Martin Fausters Küchenparty im Königshof

Spende in Höhe von 42.000 Euro für soziale Einrichtungen aus der Region.

Ein Stelldichein der Meisterköche: 18 hoch dekorierte Küchenchefs aus ganz Europa versammelten sich am 23. Juli 2017 im Gourmet Restaurant Königshof in München. Rund 250 Gäste kamen in den Genuss exquisiter Speisen und edelster Tropfen. Neben den kulinarischen Höhepunkten stand bei „Martin Fauster & Friends“ die soziale Komponente im Vordergrund. Eine Spende in Höhe von insgesamt 42.000 Euro wurde an gemeinnützige Einrichtungen aus der Region übergeben.

Seit 2006 lädt Sternekoch Martin Fauster im Namen der Familie Geisel, Inhaber der Geisel Privathotels, alljährlich an einem Sonntag im Juli zur exklusivsten Küchenparty Münchens in das Hotel Königshof. Die Gastköche sind Weggefährten und Freunde, viele sind seit Jahren bei dem Event mit von der Partie. Sie kochen an diesem Tag ohne Honorar und leisten damit einen wichtigen Beitrag. Denn alle Erlöse aus dem Ticketverkauf fließen in die Spendensumme. Dank Aufstockung der Summe durch eine private Spende der Familie Geisel betrug diese erfreuliche 42.000 Euro. Die Scheckübergabe in der Empfangshalle des Königshofs markierte den offiziellen Beginn der Veranstaltung. Hierbei gingen 17.000 Euro an die Lichtblick Seniorenhilfe e.V., vertreten von Lydia Staltner, und 15.000 Euro an die Philipp Lahm-Stiftung für Sport und Bildung, persönlich entgegen genommen vom ehemaligen Kapitän des FC Bayern München. Über jeweils 5.000 Euro durften sich zudem Mein Hoffnungsschimmer e.V. und die Bayerische Sportstiftung freuen.

Nach diesem fulminanten Auftakt ging es eine Etage höher weiter. An 18 Kochinseln, die sich über Küche und Restaurant verteilten, wurde gekocht, geschlemmt, getrunken und geplaudert. Zu den kulinarischen Highlights des Nachmittags gehörten Gerichte wie Kartoffelravioli und Räucheraalcrème von Hans Haas sowie Marinierter Zander, Safran und Zwiebeln von Andreas Caminada oder Coupe Romanoff ‚reloaded‘ von Gabi Taubenheim. Getränkepartner wie das Champagnerhaus Pol Roger und mehrere namhafte Weingüter sorgten für die passende Begleitung der Köstlichkeiten.

Martin Fauster zeigte sich zufrieden: „Diese Veranstaltung fühlt sich nach elf Jahren an wie ein Familientreffen. Viele Köche und Gäste kennen sich inzwischen untereinander und das trägt sehr zu der besonderen Stimmung bei. Unser Freund Markus Othmer hat uns mit seiner Moderation wieder sehr charmant durch den Nachmittag geführt. Und am Ende bleiben wieder mehr als 40.000 Euro für den guten Zweck. Ein voller Erfolg!“

Auch 2017 folgten viele namhafte Küchenchefs dem Ruf in den Königshof: Eckart Witzigmann (Jahrhundertkoch; ehemals drei Michelin Sterne), Andreas Caminada (Schloss Schauenstein, Fürstenau; drei Michelin Sterne), Hans Haas (Tantris, München; zwei Michelin Sterne), Bobby Bräuer (EssZimmer, BMW Welt, München; zwei Michelin Sterne), Tohru Nakamura (Geisels Werneckhof, München; zwei Michelin Sterne), Norbert Niederkofler (St. Hubertus, St. Kassian; zwei Michelin Sterne), Dieter Koschina (Vila Joya, Algarve; zwei Michelin Sterne), Hans Neuner (The Ocean Restaurant, Algarve; zwei Michelin Sterne), Thomas Kellermann (Kastell, Wernberg; zwei Michelin Sterne), Daniel Achilles (reinstoff, Berlin; zwei Michelin Sterne), Herbert Hintner (Restaurant zur Rose, Eppan; ein Michelin Stern), Christian Scharrer (Weissenhaus Grand Village Resort & Spa, Wangels/Ostsee; ein Michelin Stern), James Baron (Hotel Tannenhof, St. Anton), Thomas Kahl (Vinothek by Geisel, München; ehemals ein Michelin Stern), Roland Trettl (Kulinarischer Berater und TV-Koch, Bad Reichenhall; ehemals ein Michelin Stern), Gabi Taubenheim (Restaurant Königshof, München) sowie Bernard Antony (Maître Fromager, Vieux Ferrette).


(Fotonachweis: Hilke Opelt Fotografie)

Über die Geisel Privathotels:
Exklusive, im Jahr 1900 gegründete, Münchner Hotelgruppe im Besitz der Familie Geisel. Zum Portfolio gehören das Luxushotel Königshof mit seinem mehrfach ausgezeichneten Gourmet Restaurant unter Sternekoch Martin Fauster, das First-Class-Hotel Excelsior mit Weinrestaurant Geisel’s Vinothek sowie das Designhotel anna. Ein Weingut, die exklusive Weinhandlung Geisels Weingalerie und das Traditionsrestaurant Geisels Werneckhof unter Zwei-Sternekoch Tohru Nakamura zählen ebenfalls zur Gruppe. Heute führen die Brüder Carl, Michael und Stephan Geisel in vierter Generation das Familienunternehmen, dessen Betriebe renommierten Vereinigungen wie The Leading Hotels of the World, L’Art de Vivre und Preferred Hotels & Resorts angehören. Mehr Informationen unter www.geisel-privathotels.de.

Michael Gahleitner

Vom Honig naschen, am Käse klopfen und dem Fisch tief in die Augen blicken: Was bei Michael Gahleitner in den Topf kommt, muss von höchster Qualität sein. Der neue Küchenchef des Bergresorts Werfenweng ist ein leidenschaftlicher Verfechter des Travel Charme GreenGusto®-Konzepts für nachhaltige Kulinarik: „Regional, ökologisch, transparent“ heißen seine Kriterien bei der Produktwahl, und die trifft er am liebsten selbst. Im engen Kontakt mit den Bauern und Produzenten aus der Region in und um Werfenweng, das als Modellort für sanfte Mobilität zum Synonym für Entschleunigung und Respekt vor der atemberaubend schönen Natur des Salzburger Lands wurde.

