Punsch & Glühwein im Test

Wahre Zuckerbomben!
Pro Becher bis zu neun Stück Würfelzucker – Alkoholgehalt schwankt auch stark
Weihnachtslieder und verlockende Düfte auf den Adventmärkten – aber, Achtung: Punsch & Co haben es in sich: pro Häferl bis zu neun Stück Würfelzucker und bis zu sieben Prozent Alkoholgehalt. Zucker, Alkoholgehalt und Preise schwanken stark. Das zeigt ein aktueller AK Test bei zehn Adventmärkten in Wien.
 
Punsch und Glühwein: Wie viel Zucker und Alkohol ist drin? (Zahlen gerundet)
Heißgetränk  Würfelzucker pro Häferl*)Alkoholgehalt Preise/Euro
Kinderpunsch  3 bis  6 Stück         keiner        2,80 bis 3,00
Punsch        3 bis  9 Stück         3 bis 5 %     3,00 bis 4,00
Glühwein      4 bis  6 Stück         2 bis 7 %     3,00 bis 4,00
*) 200 Milliliter
 
    „Manche Heißgetränke sind wahre Kalorienbomben“, ruft AK Konsumentenschützer Heinz Schöffl ins Bewusstsein. So kann zum Beispiel ein Häferl Punsch bis zu 190 Kilokarorien haben, so viel wie etwa eine kleine Portion Gulasch oder ein Stück Apfelstrudel. „Autofahrer sollten nicht vergessen, dass die süßen, heißen Getränke ‚ziemlich einfahren‘ können.“
 
   SERVICE: Die AK hat Zucker- und Alkoholgehalt sowie die Preise bei Punsch, Glühwein und alkoholfreiem Punsch getestet. Die Untersuchung führte die Lebensmitteluntersuchungsanstalt der Gemeinde Wien durch. Getestet wurden Punsch-Standln auf zehn Adventmärkten in Wien, etwa Altes AKH, Rathausplatz, Maria Theresien-Platz oder Stephansplatz.

Rotweintest

Die besten Blaufränkischen: 28 österreichische Rotweine aus dem Supermarkt im Test

Der VKI hat für die Juniausgabe des Testmagazins KONSUMENT 28 österreichische Rotweine der Sorte blaufränkisch, Jahrgang 2011, im Labor untersucht und von Laien und Experten verkosten lassen. Unter den getesteten Rotweinen finden sich neun DAC- und drei Bio-Weine. Davon erhielten letztlich 19 Weine ein „sehr gut“ bzw. „gut“.
Insgesamt fünf Blaufränkische erzielten bei der Expertenverkostung eine „sehr gute“ Bewertung. Darunter der Testsieger von Claus Preisinger, weiters Triebaumer und Paul Kerschbaum sowie ein DAC- (Rotweine Lang) und ein Bio-Wein (Weninger). Diese überzeugten auch bei der Überprüfung der Weine im Labor auf Alkoholgehalt, Schwefeldioxid und Zucker. Sämtliche Details zum Test gibt es im Juni-KONSUMENT sowie unter www.konsument.at.
Die fünf besten Weine des aktuellen Rotwein-Tests sind für rund acht bis rund zwölf Euro (0,75 l) erhältlich. Die Preisspanne im Test bewegte sich zwischen 4,50 und 15 Euro. „Doch nicht jedes Schnäppchen hat die Verkoster im Test auch wirklich überzeugt“, so Floss. „Die günstigsten Weine – ausgenommen die Blaufränkischen von Lenz Moser Selection und Ja! Natürlich – schnitten sowohl bei den Profis als auch bei den Laien eher bescheiden ab.“

Einen prüfenden Blick gab es auch auf das in den Weinen enthaltene Schwefeldioxid. Wein, und das gilt auch für Bio-Wein, wird praktisch immer geschwefelt, um ihn u.a. vor Oxidation zu schützen. Manche Menschen reagieren allerdings auf Schwefeldioxid empfindlich. Alle getesteten Rotweine bewegen sich aber innerhalb des Grenzwertes. Sechs von 28 Weinen enthalten mit weniger als 50 Milligramm pro Liter sogar sehr wenig Schwefeldioxid – darunter drei der fünf erstgereihten Weine.

