Papaya

Die Papaya schmeckt wie eine Melone und duftet nach Aprikose. Reife gelblich gefärbte Früchte sind pur, aber auch in einem Obstsalat mit Kiwi und Mango ein Genuss. Ein Spritzer Limetten- oder Zitronensaft und etwas Ingwer unterstreichen die leichte Honignote. Auch unreife Papayas mit grüner Schale sind essbar. Sie haben einen säuerlichen Geschmack und können ähnlich wie Kürbis in Suppen und im Chutney verwendet werden.

Papayas sind kalorienarm und reich an Carotinoiden (165 Mikrogramm), Ballaststoffen (1,7 g, vor allem Pektin) und Vitamin C (80 mg pro 100 g). Der Zuckergehalt liegt je nach Reifegrad zwischen 6 und 19 Prozent. Zudem enthält die Frucht die Eiweiß spaltenden Enzyme Papain und Chymopapain, welche die Verdauung fördern.

Vor dem Verzehr teilt man die Papaya in zwei Hälften und entfernt die Kerne mit einem Löffel. Anschließend kann das Fruchtfleisch einfach aus der Schale gelöffelt werden. Zur Weiterverarbeitung wird die Schale mit einem scharfen Messer entfernt und die Frucht vorsichtig in kleine Stücke geschnitten. Aber Aufpassen: Das Fleisch ist sehr glitschig.

Die Papaya wird auch Baummelone genannt und ist ursprünglich in den Tropen zwischen Bolivien und Südmexiko beheimatet. Heute sind die größten Produktionsländer Indien und Brasilien. Die Beerenfrüchte wachsen in Trauben an bis zu zehn Meter hohen palmenähnlichen Bäumen. Je nach Sorte sind die Früchte rund bis birnenförmig oder länglich. In der Mitte befinden sich bis zu 1.000 schwarze Samen. Was viele nicht wissen: Die Samen sind essbar. Sie haben einen hohen Gehalt an Senfglykosiden, die ihnen eine pfeffrige Schärfe verleihen. Sie werden gewaschen, getrocknet, mit dem Mörser zerkleinert und als Gewürz verwendet.

Papayas sind ganzjährig im Handel erhältlich. Greifen Sie zu reifen Früchten, die ihre Grüntöne verloren haben und auf leichten Druck nachgeben. Im Kühlschrank sind sie etwa eine Woche haltbar.
Heike Kreutz, www.aid.de

Topinambur

Topinambur – die Kartoffel der Indianer

Topinambur ist ein kartoffelähnliches Wurzelgemüse mit einem nussigen Aroma. Die edle Knolle schmeckt roh und geraspelt in einem winterlichen Salat mit Fenchel und grünem Apfel. Mit einem Schuss Zitronensaft wird sie an der Luft nicht braun. Erst durch das Garen entsteht der fein-süßliche Geschmack, der in Suppen, Soßen und Pürees besonders gut zur Geltung kommt. Für eine köstliche Suppe werden die Knollen mit Knoblauch und Schalotten angeschwitzt, mit Weißwein abgelöscht und Gemüsefond aufgefüllt. Die Wurzeln vorsichtig weich garen, Sahne zugeben, fein pürieren und mit Koriandersamen würzen. Die Topinambur lässt sich auch gut im Wok anbraten oder wie Kartoffeln kochen und als Beilage zu Fleisch und Fisch servieren.
Vor der Zubereitung muss die Knolle sorgfältig unter fließendem Wasser gereinigt und mit einer Gemüsebürste von Erde befreit werden. Die Schale ist essbar, wird aber häufig entfernt.

Topinambur ist nicht nur schmackhaft, sondern auch sehr gesund. Sie besteht zu 80 Prozent aus Wasser und enthält daher nur 31 kcal pro 100 g. Dennoch ist sie durch den hohen Ballaststoffgehalt (12 g) sehr sättigend. Der enthaltene Ballaststoff Inulin ist für Diabetiker gut geeignet, da er sich kaum auf den Blutzuckerspiegel auswirkt. Weitere positive Inhaltsstoffe sind B-Vitamine sowie Mineralstoffe wie Kalium (480 mg) und Eisen (3,7 mg).

Topinambur ( Helianthus tuberosus ) ist eine bis zu zwei Meter hohe Staude aus der Familie der Korbblüter und mit der Sonnenblume verwandt. Sie bildet unterirdisch kartoffelgroße Knollen mit einer bräunlich-violetten Schale und cremefarbenem Fleisch, die optisch an Ingwer erinnern. Das Wurzelgemüse ist nach einem indigenen Volk Nordamerikas benannt. Im 17. Jahrhundert kam die Knolle mit den Seefahrern nach Europa und wurde als Gemüse und Viehfutter verwendet, bis die Kartoffel sie verdrängte.

