Matthew Orlando

Amass – neue Premiumküche in Kopenhagen
Von Sonja Thelen

Die dänische Küche ist aus der internationalen Top-Gastronomie nicht mehr wegzudenken. Allen voran das „Noma“, das dreimal in Folge – 2010, 2011, 2012 – von der britischen Fachzeitschrift „Restaurant“ zum „besten Restaurant der Welt“ gekürt wurde und in diesem Jahr Platz zwei belegt. Jetzt geht in Kopenhagen ein neuer Stern am Gourmet-Himmel auf: das Amass. Chef de Cuisine und Inhaber ist Matthew Orlando, ehemals rechte Hand von Noma-Küchenchef und –Miteigentümer René Redzepi. Im Mittelpunkt von Orlandos Kochkunst stehen vor allem heimische Produkte – mit überraschenden Geschmackserlebnissen.

Matthew Orlando steht in seinem Kräutergarten mit einer Edelstahlschüssel in der Hand. Vorsichtig zupft er von der „Fetthenne“ Blätter ab, die er später für das Amuse-Gueule braucht. Dann geht er zur nächsten Pflanzbox und holt sich als essbare Dekoration zum Hauptgang noch Blüten von den Tagetes-Blumen. „Viele Menschen wissen heutzutage überhaupt nicht mehr, dass viele Pflanzen, die in den Blumenkästen oder bei sich im Beet wachsen, auch essbar und vor allem sehr lecker sind“, sagt der 36-jährige Küchenchef und Inhaber des neuen Premium-Restaurants „Amass“ in Kopenhagen. In einer leerstehenden alten Lagerhalle hat er seinen puristisch eingerichteten Gourmettempel im Frühsommer 2013 eröffnet. Denn die skandinavische Premium-Küche hat es dem gebürtigen Amerikaner angetan und ihn nicht mehr losgelassen.

Vor knapp acht Jahren begann Matthew Orlando als Sous-Chef im Kopenhagener Spitzenrestaurant „Noma“. Nach einer dreijährigen Stippvisite im New Yorker Spitzenrestaurant „Per Se“ kehrte er auf Bitten von Noma-Chef René Redzepi vor 3,5 Jahren als Küchenchef ins Noma zurück – mit der Ansage, 2,5 Jahre zu bleiben, um dann seinen Traum von einem eigenen Restaurant in der dänischen Hauptstadt zu realisieren. Es blieb nicht beim Traum – das Amass ist nun Realität und bereichert die Gastroszene Kopenhagens.

Im Herbst 2012 hatte Orlando die passende Location gefunden – inmitten eines mittlerweile stillgelegten Teilbereichs des Hafens. „Man brauchte schon etwas Phantasie, um zu erkennen, wie das Amass werden sollte“, erzählt er, während er einen dicken Würfel mit zusammengepressten Hühnerhäuten in Scheiben schneidet und in einer All-Clad-Pfanne anbrät, auf die er seit Jahren schwört.

Höchste Ansprüche stellt er ebenso an das Interieur, an das Tafelservice, das eigens nach Matthew Orlandos Ideen von einer Töpferei in Horsens gestaltet wird, und an die Produkte. Bei der Auswahl der Zutaten achtet er bei etwa bei Fisch und Fleisch auf frische, heimische Produkte, kauft das Gemüse und das Obst bei lokalen Bauern und verwendet zum Teil auch ungewöhnliche Kräuter, die in seinem Garten wachsen. „Wir passen uns bei den Gerichten dem an, was uns auch der Garten liefert und was saisonal möglich ist“, sagt Matthew Orlando.

Im Frühjahr 2013 begann der Umbau der Lagerhalle. In die Außenwände wurden große Durchbrüche gemacht. Durch die großen Fensterscheiben flutet das Licht förmlich in den zirka acht Meter hohen Gastraum. Die Einrichtung ist schlicht und skandinavisch: schwarze Designfauteuils mit Metallstreben an dunkelbraunen Holztischen. An einer Wand durfte sich ein Kopenhagener Graffiti-Künstler mit einem poppigen Kunstwerk verewigen. Von den Tischen aus können die Gäste den Blick auf den Kräutergarten, eine wildwuchernde Wiese, einen Kanal und den Großseehafen im Hintergrund genießen.

Ebenso haben sie einen freien Blick in die offene Küche, in der die kreativen Kochkünstler ihre Arbeit verrichten. Freuen können sich die Gäste auf eine nordisch inspirierte Küche mit überraschenden Komponenten und erlesenen Geschmackserlebnissen. Wie die krosse Hühnchenhaut arrangiert mit einem gebratenen und mit Mandeln garnierten Grünkohl, eine Rillette mit Dorsch, gesalzene Makrele mit frittierter Haut. Oder das auf den Punkt zartrosa mit Thymian gebratene Dry-Aged-Beef, das zusammen mit gedünsteten Pflaumen und Pfifferlingen kredenzt wird. Oder zum Abschluss als Dessert das schmelzende Milcheis, das mit frischen Johannisbeeren, knusprigen Croutons, die ihren Namen verdienen, und einem Schuss Olivenöl den kulinarischen Genuss im Amass perfekt abrundet.

