Wolfgang Becker öffnet seine Küche

Wolfgang Beckers alljährliche Küchenparty findet in diesem Jahr zum siebten Mal in Folge statt, deshalb stellt der Zwei-Sterne-Koch die Veranstaltung gleich unter das Motto „sieben Sterne, sieben Sinne, sieben Sünden“. Außer der Völlerei wird wohl keine Sünde begangen, bekannte Gast-Sterneköche wie Kolja Kleeberg aus dem Berliner Vau*, Johannes King vom Sylter Söl‘ring Hof**, Nico Burkhardt aus dem Stuttgarter Olivo* und Erik Scheffler aus dem Gut Lärchenhof** in Pulheim sorgen aber dafür, dass an den unterschiedlichen Kochstationen viel geboten wird. Auch TV-Koch Damien Klein aus dem Luxemburger Ivi wird an diesem Abend zu Gast sein. Ihn unterstützt RTL-Luxemburg-Moderatorin Tanja de Jager mit den passenden Weinen. „Meine Kollegen kommen aus allen Teilen Deutschlands und auch aus Luxemburg. Vor allem die Mischung aus etablierten Sterneköchen und der nächsten, vom Michelin ausgezeichneten Generation ist spannend“, sagt Wolfgang Becker. Für eine Extraportion Luxus sorgt Caviar House & Prunier, die ebenfalls mit einer eigenen Station vertreten sein werden.

Weil Wolfgang Becker gelernter Winzer ist, werden neben seinen eigenen Weinen auch die Erzeugnisse befreundeter Gastwinzer ausgeschenkt. Von der Mosel hat das Weingut Nik Weiß St. Urbans-Hof seinen Besuch angekündigt, außerdem sind die Weingüter Sybille Kuntz, Dr. Heger vom Kaiserstuhl und Viniberica mit spanischen Weinen dabei. Für seine Gäste hat Wolfgang Becker wie immer auch eine Überraschung ins Programm eingebaut, die aber bis zum 24. April streng geheim bleibt, und natürlich soll nicht nur gegessen und getrunken, sondern zur Musik von DJ Michael Rausch getanzt und gefeiert werden. „Die Party nach dem Essen ist legendär, alle feiern zusammen und trainieren die vielen Gänge dabei schnell wieder ab“, erklärt der Gastgeber.

Karten für die Küchenparty sind über das Hotel unter +49 (0)651-938080 oder per Mail an info@beckers-trier.de erhältlich. Die Veranstaltung findet am Sonntag, dem 24. April 2016, statt und beginnt um 18 Uhr. Der Preis beträgt 195 Euro pro Person und beinhaltet neben dem Sektempfang alle Speisen und Getränke.

Mehr deutsche Weine in Supermärkten

Der Weinmarkt in Deutschland präsentierte sich im vergangenen Jahr trotz leicht negativer Vorzeichen weitestgehend stabil. Nach Angaben des Deutschen Weininstituts (DWI) gingen die Weineinkäufe der privaten Haushalte 2015 hierzulande in Menge und Wert um jeweils ein Prozent zurück. Dies geht aus der aktuellen GfK-Weinmarktanalyse hervor, die das DWI alljährlich in Auftrag gibt.

Gleichzeitig waren die Verbraucher wie bereits in den Vorjahren bereit, etwas mehr Geld für Wein auszugeben. So stieg der Durchschnittspreis pro Liter Wein im gesamten Lebensmitteleinzelhandel (LEH), wo drei Viertel aller Weine eingekauft werden, um zwei Prozent auf 2,97 €/l und für Weine aus deutschen Anbaugebieten um drei Prozent auf 3,23 €/l. Beim Erzeuger kauften die Verbraucher ihre Weine im Schnitt für 6,23 €/l ein.

Für den Absatz deutscher Weine hat der LEH, und hier insbesondere die Vollsortimenter, in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Allein 2015 ist sein Marktanteil von 61 auf 65 Prozent gestiegen. Vor allem die klassischen Supermärkte (unter 5.000 m²) werden als Absatzschiene für die deutschen Erzeuger immer wichtiger. Durch die Ergänzung des Weinsortiments mit regionalen und höherwertigeren Weinen ist der Marktanteil der Supermärkte am Verkauf heimischer Weine seit 2012 von zehn auf 17 Prozentpunkte gestiegen. Im gleichen Zeitraum ist allerdings der Direktbezug vom Erzeuger von 30 auf 27 Prozent zurückgegangen.