Topinambur ist in gut sortierten Supermärkten, Bioläden und auf dem Wochenmarkt erhältlich, lässt sich aber auch problemlos im eigenen Garten anbauen. Nur feste Knollen mit einer unversehrten, glänzenden Schale gehören in den Einkaufskorb. Sie sind leicht verderblich und sollten daher rasch verarbeitet werden. Im Kühlschrank halten sie sich nur wenige Tage.
Heike Kreutz, www.aid.de

Auberginen

Auberginen sind ideal für die leichte Sommerküche und können abwechslungsreich zubereitet werden. Das kalorienarme Fruchtgemüse schmeckt zu Couscous, als gegrillte Antipasti, in Gemüsespaghetti und zu Lasagne. Bekannt ist die orientalische Auberginenpaste Babaganoush mit Sesammus, Knoblauch und Zitronensaft. Der cremige Dip passt gut zu Gemüse, Lamm und Baguette. Die „Eierfrucht“ kann man auch mit Hackfleisch, Reis, Bulgur oder Gemüse füllen. Dazu wird das Gemüse einfach halbiert, das Fruchtfleisch herausgetrennt, mit der Füllung gemischt und herzhaft mit Käse überbacken. Das milde bis leicht pikante Aroma der Aubergine passt gut zu Fleisch, Fisch, Meeresfrüchten und mediterranen Zutaten wie Olivenöl und Feta. Zudem darf das fleischige Gemüse in Mittelmeerklassikern wie Ratatouille und Moussaka nicht fehlen.

Wer Aubergine ohne Schale zubereiten möchte, kann sie entweder schälen oder wie Tomaten brühen. Es ist auch möglich, sie im Ofen für 20 Minuten bei 200 °C zu grillen und anschließend die blasige Haut mit einem Messer abzuziehen. Mit ein paar Spritzern Zitronensaft oder Öl bleibt das Fruchtfleisch auch beim Kochen schön weiß. Roh sollte die Aubergine nicht gegessen werden, da sie den schädlichen Inhaltsstoff Solanin enthalten kann. Übelkeit und Magen-Darm-Beschwerden können die Folge sein.

Auberginen sind vermutlich in Ostasien beheimatet. Die ursprüngliche Aubergine war gelblich-weiß gefärbt und erinnerte an ein Hühnerei – daher auch der Name „Eierfrucht“. Sie sind Nachtschattengewächse ( Solanaceae ) und eng mit Tomaten und Kartoffeln verwandt. Die Haut ist meist rot- bis schwarzviolett gefärbt, glatt, fest und glänzend. Im weißen Fruchtfleisch befinden sich weiche Kerne, die mitgegessen werden können. Das Gemüse besteht zu über 90 Prozent aus Wasser und ist daher äußerst kalorienarm. Es enthält B-Vitamine, Folsäure und ist reich an Mineralstoffen wie Kalium.

Nur reife und frische Auberginen gehören in den Einkaufskorb. Frische Früchte erkennt man an der glatten, glänzenden Haut und dem knackigen grünen Stiel. Ist sie reif, gibt die Schale auf leichten Daumendruck etwas nach. Weist das Fruchtfleisch braune Flecken auf, ist das Gemüse zu lange gelagert worden oder überreif.
Heike Kreutz, www.aid.de

Pimpinelle

Die Pimpinelle schmeckt frisch und hat ein leicht nussiges Aroma. In Essig oder Zitronensaft eingelegt wird das Frühlingskraut gerne für Salate verwendet. Die mildwürzigen Blätter geben Fisch- und Gemüsegerichten, Kräutersuppen, Quiche, Quark- und Eierspeisen eine besondere Note. Ähnlich wie Borretsch kann man sie zur Aromatisierung von gekühlten Getränken einsetzen. Für eine leckere Gurkensuppe werden Gurken geschält, in Würfel geschnitten, mit Jogurt und Pimpinelle püriert, mit Salz und Pfeffer gewürzt und kalt serviert. Auch in der bekannten „Grünen Soße“ darf die Würzpflanze nicht fehlen.

Die Pimpinelle ( Sanguisorba minor ), auch Kleiner Wiesenknopf genannt, ist in fast ganz Mittel- und Südeuropa zu finden. Die mehrjährige Pflanze aus der Familie der Doldenblütler wächst in erster Linie auf Mager- und Kalkrasen, in trockenen und lichten Gebüschen, auf Geröllhalden und an Wegrändern.