Vom Bio-Hof in die Haubenküche
GreenGusto® heißt in der Bergresort-Praxis: „Muhfrischer“, handgerührter Joghurt vom Unterhundshof, der das Vier-Sterne-Superior-Hotel auch mit bestem Bio-Rohmilchkäse beliefert. Öko-Butter vom Stroblgut, die goldgelb aus dem Fass direkt in die Bergresort-Küche geliefert wird. Oder Eier vom Kendlhof, auf dem die Hühner noch frei-laufend im Grünen ihr Tagwerk tun. Produkte wie diese liefern Michael Gahleitner die Basis für seine Küche und tragen ihren Teil zum vollmundigen Geschmack bei. Kunstvoll-kreativ kombiniert der Haubenkoch alpine Aromen mit ausgewählten internationalen Spezialitäten – Oktopus beispielsweise, Jakobsmuscheln und Iberico-Schweinebacke oder Zander, ebenfalls von zertifizierten Qualitätsbetrieben. Darüber hinaus bietet das Salzburger Land eine besondere Vielfalt an Kräutern: Blätter und Blüten aus liebevoll angelegten Kräutergärten oder von romantischen Kräuteralmen versprechen ein ganzheitliches Naturerlebnis und runden die Kreationen von Michael Gahleitner perfekt ab.

Alpenzeit, Feinspitz, Stroblhaus
Fürs nachhaltig-köstliche Genusserlebnis bietet das Travel Charme Bergresort Werfenweng gleich drei Adressen und damit eine beeindruckende Vielfalt: Alpenzeit heißt das Gourmetlokal des erst 2012 eröffneten Hotels in innovativem Design. Aktuell betört Michael Gahleitner Feinschmecker-Gaumen dort mit Gerichten wie Zweierlei Zander mit Fenchel und Petersilie, Oktopus an Nori Alge mit gesalzener Zitrone, Sepia Kuchen und Avocado sowie Erdbeer-Vanille-Törtchen. Die großzügig-anspruchsvolle Halbpension wird im Hauptrestaurant Feinspitz serviert ? mit Showküche, Panoramafenstern und einer sonnenverwöhnten Terrasse, von der sich ein herrlicher Panoramablick auf den Hochkönig eröffnet.

Ein besonderes Highlight ist für den neuen Küchenchef das historische Stoblhaus. Das rund 400 Jahre alte Bauernhaus, das an seinem Originalplatz ab- und auf dem Resortgelände wieder aufgebaut wurde, ist Event-Location und uriges Dorfwirtshaus in einem ? mit gemütlicher Hütten-Gaudi für die Gäste. Denn das Ambiente ist für Michael Gahleitner stets Teil des Erlebnisses. „Die Berge, die Seen, die Natur, die Gemütlichkeit und Gastfreundschaft der Region ? die Mischung aus alldem macht mich glücklich hier“, so der leidenschaftliche Koch und Snowboarder. Und genau das Gefühl will er auch den Gästen bieten.

Das Gourmetrestaurant Alpenzeit ist dienstags bis samstags jeweils von 18.30 bis 22.30 Uhr geöffnet (Küche bis 21.00 Uhr). Das Stroblhaus empfängt die Gäste mittwochs bis montags von 17.00 bis 22.00 Uhr (Küche bis 21.30 Uhr).

Weitere Informationen und Reservierung telefonisch unter +43 – 64 66 – 391 678 oder per Mail an werfenweng@travelcharme.com.

Gault Millau 2014 – Mecklenburg-Vorpommern

In den Rang der Köche mit „höchster Kreativität und bestmöglicher Zubereitung” verbessert sich „der aromastark aufkochende“ André Münch vom Restaurant „Gutshaus Stolpe“ in Stolpe bei Anklam in der jetzt erscheinenden Deutschlandausgabe 2014 der französischen Gourmetbibel Gault&Millau. Der „kernige Naturbursche“ beeindruckt durch „die delikate und generöse Gutsherrenart seiner durchdachten Küche, aus der man die Globalisierung herausschmeckt. Im süchtig machenden Muschelsud schwimmen schön feste Carabineros und zarte Vongole vom Mittelmeer, die bretonische Scholle garnieren Erbsen, Yuzu und Holunder. Und wenn es so Deutsches wie zartes Bries, mürbe Maske, Backe und Zunge sowie rosa gegartes Filet vom Kalb gibt, dann ist das wenigstens ein pommersches Aubrac-Kalb“. Für solch inspirierte Gerichte erhält Münch von den Testern, die nach dem französischen Schulnotensystem bewerten, 17 von 20 möglichen Punkten.

15 Punkte und damit jene Klasse, in der nach Gault&Millau-Verständnis Kochen zur Kunst wird, erreichen:
 Pierre Nippkow in der „Ostseelounge“ in Dierhagen: „Ein ebenso überraschendes wie köstliches Gaumenvergnügen bieten die in brauner Butter perfekt confierte Meerforelle und ihr zunächst beargwöhnter Beifang: ein Apfel-Sellerie-Sorbet. Eher konservativ dagegen, aber geschmacksreich die verwegene Kombi von Rehrücken und Wildschweinbacke mit einer beiden schmeichelnden Gewürzhollandaise.“

 Tom Wickboldt vom Restaurant „Tom Wickboldt“ in Heringsdorf auf Usedom: „Der immer souveräner wirkende Küchenchef fand hier seine Bühne für modern interpretierte, gehobene französische Küche. Die herzhaft abgeschmeckte Taubenbrust auf fruchtiger Apfel-Blutwurst und köstlichem Steinpilztatar oder das perfekt gegarte Kalbsfilet im würzigen Petersiliencrêpe auf Rotkohlmousseline sind zum Zungenschnalzen.“

 Raik Zeigner vom „Ich weiß ein Haus am See“ in Krakow: „Eine klare Steigerung in Aromatik und Präsentation zeigte auch das sehenswerte Duo von Scampi und Jakobsmuschel mit der Aromenfülle von Kürbis-Rettichsalat, Avocado-Knoblauchcreme, kleinem Spinatsalat und subtil geschärfter Satésauce.“

Dieselbe Note schaffen auf Anhieb in den neueröffneten Restaurants Ralf Haug vom „Freustil“ in Binz auf Rügen und Hannes Graurock im „Cheval Blanc“ in Kuhlen-Wendorf. „Zu vorbildlichem Preis-Genussverhältnis kommen“ bei Haug „der Gemüsesalat ‚Ackerei‘ und bestens gegarter Zander auf Gurke und Dill mit köstlicher Sauce aus gerösteten Gräten.“ Bei Graurock „sind das Kalbstatar mit gestocktem Landei, milder Senfcreme und geschmackstiefer Tomaten-Kalbs-Consommé oder die mit Schokopulver besprühte Gänselebermousse in Kombination mit marinierten Jakobsmuschelscheiben von verblüffender Güte“.

