Lebende Wale bringen mehr

Australien und Neuseeland machen sich für die Beendigung des kommerziellen Walfangs stark. Nun hat der neuseeländische Umweltschutzminister Chris Carter harte Fakten auf den Tisch gelegt und anhand von Rechenbeispielen gezeigt, dass lebende Wale der Volkswirtschaft Neuseelands wesentlich mehr bringen als die Jagd auf die friedlichen Meeressäuger, berichtet ABC Radio Australia http://www.abc.net .
Insgesamt haben 2004 mehr als 425.000 Menschen an Exkursionen zur Wal- und Delfinbeobachtung teilgenommen. Damit lag die Zahl der Naturinteressierten doppelt so hoch wie 1998. Den Wert für die Volkswirtschaft beziffert Carter mit rund 84 Mio. Dollar. Der Bericht wurde von der neuseeländischen Premierministerin Helen Clark anlässlich eines Besuchs bei ihrem japanischen Kollegen Junichuro Koizumi überreicht. Damit soll das Land der aufgehenden Sonne sehen, dass lebende Wale mehr bringen als getötete. Erst vorige Woche war Japan in den Schlagzeilen, weil Imbissbuden Walfleisch-Burger angeboten hatten. Umweltschützer werfen der japanischen Regierung nämlich vor, die Jagd auf die Meeressäuger nur aus lukullischen Gründen fortzusetzen. Die Japaner hingegen erklärten, die Jagd diene der besseren Erforschung der Tiere.

Das neuseeländische Fremdenverkehrsamt http://www.tourisminfo.govt.nz wirbt seit Jahren für seine intakte Umwelt. Vom US-Reisemagazin Conde Nast Traveller wurde der Doppel-Inselstaat als eine der Top-Ten-Destinationen gekürt. Whalewatching zählt zu den von den Touristen am häufigsten unternommenen Exkursionen. Einer der besten Plätze, um Wale zu beobachten liegt auf der Südinsel: Die Gewässer um Kaikoura, einer traditionelle Maorikommune, sind derart nährstoffreich, dass dort mehrere verschiedene Walarten beobachtet werden können. Von den gewaltigen Pottwalen, die bis zu 20 Meter lang werden, über Orcas, Buckelwale bis hin zu den kleinen Hector-Delfinen. http://www.whalewatch.co.nz .

Von Europa aus ist Neuseeland am besten mit dem Star-Alliance Partner Air New Zealand http://www.airnewzealand.com erreichbar. Der Carrier des Inselstaates fliegt täglich von London via Los Angeles nach Auckland. Ein gratis Stopover in den USA ist im Flugpreis inkludiert. Auf den Flügen gibt es unter anderem auch eine Kostprobe der hohen Qualität neuseeländischer Weinkultur. Wolfgang Weitlaner

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