DWI-Geschäftsführerin Monika Reule sieht zwei wesentliche Gründe für diese Entwicklung: „Wir beobachten einerseits eine zunehmende Verlagerung des Weinvertriebs auch von kleineren Erzeugern in den wettbewerbsintensiveren Lebens­mittelhandel. Des Weiteren wirkt sich der demografische Wandel, verbunden mit einer Überalterung unserer Gesellschaft, verstärkt auf das Weineinkaufsverhalten aus. Wir stellen insbesondere bei den älteren Konsumenten einen Rückgang im Weineinkauf direkt vom Erzeuger fest, der im vergangenen Jahr nicht durch Zugewinne aus den mittleren Altersgruppen kompensiert werden konnte.“

Die Rückgänge im Direktbezug vom Winzer haben auch im Wesentlichen dazu geführt, dass im vergangenen Jahr die Absätze und Umsätze mit deutschen Weinen in der Gesamtmarktbetrachtung um jeweils fünf Prozent abnahmen. Mit einem Marktanteil von 45 Prozent an allen hierzulande eingekauften Weinen bleiben die deutschen Anbieter jedoch weiterhin mit großem Abstand Marktführer im eigenen Land. An zweiter Stelle steht Italien mit einem Absatzmarktanteil von 16 Prozent, Frankreich kommt auf 13 Prozent und Spanien auf acht Prozent.

Die Anteile der Rot- Weiß- und Roséweine am Einkauf der Haushalte haben sich 2015 nicht weiter verändert. Rotweine haben wie im Vorjahr 48 Prozent, Weißweine 42 Prozent und Roséweine zehn Prozent Marktanteil am Weinabsatz in Deutschland.

Reinstoff und Cordobar

Das Deutsche Weininstitut (DWI) hat in diesem Jahr in Kooperation mit Original Selters erstmals fünf Restaurants, die sich in besonderem Maße für die heimischen Weine engagieren, mit den Titel „Ausgezeichnete Weingastronomie“ prämiert. In der Kategorie Gourmetrestaurants gewann das Berliner Restaurant „Reinstoff“. Die ebenfalls in Berlin ansässige „Cordobar“ wurde in der Kategorie Weinrestaurants ausgezeichnet, und im Bereich der traditionellen Gastronomie ging der Preis an „Breuer’s Rüdesheimer Schloss“.

Aufgrund der vielen qualitativ hochwertigen Bewerbungen für den diesjährigen Wettbewerb hat die Jury entschieden, das vietnamesische Restaurant „Vipho“ in Frankfurt mit einen Sonderpreis für das große Weinengagement in seiner internationalen Küche auszuzeichnen. Einen weiteren Sonderpreis erhielt das „Panoramahotel Oberjoch“ im Allgäu, das sich als Hotel außergewöhnlich stark für die heimischen Weine einsetzt.

„Wir stellen in den letzten Jahren eine deutliche Verbesserung des Angebots und Engagements für unsere Weine in der deutschen Gastronomie fest. Dies wollen wir auch mit den erweiterten Auszeichnungen in unserem diesjährigen Wettbewerb zum Ausdruck bringen“, erklärte DWI-Abteilungsleiter für Handel und Gastronomie, Udo Pawliza. Viele Restaurants hätten aber das Umsatzpotenzial, das eine gute Weinkarte mit regionalen Weinen biete, immer noch nicht erkannt. Die Wettbewerbssieger seien hervorragende Beispiele dafür, wie dies funktionieren könne, so Pawliza.

