Pflanzenbetonte Ernährungsweise kann Entzündungen vorbeugen

Übergewicht geht oft mit einer chronischen
Entzündung einher, die das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
Typ-2-Diabetes und Krebs erhöht. Ein Wissenschaftlerteam um Krasimira
Aleksandrova und Fabian Eichelmann vom Deutschen Institut für
Ernährungsforschung (DIfE) hat nun 29 wissenschaftliche Arbeiten
ausgewertet, welche die Effekte einer pflanzenbetonten Kost auf die
Entzündungsmarker-Spiegel übergewichtiger Menschen untersuchten. Wie
die in der Fachzeitschrift Obesity Reviews publizierte Meta-Analyse*
zeigt, sanken unter einer pflanzenreichen Ernährung im Vergleich zu
einer Kontrolldiät die Werte des Entzündungsmarkers C-reaktives Protein
(CRP) um durchschnittlich 0,55 mg/l und die Werte für Interleukin-6 um
0,25 ng/l.

„Unsere Ergebnisse weisen somit darauf hin, dass übergewichtige
Menschen durch eine pflanzenbetonte Ernährung ihr
Entzündungsmarker-Profil deutlich verbessern und hierdurch
möglicherweise selbst viel dazu beitragen können, sogenannten
Volksleiden wie Herzinfarkt und Diabetes vorzubeugen“, sagt
Studienleiterin Aleksandrova. „Eine pflanzenbetonte Kost ist so
definiert, dass sie hauptsächlich auf Lebensmitteln wie Gemüse,
Getreide, Hülsenfrüchten und Obst basiert. Zudem enthält sie gar kein
oder nur sehr wenig Fleisch, kann aber moderate Mengen an Eiern,
Milchprodukten und Fisch mit einschließen“, erklärt Erstautor
Eichelmann.

Warum fördert Übergewicht Entzündungsreaktionen?
Die körpereigenen Fettdepots speichern nicht nur Energie, sondern
setzen auch Botenstoffe frei. Da einige dieser Substanzen entzündliche
Prozesse im Körper fördern, sind die Entzündungsmarker-Werte im Blut
übergewichtiger Menschen häufig erhöht. Ein Zustand, der wiederum mit
einem deutlich erhöhten Risiko für Stoffwechselkrankheiten einhergeht.
Da nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit die Zahl der
krankhaft übergewichtigen (adipösen) Menschen beständig steigt, suchen
Forscher und Mediziner auch nach wissenschaftlich basierten
Ernährungsstrategien, die dabei helfen, trotz eines übermäßigen
Körpergewichts gesund zu bleiben.

Warum eine Meta-Analyse?
Beobachtungs- und Interventionsstudien** weisen zwar seit Langem darauf
hin, dass eine pflanzenbetonte Ernährung übergewichtsbedingten
Entzündungsreaktionen entgegenwirkt. Oftmals sind in
Interventionsstudien die Teilnehmerzahlen jedoch relativ gering, sodass
die beobachteten Effekte manchmal nur schwach ausgeprägt sind. „Daher
haben wir eine umfangreiche, systematische Literaturanalyse durchgeführt
und die Einzelergebnisse entsprechender Interventionsstudien erstmals zu
einem Gesamtergebnis zusammengefasst. Hierdurch lässt sich die
Effektstärke einer solchen Ernährungsweise auf das Entstehen
chronischer Entzündungen besser beurteilen. Eine wichtige Voraussetzung,
um Empfehlungen abzuleiten“, sagt Erstautor Eichelmann.

Studiengrundlage
In der aktuellen Analyse untersuchten die Forscher alle in Frage
kommenden Ernährungsstudien, die von Januar 1946 bis Januar 2016 in
Medline, EMBASE sowie im Cochrane central register of Controlled
Trials erschienen waren. Von ursprünglich 2.583 identifizierten Studien
erfüllten nur 29 Publikationen, mit Daten von insgesamt 2.689
Studienteilnehmern im Alter zwischen 28 und 68 Jahren, die für die
Meta-Analyse gestellten Auswahlkriterien. Zu den Einschlusskriterien
gehörten:
●    Es handelt sich um eine Interventionsstudie.
●    Die Studienteilnehmer waren älter als 18 Jahre.
●    Als Interventions-Diät wurde eine pflanzenbetonte Kost verzehrt,
die aber auch kleine Mengen Fleisch, Fisch und Milchprodukte enthalten
durfte.
●    Vorhandensein einer ausreichend großen Datenmenge, die
Unterschiede in den Entzündungsmarker-Spiegeln zwischen Interventions-
und Kontrollgruppe erfassen lässt.

Quelle: F. Eichelmann, L. Schwingshackl, V. Fedirko and K.
Aleksandrova: Effect of plant-based diets on obesity-related
inflammatory profiles: a systematic review and meta-analysis of
intervention trials; Obesity Reviews 2016; DOI: 10.1111/obr.12439;
http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/obr.12439/epdf

* Bei Meta-Analysen fassen Forscher die Einzelergebnisse mehrerer
Studien zu einem Gesamtergebnis zusammen, um eine gemeinsame Aussage
bezüglich einer Fragestellung zu finden.

