World Steak Challenge in London

Haben Sie schon mal von der World Steak Challenge in London gehört? Ich auch nicht. Die World Steak Challenge ist die Weltmeisterschaft für„Fleischsommeliers“. Die Jury beurteilte beim Wettbewerb zunächst Aussehen, Aroma, Farbe und Marmorierung des rohen Fleisches. Danach wurde jedes Steak von Spitzenköchen perfekt gebraten und von den fachkundigen Juroren verkostet. Im zubereiteten Zustand zählten Aussehen, Aroma, Geschmack, Saftigkeit und Zartheit.

Steak: Bürgermeisterstück, Pastoren- oder Pfaffenstück, Frauenschuh, Tri Tip oder Maminha „World Steak Challenge in London“ weiterlesen

Je schwerer das Besteck des Essens ist, desto besser schmeckt das Gericht

Musik statt Salz? Mit AEG Tasteology Geschmack neu erleben

Essen fasziniert ganze Kulturen und beschäftigt Menschen rund um den Globus zu jeder Zeit. Aber was genau macht ein kulinarisches Erlebnis aus? Und wie kann man es noch steigern? Mit der Tasteology Dokumentation geht AEG unkonventionellen Methoden und Innovationen sowie uralten Techniken zur Perfektionierung des Geschmackserlebnisses auf den Grund.

Ein Großteil des Geschmackserlebnisses ist abhängig von Einflüssen, die sich nicht direkt auf dem Teller befinden. Dies entdeckte der britische Professor für experimentelle Psychologie, Charles Spence in seiner Studie. Seine Untersuchungen zeigen, dass zum Beispiel das Gewicht des Bestecks eine Rolle bei der Geschmackswahrnehmung spielt. Je schwerer das Besteck des Essens ist, desto besser schmeckt das Gericht. Die von AEG initiierte Dokumenation Tasteology zeigt die überraschenden Faktoren auf, die den Geschmack subjektiv beeinflussen und erklärt den Zusammenhang zwischen äußeren Eindrücken und der Geschmackswahrnehmung.

Mit allen vier Sinnen zum perfekten Geschmackserlebnis
Das Auge isst mit: Dass sich ein schön angerichteter Teller auf das Geschmackserlebnis auswirkt, ist nichts Neues. Interessant jedoch ist, welchen Einfluss darüber hinaus auch Formen, Texturen und Farben auf die Wahrnehmung beim Essen haben. Spitzenkoch Jozef Youssef und Professor Charles Spence haben es sich zur Aufgabe gemacht, der Frage nach dem perfekten Geschmackserlebnis auf den Grund zu gehen. Mit ihrem Projekt „Kitchen Theory“ erkunden sie, wie sich die vier Sinne auf das Geschmacksempfinden auswirken. Das Gewicht des Bestecks, die Farbe des Tellers und die Musik beim Essen spielen eine viel größere Rolle beim Erleben des Geschmacks, als den meisten bewusst ist.

Der Geruch von Bach und die Farbe von bitter
Welche Erwartungen ruft ein angerichteter Teller in den Köpfen der Esser hervor? Charles Spences Studien belegen, dass Menschen durchaus eine Vorstellung davon haben, wie die Farbe grün schmecken sollte. Rot ist süß, grün ist sauer, weiß ist salzig und schwarz muss bitter schmecken. Mit einem angerichteten Teller antizipiert der Kopf so schon im Voraus, wie das Essen schmecken wird. Darum ist die Auswahl der Tellerfarbe ein wichtiger Bestandteil des Geschmackserlebnisses.

Vom Tankstellen-Essen zum Sterne-Gericht
Jeder kennt die günstigen Burritos von der Tankstelle für den schnellen Snack zwischendurch. Was passiert jedoch, wenn die einfachen Käsescheiben und Tacos von der Tankstelle durch die Hände von Instagram-Ikone Jacques la Merde aka Cathrine Flynn gehen? Die herausragend angerichteten Kreationen beeindrucken bereits über 125.000 Instagram Follower.

Die komplette Dokumentation gibt es auf dem AEG YouTube Channel unter: https://www.youtube.com/user/AEG.

Warum enthält Fertigessen so viele Zusatzstoffe?