Bis auf einen Wein entsprechen alle Proben den gesetzlichen Anforderungen. Bei Wellanschitz Blaufränkisch klassisch stimmte der im Wein gefundene Alkoholgehalt weder mit den Angaben auf dem Etikett noch mit dem beim Prüfnummerverfahren festgestellten Wert überein.
Sämtliche Details zum Test gibt es im Juni-KONSUMENT sowie unter www.konsument.at

"Alkoholfrei" heißt nicht frei von Alkohol

Die Verbraucherorganisation foodwatch hat Brauereien aufgefordert, ihren Etikettenschwindel mit der Bezeichnung „alkoholfreies Bier“ zu beenden. Anders als der Hinweis vermuten lässt, sind nahezu alle „alkoholfreien“ Biere nicht frei von Alkohol, sondern lediglich alkoholreduziert. „Wo alkoholfrei drauf steht, darf auch kein Alkohol drin sein“, erklärte Oliver Huzinga von foodwatch.

foodwatch hat heute auf www.abgespeist.de eine E-Mail-Aktion an Marktführer Clausthaler (Radeberger-Gruppe) gestartet, bei der Verbraucher die Kennzeichnung des Alkoholgehalts und die Bezeichnung als „alkoholarmes“ statt „alkoholfreies“ Bier verlangen können. Bei Clausthaler Classic (Alkoholgehalt 0,45 Volumenprozent) ist die Irreführung besonders eklatant: Die Marke wirbt mit dem Gewinn des „World Beer Awards“ – auf den Internetseiten des internationalen Wettbewerbs jedoch ist das Clausthaler-Produkt nicht mit der für den deutschen Markt verwendeten „alkoholfrei“-Auszeichnung abgebildet, sondern etikettenschwindelfrei mit der englischen Bezeichnung „low alcohol“ („wenig Alkohol“). „Anderswo verkauft Radeberger sein Clausthaler ohne Weiteres mit ehrlichen Etiketten – es gibt keine Rechtfertigung dafür, den Kunden auf dem Heimatmarkt unter irreführenden Angaben Alkohol einzuschenken“, so Oliver Huizinga von foodwatch.

Dass die Verbraucher die Bezeichnung „alkoholfrei“ für alkoholhaltige Biere als irreführend ansehen, hat bereits im Jahr 2007 eine Umfrage der Warsteiner-Brauerei gezeigt. Darin heißt es: „63,2% der Befragten sind der Meinung, dass Bier, das laut Etikett als alkoholfrei ausgewiesen ist, auch tatsächlich keinen Restalkohol enthalten sollte. Schließlich greifen sie zu dieser Alternative, weil sie in bestimmten Situationen absolut keinen Alkohol zu sich nehmen wollen. Umso verständlicher, dass sich 80,8% der Befragten durch die Bezeichnung ,alkoholfrei‘ in die Irre geführt fühlen.“ Doch selbst bei Warsteiner (Eigenwerbung: „Das einzig Wahre“) führte das fünf Jahre nach der Umfrage nicht zu einem wahrheitsgemäßen Etikett – auch die Brauerei aus dem Sauerland bezeichnet ihr lediglich alkoholreduziertes Bier als „alkoholfrei“.

Gesetzlich geregelt ist die Bezeichnung „alkoholfreies Bier“ nicht. Der Gesetzgeber duldet sie jedoch für Biere mit einem Alkoholgehalt von unter 0,5 Volumenprozent. Erst von 1,2 Volumenprozent an müssen die Hersteller in Deutschland den genauen Alkoholgehalt angeben. In Großbritannien dagegen dürfen nur Biere mit weniger als 0,05 Volumenprozent Alkohol als „alcohol-free“ (alkoholfrei) bezeichnet werden.

Manche Biermarken wie Becks (Anheuser-Busch-InBev-Konzern) stellen sich auf die unterschiedlichen Regelungen ein und verkaufen in Großbritannien ein als „alkoholfrei“ bezeichnetes Bier mit weniger als 0,05 Prozent, in Deutschland dagegen eines mit einem höheren Alkoholgehalt. Dass es möglich ist, vollständig alkoholfreies Bier herzustellen, zeigt die Bitburger-Brauerei mit ihrem „Bitburger alkoholfrei 0,0 %“.