Andreas Becker

Deutschlands Köche haben Andreas Becker aus Trier zum neuen Präsidenten des VKD gewählt – Becker ist Küchenleiter der Vereinigten Hospitien in Trier – Oppeneder kandidierte nicht mehr

Die 19. Generalversammlung des Verbandes der Köche Deutschlands e.V. (VKD), ging am 14. September in Karlsruhe zu Ende. Die Neuwahlen des Präsidenten, des Präsidiums und des Vorstandes sowie Satzungsänderungen und Berichte zu Verbandsaktivitäten standen auf der Tagesordnung. Rund 200 Köche und Köchinnen nahmen an der zweitägigen Veranstaltung teil, die vom Verein der Köche Karlsruhe 1898 e.V. unter der Regie von Klaus Müller bestens vorbereitet wurde.

Der Verband der Köche Deutschlands hat einen neuen Präsidenten: Andreas Becker, Küchenleiter Vereinigte Hospitien Trier wird für die nächsten vier Jahre die Geschicke des größten Berufsfachverbandes der weißen Zunft lenken. Robert Oppeneder, der nach einer erfolgreichen Legislaturperiode nicht mehr kandidierte, wünschte seinem Nachfolger Kraft und Besonnenheit für seine neuen Aufgaben. Andreas Becker setzte sich gegen seine beiden Mitbewerber Andreas Rohde, Eventorganisation Landgut Gühlen, Küchenleiter Rehaklinik Hohenelse, Rheinsberg und Ralf Meneghini, Schulungsleiter und Anwendungscoach bei Palux AG, Bad Mergentheim um das höchste Amt der deutschen Köche durch. Mit 856 Stimmen wurde er von den Mitgliedern zum neuen Präsidenten gewählt.

Das Präsidium wurde ebenfalls durch Briefwahl im Vorfeld der Generalversammlung bestimmt. Karl Haaf aus Calw sicherte sich als einziger Kandidat von Block Süd wieder seine Position als Vizepräsident. Detlef Richter, Ausbildungsleiter Akademie Berlin-Schmöckwitz, Berlin, einziger Kandidat von Block Ost, wechselte seine Aufgaben als Vorstandsmitglied zum Vizepräsidenten. In Block Nord behauptete sich Johann Grassmugg, Betriebsleiter Restaurant Marina im Yachtclub Travemünde. Block West steht im Moment noch ohne Vizepräsident da und wird einen Kandidaten nachmelden. Andreas Becker hatte sich in seiner Region West sowohl als Präsident wie auch als Vize aufstellen lassen.

In seiner ersten Antrittsrede appellierte Andreas Becker unter großem Beifall der Delegiertenversammlung an den Teamgeist: „Es geht nicht ohne Euch und Euer Wissen“. Gleichzeitig bedankte er sich bei seinem Vorgänger, der in den letzten Jahren „mit viel Herzblut“ den VKD geleitet hat. In Zukunft wird der Berufsverband noch stärker mit Fachthemen und seinen Koch-Mannschaften in der Öffentlichkeit auftreten. Nachwuchsförderung ist immer noch oberstes Ziel des Vorstandes.

Andreas Becker versteht sich als Teamplayer und legt großen Wert auf enge Kooperation zwischen seinen Präsidiums- und Vorstandskollegen. Für die Amtsperiode 2013-1017 steht ihm dabei eine Mannschaft zur Seite, die sich aus einer Reihe neuer sowie alter Mitglieder im Vorstand zusammensetzt.

Den VKD-Gesamtvorstand vervollständigen die sechs Leiter der VKD-Fachausschüsse. Gewählten wurden sie direkt in offener Wahl von den Delegierten in Karlsruhe.

Rainer Werchner, Geschäftsführer Hela Gewürzwerk Hermann Laue in Österreich als FA-Vorsitz Jugend-Ausstellungen-Wettbewerbe -Kochkunst (JAK)

Karl Nafz, Produkt und Qualitätsmanager beim Universitätsklinikum Tübingen übernimmt wieder sein Amt als FA-Vorsitz Groß- und Betriebsverpflegung, Catering, Systemgastronomie (GVS)

Bernd Malter, Produktentwicklung und Qualitätssicherung sowie Schulungen bei Enchilada Franchise GmbH Gräfelfing und Geschäftsleitung Kochstudio Malter, Mertingen übernimmt wieder sein Amt als FA-Vorsitz Gastronomie-Messen-Verbände-Firmen/Partner (GMF)

Siegfried Wintgen, Inhaber von „Gesundheitsbewusstes Kochen“, Salzburg für den FA-Vorsitz Ernährung und Gesundheit (EuG)

Prof. Dr. Gerald Wetzel, Leiter des internationalen Institutes für Hospitality am Baltic College in Schwerin übernimmt wieder sein Amt als FA-Vorsitz für Berufliche Aus- und Weiterbildung, Prüfungs- und Seminarwesen (BAP)

Andreas Buss, Marburg für den FA-Vorsitz für Mitgliederbetreuung, Medien, Kommunikation, Marketing, EDV (MEK).