Am besten schmecken die jungen Blätter und Triebe der Pimpinelle, die sich im März und April zeigen und einfach vom Stängel streifen lassen. Im Juli und August erscheinen die zitronengelben Blüten, die ebenfalls gegessen werden können. Nach dem vorsichtigen Waschen werden die feinen Blättchen behutsam abgezupft und je nach Rezept gehackt. Das Aroma soll sich verstärken, wenn man vor dem Hacken etwas Zitronensaft oder Essig über die Blätter träufelt. Am besten gibt man das Kraut erst in das fertige Gericht, da es beim Kochen rasch an Aroma verliert.

Pimpinelle enthält reichlich Vitamin C, ätherische Öle und Bitterstoffe. Die alte Heilpflanze soll schleimlösend, blutreinigend und entzündungshemmend wirken. In der Naturheilkunde wird sie gegen Halsentzündungen, zur Blutreinigung, aber auch bei Sodbrennen, Blähungen und Durchfall eingesetzt.

Frische Pimpinelle ist außerhalb Hessens nur selten auf Bauern- und Wochenmärkten zu finden. Am besten baut man sie im eigenen Garten oder auf dem Balkon an. Da die Pimpinelle rasch verwelkt, sollte sie möglichst bald verbraucht werden.
Heike Kreutz, www.aid.de

Kosmetik

Stimmt´s oder stimmt´s nicht: alles rund ums Thema Kosmetik

Binsenweisheiten rund um das Thema Kosmetik gibt es viele. ÖKO-TEST ist der Frage nachgegangen, welche stimmen und welche vollkommen unsinnig sind.

Akupunktur hilft gegen Falten
Stimmt eher nicht. Gezielt gesetzte Akupunkturnadeln regen angeblich die Zellerneuerung an, verbessern das Hautbild und lassen Fältchen verschwinden. Dr. Helmut Rüdinger vom Vorstand der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur hält die Versprechungen für grenzwertig: „Es gibt keine einzige Studie, die belegt, dass Akupunktur Falten verschwinden lässt“, sagt er. Nach der Akupunktur sehe man aber ausgeruhter aus.

Schwarzer Kaffee macht schön
Stimmt nicht. Zwar ist Kaffee unbestritten ein Muntermacher, der dank des Koffeins und zahlreicher Röststoffe sehr anregend wirkt. Schöner wird man davon aber nicht. Bei manchen Menschen führt Kaffee sogar zu innerer Unruhe und Rötungen im Gesicht. Die gute Nachricht: Kaffee ist doch nicht so ein Flüssigkeits- und Mineralstoffräuber, wie lange Zeit angenommen wurde. Eine neue Studie der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) beweist, dass Kaffee in der Flüssigkeitsbilanz des Körpers wie jedes andere Getränk mitzählt. Und reichlich trinken ist das A und O für eine schöne Haut.

Rauchen macht alt
Stimmt zweifelsohne. Zigaretten sind neben zu viel Sonne der Beauty-Killer schlechthin. Die typische Raucherhaut ist faltig, fahl und grau. Die Durchblutung der Haut wird durch Rauchen gedrosselt und sie altert schneller, weil Nikotin das Kollagen zerstört. Studien zufolge wirken Tabakkondensate auch fototoxisch. Das heißt, Sonnenstrahlen wirken auf der Haut eines Rauchers stärker.

Viele Wirkstoffe sind gut für die Haut
Stimmt nicht. Ständig neue Präparate und Pröbchen mit unterschiedlichen Inhaltsstoffen können die Haut irritieren. Sie reagiert gereizt, rötet oder schuppt sich. Wer viele verschiedene Produkte benutzt, sollte nicht bei jedem eine andere Marke verwenden. Die meisten Hersteller bieten Pflegeserien an, die aufeinander abgestimmt sind. Das verträgt die Haut besser.

Schokolade macht Pickel
Stimmt nicht. Dem Vorurteil wurde in klinischen Studien nachgegangen. Das Ergebnis: Ein hoher Schokoladenkonsum ruft keine Pickelschübe hervor. Die Talgproduktion der Haut, so ein weiteres Resultat der Untersuchungen, ist von der Art der Ernährung unabhängig. Schokolade macht aber glücklich und in diesem Sinne ist sie – in Maßen – auch gut für die Haut.

