Weinmesse der unabhängigen Winzer Frankreichs in Straßburg

Weinprobe auf französische Art

Die Weinmesse der unabhängigen Winzer Frankreichs in Straßburg ist ein Publikumsrenner

Die Franzosen und ihr Wein: Das war schon immer eine ganz besondere Beziehung. Und an wenigen Orten kann man das „Savoir-Vivre“, die französische Lebensart, beeindruckender erleben als auf der Straßburger Weinmesse vom 19. bis 22. Februar 2016. Seit 23 Jahren frönen alljährlich 50000  Besucher an vier Tagen der Kunst des Weintrinkens, in der Doppelhalle der Messe Straßburg. Viele Straßburger stürmen schon am Freitagabend die Messehalle, um mit Kollegen einen After-Hour-Drink zu sich zu nehmen und sich dabei auch gleich mit Wein für die kommenden Monate einzudecken. Und aus Deutschland kommen inzwischen sogar ganze Reisebusse zu dem Mega-Event angereist.

Am Eingang muss man aufpassen, dass einen das Angebot nicht erschlägt: 576 Weingüter reihen sich Stand an Stand. Sie kommen aus allen, wirklich allen Regionen Frankreichs, von Burgund oder Bordeaux, aus der Champagne, dem Elsass, dem Jura und sogar aus Korsika. Dazwischen befinden sich auch  einzelne Anbieter von Cognac, Armagnac und anderem Hochprozentigem. An jedem Stand gibt es in etwa zwischen fünf und zehn verschiedene Weine zu probieren. Man kann also hochrechnen, wie viele verschiedene Tropfen es insgesamt zu probieren gibt. (Wer es etwas ruhiger mag, dem sei die noch jüngere und kleinere Messe mit 70 unabhängigen Winzern empfohlen, jeweils im Oktober in Blotzheim beim Basler Flughafen.)

Hinter jedem einzelnen Stand befindet sich die Winzerfamilie persönlich. Ausstellen darf nur, wer Mitglied im Syndicat des vignerons indépendants de France ist, dem größten Winzerverband der Welt. Und Mitglied darf nur werden, wer den Wein selbst anbaut, ausbaut und vermarktet. Entsprechend herzlich ist der Empfang an den Ständen: Kaum streckt man sein Probierglas aus, wird auch schon eingeschenkt. Im Gespräch mit dem Winzer oder der Winzerin kann man viel über die entsprechende Region, Besonderheiten beim Ausbau der Weine oder die  Jahrgänge und verwendeten Traubensorten erfahren.

Das Glas und die Kostproben sind im Eintritt (6 Euro) inbegriffen. Ansonsten gilt: Weniger ist mehr! Denn Nase und Gaumen können nur eine begrenzte Anzahl an Weinen wirklich erfassen und vergleichen. Zum Code of Conduct gehört auch, dass man nicht alles schluckt: An jedem Stand steht ein Gefäß zum Ausspucken bereit. Wer will, kann auch kosten, wie die Weine zu Gänse- oder Entenleber,  Salami,   Austern, Nougat oder anderen Spezialitäten schmecken. Entsprechende Gourmet-Stände sind vorhanden. Wer einen Tropfen gefunden hat, der ihm gut mundet, kann den Wein auch gleich erwerben und mitnehmen. Dadurch unterscheiden sich die Weinmessen der unabhängigen Winzer Frankreichs von vielen anderen  Weinmessen:  Man muss sich die Flaschen nicht umständlich über die Staatsgrenzen hinweg hinterher liefern lassen.

Als besonderen Service gibt es drei Mal täglich eine Einführung in die Kunst der Weinprobe, eine Ausstellungswand mit den Listen der mit Medaillen ausgezeichneten Weine, eine Vermietstation für Sackkarren und eine Gepäckaufbewahrung (gegen Gebühr). Wein-Profis  (Sommeliers, Händler,…) können am Stand des Organisators ein besonderes  Probierglas erhalten, mit dem als Profi zu erkennen sind. Ansonsten wendet sich die Messe ganz speziell an Endverbraucher. Nicht nur der Ausstellungskatalog, auch die Webseite www.vigneron-independant.com  enthält die Liste der Aussteller, so dass man sich schon im Vorfeld heraussuchen kann, welches Weingut man besuchen will.

 
Ort:                                                 Straßburg, Messegelände Parc des Expositions (Wacken), Halle 20
Öffnungszeiten:
Freitag, 19. Februar 2016:                                       15 bis 21 Uhr
Samstag, 20.2. und Sonntag,  21.2.:                      10 bis 19 Uhr
Montag, 22. Februar:                                               10 bis 18 Uhr
 
Eintritt:  6 Euro (Probierglas und Weinprobe inklusive)
Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren haben freien Eintritt bei Begleitung eines Erwachsenen. Sie erhalten kein Probierglas.

Meet the Winemaker
Weinprobe

Salon des Vignerons Indépendants de France

Vom 20. bis 23. Februar 2015 öffnet der „Salon des Vignerons Indépendants de France“, die mit Abstand größte Weinmesse am Oberrhein, wieder ihre Pforten. Über 50 000 Besucher an vier Tagen werden in der Halle 20 der Messe Strasbourg auf dem „Parc des Expositions“ erwartet. Auch viele Besucher aus Deutschland und aus der Schweiz werden darunter sein.
 
Niemand weiß genau, wie viele Weine es auf der Weinmesse der unabhängigen Winzer Frankreichs zu probieren gibt. Geht man von durchschnittlich acht verschiedenen Weinen pro Aussteller aus, können bei den 576 Winzern insgesamt 4608 verschiedene Weine probiert werden.
 