** Bei einigen Interventionsstudien werden dieselben Teilnehmer vor und
nach einer Intervention (Behandlung) untersucht, beispielsweise vor
einer bestimmten Diät und hinterher. In anderen Interventionsstudien
untersuchen Wissenschaftler die Studienteilnehmer im sogenannten
cross-over design. Die möglichst per Zufallsprinzip ausgesuchten
Studienteilnehmer werden dabei auf zwei Teilnehmergruppen aufgeteilt.
Während eine Gruppe die zu untersuchende Diät (z. B. pflanzenbetonte
Kost) erhält, muss die zweite Gruppe eine Kontrolldiät einhalten. Nach
der Hälfte der Studiendauer wechseln die Gruppen. Die
Interventionsgruppe erhält die Kontrolldiät und umgekehrt.

Übergewicht: Die Zahl der übergewichtigen und adipösen Erwachsenen ist
weltweit auf mehr als 1,9 Milliarden angestiegen und nimmt weiterhin zu.
Allein in Deutschland sind mehr als die Hälfte der Frauen und Männer
übergewichtig, fast jeder vierte Erwachsene ist laut Robert
Koch-Institut adipös. Aber nicht nur in Europa und den USA sind viele
Menschen zu dick, auch Länder wie Afrika sind betroffen. Mit dem
Übergewicht steigt auch die Zahl der Menschen, die unter chronischen
Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes leiden. Schätzungsweise 6 Millionen
Menschen in Deutschland sind zuckerkrank. Effektive Gegenstrategien zu
entwickeln, erscheint daher mehr als notwendig.

Quellen:
●    World Health Organization: Obesity and overweight Fact sheet;
Updated June 2016 http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs311/en/

●    Global, regional, and national prevalence of overweight and
obesity in children and adults during 1980–2013: a systematic analysis
for the Global Burden of Disease Study 2013
    http://www.thelancet.com/pdfs/journals/lancet/PIIS0140-6736(14)60460-8.pdf

Ernährung

11. – 15. Juli: Themenwoche Ökologische Züchtung
Wenn die Werte am Tellerrand enden

Fünf Großkonzerne beherrschen 95% des europäischen Saatgutmarktes für Gemüse. Allein in Deutschland werden jährlich 50 Millionen Küken direkt nach dem Schlüpfen getötet. Was sich wie ein apokalyptisches Zukunftsszenario liest, ist traurige Realität.
Hoffnung machen da die vielen Initiativen aus dem Bereich der Ökologischen Züchtung. Sie stellen sich gegen die vermeintlich unbesiegbaren Agrarriesen, gegen Patenrechte auf Leben und gegen die Grüne Gentechnik. Ihr Ziel ist die Bewahrung der Würde von Pflanze und Tier und ihre Bemühungen in diese Richtung sind der Schlüssel dazu. Bereits seit vielen Jahren werden alte und neue Sorten sowie Rassen aufgespürt, kombiniert, ausgewählt und weiterentwickelt – natürlich nach den Maßgaben des Ökologischen Züchtungsgedankens.
Der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V. wird in der Woche vom 11. bis zum 15. Juli die elementare Arbeit der Züchterinnen und Züchter vorstellen. Auf Facebook und Twitter (Hashtag #ökovielfalt) erhalten die vielen Protagonisten der Ökologischen Pflanzen- und Tierzüchtung eine Bühne.

Einen ersten Einblick in den Bereich der Ökologische Züchtung von Tieren und Pflanzen bietet der aktuelle BNN-Themendienst „Monopoly – die Saatgut-Edition“.

www.n-bnn.de

Saccharin und Co. ersetzen Haushaltszucker

Der Kuchen, das Dessert, die Konfitüre oder der Tee soll süß sein und sich zugleich möglichst nicht auf den Hüften niederschlagen. In solchen Fällen können synthetisch hergestellte oder natürliche Süßstoffe wie Saccharin, Cyclamat, Acesulfam K oder Steviolglycoside den Haushaltszucker ersetzen. Sie haben eine 30- bis 13.000mal höhere Süßkraft als Haushaltszucker, bringen jedoch kaum oder nur vernachlässigenswert wenige Kalorien mit.

Beim Abnehmen helfen Süßstoffe zwar nicht, wohl aber bei der Gewichtsstabilisierung. Anders als Haushaltszucker verursachen sie auch keine Karies. Hemmungslos zugreifen sollte man dennoch nicht. „Wenn man ständig übermäßig süße Nahrung zu sich nimmt, wird die Reizschwelle für süßen Geschmack erhöht. Das Verlangen nach Süßem steigt und man verlernt zu schmecken“, erklärt Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler beim aid.

Süßstoffe gelten als Lebensmittelzusatzstoffe. Daher sind ihnen E-Nummern zugeordnet. Im Rahmen des Zulassungsverfahrens werden sie unter anderem auf ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit geprüft. In der Lebensmittelindustrie ist der Einsatz von Süßstoffen auf bestimmte Lebensmittel begrenzt und beispielsweise in Säuglingsnahrung verboten. Für jeden zugelassenen Süßstoff ist ein sogenannter ADI-Wert definiert (Acceptable Daily Intake – akzeptable tägliche Aufnahmemenge). Er gibt die Menge eines bestimmten Süßstoffes pro Kilogramm Körpergewicht an, die eine Person ohne gesundheitliches Risiko täglich ein Leben lang zu sich nehmen kann.