Grüner Tee beugt Hautschäden vor
Stimmt. In grünem Tee stecken viel Vitamin C und Betacarotin. Außerdem enthält er reichlich Polyphenole. Diese sekundären Pflanzenstoffe sind starke Radikalenfänger. Äußerlich angewendet, in Form von Kompressen, verstärkt grüner Tee den Säureschutzmantel der Haut und wirkt entzündungshemmend und beruhigend. Gerbstoffe des Tees straffen die Haut.

Zitrone bleicht Sommersprossen
Stimmt nicht. Sauer macht nicht lustig und Zitronensaft lässt weder Sommersprossen noch Altersflecken verschwinden. Der Bleicheffekt von Zitronensaft ist minimal. Fruchtsäuren wie Zitronensäure werden zwar in Cremes und Peelings eingesetzt. Dabei geht es aber darum, die Haut zu glätten und zur schnelleren Zellbildung anzuregen. Fruchtsäuren können zudem die Haut reizen.

Piercings gibt es schon seit Jahrtausenden
Stimmt. Schon die alten Ägypter trugen Bauchnabelringe als Zeichen ihrer adligen Abstammung und die Inuit durchstießen aus rituellen Motiven ihre Wangen mit Knochenscheiben von Walen. Die neue Lust auf Körperschmuck lösten vor allem die Punks und die Homosexuellen aus. Während die Punks in den 70er Jahren mit Sicherheitsnadeln in den Wangen vor allem provozieren wollten, standen Piercings in der Schwulen- und Sado-Maso-Szene für eine gewisse Experimentier- und Risikofreude der Träger.

Hautanalyse notwendig für optimale Pflege
Stimmt nur teilweise. Viele Kosmetikinstitute bieten sie mit dem Argument an, so die optimale Pflegeserie für den Hauttyp finden zu können. „Wer aber normale, gesunde Haut hat, für den ist solch eine Analyse überflüssig und schröpft nur den Geldbeutel“, meint Oberärztin Dr. Mirjana Ziemer von der Klinik für Hautkrankheiten der Universität Jena. Ein Anwender ohne Hautprobleme kann sehr einfach selbst bemerken, ob eine Creme zu fettig oder zu wenig feuchtigkeitsspendend ist. Hautanalysen seien bei belasteten Berufsgruppen wie Friseuren, Bäckern oder Köchen sinnvoll, um für diese Gruppen geeignete Pflegeprodukte und Schutzmaßnahmen zu entwickeln.

Möhren essen macht braun
Stimmt – zumindest bei Babys. Sie bekommen mit ihrer Portion Möhrenbrei eine rotbraun getönte Haut. Verantwortlich dafür ist das Betacarotin, das sich in der Haut ablagert. Erwachsene müssten dafür jeden Tag mehrere Kilo Möhren essen. Mit Betacarotin in Pillenform ließe sich das leichter erreichen, aber auch erst in hohen Dosen. Doch die stehen im Verdacht, bei Rauchern das Krebsrisiko zu erhöhen.

Ab 40 bekommt man vom Abnehmen Falten
Stimmt. Weil die Haut nicht mehr so elastisch ist, haben Diäten unerwünschte Folgen. Schwinden die Fettpolster, bleibt die schlaffe Haut zurück. Besonders extreme Hungerkuren lassen das Gesicht dann viel älter erscheinen. Empfehlenswerter sind eine ausgewogene Ernährung mit wenig Fett und Gelassenheit gegenüber ein paar Pfunden zu viel.

Von Möhren bekommt man glänzende Augen
Stimmt nicht so ganz, aber: Möhren sind wichtig für das Sehvermögen. Sie enthalten Carotinoide, die zu Vitamin A umgewandelt werden. Das ist wichtig für den Aufbau des Sehpigments, schützt die Schleimhaut und fängt freie Radikale ab. Möhren halten also die Augen fit und verhindern angestrengtes Blinzeln. Das wiederum beugt Augenfältchen vor.

Schwangerschaftsstreifen lassen sich vermeiden
Stimmt nicht immer. Wenn der Bauch während der Schwangerschaft langsam größer wird, dehnt sich die Haut nach und nach mit. Doch bei manchen Frauen gibt das Bindegewebe irgendwann nicht mehr nach – und reißt. Sicher vermeiden lässt sich das nicht, denn Ursache ist eine vererbte Bindegewebsschwäche, die mal stärker, mal weniger ausgeprägt ist. Um Schwangerschaftsstreifen vorzubeugen, kann man die Haut regelmäßig massieren und zupfen, damit sie geschmeidiger wird. Rund um den Nabel wird die Haut besonders gedehnt, diese Partie deshalb täglich gut eincremen oder mit einem Pflegeöl versorgen.