Schon längst gilt die Messe in der Elsass-Metropole als ein Event, wo man sich mit Freunden oder Kollegen verabredet. Denn im Unterschied zu den meisten Weinmessen in Deutschland steht die Veranstaltung des Winzerverbandes Vignerons Indépendants de France normalen Verbrauchern offen und man kann die ausgesuchten Tropfen auch gleich mitnehmen, anstatt sich die Flaschen danach umständlich liefern zu lassen. Außerdem steht hinter jedem Stand die Winzerfamilie persönlich. Kaum nähert man sich einem Stand, wird auch schon eingeschenkt: „A votre santé!“.
 
Im Berufsverband Vignerons Indépendants de France, welcher die Messe organisiert, dürfen nur unabhängige Winzer Mitglied werden, die ihren Wein selbst anbauen, ernten, keltern, abfüllen und vermarkten. Die ausstellenden Erzeuger stammen aus allen Weinanbaugebieten Frankreichs. Und so gleicht der Besuch der Messe einer „Tour de France“  des Weins.  An dem einen Stand kann man einen Champagner kosten, an einem anderen einen guten Riesling mit einem Pinot Gris vergleichen. Mit dem einen Winzer kann man über die Qualität der unterschiedlichen Jahrgänge fachsimpeln, ein anderer erklärt den Einfluss der unterschiedlichen Böden und Standorte.
 
Zur Stärkung gibt es an einigen Ständen kulinarische Spezialitäten wie  frische Austern, Sandwiches mit Gänse- oder Entenleberpastete, französische Salami, Käse, Nougat, Honig und Kastaniencreme.  
 
Ort:                                                 Straßburg, Messegelände Parc des Expositions (Wacken), Halle 20
Öffnungszeiten:
Freitag, 20. Februar 2015:                                       15 bis 21 Uhr
Samstag, 21.2. und Sonntag,  22.2.:                     10 bis 19 Uhr
Montag, 23. Februar:                                               10 bis 18 Uhr
 
Eintritt:  6 Euro (Probierglas und Weinprobe inklusive)
Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren haben freien Eintritt bei Begleitung eines Erwachsenen. Sie erhalten kein Probierglas.
 
Das ABC des Messebesuchs:
A wie    Ausspucken! Sie müssen nicht jeden Tropfen schlucken, wie edel er auch sein mag, sondern dürfen den Wein in die bereitgestellten Behälter spucken.
B wie    Bewusst auswählen: Bei der Weinprobe gilt: Weniger ist mehr. Denn die feinen Unterschiede im Aroma können Nase und Gaumen nur bis zu einer gewissen Anzahl von Weinen erkennen.
C wie    Caddy oder Sackkarre mitbringen oder vor Ort ausleihen. Im Unterschied zu den meisten anderen Weinmessen kann der Wein auf den Messen der unabhängigen Winzern gleich mitgenommen anstatt aufwändig bestellt und geliefert werden.

Stephane Gass – Beste Weinkarte des Jahres 2015

Auszeichnung Wine Trophy

Das französische Weinmagazin „La revue du vin de France“ kürt die Weinkarte der Traube Tonbach als beste des Jahres.

Das Fachmagazin „La revue du vin de France“ gilt als die wichtigste und einflussreichste Weinzeitschrift Frankreichs. Mit der aktuellen Ausgabe ist die jährliche Bestenliste des Leitmediums erschienen. Als einziger internationaler Gewinner in einer von sieben Kategorien wurde die Traube Tonbach mit dem Gourmetrestaurant Schwarzwaldstube für die beste Weinkarte geehrt. Das familiengeführte Feinschmeckerhotel ist auch im nahen Frankreich bekannt als eine der ersten Adressen für Genussreisende.

Die Expertenjury lobte bei der Verleihung in Paris die vinophile Weitsicht von Traube-Inhaber Heiner Finkbeiner. Mit viel Passion habe er bereits vor 30 Jahren begonnen, in den Aufbau des hoteleigenen Weinkellers zu investieren und damit eine hervorragende Basis für die Güte der heutigen Karte geschaffen. „Das ist eine wahrlich schöne Anerkennung“, so der Hotelier. „Wein ist stets eine Leidenschaft, die wir gerne fördern. Deshalb schätzen wir auch Stéphane Gass ausgeprägtes Faible für seltene oder außergewöhnliche Tropfen.“

Dem langjährigen Sommelier der Schwarzwaldstube attestierte das Fachmagazin großes Talent. „Dank dem Können des Elsässers und seinem virtuosen Händchen bei der Auswahl der rund 750 Positionen, hat die Weinkarte im Laufe der Jahre einen Grad der Perfektion erreicht, die der Küche von Drei-Sterne-Koch Harald Wohlfahrt absolut ebenbürtig ist und dem Gast zugleich mit bemerkenswerten Preisen Lust auf guten Wein macht“, hieß es in der Begründung der Jury. Gass verantwortet seit 1990 die Weinkeller des Traditionshotels, in denen mehr als 40.000 Flaschen, überwiegend aus europäischen Anbaugebieten, lagern. Zu den vorangegangenen Stationen des 43-jährigen gehören weltbekannte Restaurants wie das Louis XV von Alain Ducasse in Monte Carlo.

Gefragt danach, was die Weinkarte des Jahres besonders macht, zeigt sich Gass bescheiden: „Unsere Philosophie ist die eines jeden guten Sommeliers. Jahr für Jahr wollen wir ausdrucksstarke Weine für unsere Karte entdecken, um unsere Gäste mit einer spannenden Verkostung zu überraschen.“ Gemeinsam mit seinen drei Kollegen beobachte er interessante Weinregionen sehr aufmerksam. „Vom jungen bis zum charaktervollen Jahrgangswein gilt es jene zu finden, die ebenso spannend wie zugänglich sind. Auf große Namen zu setzen, ist dabei relativ einfach. Herausfordernder ist es, offen zu bleiben, jeden Jahrgang neu zu bewerten und gerade auch jungen oder unbekannten Winzern den Weg zu ebnen, wenn die Qualität stimmt“, erklärt Gass. Zusammen mit den renommierten Weingütern, einer soliden Jahrgangstiefe sowie einigen Exoten ergebe sind so ein starkes Portfolio. „Und ein faires Preisniveau ist uns wichtig, denn das animiert zum Probieren und gehört definitiv zu einer guten Weinkarte“, weiß der Franzose.