Platz 1 der kulinarischen Hitparade des Gault&Millau in Mecklenburg-Vorpommern verteidigt souverän Ronny Siewert vom Restaurant „Friedrich Franz“ in Bad Doberan-Heiligendamm mit einem „glanzvollen Feuerwerk moderner Hochküche. Als Referenzgericht kam der facettenreich definierte isländische Kaisergranat: Mittig in der Tellermulde platziert Siewert auf einer extrem reduzierten gelierten Langoustinen-Consommé einen Cannellono, gefüllt mit Tatar, und umgibt ihn mit einem Carpaccio, dezent parfümiert mit Zitronengrassud und Olivenöl. Den breiten Tellerrand zieren zusätzlich Röllchen aus süß-saurem Rettich, gefüllt mit Zitronengrascreme, ein Apfel-Estragon-Eis, eine weitere kleine Tranche des Kaisergranats und Erbsengel. Die einzelnen Komponenten harmonieren oder ergänzen sich so deliziös, dass sie das kleine Kunstwerk zum grandiosen Geschmackserlebnis erheben. Sehr pikant abgestimmt kam der gebratene Loup de mer mit Bohnen, Schmorzwiebelcreme und extrem aufwändig produzierter Soljanka-Consommé, die dem Gericht die würzig-nachhaltige Basis, gepaart mit einer seidigen Süße, verlieh.“ Dafür bekommt Siewert wieder 18 Punkte. Eine höhere Note haben nur 13 Köche in Deutschland.

Platz 3 teilen sich hinter Aufsteiger Münch drei Köche mit 16 Punkten:

 Peter Knobloch von „Knoblochs Kräuterküche“ in Göhren auf Rügen für „gemäldegleich mit verschiedenen Wildkräutern eingerahmte Teller mit superfrischem Ostseedorsch, der trotz krosser Panko-Panade seine Saftigkeit behält und auf einem sehr leicht mit Olivenöl, Bärlauch und Rucola angemachtem Kartoffelsalat thront, oder Lammrücken mit Wildspargel und köstlichen Röstkartoffeln, parfümiert mit Goldmajoran“.

 Daniel Schmidthaler von der „Alten Schule Fürstenhagen“ in Feldberger Seenlandschaft  bietet „im vermutlich entlegensten Top-Restaurant dieser Republik alles leicht und frisch, gut balanciert und perfekt gewürzt, ob Zander-Carpaccio in einer sanften Vinaigrette mit Holunderschaum und grünem Apfelsorbet oder Juvenilferkel mit Gurke und einer intensiv grünen Kräutersauce“.

 Matthias Stolze vom Restaurant „Der Butt“ in Rostock-Warnemünde zeigt „als Nachfolger seines Ex-Chefs Tillmann Hahn besondere Stärke bei den stimmig komponierten Hauptgängen, wie der Variation vom Livarer Klosterschwein mit originellem Röstzwiebel-Eis und Apfel als belebendem Element in unterschiedlichen Texturen (Espuma, Creme, Gelee und Chutney). Schade, dass Stolze bei den Vorspeisen und den Desserts zu viel des Guten will. Es wimmelt nur so vor kleinteiligen Komponenten, die zudem unnötigerweise sehr gedrängt präsentiert werden.“

Die Tester beschreiben und bewerten dieses Jahr insgesamt 26 Restaurants in Mecklenburg-Vorpommern. 24 Küchenchefs zeichnen sie mit einer oder mehreren Kochmützen aus, wofür die Könner am Herd mindestens 13 von 20 möglichen Punkten erreichen müssen, was einem Michelin-Stern nahe kommt. Im Vergleich zur Vorjahresausgabe serviert der wegen seiner strengen Urteile und deren zuweilen sarkastischer Begründung von den Köchen gefürchtete, von den Gourmets mit Spannung erwartete Gault&Millau in Mecklenburg-Vorpommern vier langweilig gewordene Restaurants ab und nimmt drei neu auf, sieben werden höher, drei niedriger bewertet. Ferner beschreibt und klassifiziert der Gault&Millau Deutschland 2014 250 Hotels.

Ab sofort erhalten Genießer mit dem Erwerb der Printausgabe des Gault&Millau Deutschland 2014 auch Zugang zu den exklusiven Web&App-Services.

Gault&Millau Deutschland 2014 – Der Reiseführer für Genießer
31. Jahrgang, 736 Seiten, 29,99 Euro
ISBN: 978-3-86244-487-8  Christian Verlag München

Die besten Restaurants des Gault&Millau in Mecklenburg-Vorpommern
18 Punkte
Friedrich Franz in Bad Doberan-Heiligendamm

17 Punkte
Gutshaus Stolpe* in Stolpe

16 Punkte
Alte Schule Fürstenhagen in Feldberger Seenlandschaft
Knoblochs Kräuterküche in Göhren/Rügen
Der Butt*** in Rostock-Warnemünde

15 Punkte
Zur alten Post in Bansin/Usedom
Freustil** und Nixe*** in Binz/Rügen
Ostseelounge* in Dierhagen
Jagdhaus Heiligendamm in Bad Doberan
Le Croy in Greifswald
Bernstein und Tom Wickboldt* in Heringsdorf/Usedom
Ich weiß ein Haus am See* in Krakow
Cheval Blanc** in Kuhlen-Wendorf