Immer mehr Erwachsene leiden unter Pickeln
Stimmt. Experten schätzen, dass etwa 40 Prozent der Erwachsenen zwischen 25 und 40 Jahren an unreiner Haut und ihren Folgeerscheinungen leiden. Schuld daran sei vor allem Stress: Der nämlich löst im Körper den vermehrten Ausstoß von männlichen Hormonen aus. Diese stimulieren die Talgdrüsen und verursachen so die unerwünschten Pickel.

Der 5. Geschmackssinn: Umami

„Mmh – Ist das lecker!“, diesen Ausruf wünscht sich jeder Koch, wenn das Essen auf dem Tisch steht und der Gast zum Besteck greift. Doch was ist verantwortlich für guten Geschmack und wie kann man ihn beeinflussen? Umami lautet das Stichwort, das immer häufiger genannt wird. Der natürliche Geschmacksverstärker – zum Beispiel in Tomaten reichlich vorhanden – kann den Geschmack heben und so einem Gericht das gewisse Etwas geben.

Die vier Geschmacksrichtungen salzig, sauer, süß und bitter sind allen bekannt, doch immer häufiger spricht man von einem 5. Geschmackssinn: Umami. Anfang des 20. Jahrhunderts stieß der japanische Geschmacksforscher Kikunae Ikeda auf die Geschmacksrichtung Umami und fand heraus, dass die Geschmackskomponente durch natürliches Glutamat beigesteuert wird. Hohe Konzentrationen findet man in Tomaten oder auch in der Muttermilch.

Nur wenige können das Aroma von Umami zum Beispiel in Tomaten ausmachen, dennoch ist er einer ihrer wichtigsten Geschmacksbestandteile. „Mit 140 mg pro 100g enthalten Tomaten sehr viel natürliches Glutamat. Daher kann man sie quasi als Geschmacksverstärker einsetzen,“ erläutert Sensorik-Experte Stephan Schöller aus Bodenheim.

In der modernen Küche wird dieses Wissen gezielt eingesetzt: Umami ist eine wichtige Ergänzung zu den anderen vier Geschmacksrichtungen. Allein schmeckt man es kaum, aber in Kombination mit anderen erhöht es deren Aromen. „Das natürliche Glutamat unterstreicht den Eigengeschmack von Lebensmitteln. Deshalb mag Tomaten-Bolognese-Soße fast jeder: Die Kombination von Tomate, Käse und Fleisch empfinden wir als ausgesprochen lecker, da alle drei Zutaten viel natürliches Glutamat enthalten und einen starken Umami-Geschmack haben. Daher ist bei der Rezeptentwicklung auch der Umami-Geschmack ein wichtiger Bestandteil; er macht Geschmackskomponenten stimmig“, erläutert Gerald Zogbaum, Sterne-Koch und Inhaber der Küchenwerkstatt in Hamburg.

„Mit der Tomate holt man das Beste aus vielen Zutaten heraus – sie bietet den Geschmacksknospen ein Festival der Sinne,“ so Schöller. So erfreuen sich Tomaten-Umami-Pasten immer größerer Beliebtheit. Sie können auf vielfältige Weise eingesetzt werden: Mit Butter glattgerührt auf frischem Brot, mit etwas Brühe vermischt über frischer Pasta oder als Würz-Paste in Soßen, Suppen oder zum Marinieren.

Rezepttipp:

Tomaten-Umami-Paste

Zutaten
300 g Roma-Tomaten
50 g entsteinte schwarze oder grüne Oliven
1 EL Kapern
2 Anchovisfilets
2 Knoblauchzehen
1 EL Steinpilzpulver
50 g Walnüsse
50 g geriebener Parmesan-Käse
1 EL Tomatenmark
½ TL getrocknete Kräuter der Provence (nach Belieben)
1 Spritzer Zitronensaft
Rapsöl
Salz nach Belieben
1 Prise Zucker nach Belieben

Zubereitung

Die Tomaten waschen, halbieren, Stängelansätze herausschneiden und die Tomaten würfeln. Tomaten in einen kleinen Topf geben und bei schwacher Hitze etwas einköcheln lassen, bis die Tomaten zerfallen. Den Tomatensaft abgießen und beiseite stellen.

Die Tomaten in einen Blitzhacker geben. Die Oliven würfeln und zu den Tomaten geben. Kapern und Anchovisfilets dazugeben. Knoblauch schälen und mit dem Steinpilzpulver, den Walnüssen und dem Parmesan in den Blitzhacker geben. Das Ganze zu einer grobkörnigen Paste verarbeiten.