Als weitere Preisträger der Wine Trophy 2015 wurden u.a. Frankreichs Außenminister Laurent Fabius als „Mann des Jahres“, Emmanuel Reynaud vom Weingut Château Rayas als „Winzer des Jahres“ sowie Julien Sunier von der Domaine de Noisetiers als „Entdeckung des Jahres“ geehrt. Der Innovation-Award ging an Julien Worth für sein Crowdfunding-Projekt „Fundovino“, während der Weinblog „No wine is innocent“ den Titel „Blog des Jahres“ erhielt.

Alle Auszeichnungen und Preisträger auch unter: http://www.larvf.com.

AURELIE PEZET

„BESTE JUNGE BARDAME FRANKREICHS“ ZAUBERT IN DER „BAR DU BRISTOL“

Aurélie Pezet, Mitarbeiterin in der „Bar du Bristol“, hat soeben den 61. Coupe Scott gewonnen. Die 23-jährige darf sich nun „Beste junge Bardame Frankreichs“ nennen.

Der renommierte Coupe Scott, 1952 von der Association des Barmen de France gegründet, zeichnet Jahr für Jahr den talentiertesten Nachwuchsbarkeeper des Landes aus. Die Kandidaten, allesamt jünger als 27 Jahre, müssen zuvor unter den Augen von Profis eine Reihe unterschiedlicher Tests bestehen: zwei zufällig ausgewählte Klassiker mixen, einen Cocktail improvisieren, einen Geschmacksblindtest meistern sowie handwerkliche Fragen schriftlich und mündlich beantworten.

Mit ihren 23 Jahren kann Aurélie Pezet bereits auf eine beachtliche Laufbahn zurückblicken. Geboren in Marseille, verließ sie früh den Süden, um in den besten Hotelbars Frankreichs zu arbeiten, darunter das Normandy Lucien Barrière sowie die Hemingway Bar des Ritz Paris, wo sie bei Colin Field und Roman Devaux lernte. Im September 2012 begann mit der Eröffnung der „Bar du Bristol“ ihre bislang größte Herausforderung – Seite an Seite mit Maxime Hoerth, Barchef und Träger des Titels „Meilleur ouvrier de France“, sowie Roman Devaux, mittlerweile Manager in der „Bar du Bristol“. Unter der Aufsicht ihrer beiden Mentoren machte sie schnell enorme Fortschritte und verfeinerte ihre Technik.

Aurélie liebt, was sie tut, und weiß, was sie will. Daher sucht sie immer nach neuen Herausforderungen. Eine Strategie, die sich bewährt hat: Sie gewann den Malongo-Preis und war Finalistin von „Der perfekte Gastgeber“, einem großen Wettbewerb der Gin-Marke Beefeater 24.

Didier Le Calvez, Geschäftsführender Direktor des Bristol Paris: „Meine herzlichsten Glückwünsche an Aurélie. Ich bin extrem stolz, dass sie Teil des Teams der „Bar du Bristol“ ist. Tag für Tag widmet sie ihr Talent und ihre Fähigkeiten ganz dem Service und den Wünschen unserer Gäste, wofür ich ihr außerordentlich dankbar bin.“

Toulouse

Rosa-violett-pastel oder das Farbenspiel von Toulouse – Die südfranzösische Hauptstadt der Midi-Pyrenäen im Zeichen des Kolorits

von Philip Duckwitz

Mein erster Eindruck schien bereits meine Sinne zu täuschen – alles rosa hier? In der Tat schienen Gebäude und Straßen in einem rosafarbenen Lichte zu glänzen, das ihr der Schein der Frühjahrssonne verlieh. Toulouse, die rosarote Stadt. So wird sie beschrieben und so erscheint sie selbst dem unaufmerksamen Besucher der Hauptstadt der Midi-Pyrénees im Süden Frankreichs.
Die meisten Gebäude – vor allem die öffentlichen – sind aus Ziegeln erbaut, die die Gründer der Stadt in Ermangelung von Steinbrüchen und Baumaterial in der umliegenden Gegend verwendeten, um die nunmehr 2000 Jahre alte Metropole an der Garonne zu errichten.

Rosarote Vergangenheit – die gallisch-römischen Wurzeln von Toulouse
Diese ehemals gallische Stadt, die im Jahr 106 v. Chr. Unter dem Namen Tolosa von dem Stamm der Tholosen errichtet wurde, zeichnet sich vor allem durch seine zahlreichen, Gärten aus, die wie grüne Oasen inmitten der rosaroten Architektur einen erfrischenden Kontrast bilden. Der Kanal du Midi und er Garonne-Seitenkanal verbinden die Metropole mit dem Mittelmeer. Anmutig liegen die kleinen Hausboote, Kähne und Jachten an den Ufern des sich bedächtig um den Stadtkern herum schlängelnden Kanal du Midi, der mich gerne zu einer beschaulichen Rundfahrt auf einem seiner urwüchsigen Schiffchen einlädt. Von hier aus sieht die Stadt mit ihren prachtvollen Gebäuden ganz anders aus, fast beschaulich und kleinstädtisch.

