Mario Gamba

Jens Darsow interviewt Mario Gamba, München

Interview

   1. Was charakterisiert in Ihren Augen einen Genießer?

      Ein Genießer ist ein Mensch, der mit sich selbst zufrieden ist und es zulässt, dass reizvolle Genüsse jeder Art sein Innerstes berührt.

       
   2. Mit wem würden Sie gern mal ein Menü kochen?

      Mit allen meinen Gästen, die mir seit 15 Jahren treu sind und die Queen! Und die neuen Gäste die bewusst zu mir kommen.

       
   3. Mit wem würden Sie am liebsten mal Essen gehen und wo?

      Mit meiner Familie im Park bei einem Picknick

       
   4. Welches ist ihr Lieblingsfisch und wie zubereitet?

      Kaiserbarsch – in Olivenöl gegart mit Tomaten-Kapernsauce

       
   5. Ihr Hauptcharakterzug?

      Leidenschaft

       
   6. Ihr Motto?

      Never give up

       
   7. Ihr Lieblingsgericht?

      Wiener Schnitzel und Kartoffelgnocci

       
   8. Was essen Sie überhaupt nicht?

      Hirn & Herz

       
   9. Was wollten sie als Kind partout nicht Essen?

      Tomaten

       
  10. Was haben Sie als Kind am liebsten gegessen?

      Parmesan-Risotto und Kartoffelgnocci

       
  11. Welche Münchner Persönlichkeit bewundern Sie am meisten?

      Die – die man nicht hört und die meiste Arbeit tun – für die – die man kennt!

       
  12. Welche Münchner Spezialität mögen Sie am liebsten?

      Leberkäs

       
  13. Ihr Lieblingsrestaurant in München?

      Restaurant „Tramin“ und Trattoria „Seitz“

       
  14. Ihr Lieblingsrestaurant außerhalb von München?

       Pierre Gagnaire in Paris

       
  15. Welchen Küchenchef ( lebend ) bewundern Sie am meisten?

      Pierre Gagnaire, Heinz Winkler und Gualtiero Marchesi

       
  16. Der ideale Chef muss wie sein?

      Unsichtbar – aber immer präsent

       
  17. Der ideale Sous Chef muss folgende Eigenschaften haben?

       Ohne Aufhebens die Fehler vom Küchenchef beheben „der Schatten“

       
  18. Welche Fehler in der Küche entschuldigen Sie am ehesten?

      Wenn die Mitarbeiter zu früh am Arbeitsplatz sind

       
  19. Ihr größter Fehler?

      Zu wenig Zeit für die Familie

       
  20. Welche Eigenschaften schätzen Sie bei Köchinnen am meisten?

      Empathie und Durchhaltevermögen

       
  21. Ihr Lieblingsurlaubsland oder Region?

      Brasilien

       
  22. Welches Land würden Sie gern mal 4 Wochen bereisen und die jeweiligen Spezialitäten, die Küche und die Leute kennen lernen?

      Frankreich

       
  23. Ihr Lieblingsgetränk?

      Kaffee für die Kreativität – Tee für die Überlegenheit

       
  24. Ihr Lieblingswein?

      Carmenero von Ca’ del Bosco – Italien

       
  25. Champagner genieße ich am liebsten ( wo und wann )?

      Am Meer – wenn die Gelegenheit eine neue Gelegenheit schafft

       
  26. Ihr heimliche Leidenschaft?

      Genau die – an die ich jetzt gerade ganz heimlich gedacht habe

       
  27. Ihre Lieblingsbeschäftigung?

      Menschen

       
  28. Welches Buch haben Sie als letztes gelesen?

      Alte Meister von Thomas Bernhard

       
  29. Wie viele Kochbücher haben Sie?

      Viele

       
  30. Welches ist Ihr Lieblingsfilm?

      Der letzte Samurai

       
  31. Was schätzen Sie an Ihren Freunden am meisten?

      Das sie mir verzeihen und Geduld mit mir haben, wenn ich am wenigsten davon habe…

       
  32. Nachhaltigkeit in der Küche bedeutet für mich?

      Das gesamte Konzept „Acquarello“ beruht auf Nachhaltigkeit!