Tomatenmark, Kräuter und Zitronensaft zugeben und die Zutaten noch einmal gründlich vermengen. Etwas Öl und ggf. etwas vom Saft der Tomaten unterrühren (die Paste darf aber nicht zu dünn werden). Die Umamipaste nach Belieben mit Salz (vorher unbedingt probieren, da Kapern und Anchovisfilets schon sehr viel Salz enthalten) und einer Prise Zucker abschmecken. In kleine Gläser mit Schraubverschluss füllen und mit etwas Öl bedecken. Fest verschließen. Angebrochene Gläser im Kühlschrank aufbewahren.

Jérôme Eckmeier

Ob als Vorspeise, Hauptgang oder leckere Zwischenmahlzeit – Suppen und Eintöpfe sind ein Genuss in der kälteren Jahreszeit und wohltuend für Körper und Seele.

Es ist soweit, die Pilzsaison hat begonnen. Die Köstlichkeiten aus dem Wald sind vielseitig verwendbar. Besonders beliebt sind Cremesuppen. Sie lassen sich schnell zubereiten und eignen sich sowohl als Vorspeise für festliche Menüs, als auch für den kleinen Hunger zwischendurch. VEBU-Chefkoch Jérôme Eckmeier stellt heute eine besonders schmackhafte Variante vor. Das Beste – die Cremesuppe kommt ganz ohne tierische Zutaten aus.

Pilzcremesuppe

Für 4 Portionen
Zubereitungszeit: 30 min

Zutaten:
750 ml Gemüsebrühe
1 mittelgroße Zwiebel
200 g frische Pilze (z.B. Champignons, Pfifferlinge, Austernpilze usw.)
2 EL Rapsöl
3 EL helles Mehl
50 ml Sojadrink
50 ml Hafersahne
50 ml Weißwein
1 EL Zitronensaft
Salz
Muskatnuss
weißer Pfeffer, frisch gemahlen
2 EL Schnittlauch

Zubereitung:
1. Zwiebel und Knoblauch abziehen und sehr fein würfeln. Pilze putzen und in Scheiben schneiden. Einige Scheiben für die Garnitur bei Seite legen.
2. Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig dünsten. Pilze hinzufügen und zwei Minuten anbraten. Mit Mehl bestäuben und zwei Minuten unter Rühren weiter braten.
3. Mit dem Wein ablöschen und die kalte Gemüsebrühe nach und nach zugeben. Sechs bis acht Minuten bei niedriger Temperatur köcheln lassen.
3. Sojadrink und pflanzliche Sahne hinzu geben und die Suppe pürieren. Mit Zitronensaft, Salz, Muskatnuss und Pfeffer abschmecken. Mit den übrigen Pilzscheiben und  Schnittlauch garnieren.

Profi Tipp von Jérôme Eckmeier:
Kurz vor dem Servieren etwas Margarine zur Suppe hinzugeben und anschließend mit dem Pürierstab aufschäumen.

Leckere Beilage: Blätterteigstangen

Zubereitungszeit: 10 Minuten + 15 Minuten Backzeit

Zutaten:
1 Packung Blätterteig (vegan)
Backpapier
Optional: Paprikastücke, Kräuter, Oliven oder Tomatenstücke
Mohn oder Sesam

Zubereitung:
1. Blätterteig-Platten auftauen lassen, und in ca. 2 cm breite Streifen schneiden. Die Streifen zu Spiralen aufrollen, dabei immer zwei Spiralen ineinander drehen.
2. In die Zwischenräume können Paprikastücke, Kräuter, Oliven oder Tomatenstückchen gelegt und mit Mohn oder Sesam bestreut werden.
3. Stangen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und sie im vorgeheizten Ofen bei 180°C/Umluft  ca. 15 min goldbraun backen.

KÖ SCHLEMMERSOMMER 2012

20. Juli bis 20. September 2012

„KÖ SCHLEMMERSOMMER 2012“ ist die neue Initiative der Kooperations-Partner Steigenberger Parkhotel, Breidenbacher Hof, a Capella Hotel und InterContinental Düsseldorf. Vom 20. Juli bis 20. September 2012 können die Gäste in den drei Häusern ganz individuell für 25 Euro pro Person ein sommerlich-leichtes Drei-Gang Schlemmermenü à la Chef genießen. Mit dem eigens entwickelten „KÖ Royal“ Cocktail zum Auftakt. Dieser erfrischende, fruchtig-herbe Sommerdrink aus Germaine-Likör, Riesling, Rhabarbersaft, Zitronensaft, Ingwer und einem Schuss Rosé Champagner passt in modischer Pastellfarbe zum Einkaufsbummel oder ist der perfekte Abschluss eines gelungenen Tages.