Die Jury, der mit Selters-Geschäftsführer Otto J. Völker sowie Christina Fischer, Paula Bosch, Gunnar Tietz und Niko Rechenberg ausgewiesene Gastronomieexperten angehörten, hat für die Beurteilung der Restaurants hohe Maßstäbe angesetzt. Sie hat nicht allein den Umfang und die Qualität des Weinangebots bewertet, sondern auch Faktoren wie Preisgestaltung, Ausbildung der Mitarbeiter, die Möglichkeiten des Offenweinausschanks sowie Veranstaltungen rund um den Wein berücksichtigt.

So können die Gäste im Berliner Zwei-Sterne-Haus Reinstoff unter der fachkundigen Beratung durch Sommelier und Restaurantleiter Pascal Kunert aus rund 600 Weinen auswählen, von denen die Hälfte aus den deutschen Weinregionen stammt. Er hat nach Ansicht der Jury eine Weinkarte zusammengestellt, die neben spannenden Klassikern auch viele Neuentdeckungen bereithält und eine interessante Jahrgangstiefe bietet.

Die Cordobar ist seit ihrer Eröffnung vor zweieinhalb Jahren nicht mehr aus der Berliner Gastroszene wegzudenken. Das Team um die beiden österreichischen Sommeliers Gerhard Retter und Willi Schlögl hat die Grosse Hamburger Straße zur Pilgerstätte für Liebhaber guter Weine und einer niveauvollen Küche gemacht. Die umfangreiche Weinkarte teilt sich etwa zur Hälfte in Weine aus Deutschland und Österreich auf, ergänzt um einige internationale Tropfen.

Aus dem Jahr 1727 stammt der älteste Wein der umfangreichen Raritätenkarte von Breuer’s Rüdesheimer Schloss. Damit ist der Wein zwei Jahre älter als der 1729 vom Erzbischof von Mainz erbaute Zehnthof, in dem sich heute das Hotel und Restaurant befindet. Neben der Raritätenkarte lobte die Jury die umfangreiche Auswahl an aktuellen Weinen, die schwer­punktmäßig aus dem Rheingau aber auch aus fast allen anderen deutschen Anbaugebieten stammen.

Das Panoramhotel Oberjoch bietet Weingenuss auf 1200m Höhe. Gut zwei Drittel der 300 Weine, die Sommelier Markus Troll auf seiner Karte hat, stammen aus den deutschen Anbaugebieten. Drei Restaurants verwöhnen die Hotelgäste mit der vorzüglichen Weinauswahl. Highlight des Jahres im Panoramahotel ist der Weinsommer, der in diesem Jahr vom 15.07. – 20.08.2016 zum vierten Mal stattfindet.

Das vietnamesische Restaurant Vipho in Frankfurt ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass man keine überbordende Karte benötigt, um die Gäste für seine Weine zu begeistern. Inhaber Hung Quach hat ein kleines, aber sehr hochwertiges Sortiment von rund 30 Weinen zusammengestellt, das hervorragend zu den frisch zubereiteten Speisen passt.

Der Preis ist für die ausgezeichneten Weingastronomen ist mit jeweils 3.000 € dotiert, die für Aktionen rund um den deutschen Wein verwendet werden können. Zudem stellt das DWI den Preisträgern die Deutsche Weinkönigin für die Moderation und Begleitung von Weinveranstaltungen zur Verfügung.

Eine Übersicht mit Fotos der aktuellen und bisherigen Preisträger gibt es unter www.awg.deutscheweine.de