Gesund versus praktisch. Ist das tatsächlich so einfach oder steckt mehr drin in Fertigprodukten? Und was sind denn eigentlich Zusatzstoffe?

Convenience-Food liegt voll im Trend
In der heutigen Zeit muss alles schnell gehen, hoch individuell sein und darf dabei so gut wie keinen Aufwand produzieren. Was für viele technische Geräte und Produkte gilt, gilt mittlerweile auch für die Lebensmittelindustrie. Viele Verbraucher möchten eine warme Mahlzeit, ohne kochen zu müssen. Diesen Trend haben die Konzerne schon längst erkannt und bieten mannigfaltige Lösungen an, um ohne Talent und Schnippelei zum mehrgängigen Menü zu kommen. Teilweise benötigt man noch nicht einmal eine komplette Küche. Ein Mikrowellenherd oder ein Backofen ersetzen Töpfe und Bräter. Doch sind diese Fertigprodukte auch lecker – und vor allem gesund?

Fertigprodukte machen fix und fertig
Fertigprodukte sind total praktisch und von gleichbleibender Qualität, Farbe, Form und Geschmack. Wenn man einmal sein Lieblingsessen gefunden hat, gibt es so gut wie keine bösen Überraschungen. Denn die exakten Rezepturen und das Qualitätsmanagement des Herstellers sorgen dafür, dass eine gleichbleibende Qualität gewahrt wird. Klingt ja erst mal gut.
Doch wer einen Obstbaum im Garten hat, weiß, dass nicht jede Frucht gleich aussieht und gleich schmeckt. In der Natur gibt es viele Faktoren, die sich auf das Produkt auswirken. Industriell hergestellte Nahrung kennt diese natürlichen Einflüsse nicht. Und es kommt noch besser: Hochwertige Rohstoffe sind für die Herstellung von Fertigprodukten nicht zwingend notwendig, denn es steht ja die komplette Palette der Lebensmittelchemie zur Verfügung, um Geschmack, Geruch und Aussehen zu designen. Dass das für den Konsumenten nicht gut ist, liegt auf der Hand. Allgemein lässt sich sagen, dass die Gerichte umso ungesünder sind, je länger sie haltbar und je einfacher sie zuzubereiten sind. Komplette Gerichte, die monatelang ungekühlt gelagert werden können, enthalten oftmals nahezu keine Vitamine, Mineralstoffe oder sonst etwas Gesundes. Stattdessen enthalten sie meist viele Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe.

Was ist denn eigentlich da drin?
Die Palette an Zusatzstoffen, die die Gerichte ansprechend aussehen lassen und ihnen einen bestimmten Geschmack verleihen, ist groß. Neben Zutaten, die auch in herkömmlich zubereiteten Gerichten vorkommen, gibt es viele künstliche Inhaltsstoffe aus dem Chemiebaukasten.

Einer der gängigsten konventionellen Inhaltsstoffe, besonders bei Tiefkühlgerichten, ist Fett. Es eignet sich hervorragend als Geschmacksträger und ist darüber hinaus noch günstig. Also Eigenschaften, die Fett für die Lebensmittelindustrie nahezu unverzichtbar machen. Ein weiterer Vertreter der Gattung der natürlichen Zutaten ist Zucker – häufig auch in Gerichten, in denen man den Süßmacher gar nicht erwarten würde. Hinter vielfältigen Begriffen, wie Glukosesirup, Maltodextrin, Maltose, Glukose, Saccharose, Fruktose, Dextrose, „versteckt“ sich der Dickmacher. Zucker ist zwar nicht per se schlecht, aber zu viel der weißen Körner schadet der Gesundheit. Und wenn auf Zucker verzichtet wird, dann häufig zugunsten von Zuckerersatzstoffen. Hier werden aus Kostengründen oftmals Stoffe verwendet, die mitunter lieber im Giftschrank bleiben sollten (z. B. Aspartam, Saccharin, Cyclamat) anstatt auf Produkte aus der Natur zurückzugreifen (z. B. Stevia, Xylit oder Ahornsirup). Aber Vorsicht: Die alternativen Süßungsmittel sind nicht einfach miteinander zu vergleichen, da die einen keine Kalorien liefern, Ahornsirup dagegen schon.