Dabei ist die alte Metropole und viertgrößte Stadt Frankreichs alles andere als provinziell. Allein der sich überdimensional ausrollende Platz vor dem markanten Capitol, die alles überragende Basilika St-Sermin oder die Kuppel des Hospital de la Grave – mit 69 Metern das höchste Gebäude der Stadt – am anderen Ufer der Garonne zeugen von der Größe und Ehrwürdigkeit dieser farbenprächtigen Stadt. Die Rue d´Alsace Lorraine, Pracht-Einkausstraße von Toulouse, zeigt eindrucksvoll die reichhaltige verzierten Jugendstilgebäude der Stadt. Hier und da sieht man noch Reste des Römerwalls, die von der antiken Vergangenheit Toulouse`zeugen. Zahlreiche Museen bringen mir die Kunst der Region näher. Und natürlich kann ich mich auch in in einem Besuch der modernen Produktionsstätte des Airbus-Werks vor den Toren der Stadt begeistern lassen von den technischen Errungenschaften der Region.

Alles Violett?
Mich aber reizt heute das Spiel der Farben. Denn Rosa ist längst nicht das Einzige, was die Stadt zu bieten hat. Violett und Pastel sind nicht nur allerorts präsente Kollorite, diese Farbtöne haben auch tiefe Wurzeln in der Geschichte der Stadt. Seit rund 150 Jahren wird das Veilchen vor allem an den Ufern der Garonne im Norden der Stadt kultiviert, auf fast allen Märkten angeboten und zahlreich verarbeitet. Jedes Jahr im Februar findet das Veilchen-Fest der „Féte de la Violette“ auf dem Platz vor dem Kapitol statt. Überhaupt erscheint mir in Toulouse alles von dem markant-violetten Farbton durchsetzt zu sein. Nicht nur in zahlreiche Souvenirs wie dem klassischen Veilchen-Bonbon über das süßliche Veilchen-Parfúme, Seifen, Düfte oder der Veilchen-Likör, Sirup und Essig, findet sich der Farbton wieder. Die Menschen scheinen diese Farbe zu lieben und zu leben. Violette Hüte, Jacken, Mützen oder Schirme sind keine Seltenheit in dieser Stadt. Und bei soviel lilafarbenem Farbrausch kann es durchaus zu einer Sinnesveränderung kommen. So kann es passieren, dass man beim Anblick einer weißen Wand meint, sie wäre in zartem Violett getüncht. Selbst der Champagner in den Restaurants ist mit jenem Farbton angehaucht. Wie mir ein eifriger Gaston erklärt, liege das an einem im Schaumwein aufgelösten Veilchen-Zucker, der hierzulande traditionell jenem Gtränk beigemischt würde.

Es geht auch in Pastel – die Wurzeln der Färbekunst
Nach soviel violettem Fetisch verwundert es mich kaum noch, dass noch ein weiterer Farbton das Bild der Stadt dominiert, wenn auch dezenter als Violett es tut. Pastel. Dieser hellblaue Farbton, gewonnen aus den Blättern der gelben Planze „Färberwaid“ oder auch „Pastel des teinturiers“ , die vor allem in dieser Region verwendet wird, gibt diesen bläulichen Farbton. Usrpünglich aus Asien stammend, wurde sie seit dem Mittelalter von Färbern zur Herstellung des Färbemittels genutzt. Die Kunst des Meister-Färbers, dem „maître pastellier“, bestand darin, aus den pigmenthaltigen Kugeln ein Färbebad zu bereiten. Der Vorgang war lang und kompliziert, aber die Belohnung folgte sofort, dann nämlich, wenn der gefärbte Stoff aus dem Farbbad noch gelblich-grün auftaucht und sich wie durch einen Zauber beim Kontakt mit dem Sauerstoff der Luft blau färbt.
Man erhält mit dem Pastel jede Farbnuance von Blau, vom Allerhellsten bis zum Tiefdunklen. Und dieses Blau färbt nicht ab und hält seine Farbe durch die Jahrhunderte… Pastel besitzt all diese Vorzüge noch heute. Die prunkvollste Zeit waren die Jahre von 1450-1560, wo das Pastel als „blaues Gold“ gehandelt wurde und großen Kaufherren wie Pierre d’Assézat in Toulouse sich beachtliche Vermögen verschafften. Erkennen kann man dies heute noch an den überreichen Kaufmannshäusern, die durch ihre markanten Türme hervortreten. Erfreut erfahre ich, dass die Kunst der Pastel-Färberei noch nicht vorbei ist. Tatsächlich gibt es unweit von Toulouse im Sommer die sogenannten „Färber-Tage“, bei denen Laien sich mit der technik des Blaufärbens vertraut machen können.