Thomas Bühner und Thayarni Kanagaratnam

Das Restaurant la vie feiert im April 2016 sein zehnjähriges Bestehen

Am 1. April 2016 knallen im Osnabrücker Restaurant la vie die Champagner-Korken, denn das mehrfach mit Höchstnoten ausgezeichnete Spitzen-Restaurant feiert an diesem Tag sein zehnjähriges Bestehen! Grund genug für Küchenchef Thomas Bühner und Gastgeberin Thayarni Kanagaratnam, die vergangenen zehn Jahre Revue passieren zu lassen und dabei auch ein wenig in Erinnerungen zu schwelgen. Denn natürlich gibt es einiges, auf das die beiden Gastronomen mit ihrem Team zurückschauen können: Die Auszeichnung mit drei Michelin Sternen sechs Jahre in Folge beispielsweise, 19 Punkte im Gault&Millau, Höchstnoten im Feinschmecker, bei Gusto und allen anderen Führern. Aber auch ein beeindruckender Ausschank von 6.500 Flaschen Champagner, die Verarbeitung von 2.800 Rehrücken und 225.000 Pralinen oder satte 880 Arbeitsstunden im Küchengarten von Schloss Ippenburg. Gerne erinnert sich das Team auch an die prominenten Besucher aus Politik, Sport und Showbusiness, die in den vergangenen zehn Jahren im la vie zu Gast waren: Von Bundespräsident Joachim Gauck über Altkanzler Gerhard Schröder, den Manager der Deutschen Nationalmannschaft Oliver Bierhoff und Schauspielerin Iris Berben bis hin zum Herausgeber der Tageszeitung „Die Welt“, Stefan Aust, und Sternekoch Johann Lafer, um nur einige Namen zu nennen. Doch Prominenz und Luxusprodukte sind es nicht, die das la vie Team besonders stolz machen: Vielmehr sind es die Osnabrücker, denen Thomas Bühner und Co. einen großen Teil ihres Erfolges zu verdanken haben. Denn ohne die Stadt und ihre Menschen wäre das la vie heute nicht das, was es ist: Ein Ort, der sich den schönen Dingen des Lebens widmet und Gästen von nah und fern Genuss auf höchstem Niveau bietet.

Doch wie schafft man es, zehn Jahre lang an der Spitze der deutschen Gourmetlandschaft zu bleiben? Für Thomas Bühner trägt sein Team zu einem Großteil des Erfolges bei. Denn wie der Spitzenkoch immer wieder betont, sieht er sich eher als Trainer einer Mannschaft und nicht als alleiniger Star. Und natürlich sind es auch die Reisen, die der 53-jährige mit seinem Mitarbeitern unternimmt: In den vergangenen Jahren war ein Teil des Küchenteams beispielsweise in Singapur, Korea, Hongkong, Macau, Australien, Nordamerika, Spanien und Kasachstan, um das la vie im Ausland zu repräsentieren und neue Erfahrungen zu sammeln. Die zahlreichen Eindrücke und Erlebnisse flossen dann auch so manches Mal in neue Gerichte ein. Und wie die sich im Laufe der Zeit entwickelt haben, sieht man an Beispielen, wie dem 2006 servierten „Carpaccio vom Atlantikhummer mit Passionsfrucht, Erdnüssen und süßem Pesto“, dem 2011 erfolgreichen „Ravioli von Périgord-Trüffel liquid, junge Erbsen & Créme“ und dem derzeit auf der Karte stehenden „Wagyu Japanisch, Roastbeef, Sea Shallot & Steinpilze & Boullion“, um nur drei der vielen besonderen Kreationen von Thomas Bühner zu nennen.
Bei all dem Erfolg liegt es auf der Hand: Zehn Jahre la vie, das muss gefeiert werden. Doch nicht irgendwie, sondern das ganze Jahr lang! Schließlich soll für jeden etwas dabei sein – und jeder soll die Möglichkeit haben, zumindest eine Veranstaltung im Jubiläumsjahr zu besuchen.

Am 1. April 2016 geht es daher mit einer großen Open House Party los, bei der das la vie Team zusammen mit Freunden, langjährigen Weggefährten und natürlich Gästen die Korken knallen lässt und an verschiedenen Food-Stationen eine Reise durch die vergangenen zehn Jahre la vie unternimmt. Besonderer Gast des Abends ist Küchenchef Pascal Kleber aus dem Arosa Kulm Hotel & Alpin Spa, dem offiziellen Partnerhotel des la vie, der sich und sein Haus ebenfalls mit einer eigenen Food-Station präsentiert. Karten sind ab Januar zum Preis von 280 Euro pro Person buchbar.