Die ADI-Werte der Süßstoffe unterscheiden sich zum Teil erheblich. „Es ist völlig unrealistisch anzunehmen, dass ein Verbraucher am Ende des Tages die ADI-Werte diverser Nahrungsmittel verrechnet“, sagt Harald Seitz. Er empfiehlt deshalb, Süßstoffe mit Augenmaß zu verwenden. Beispielsweise dürfen Menschen, die unter der Stoffwechselkrankheit Phenylketonurie leiden, kein Aspartam zu sich nehmen. Sie können die darin enthaltene Aminosäure Phenylalanin nicht verarbeiten.

Für den Privatgebrauch sind die diversen Süßstoffe in unterschiedlichen Darreichungsformen erhältlich. Tabletten lösen sich in heißen Flüssigkeiten auf. Flüssigsüßen eignen sich gut für kalte Getränke, Desserts und Konfitüre. Allrounder sind pulverförmige Streusüßen. Aufgrund ihrer hohen und noch dazu deutlich unterschiedlichen Süßkraft können Süßstoffe in einem vorhandenen Rezept nicht im Verhältnis 1:1 den Haushaltszucker ersetzen. Auf vielen Verpackungen finden sich Umrechnungshilfen. Trocken und kühl lassen sich Süßstoffe rund drei Jahre lagern. Angebrochene Flüssigsüßen kommen am besten in den Kühlschrank.
Eva Neumann, www.aid.de

Wie viel Gluten ist wirklich drin?

In einem Verbundprojekt hat die Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie (DFA) in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) 43 ausgewählte Lebensmittel und Getränke auf ihren exakten Glutengehalt untersucht. Bisher fehlten diese Angaben, die für Fachpersonal und von einer Lebensmittelunverträglichkeit betroffenen Personen relevant sind. „Unsere langjährige Expertise im Bereich der Glutenanalytik ermöglicht es, erstmals belastbare Glutengehalte in Lebensmitteln anzugeben“, so Prof. Dr. Peter Schieberle, Direktor der DFA. Das Projekt – gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten – hilft somit, einen gesicherten Überblick über die Gehalte an Gluten zu geben.

Werte für Getreide, Mehle, Brote und Biere
Erwartungsgemäß enthalten Weizen und die daraus hergestellten Mehle die höchsten Glutengehalte. Nur Dinkel und Dinkelmehle weisen höhere Werte aus. So enthält beispielsweise das Dinkelmehl Type 630 im Mittel 10.300 mg Gluten/100g. Zum Vergleich: Das bevorzugte Haushaltsmehl ist das Weizenmehl Type 405 mit 8.660 mg Gluten/100 g. Die niedrigsten Glutengehalte weisen im Vergleich zu den anderen untersuchten Getreidearten und Getreideprodukten Roggen (3.177 mg/100 g ganzes Korn) und Roggenprodukte auf. Im Vergleich zu Dinkelmehl hat Roggen zwei Drittel weniger Gluten.

Bei den untersuchten Bieren enthält Weißbier mit 274 mg/100 g den höchsten Glutengehalt. Demgegenüber liegt die Glutenmenge beispielsweise im Pilsener Lagerbier deutlich niedriger, bei nur 1,2 mg/100 g. Demnach verfügen das Pilsener Lagerbier zusammen mit weiteren Bieren wie Vollbier (hell, dunkel), alkoholfreies Bier und Malzgetränk über einen „sehr geringen Glutengehalt“. Laut EU-Verordnung dürfen Produkte so bezeichnet werden, wenn sie den Grenzwert von 100 mg Gluten/kg Lebensmittel nicht überschreiten. „Glutenfrei“ deklarierte Produkte können ebenfalls Gluten enthalten, solange ein Höchstgehalt von 20 mg/kg nicht überschritten wird.

Zöliakiepatienten müssen, Glutensensitive sollen Gluten meiden
Für Menschen, die an Zöliakie oder Glutensensitivität leiden, ist es unabdingbar, Gluten aus der Nahrung zu verbannen. Bei Zöliakie, einer chronischen Erkrankung der Dünndarmschleimhaut, bilden sich bei Aufnahme glutenhaltiger Lebensmittel die Darmzotten zurück. In Folge verringert sich die Oberfläche des Dünndarms und der Körper kann nicht genügend Nährstoffe aufnehmen. „Die einzige Therapie dieser Erkrankung ist der lebenslange Verzicht auf glutenhaltige Lebensmittel, denn selbst Spuren von Gluten können bei Zöliakiepatienten Beschwerden auslösen“, sagt Dr. Wolfram Schaecke, Leiter des KErn. Anders ist es bei der Glutensensitivität: Bei dieser Unverträglichkeitsreaktion klagen Betroffene zwar über körperliche Beschwerden, allerdings findet keine Schädigung der Darmschleimhaut statt. „Wichtig ist in der Diskussion um Gluten, dass es sich weder bei Zöliakie noch bei Glutensensitivität um eine Allergie handelt“, so Schaecke weiter. Bei einer
Weizenallergie, die bei nur 0,1 bis 0,5 % der Bevölkerung auftrete, kommt es zur Ausschüttung eiweißspezifischer Antikörper, die im Blut nachgewiesen werden können. Bei Lebensmittelunverträglichkeiten, dieoft ähnliche Symptome wie die einer Allergie aufweisen, ist das nicht der Fall.