Französische Küche in Toulouse – deftig und bodenständig
Nach soviel farblichen Nuancen und Sinneseindrücken zieht es mich in die Küche der Stadt. Und Toulouse hat einiges zu bieten. Grundsätzlich gilt hier wie fast überall in Frankreich: Schlecht essen kann man woanders, aber nicht hierzulande. Alles wird selbst im kleinsten Bistro frisch und schmackhaft zubereitet. Man gibt sich Mühe, denn das Essen, kochen und jegliche Verarbeitung von Lebensmitteln ist allen Bestrebungen der Fastfood-Industrie zum trotz, auch dieses Land zu erobern, noch immer die größte Leidenschaft des Franzosen. Und die lässt er sich sich nicht nehmen. So wird jede Mahlzeit zu einem Erlebnis für einen Reisenden, der diese kontinuierliche Art der frischen Zubereitung nicht gewohnt ist aus seiner Heimat.
Zu Toulouse und seiner Umgebung muss man wissen: Mit 120 Lebensmitteln, die allesamt mit einem Qualitäts- oder Herkunftslabel ausgezeichnet wurden, sind die Midi-Pyrenäen die Region Frankreichs, in der die meisten regionalen Küchenspezialitäten angeboten werden. Obligatorisch ist der Genuss einer gut zubereiteten Cassoulet, einem Eintopf auf weißen Bohnen, Enten- und Rindfleisch sowie einem Stück der berühmten Toulouser Bratwurst. Die Zubereitung dauert 24 Stunden, denn das Gericht muss ziehen, köcheln und wird in mehreren Schichten gebacken, bis sich eine deftig gewürzte, schwere und unverwechselbare Mischung ergibt, die in einem flachen Tontopf serviert wird, der das Gericht seinen Namen verdankt.
Zum Dessert steht eine Auswahl an Käsen auf dem Programm, denn die Region verfügt über ausgezeichnete und sehr markante Sorten. Roquefort aus Schafsmilch, der Bleu de Causses und Laguiole aus Kuhmilch oder der Rocamadour aus Ziegenmilch – hier bleibt kein Wunsch offen. Aber auch Süßes kommt gerne auf den Tisch, wie ich in zahlreichen Restaurants feststellen darf.
Die von den Toulousern erfundenen Köstlichkeiten sind ein wahrer Gaumenschmaus. Der „fénétra“, ein Kuchen aus Mandelteig mit Baiser, oval oder rund, mit Zitronenkonfit und einem Überzug aus Aprikosenmarmelade. Oder doch lieber ein „Pavé du Capitole“, eine Praline aus dunkler Schokolade, einer „Caraque“, dem kleiner Sandteigkuchen mit einer Füllung aus Crème fraîche und zerlassener Schokolade und einem grünen Fondant, oder am Ende der berühmte „Cachou Lajaunie“, eine Leckerei aus natürlichen Produkten, die von einem Apotheker aus Toulouse erfunden wurde und deren Rezept streng geheim gehalten wird. Da wird die Wahl schnell zu Qual und an Pfunde darf man hierzulande schon gar nicht denken, will man sich dem Genuss hingeben.

Wein – aber welcher?
Und dann ist da noch die Frage nach den Weinen zum Essen. Auch hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten, je nach Gericht und Vorliebe. Der französische Südwesten ist eine Weinregion mit 16 Appellationen. Die Rotweine, Weißweine und Rosés werden beim Aperitif verkostet oder begleiten die regionalen Gerichte, die in Toulouse aufgetischt werden. Fronton, Cahors oder Gaillac sind die bekanntesten Weinlagen der Region. Ich folge dem Tipp eines Gastons und bevorzuge in diesen Tagen meines Aufenthalts einen Rotwein aus der Region Saint Mont, deren Winzer sich zu den „Plaimont Producteurs“ zusammengeschlossen haben. Diese Weine aus der Gegend am Fuße der Pyrenäen sind außerhalb Frankreichs noch schwer erhältlich, genießen quasi ein Schattendasein. Und genau das macht diese Weine zu einem echten Geheimtipp. Die kieseligen Böden dieser Region um Saint Mont bringen runde und leichte Weine hervor. Die tonhaltigeren, höheren Lagen hingegen begünstigen elegante Weine mit Alterungspotential. Die Weißweine befinden sich an den westlich ausgerichteten, steileren Hängen mit kalkhaltigen Böden. In einem der zahlreichen Weingeschäfte von Toulouse erfahre ich, dass die Winzer unter die Rebstöcke der roten Sorten Gräser pflanzen , damit die Rebstöcke schön tief auf der Suche nach Wasser wurzeln. Dadurch bekommen die Weine noch mehr Struktur und Charakter.

Toulouse – die schillernde Stadt
Satt und zufrieden, farbenfroh im wahrsten Sinne des Wortes und kulturell durchtränkt – so verlasse ich nach 3 spannenden aber nicht weniger erholsamen Tagen Toulouse. Diese Stadt macht Lust auf sein Umland, liefert beispielhaft eine Fülle von Kultur, Farben, Leben und Lebendigkeit. Aber anders als man es aus Südfrankreich kennt. Geordnete Lebensfülle gepaart mit französischem Flair. Eine Prise von allem. Das ist Toulouse. Da gibt es Stadtteile, die sich geordnet geben, wie ein nordfranzösisches Departement. Südlich der Innenstadt in Richtung des Hauptbahnhofs Matabiau wiederum ist es bunt, die Menschen lebendig, oft aus Nordafrika, bereichern sie das Straßenbild und die Kultur der Stadt. Und allerorts treffe ich Menschen mit einem oder mehreren Baguettes unter dem Arm. Dann stimmt es also doch, das Klischee mit dem Franzosen und dem Baguette? Nun, zumindest tragen die wenigsten noch ein Barett. Nur ältere Menschen sieht man mit dieser markanten Kopfbedeckung. Dagegen ist die Schiebermütze das Kleidungsstück, welches hier zur obligatorischen Grundausstattung der Gegenwart zu gehören scheint. Und der Verkehr in Toulouse ist auch so gar nicht französisch. Die Autos halten bei rot, parken geordnet und entsprechen in ihrem Aussehen gar nicht dem französischen Klischee. Viel lässt sich hier lernen in Toulouse, von den Menschen, der Lebensweise und der Kultur der Stadt. Eines vor allem: Sich Zeit zu nehmen zu Beobachten. Denn nur so erfasse ich die Eindrücke der Pyrenäen-Metropole und kann sie mitnehmen.

Kurz notiert

Wie kommt man hin:
Am schnellsten und einfachsten erreicht man Toulouse von Deutschland aus mit dem Flugzeug in nur 1,5 Stunden. Linienflüge bietet die Lufthansa, als Billigflieger verkehrt hier auch Easyjet.