Spannend bleibt es aber auch in den darauf folgenden Monaten, in denen Thomas Bühner gemeinsam mit renommierten Kochfreunden aus der ganzen Welt im la vie kocht. Mit dabei sind Vicky Lau aus Hongkong, Andreas Caminada und Tanja Grandits aus der Schweiz, Gert de Mangeeler aus Belgien, Björn Frantzén aus Stockholm und Jonnie Boer aus den Niederlanden. An allen Abenden wird ein speziell kreiertes 8-Gänge-Menü mit korrespondierenden Weinen, Wasser und Kaffee serviert. Buchbar sind die Veranstaltungen ab dem 1. Januar 2016 unter www.restaurant-lavie.de sowie per Email an info@restaurant-lavie.de und telefonisch unter der Nummer 0541-331150.

Vicky Lau, 20. und 21. Mai 2016
Den Auftakt dieser besonderen „Kochreihe“ macht die mit einem Michelin Stern ausgezeichnete Spitzenköchin Vicky Lau. Jüngst von Veuve Clicquot zu „Asia`s Best Female Chef“ gekürt, ist sie seit 2012 Inhaberin des Tate Dining Room & Bar in Hongkong. Vicky Lau`s Fusionsküche enthält französische und japanische Elemente, die Spitzenköchin legt dabei großen Wert auf Detailgenauigkeit. Jedes ihrer Gerichte erinnert dementsprechend an ein kleines Kunstwerk das eine Geschichte erzählt. Eine Küchenphilosophie, die mit Blick auf Vicky Laus Vita nicht verwundert, denn die Sterneköchin begann ihr Berufsleben zunächst als Grafikdesignerin. Der Sinn für Schönes liegt ihr somit im Blut.
8 Gänge, inklusive korrespondierenden Weinen, Wasser und Kaffee: 280 Euro pro Person

Gert de Mangeleer, 31.Mai und 1. Juni 2016
Mit drei Michelin Sternen und 18,5 Punkten im Gault&Millau, belegt der belgische Spitzenkoch Gert de Mangeleer Platz 53 der San Pellegrino Liste. Der 38-jährige Küchenchef des Restaurants Hertog Jan, das nahe der belgischen Stadt Brügge liegt, bietet eine vielseitige Küche an, die regionale Produkte mit solchen aus aller Welt kombiniert. Eine der groflen Stärken von Gert de Mangeleer ist das Kombinieren verschiedener Aromen und Produkte. Und auch das Thema Nachhaltigkeit spielt im Rahmen seiner Arbeit eine große Rolle. So bezieht das Restaurant Hertog Jan eigenes Grundwasser, verfügt über ein naturschonendes Entsorgungssystem und produziert seinen Honig selbst.
8 Gänge, inklusive korrespondierenden Weinen, Wasser und Kaffee: 340 Euro pro Person

Andreas Caminada, 22. Juni 2016
Ausgezeichnet mit drei Michelin Sternen, belegt der bekannte Schweizer Sternekoch Rang 48 der renommierten San Pellegrino Liste. Der Gault&Millau kürte ihn 2010 zum „Koch des Jahres“ und vergab volle 19 Punkte. Seit 2008 ist Andreas Caminada Pächter und Chef de Cuisine des Restaurant Schauenstein in Fürstenau im schweizerischen Graubünden. Dort bietet er eine regional geprägte Küche mit französischem Einfluss an. Besonders angetan haben es ihm einfache und bekannte Produkte, die er spannend in Szene setzt. Sein Motto: „Das Essen soll eine Sinnesreise sein, die einen bleibenden Eindruck hinterlässt“.
8 Gänge, inklusive korrespondierenden Weinen, Wasser und Kaffee: 340 Euro pro Person

Jonnie Boer, 6. September 2016
In den Niederlanden zuhause, ist Jonnie Boer Küchenchef des mit drei Michelin Sternen ausgezeichneten Restaurants De Librije. Auch die Tester des Gault&Millau überzeugte er mit seiner Kochkunst und erhielt dafür sensationelle 19,5 Punkte. Sein zweites Restaurant, Librije`s Zusje, wurde 2011 ebenfalls vom Michelin bewertet und mit zwei Sternen ausgezeichnet. Jonnie Boers Küche, die teilweise mit gewagten Kreationen Aufsehen erregt, ist vor allem durch ihren regionalen Charakter geprägt. Ein enger Kontakt zu Lieferanten ist dem heute 50-jährigen besonders wicht
ig. 2005 wurde Jonnie de Boer die „Würde eines Ritters“ im Orden des Hauses Oranien-Nassau verliehen.
8 Gänge, inklusive korrespondierenden Weinen, Wasser und Kaffee: 340 Euro pro Person