       
  33. Was war Ihre schlimmste Küchenpanne?

      Als bei 70 Personen im Restaurant der Strom und das Gas für 45 Minuten ausfielen.

       
  34. Mit wem würden Sie gern mal eine Nacht in der Küche verbringen?

      Wenn es meine Lebensgefährtin erlaubt – dann gern mit Brigitte Gattringer

copyright
 by Jens Darsow – www.kulinarisches-interview.de

Auszeichnung 2010
1 Michelin Stern / 17 Punkte Gault Millau / 3 Feinschmecker-Punkte

Mario Gamba
Restaurant Acquarello
Mühlbaurstraße 36
81677 München

www.acquarello.com

Reservierung
Name:
Gamba
Vorname:
Mario
Geburtstag:
08.10.1955
Geburtsort:
Bergamo, Italien
Wohnort:
München

Stationen

seit 1994
Inhaber und Küchenchef Restaurant Acquarello
 
Selbständiger Gastronomieberater
 
Mailand – Sternekoch Gualtiero Marchesi
 
Heinz Winkler „Außenminister“ u.a. Eröffnung des
 
Restaurant Tristan in Puerto Portals auf Mallorca
 
Heinz Winkler / Restaurant Tantris / München
 
Stationen in Münchern und Hamburg
 
Sankt Moritz / Hotel Palace
 
„Küchenschabe“ in Südfrankreich

Restaurantkritik: San Nicci, Berlin

Restaurantkritiker Jens Darsow besucht das Restaurant San Nicci, Berlin

Heute hat es uns in den Teil der Friedrichstrasse verschlagen, der ein bisschen weniger belebt ist, als das Teilstück zwischen Bahnhof Friedrichstrasse und der Leipziger Strasse. Wir befinden uns in dem Abschnitt der Friedrichstrasse wo es Richtung Torstrasse geht. Hier finden wir auch gleich hinter dem Bahnhof Friedrichstrasse, im Hinterhof des Gebäudekomplexes gelegen den imposanten Admiralspalast. Vorne an der großen Fensterfront direkt an der Strasse befindet sich das Restaurant San Nicci. Es lässt sich vermuten, dass es das italienische Borchardt werden soll, da es auch von Roland Mary, dem Borchardt Besitzer betrieben wird.

Das San Nicci feiert schon fast 3 jähriges Jubiläum. Es ist eigentlich schon fest angekommen in der Stadt, aber irgendwie auch wieder nicht. Dies hängt sicherlich auch mit den häufigen Wechseln der Küchenchefs zusammen. Es scheint sich dort keiner so richtig wohl zu fühlen, so dass er auch mal langfristig seine Handschrift dem Restaurant geben kann. Das San Nicci möchte eigentlich die Kultur und Lebensfreude Italiens mit der Offenheit der Stadt Berlin verbinden – wir lassen uns überraschen.

Der doch recht große und imposante Innenraum des Restaurants ist klassisch eingerichtet. Das Restaurant ist weitläufig aber doch recht warm und edel gestaltet, so dass sich eigentlich hier jeder wohlfühlen kann. Größere Tafeln und kleine Nischen verbinden sich hier optimal. Man kann also „mitten drin“ sitzen wenn man gesehen werden will. Aber auch Geschäftstermine kann man hier abhalten, ohne dabei gestört zu werden.

Da das Wetter uns heute entspannte 20 Grad und Sonne verspricht, haben wir einen Platz auf der Terrasse im Innenhof mit Blick auf den Admiralspalast gewählt. Ein netter und charmanter Service hat uns auch gleich die Karten gebracht und uns mit der obligatorischen Flasche Mineralwasser versorgt, die beim Lunch nicht fehlen darf.