*Aufsteiger  **Newcomer  ***Absteiger

Unser Bericht zum Gault Millau 2014: www.gourmet-report.de/artikel/344791/Berlin-raeumt-ab-beim-Gault-Millau-2014/
Die Resultate aus den Bundesländern:
Berlin: www.gourmet-report.de/artikel/344792/Gault-Millau-2014-Berlin/
Baden-Würtemberg: www.gourmet-report.de/artikel/344793/Gault-Millau-2014-Baden-Wuertemberg/
Brandenburg: www.gourmet-report.de/artikel/344794/Gault-Millau-2014-Brandenburg/
Bremen: www.gourmet-report.de/artikel/344795/Gault-Millau-2014-Bremen/
Hamburg: www.gourmet-report.de/artikel/344796/Gault-Millau-2014-Hamburg/
NRW: http://www.gourmet-report.de/artikel/344797/Gault-Millau-2014-NRW/
Rheinland-Pfalz: www.gourmet-report.de/artikel/344798/Gault-Millau-2014-Rheinland-Pfalz/
Saarland: www.gourmet-report.de/artikel/344799/Gault-Millau-2014-Saarland/
Sachsen-Anhalt: www.gourmet-report.de/artikel/344800/Gault-Millau-2014-Sachsen-Anhalt/
Sachsen: www.gourmet-report.de/artikel/344801/Gault-Millau-2014-Sachsen/
Schleswig-Holstein: www.gourmet-report.de/artikel/344802/Gault-Millau-2014-Schleswig-Holstein/
Thüringen: http://www.gourmet-report.de/artikel/344803/Gault-Millau-2014-Thueringen/
Hessen: www.gourmet-report.de/artikel/344808/Gault-Millau-2014-Hessen/
Mecklenburg-Vorpommern: www.gourmet-report.de/artikel/344807/Gault-Millau-2014-Mecklenburg-Vorpommern/
Niedersachsen: www.gourmet-report.de/artikel/344806/Gault-Millau-2014-Niedersachsen/
Bayern: www.gourmet-report.de/artikel/344805/Gault-Millau-2014-Bayern/

Alle Restaurants von 15 bis 19,5 Punkten in Deutschland: www.gourmet-report.de/artikel/344804/Gault-Millau-2014-Restaurants/

Zum Vergleichen, der Michelin 2014 mit allen Sternerestaurants: http://www.gourmet-report.de/artikel/344782/Alle-Sterne-Restaurants-Deutschland-2014/

Philipp Liebisch

Neuer Brandenburger Meisterkoch serviert zum Hauptgang Wild
Philipp Liebisch und fünf Kollegen von Brandenburg unter Dampf laden zum Fünf-Gänge-Gala-Dinner ins The Lakeside in Strausberg

Wachtel, Wild, Hecht und Zander sind nur einige der vielen frischen Zutaten, aus denen sechs Spitzenköche des Köchenetzwerkes „Brandenburg unter Dampf“ am 15. November ein Fünf-Gänge-Gala-Dinner zaubern. Damit huldigen sie Philipp Liebisch, dem neuen Brandenburger Meisterkoch, und laden zu einem Abend voller herbstlicher Genüsse gemeinsam in das Restaurant Royal im The Lakeside Burghotel zu Strausberg.

Dies ist eine einmalige Gelegenheit für Freunde guter Brandenburgischer Küche, ausgezeichneter regionaler Genüsse und herzlicher Gastfreundschaft, denn sie können ganz exklusiv den Hauptgang genießen, mit dem Küchenchef Liebisch die geladenen Gäste der Meisterköche-Gala verwöhnen wird.

Das Fünf-Gänge-Gala-Dinner in Strausberg beginnt und endet mit echter Frauenpower: Jessica Manthei (Haus am Spreebogen, Fürstenwalde) kreiert das Amuse bouche, Ulrike Laun (LandLust Körzin) verführt mit dem Dessert. Die Vorspeise mit Hecht und Zander aus Brandenburger Seen serviert Holger Mootz (Residenz am Motzener See), die beiden Zwischengänge kochen Dieter Kobusch (DämeritzSeehotel) und Philipp Stapel, Küchenchef im neu konzipierten und komplett umgebauten Restaurant Royal The Lakeside Burghotel .

Champagner beim Empfang um 18 Uhr, Pralinen und ein Geschenk zum Ausklang dieses außergewöhnlichen Abends für 98 Euro inklusive Wasser und Kaffee. Anmeldung telefonisch unter 03341-34690 oder per E-Mail an info@burghotel-strausberg.de.

www.burghotel-strausberg.de
www.brandenburg-unter-dampf.de

Matthias Walter

Matthias Walter aus Kreuth gewinnt den 12. Linie Förderpreis

Gewinner des Linie Förderpreises 2013 ist Matthias Walter (24) aus dem Restaurant Überfahrt im Althoff Seehotel in Rottach-Egern. Sein Erfolgsrezept: Gepuffter Zander auf gefüllter Blutwurst, Nussbutterschaum, Apfel, Meerrettich und Röstzwiebelsud. Bereits zum zwölften Mal vergaben Linie Aquavit, das Gourmetmagazin und Der Feinschmecker den begehrten Kochpreis für deutsche Nachwuchstalente. Matthias Walter trat im Finale im Hotel Süllberg gegen fünf weitere Mitstreiter an. Die sechs Finalisten setzten sich zuvor aus über 100 Bewerbungen aus ganz Deutschland durch. Matthias Walter erwartet ein zweiwöchiges Praktikum bei einem europäischen Spitzenkoch seiner Wahl – Anreise, Übernachtung und Taschengeld inklusive.

Die Nachwuchsköche kochten ihre Gerichte zeitgleich zur abendlichen Finalfeier. Ihre Gäste ließen sie dabei per Live- Schaltung über die Schulter schauen. Der Linie Förderpreis unterstützt seit 2002 junge Köchinnen und Köche, die ihre Lehre erfolgreich beendet haben oder sich bereits auf der Meisterschule befinden, auf ihrem Weg an die Kochspitze.

„Der erste Preis für Matthias Walter war ein einstimmiges Votum der Jury. Den Juroren hat die Arbeitsweise in der Küche gefallen, das Mise en place, der Arbeitsplatz sowie das Filetieren der Fische“, erläutert Juryvorsitzender Dieter Braatz, stellvertretender Chefredakteur von Der Feinschmecker die Entscheidung, die Matthias Walter den Sieg beim 12. Linie Förderpreises brachte. Begeistert war die Jury von der Anrichteweise auf dem Teller, vom genauen Garpunkt und vom Geschmack des Gerichts: „Das war nicht zu überladen und nicht zu kompliziert. Die Kombination

Blutwurst, Röstzwiebeln und Apfel passt harmonisch mit dem Zander und dem Nussbutterschaum zusammen“, ergänzt Braatz.
Zweitplatzierte einzige Frau unter den Finalisten ist Anne Zille (25) aus dem Restaurant „Stolz“ in Plön. Sie erkochte sich mit ihrem Gericht Kieler Lachsforelle mit Kaviar und Förde Muscheln, Karotten und Giersch ein Küchenstipendium bei einem deutschen Spitzenkoch ihrer Wahl.