Die vollständigen Glutenwerte sind dem Daten und Faktenblatt „Gluten in Getreide und Getreideerzeugnissen“ auf www.KErn.Bayern.de zu entnehmen.

Warum Cholesterin gefährlich und wichtig zugleich ist

Die einen können unbesorgt Kekse und Kuchen essen, andere müssen genau aufpassen, dass sie nicht zu viel Süßes naschen. Nicht unbedingt aus Sorge, dass sie zu dick werden könnten, sondern wegen ihrer Cholesterinwerte. Dieser Stoff ist eine fettartige Substanz, die hauptsächlich in der Leber produziert wird und in der richtigen Dosierung von großer Bedeutung für den menschlichen Körper ist. „Es ist lebenswichtig und wird für Hormone, die DNA und Zellmembranen benötigt. Zudem würde unser Gehirn nicht ohne Cholesterin funktionieren“, erklärt Ian Graham, Professor für Kardiovaskuläre Medizin am irischen Trinity College in Dublin im Magazin Reader’s Digest.

Das Magazin beschreibt in seiner September-Ausgabe nicht nur die Bedeutung von Cholesterin, einem sogenannten Lipid. Es berichtet auch über neue Studien und den Unterschied zwischen „gutem“ lipidarmem (HDL) und „schlechtem“ Cholesterin (LDL) mit hohem Lipidgehalt. Darüber hinaus gibt es noch das VLDL, das den höchsten Lipidgehalt aufweist. Der Stoff gelangt über das Blut an jene Stellen, wo er gebraucht wird. „Wir verfügen über viermal so viel Cholesterin wie nötig ist“, so Professor Graham. Das Problem: Wenn sich der Überschuss zum Beispiel an den Wänden der Arterien ablagert, erhöht er das Risiko für Herzprobleme und Schlaganfälle. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation ist Cholesterin für ein Drittel der koronaren Herzerkrankungen verantwortlich.

Neue Studien haben gezeigt, dass die Änderung der Essgewohnheiten eher dazu beiträgt, den Cholesterinspiegel zu senken, als dies mit körperlicher Betätigung möglich ist – die optimale Lösung ist freilich eine Kombination aus beidem. „Haben Sie im Lauf der Jahres etwas zugelegt, sollten Sie zuerst Ihre überschüssigen Pfunde loswerden“, sagt Dr. Ronald Mensick, Forscher und Humanbiologe an der Universität Maastricht. Jüngste Forschungsergebnisse belegen, dass zu viel Cholesterin in der Nahrung nur bedingt das Risiko einer Erkrankung erhöht, das eigentliche Problem entsteht durch das von der Leber produzierte überschüssige Cholesterin. Dieser Überschuss steht zwar im Zusammenhang mit den verzehrten Lebensmitteln, aber nicht mit denjenigen, vor denen Ärzte in der Vergangenheit gewarnt haben. Wer viele stärke- und zuckerhaltige Kohlehydrate vertilgt, wie sie in Brot, Kartoffeln, Zucker und weißem Reis enthalten sind, dessen Werte für LDL steigen, die Werte des guten HDL aber sinken.

Wie das Magazin Reader’s Digest weiter berichtet sind zahlreiche Fachleute der Auffassung, dass viele ungesättigte Fette – besonders aus Olivenöl, fettem Fisch und Nüssen – zur Senkung der Cholesterinwerte beitragen. Wer dann auch noch reichlich frisches Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Fisch und Nüsse isst, kann hoffen, dass seine Cholesterinwerte niedrig bleiben.

Das Saint Mont Weinfest

Die Winzer von Plaimont öffnen vom 27. bis 29. März 2015 die Tore zu ihrer Appellation Saint Mont. Das ist eine einzigartige und besondere Gelegenheit, die neuen Jahrgänge der Saint Mont-Weine zu probieren, die Weinkeller zu besichtigen und die darin verborgenen Geheimnisse zu entdecken, auf Entdeckungsreise des historischen Erbes zu gehen… Kurz: Das Weinfest „Saint Mont Vignoble en Fête“ macht es einfach möglich, die Menschen, ihr Terroir und ihre Werte besser kennen zu lernen Dazu tragen auch die historischen Vorführungen auf Monastère bei.

Schon immer zeigen sich die Plaimont-Winzer sehr offen, um ihr reiches Erbe an Wein, Gastronomie, Kultur und Architektur mit der Welt zu teilen. Die familienfreundliche Route zeigt den Besuchern die Werte und Traditionen, die im Südwesten Frankreichs gelebt werden. Die Winzer präsentieren, jeder auf seine Art und Weise, ihre verschiedenen Produktionsstätten und ihre AOC-Weine aus Saint Mont wie L’Empreinte, Le Faîte, Château Sabazan, Monastère, La Madeleine. Aber auch verschiedene Bio-Weine können mit außergewöhnlichen regionalen Produkten verkostet werden.