Zügig wurde und auch Brot und Olivenöl gereicht, welches für meinen Geschmack etwas zu trocken war. Aus der Business Lunch Karte haben wir ein 2 Gang Menü gewählt. Dieses bestand vorweg aus einer Paprikasuppe und als Hauptgang hatten wir einen kross auf der Haut gebratenen Zander auf Thymian Kartoffelpüree mit glasierten Möhren.

Kompliment – die Paprikasuppe wunderbar im Geschmack und mit einer perfekten Konsistenz. Der Zander kross gebraten, aber auch noch schön glasig und nicht zu lange in der Pfanne „trocken“ gebraten. Das Püree sehr schön im Geschmack und die Möhren haben auch mal wieder richtig nach Möhren geschmeckt. Hier braucht sich der Küchenchef nicht zu verstecken. Was hier mittags serviert wird, hat schon sehr gute Qualität!

Als Fazit kann man sagen, dass sich hier ein Besuch auf jeden Fall lohnt. Auch die relativ großzügigen Portionen sind zu erwähnen. Wenn man einen Kritikpunkt äußern kann, dann ist es der Baulärm und auch die herumfliegende Sägespäne die ab und zu mal auf dem Tisch landet. Dieses hat damit zu tun, dass die Baulücke neben dem Admiralspalast, gerade geschlossen wird und die Bauarbeiten in vollem Gange sind.

Rechnung für 2 Personen:
1x S.Pellegrino 1,00 l 6,50€
2x Lunch-Menü 26,00 €
Summe 32,50€

San Nicci,

Friedrichstraße 101,

10117 Berlin,

www.san-nicci.de

(c) www.darsow-consulting.de

Jens Darsow

Gastro‐Stars zum Anfassen: Sterne‐ und Spitzenköche hautnah

Der Gastronomie‐Experte Jens Darsow präsentiert seine „kulinarischen Interviews“ – Was essen Spitzenköche am liebsten? In welches Restaurant gehen die Maitre de Cuisine
in ihrer Freizeit? Was kommt zu Hause auf den Tisch? Diese und noch viele weitere Fragen
beantwortet das Online‐Portal
www.kulinarisches-interview.de/

Der Berliner
Gastronomie‐Experte Jens Darsow von „darsow consulting“ schaut bei seinen intimen
Gesprächen über die Küchentöpfe hinaus und präsentiert jeden Monat acht Interviews
renommierter Spitzen‐ und Sterne‐Köche aus dem deutschsprachigen Raum (Regionen
Deutschlands, Österreich, Schweiz, Südtirol) und berichtet über deren „kulinarische
Wirkungsstätte“. Mit dem Start des Portals kommen unter anderem erstmals die Sterne‐
Köche Marco Müller (Weinbar Rutz Berlin), Holger Bodendorf (Landhaus Stricker Sylt), Heinz
Winkler (Residenz Heinz Winkler, Aschau) sowie der hochdekorierte Spitzen‐Koch Silvio
Nickol (Schloss Velden, Österreich) zu Wort. Gourmet‐Insider Darsow stellt jedem Koch 34
Fragen unter anderem nach Karriere, Person, Lieblingsessen, Motto und den regionalen
Vorzügen. Dabei erfahren professionelle und private „Feinschmecker“ aus erster Hand alles
über die Herren der lukullischen Genüsse und können bei Gefallen so direkt eine
Reservierungsanfrage für das jeweilige Restaurant abschicken.

Das Online‐Portal ist seit dem 1. Mai 2010 aktiv. Es überzeugt durch seine klare und
übersichtliche Aufteilung und bringt alle Interessierten schnell zum gewünschten
Spitzenkoch oder ins Interview‐Archiv.

kulinarisches‐interview.de richtet sich vor allem an private Gourmets, Berufs‐
Feinschmecker, Medien & Redaktionen, Gastro‐Netzwerke wie Industrie und in diesem
Bereich tätige Personen.