Sollten die Brauereien ihre irreführende Kennzeichnung nicht abstellen, sieht foodwatch die Bundesverbraucherministerin am Zug, so Oliver Huizinga: „Wo ,alkoholfrei‘ drauf steht, darf auch kein Alkohol drin sein – das kann Ilse Aigner ganz einfach mit einer ministeriellen Verordnung durchsetzen. Die deutschen Brauereien warten offensichtlich auf ein Machtwort der Ministerin.“

Link:
www.abgespeist.de

Prickelnde Schaumweine liegen im Trend

Ob Sekt, Prosecco oder Champagner – zu Silvester wird gerne mit einem prickelnden Schaumwein auf das neue Jahr angestoßen. Aber auch zu anderen Anlässen kommen die prickelnden Schaumweine immer öfter ins Glas. Im Jahr 2011 hat Deutschland allein in den ersten acht Monaten über 42 Millionen Liter Schaumwein importiert. Das entspricht einem Zuwachs von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, informiert das Statistische Bundesamt. Von Januar bis August 2011 wurden die größten Mengen der prickelnden Weine aus Italien (17,8 Mio. l), Spanien (13,4 Mio. l) und Frankreich (10,5 Mio. l) eingeführt.

Schaumwein ist ein Erzeugnis aus Wein mit einem Überschuss an Kohlendioxid, das beim Öffnen der Flasche entweicht. Dazu gehören Schaumwein im engeren Sinne wie beispielsweise Prosecco spumante, Sekt und Sekt bestimmter Anbaugebiete. Den Namen „Sekt“ dürfen nur höherwertige Erzeugnisse aus Traubenwein tragen, wobei „Deutscher Sekt“ aus Grundweinen von in Deutschland angebauten Reben erzeugt werden muss. Champagner wird ausschließlich im französischen Weinbaugebiet Champagne angebaut und gekeltert. Cava ist die spanische Variante des französischen Champagners und eine der bekanntesten Spezialitäten Kataloniens.
Für Schaumwein ist ein Überdruck von mindestens 3 bar und ein Alkoholgehalt von mindestens 9,5 Volumenprozent vorgeschrieben. Beim Sekt sind es mindestens 3,5 bar und ein Alkoholgehalt von mindestens 10 Volumenprozent.

Wenn an Neujahr die Sektkorken knallen, sollte das Getränk am besten kühl serviert werden. Wird das Glas beim Einschenken leicht geneigt, bleibt die im Sekt gelöste Kohlensäure länger erhalten. Denn erst das typische Perlen des Schaumweins sorgt dafür, dass sich das Aroma voll entfalten kann und die Geschmacksstoffe im Mund optimal wahrgenommen werden.
Prosit Neujahr!
Heike Kreutz, www.aid.de

Fastenstarkbiere

Fastenstarkbiere

Geistliche Rezepturen für weltlichen Genuss

Während der Frühling draußen noch auf sich warten lässt, ist’s in Bayerns Wirtshäusern warm und behaglich: Hier wird zusammen- gerückt, Bier getrunken, herzhaft geschmaust und am Stammtisch gekartelt. Den ersten Ausschank der traditionellen Fastenstarkbiere feiern Brauereien und Wirtshäuser vielerorts mit zünftigen Bockbierfesten.
Die Starkbierzeit heißt in Bayern auch „Fünfte Jahreszeit“. Jährlich wird um den Josephitag (19. März) der Starkbieranstich begangen. Das bekannteste bayerische Starkbierfest findet auf dem Münchner Nockherberg statt. Der „Salvatoranstich“ und das berühmte „Politiker-Derbleckn“ ziehen jedes Jahr Bayerns Prominenz an. Im Bierkalender unter www.bayerisches-bier.de finden Sie die Termine der Starkbierfeste aus allen Regionen Bayerns.