Flughafentransfer und Pass Tourisme:
Der Flughafen Blagnac liegt etwa 8 Kilometer vor der Stadt und ist mit einem Shuttle-Bus in 20 Minuten gut zu erreichen. Die Linie 66 Aeroporte hält direkt in der Innenstadt am Plac d Arc´ und am Hauptbahnhof Matabiou.
Es empfiehlt sich, einen „Pass Tourisme“ direkt am Flughafen zu erwerben, der für 1, 2 oder 3 Tage gültig ist. Dieser kostet für 72 Stunden 32 Euro und berechtigt zu allen Fahrten mit Bussen und Bahnen sowie zu zahlreichen Museumsbesuchen. Erhältlich ist der Pass im Büro der Busgesellschaft „Tisseo“ an der Außenseite des Flughafengebäudes am Busbahnhof.

In der Innenstadt gibt es zahlreiche, kleine Hotels, die preislich um die 50 Euro pro Nacht zzgl. Frühstück liegen. Es empfiehlt sich, ein Hotel rund um den Plac d Arc zu suchen. Dieser ist fußläufig, etwa 500 Meter vom Capitol, entfernt und bietet preislich deutlich günstigere Unterkünfte als direkt im Zentrum.

Stadtrundfahrt:
Im Pass Tourisme kostenlos enthalten ist eine Tour mit dem „Petit traine“, einem kleinen Bummelzug, der Mi., Sa. und So. täglich mehrmals vom Platz vor dem Platz am Capitol abfährt und eine 35-minütige Tour mit Audioguide offeriert.
Etwas umfangreicher und 80 Minuten dauernd ist eine Tour mit der „City Tour Toulouse“. Der rote Bus mit öffnenbarem Dach verkehrt täglich um 10:30 und 14:30 Uhr ab dem Platz d`Arménie, Allée Jean Jaurès. Die Audioguide-gestützte Fahrt kostet 14 Euro, reduziert mit dem Pass Tourisme 10 Euro pro Person.

Fahrradverleih:
Wer sportlich die Stadt erkunden will, kann sich an einer der zahlreichen Bike-Stationen ein Fahrrad für 20 Euro pro Tag mieten, dass an jeder Station wieder zur Rückgabe angedockt werden kann.

Umgebung und Auswärts: Fahrten nach Andorra
Wer von Toulouse ins nahe gelegene Andorra fahren will, kann dies mit einem Shuttle-Bus tun, der täglich vom Flughafen abfährt: www.andorrabybus.com/

Restaurants:
Zahlreiche Restaurants in der Innenstadt bieten Spezialitäten der Region des französischen Südwestens an, bzw. haben sich darauf spezialisiert. Oft werden Menüs angeboten, die meist zwischen 15 und 22 Euro inkl. Vor- Haupt- und Nachspeise liegen.
Die „Maison de cassoulet“ ist ein Restaurant unweit des Capitols, mit annehmbaren Preisen, in dem es vor allem die berühmte Cassoulet als Spezialität gibt. www.maisonducassoulet.com
Excellent, aber ohne vorherige Reservierung nicht zu besuchen ist das Restaurant l´Entrecote im Boulevard d`Strassbourg unweit des Capitals. www.entrecote.fr/

Shopping:
Unbedingt besuchen sollte man die Markthallen am Place Victor Hugo. Der hier stattfindende, tägliche Markt (auch sonntags) ist nicht nur ein Fest für die Sinne, sondern auch eine gute Gelegenheit, die Spezialitäten und Lebensmittel der Region kennenlernen.

Toulouse bietet zahlreiche, ausgefallene Boutiquen und Geschäften. Rund um den Platz des Capitols gehen zahlreiche Einkaufsstraßen ab.
Wer Souvenirs aus Toulouse sucht, ist gut beraten, den Laden Violettes & Pastels aufzusuchen, in der Innenstadt. www.violettesetpastels.fr
In der Rue Peyrolieres im Zentrum befindet sich das Geschäft „Groucho“, in dem Requisiten aus Film und Theater verkauft werden, sehenswert ist der Laden, auch wenn man dort nichts kaufen will.
An jedem Wochenende findet rund um die Basilika St. Sermene ein Trödel- und Antikmarkt statt, der kurioses und Ausgefallenes bietet.

Museen & Kultur:
Wer selbst zum Blaufärber werden will, kann an mehreren Terminen im Jahr in der Region um Toulouse im Pays de Cocagne an einem Workshop teilnehmen: www.teindreaveclepastel.com/–1/werden-sie-f%C3%BCr-einen-tag-blauf%C3%A4rber/

Einen Überblick über alle Tooulouser Mussen und Kulturveranstaltungen bietet das Tourismusamt Tourlouse www.toulouse-tourismus.de/ , das sich auf der Rückseite des Capitols befindet.

21. Weinmesse der französischen Winzer in Straßburg

Vom 21. bis 24. Februar 2014 auf dem Messegelände Wacken.
 
Über 55 000 Besucher werden vom 21. bis 24. Februar 2014 auf der Straßburger Weinmesse erwartet. Mehr als 550 Aussteller, allesamt unabhängige Weingüter aus allen Regionen Frankreichs, bilden wieder einen Publikumsmagneten für Weinliebhaber aus nah und fern.
 
Viele der Besucher kommen aus Deutschland und aus der Schweiz, um genussvoll von Stand zu Stand zu schlendern und die unterschiedlichsten Weine, Champagner und auch Spirituosen kennenzulernen.  Alle Weinregionen Frankreichs – vom Elsass über Bordeaux, Cognac, die Champagne und die Provence bis zu Korsika – sind vertreten.  Kaum nähert man sich einem Stand, wird auch schon eingeschenkt – gratis.  Wer will, findet dazu auch noch eine passende Speise, wie zum Beispiel Austern, Gänseleberpastete oder Käse.
 
Hinter jedem Stand der Publikumsmesse steht die Winzerfamilie persönlich und erzählt die ganz persönliche Geschichte und Ausbaumethode ihres Weins. Ausstellen dürfen nur Mitglieder der „Vignerons Indépendants de France“, dem weltgrößten Verband von Winzern, die ihren Wein selbst  anbauen, keltern, abfüllen und vermarkten. Entsprechend hochwertig ist die Qualität der angebotenen Tropfen, die vor Ort auch erworben und gleich nach Hause gefahren werden können.
 