Ein neuer Pate im Jahr 2015: Vincent Ferniot, bekannt aus dem lokalen Fernsehen
Journalist und gastronomischer Kritiker ist Vincent Ferniot, der seine Karriere bei „Télématin“ bei France 2 begann. Seit mehr als 15 Jahren ist er jeden Tag im Fernsehen zu sehen und brachte beispielsweise den Großmarkt Rungis seinen Zuschauern näher. Mit Zwischenstop bei den Sendern Canal +, Escales und Vivolta präsentiert er heute die täglich laufende Sendung „Midi en France“ bei France 3. Bewunderer und Freund von vielen großen Köchen hat er seinen Platz in der Haute Cuisine gefunden, denn er ist selbst ein begnadeter Koch und verrückt nach schönen Produkten mit Aromen, Geschmack und regionaler Herkunft. Saint Mont Vignoble en Fête mit Vincent Ferniot, das wird ein „Rendez-vous“, das sich die Feinschmecker nicht entgehen lassen.

Wolfgang Weigler

Wolfgang Weigler kocht. Er kocht aus Leidenschaft, mit Leichtigkeit und mit dem Anspruch, mehr als einfach nur ein gutes Essen auf den Tisch zu bringen. Qualität und Frische sind die
Grundzutaten für jedes seiner Gerichte, die er mit einem guten Schuss Kreativität und einer
Prise Ehrlichkeit verfeinert. Traditionelle Werte, eine unerschütterliche Bodenständigkeit und seine Abneigung gegen pompösen Schnick-Schnack zeichnen Wolfgang Weigler genauso aus wie seine Zielstrebigkeit und seinen Drang nach absoluter Perfektion. „Wer Wolfgang
Weigler bucht, der kann sich immer zu 100 Prozent auf mich verlassen“, so sein Versprechen.
Modernste Technik und eine professionelle Ausrüstung ermöglichen es ihm und seinem Team, im Rahmen seines Eventcaterings WHO WANTS IT bis zu 2.500 Personen ein kulinarisch erstklassiges Erlebnis zu servieren.

Vom Lehrling zum perfekten Gastgeber – Wolfgang Weiglers Werdegang
Über 25 Jahre sind seit seiner Ausbildung zum Koch in Wendelstein vergangen – sein Weg bis zum selbstständigen Eventgastronom mit einem eigenen florierenden Eventcatering führte Wolfgang Weigler in dieser Zeit in zahlreiche namenhafte Restaurants, in denen er sein Wissen und Können stets unter Beweis stellte und weiterentwickelte: Im Hotel Zum Wenden
absolvierte der gebürtige Nürnberger im Alter von 15 Jahren die klassische Ausbildung zum Koch und im Anschluss die zum Chef de Partie. „Wolfgang war schon als junger Mann enorm zielstrebig und ehrgeizig. Er beherrscht sein Handwerk auch ohne große Bühne und bunte Show“, so Bernd Sperber, Küchenchef des Restaurant Sebald. Es folgten drei Jahre im Restaurant Bammes in Nürnberg (ein Michelin Stern) und drei weitere Jahre als Sous Chef im Restaurant Lorenz, ebenfalls in Nürnberg. Im März 1997 absolvierte Wolfgang Weigler die Weiterbildung zum Küchenmeister, die Ausbildung der Ausbilder und erhielt zudem den
Meisterpreis der bayerischen Staatsregierung. Von 1998 bis 2000 war er Küchenchef im Restaurant Sebald (15 Punkte Savoir Vivre; 2,5 F Feinschmecker; Big Gourmand Michelin) und im Anschluss bis 2003 der stellvertretende Küchenchef im Lenbach in München. Hier arbeitete er zusammen mit Stefan Marquard, mit dem er sich im selben Jahr selbstständig machte: Bis 2012 revolutionierten die beiden Spitzenköche zusammen das Catering Business und setzen mit ihren Firmen Stefan Marquard Eventcatering, der Jolly Rogers Cooking Gang und Wolfgang Weigler Eventgastronomie – WHO WANTS IT neue Maßstäbe. Im Mai 2011 trennten sich die beiden und Wolfgang Weigler übernahm ab diesem Zeitpunkt alle Geschäfte einschließlich sämtlicher Marken- und Verwertungsrechte und führt diese seitdem erfolgreich
weiter.

Zusammen mit seiner Frau Sandra und Hund Manou lebt und arbeitet Wolfgang Weigler heute in Tutzing am Starnberger See bei München. Hier befindet sich seine Basis, lagert er sein Equipment und veranstaltet er vor allem auch seine Kochkurse. Unterstützt wird er bei allem,was er tut, von seiner Frau und seinem Team, bestehend aus top-ausgebildeten und hochmotivierten Leuten, die sowohl Ehrgeiz als auch Fleiß und Spaß am Kochen mit Wolfgang Weigler teilen.