Die Fastenspeise der frommen Mönche – Geschichte des Fastenstarkbieres
Die hohe Schule der Braukunst hat ihren Ursprung in den bayerischen Klöstern des 11. Jahrhunderts. Denn als das einfache Volk noch schlicht drauflos braute, pflegten die schriftkundigen Nonnen und Mönche bereits präzise Rezepturen. Bier wurde von jeher als nahr- und schmackhafte Ergänzung zur eher kargen Kost, die es in den Klöstern gab, betrachtet. Besonders in der Fastenzeit versuchten die bayerischen Mönche durch gehaltvolle Getränke den Mangel an fester Nahrung zu kompensieren, denn es galt: „Flüssiges bricht Fasten nicht.“
So entwickelten die bierkundigen Geistlichen das Starkbier, um den durch das Fasten geschwächten Körper zu stärken. Denn das „flüssige Brot“, wie der kräftige Trunk von den Klosterbewohnern auch genannt wurde, hatte eine ausgesprochen sättigende Wirkung.
Heute stammen die meisten Fastenstarkbiere nicht mehr aus Klöstern, sondern aus weltlichen Brauereien. Etwa ein halbes Dutzend der Braustätten ist noch in kirchlicher Hand, z. B. die weltberühmten Brauereien der Klöster Andechs, Weltenburg und Ettal. Hier lässt sich die wohlschmeckende Spezialität direkt am Brauort genießen. Unter www.bayerisches-bier.de finden Sie alle bayerischen Klosterbrauereien.
Rein, kräftig und vollmundig ¬– was Fastenstarkbier auszeichnet
Die meisten Bock- und Doppelbockbiere werden untergärig aus Gerstenmalz gebraut. Es gibt jedoch auch obergärige Weizenbockbiere. Für alle Starkbiere gilt: Sie sind gemäß dem Bayerischen Reinheitsgebot von 1516 nur mit Wasser, Malz, Hopfen und Hefe gebraut.
Für das stärkste der starken – das Doppelbockbier – ist ein Stammwürze-gehalt von mindestens 18 Prozent vorgeschrieben. Als Stammwürze bezeichnet man die Stoffe, die vor der Vergärung in der Würze gelöst sind: vor allem Zucker, aber auch Eiweiß, Mineralien und Vitamine. Bei der Vergärung wandelt die Hefe den gelösten Zucker in Alkohol und Kohlen-säure. Mit dem Stammwürzeanteil steigt also auch der Alkoholgehalt eines Bieres. Als Faustregel gilt: Der Alkoholgehalt entspricht etwa einem Drittel des Stammwürzegehalts. Ein Doppelbock hat über sieben Prozent Alkohol.

Es gibt dunklen und hellen Doppelbock. Die Farbe des Bieres hängt allein vom verwendeten Malz ab. Dunkle Malze geben dem Bier einen anderen Geschmack als helle, sorgen jedoch nicht, anders als häufig angenommen, für einen höheren Stammwürze- bzw. Alkoholgehalt.

Doppelbockbiere, ob hell oder dunkel, schmecken vollmundig, malzbetont und haben oft eine leichte Karamellnote.

Falstaff-Weinguide 2009/2010

Österreichs Standardwerk zum Thema Wein ist da

Das umfassendste Standardwerk in Sachen Wein aus Österreich und Südtirol – der Falstaff-Weinguide 2009/2010 – ist soeben erschienen. Falstaff-Chefredakteur und Weinguide-Autor Peter Moser hat zum 12. Mal seinen fast 800 Seiten starken „Jahresbericht“ zum Thema „Wein in Österreich“ vorgelegt: Ein hilfreicher Leitfaden für alle deutschen Weinliebhaber der österreichischen Spitzenkreszenzen.

Innovatives Weinland – umfassender Falstaff-Weinguide

Die Weinkultur hat in Österreich in den vergangenen Jahren einen unvorstellbaren Aufschwung erlebt; die Weinszene ist innovativ, dynamisch und experimentierfreudig. Dieser Tatsache wird der Falstaff-Weinguide gerecht: Sein Umfang wächst, gleichzeitig werden Bewertungsschemata neu überdacht und ausgelotet, wie z. B. vor drei Jahren das Sterneklassement oder in diesem Jahr die Kategorie „L“ für die leichteren Weine. Der aktuelle Weinguide umfasst 768 Seiten; der Autor beschreibt 429 Weingüter und unterzog alle 3000 Weine seinem kritischen Urteil. „Beim Jahrgang 2008 stehen die gute Fruchtigkeit, der straffe Körper, der angenehme Alkohol und ein markantes Säuregerüst im Vordergrund. Unterstrichen von einer frischen Säurestruktur kommt in diesem Jahr der Charakter der einzelnen Rebsorten sehr gut zum Ausdruck“, skizziert Peter Moser den jüngsten Jahrgang.

Falstaff-Italien-Korrespondent Dr. Othmar Kiem war für die Südtiroler Weingüter zuständig – er testete die Weine von 31 Betrieben und konzentrierte sich dabei vor allem auf jene, die an einem Export nach Österreich interessiert sind. Auch neue Weingüter – insgesamt 19 – fanden Aufnahme in den Guide.

Die Weine: moderater Alkoholgehalt, leichtere, stoffige Weine

Die Weine wurde nach dem bewährten 100-Punkte-System beurteilt, die Bewertungsskala der Weingüter reicht nun zum dritten Mal bis zu fünf Sternen.