Um den Geschmack von verarbeiteten Rohstoffen wieder in das Produkt zu bekommen, sind viele Farbstoffe (z. B. E 102, E 104, E 110) und Aromastoffe (z. B. Suppengrünaroma, Fleischsaftaroma, Apfelstrudelaroma) notwendig. Diese Aromastoffe werden in der Regel von Mikroorganismen wie Schimmelpilzen hergestellt und teilweise sogar gentechnisch manipuliert. Doch diese Zusatzstoffe sorgen nicht nur dafür, dass beispielsweise der Erdbeerjoghurt eine schöne rosa Farbe hat und nach süßen Erdbeeren schmeckt, sondern machen häufig auch noch krank. Besonders Kleinkinder und ältere Menschen reagieren auf diese Stoffe häufig allergisch.

Wie kann ich mich gesund ernähren?
Es ist, wie gesagt, nicht schlimm sich hin und wieder eine Tiefkühlpizza oder eine Tütensuppe zu machen. Auch auf komplette Gerichte zur Zubereitung in der Mikrowelle kann ab und zu zurückgegriffen werden. Aber das sollte auf jeden Fall die Ausnahme bleiben. Nimmt man sich die Zeit, frisch zu kochen, hat das in vielerlei Hinsicht Vorteile: Es ist gesünder, schmeckt besser und ist in der Regel sogar günstiger.

Die AOK Hessen bietet übrigens auch eine Ernährungsberatung an. Alle notwendigen Informationen gibt es auf: AOK-Hessen.de

Die perfekte Melone

Reife Früchte an Ton und Geruch erkennen

Die Melone begleitet uns durch den Sommer. Reife Früchte
sind besonders schmackhaft und an verschiedenen Merkmalen zu erkennen.
Wer mit allen Sinnen einkauft, kann die besten Exemplare mit nach
Hause bringen. Denn nach der Ernte reifen die Früchte nicht mehr
nach, werden also auch nicht süßer.

Machen Sie im Geschäft den Klopftest. Eine reife Wassermelone hat
einen hohen Wassergehalt und kann Schall gut leiten. Sie vibriert
leicht und klingt tief, dumpf und voll, wenn man mit dem
Fingerknöchel gegen die Schale klopft. Bei einem metallisch-hellen
Ton ist wenig Wasser eingelagert und die Frucht ist vermutlich unreif.
Die Farbe der Schale lässt in der Regel keinen Rückschluss auf den
Reifegrad zu.

Bei der Zuckermelone sollten Sie einen tiefen Zug durch die Nase
nehmen. Ein reifes Exemplar riecht vor allem am Stielansatz angenehm
süß und aromatisch. Wenn sich diese Stelle mit dem Finger leicht
eindrücken lässt, ist die Melone perfekt. Die Schale sollte nicht zu
weich sein und keine Risse oder Dellen aufweisen. Eine überreife
Zuckermelone hat einen leicht vergorenen Geruch und schmeckt
unangenehm parfümiert. Wer nur ein Stück Melone kauft, kann sich das
Fruchtfleisch genau anschauen. Ein gutes Zeichen ist ein saftiges
Fleisch mit einer intensiven und gleichmäßigen Farbe.

Bei der Melone kann man direkt zugreifen und das saftige
Fruchtfleisch aus der Schale löffeln bzw. in Spalten oder Würfel
schneiden. Die Kerne der Wassermelone sind essbar. Bei der
Zuckermelone liegen sie im Inneren und lassen sich nach dem
Aufschneiden leicht mit einem Esslöffel entfernen. Ein Klassiker sind
knallgelbe Honigmelonen-Spalten mit geräuchertem Schinken oder Lachs.
Sehr dekorativ sehen kleine Kugeln aus, die mit einem Kugelsausstecher
aus dem Fruchtfleisch gelöst werden. Sie können in einer Bowle
schwimmen oder auf Fruchtspieße gesteckt werden.