Tanja Grandits, 18. September 2016
Ihr Handwerk lernte die aus Baden-Württemberg stammende Tanja Grandits in Baiersbronn bei Spitzenkoch Harald Wohlfahrt. Von dort führte sie ihr Weg über London und Frankreich bis in die Schweiz, wo sie seit 2008 Küchenchef des Basler Restaurant Stucki ist. Im Jahr 2013 erkochte sie dort ihren zweiten Michelin Stern und erhielt 18 Punkte im Gault&Millau. Ein Jahr später ernannte sie der renommierte Restaurantführer dann zum „Koch des Jahres“. Tanja Grandits Küche wird gerne als „Aromenküche“ betitelt. Gewürze spielen dabei eine zentrale Rolle. Diese exakt einzusetzen und ein Produkt dadurch perfekt in Szene zu setzen, ist ihre große Stärke.
8 Gänge, inklusive korrespondierenden Weinen, Wasser und Kaffee: 320 Euro pro Person

Björn Frantzén, 31. Oktober 2016
Zwei Michelin Sterne und Platz 31 auf der San Pellegrino Liste sind das Ergebnis von Björn Frantzéns Arbeit am Herd. In seinem Restaurant Frantzén, das in der Innenstadt der schwedischen Hauptstadt Stockholm liegt, stellt der 38-jährige die nordische Küche in den Fokus. Rauchige, schwere Aromen wechseln sich mit fruchtigen und frischen Elementen ab. Durch dieses Wechselspiel verschiedener Geschmacksnoten entsteht ein raffiniertes Gesamtkunstwerk, das ihm 92 Punkte im schwedischen Restaurantführer „White Guide“ einbrachte.
8 Gänge, inklusive korrespondierenden Weinen, Wasser und Kaffee: 320 Euro pro Person

Wein-Plus nun mit mehr als 100.000 online abrufbaren Weinbewertungen

Wer kompetente Informationen zu richtig guten Weinen sucht, wird sofort und umfassend fündig: Der Weinführer Wein-Plus (www.wein-plus.eu) bietet online nun mehr als 100.000 professionelle Verkostungsnotizen.

Die vom Wein-Plus-Verkostungsleiter Marcus Hofschuster und seinem Team bewerteten 100.975 Weine stammen von derzeit 7.339 Erzeugern aus ganz Europa. Der umfassendste Online-Weinführer Deutschlands würde, in Buchform gedruckt, ein Werk von aktuell etwa 7.500 Seiten, also rund 25 Bänden, ergeben. Seine ersten Weinnotizen publizierte Hofschuster bereits im Jahr 2000 auf wein-plus.eu.

Sämtliche Weine im Online-Weinführer von Wein-Plus lassen sich von den Nutzern schnell und einfach nach individuellen Bedürfnissen durchsuchen: „Wer die besten Weine eines Anbaugebiets bis acht Euro sucht, wird ebenso schnell fündig wie ein Kenner, der Weine verschiedener Güter und Jahrgänge aus einer Premiumlage vergleichen will“, beschreibt Hofschuster den einzigartigen Wissensfundus über Wein. Alternativen lassen sich dabei ebenso schnell finden wie Bezugsquellen.

Über 200.000 registrierte Weinfreunde nutzen wein-plus.eu
Mit über 200.000 registrierten Nutzern ist Wein-Plus eines der meistgelesenen Weinmedien Europas. Der Weinführer wird nahezu täglich aktualisiert. Die meisten der getesteten Weine stammen aus Deutschland. Hier hat Verkostungsleiter Marcus Hofschuster in 15 Jahren über 63.000 Weinbewertungen zusammengetragen, darauf folgen Italien mit über 14.000 und Österreich mit knapp 13.000 Weinen. Etwa 50.000 Bewertungen sind nach der Registrierung kostenfrei abrufbar, der Vollzugriff auf sämtliche Daten kostet lediglich 24,50 Euro pro Jahr, also rund zwei Euro monatlich.