Im Mittelpunkt des Falstaff-Weinguides stehen jene Weine, die im Jahr 2009 auf den Markt gekommen sind oder kommen werden, also zumeist Rotweine des Jahres 2007 und Weißweine des Jahres 2008. Als komplexe, straffe und strukturierte Weine mit etwas geringerem Alkoholgehalt zeigen sich die 2008er Weine aus Niederösterreich und Wien. Sowohl Grüne Veltliner als auch Rieslinge brachten ausgezeichnete Ergebnisse. Im Burgenland sind die Weine insgesamt ebenfalls sehr ansprechend ausgefallen: Sie zeigen sich mit frischer Frucht und angenehmer Säure; außerdem wird der moderate Alkoholgehalt den Jahrgang leicht trinkbar machen. Die steirischen Weine – auch diese 2008 im eher leichteren Bereich bis 13 Vol.-% Alkoholgehalt – punkten mit einer schönen Stoffigkeit und ausgeprägter Aromatik.

Reise-, Genuss- und Einkaufsführer

Die allgemeine Einführung über den Weinjahrgang 2008, die anschauliche und persönliche Beschreibung der einzelnen Weingüter und ihrer Betreiber, die Einführungen in die Besonderheiten des jeweiligen Anbaugebietes und die dazugehörigen Orientierungslandkarten machen Lust aufs Lesen und Verkosten. Da biodynamischer Weinbau ungebrochen im Trend liegt und durchaus ein Kaufkriterium bildet, sind Bio-Winzer und solche, die sich in Umstellung befinden, als Bio-Weingüter gekennzeichnet. Hotel– und Restauranttipps laden zu eigenständigen „Weinentdeckungsreisen“ ein. Das umfangreiche und jährlich aktualisierte Bezugsquellenregister hilft dem Weinfreund, die Spitzenkreszenzen für den eigenen Weinkeller zu organisieren. Das Register umfasst inzwischen 1500 Adressen im gesamten deutschsprachigen Raum – davon alleine 650 in Deutschland, geordnet nach Postleitzahlen.

Bibliografische Angaben

429 österreichische und 31 Südtiroler Weingüter klassifiziert, 3000 Weine bewertet, 1500 Bezugsquellen, Orientierungslandkarten, Hotel- und Restauranttipps, 768 Seiten Herausgeber: Falstaff Verlags-GesmbH, Klosterneuburg; Autor: Peter Moser ISBN: 978-3-902660-03-9 ; Preis: Euro 16,90, erhältlich ab jetzt im Buchhandel.

Falstaff-Weinguide 2009/2010 ab jetzt erhältlich

Neue Kategorie in Österreichs Standardwerk zum Thema Wein

Falstaff-Weinguide 2009/2010 ab jetzt erhältlich

Das umfassendste Standardwerk in Sachen Wein aus
Österreich und Südtirol – der Falstaff-Weinguide 2009/2010 – ist
dieser Tage erschienen. Falstaff-Chefredakteur und Weinguide-Autor
Peter Moser hat zum 12. Mal seinen fast 800 Seiten starken
„Jahresbericht“ zum Thema „Wein in Österreich“ vorgelegt, in diesem
Jahr mit einer wichtigen Neuerung: Leichtere Weißweine werden ab
jetzt im Falstaff-Weinguide in einer eigenen Kategorie bewertet.