Nach dem Einkauf ist die Melone an einem kühlen, dunklen Ort
mindestens ein bis zwei Wochen haltbar. „Ein aufgeschnittenes Stück
sollte allerdings innerhalb eines Tages gegessen werden“, rät
Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler vom aid infodienst. „Die
Schnittflächen trocknen rasch aus und werden daher am besten mit
Frischhaltefolie bedeckt.“ Im Kühlschrank verliert die Frucht
schnell an Aroma und nimmt Geschmack und Geruch anderer Lebensmittel
an. Heike Kreutz, www.aid.de

Walnüsse

Was wären Weihnachten und Advent ohne Walnüsse? In manch einer Familie ist gemeinschaftliches Nüsseknacken ein Adventsritual. Mit einem Zangennussknacker lässt sich die Naht zwischen den beiden Hälften der harten, hellbraunen Walnussschale am besten öffnen. Auch wenn es mühsam ist – es lohnt sich, die helle Samenhaut von den frisch geknackten, zwei bis drei Zentimeter großen, weißgelben Kernen zu entfernen. Ihr leicht bitterer Geschmack ist nicht jedermanns Sache.

Zur Dekoration oder im Salat sind halbe Kerne mit ihrer faszinierenden, unregelmäßigen Form begehrt. Als Backzutat oder als gesunde Zwischenmahlzeit, zur Veredelung von Konfitüren, Sirup oder Honig können auch Bruchstücke gut zum Einsatz kommen. Klassische Partner sind Zimt, Vanille, Honig, Schokolade und Marzipan. In der Riege der Salate sind diejenigen mit Obst oder mit leicht bitteren Blättern wie Chicorée und Radicchio typische Walnuss-Kandidaten.

Mit einem Fettanteil von 62,5 Prozent gehören Walnüsse zu den besonders energiereichen Nüssen. „Die gute Nachricht ist, dass es sich dabei um wertvolle Fette handelt“, sagt Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler beim aid. „Walnüsse besitzen einen sehr hohen Gehalt an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren.“ Das ändert allerdings nichts daran, dass die leckeren Nüsse mit rund 670 Kilokalorien pro hundert Gramm ziemlich gehaltvoll sind. „Genuss in Maßen ist also auch bei Walnüssen eine gute Devise.“

Ursprünglich stammt die Walnuss aus Asien. Heute wird sie weltweit in Ländern mit gemäßigtem Klima kultiviert. Hierzulande reifen die kugeligen bis ovalen Schalenfrüchte ab September. Nur in der Erntezeit sind in den Anbauregionen frische, ungetrocknete grüne Nüsse (Schälnüsse) zu haben. Die Hauptangebotszeit für getrocknete Walnüsse in Schale dauert etwa von Oktober bis Januar. Aus Übersee – vor allem aus den USA – sind die Früchte jedoch mittlerweile ganzjährig erhältlich. Das gilt auch für Backzutaten wie geschälte oder gemahlene Nusskerne.

Beim Kauf von getrockneten ganzen Nüssen gilt das Hauptaugenmerk der Schale. Eine unverletzte Hülle ist ein wichtiges Qualitätszeichen. Gleichmäßig helle Farbe kann darauf hinweisen, dass die Früchte chemisch behandelt wurden. An einem kühlen, dunklen Lagerplatz sind Walnüsse in der Schale monatelang haltbar, solange sie ausreichend Luft bekommen.
Eva Neumann, www.aid.de

Pistazien

Je grüner, desto besser

Sie sind sie ein beliebter Partysnack, eine edle Zutat in Backwaren und eine farbenfrohe Dekoration auf Pralinen. Die Rede ist von Pistazien, den Samen der Steinfrüchte des Pistazienbaumes. Die hellgrünen, teilweise auch lila Kerne sind mal rund, mal mandelförmig oder mal oval und zeichnen sich durch ihren milden, nussigen Geschmack aus.

In der Küche haben Pistazien in vielen Bereichen ihre Nischen erobert. Gehackt oder als Ganzes werden sie gerne in Kekse eingebacken. In Baklava oder Mozartkugeln sind sie unverzichtbar, in der Mortadella ebenfalls. Beliebte Pistazien-Begleiter sind Honig und Minze, Marzipan und Schokolade. Und in pikanten Speisen sind vor allem Zutaten aus dem Orient wie Couscous ihre Partner. Manches Mal dienen die grünen Kerne als Hingucker, vor allem in Kombinationen mit Kontrastfarben. Auf der schwarzen Schokopraline, dem roten Himbeerkuchen oder mit gelbem Safranreis machen sie sich besonders gut.