Zum Sprecher der Landesverbände wurde von den Landesverbandsvorsitzenden Franz Naß, Inhaber Ferienpark Fichtenweg/Winterberg bestätigt.

Die 19. Generalversammlung des VKD stand unter Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters Dr. Frank Mentrup, der in seiner Rede das Engagement der Karlsruher Köche in seiner Stadt würdigte. An der Versammlung nahmen auch Vertreter der Industrie teil, wie Katrin Moos-Achenbach von Delikatessen-Manufaktur Rudolf Achenbach, Walter Seubert von Feinkost Seubert erhielt für 50 Jahre Mitgliedschaft während der Tagung die Ehrennadel. Grüße aus der Schweiz überbrachten Georges Knecht, Präsident von der Hotel und Gastro Union und Andreas Bader. Wieland Kniffka. Geschäftsführer der Messe Erfurt und Bereichsleiterin Anke Fischer waren ebenso erste Gratulanten des VKD-Vorstandes.

www.vkd.com
www.kochrebellen.de

Kidskitchen Kochbuch der Nationen

Über einen Zeitraum von 1 1/2 Jahren entstand das Kidskitchen Kochbuch der Nationen.

Die Lieblingsgerichte aus aller Herren Länder wurden im Rahmen von Workshops von jungen Menschen nachgekocht. Hilfe erhielten die Kids dabei vom Autor Markus Krassnitzer und berühmten Profiköchen.

• Markus Glocker – Küchenchef bei Gordon Ramsay in New York
• Thomas Hüttl – Inhaber der Kochschule Wien
• Armin Oberndorfer – Vizestaatsmeister im Grillen und Inhaber der Esskultur Kochschule
• Thomas Kollmer – Vorfinale Koch des Jahres 2011 und Topplatzierungen bei den jungen Wilden
• Reik Stammnitz – Küchenchef aus Leipzig zurzeit im Hotel Maxlhaid
• Martin Ehrenhauser – Fraktionsfreies Mitglied im EU-Parlament in Brüssel und gelernter Koch im Grundberuf
• Max Grubmüller – Koch, Cateringprofi und Musiker

Die Kochworkshops und Kidskitchen als Verein gehen weiter. Solltet ihr Interesse am Kochbuch oder an einem Kochworkshop haben, bitte melden.
Das Buch ist im Buchhandel/ Thalia, Weltbild, Amazon…. ebenfalls erhältlich.
Weitere Infos zum Projekt unter www.kidskitchen.at
Markus Krassnitzer

Gewürzmenü mit Ingo Holland

Patrick Jabs informiert:

„Gewürze erfordern eine Hingabe mit allen Sinnen. Sie wollen entdeckt werden – mit Nase, Augen und Zunge.“ Ingo Holland, Inhaber „Altes Gewürzamt“

Es ist eine kleine Premiere, denn Ingo Holland ist zum ersten Mal im Ruhrgebiet. Kaum ein anderer hat solch eine Liebe und solch ein Gespür für edle Gewürze und Aromen wie der frühere Sternekoch und Inhaber des „Alten Gewürzamtes“ in Klingenberg am Main.

Ingo Holland und Patrick Jabs haben gemeinsam ein leichtes 6-Gang Sommer-Menü kreiert, dass von den wunderbaren Gewürzen aus dem „Alten Gewürzamt“ unterstütz wird. Neben viel Wissenswertem über die Herkunft der Gewürze, die Verarbeitung und die Qualität, geben wir Ihnen die Möglichkeit den Gewürzen näher zu kommen. Parallel zu dem Menü servieren wir Ihnen die Gewürze pur, so dass Sie diese anfassen, riechen und sehen können. Dadurch werden Sie die Gerichte im Einzelnen ganz anders wahrnehmen und schmecken.