Ein Tipp für Messebesucher: Schlucken Sie nicht jeden Tropfen, sondern nutzen Sie die eigens zum Ausspucken vorgesehenen Gefäße.  Zum Wohl!
 
Salon des Vins des Vignerons Indépendants de France (Weinmesse Straßburg)
 
Ort: Straßburg, Messegelände (Wacken), Halle 20
 
Öffnungszeiten:
Freitag, 21. Februar 2014:                                           15 bis 21 Uhr
Samstag, 22.2. und Sonntag,  23.2.:                        10 bis 19 Uhr
Montag, 24. Februar:                                                    10 bis 18 Uhr
 
Eintritt:  6 Euro für Erwachsene (Probierglas und Weinprobe inklusive)
Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren haben freien Eintritt bei Begleitung eines Erwachsenen. Sie erhalten kein Probierglas.
 
 www.vigneron-independant.com

Tuniberger Käsemarkt in Schloss Reinach

Zwei Tage Wein- und Käsekultur für Genießer – „Käsepapst“ Johannes Münnich bittet zur Audienz – Vierter „Tuniberger Käsemarkt“ in Schloss Reinach vom 14. bis 15. September 2013

Wein- und Käsekultur und einen faszinierenden Ausflug in die Welt der traditionellen französischen Käseherstellung bietet an diesen beiden Tagen der vierte „Tuniberger Käsemarkt“ in Schloss Reinach!
Zum Auftakt am Abend des 14. September bittet der legendäre „deutsche Käsepapst“ Johannes Münnich (82) zur Audienz: Ab 19.00 Uhr lädt er ein zum Streifzug durch die Käseregionen Frankreichs in drei Gängen. Der Vorabend des „Tuniberger Käsemarkts“ 2013 wird so zur „Tour de Fromage“ für Gourmets und Neugierige und bietet zusammen mit ausgewählten Weinen einen unvergesslich informativen und unterhaltsamen Abend: Münnich, der rund sechs Jahrzehnte Leidenschaft und Wissen rund um das Kulturgut Käse mitbringt, dürfte sich wie kaum ein Anderer auskennen in der schier unüberschaubaren Käselandschaft Frankreichs, über das Charles de Gaulle einst gesagt haben soll, dass es ein Land sei, welches mehr Käsesorten vorweisen kann, als das Jahr Tage hat!

Der 15. September gehört dann den 18 Hofkäsereien, die in Schloss Reinach zum vierten Mal schon beim „Tuniberger Käsemarkt“ ihre handwerklich und mit erstklassigen, heimischen Zutaten hergestellten Produkte präsentieren: Zwischen 11 und 18 Uhr geht es im historischen Innenhof von Schloss Reinach um vielseitige Käsespezialitäten und natürlich die passenden edlen Tropfen von zehn regionalen Winzern aus den Bereichen Markgräflerland, Tuniberg und Kaiserstuhl: Die Marktbesucher können Käse und Wein probieren und kaufen oder auch an der Käseprämierung teilnehmen und attraktive Preise gewinnen. Und: Eine Schaukäserei bietet Einblicke in die Kunst der Käseherstellung!

INFO: Anmeldungen für den Käseabend mit Johannes Münnich (Preis: 45,- € incl. Aperitif, Käse, Brot, Wein und Wasser) sind schon jetzt per Mail unter info@schlossreinach.de oder per Telefon unter 07664 4070 möglich! Der Eintritt zum Käsemarkt am 15. September ist frei.

www.schlossreinach.de

Frankreich ist Bocuse d'or 2013

Thibaut Ruggeri, Frankreichs Bocuse d’or 2013, arbeitet mit CHROMA type 301 Kochmesser – Design by F.A. Porsche – 2. Platz Dänemark, 3. Platz Frankreich – Fleischpreis: Großbritannien (arbeiten mit CHROMA Japanchef), Fischpreis Norwegen

Thibaut Ruggeri hat den 14. Bocuse d’Or, in Lyon gewonnen. Der Bocuse d’or, erfudnen von Paul Bocuse in 1987, ist quasi die Formel 1 der Küche und zeichnet den besten Koch von 24 Finalisten aus aller Welt aus.
Der 30j. Ruggeri ist Küchenchef bei Lenotre in Paris. Alle Infos:
www.saga-bocusedor.com/v2/2012/08/16/focus-sur-thibaut-ruggeri/

Resultate:
BOCUSE D’OR – FRANKREICH <
Thibaut Ruggeri (Maison Lenôtre): Bocuse d’Or 2013 – Preisgeld: 20 000 €

BOCUSE D’ARGENT (Silber) – Dänemark
Jeppe Foldager (Restaurant Søllerød Kro Holte) Preisgeld: 15 000 €

BOCUSE DE BRONZE – JAPAN
Noriyuki Hamada (Hotel Bleston Court) Preisgeld: 10 000 €

Sonderpreise:
Fischpreis: Norwegen
Fleischpreis: Großbritannien
The best promotion award: Guatemala
Bestes Plakat: Ungarn
Bester Commis: Großbritannien mit CHROMA Japanchef Kochmesser

Dieses Jahr nahmen drei neue Länder teil: Sri Lanka, Marocco und Ungarn.
Die Jury wurde dieses Jahr von Enrico Crippa (*** in Piazza Duomo in Alba), Rasmus Koefed (Bocuse de bronze 2005, Bocuse d’argent 2007 und Bocuse d’Or 2011), und dem berühmtesten Koch der Welt udn Gründer des Wettbewerbes, Chef Paul Bocuse, angeführt.

