Lebens

Fast blind hat ein 93-jähriger sein bewegtes Leben in zwei Zentimeter großen Lettern mühsam aufgeschrieben: Drei Jahre später war „Mein Lebensmosaik“ von Alex Werthmüller fertig. Der Nobelkoch lernte im Verlauf seines Lebens viele Prominente kennen, unter anderem auch Winston Curchill.

Gehoben hat den Schatz der Erinnerungen seine Enkelin Sarah Scarnato, die ihn auch als Autorin unterstützte. Als sie bei ihrem Grossvater einen mit Schachteln überbordenden Tisch entdeckte, jede mit Manuskriptblättern und alten Fotos randvoll gefüllt, entbrannte ihre Neugier. Im Stöbern offenbarten sich ihr unzählige Mosaiksteinchen, jedes eine pittoreske Station im Leben eines Mannes, der auch im hohen Alter noch lebensfroh ist.

Werthmüller hat als Chef- und Meisterkoch in den besten Hotels und Gastrobetrieben der Schweiz gearbeitet, aber auch mit 90 Mitarbeitern Hilfsbedürftige versorgt. Viele Prominente hat er kennengelernt, viele andere kommen und gehen gesehen. Der Zürcher Stadtpräsident zeichnete ihn mit einer Ehrenurkunde für sein Engagement aus. Als Naturliebhaber und Frauenversteher berichtet er von so mancher Erfahrung.

Es ist kaum möglich, in wenigen Zeilen wiederzugeben, welche Lebensfacetten in diesem reichhaltigen „echten“ Schmöker stecken: Sie sind vielfältig und stimmen mal heiter, mal nachdenklich, sind berührend und voll spannender und überraschender Wendungen. In Summe überlässt Werthmüller der Nachwelt ein Vermächtnis über den Wert und Sinn des Lebens. Ergänzt übrigens um einen sehenswerten Bildteil mit zahlreichen zeitgenössischen Abbildungen. „Mein Lebensmosaik“ von Alex Werthmüller und Sarah Scarnato ist dieser Tage im WOA Verlag erschienen und im Buchhandel erhältlich.

Titelangaben:
Alex Werthmüller, Sarah Scarnato
Mein Lebensmosaik – 93 Jahre und kein bisschen leise
592 Seiten, mit Bildteil
Hardcover mit Schutzumschlag
EUR 29,90
ISBN: 978-3-9524265-4-8

Perugia lädt zum Schokoladenfestival ein

Zum 22. Mal lädt Perugia zur Eurochocolate ein. Das internationale Schokoladenfestival verwandelt die historische Altstadt von 16. bis 22. Oktober 2015 in ein Paradies für Schokoladenliebhaber. Chocolatiers aus der ganzen Welt präsentieren dort ihre Kreationen und laden zum Genießen ein. Außer bekannten Herstellern lernen die Besucher auch kleine Familienbetriebe und ausgesuchte Experten kennen. Zahlreiche Veranstaltungen begleiten die Eurochocolate 2015, darunter kostenlose Schokoladen-Verkostungen und Koch-Kurse, Schokoladen-Performances, Lesungen und Ausstellungen rund um den Kakao.

Besonderer Höhepunkt sind die „Sculture di Cioccolato“, bei dem Künstler aufwendige Skulpturen aus riesigen Schokoladenblöcken fertigen. Unter dem diesjährigen Motto des Festivals #Mustachoc – „da leccarsi i baffi“, was so viel heißt wie „den eigenen Schnurrbart verspeisen“, stellen die Künstler in diesem Jahr einen Rekord auf: der größte Schokoladen-Schnurrbart der Welt entsteht. Als Symbol für leidenschaftlichen Schokoladengenuss prägt der schwungvolle Schnauzer außerdem zahlreiche Schokoprodukte, Wettbewerbe und Veranstaltungen. Das Festival widmet sich auch der Expo 2015, auf der sich die Eurochocolate in einem eigenen Themenpavillon präsentiert.