Raum für leichteren Wein

Es gibt mit dem neuen Falstaff-Weinguide eine neue Kategorie in
der Weinbewertung: Neben den besten Weißweinen der Kategorie Spätlese
bzw. den Reserveweinen, die teilweise auch längere Zeit im Barrique
lagern, bewertet Falstaff-Chefredakteur und Weinguide-Autor Peter
Moser auch Jahr für Jahr die leichteren Weißweine aus dem
Kabinettbereich. Heuer wurden diese Weine erstmals eigens
gekennzeichnet. „Dem Falstaff-Magazin wurde vonseiten der
Weinliebhaber immer öfter signalisiert, doch auch den etwas
leichteren Weinen mehr Raum zu geben. Das hat mich dazu bewogen, für
den neuen Falstaff-Weinguide eine eigene Kategorie für trockene
Weißweine zu schaffen, die es ermöglicht, dieses Produkt etwas
stärker in die Auslage zu stellen“, erklärt Peter Moser die Neuerung.
Bisher war es fast ohne Ausnahme ein Privileg der alkoholreicheren
oder zuckerreicheren Weißweine, die höchsten Bewertungen im
100-Punkte-System zu bekommen. Mit der neuen Kategorie haben nun jene
lupenreinen Sortenvertreter, die einen regionalen Charakter
transportieren, fein gewoben sind, Persönlichkeit ausstrahlen und
auch noch über einen nicht zu unterschätzenden Reifebogen und damit
über Lagerfähigkeit verfügen, eine Chance, Höchstbewertungen zu
erlangen. Zur Verdeutlichung für die Leser des Falstaff-Weinguides
wurde bei jenen leichteren trockenen Weißweinen (bis 12,5 Vol.-%
Alkoholgehalt auf dem Etikett bzw. unter 13 Vol.-% Alkoholgehalt laut
Prüfzeugnis), die mindestens 90 Punkte erreicht haben, vor die
Punktezahl der Buchstabe „L“ gesetzt, um zu verdeutlichen, dass es
sich um die neue Kategorie handelt. Und: Es gibt eine eigene Liste
der besten leichteren Weine.

Innovatives Weinland – umfassender Falstaff-Weinguide

Die Weinkultur hat in Österreich in den vergangenen Jahren einen
unvorstellbaren Aufschwung erlebt; die Weinszene ist innovativ,
dynamisch und experimentierfreudig. Dieser Tatsache wird der
Falstaff-Weinguide gerecht: Sein Umfang wächst, gleichzeitig werden
Bewertungsschemata neu überdacht und ausgelotet, wie z. B. vor drei
Jahren das Sterneklassement oder in diesem Jahr die Kategorie „L“ für
die leichteren Weine. Der aktuelle Weinguide umfasst 768 Seiten; der
Autor beschreibt 429 Weingüter und unterzog alle 3000 Weine seinem
kritischen Urteil. „Beim Jahrgang 2008 stehen die gute Fruchtigkeit,
der straffe Körper, der angenehme Alkohol und ein markantes
Säuregerüst im Vordergrund. Unterstrichen von einer frischen
Säurestruktur kommt in diesem Jahr der Charakter der einzelnen
Rebsorten sehr gut zum Ausdruck“, skizziert Peter Moser den jüngsten
Jahrgang.

Falstaff-Italien-Korrespondent Dr. Othmar Kiem war für die
Südtiroler Weingüter zuständig – er testete die Weine von 31
Betrieben und konzentrierte sich dabei vor allem auf jene, die an
einem Export nach Österreich interessiert sind. Auch neue Weingüter
-insgesamt 19 – fanden Aufnahme in den Guide.

Die Weine: moderater Alkoholgehalt, leichtere, stoffige Weine

Die Weine wurde nach dem bewährten 100-Punkte-System beurteilt,
die Bewertungsskala der Weingüter reicht nun zum dritten Mal bis zu
fünf Sternen.

Im Mittelpunkt des Falstaff-Weinguides stehen jene Weine, die im
Jahr 2009 auf den Markt gekommen sind oder kommen werden, also
zumeist Rotweine des Jahres 2007 und Weißweine des Jahres 2008. Als
komplexe, straffe und strukturierte Weine mit etwas geringerem
Alkoholgehalt zeigen sich die 2008er Weine aus Niederösterreich und
Wien. Sowohl Grüne Veltliner als auch Rieslinge brachten
ausgezeichnete Ergebnisse. Im Burgenland sind die Weine insgesamt
ebenfalls sehr ansprechend ausgefallen: Sie zeigen sich mit frischer
Frucht und angenehmer Säure; außerdem wird der moderate Alkoholgehalt
den Jahrgang leicht trinkbar machen. Die steirischen Weine – auch
diese 2008 im eher leichteren Bereich bis 13 Vol.-% Alkoholgehalt –
punkten mit einer schönen Stoffigkeit und ausgeprägter Aromatik.

Reise-, Genuss- und Einkaufsführer

Die allgemeine Einführung über den Weinjahrgang 2008, die
anschauliche und persönliche Beschreibung der einzelnen Weingüter und
ihrer Betreiber, die Einführungen in die Besonderheiten des
jeweiligen Anbaugebietes und die dazugehörigen
Orientierungslandkarten machen Lust aufs Lesen und Verkosten. Da
biodynamischer Weinbau ungebrochen im Trend liegt und durchaus ein
Kaufkriterium bildet, sind Bio-Winzer und solche, die sich in
Umstellung befinden, als Bio-Weingüter gekennzeichnet. Hotel– und
Restauranttipps laden zu eigenständigen „Weinentdeckungsreisen“ ein.
Das umfangreiche und jährlich aktualisierte Bezugsquellenregister
hilft dem Weinfreund, die Spitzenkreszenzen für den eigenen
Weinkeller zu organisieren. Das Register umfasst inzwischen 1500
Adressen im gesamten deutschsprachigen Raum.