Marcus Hofschusters Richtlinien sind, anders als bei manchen Weinmagazinen oder Jahrgangsführern, sehr streng in der Bewertung. Er benotet nach dem international üblichen 100 Punkte-Schema. Die Traumnote von 100 Punkten bedeutet für ihn „einzigartig“. “Sie erhält nur ein Wein, den man nur anders, aber nicht mehr besser machen kann“, erklärt der Weinexperte. Bislang hat er in 15 Jahren nur sechs der über 100.000 Weine damit ausgezeichnet. Top-Bewertungen zwischen 95 und 100 Punkten erreichen derzeit zusammen lediglich 572 Weine – das sind kaum mehr als ein halbes Prozent. „Redaktionelle Unabhängigkeit, die Verlässlichkeit der Bewertung und der komfortable Zugang für die Nutzer sind der Kern von Wein-Plus“, betont er.

Blindverkostung unter immer gleichen Bedingungen
Hofschuster gilt als einer der kompetentesten Verkoster der europäischen Weinszene. Er verfügt über ein immenses Weinwissen und jahrzehntelange Erfahrung. Seit der Gründung von wein-plus.eu werden sämtliche Weine von ihm und seinem Team ausschließlich in der Blindverkostung bewertet. Die Verkoster kennen dabei weder den Namen des Weins noch den des Erzeugers. Damit wird der Einfluss von persönlichen Sympathien, Vorlieben und Abneigungen auf die Bewertung ausgeschlossen. Auch die top-professionellen Testbedingungen der Weine in der Redaktion sind seit 15 Jahren unverändert geblieben. Weinbewertungen etwa bei Reisen auf die Weingüter sind für ihn ausgeschlossen, da sie nicht unter den Standardbedingungen stattfinden würden. „Nur so können unsere Nutzer sicher sein, dass die Bewertungsnoten stets auf derselben Entscheidungsgrundlage beruhen und damit vergleichbar sind“, betont er.

Wer beim Lesen und Vergleichen über einen Fachbegriff, einen Lagennamen oder eine unbekannte Rebsorte stolpert, muss nur einmal klicken, um seinen Horizont zu erweitern: Denn der Weinführer ist eng mit dem Glossar von Wein-Plus-verknüpft. Es ist die weltweit größte und umfassendste Datenbank zum Weinwissen mit derzeit knapp 21.000 Stichworten. So bleibt keine Frage offen.

Christian Connerth

Christian Connerth (24) vom Restaurant Wein am Rhein in Köln ist im Rahmen des „Sommelier-Cups 2015“ vom Deutschen Weininstitut (DWI) zum besten deutschen Sommelier gekürt worden. Zweiter wurde Florian Richter (Kronenschlösschen, Eltville-Hattenheim), gefolgt von Maximilian Wilm (Seven Seas, Hamburg) auf Rang drei. Sebastian Schütz (Rot Weiss Rosé, Magetshöchheim) und Sven Ponge (Riesling & Komplizen, Schwelm) belegten die Plätze vier und fünf.

Das mit rund 30 Weinfachleuten und Nachwuchskräften aus Gastronomie und Handel hervorragend besetzte Teilnehmerfeld brachte es in diesem Jahr zusammen auf insgesamt 18 Sterne und 305 Punkte im Gault Millau. Entsprechend spannend und hochklassig verlief der zweitägige DWI-Wettbewerb am 8. und 9. November im Atrium Hotel in Mainz.

Hier hatten die Teilnehmer zunächst weitreichende Kenntnisse über die typischen Rebsortenmerkmale heimischer Weine nachzuweisen, mussten Strukturdaten zum Weinbau und Weinmarkt parat haben und über die Weinbereitung oder das Weinrecht Bescheid wissen. In mehreren vergleichenden Degustationen galt es, Weine aus deutschen wie auch einigen internationalen Anbauregionen zu beschreiben und deren Herkünfte, Jahrgänge und Rebsorten zu bestimmen. Weitere Schwerpunkte bildeten Aufgaben zu Wein und Speisen, die Zuordnung von Weinen und die Charakterisierung renommierter Lagen sowie als Highlight erstmals eine Raritätenprobe mit teils über 20 Jahre gereiften Weinen.