InterContinental Düsseldorf, Königsallee 59, 40215 Düsseldorf, Telefon: 0211 82850

Polettos Kochschule

Gefüllte Ofenkartoffel mit Lachs und Zwetschgenpizza mit Zimtsahne
 

Gefüllte Ofenkartoffeln mit Lachs
Zutaten für 4 Personen:
4  große festkochende Kartoffeln (à ca. 200 g, jeweils in ein Stück gebutterte Alufolie gewickelt und bei 200 °C im Ofen ca. 1 Stunde gegart)
200 g  Lachsfilet ohne Haut
100 g  Salatgurke
150 g  Crème fraîche
2-3 EL  fein geriebener Meerrettich (frisch oder aus dem Glas)
2 EL  Schnittlauchröllchen
4 TL Fliegenfisch-, Forellen-oder Lachskaviar
1  Spritzer Zitronensaft
Pfeffer aus der Mühle
Piment d’Espelette nach Belieben
Meersalz

1. Die Kartoffeln aus dem Ofen nehmen, Ofen nicht ausschalten. Das Lachsfilet waschen, trocken tupfen und in 1 cm große Würfel schneiden. Eventuell noch vorhandene Gräten mit einer Pinzette entfernen.
2. Die Gurke schälen, längs halbieren. Kerne mit einem Löffel herauskratzen und die Gurke in kleine Würfel schneiden.
3. Die Kartoffeln aus der Folie wickeln. Oben einen Deckel abschneiden und die Kartoffeln jeweils mit einem Teelöffel oder Kugelausstecher aushöhlen. Dabei ringsherum einen kleinen Rand stehen lassen. Die ausgehöhlten Kartoffeln innen leicht salzen und in eine ofenfeste Form setzen.
4. Das heiße Kartoffelinnere und die Deckel mit einer Gabel grob zerdrücken und mit dem Lachs mischen. Die Crème fraîche, die Gurkenwürfel, den Meerrettich und den Schnittlauch unterrühren. Die Mischung mit Salz, Pfeffer, eventuell Piment d’Espelette und Zitronensaft abschmecken und in die Kartoffeln füllen.
Im Ofen nochmals etwa 5 Minuten erhitzen. Herausnehmen und mit dem Kaviar anrichten. Dazu passt ein grüner Salat.
Tipp:
Immer nur soviel von einer Meerrettichwurzel schälen, wie verbraucht wird. Rest in Folie wickeln und im Kühlschrank aufbewahren.
 

Zwetschgen-Pizza mit Zimtsahne
 

Zutaten für 6 Personen:
18  Zwetschgen
4 EL  geröstete, geschälte Haselnüsse
150 g  Marzipanrohmasse
1 EL  Zwetschgengeist
1  Platte frischer Blätterteig (auf Backpapier, aus dem Kühlregal)
3 EL  flüssige Butter
200 g  Sahne
1/2 Päckchen Vanillezucker
Prise Zimt

1. Die Zwetschgen waschen, halbieren und entsteinen. Die Nüsse grob hacken. Das Marzipan in kleinen Stückchen in eine Schüssel geben, mit den Nüssen und dem Zwetschgengeist verkneten.
2. Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Den Blätterteig auf der Arbeitsfläche ausbreiten, 4 Kreise (à 12 cm Ø) aus dem Teig ausstechen, überschüssigen Teig entfernen und die Kreise samt Backpapier auf das Backblech ziehen.
3. Jeweils eine kleine Portion der Marzipanmischung in die Zwetschgenhälften füllen und diese mit der Schnittfläche nach unten auf den Teig legen. Die Zwetschgen mit flüssiger Butter bepinseln und die „Pizzen“ etwa 15 Minuten goldbraun backen. Herausnehmen, lauwarm abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben. Die Sahne mit Vanillezucker und Zimt steif schlagen und dazu servieren.

Tipps:
Wer keine passenden Ausstechringe besitzt, verwendet zum Ausstechen umgedrehte kleine Schüsseln in der entsprechenden Größe.
Wenn keine Zwetschgenzeit ist, können Sie statt der frischen auch tiefgefrorene Zwetschgen verwenden. Aber auch Feigen, Äpfel oder Birnen passen gut auf die „Pizza“: Früchte in Scheiben schneiden, auf den Teigkreisen in kleinen Stückchen die Marzipanmasse verteilen, dann die Früchte darauf verteilen. Mit Butter bepinseln und backen.
Cornelia Poletto und Dennis Wilms wünschen guten Appetit!