Bibliografische Angaben

429 österreichische und 31 Südtiroler Weingüter klassifiziert,
3000 Weine bewertet, 1500 Bezugsquellen, Orientierungslandkarten,
Hotel- und Restauranttipps, 768 Seiten

Herausgeber: Falstaff Verlags-GesmbH, Klosterneuburg; Autor: Peter
Moser

ISBN: 978-3-902660-03-9 ;
Preis: Euro 16,90, erhältlich ab Mitte Juli im Buch- und
Zeitschriftenhandel.

Glühwein und Kinderpunsch überwiegend einwandfrei

Glühwein und Kinderpunsch überwiegend einwandfrei

Hessisches Landeslabor findet keine erhöhten Cumarin-Gehalte

Die derzeit tiefen Temperaturen lassen auch nach Weihnachten den Wunsch nach wärmendem
Glühwein aufkommen. Das Hessische Landeslabor hat in diesem Winter zahlreiche Glühweine
und ähnliche Getränke auf Geschmack, Alkoholgehalt und den im Zimt vorkommenden Aromastoff
Cumarin untersucht.
Bei den Erzeugnissen handelt es sich um erwärmte Getränke auf der Basis von Rotwein oder
Weißwein sowie immer häufiger auf der Basis von Fruchtweinen wie Brombeerwein,
Schlehenwein oder Apfelwein. Glühwein muss einen Mindestalkoholgehalt von 7 Vol. % und
Fruchtglühwein von 5 Vol. % aufweisen Als alkoholfreie Variante gibt es den so genannten
Kinderpunsch auf der Basis von Fruchtsäften oder Früchtetee. Alle Getränke werden mit
Gewürzen wie Zimt, Gewürznelke, Sternanis und Orangenschalen aromatisiert.
„Wir haben insgesamt 100 Proben der beliebten Getränke untersucht. Bei neun Glühweinen und
Fruchtglühweinen wurde ein deutlicher Kochgeschmack festgestellt, der immer dann auftritt, wenn
die Erzeugnisse zu lange erhitzt werden. Dies konnten wir auch analytisch bestätigen“, teilte der
Direktor des Hessischen Landeslabors, Prof. Dr. Hubertus Brunn mit. Bei diesen Proben habe der
Alkoholgehalt, ebenfalls bedingt durch zu langes Erhitzen, unterhalb des erforderlichen Mindestgehaltes
gelegen. „Der Kinderpunsch war geschmacklich unauffällig“, so der Direktor.
Alle Proben wurden aufgrund der Aromatisierung mit Zimt auch auf ihre Cumaringehalte geprüft.
Cumarin ist in höheren Konzentrationen möglicherweise gesundheitsschädlich. Deshalb hat der
Gesetzgeber für cumarinhaltige aromatisierte Lebensmittel Höchstmengen für diesen Stoff
festgelegt.

Erfreuliches Ergebnis: In allen untersuchten Proben lagen die Cumarin-Gehalte weit unterhalb der
zulässigen Höchstmenge.

Spritzige Tropfen aus Nordportugal: Vinho Verde

Die Landschaft Minho zwischen dem Douro und dem Minho-Fluss ist die Heimat
des berühmten Vinho Verde, der hier auf rund 35.000 Hektar Rebfläche
angebaut wird.

„Grün“ heißt der perfekt mit Fisch und Meeresfrüchten
harmonierende Vinho Verde nicht wegen seiner Farbe, in der ihn so mancher
Verkoster schimmern sehen mag. Seinen erstmals 1908 verwendeten Namen trägt
der Vinho Verde wegen seiner großen Frische und wegen der Tatsache, dass er
im Gegensatz zu vielen anderen portugiesischen Weinen jung getrunken wird
und auch jung getrunken werden muss.