Mehr als Braten, Brutzeln und Backen – was Wolfgang Weigler wichtig ist
Catering allein ist ihm zu langweilig. Frische Ideen, ein motiviertes Team und jede Menge Kreationen, die Spaß und Genuss bringen – das will Wolfgang Weigler mit seiner Eventgastronomie erreichen. Kochen bedeutet für ihn Selbstverwirklichung, deswegen nimmt er Abstand von allzu abgehobenen Zutatenkombinationen und einer schnelllebigen Experimentalküche. Wolfgang Weigler konzentriert sich auf das Wesentliche: Frische und
Qualität, Werte wie Respekt und Verantwortung. Diese Werte pflegt er nicht nur seinen Kunden gegenüber, sondern auch sich selbst. Seine Devise: Gastgeber sein von Anfang bis Ende! Bei ihm wird jeder Auftrag individuell betreut, er geht auf die Wünsche und
Vorstellungen seiner Kunden ein, analysiert die Gegebenheiten und gibt erst dann ein klares
und realistisches Angebot ab. Ab diesem Moment kann der Kunde sich entspannen und auf seine Veranstaltung freuen – um alles Weitere kümmern sich Wolfgang Weigler und sein Team. Die Wünsche seiner Kunden zu erfüllen, hat für ihn höchste Priorität. Dafür geht er gerne auch die Extrameile und überrascht seinen Kunden beispielsweise mit einem spontanen Mitternachtssnack. Von der neuesten NESPRESSO Kaffeemaschine über den HighTech Profi-Grill bis hin zu kompletten Küchenzeilen inklusive Arbeitsplatten, Kühlgeräten und sogar Starkstromkabeln bringt WHO WANTS IT zusammen mit dem üblichen Equipment alles mit, was es für eine gelungene und erstklassige Veranstaltung braucht. Egal ob für zehn, 20, 1.000 oder 2.000 Gäste – egal ob Produktvorstellung, Markteinführung, Gala Dinner,
Messeveranstaltung, Road Show, Vernissage, Fashion Show oder Familienfeier – Wolfgang gibt jedes Mal alles und ist mit 100 Prozent Konzentration und Freude am Werk. Kunden wie AEG, AUDI AG, Siemens, MCM und Volkswagen sind nur einige Firmen, die Weigler gebucht haben
– mit durchweg positiven Rückmeldungen, wie seine Referenzen zeigen: „Der herzliche und
respektvolle Umgang, Service auf hohem Niveau und Wolfgang Weiglers Spontaneität haben meine Erwartungen an die Veranstaltung übertroffen“, fasst Dr. André Blum zusammen, Gast bei einem Managementtreffen der AUDI AG, das WHO WANTS IT organisierte.

Trotz seines enormen Erfolgs bleibt Wolfgang Weigler von Hochmut und Arroganz völlig unberührt. Er ist ein Typ zum Anfassen, zum Reden und zum Lachen. Diese natürliche Bodenständigkeit hat er seinem langen Weg vom Wendelstein nach Tutzing zu verdanken, der nicht immer gerade verlief. Zahlreiche Referenzen und zufriedene Kunden belegen, dass Wolfgang Weiglers Verlässlichkeit und sein Können von der Gabel bis zum Kühl-LKW immer zufriedene Gäste zaubert.

Hier kochen Sie mit dem Chef – Wolfgang Weiglers Kochschule
Die jahrelange Erfahrung, die Wolfgang Weigler gesammelt hat, gibt er gerne weiter. In seiner
eigenen Kochschule in Tutzing gibt er allen, die Spaß an gutem Essen und kreativen Ideen haben, das nötige Know-How mit. Viermal im Jahr, passend zu jeder Jahreszeit, stellt Wolfgang Weigler mit bis zu 25 Personen ein 4-Gänge-Menü zusammen. Auf den Tisch
kommen frische Zutaten, die die Saison zu bieten hat. Wolfgang Weigler selbst ist mittendrin:
Schneidet, hobelt und paniert mit den eigenen Händen und abwaschen kann er auch. Sechs Stunden nimmt er sich Zeit, um die Teilnehmer beim Kochen zu begleiten und den Einzelnen mit praktischen und individuellen Tipps zu unterstützen. Oberlehrer will er nicht sein und von
faden Vorlesungen hält er auch nicht viel. Es macht ihm Spaß, mit Menschen zusammen zu arbeiten, sich auszutauschen und voneinander zu lernen – menschlich und fachlich. Denn das Kochen ist für ihn auch immer eine Einladung zur Geselligkeit und Gastlichkeit.

W.U.F.O – Catering der Zukunft
Der W.U.F.O, Weiglers Ultimate Food Orbiter, ist der neue, spektakuläre Zauberkasten, aus dem Hause WHO WANTS IT. Ein rund 10m langes, silberglänzendes Gefährt mit Zugfahrzeug und autarkem Notstromaggregat fungiert als mobile Profiküche. Mit dem W.U.F.O ist er mobil
und kann flexibel auf die Wünsche seiner Kunden eingehen. Das Innere seiner mobilen Küche
ist mit neuester Technik ausgestattet und bietet ihm die nötigen Voraussetzungen, um Gerichte auf gewohnt höchstem Niveau anzubieten.

www.whowantsit.de

Perfektes Dinner Profi

Getestet wurde die Variante der Kochshow im März – mit durchschlagendem Erfolg. Im Oktober geht es nun weiter.
«Das perfekte Dinner» bei VOX gibt es inzwischen in einigen Varianten: «Das perfekte Dinner im Schlafrock», in dem die Gäste dann auch gleich über Nacht bei ihrem Gastgeber bleiben ist nur eine davon. Anfang des Jahres testete VOX nun auch «Das perfekte Dinner – Wer ist der Profi?». Inhalt: Einer der fünf Köche ist gar kein Hobbykoch, sondern ein wirklicher Profi am Herd.