Die kompletten Resultate finden Sie auf www.saga-bocusedor.com/v2/2013/01/30/le-classement-du-bocuse-dor-2013/

Jacky Bonnot

Alexandre Lagarde (JEAN RENO) ist Frankreichs berühmtester Sternekoch – bewundert, erfolgreich, eine Legende. Seit kurzem muss er sich aber vor allem mit Stanislas (JULIEN BOISSELIER) herumschlagen, dem neuen Boss der Finanzgruppe, der sein Gourmetrestaurant angehört. Der will nämlich Alexandre durch einen jüngeren Koch ersetzen, dem allerdings die Edelgastronomie weniger am Herzen liegt als die Molekularküche im Reagenzglas. Nach und nach entlässt Stanislas sämtliche Leute aus Alexandres Küchenbrigade. Dass dem alten Hasen die kulinarischen Ideen ausgehen, ist jedoch fast noch schlimmer. Schließlich muss er ein sagenhaftes neues Menü kreieren, um den Gastro-Kritiker vom „Guide“ zu überzeugen. Da läuft ihm Jacky Bonnot (MICHAËL YOUN) über den Weg – jung und hitzköpfig, aber ein echter Könner am Kochtopf, der sein Talent bisher in lausigen Bistrojobs vergeudet. Es scheint, als hätte Alexandre mit Jacky den idealen Komplizen gefunden. Die Helden am Herd sind zwar ganz groß darin, schnell die Emotionen hochkochen zu lassen, verlieren aber ihr Ziel nicht aus den Augen: Alexandres Widersacher kräftig die Suppe zu versalzen…

Filmstart am 7.Juni 2012

Frankreichs Südwesten: Weinregion für Entdecker

Weinliebhaber auf der Suche nach authentischen Weinen, ursprünglichen Landschaften und Urlaub abseits des Massentourismus sind im Südwesten Frankreichs, rund um die „rosa Stadt“ Toulouse genau richtig. Im Weinbaugebiet Sud-Ouest erwarten sie zahlreiche charmante Unterkünfte, originelle Freizeitaktivitäten und nicht zuletzt entdeckenswerte Weine. In der Spätsommersonne und zur Zeit der Lese und Weinfeste ist die Reise in den Südwesten ein besonderes Erlebnis.

Rund um die beliebte südfranzösische Metropole Toulouse laden zahlreiche Weinberge zum Genuss- und Erholungsurlaub ein. Besucher dürfen sich auf eine besondere Vielfalt freuen: Insgesamt 28 Weinherkünfte (16 geschützte Ursprungsbezeichnungen (= AOP) und 12 geschützte geographische Angaben (= IGP)) sowie die Herkünfte des Likörweins Floc de Gascogne (AOP) und des Weinbrands Armagnac (AOP) liegen zwischen Zentralmassiv und den Pyrenäen. Zu der Weinbauregion „Sud-Ouest“ zählen die bekannteren Herkünfte wie Cahors, Gaillac, Côtes de Gascogne und Madiran, aber auch viele kleine Anbaugebiete, die mit ihren Weinen aus meist einheimischen Rebsorten dem Reisenden spannende Weinerlebnisse bieten. Von kräftigen Rotweinen, über Rosés bis hin zu fruchtigen Weißweinen – ob trocken oder als Süßwein – weist der Südwesten Frankreich alles auf, was das Weinliebhaberherz erfreut. Dank ihrer autochthonen Rebsorten, wie für die Rotweine Tannat in Madiran oder Négrette in Fronton, oder für die Weißweine Colombard in Côtes de Gascogne sowie Gros Manseng in Pacherenc du Vic-Bilh, sind die Weine einzigartig und prägen die Identität der gesamten Region.

Wein aktiv erleben in Frankreichs Südwesten

Urlaubern bietet der Südwesten nicht nur spannende Weine sondern auch vielseitige Unternehmungsmöglichkeiten rund um den Wein. Zahlreiche Weinstraßen führen entlang der schönsten Weinberge, wie die zwei Wein-Rundwege im direkt oberhalb von Toulouse gelegenen Fronton, oder auch der Weinbergweg in Tursan. Gaillac, das direkt am Fluss Tarn gelegene Städtchen, zählt sogar drei Weinstraßen: Rive Gauche, Rive Droite und Plateau Cordais. Wer sein Sud-Ouest-Weinwissen vor Ort vertiefen möchte, hat dazu zahlreiche Gelegenheiten. Viele Weingüter bieten Seminare an, auch für Einsteiger: So zum Beispiel in Cahors das Château de Rouffiac oder das Château d’Aix. In Fronton organisiert die „Maison des vins“ Weinseminare für jedermann.

Die Winzer im Südwesten sind gastfreundliche Menschen, die ihr Weingut häufig in Form von Gästezimmern für Reisende öffnen. Einige bieten auch sehr originelle Aktivitäten an, wie die Tour auf dem Eselrücken durch die Weinberge in der Domaine Mourguy in Irouléguy. Im südwestlich gelegenen Madiran haben zwei Châteaus besondere Angebote für Reisende: Im Château de Viella gibt es einen Weinerlebnisparcours, den „Jardins d’Aure“ in dem man spielerisch im Weinberg alles über das Thema Wein und Umwelt erfährt. Hier finden auch ganzjährig zahlreiche kulturelle und gastronomische Veranstaltungen statt. Im renommierten Château Bouscassé können Besucher gemeinsam mit den Weingutsbeschäftigten mittags an einer großen Tafel regionale Spezialitäten in familiärer Atmosphäre genießen.

Besonders im Sommer und Spätsommer lohnt sich eine Reise in den Südwesten, finden doch gerade dann überall die typischen Weinfeste statt. Authentischer kann man Land, Leute und Weine nicht entdecken.

www.sopexa-deutschland.com
www.suedwest-frankreich-weine.de