Abgerundet wird das Menü durch eine feine Auswahl von Weinen aus unserem Sortiment sowie Champagner aus dem Hause Alfred Gratien.
Datum und Uhrzeit

Samstag, 29. Juni 2013 um 18:00 Uhr

Dauer:
ca. 6 Stunden

Kosten:
195,- EUR / pro Person

Leistungsumfang:
Sechs Gänge Menü inklusive Champagner von Alfred Gratien, Weinbegleitung, alkoholfreien Getränken und Kaffee

Adresse:
lecker werden GmbH, Ruhrtalstraße 19a, 45239 Essen, Tel.: 0201 / 48 64 58 25

http://leckerwerden.de/veranstaltungen/item/sommer-der-aromen-gew%C3%BCrzmen%C3%BC-mit-ingo-holland.html

Restaurant Villa Philippe in Kronberg

Ein Besuch des schmucken Kleinods in der Kronberger Altstadt ist besonders reizvoll wegen der gelungenen Verbindung von historischer Bausubstanz (Jugendstil) mit modernem Interieur. In der liebevoll sanierten Villa Philippe legt man besonderes Augenmerk auf Ästhetik, Design und entspannt-harmonische Gastlichkeit – ein Konzept, das perfekt mit den kulinarischen Highlights korrespondiert, die den Gast in diesem stimmungsvollem Restaurant erwarten.

Bevor man sich zum Mittag- oder Abendessen in die 1. Etage der Villa begibt, lohnt durchaus ein Abstecher in die Bar im Erdgeschoss. In ungezwungener Atmosphäre kann man hier einen Aperitif zu sich nehmen.

„Man kann das Kochen nicht neu erfinden, aber immer wieder neu gestalten“, so lautet das Motto von Küchenchef und Inhaber Farrokh Okhovat-Esfehani. Und genau so präsentieren sich seine Kreationen: Weltoffen und mit einem gewissen Hang zu orientalischen Aromen (-kombinationen) wie etwa das Duett von der Jakobsmuschel mit Korianderpesto, Granny Smith und Basilikumschaum, der Linsen-Apfel-Sellerie-Salat mit Ziegenkäse und Fenchelsalami oder das Rinderfilet mit Grünkohl und Safran-Kartoffelpüree. Auch die Desserts haben Format und zeugen von der Qualität der Küche. Hier hat der Gast die Wahl zwischen einem warm servierten Karottenkuchen mit Kardamon-Eis, einer köstlichen Feigentarte mit Datteleis oder einer kleinen Käseauswahl mit Feigensenf und Fruchtchutney. Last but not least – gute Tropfen auf der übersichtlich zusammengestellten Weinkarte und ein ausgesprochen freundlicher Service bieten ein der Küche angemessenes Rahmenprogramm.

Fazit: Wer sich für ein Business-Lunch (Top Preis-Leistungs-Verhältnis) oder ein gemütliches Abendessen eine Auszeit in entspannter Atmosphäre nehmen möchte, wird hier sicher glücklich. Die Experten des Varta-Führers zeichnen die Villa Philippe in Kronberg mit zwei Diamanten aus und würdigen damit das sehr gute Speisenangebot und das außerordentlich geschmackvolle Ambiente.

www.villa-philippe.de

Die Redaktion des Varta-Führers kürt auf ihrer Website varta-guide.de wöchentlich das Hotel bzw. Restaurant der Woche. Die Auswahl erfolgt anhand aktueller Prüfergebnisse unserer Experten. Die Nennung im Varta-Führer hängt allein von der Leistung der Betriebe ab. Vergeben werden Varta-Diamanten und Varta Tipps für besonderes Ambiente, erstklassige Küche oder für aufmerksamen Service.

Thomas Jaumann

Thomas Jaumann ist jetzt der neue Küchenchef im Koblenzer da Vinci – „Saison, regional, frisch, leicht“, beschreibt Thomas Jaumann seine Art zu kochen

Jaumann im Gespräch: „Ich freue mich“ und lächelt.
2011 schloß Jaumann seinen „Kochplatz“ im Koblenzer Industriegebiet. Er machte ein zu großes Minus dort.
Beratungen, Events, Präsentationen Kochkurse genügten Jaumann nicht mehr, das tägliche Kochen hat ihm gefehlt.

Für Kenan Tayhus, Inhaber des Da Vinci, ist Jaumann der Traumküchenchef. Bereits 2009 wollte Tyahus Jaumann anstellen.

www.davinci-koblenz.de

Eric Ripert, der Menschenfreund

Eric Ripert ist der Inhaber und Küchenchef des Dreisterne Restaurants LE BERNARDIN in New York City – in seinem Restaurant herrscht Jackenzwang und Turnschuhverbot und eine Atmosphäre der Zufriedenheit und Glückseligkeit – Drei Gang Lunch Menü ab 45 $

New York, das ist neben Kultur auch die amerikanische Eiseskälte, aber auch die Stadt der Mäzene. Viele möchten einfach nur helfen.
Einer – ein besonders Erfolgreicher – ist der aus Antibes stammende Drei Sterne Koch Eric Ripert.