Die Teilnehmer müssen am Ende der Woche raten, wer von ihnen der Profi ist. Zu gewinnen gibt es wieder 5000 Euro, der Profikoch würde diese im Falle des Sieges einem guten Zwecke zukommen lassen. Eine weitere Woche mit einem versteckten Profi gibt es ab 22. Oktober – wie gewohnt um 19.00 Uhr – zu sehen.

«Das perfekte Dinner – Wer ist der Profi?» kommt gerade recht. Die fünf Testausgaben holten im März 2012 stets Werte von mehr als elf Prozent, in der Spitze am Freitag sogar 12,5 Prozent Marktanteil.

Davon ist das VOX-Format derzeit weit entfernt. Die acht bisher im September gezeigten Folgen erreichten zwischen 7,6 und 10,8 Prozent Marktanteil. Sechs davon blieben im einstelligen Bereich. via www.quotenmeter.de – Manuel Weis

Mandeln sind gut fürs Herz

Mandeln sind ein wahres Allroundtalent. Seit langem gelten
diese als eine nahr- und schmackhafte Zwischenmahlzeit und die
neuesten Forschungsergebnisse liefern noch mehr Grund, Mandeln in
eine gesunde Ernährung, auch für Menschen mit Diabetes mellitus oder
dessen Vorstufe, Prädiabetes, aufzunehmen. Zum einen verbessern sie
die Blutzuckerkontrolle entscheidend, zum anderen wirken sie sich
positiv auf den Cholesterinspiegel aus. Wer Mandeln bereits zum
Frühstück verzehrt, hat einen geringeren Blutzuckerspiegel und fühlt
sich langanhaltender gesättigt.

Mandeln sorgen für einen gesunden Blutzuckerspiegel

Dr. Richard Mattes, Professor für Nahrungsmittel und Ernährung an der
amerikanischen Purdue Universität Lafayette, untersuchte in seiner
Studie die unmittelbaren Auswirkungen und Second-Meal-Effekte (sprich
die Wirkung auf die nachfolgende Mahlzeit) von Mandeln bei
Erwachsenen mit verminderter Glukosetoleranz. Eine verminderte
Glukosetoleranz hat zur Folge, dass die Fähigkeit des Stoffwechsels,
nach der Aufnahme von Glukose, den Blutzuckerspiegel ohne eine
zeitlich begrenzte inakzeptable Blutzuckererhöhung im Normbereich zu
halten, vermindert ist. Dabei kam er zu folgendem Ergebnis: Mandeln
enthalten verschiedene Bestandteile wie ungesättigte Fettsäuren und
Ballaststoffe, die verhindern, dass der Blutzuckerspiegel nach
Mahlzeiten zu stark ansteigt. Wer ein kohlenhydratreiches Frühstück
um Mandeln ergänzt, kann so die Blutzuckerkonzentration nach dem
Frühstück und sogar nach dem Mittagessen verringern. In der
Untersuchung analysierten die Forscher, wie sich verschiedene
Mandelformen auf die Insulinempfindlichkeit und das Sättigungsgefühl
bei Testpersonen mit einer Vorstufe von Diabetes mellitus (=
Prädiabetes oder pathologische Glukosetoleranz) auswirken. Die
Studienteilnehmer, die ein Frühstück mit ganzen Mandeln verzehrten,
fühlten sich länger gesättigt und wiesen einen geringeren
Blutzuckerspiegel nach dem Frühstück und der zweiten Mahlzeit auf als
die Testpersonen, die ein Frühstück ohne Mandeln zu sich nahmen.

Mit Mandeln den Cholesterinspiegel senken

Wer 20 Prozent seines täglichen Kalorienbedarfs durch Mandeln deckt,
kann sein Körperfett, die Nüchtern-Insulin- und Blutzucker-Werte
sowie andere wichtige Körperwerte wesentlich verbessern. Forscher in
Taiwan testeten in einer Studie mit 22 Patienten, die alle an Typ 2
Diabetes mellitus erkrankt waren, zwei unterschiedliche Diätformen.
Zum einen unterzog sich ein Teil der Patienten einer NCEP (US
National Cholesterol Education Programm) Step II Diät, bei der
weniger als 7% der täglichen Kalorienzufuhr durch gesättigte
Fettsäuren und weniger als 200 mg Cholesterin zu sich genommen
wurden. Der zweite Teil der Patienten hielt eine Mandel-Diät, bei der
20% der täglichen Kalorien von Mandeln gedeckt wurden, darunter
geröstete, ungesalzene, ganze Mandeln in Hauptgerichten, Desserts
oder Snacks. Im Durchschnitt nahm jeder Teilnehmer 56 Gramm Mandeln
am Tag zu sich. Im Vergleich zur NCEP Step II Diät verringerten die
Patienten der Mandel-Diät signifikant Körperfett, Nüchtern-Insulin-
und Blutzucker-Werte, den Gesamtcholesterinspiegel, die Werte des
LDL-Cholesterins („schlechtes“ Cholesterin) und das Verhältnis von
LDL- zu HDL-Cholesterin („gutes“ Cholesterin).