Den geteilten dritten Platz belegen: David Dieterle aus dem Restaurant „Schwarzmatt“ in Badenweiler mit Zweierlei Hummer mit Estragon und Pfirsich. Manuel Griebak aus dem Restaurant „Reisers am Stein“ in Würzburg mit Heilbutt aus dem Gewürzsud mit Couscous, Zucchini, Paprika, Curry, Limone und Kreuzkümmel. Franz Mühlberg aus dem Restaurant „Amalfi“ in Meißen mit Seezungen-Mangoroulade im Sesammantel mit Steinpilztagliatelle an Jakobsmuschelsauce und einem Wasabischaum. Christopher Sokoll aus dem Restaurant „Zur Fischerklause“ in Lütjensee mit Aromaten rund um die Welt.

Linie Förderpreis als Sprungbrett: Jungköche machen Karriere
Ein Blick auf die früheren Finalisten des Linie Förderpreises zeigt: Ob als Sieger oder Finalist, der Wettbewerb eröffnete für viele Jungköche neue Karrierechancen. Im Jahre 2002 gewann Lydia Fikus den ersten Linie Förderpreis, sie leitete erfolgreich die Kochschule von 3-Sternekoch Dieter Müller. Eiko Scharfenberger, Sieger des Linie Förderpreises 2004, erkochte sich im Restaurant „Sonne“ in Overath-Marie seinen ersten Michelin-Stern. Finalist des Linie Förderpreises 2005, Thomas Sampl, ist heute Küchenchef des Hamburger Restaurants „Vlet“. Mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet und Linie Förderpreis-Sieger 2006, kocht André Tienelt jetzt im Restaurant „Sendig“ des Hotels Elbresidenz in Bad Schandau. Tohru Nakamura gewann den Preis im Jahr 2007 und kocht jetzt bei Geisels Werneckhof, er wird als Shooting Star am Münchner Himmel bezeichnet. Christian Richter, Gewinner des Linie Förderpreises 2008, eröffnete sein eigenes Restaurant „Perior“ in Leer und wurde mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. Hanna Börger, Siegerin 2011, leitet erfolgreich ihr Restaurant „Wilde Triebe“ in Osnabrück.

Fisch für Feinschmecker 2013
Über 100 Bewerbungen waren aus ganz Deutschland zum Linie Förderpreis 2013 eingegangen. Genauso zahlreich und individuell wie die Bewerbungen waren auch die Rezeptideen. Insgesamt verwendeten die Jungköche für ihre Kreationen mehr als 25 unterschiedliche Fisch- und Meeresfrüchte-Arten, 40 Beilagen- Varianten und rund 50 außergewöhnliche Gewürze und Zutaten. „Auffällig ist bei den Rezepten der Kandidaten, dass diesmal die gesamte Bandbreite der Fische und Meeresfrüchte verwendet wurde: von Zander bis Hummer, von der Makrele bis zur Meeräsche. In den vergangenen Jahren waren immer etliche Kandidaten auf ‚Lieblingsprodukte’ wie Steinbutt, Kabeljau und Loup de Mer konzentriert“, resümiert Juryvorsitzender Dieter Braatz.

Interessant sei auch der aktuelle Trend zu exotischen Gewürzen und Aromen wie Wasabi, Bergpfeffer, Curry und Kreuzkümmel. Seltener sind die Anleihen bei der Molekularküche geworden. Tasmanischer Pfeffer oder Bergpfeffer ist übrigens ein zwei bis drei Meter hoher grüner Strauch und stammt aus Australien. Seine Blätter und Beeren weisen eine pfefferähnliche Schärfe auf und werden in der Bushtucker-Küche verwendet. Wasabi, auch japanischer Meerrettich genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Kreuzblütengewächse. Wasabi wird als scharfes Gewürz verwendet.

Zwölf Jahre Linie Förderpreis
Neben zwölf Jahren erfolgreicher Nachwuchsförderung etablierte sich der Linie Förderpreis zugleich zum Küchen- Stimmungsbarometer. Seit 2002 spiegelt er die Entwicklungen wider. Von komplexen Rezepturen und aufwändigen Präsentationen, die den Wettbewerb bestimmten, brachten die jüngeren Jahre aufgeräumte Kreationen. Insgesamt feierten in zwölf Jahren Förderpreis über 2.000 Gäste an ganz unterschiedlichen Orten den Kochnachwuchs Deutschlands. In diesem Jahr kamen 200 Feinschmecker nach Hamburg ins traditionsreiche Hotel Süllberg in Blankenese.

Eine Jury aus regionalen Köchen mit großer Fisch-Kompetenz bewertete die Leistung der Jungköche. Seit 2002 – und somit bereits zum zwölften Mal – übernahm Dieter Braatz den Juryvorsitz. Unterstützung aus dem Hotel Süllberg leistete Karlheinz Hauser. Jury-Mitglied und Letztjahresgewinner des Linie Förderpreises ist Marvin Böhm. Zwei Wochen arbeitete Marvin Böhm in der Küche des Drei-Sterne-Restaurants Arzak in Spanien in San Sebastián. Er löste damit seinen Preis bei Nummer acht von „The World’s 50 Best Restaurants 2013“ ein. Ergänzt wurde die Jury von Spitzenköchen aus dem Norden: Cornelia Poletto aus
der „Gastronomia Cornelia Poletto“. Zu einer der Top- Gourmet-Adressen zählt auch das Restaurant „Haerlin“ von Christoph Rüffer.

Julia Lübcke von Reidemeister & Ulrichs war ebenfalls in der Jury. Das Unternehmen zählt zu den klangvollsten Namen im deutschen Weinhandel. Als „Koch des Jahres 2011“ vom „Großen Restaurant & Hotel Guide 2011“ ausgezeichnet, ergänzte Christian Scharrer aus dem Restaurant „Buddenbrooks“ des Hotels „aROSA“. Ali Güngörmüs aus dem Restaurant „Le Canard Nouveau“ war es ebenfalls eine Ehre, dabei zu sein. Stammbesetzung der Jury ist seit vielen Jahren Rüdiger Kowalke, der das berühmte Fischereihafen Restaurant in Hamburg führt, diesmal vertreten durch seinen Sohn Dirk. Dirk Kowalke leitet seit 1997 die bekannte Oyster Bar in Hamburg.

Tim Raue, Berlin

Berliner Restaurantkritiker Bernhard Steinmann besucht das Restaurant Tim Raue in Berlin

Tim Raue hat sich entschlossen, seine Inspirationen auch in Asien zu suchen.
Ein erfolgreiches Unterfangen, welches kreativ umgesetzt wird.
Man mag glauben, dass er damit einen Trend setzt, meiner Meinung nach folgt er diesem eher.
Auf alle Fälle trifft er damit den Zeitgeist oder besser ausgedrückt, geht er mit der Zeit.