Ripert steht der CITY HARVEST, einer Art New Yorker Tafel, vor. Mehr Infos unter www.cityharvest.org .

Ja, es ist eine sehr merkwürdige Restaurantkritik, die nicht beim Restaurant anfängt, sondern beim Inhaber-Küchenchef. Er ist aber auch ein Besonderer.

Das Le Bernardin liegt zentral in einem Neubau im Theaterviertel, direkt um die Ecke der Radio City Music Hall. Es ist ein modernes, geschmackvolles Restaurant und ziemlich groß. Man reserviert über das Internet – www.le-bernardin.com . Anders als in Deutschland besteht eine Kleiderordnung: Formal, d.h. z.B. Herren nur mit Jacket, keine Turnschuhe. Das ist erst einmal recht irritierend, wenn man dann selber im Restaurant ist, ist es doch schön, wenn alle irgendwie feierlich angezogen sind.

Unser erster Tisch war direkt am Eingang, er gefiel mir nicht. Wir bekamen daraufhin einen super schönen Ecktisch mit Blick übers ganze Restaurant.
Auf die Frage, was wir trinken wollen, antworteten wir „Eiswasser“, also Leitungswasser. Das war das normalste der Welt für den Kellner.
Es gibt drei Menüs. Ein Dreigang (70$), ein festes Sechsgang (145$) und ein Achtgang Degustationsmenü (195$ – alle zzgl. Tax & Tipp). Wir wollten selber aussuchen und wählten deswegen zu zweit 3x das Dreigang Menü zum Teilen.

Zuerst erhielten wir als Gruß aus der Küche eine ziemlich große Portion schottischen Wildlachssalat. So lecker, den hätte ich mir am liebsten einpacken lassen und zum Frühstück gegessen. Wir hatten:
Vorspeisen:
STRIPED BASS (Wolfsbarsch)
Wild Striped Bass Tartare; Baby Fennel, Crispy Artichoke, Black Olive Oil and Lemon
ein ganzer stark Gang!

ALBACORE
LB Albacore Confit „En Salade“; Bibb Lettuce, Deviled Quail Egg, Liquid Black Olive, Preserved Tomato and Pepper
ein Superbild, aber nicht so interessant wie der Wolfsbarsch

OCTOPUS
Charred Octopus „a la plancha“; Green olive and Black Garlic Emulsion, Sundried Tomato Sauce Vierge
Der beste Octopus, den wir jemals hatten

Hauptgerichte:
SKATE (Rochen)
Baked Skate “En Papillote”; Pickled Chanterelles, Baby Turnips,“Green Marinière”
Der Rochen begeisterte meine Partnerin besonders, so das wir gleich wieder zurücktauschten

BLACK BASS
Crispy Black Bass; Roasted Shishitos and Acorn Squash “Ceviche”,Peruvian Chicha Sauce
Perfekter Fisch für mich, die Gattin bevorzugte den Rochen

MONKFISH (Seeteufel) Roasted Monkfish; Wilted Mustard Greens-Daikon “Sandwich”, Adobo Sauce
einfach perfekt

Deserts:
„PIÑA COLADA“
Coconut-Rum Gelée, Roasted Pineapple Sorbet, Cilantro
gelungen

CHOCOLATE-PEANUT
Madagascan Chocolate Ganache, Peanut Mousse, Salted Caramel Ice Cream
Mein Lieblings Desert – schöner Kontrast ist die leicht salzige Eiskrem.

STRAWBERRY MASCAPONE
Strawberry Mouse, Mascarpone, Strawberry Sorbet
Der Favorit der Gattin

Als Weinbegleitung hatten wir eine Flasche 2010 Grünen Veltliner von der Schlosskellerei Gobelsburger für 50 $ +. Ein angenehmer Wein.

Der Service war umsichtig und immer da, wenn man ihn brauchte, ohne aufdringlich zu sein. Perfekt.

Das Publikum ist bunt gemischt. Viel wirklich alter Manhattan- und Long Island Geldadel, Geschäftsleute, Chinesen, Touristen, selbst eine Familie mit 3 kleinen Kindern. An einem Tisch saßen Großkotze. Bunt und angenehm gemischt. Eine gute Atmosphäre im Restaurant. Feierlich, aber nicht steif. Zufrieden und glücklich wirken die Menschen im Le Bernadin. Gäste wie Mitarbeiter.

Im Restaurant gibt es gratis ein schnelles WLAN für die Gäste. Warum hat das niemand in Deutschland? Es ist besonders gut, wenn man die Speisekarte übersetzen muss oder wissen Sie was „Skate“ ist?