Wichtiger Nährstofflieferant

Sven-David Müller, Ernährungsexperte und Medizinjournalist, Weimar an
der Lahn, weiß um das natürlich Gute von Mandeln: „Mandeln sollten
Bestandteil einer ausgewogenen Ernährungsweise sein. Im Vergleich mit
anderen Nüssen sind Mandeln Gramm für Gramm diejenigen mit dem
höchsten Gehalt an Eiweiß, Ballaststoffen, Vitamin E, Kalzium,
Riboflavin und Niacin. Deshalb ist meine Empfehlung: Der Verzehr
einer Handvoll Mandeln am Tag, die in diesem Umfang nicht dick
machen, sondern sogar bei der Gewichtsreduktion helfen, hält den
Heißhunger in Schach und das Energielevel hoch. Mandeln liefern
wichtige und wertvolle Nährstoffe wie z.B. Kalzium, das unseren
Knochenbau unterstützt. Durch ihre cholesterinsenkende Wirkkraft und
ihre positive Beeinflussung des Blutzuckerspiegels, sind sie außerdem
ideal für die Ernährung von Diabetikern.“

Salz oder nicht Salz: Bei Nierenerkrankten eine wichtige Frage

Einschränkungen der Nierenfunktion gehen in der Regel mit einem erhöhten Blutdruck einher. Doch die hieraus abgeleitete Empfehlung zum sparsamen Salzkonsum ist nicht bei jedem Patienten sinnvoll und teilweise sogar kontraproduktiv.

Der Blutdruck hängt im Wesentlichen von einem ausgeglichenen Verhältnis von Wasser und Salz im Körper ab. Verschiebungen des Gleichgewichts regulieren die gesunden Nieren durch gezielte Ausscheidung oder Rückgewinnung dieser beiden Stoffe. Nimmt die Ausscheidungsfähigkeit und damit die regulierende Funktion der lebensnotwendigen Organe ab, kann der Blutdruck auf bedenkliche Werte steigen. Patienten mit einem chronischen Nierenversagen und ödematösen Wasseransammlungen in den Geweben erhalten daher häufig die Empfehlung, sparsam mit ihrem Salzkonsum umzugehen. Doch nicht bei jedem Patienten ist dieser Rat angebracht und kann in manchen Fällen einer erfolgreichen Therapie sogar im Wege stehen.

Gerade in den Anfangsstadien der Erkrankung, in denen noch keine Nierenersatztherapie notwendig ist, und bei einer sogenannten Salzverlustniere, erhalten viele Patienten diuretisch wirksame Medikamente in hoher Dosierung. Hierbei verliert der Körper gleichzeitig wichtiges Natrium und der Blutspiegel des Mineralstoffs sinkt. In der Folge geht die Harnausscheidung weiter zurück, die Ödembildung verstärkt sich und der Blutdruck steigt an. Um die Flüssigkeitsausscheidung wieder anzukurbeln, muss dem Körper in solchen Fällen Natrium in Form von Kochsalz zugeführt werden. Eine salzarme Ernährung zur Bekämpfung von Ödemen und Bluthochdruck ist in diesem Fall folglich kontraproduktiv.

Unter Dialysetherapie trägt eine ausgeglichene Salz- und Wasserzufuhr entscheidend zur Verträglichkeit der Behandlung bei. Trinkt der Patient viel, nimmt aber nur wenig Salz zu sich, kommt es während der Blutwäsche zu einem starken Anstieg des Natriumspiegels im Blut. Nach Ende der Dialyse stellt sich ein kaum unterdrückbares Durstgefühl ein, was dem niereninsuffizienten Patienten schwer zu schaffen macht, soll er doch nur wenig trinken. Ist die Salzzufuhr für seine Trinkmenge hingegen zu hoch, treten nach der Dialyse heftige Kopfschmerzen auf. Der Blutdruck kann auf kritische Werte steigen und Hirnödeme können zerebrale Krämpfe auslösen. Welche Salzmenge für den Patienten sinnvoll und verträglich ist, hängt individuell von seiner aktuellen klinischen Situation ab und ist nicht pauschal festlegbar. In vielen Fällen entwickeln Dialysepatienten mit der Zeit selbst ein Gefühl, welche Menge Salz und Wasser für sie das richtige Maß ist.

Ausführliche Informationen zu den Besonderheiten der Ernährungstherapie in den verschiedenen Phasen des chronischen Nierenversagens sowie hilfreiche Beratungsprotokolle und Tabellen sind als Fachkompendium im Medienshop unter www.fet-ev.eu erhältlich.