Asiatisch inspirierte Küche hat es in diesen Tagen in Deutschland leicht, findet auch in der Spitzengastronomie immer mehr Anhänger.
Schon alleine deshalb, da Gourmets diesem Trend aufgeschlossen gegenüberstehen.

Das wirklich Bedeutsame an Raues Küche, so jedenfalls finde ich, ist die Tatsache, dass er einen eigenständigen Stil entwickelt hat,
der nicht verkopft oder verdreht daherkommt, sondern der „erschmeckt“ werden kann.
Raues asiatisch inspirierte Küche ist ein Hochgenuss mit langem Nachhall.
Die Geschmacksbilder sind komplex und ausgereift. Die Kontraste ausgewogen, gelungen und harmonisch.

Ein paar Beispiele aus der aktuellen Karte:

Perigord Trüffel,
begleitet von Blumenkohl, Haselnuss, einem Trüffel-Haselnuss-Eis, Liebstöckelsalat, Habanero-Chili-Püree und eingemachte Trauben.
Die ausgeprägten Blumenkohlaromen bestimmten zunächst die Szenerie und fanden ihren Gegenpol im Trüffel-Haselnuss-Eis.
Das süßlich, scharfe Gericht offenbarte im Zusammenspiel aller Komponenten ein dichtes und beeindruckendes Aromenspiel.
Der Zauber dieses Gerichtes lag eindeutig in der Balance. Und darin liegt eine der Stärken Raues.
Ein Gericht zu versüßen oder ein Schärfegefühl zu erzeugen ist sicher keine große Kunst. Die Balance auf den Teller zu bringen, dagegen schon.

Zander:
10 Jahre alte Kamebisji Sojasauce, Yuzu,
Schnittlauch und Shanghai Pak-Choi.
Das fettarme, zarte, trotzdem feste Fleisch des Süßwasserfisches war von außerordentlicher Qualität und perfekt gegart.
Die weiteren Komponenten umschmeichelten den Zander, welcher einen optisch minimalistischen Eindruck hinterließ, geschmacklich jedoch durch Leichtigkeit und Aromenfülle glänzte.

Rebhuhn:
mit japanischer Kastanie, Kumquat, Endivie und Cecina de léon, geschmorte Keule in Char siu jus, Pfifferlingsschaum.
Bei delikatem Alba-Trüffel, perfekt gegartem Fleisch, insgesamt mit nussiger Zitrusnote versehen, blieb kaum ein Wunsch offen.

Wie viele Sterneköche arbeitet auch Tim Raue mit CHROMA HAIKU Kurouchi Kochmesser

Fotos und den kompletten Text finden Sie unter www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de

Den Lesern des Gourmet-Reportes übermittle ich die besten Wünsche für die Festtage und einen guten Start in das Jahr 2013

Ihr
Bernhard Steinmann

Jessica Zander

Jessica Zander, Koch-Auszubildende im dritten Jahr im Van der Valk Hotel Berlin Brandenburg, darf ihre Koffer packen und freut sich! Gemeinsam mit Nathalie Seuffert (19) aus Nürnberg und dem Drittplatzierten Stephan Werner (17) aus Donaustauf tritt die 20-Jährige in diesem Sommer ihr einwöchiges Praktikum in der amerikanischen Johnson & Wales University an. Beim spannenden Finale am 16. und 17. März 2012 holte sich die Jungköchin den gläsernen Pokal – 600 geladene Gala-Gäste feierten die Kochtalente mit Standing Ovations im Kurhaus Wiesbaden.

Da staunte so mancher Fachmann: Perlhuhn und Fasan standen auf der Einkaufs- und Aufgabenliste des diesjährigen REWE-Deutschland-Pokals – und waren als Wettbewerbsthema eine besondere Herausforderung für die insgesamt 20 Finalistinnen und Finalisten. Als die Besten ihrer Region und Gewinner der jeweiligen Vorausscheidung stellten sie sich dem zweitägigen Wettbewerb in der Berufsbildenden Schule in Mainz. Zweimal vier Stunden hatten die Koch-Auszubildenden Zeit, um die aufwändig hergestellten Einzelstücke, kunstvolle Exponaten und filigrane Schaustücke auf die Platten zu bringen. Es war das Finale der starken Frauen und der „langen Kerls“: Sechs junge Damen und 14 Herren im Alter zwischen 17 und 28 Jahren – und zwischen 1,58 und 2,04 Meter lang – waren angetreten, um ihre guten Leistungen aus den regionalen Vorentscheidungen zu wiederholen bzw. noch zu toppen.

Leistungen auf höchstem Niveau
„Alle Juroren waren begeistert, wie souverän und akkurat die jungen Kollegen im Finale gearbeitet haben“, betonte der Juryvorsitzende Ronny Pietzner. „Das Niveau war hoch, und die Leistungen der Teilnehmer lagen alle eng beieinander.“ Mit höchster Konzentration und „nur“ 1,58 Metern hatte schließlich die „Kleinste“ der Runde am Ende die Nase vorn. Jessica Zander konnte es selbst kaum fassen und strahlte mit ihren beiden Mitstreitern auf dem Treppchen um die Wette. Die 20-Jährige war mit Wettbewerbserfahrung im Gepäck angereist und überzeugte die Fachjury schließlich mit ihrem „Perlhuhn und Fasan auf Wanderschaft“. „Mit meiner Sülze war ich selbst ganz zufrieden, aber das eine oder andere hätte noch besser und ordentlicher sein können“, befand Jessica im Nachhinein selbstkritisch. Im Anschluss an ihre Ausbildung strebt die fröhliche Jungköchin eine betriebswirtschaftliche Weiterbildung mit anschließender Selbstständigkeit im Hotel an.

Ähnlich zielstrebig wie die erste Siegerin und ebenfalls mit dem Berufswunsch Selbstständigkeit präsentierte die Zweitplatzierte Nathalie Seuffert „Feines von Perlhuhn und Fasan“ im Finale: „Meine Hauptstücke sind gut gelungen, da stimmten Garpunkt und Geschmack, aber bei den Garnituren hatte ich ein bisschen Pech und musste improvisieren“, so die 19-jährige, bereits ausgebildete Hauswirtschafterin. Der einzige Herr im Siegertrio, Stephan Werner, schien auf der Bühne für einen Moment sprachlos zu sein, als seine Schauplatte „Die schöne Försterin“ mit einem dritten Platz belohnt wurde. Der 17-Jährige, der bereits die Plattenschau auf der Intergastra für zusätzliche Trainings- und Ausstellungserfahrung genutzt hatte, freute sich sichtlich über seinen dritten Platz – „die Konkurrenz hier ist sehr stark“ – und den exklusiven Sonderpreis für das Siegertrio: ein Praktikum in der Johnson & Wales University in Providence, Rhode Island.