Seit über 300 Jahren wird die Süßigkeit in Perugia hergestellt, besonders berühmt sind die Schokoladenpralinen Baci Perugina, die in der umbrischen Hauptstadt produziert werden. Selbst Hotels wie das Etruscan Chocohotel, Straßen und Plätze (z.B. der „Piazza del Bacio“ in der Nähe des Hauptbahnhofs) sind nach Schokolade benannt.
Liebhaber der Süßigkeit nächtigen zum Beispiel in der „Choco Sweet Suite“ im Chocohotel: In jedem Winkel der Suite finden sich die süßen Leckereien, die vor Ort verzerrt oder mitgenommen werden dürfen. Abgerundet wird der Aufenthalt mit einem Schokofrühstück.

Mehr Informationen zum Festival: www.eurochocolate.com & www.umbriatourism.it/de

Alle Details zum Etruscan Chocohotel: www.chocohotel.it

Siebentägiger Kochkurs im Cilento (Kampanien, Süditalien)

Kochen wie La Mamma

Nirgends isst man so gut wie in Italien. Nur ein Vorurteil? In diesem Herbst sollte man sich vom Gegenteil überzeugen lassen! Die Ferienhaus-Agentur Cilentano aus Regensburg lädt vom 17. bis 24. Oktober 2015 Küchenlaien und passionierte Hobbyköche nach Marina di Camerota (Cilento/ Kampanien) ein, um sich auf die Spuren der Dieta Mediterranea zu begeben. Während des einwöchigen Kochkurses „Cucina Cilentana e Italiana“ lernen die Teilnehmer nicht nur den Nationalpark Cilento, Land und Leute kennen, sondern dürfen auch das eine oder andere Geheimnis unter den süditalienischen Topfdeckeln lüften.

Von der Bauernküche zur Dieta Mediterranea
Den Stein der heute so geläufigen Dieta Mediterranea bzw. Mittelmeer-Diät brachte in den 1960er Jahren der amerikanische Physiologie Ancel Keys ins Rollen. Während seines Aufenthaltes in der kleinen cilentanischen Gemeinde Pollica entwickelte Keys seine Leitlinien einer reichhaltigen und zugleich gesunden Ernährungsweise. Diese basiert vor allen Dingen auf den Zutaten: frisches Obst und Gemüse, Getreideprodukte, Käse, Fisch, ein wenig Wein und Olivenöl. Während Keys’ Theorien in der Slow-Food-Bewegung gipfelten und momentan auf der EXPO in Mailand wieder ein bestimmendes Thema sind, haben sich die Ernährungsweise und die Küche der Cilentani bis heute kaum verändert. Zahlreiche ursprüngliche und traditionelle Gerichte haben überdauert und werden nach wie vor im Kreise der Familie und in den vielen kleinen Restaurants zwischen Paestum und Sapri gekocht.

Frisch geerntet in den Topf
Den kulinarischen Traditionen seiner Heimat hat sich auch Andrea Bifulco verschrieben. Der Junghotelier aus Marina di Camerota ist einer der Initiatoren des Kochkurses „Cucina Cilentana e Italiana“. Nur wenige Meter vom Meer entfernt, findet der Unterricht in seinem Hotel Calanca statt. Mit von der Partie sind außerdem die passionierte und erfahrene Köchin Annamaria, Übersetzerin Tiziana und Tour Guide Luca. Die Teilnehmer erwartet somit ein abwechslungsreiches Programm, das über das reine Kocherlebnis weit hinaus geht.

Jeder Tag steht dabei unter einem Motto, welches nicht nur die kulinarische Richtung vorgibt, sondern auch passende und spannende Ausflüge bereit hält. Ob auf Wanderungen durch die immergrüne Macchia des Nationalparks, beim Besuch malerischer Bergdörfer und alter Landgüter oder während der Weinlese und Olivenernte lernt man den Cilento in all seinen Facetten kennen. In einer noch unverfälschte Natur taucht man ein, wenn es mit Luca auf die Suche nach Pilzen, wildem Spargel oder Baumerdbeeren geht. An einem anderen Tag erklärt Prof. Tarallo, warum das cilentanische Olivenöl so wertvoll ist und wie es seit Jahrhunderten in diesem Landstrich gewonnen wird.

