Jeder Zwölfte verlässt Restaurant ohne zu bezahlen – oft aus Vergesslichkeit. Eine neue Studie des Zahlungsdienstleisters takepayments liefert überraschende Einblicke in das Phänomen des „Dine and Dash“ im Vereinigten Königreich.

Zechprellerei im UK
Die repräsentative Erhebung unter 1.500 britischen Erwachsenen zeigt: 8 % der Befragten geben zu, bereits mindestens einmal ein Restaurant, eine Bar oder ein Café verlassen zu haben, ohne die Rechnung beglichen zu haben.
Doch entgegen des Bildes von krimineller Energie deutet die Studie darauf hin, dass es sich bei den meisten Vorfällen weniger um Vorsatz, sondern vielmehr um organisatorische Versäumnisse oder Verwirrung handelt. Die Ergebnisse werfen ein neues Licht auf ein altes Problem der Gastronomie und haben praktische Implikationen für die Zahlungsabwicklung in der Branche.
Die zentralen Zahlen: Verbreitung und Gründe für Zechprellerei
Die Studie „The Dine & Dash Report“ von takepayments offenbart das Ausmaß des Problems:
- 1 von 12 Erwachsenen (8 %) hat bereits eine Rechnung nicht bezahlt.
- Die Gründe sind vielfältig, reichen von schlichter Vergesslichkeit bis zur Annahme, ein anderer aus der Gruppe habe bereits bezahlt.
- Deutlich seltener als angeben wird reine kriminelle Absicht, sich bewusst vor der Zahlung zu drücken.
„Unsere Daten zeigen, dass das klassische Bild des ‚Zechprellers‘ oft nicht der Realität entspricht“, so eine Sprecherin von takepayments. „In vielen Fällen handelt es sich um Missverständnisse oder Peinlichkeiten, die durch moderne, kundenfreundliche Zahlungslösungen vermieden werden könnten.“
Organisatorisches Chaos vs. krimineller Vorsatz: Die Motivation hinter dem „Dash“
Die Umfrageergebnisse deuten darauf hin, dass die Dynamik in Gruppen ein entscheidender Faktor ist. Ein häufiges Szenario: In einer größeren Runde geht jede:r davon aus, dass jemand anders bereits die Gesamtrechnung übernommen oder seinen Teil beglichen hat. Durch diese Kommunikationslücke kommt es zum ungewollten Verlassen des Lokals ohne vollständige Bezahlung.
Weitere typische Situationen sind:
- Vergesslichkeit nach Alkoholkonsum oder in geselligen, ablenkenden Runden.
- Verwirrung bei komplexen Splitting-Möglichkeiten oder unklaren Zahlungsprozessen.
- Unzufriedenheit mit dem Service, die jedoch statt in einer Beschwerde in einem passiv-aggressiven Verlassen mündet (seltener).
Implikationen für die Gastronomie: Prävention durch bessere Prozesse
Für Restaurant- und Barbetreiber:innen bietet die Studie wichtige Anhaltspunkte zur Prävention. Da absichtliche Zechprellerei laut den Daten weniger verbreitet ist als angenommen, lohnt sich der Fokus auf kundenorientierte Maßnahmen, die ungewollte Vorfälle reduzieren:
- Klare, proaktive Kommunikation beim Zahlen: Servicekräfte sollten am Tisch eindeutig kommunizieren, wie und wann bezahlt werden kann („Bringen ich Ihnen die Rechnung an den Tisch oder möchten Sie an der Kasse bezahlen?“).
- Moderne, mobile Zahlungslösungen: Die Möglichkeit, bequem am Tisch via handheld-Terminal oder QR-Code zu bezahlen, eliminiert den „kritischen Moment“, in dem Gäste zur Kasse gehen müssen und dabei vergessen zu zahlen. Lösungen von Anbietern wie takepayments oder SumUp setzen genau hier an.
- Einfaches Splitting der Rechnung: Ein unkomplizierter Prozess, um Rechnungen auf mehrere Karten zu splitten, reduziert Verwirrung in Gruppen.
- Diskreter Umgang mit Vorfällen: Sollte ein Gast tatsächlich vergessen zu zahlen, ist ein höflicher und diskreter Follow-up-Anruf oft erfolgreicher und kundenschonender als eine sofortige Strafanzeige.
Fazit: Ein Problem der User Experience, nicht nur der Kriminalität
Die takepayments-Studie macht deutlich, dass Zechprellerei im UK ein weit verbreitetes, aber komplexeres Phänomen ist als oft angenommen. Während absichtlicher Betrug für die Betriebe ein ernstes finanzielles Risiko darstellt, scheint ein signifikanter Teil der Vorfälle auf Fehler in der Customer Journey und mangelnde Klarheit im Zahlungsprozess zurückzugehen.
Die Gastronomie kann demnach nicht nur mit Überwachungskameras, sondern vor allem mit verbessertem Service-Design und benutzerfreundlicher Zahlungstechnologie gegensteuern. Ein reibungsloser, transparenter und bequemer Bezahlvorgang am Ende des Besuchs schützt nicht nur den Umsatz, sondern verbessert insgesamt das Gasterlebnis – und verhindert unangenehme Peinlichkeiten auf beiden Seiten.
Quelle: Die Erhebung „The Dine & Dash Report“ basiert auf einer von takepayments in Auftrag gegebenen Umfrage unter einer national repräsentativen Stichprobe von 1.500 Erwachsenen im Vereinigten Königreich. Die Datenerhebung erfolgte im Januar 2025.
Zechprellerei im UK
Zusammenfassung
Zechprellerei im UK: Jeder Zwölfte verlässt Restaurant ohne zu bezahlen – oft aus Vergesslichkeit. Eine neue Studie des Zahlungsdienstleisters takepayments liefert überraschende Einblicke in das Phänomen des „Dine and Dash“ im Vereinigten Königreich.