Die Kulinarischen Interviews von Jens Darsow finden Sie auch seit langen beim Gourmet Report: www.gourmet-report.de/archiv/jens+darsow/

Restaurantkritik: Bocca di Bacco, Berlin Mitte

Business Lunch Berlin:

Bocca di Bacco

Heute hat es uns nach Berlin-Mitte in die Friedrichstrasse verschlagen. Hier residiert schon seit einigen Jahren, das wohl bekannteste italienische Restaurant der Stadt. Eigentlich hat man hier fast jeden Tag eine sehr hohe Garantie eine Persönlichkeit aus Politik oder internationaler Schauspielszene zu treffen. Dies war zwar heute nicht der Fall, aber deswegen sind wir ja auch nicht gekommen.

Das modern, klassisch eingerichtete Restaurant, schräg gegenüber vom La Fayette besticht durch seine stilvolle Eleganz. Uns wurde ein schöner Platz direkt an der breiten Fensterfront zur Friedrichstrasse zugewiesen.

Mittags gibt es ein 2- bzw. 3-Gang-Menü zur Auswahl. Jeweils zwei verschiedene Vor- und Hauptspeisen stehen zur Wahl.

Wir haben uns als Vorspeise beide für das mit Spargel gefüllte Kaninchen an Blattsalaten und als Hauptgang für das Tunfischfilet mit Mango und Avocado entschieden.

Der freundliche und professionelle Service agiert in diesem Restaurant „unsichtbar“, ist aber immer zum richtigen Zeitpunkt am Tisch. Wir haben uns eine Flasche Mineralwasser und einen frischen aber sehr fruchtigen und vollmundigen Weißwein bestellt.

Vorne weg wurden uns saftige Oliven und verschiedene frisch gebackene Brotsorten mit hochwertigem Olivenöl gereicht. Das mit grünem Spargel gefüllte Kaninchen war butterzart. Die Kombination mit dem Spargel sehr gelungen und der dazu gereichte Salat hat das Gericht abgerundet. Das medium gebratene Tunfischfilet war zart und die gute Qualität des Tunfisches war deutlich heraus zu schmecken. Der Salat aus Mango und Avocado mit der dazugereichten Mangosauce hat vorzüglich dazu gepasst. Röstkartoffeln haben das Gericht noch ergänzt.

Der uns empfohlene Wein war eine schöne Ergänzung und passte wunderbar zu beiden Gängen.

Als Fazit kann man sagen, dass wir hier in einem sehr stilvollen und eleganten Ambiente in der Mitte Berlins hervorragend gespeist haben. Dieses Restaurant ist allen nur zu empfehlen.

Rechnung für 2 Personen:
2 x 2-Gang Menü 33,00 €
1x Mineralwasser 0,75 l 6,00 €
2 x Weißwein 0,1 l 10,00 €
1x Espresso 2,50 €
Summe 51,50 €

Restaurant Bocca di Bacco
Friedrichstrasse 167
10117 Berlin www.boccadibacco.de

weitere Informationen unter www.boccadibacco.de

(c) Jens Darsow – www.darsow-consulting.de

Josef Eder Interview

Interview – Jens Darsow befragt Josef Eder vom Grand Hyatt Berlin

1. Was charakterisiert in Ihren Augen einen Geniesser?
Zeit

2. Mit wem würden Sie gern mal ein Menü kochen?
Kevin Costner oder Kai Pflaume

3. Mit wem würden Sie am liebsten mal Essen gehen und wo?
Mit meiner Frau zu meinem besten Freund Rainer Becker in das Restaurant Zuma / London