Samstag, 19. Mai 2012 um 18:15 Uhr im SR Fernsehen

Cornelia Poletto ist wieder da

Cornelia Poletto ist wieder da. Diesmal unter dem Motto „Meine schnelle Küche für jeden Tag“. Ein neues Rezept gibt es am  28. April 2012 um 18:15 Uhr im SR Fernsehen.

 

Backhendl mit Kartoffel-Brunnenkresse-Salat

Zutaten für 4 Personen:

    600 g  kleine festkochende Kartoffeln

    Meersalz

    4  Hähnchenbrustfilets (à ca. 150 g)

    750 g  Butterschmalz

    2  Eier

    2 EL  geschlagene Sahne (nach Belieben)

    80 g  Mehl

    80 g  Semmelbrösel (am besten selbst gemacht aus altbackenen Brötchen)

    Pfeffer aus der Mühle

    1 Bd. Brunnenkresse

    1/2 Bd. Schnittlauch

    1 Bd. Radieschen

    1 TL  Senf

    4 EL  Weißweinessig

    5 EL  Hühnerbrühe

    6 EL  Rapsöl

    Fleur de sel

Zubereitung:

Den Backofen auf 120 °C vorheizen. Die Kartoffeln waschen und mit Schale in gesalzenem Wasser 15–20 Minuten bissfest kochen.

Das Fleisch waschen, trocken tupfen und die Filets vierteln. In einem Topf das Butterschmalz erhitzen (das Fett hat die richtige Temperatur, wenn ein paar hineingestreute Semmelbrösel goldbraun werden).  Die Eier verquirlen, leicht salzen und nach Belieben etwas Sahne unterziehen. Das Mehl, die Eier und die Semmelbrösel jeweils auf tiefe Teller oder in Panierschalen geben. Die Hähnchenteile mit Salz und Pfeffer würzen und nacheinander in Mehl, Ei und Semmelbröseln wenden. Im heißen Butterschmalz knusprig und goldbraun backen. Die fertig gebackenen Hähnchen auf Küchenpapier abtropfen lassen, dann auf ein Backblech legen und im vorgeheizten Backofen etwa 10 Minuten gar ziehen lassen.

Die Kartoffeln abgießen, abschrecken und abtropfen lassen. Pellen, in Scheiben schneiden und in eine Schüssel geben.

Die Brunnenkresse waschen, trocken schütteln und grobe Stiele entfernen. Den Schnittlauch in Röllchen schneiden. Die Radieschen waschen und in Scheiben schneiden. Die Kresse, den Schnittlauch und die Radieschen zu den Kartoffeln geben.
 
Senf, Essig, Brühe, Salz, Pfeffer und Öl verschlagen. Die Vinaigrette über die Salatzutaten geben, gut vermischen  und alles abschmecken. Backhendl mit Fleur de sel bestreuen, mit dem Salat anrichten.

 

Tipp:

Radieschenscheiben bleiben schön knackig, wenn man sie in eiskaltes Wasser legt.

 

Kartoffel-Shooter mit Schinken-Grissini

Zutaten für 4-6 Personen als kleine Vorspeise

    2  Schalotten

    6 Scheiben Parmaschinken

    250 g  gekochte Pellkartoffeln

    40 g  Butter

    Meersalz

    Pfeffer aus der Mühle

    1/2 l  Geflügelfond oder Hühnerbrühe

    50 ml  Sahne

    Muskatnuss

    ein Spritzer Zitronensaft

    4  Grissini

Zubereitung:

Die Schalotten schälen und fein würfeln. 2 Scheiben Schinken in grobe Stücke schneiden. Die Kartoffeln pellen und grob würfeln. In einem Topf die Butter zerlassen, die Schalotten und den zerkleinerten Schinken darin anschwitzen. Die Kartoffeln zugeben, kurz mit anschwitzen und mit Salz und Pfeffer würzen. Fond oder Brühe und Sahne angießen, alles aufkochen, dann den Schinken entfernen. Die Suppe pürieren und mit Salz, Pfeffer, Muskat und Zitronensaft abschmecken. Den restlichen Parmaschinken um die Grissini wickeln. Die Suppe in kleine Gläser füllen und damit anrichten.


Tipp:

Wer keine Pellkartoffeln übrig hat, bereitet die Suppe mit rohen Kartoffeln zu. Dann die Kartoffeln würfeln, mit Schalotten und Schinken anschwitzen, Fond oder Brühe angießen und ca. 15 Minuten köcheln lassen.


Cornelia Poletto und Dennis Wilms wünschen guten Appetit!

 28. April 2012 um 18:15 Uhr im SR Fernsehen