Nach einem guten Cappuccino verlangten wir nach der Rechnung. Die kam nicht, aber ein Eis zwischen zwei Keksen. Und wir waren schon so satt. Es war aber schon wieder so lecker.
Machen Sie nicht den gleichen Fehler. Das Dreigang Menü ist zum Lunch wirklich ausreichend! man braucht keine 3x Dreigang Menu zu Zweit.

Ich kalkulierte kurz im Kopf, 3x 70 Euro für die Menüs, 1 Fl. Wein 50 Euro, 9 % Tax ca. 285 $ + 50 $ Tipp. Also unter 300 Euro für das sensationelle Erlebnis. Auf der Rechnung stand aber nur 222 $! ??? Es wurden nur 2 Menüs berechnet. Auf meine Frage warum, meinte der Kellner, man wollte uns eigentlich einen Zwischengang machen, deswegen hat man einfach das dritte Menü storniert.
Da fiel mir nichts mehr ein, außer ein „Danke“. Das ist schon mehr als fair!

Übrigens, ein ganz heißer Tipp. Sie können ohne Anmeldung und Jacke in der Lounge mittags ein Dreigang Menü essen, für gerade mal 45 $. Und davon gibt der großzügige Ripert noch einmal 5 $ an City Harvest. Wir werden probieren, falls wir in der Nähe sind, das Menü zu essen. Leckerer kann Gutes tun nicht sein.

Danke, Eric Ripert & Team für das wirklich schöne Erlebnis!

Noch ein paar Fakten zum Le Bernardin:
110 Plätze im „Main Dining Room“, täglich zwischen 150 – 250 couverts. Sonntags Ruhetag. 140 Angestellte, 45 davon arbeiten in der Küche.
Der Chef-Sommelier ist der Österreicher Aldo Sohm.

Reservierungen können transparent, problemlos und demokratisch über die Webseite getätigt werden.

Wir sind nicht die einzigen, die vom Le Bernadin begeistert sind. Überall erhält Ripert Bestnoten. Das weltgrößte Reiseportal Tripadvisor.com hat nach einer Leserwahl das Bernardin zum beliebtesten Restaurant der Welt gewählt! Siehe www.gourmet-report.de/artikel/342566/Die-10-beliebtesten-Restaurants-der-Welt.html

Fotos zum Besuch finden Sie auf unserer Facebook Seite, mit allen Gerichten: www.facebook.com/gourmetreport

Lesen Sie auch unsere New York Tipps „New York billiger!“: www.gourmet-report.de/artikel/342907/Sparen-in-New-York/

Sani Resort auf Chalkidiki

Die türkisblaue Ägäis ganz nah erleben: Das Sani Resort auf der Halbinsel Kassandra begrüßt Urlauber mit Motor- und Segelbooten in der Saison 2012 mit einem besonders attraktiven Angebot. Wer bis 30. April eine Jahresmitgliedschaft für den privaten Yachthafen, die Sani Marina, erwirbt, erhält 10 Prozent Rabatt auf die Gebühr und kommt in den Genuss zahlreicher Vergünstigungen in einem der vier Hotels. Die moderne, lebhafte Sani Marina bietet neben jeglichem Service für Bootsbesitzer eine autofreie Piazza mit eleganten Boutiquen, ausgezeichneten Restaurants und ein pulsierendes Nachtleben. Weitere Informationen unter www.sani-resort.com/de_DE/sani-marina .

Im Jahresbeitrag von 1.525 Euro für ein Schiff bis zu einer Länge von 6,5 Metern sind neben einem Liegeplatz folgende Leistungen enthalten: eine technische Inspektion, ein Nachlass von bis zu 25 Prozent für den Transport des Bootes in und aus dem Wasser sowie ein Standplatz im Trockenen für zwei Monate. Besitzer größerer Schiffe mit einer Länge von über 12,5 und bis zu 15,5 Metern zahlen 4.704 Euro.

Inhaber der Sani Marina Jahresmitgliedschaft genießen griechische Gastfreundschaft und den Komfort und Service in einem der vier Sani Hotels und erhalten ebenfalls 10 Prozent Rabatt auf jede Hotelbuchung. Der Zugang zu allen drei Sani Spas ist ebenfalls inklusive. Sonnenanbeter können am kilometerlangen Sandstrand des Resorts die Sonnenliegen zum halben Preis mieten. Für Musikfreunde stehen pro Veranstaltung zwei Freitickets für das Sani Festival zur Verfügung. Das musikalische Highlight im Juli und August präsentiert Sänger und Künstler von Nah und Fern aus den Sparten Klassik und Jazz.

Preisbeispiel: Eine Übernachtung im Sani Beach Hotel in der Junior Suite mit Meerblick beginnt in der Nebensaison (April und Oktober) bei 144 Euro für zwei Personen mit Halbpension. Weitere Informationen zum Hotel und den Angeboten unter www.sani-resort.com .