Fördern und fordern
Zum 24. Mal hat REWE-Foodservice in Kooperation mit dem Verband der Köche Deutschlands e. V. (VKD) die besten Nachwuchsköche in der kalten Küche gesucht, gefunden und damit ein weiteres Mal den hohen Stellenwert des renommierten Kochwettbewerbs bestätigt. „Perlhuhn und Fasan – Und damit handelt es sich um ein Wildgeflügel, das von den Nachwuchsköchinnen und –köchen extra viel Sorgfalt, Fingerspitzengefühl und Know-how bei der Zubereitung gefordert hat“, so Frank Seipelt, Sprecher der Geschäftsführung von REWE-Foodservice. „Alle 20 Teilnehmer, die hier heute Abend bei uns sitzen, haben ihre Sache richtig gut gemacht. Sie haben sich durch die Regionalwettbewerbe an die Spitze gekocht und gezeigt, was sie drauf haben.“

Besondere Wertschätzung erfuhren an diesem Abend alle Finalisten: „Die Teilnahme an diesem Pokal und beim Finale kann das Fundament für eine große Karriere sein“, rief VKD-Präsident Robert Oppeneder den jungen Wettbewerbsteilnehmern von der Bühne aus zu. Die Siegerehrung lieferte Spannung bis zum Schluss und wurde in der glanzvollen Atmosphäre des Kurhauses in Wiesbaden mit einem hochkarätigem Rahmenprogramm und zusätzlichen Gänsehaut-Momenten abgerundet. Neben dem Multi-Tasking-Moderator Dirk Denzer begeisterten die Flying Steps Family und das Tom Schlüter Quartett das Publikum ebenso wie die Soulsängerin Lerato Sebele unter anderem mit „One Moment in Time“. Fest steht: Nicht nur für die 20 Besten der Besten bot diese Finalgala eine Reihe von einzigartigen Augenblicken.

REWE-Deutschland Pokal 2012: Alle Finalisten auf einen Blick

> 1. Platz
Jessica Zander, Van der Valk Hotel Berlin Brandenburg in Blankenfelde-Mahlow
2. Platz
Nathalie Seuffert, Winzerhof Weinstuben Gerasmühle in Nürnberg
3. Platz
Stephan Werner, Forsters Gasthof zur Post in Donaustauf
4. Plätze
Bastian Bomhoff, B. Grashoff Nachf. GmbH, Bremen
Max Dolge, BSZ für Gastgewerbe, Ernährung, Hauswirtschaft, Chemnitz
Philipp Dünschel, Studentenwerk, Mensa Weinberg, Halle
Sarah Engler, Van der Valk Hotel Berlin Brandenburg, Blankenfelde-Mahlow
Hannes Heinickel, Romantik Hotel Namenlos & Fischerwiege, Ahrenshoop
Kathrin Hoene, Brenners Parkhotel & Spa, Baden-Baden
Marlon Joel Jahn, Maritim Airport Hotel, Hannover
Alexander Limbach, Hotel Sonnenhof, Weyerbusch
Markus Löber, Dorint Hotel, Halle
Julian Niewiarra, Strätlingshof GmbH, Bochum
Annemarie Pohlers, BSZ für Gastgewerbe, Ernährung, Hauswirtschaft, Chemnitz
Miriam Reich, Jagdhaus Eiden GmbH – Restaurant Apicius
Lukas Schmitt, Vereinigte Hospitien, Trier
Benjamin Schöneich, Romantik Hotel Schmiedegasthaus Gehrke, Bad Nenndorf
Sebastian Thum, Bad Hotel Teinach GmbH & Co. KG, Bad Teinach
Philipp Zimmermann. Romantik Hotel Namenlos & Fischerwiege, Ahrenshoop

Angelerlebnisse in Schweden – von rustikal bis luxuriös

Viel unberührte Natur, saubere und kristallklare Gewässer und eine enorme Fischvielfalt – Schweden ist ein absolutes Paradies für Angler und alle, die diesen Sport einmal ausprobieren möchten.

Gibt es ein urtümlicheres Erlebnis, als den frisch gefangenen Fisch direkt auf dem Feuer selbst zuzubereiten? Und was lässt sich besser genießen, als der von einem professionellen Koch zubereitete eigene Tagesfang?
Wer möchte, kann dieses Erlebnis auch mit einer Weinprobe vor dem Essen verbinden – beispielsweise im historischen Herrenhaushotel Munkedals Herrgård etwa 100 Kilometer nördlich von Göteborg. Hier können die Gäste beim Essen sogar dem Rauschen des Flusses Örekilsälven lauschen, der zu den besten Lachsangelgewässern des Landes zählt. Der größte Lachs, der hier 2011 gefangen wurde, wog immerhin stolze 17,4 Kilogramm. Aber auch Hecht, Barsch und Zander sind in den zahlreichen Seen von Bohuslän und Dalsland in großer Menge vertreten.

Munkedals Herrgård kombiniert diese Naturerlebnisse – wahlweise auf eigene Faust oder im Angelpaket mit lokalem Guide – mit einem Verwöhnprogramm aus eleganter, historischer Unterkunft und genuinem Essen ( http://www.swedenfishing.com/en/tourismcompanies/munkedalskog#1 ).

Ein neues, spannendes Angelpaket bietet auch das Hotel Ystad Saltsjöbad in der südschwedischen Region Skåne an. In der Krimi-Hochburg Ystad (Wallanders Heimat) steht das Hochseefischen nach Dorsch im Mittelpunkt, je nach Saison werden die Köder aber auch nach anderen Fischarten ausgeworfen, z. B. Hering, Forelle und Lachs. Und bevor am Abend ein leckeres Menü auf die Gäste wartet, geht es zur Entspannung nach einem Tag auf See in den gut ausgestatteten Spa-Bereich. Kurz: Angelurlaub für Genießer.
http://www.swedenfishing.com/en/tourismcompanies/ystad_saltsjobad Mehr Infos zur Region gibt es unter: http://skane.com/de/frontpage

Downunder in der Fisch-Theke

Australiens Lieblingsfisch soll auch den Deutschen schmecken
Er mag zum Beispiel Garnelen, die Australier mögen ihn: Der Barramundi gilt als der beliebteste Speisefisch des Kontinents, denn sein nach dem Kochen weißes Fleisch ist Kennern zufolge fest und doch saftig, sein Aroma süßlich und butterig. Hierzulande liegt der „Flussfisch mit den großen Flossen“ – das bedeutet sein Name in der Sprache der australischen Ureinwohner – noch selten in Seafood-Theken. Auf der fish international vom 12. bis 14. Februar in der Messe Bremen aber können Händler, Köche und Gastronomen den zur Familie der Barsche gehörenden Fisch aus der Nähe begutachten: Das polnische Unternehmen Global Fish will ihn auch in Deutschland vertreiben und präsentiert ihn darum auf der bundesweit einzigen Fachmesse für Fisch und Meeresfrüchte.