Mit den richtigen Zutaten im Gepäck und unter Annamarias fachkundiger Anleitung wird schließlich gebraten, gebrutzelt, geschnippelt, gerührt, geknetet, gekostet, gebacken und geschlemmt. Im Handumdrehen gelingen köstliche Fisch- und Pastagerichte wie Cavatelli alla cilentana, Pasta con Alici oder Lagane e Ceci con Baccalà. Selbst die Kunst des neapolitanischen Pizzabackens werden die Teilnehmer nach dieser bunten und abwechslungsreichen Woche beherrschen. Buon appetito!

www.cilento-ferien.de/gruppenreisen/kochkurs-im-cilento.html

Frischer Lauch

Viele kennen Lauch bzw. Porree nur in der Suppe oder im Eintopf. Doch das aromatische Gemüse hat viel mehr zu bieten. Die zarten Stangen des Sommerlauchs sind ideal für Rohkost und Salate, schmecken aber auch zu Pasta, im Risotto, im Gratin oder überbacken im Auflauf.

Für eine schnelle Gemüsebeilage zu Fisch und Fleisch wird der weiße Schaft in Ringe geschnitten und in wenig gesalzenem Wasser mit einer Prise Zucker acht Minuten gedünstet. In Kombination mit Sellerie, Möhren und Petersilienwurzel wird er als Suppengrün verwendet. Auch für Quiche und pikante Muffins ist das Gemüse geeignet. Dabei ist Porree ernährungsphysiologisch sehr wertvoll. Er enthält unter anderem reichlich Ballaststoffe, Vitamin C, B-Vitamine, Folsäure, Mineralstoffe wie Kalium und Kalzium und ist mit rund 30 Kalorien pro 100 g kalorienarm. Für den typischen Geschmack, der an Zwiebel erinnert, sind schwefelhaltige Verbindungen verantwortlich.

Porree ist im Mittelmeergebiet beheimatet und war schon den alten Ägyptern bekannt. Der kräftige Schaft bleibt weißlich, da im Anbau immer wieder Erde aufgeschüttet wird und er somit kein Tageslicht erhält. Jetzt finden Verbraucher frischen Sommerlauch, der hellere Blätter und schlanke Schäfte hat. Winterlauch wird frühestens im Oktober geerntet, hat dunkle grüne Blätter und dickere Stangen. Der Geschmack ist herzhafter als bei Sommerporree.

Vor der Zubereitung müssen die Stangen gründlich von Sand und Erde gesäubert werden. Dazu werden zunächst der Wurzelansatz, die grünen Enden und eventuell grobe äußere Blätter entfernt. Das Gemüse lässt sich nährstoffschonend waschen, indem man den Schaft der Länge nach bis zur Mitte einschneidet, fächerartig auseinanderbiegt und unter fließendem Wasser abspült. Achten Sie beim Einkauf auf Frische und Qualität. Das Laub sollte kräftig grün und die Wurzeln fest, nicht eingetrocknet oder bräunlich verfärbt sein. Im Gemüsefach des Kühlschranks lassen sich die Stangen rund eine Woche aufbewahren. Augrund des intensiven Geruchs ist eine getrennte Lagerung von anderen Lebensmitteln zu empfehlen.
Heike Kreutz, www.aid.de

Wasabi

Wasabi kennen viele als hellgrünen Begleiter für Sushi. Es ist ein scharfes Gewürz, das mittlerweile auch anderen Lebensmitteln wie gerösteten Nüssen, Chips und sogar einigen Käsesorten eine neue Geschmacksnote gibt. Häufig wird Wasabi als „japanischer Meerrettich“ bezeichnet. Botanisch unterscheiden sich die Pflanzen jedoch. Beiden gemeinsam ist ihr scharfer Geschmack. „Verantwortlich dafür sind flüchtige Senföle, die so genannten Isothiocyanate“, sagt Sabine Hülsmann, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern.

Echter Wasabi hat seinen Preis – egal ob frisch, als Trockenpulver oder fertige Paste. Bei Produkten mit Wasabi rät die Verbraucherzentrale Bayern, sich die Zutatenliste genau anzusehen. „Gerne wird ein Großteil des teuren Rohstoffs durch eine geschickte Kombination von Meerrettich, Senf, Farb- und Aroma­stoffen ersetzt“, so Sabine Hülsmann.