DB: Kultur-Ticket-Spezial – Jetzt kommt die Kunst zum Zug

Mit dem Kultur-Ticket-Spezial der Deutschen Bahn kommen Kunst- und Kulturbegeisterte auch in diesem Jahr wieder preiswert und bequem im ICE und Intercity/Eurocity zu den faszinierendsten Ausstellungen in Deutschland.

Das Ticket gilt im Umkreis von 300 Kilometern des jeweiligen Veranstaltungsortes. Bei gleichzeitigem Kauf oder gegen Vorlage einer Eintrittskarte zu einer der Ausstellungen ist das Ticket in allen DB Reisezentren und DB Agenturen erhältlich. Es gilt für die Hin- und Rückfahrt und kostet unverändert 39 Euro in der 2. Klasse und 59 Euro in der 1. Klasse. Das Ticket ist zuggebunden und wird verkauft, solange der Vorrat reicht. Die An- und Abreise muss am selben Tag erfolgen. Kinder zwischen 6 und unter 15 Jahren reisen in Begleitung ihrer Eltern oder Großeltern kostenlos mit, wenn dies beim Kauf der Fahrkarte eingetragen wird.

Das Kultur-Ticket-Spezial gilt 2012 für 15 Sonderausstellungen, zum Beispiel Roads of Arabia im Pergamonmuseum in Berlin, George Stubbs in der Neuen Pinakothek in München, Jeff Koons im Liebighaus in Frankfurt (Main) und Friedensreich Hundertwasser in der Kunsthalle Bremen.

Inhaber einer BahnCard profitieren ebenfalls von den zahlreichen Kooperationspartnern der DB im Kulturbereich. So gibt es bei insgesamt 33 Sonderausstellungen und über 20 Partnern aus dem Bereich Theater, Oper, Festival und Musical bis zu 20 Prozent Rabatt auf den Eintrittspreis.

Barrierefrei im Museum
Barrierefreie Audioguides, Führungen in Gebärdensprache oder taktil und akustisch zugängliche Ausstellungsobjekte – die Deutsche Bahn stellt auf www.bahn.de/kultur-barrierefrei Museen und Ausstellungshäuser in ganz Deutschland vor, die mindestens ein spezielles Angebot für behinderte Besucher bieten.

Deutsche Bahn

World-Toques*Euro-Toques

Natürlich ist jede Person, jeder Genießer, ein Individuum, und über nichts anderes lässt sich so trefflich diskutieren, wie eben über den „Geschmack“ – besonders beim Essen.

Zum Ursprung der Gründung von World-Toques*Euro-Toques vor über 17 Jahren.
Ernst-Ulrich W. Schassberger entwickelte World-Toques*Euro-Toques zu einem Zertifizierungsbetrieb, denn überall wo mit Essen und Trinken Geld verdient wird, muss man auch dementsprechende Infrastrukturen schaffen, um der Idee und dem Unternehmen eine gewisse Professionalität zu geben. Geschäftsführer und President Ernst-Ulrich W. Schassberger war stets ein Enthusiast seines Berufes als Küchenmeister und als Hotelier, mit Passion und Hingabe erfüllt er auch die tägliche Arbeit rund um die Zertifizierungsaufgaben bei World-Toques und Euro-Toques, sein Motto ist ein ganz einfaches, schon daran erkennt man in einem Restaurant oder Lokal ein Stück weit Nachhaltigkeit:
„Einfachheit und natürliche Geschmacksträger sind die Unterschrift großartiger Kochkunst.“ pers.Zitat von Ernst-Ulrich W.Schassberger

Nachhaltigkeit in der Gastronomie, damit das Wort nicht nur zum „Lippenbekenntnis“ verkommt, beinhaltet ganz klar:
Eine regionale wie saisonale Küche, Basiskochen, eine grundehrliche Küche (z. B. wie bereitet man Soßen, Suppen oder Omelettes ohne künstliche Aroma-und Geschmacksstoffe, ohne Glutamat und ohne Stabilisatoren zu, dies nur als Beispiel), Beibehaltung von Traditionen der Region, achten des kulinarischen Erbes. Nachhaltigkeit zeigt sich bei allen ausgezeichneten Euro-Toques Sterneköchen und Restaurants aber auch darin, ob Essen, Service und Profession „Hand in Hand“ gehen. Sprich, wie geht die Gastronomie mit ihren Lieferanten vor Ort um, wächst da eine langfristige Kooperation, von der beide Seiten profitieren? Immer mehr Euro-Toques Sterne-Restaurants kaufen ihre Produkte und Lebensmittel wirklich bei den Landwirten im Umkreis. Der Gast kann den Inhaber und Koch eines jeden Restaurants fragen, woher beziehen sie ihre Produkte, ihr Fleisch, das Gemüse, oder den Fisch! Ein ehrlicher Inhaber und Koch gibt immer authentische Antworten. Ist das Gericht zurück zu verfolgen, wie setzte es sich zusammen.