Pistazienkerne haben mit knapp 600 Kilokalorien pro 100 Gramm einen hohen Energiewert. Sie bestehen nämlich zu gut 50 Prozent aus Fett, größtenteils aus ungesättigten Fettsäuren. Dass die kleinen grünen Dinger dennoch von Ernährungswissenschaftlern als gesunde Zwischenmahlzeit empfohlen werden, liegt auch ihren anderen inneren Werten: Mit mehr als 20 Prozent enthalten Pistazien besonders viel Eiweiß. Auch Vitamine aus der B-Gruppe, Folsäure, Kalium und Eisen sind in erwähnenswertem Umfang enthalten. „Wer sich selbst bei der Pistazienknabberei disziplinieren möchte, sollte zu ungeschälten Kernen greifen“, rät Harald Seitz vom aid infodienst. „Das mindert das Verzehrtempo und damit oft auch die Menge, die man nascht. Außerdem fördert das gemeinsame Knacken der Kerne die Kommunikation.“

Der Pistazienbaum hat vom Nahen Osten zunächst den Mittelmeerraum erobert. Spätestens seit der Antike wurde er gezielt angebaut. Heute sind nach dem Iran die USA und die Türkei die weltweit größten Hersteller. Pistazien sind meist teurer als Mandeln, Haselnüsse und Co. Das liegt an der aufwändigen Ernte und Verarbeitung und daran, dass ein Pistazienbaum nur jedes zweite Jahr reiche Ernte bringt.

Hierzulande sind Pistazien mit oder ohne Schale, naturbelassen oder gesalzen und geröstet ganzjährig erhältlich. Gerade im Advent gibt es sie mancherorts als lose Ware. Appetitlich-grüne Farbe ist das deutlichste Qualitätszeichen. Bei ungeschälten Pistazien sollten möglichst viele der harten Außenschalen an der Naht aufgesprungen sein. Große, lange Kerne gelten als besonders aromatisch. Pistazien, die einen muffigen Geruch verströmen oder alt aussehen, lässt man besser liegen. An ihnen haben sich bereits Schimmelpilze, sogenannte Aflatoxine, gebildet. Diese sind hitzebeständig und bereits in kleinen Mengen gesundheitsschädlich. Zuhause werden die empfindlichen Schätzchen am besten kühl und trocken gelagert. Einmal geöffnete Packungen dürfen nicht zu lange herumliegen.
Eva Neumann, www.aid.de

Carnivor bietet stilvollen Genuss für Fleischliebhaber

Zu Fleisch trinkt man(n) gerne Wein. So weit, so gut. Auf jedem Esstisch wird aus dieser Kombi ein Doppelsieg, wenn ein Wein ausgeschenkt wird, der allein vom Namen her untrennbar mit Steak, Braten & Co. verbunden ist: Carnivor. Das lateinische Wort Carnivore bedeutet Fleischfresser, und da hochwertiges Fleisch als Trendthema in aller Munde ist und der Genuss vielerorts ausgiebig zelebriert wird, passt der ausdrucksstarke Name perfekt. Carnivor ist ein stilvoller Rotwein und hervorragender Begleiter für alles von Kobe bis Lamm und Tenderloin bis Ribs. Ein zu dominantes oder kompliziertes Geschmacksbild brauchen Genießer allerdings nicht zu fürchten, denn weiche Tannine und ein voller, fruchtbetonter Charakter sind typisch für Carnivor. Noten von Eichenholz, Karamell, Espresso und Schokolade, die mit Aromen dunkler Beeren harmonieren, machen ihn zu einem starken Wein, zu dem besonders Männer gerne greifen. Durch Anteile von Petite Syrah und Merlot erhält Carnivor eine intensiv purpurrote Farbe. Nicht nur in der kalten Jahreszeit, sondern auch während der Grillsaison dürfte der Rotwein ein optimaler Partner sein: Carnivor passt zu delikaten Röstaromen, würzigen Marinaden und deftigen Beilagen.