4. Welches ist ihr Lieblingsfisch und wie zubereitet?
Loup de mer in der Salzkruste

5. Ihr Hauptcharakterzug?
Gastfreundschaft „leben“

6. Ihr Motto?
Simplicity is the ultimate challenge / die Einfachheit ist die größte Herausforderung

7. Ihr Lieblingsgericht?
Hausgemachte Wollwürste vom Vater mit hausgemachten Kartoffelsalat von der Mama

8. Was essen Sie überhaupt nicht?
Nichts

9. Was wollten sie als Kind partout nicht Essen?
Pommes

10. Was haben Sie als Kind am liebsten gegessen?
Dampfnudeln mit Vanillesauce

11. Welche Berliner Persönlichkeit bewundern Sie am meisten?
Horst Köhler

12. Welche Berliner Spezialität mögen Sie am liebsten?
Spreewaldgurken

13. Ihr Lieblingsrestaurant in Berlin?
Hugos und Vau

14. Ihr Lieblingsrestaurant außerhalb von Berlin?
Ken Forrester / Scholtzenhof Farm / Stellenbosch / Südafrika

15. Welchen Küchenchef ( lebend ) bewundern Sie am meisten?
Eckart Witzigmann

16. Der ideale Chef muss wie sein?
Fair

17. Der ideale Sous Chef muss folgende Eigenschaften haben?
Muss ein Freund sein

18. Welche Fehler in der Küche entschuldigen Sie am ehesten?
menschliche

19. Ihr größter Fehler?
Ungeduldigkeit

20. Welche Eigenschaften schätzen Sie bei Köchinnen am meisten?
Hygiene, Sauberkeit, Fingerspitzengefühl

21. Ihr Lieblingsurlaubsland oder Region?
Australien East Coast und Kapstadt

22. Welches Land würden Sie gern mal 4 Wochen bereisen und die jeweiligen Spezialitäten, die Küche und die Leute kennen lernen?
Neuseeland und Kanada

23. Ihr Lieblingsgetränk?
Weißbier

24. Ihr Lieblingswein?
Sauvignon Blanc von Ken Forrester

25. Champagner geniesse ich am liebsten (wo und wann)?
Mit meiner Frau und guten Freunden auf der heimischen Terrasse „Sonnenuntergang“

26. Ihr heimliche Leidenschaft?
Schokolade

27. Ihre Lieblingsbeschäftigung?
Job, Familie, Golf, Joggen

28. Welches Buch haben Sie als letztes gelesen?
Henry Cloud und John Townsend / Liebevoll Grenzen setzen

29. Wie viele Kochbücher haben Sie?
Ca. 800

30. Welches ist Ihr Lieblingsfilm?
Ice Age 1

31. Was schätzen Sie an Ihren Freunden am meisten?
Lebensfreude / Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit

32. Nachhaltigkeit in der Küche bedeutet für mich?
Kontrollierte regionale Produkte

33. Was war Ihre schlimmste Küchenpanne?
Gala Menü für Nelson Mandela / Hauptgang stand 1.5 Stunden im Fahrstuhl, da dieser steckengeblieben ist

34. Mit wem würden Sie gern mal eine Nacht in der Küche verbringen?
Mit meiner Frau

Bei weiteren Fragen zu Josef Eder bzw. auch Tischreservierungen bitte eine Mail an info@darsow-consulting.de – (c) www.darsow-consulting.de

Lebenslauf

Name:
Eder
Vorname:
Josef
Geburtstag:
26.09.1963
Geburtsort:
Mühldorf a. Inn
Wohnort:
Seeburg

Restaurant:
Hyatt Executive Chef
Grand Hyatt Berlin
Marlene-Dietrich-Platz 2
10785 Berlin
www.berlin.grand.hyatt.com