Dafür garantieren unsere Sterneköche. Deshalb die Euro-Toques-Plakette, ein Garant für die kritischen Verbraucher.
Unsere ausgezeichneten Betriebe weisen sich natürlich mit ihrer World-Toques*Euro-Toques-Auszeichnung aus, es ist ja auch ein Stück weit Werbung, auf die man stolz sein kann. Und der Gast weiß sofort, hier wird wirklich nicht nur frisch sondern auch regional, saisonal, professionell sowie traditionell gekocht. Chemie im Kochtopf ist tabu! Vielleicht sollte der Gast skeptisch werden, wenn auf der Speisekarte zig Menüs, und Gerichte verschiedener Länder angeboten werden, denn dann wäre es wirklich schwierig zu bewerkstelligen, nicht auch auf Ergänzungen oder Fertiggerichte zurück gegriffen zu haben. Ein gesundes Mittelmaß an Gerichten auf der Karte ist immer vertretbar, aber nie „überfrachten“.
Man könnte auch hier sagen, drum prüfe, wer sich ewig bindet. Der Restaurant-Inhaber, Koch oder Einkäufer, sollte schon wissen, von wem er seinen Fisch, sein Fleisch, etc. bezieht, und muss sich auf die angegebene „Herkunft“ auch verlassen können. Nachhaltigkeit beginnt ja schon beim Auswählen und Kooperieren mit seinen Lieferanten! Es geht uns und jedem Verbraucher doch auch um „unverfälschte“ Naturprodukte, und der Landwirt, der produziert, weil bei ihm einige Gastronomen aus der Region einkaufen, freut sich genauso, er sieht Sinn in seinem Tun…

Auf die Warenauszeichnung der Herkunftsländer muss sich jeder verlassen können – alles andere wäre Betrug!
Die einfachsten Fragen eines interessierten Gastes sind die besten – woher kommt der Fisch, wo beziehen sie das leckere Gemüse des Antipasto, etc. / nachhaltig muss nicht immer aus der unmittelbaren Region sein, aber wenn der Koch seinen Prosciutto von einem traditionell italienischen Betrieb erhält, das Gemüse aus der Umgebung, und über einen längeren Zeitraum hinweg, ist Nachhaltigkeit gegeben. Keine Frage ist dumm, und unsere Köche werden immer gern erzählen, wie ihre Gerichte zustande kommen. Die Rückführbarkeit der Speisen ist wichtig.

Wir wissen, dass über 4500 zertifizierte Sterne-Restaurants, Sterne-Koche und -Köchinnen in Europa nach Euro-Toques-Kodex kochen, und ihren Betrieb leiten. Immer mehr Restaurants stellen natürlich um, viel auf Bio und regionale Erzeugnisse, denn der Gast wird kritischer und informiert sich sehr vorab.
Der Trend der Nachhaltigkeit steigt. Noch mehr Aufklärung ist geboten! Dass eine sehr gute und nachhaltige Küche auch ihren (fairen) Preis haben muss. In Gastronomie zieht das Motto „Geiz ist geil“ bestimmt nicht, außerdem tun wir mit einer mittelmäßigen Ernährung schon unseren Kindern Schlechtes an. Aufklärung beginnt bereits in Kindergärten und in den Schulen: wie schmeckt eine Erdbeere, wie kann ich mir schnell etwas Leckeres selbst kochen, usw. In einigen skandinavischen Ländern gibt es das Fach „Kochen“ in der Schule, die Jüngsten entwickeln ein ganz anderes Bewusstsein zur Ernährung. Irgendwo kein Wunder, dass diese Länder auch in der PISA-Studie meistens vor Deutschland liegen. Ernährung und Leistungsfähigkeit hängen zusammen.

Keine Frage, wenn wirklich auf Frische, Regionalität und Saisonalität sowie Tradition Wert gelegt wird, dann kann Ihnen jeder Landwirt und Förster vor Ort helfen, Es beginnt ja schon beim Gemüse und den vernachlässigten Kräutern im eigenen Wald. Die Landwirte und landwirtschaftlichen Betriebe können den Bedarf decken, sie sind ja im Trend – egal ob der Hofladen auf dem Land, oder der Bioladen im Zentrum einer Großstadt – gerade sie setzen ja auf einen Sinneswandel in der Bevölkerung.
Gut und qualitativ hochwertig zu essen muss nicht überteuert sein, weder im Lokal, noch oder besonders wenn man auch mal selbst kocht.
Alle zertifizierten World-Toques/Euro-Toques Sterne-Restaurants Europa-und weltweit sind zu finden unter www.eurotoques.org bzw. www.world-toques.com Restaurant Guide.