Sonja Frühsammer, Berlin

Bei der Präsentation des Guide Michelin Deutschland 2015 am 6. November 2014 in Berlin, wurde das Grunewalder Restaurant Frühsammer mit einem Michelinstern ausgezeichnet.
Der Gault&Millau Deutschland hat erneut 17 Punkte vergeben.

Mit Sonja Frühsammer wird damit zum ersten Mal in Berlin eine Frau mit einem Michelinstern ausgezeichnet. Respekt.

Wenn man die Küchenleistung seit Jahren kennt und zum Maßstab nimmt, darf man schon einmal darüber nachdenken, warum gerade in diesem Jahr der ersehnte Stern
seinen Weg in den Grunewald gefunden hat. Hat sich hier etwas signifikant verändert?

Das Restaurant ist noch immer so, wie wir es bereits kennen.
Der Gastraum ist hübsch dekoriert. Mit viel Liebe zum Detail und geschickter Hand. So erhält der schlichte Raum seine gemütliche Atmosphäre.

Wir starten mit einem
Brotchip, Entenrilette, Cranberrys,
gefolgt von Brandenburger Büffelmozarella, Chicorée, und Mandarine.
Herb mit deutlichen Bitternoten.

Schließlich die obligatorischen Süppchen,

Sellerie, Räucheraal, mit einem kleinen Stück Aal
Miso und grüne Erbsen mit Tonkabohne.

Bereits hier sieht man geschicktes Handwerk und ein ausgewogenes Geschmacksbild.

Brust und Keule von der Wachtel,
Kräutersalat, Cashewkerne, Marone

Ein sehr schmackhafter und leichter Gang bei der die Wachtelkeule (auch wenn hier Keule steht bleibt es doch nur ein sehr kleines Beinchen) besonders gemundet hat.

Die Cashewkerne sind mit dem feinen und dezent süßlichen Geschmack eine reizvolle Ergänzung.

Rotbarbe mit Olivenkaviar, Calamaris
Das perfekt gegarte Fleisch der Rotbarbe wird von krosser Haut ummantelt.
Der begleitende Olivenkaviar, eine Anleihe an die Molekularküche, ist eine nette Spielerei ohne kulinarisch bedeutsam zu sein.
Insgesamt ein geschmacklich aber auch optisch sehr gelungener Gang.

Garnele, Pomelo, Topinambur
Die Garnele wird mit leichten Bitternoten und sehr dezenter Säure begleitet.
Die nährstoffreiche Knolle, in Deutschland längst von der Kartoffel ersetzt, passt hervorragend zum Geschmacksbild.

Lamm,
Filet und Bries, Köfte mit Joghurt,
Rote Bete, Kumin, Birnensaft
Das intensive Kreuzkümmelaroma kennen Sie bestimmt von der Falafel.
In diesem Gericht wird der typische Geschmack durch die weiteren Begleiter gebändigt und taucht so in einem breit angelegten aromatischen Gericht unter.
Auch wenn die Anzahl der Zutaten etwas zunimmt, verliert Sonja Frühsammer den Gesamtausdruck nicht aus den Augen. Alles passt zusammen, nichts dominiert, Harmonie pur. Der Birnensaft (als Spielerei gedacht) rundet den Gang perfekt ab.

Sonja Frühsammer, der ich in der Vergangenheit durchaus eine Hinwendung zur Opulenz attestiert hatte, kocht mittlerweile leichter und beschwingter. Ihre Kreationen sind ausgewogen, geradezu harmonisch im Geschmack und dicht am Produkt. Zartes Säurespiel, dezente Süße, keine aufdringliche Würze, modern und kreativ, aufgeschlossen und bewahrend. Sie beherrscht Klassik und Moderne, meidet Streberteller, hat aber gerade bei den Fischgerichten deutliche Stärken.

Den vollständigen und bebilderten Bericht gibt es wie immer auf der Homepage des Berliner Foodbloggers Bernhard Steinmann:
www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de