Stationen:
ab 2003 Grand Hyatt Berlin / Area Executive Chef Central Europe
1999-2003 Grand Hyatt Berlin / Regional Executive Chef
1998-1999 Grand Hyatt Berlin / Executive Chef ( New Opening )
1996-1998 Park Hyatt Johannesburg / Director F&B
1995-1996 Park Hyatt Johannesburg / Executive Chef ( Opening )
1996 Hyatt Tessaloniki
1993-1995 Grand Hyatt Singapore / Executice Sous Chef
1995 Hyatt Kota Kinabalu / Malaysia
1994 Park Hyatt Tokyo
1993 Hyatt Regency Fufuoka / Japan
1993 Grand Hyatt Seoul / South Korea
1991-1993 Park Hyatt Bounos Aires / Chef de Cuisines
1991 Grand Hyatt Hong Kong
1988-1991 Hyatt Regency Coolum / Australia
1988 Hyatt Regency Cologne
1987-1988 Hotel Guggis / Zürs / Chef de Cuisine
1987 Hotel School / Altötting / Master Degree
1986-1987 Hotel Guggis / Zürs / Sous Chef
1985-1986 Grand Hotel Bellevue / Gstaad / Chef Tournant
1985 Hotel Waltershof / Sylt / Chef de Partie
1984-1985 Hotel Caprice / Rougemont / Chef de Partie
1984 Hotel Victoria / Montreux / Demi Chef
1981-1984 La Redoute / Bonn / Commis/Demi Chef
1978-1981 Hotel Restaurant Jägerhof / Ausbildung

Restaurantkritik Yumcha Heroes, Berlin

Business Lunch Berlin – Yumcha Heroes – „Finest Homemade Chinese Dumplings“

Heute hat es uns ganz in die Nähe des Volkspark am Weinberg im Berliner Bezirk Mitte verschlagen. Wir haben das kleine aber sehr feine Bistro/Restaurant „Yumcha Heroes“ im Weinbergsweg besucht.

Das ca. 40 Platz fassende Restaurant ( mit ca. 20 möglichen Plätzen auf der Aussen-Terrasse ), ist mit dunklen Tischen eingerichtet. Auch der Boden ist in dunkler Farbe gehalten. Wer nun aber denkt, man sitzt hier ungemütlich im „Dunkeln“ hat sich geirrt. Durch die großen Fensterfronten zu zwei Seiten, wirkt das kleine Restaurant sehr hell und einladend. Hier findet man nicht den üblichen China-Kitsch, sondern im Gegenteil, eine aufgeräumte, geradlinige und moderne Einrichtung. Durch eine große Glasscheibe kann man dem Koch in der „offenen“ Küche auf die geschickten Finger schauen. Kurzum: Es handelt sich hier um einen stylischen Kiez-Laden, der trotzdem einladend wirkt.

Wir haben direkt am Fenster mit Sicht auf den Volkspark Platz genommen. Das Mittagmenü hat uns so angesprochen, dass wir beide das gleiche Gericht gewählt haben, was eher unüblich ist, da wir ja grundsätzlich auch die Vielfalt eines Restaurants testen wollen.

Die nette und kompetente asiatische Bedienung hat uns zügig bedient und die Bestellung aufgenommen. Das Mittagmenü bestand aus einer Suppe mit Rindfleisch-Dumplings und Pak Choi und aus gebratenen Hühnchen-Dumplings mit drei verschiedenen Saucen. Dazu bestellten wir eine Flasche Wasser und zwei Glas deutschen Grauburgunder.

Dumplings sind übrigens chinesische Klöße bzw. Teigtaschen. Diese Spezialität wird im „Yumcha Heroes“ ganz groß geschrieben, obwohl natürlich auch andere chinesische Gerichte angeboten werden, die – allein auf Grund der Beschreibung – sehr viel versprechend klangen. Besonders zu erwähnen ist noch, dass in diesem Restaurant ohne Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe gearbeitet wird.

Die sehr gehaltvolle Brühe der Suppe war in der Verbindung mit dem Pak Choi, Algen und verschiedenen chinesischen Kräutern so gut, dass ich hier behaupten kann, selten so eine gute asiatische Suppe gegessen zu haben. Drei Rindfleisch-Dumpling wurden als Suppeneinlage mit gereicht. Auch hier ein besonderes Kompliment. Das Rindfleisch war hervorragend gewürzt, es schmeckte sehr harmonisch, ausgewogen aber gleichzeitig auch sehr raffiniert und ungewöhnlich. In Verbindung mit der Teigtasche des Dumpling und der Brühe einfach ein wunderbares Essen!