Mit einem vergleichsweise niedrigen
Alkoholgehalt von 8,5 bis 11 Prozent ist er ein idealer Sommerwein.
Je nach Sorte der verwendeten Trauben ist er sogar ganz und gar nicht grün,
sondern kräftig rot. Die wichtigsten Rebsorten sind Alvarinho, Arinto,
Avesso, Loureiro und Trajadura (alle weiß) sowie Alvarelhão, Amaral,
Borraçal, Vinhão und Espadeiro (rot).

Zeichneten sich die Vinhos Verdes früherer Jahre vor allem durch ebensoviel
Säure wie Kohlensäure aus, so hat sich der Stil in den letzten Jahren
deutlich geändert. Moderne Vinhos Verdes haben mehr Frucht und Alkohol, die
Kohlensäure ist erheblich eleganter eingebunden.

Das Goldman Restaurant präsentiert ein einmaliges Weinkonzept

Das Goldman Restaurant präsentiert ein einmaliges Weinkonzept: Sämtliche Weine sind in Wassernähe angebaut und dadurch von besonderen Klimaverhältnissen geprägt. Informationen zu jedem Wein findet der Gast auf einem passenden Anhänger am Glas.

Im Goldman Restaurant werden ab sofort ausschließlich Weine kredenzt, die am Wasser angebaut wurden und durch ihre Nachbarschaft zu Meeren und Flüssen ihren ganz besonderen Charakter ausbilden konnten. Eine solche Weinkarte sucht ihresgleichen. Und noch ein Novum: Für die Gäste gibt es zu jedem der über 50 Tropfen einen kleinen Anhänger am Glas, auf dem der Charakter des Weines prägnant erklärt wird. Sammeln erwünscht! Die Frankfurter Gastronomen Gatzias und Goldman führen damit konsequent das Konzept ihres “Hafen-Restaurants” nahe des Frankfurter Osthafens fort und machen es zum Gesamtkunstwerk. „Wir sind der Überzeugung, dass heute nicht nur Küche und Ambiente, sondern auch die Weinkarte dem Gast einen Erlebniswert vermitteln muss”, so Gatzias und Goldman unisono. Reben aus „Wasserlagen“, so lautet das neue, innovative Weinkonzept, das mit dem regional inspirierten, authentischen Kochstil von Spitzenkoch Thomas Haus bestens harmoniert.

Viele Weine mit spannenden Geschichten finden sich auf der langen Weinliste, darunter der Riesling “Vom blauen Schiefer” von Heymann Löwenstein, der Albariño “Pazo Señorans” aus Spaniens nördlichstem Anbaugebiet Rias Baixas oder der frische, nahezu avantgardistische „Blaufränkisch Eisenberg“ vom Weingut Schiefer – diese Weine schmecken so, wie man es nicht erwartet. Goldman und Gatzias haben mit ihrem Wein-Berater Martin Kössler von der K & U Weinhalle Nürnberg viele solcher Geheimtipps auf der umfangreichen neuen Weinkarte im Angebot. Informationen zu jedem einzelnen Wein finden die Gäste auf originellen Anhängern, die an den Stil des Glases geclippt werden und die die Genießer zur Erinnerung mit nach Hause nehmen dürfen. Phantasievoll und ein wenig verspielt wie immer interpretiert Gastgeber Ardi Goldman das Thema Wein und Wasser frei nach Karl Valentin: “Wein(e) ruhig, denn nicht jeder Tropfen ist von Übel!”

Was zeichnet die Lagen am Wasser aus? Fakt ist, dass der Klimawandel den Weinbau in der ganzen Welt verändert. Am Beispiel des Rieslings von Rhein und Mosel zeigt sich, dass er nach den Prognosen von Wissenschaftlern bereits mittelfristig seine knackige Frische und Säure verlieren wird. Bordeaux, Burgund und Piemont müssen sich nach einer weiteren Klimaerwärmung wohl in Zukunft neue Rebsorten suchen. In den traditionellen Weinbaugebieten steigern erhöhte Temperaturen und Wassermangel den Zucker- und damit den Alkoholgehalt der Trauben. „Heiße“ Weine mit hohem Alkoholgehalt und unreifen Aromen sind das Ergebnis. Reben, die am Wasser stehen und mit Feuchtigkeit versorgt sind, gedeihen hingegen besser als solche, die im heißen Inland stehen und Trockenstress erleiden. Sie schmecken oft frischer, reifer und schmelziger. Die klimatischen Besonderheiten des nahen Wassers prägen sie, so wie auch die Lage am Frankfurter Osthafen die Atmosphäre im Goldman Restaurant erfrischt.

www.goldman-restaurant.com