Die verwendeten Trauben stammen aus den Weinbergen der für den Weinanbau bekannten kalifornischen Stadt Lodi. Im Lodi-Delta reifen sie besonders intensiv, da das mediterrane Klima für warme Tage und kühle Nächte sorgt. Die Lage fördert außerdem einen hervorragenden natürlichen Säuregehalt und die Entwicklung intensiver Fruchtaromen. Um die höchste Qualität zu erzielen und die Farb- und Geschmackscharakteristiken zu verstärken, erfolgt die Traubenernte während des Reifehöhepunkts. So entfalten sich die Aromen am intensivsten. Neben anderen Kriterien hat der Jahrgang 2012 wegen seines samtweichen Abgangs eine Goldmedaille bei der Challenge International du Vin 2014 gewonnen, auch bei weiteren internationalen Wettbewerben wie der AWC Vienna konnte Carnivor Gold holen.

Honig

Der Tee mit Zitrone verlangt nach einer Extra-Portion Süße, das Früchte-Quark-Dessert könnte eine Abrundung vertragen oder dem Salatdressing fehlt der letzte Pfiff. All das sind ideale Gelegenheiten, statt zur Zuckerdose mal zum Honigglas zu greifen. Die goldenen Tropfen bringen nicht nur Süße, sondern auch noch ganz eigene Geschmacksnoten mit ins Spiel.

In der deutschen Honigverordnung sind alle Anforderungen an das Produkt Honig genau festgeschrieben. Diese Bezeichnung darf nur der natursüße Stoff tragen, den Bienen erzeugen, indem sie Nektar oder Sekrete von lebenden Pflanzenteilen oder auf lebenden Pflanzen befindliche Sekrete von Insekten aufnehmen, mit eigenen spezifischen Stoffen kombinieren und umwandeln, in Waben speichern und dort reifen lassen. Seit Juli diesen Jahres schließt das übrigens auch Pollen mit ein.

Rund ein Kilogramm Honig verzehrt jeder Bundesbürger im Jahr. Im Handel sind weit mehr als 50 Sorten in diversen Verarbeitungsqualitäten erhältlich. Sie unterscheiden sich unter anderem in der Farbe, der Konsistenz und natürlich dem Geschmack. Von cremigem, hell-beigem, mildem Rapshonig bis zu zähflüssigem, braunem, harzig-malzigem Tannenhonig reicht die Palette.

Seine unglaubliche Vielfalt verdankt Honig zunächst der botanischen Herkunft. Blütenhonig wird aus Nektar hergestellt. Ausgangsstoff für die würzigen, meist dunkleren Honigtauhonige ist das zuckerhaltige Sekret (Honigtau) von Insekten, die auf den jeweiligen Pflanzen leben. Darüber hinaus gibt es Honige aus Nektar und Honigtau, sowie Honige unterschiedlichen botanischen Ursprungs. Die Honigarten unterscheiden sich darüber hinaus nach Herkunft, Gewinnungsart, Angebotsform oder Zweckbestimmung.

Für viele Verbraucher zählt allerdings vor allem das Aroma. „Das lässt sich auf dem Frühstücksbrot oder pur am besten erschmecken“, empfiehlt Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler beim aid infodienst. „Und wer sich nicht entscheiden kann, gönnt sich einen Vorrat aus mehreren Gläsern.“ Beim Kauf gilt es aber, genau hinzuschauen. Das Glas darf keine Risse und die Banderole am Deckel keine Beschädigungen aufweisen. „Qualitativ hochwertiger Honig zeichnet sich durch gleichmäßige Farbe und zähflüssige oder feincremige Konsistenz, sowie einen honigtypischen Geschmack und Geruch aus“, zählt Seitz auf. Gut verschlossen kann Honig an einem trockenen, kühlen, dunklen Ort bis zu zwei Jahre gelagert werden.

In dieser Zeit kann es – vor allem bei Produkten mit hohem Traubenzuckergehalt – durchaus passieren, dass der Honig kristallisiert. Das erschwert manch eine Küchenanwendung. Im Wasserbad bei bis zu vierzig Grad lässt sich Honig ohne Qualitätsverlust erhitzen und wird so wieder geschmeidig. Wer in einem Rezept Haushaltszucker durch Honig ersetzen möchte, muss beachten, dass dieser eine höhere Süßkraft hat und die im Rezept angegebene Flüssigkeitsmenge um rund 20 Prozent reduziert wird. Entsprechend müssen die Mengenverhältnisse angepasst werden.
Eva Neumann, www.aid.de