Global Fish erzeugt den Barramundi in einer Kreislaufanlage. „Wir freuen uns, dass das Unternehmen die fish international nutzt, um sein Produkt in Deutschland einzuführen“, sagt Messeorganisatorin Sabine Wedell. Aquakultur bilden ihr zufolge diesmal einen Schwerpunkt der Messe. Das gilt auch für ihre Zertifizierung – darüber informieren Facheinrichtungen wie der noch junge Aquaculture Stewardship Council (ASC).

Besonderes Augenmerk gilt heimischer Süßwasserzucht. Natürlich sehen Besucher auf der Messe auch Karpfen, Forellen oder Saiblinge deutscher Erzeuger. Die Norddeutsche Fischhandelsgesellschaft mbH stellt außerdem Zander vor, die in Kreislaufanlagen gezogen werden. Aber auch wilder Zander aus Russland ist im Angebot, präsentiert von fish & more. Derzeit leisten die Friedrichshafener mit ihren russischen Partnern die Vorarbeiten, um ihre Fangmethoden nach dem Standard für Wildfischerei des Marine Stewardship Council (MSC) zertifizieren zu lassen. „Beispielsweise haben wir schon die Maschengrößen unserer Netze vergrößert, sodass Jungfische in den See zurückfallen“, erklärt Firmenchef Jürg Knoll, der unter seinem zweiten Label „followfish“ ausschließlich Fisch mit MSC- oder Bio-Siegel vertreibt. „Wir hoffen, die Zertifizierung unserer eigenen Produktion bis Ende 2012 erreicht zu haben“, so Knoll.

Neben Süßwasserfischen zeigt die Messe die große Vielfalt, die die Meere der Welt hervorbringen. Präsentiert wird zudem, was Feinkostproduzenten oder Räuchereien daraus zu zaubern verstehen. Das belgische Unternehmen Ouwehand Visverwerking B.V. etwa bringt Heringshappen mit exotischer Note nach Bremen mit, zum Beispiel in Ananas-Chili-Sauce. Diverse Händler aus dem In- und Ausland präsentieren Tiger-Prawns und andere Garnelen. Das dänische Unternehmen Uhrenholt kommt mit Bio-Garnelen, die in Indonesien gezüchtet werden. Shrimps sind auch ein großes Thema auf dem tunesischen Gemeinschaftsstand. Seit langem beliebt bei den Genießern sind Garnelen in Knoblauch – der Erfinder dieser Zubereitung, die Werner Lauenroth Fischfeinkost GmbH, ist natürlich auf der fish international präsent. Die confierten – also in aromatisierten Ölen langsam gegarten – Garnelen von „Die Räucherei“ fanden schon auf der fish international 2010 Liebhaber. Eine Spezialität des Hauses ist kalt gegarter Thunfisch, außerdem bringen die Niedersachsen Lachsmedaillons mit Frischkäsefüllungen verschiedener Geschmacksrichtungen mit.

Dafür, dass sich Frischware und andere Delikatessen appetitlich feilbieten lassen, sorgen die Thekenkonzepte, die auf der Messe zu sehen sind – wie in früheren Jahren will der Bremerhavener Ladenbauspezialist Erich Schich das Fachpublikum mit neuen, rationellen Lösungen überraschen. Bei der Frage der Präsentation nicht unwichtig: Händler müssen ab Januar 2012 neuen Kennzeichnungspflichten bei Fischerei- und Aquakulturerzeugnisse nachkommen, etwa was die Rückverfolgbarkeit ihrer Waren, Auftauhinweise oder die Angabe wissenschaftlicher Namen betrifft. Der Fachverband „Der Fischfachhandel“ im Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels e.V. bietet dazu an seinem Stand auf der Messe vielfältige Informationen an. Die Kennzeichnungsvorschriften stehen außerdem auf dem Vortragsprogarmm der Jahrestagung des Fachverbandes am ersten Messetag, dem 12. Februar.

Die fish international findet statt vom 12. bis 14. Februar in den Hallen 4 und 5, mehr Informationen gibt es unter
www.fishinternational.com

ARD-Buffet

Moderation: Fatma Mittler-Solak

Montag, 31.10.2011
Live-Ratgeber und Zuschauerfragen zum Thema: Hartz IV –
Grundsicherung für Arbeitssuchende
Experte: Thomas Kopf, ARGE Stuttgart
Karlheinz Hauser bereitet heute zu: Rotes Curry mit
Rindfleisch

Dienstag, 1.11.2011
Zuschauerfragen zum Gartenthema: Rosen
Experte: Heiko Hübscher, Gärtnermeister
Live-Ratgeber: Bluthochdruck – neue Erkenntnisse, mit Prof.
Thomas Meinertz, Deutsche Herzstiftung e.V.
Jörg Sackmann bereitet heute zu: Rehrücken im Gewürzsud mit
Apfelpüree und Rotkraut

Mittwoch, 2.11.2011
Live-Ratgeber und Zuschauerfragen zum Thema: Migräne
Experte: Professor Dr. med. Dr. phil. Stefan Evers, Facharzt
für Neurologie
Jacqueline Amirfallah bereitet heute zu: Porree à la creme
mit Hähnchenbrust

Donnerstag, 3.11.2011
Menschen live: Heute zu Gast: Roger Cicero
Zuschauerfragen zum Thema: Hautpflege in der kalten
Jahreszeit
Expertin: Marina Westermann, Kosmetikerin
Vincent Klink bereitet heute zu: Nusspalatschinken mit
Schokosauce

Freitag, 4.11.2011
Live-Ratgeber und Zuschauerfragen zum Thema: Schimmel
bekämpfen, mit Christian Tegeder, Sachverständiger für
Schimmel und Wohngifte
Otto Koch bereitet heute zu: Gebratener Zander mit
Schwarzwurzelbandnudeln