Die gebratenen Hünhnchen-Dumplings, die man auch gedünstet bestellen kann, waren auch sehr intensiv aber gut abgestimmt gewürzt. Dazu wurden uns drei verschiedene Saucen serviert. Zum einen eine Honig-Essig-Sauce, zusätzlich eine süße Soja-Sauce und eine klassische Chili-Sauce. Uns hat zu den Hühnchen-Dumplings die klassische Chili-Sauce und die Honig-Essig-Sauce am besten geschmeckt

Als Fazit bleibt zu sagen, dass wir für 7.50 € ( 2 Gänge ) ein außerordentlich gutes asiatisches Lunch bekommen haben. Wer es mittags ein bisschen entspannter mag, ist hier bestens aufgehoben. Es lohnt sich auch, extra hier mal herzu kommen, da man diese Form der Dumplings relativ selten in der Stadt bekommt. Uns hat es Spaß gemacht und wir werden auf jeden Fall ( spätestens im Frühling wenn die Terrasse geöffnet ist ) wieder kommen.

Rechnung für 2 Personen:
2 x Mittagsmenü 15 €
1 x Vöslauer ( 0,75 l ) 5 €
2 x Grauburgunder ( 0,2 l ) 11,60 €
Summe 31,60 €

Yumcha Heroes
Weinbergsweg 8
10119 Berlin
www.yumchaheroes.com

Jens Darsow – www.darsow-consulting.de

Restaurantkritik Restaurant Heinrich, Berlin

Business Lunch Berlin – Restaurant Heinrich – Bürgt der Name Joop auch für außergewöhnliche Restaurant-Qualität?

In unserer Reihe „Business Lunch Berlin“ hat es uns heute nach Berlin-Mitte in die Rosa-Luxemburg-Strasse verschlagen. Hier haben Florentine Joop und Heinrich Beckmann Ende vergangenen Jahres das Restaurant „HEINRICH“ eröffnet.

Als wir das Restaurant betraten sind uns gleich die wunderbaren blauen Wände und der rote Deckenleuchter aufgefallen. Ein großer heller Raum hat uns in den Bann gezogen. Wir haben uns unter die Wendeltreppe platziert, welche noch in das Obergeschoß des Restaurants führt. Die beeindruckende Innenausstattung stammt konzeptionell von der Künstlerin Florentine Joop.

Im Vorfeld wurde uns berichtet dass dieses „Art Deco“ Design und vor allen Dingen auch die Küche den Stil der 20er Jahre zeigen sollen.

Wir bestellten Königsberger Klopse mit Kartoffeln und Senfeier mit kleinen Kartoffeln. Bei den Getränken begnügten wir uns mit einem Cappuccino und einer Apfelschorle. Der aufmerksame und schnelle Service brachte uns vorweg Brot, Schmalz und kleine Gurken. Ich kann hier eigentlich für beide Gerichte sprechen. Es war bodenständige deutsche Küche, gut zubereitet und auch sehr fein abgeschmeckt. Es wird hier mit guten und schmackhaften Produkten gekocht. Lediglich die bei beiden Gerichten überladene Menge der Soße hätte nicht unbedingt sein müssen. Hier wäre das Motto „weniger ist mehr“ angebracht.

Für Freunde der bodenständigen deutschen Küche und Fans von tollem Interieur ist das neue Restaurant Heinrich sicher mal ein Abstecher wert.

Die große Bar in dem imposanten offenen Hauptraum lädt zum Verweilen ein.

Rechnung für 2 Personen:
Königsberger Klopse 8,50 €
Senfeier 5,50 €
Apfelsaftschorle 0,3 l 2,20 €
Cappuccino 2,40 €
Summe 18,60 €

Restaurant Heinrich
Rosa Luxemburg Strasse 39-41
10178 Berlin
www.heinrich-restaurant.de

Jens Darsow – www.darsow-consulting.de