Schwarzer Holunder – als Saft, Sirup oder Gelee

Schwarzer Holunder bringt nicht nur Farbe in die Küche, sondern ist auch sehr gesund. Die saftigen Beeren sind reich an Vitamin C und sekundären Pflanzenstoffen. Aus den Früchten lassen sich Marmelade, Gelee, Sirup, Saft oder Wein zubereiten. Holundersaft schmeckt gut und stärkt nebenbei die Abwehrkräfte. Dafür werden 2 kg Beeren mit 400 ml Wasser 20 Minuten gekocht, püriert, durch ein Tuch passiert und je nach Geschmack mit etwas Zucker abgeschmeckt. Noch einfacher geht es mit einem Entsafter.

Der herbsüße Saft lässt sich portionsweise in Eiswürfelbeutel einfrieren, um Tee und Mineralwasser aufzupeppen. Er ist auch Basis für eine feine Holunderbeerensuppe mit kleinen Apfelspalten, Nelken und Zimt. Sie wird an heißen Tagen kalt serviert. Holunderbeeren lassen sich gut mit anderen Früchten wie Birnen und Himbeeren kombinieren.

Schwarzer Holunder ( Sambucus nigra ) wird auch Schwarzer Holler, Holder oder Fliederbusch genannt und ist in Europa heimisch. Der Strauch oder kleine Baum erreicht eine Höhe von 7 bis 10 Metern und ist häufig in feuchten Wäldern, am Ackerrand, an Ufern und in der Umgebung von Siedlungen zu finden. Früher hatten viele Bauernhöfe einen Holunder, dessen Blüten und Früchte als Hausapotheke oder Obstbaum genutzt wurden. Im Garten ist er zusätzlich eine Nistgelegenheit und Nahrungsquelle für Vögel.

Mitte August bis September beginnen die Früchte zu reifen, die in schweren Dolden vom Strauch hängen. Allerdings werden die Beeren nicht gleichzeitig reif. Es empfiehlt sich zu warten, bis nur noch zwei bis drei unreife Beeren pro Dolde zu sehen sind. Dann die Dolden mit einer Schere abschneiden und weiterverarbeiten – am besten mit Handschuhen weil der Saft der Beeren extrem färbt. Die schwarzen, saftigen Beeren enthalten neben Vitamin C auch Vitamin A und B sowie die Mineralstoffe Kalium und Kalzium. Sie sollten nicht roh verzehrt werden, da der Inhaltsstoff Sambunigrin zu Brechreiz und Verdauungsstörungen führen kann. Durch Erhitzen wird die Substanz unschädlich.
Heike Kreutz, www.aid.de

Wie lange ist angebrochene Sahne haltbar?

Lebensmittel landen oft zu Unrecht im Müll: Meist sie sind länger haltbar, als viele Verbraucherinnen und Verbraucher annehmen. Dies gilt auch für Sahne. Ist die Packung geöffnet, bleibt Sahne gekühlt noch mehrere Tage genießbar. Ob sie ohne Bedenken gegessen werden kann, lässt sich schnell herausfinden: Eine einfache Prüfung mit allen Sinnen schafft Klarheit. Ist kein Schimmel im Becher oder auf der Sahne zu sehen und wirkt das Milchprodukt optisch genießbar, folgen Geruchs- und Geschmackstest: Riecht und schmeckt die Sahne sauer oder bitter, muss sie entsorgt werden. Sind dagegen keine Veränderungen in Farbe, Konsistenz, Geruch oder Geschmack bemerkbar, kann die Sahne konsumiert werden.

Tipp: Die Wenigsten wissen: Frische Sahne lässt sich prima einfrieren. Entweder volle Becher frosten und im Kühlschrank auftauen lassen, oder Eiswürfelbehälter mit flüssiger Sahne befüllen und in das Eisfach legen. Später die gefrorenen Sahnewürfel während der Zubereitung in den Topf geben und damit Gericht verfeinern. Auch geschlagene Sahne eignet sich fürs Eisfach. Routinierte Bäckerinnen und Bäcker frieren fertige Sahnehäubchen ein, die jederzeit auf den Kuchen gelegt werden können. Hans Schmaus, Käse und Milchexperte der LVBM