Beeindruckend degustierten und beschrieben die fünf Finalisten schließlich zwei verdeckte Weine und beantworteten die Fachfragen der hochkarätig besetzten Jury. Dieser gehörten neben Vertretern der Sommelier-Union Deutschland, der Deutschen Wein- und Sommelierschule, der Hotelfachschule Heidelberg und Fachjournalisten unter anderem der frisch gekürte Master of Wine Janek Schumann an. Zum Abschluss der Finalrunde mussten der Jury zu drei Speisen die passenden Weine empfohlen werden. DWI-Geschäftsführerin Monika Reule freute sich die gute Beteiligung und zeigte sich beeindruckt vom hohen Niveau des Teilnehmerfeldes. Sie überreichte die Urkunden an die stolzen Gewinner, die sich über attraktive Geldpreise im Wert von insgesamt 3.250 Euro freuten. Als Sieger des Wettbewerbs darf Christian Connerth zusätzlich an der „Sommelier Summer Class“, dem jährlichen Treffen internationaler Sommeliers im Juli 2016 in Geisenheim teilnehmen.

Die Gewinner des DWI-Sommelier-Cups im Überblick:

Platz 1: Christian Connerth (24), Restaurant Wein am Rhein in Köln
Platz 2: Florian Richter (28), Hotel & Restaurant Kronenschlösschen, Eltville-Hattenheim
Platz 3: Maximilian Wilm (27), Hotel Süllberg, Gourmeterestaurant Seven Seas, Hamburg
Platz 4: Sebastian Schütz (38), Online-Shop und Weinhandel Rot Weiss Rosé, Magetshöchheim
Platz 5: Sven Ponge (50), Riesling & Komplizen – Weinkontor, Schwelm

Beste Weinabteilungen im Handel prämiert

Die Gewinner des bundesweiten Wettbewerbs „Ausgezeichnete Weinabteilung 2015“, mit dem das Deutsche Weininstitut (DWI) und das Branchenmagazin „Lebensmittel Zeitung direkt“ Lebensmittelmärkte mit einem überdurch­schnitt­­lichen Deutschweinangebot und guter Beratung prämieren, stehen fest.

In der Kategorie Supermarkt mit einer Verkaufsfläche von unter 2.500 m2 geht der erste Preis an den EDEKA-Markt Kolb in Volkach und in der Kategorie SB-Warenhaus (> 2.500 m2) an das REWE-Center in Heidelberg-Rohrbach. Darüber hinaus werden die Supermärkte REWE Fickeis in Königswinter mit einer Silbermedaille und EDEKA Legat in Waldsassen mit einer Bronzemedaille geehrt. Als weitere SB-Warenhäuser werden KAUFLAND in Steinheim an der Murr mit einer Silbermedaille und das REWE-Center in Egelsbach mit einer Bronzemedaille für ihre Weinabteilungen prämiert.

„Alle ausgezeichneten Märkte überzeugen durch ihr breites Angebot an heimischen Weinen aus unterschiedlichen Regionen sowie eine übersichtliche, hochwertige und ansprechende Wein­präsentation. Zudem ergänzen aktuelle warenkundliche Informationen und eine fundierte Beratung durch kompetentes Fachpersonal das Angebot“, erläuterte DWI-Geschäftsführerin Monika Reule die Entscheidung der Fachjury. Im Vorfeld der Juryentscheidung seien mehrere Wein­abteilungen, die nach der schriftlichen Bewerbung in der engeren Wahl waren, vor Ort auch anonym überprüft worden.

Mit dem Wettbewerb will das DWI die Verbraucher verstärkt auf gute Beratungsmöglichkeiten und attraktive Sortimente an heimischen Weinen im Lebensmitteleinzelhandel aufmerksam machen. Gleichzeitig soll die Branche dazu ermuntert werden, ihr Angebot an diesen Weinen auszuweiten.

Der Lebensmittel­einzelhandel, ohne Berücksichtigung der Discountmärkte, ist hierzulande eine wichtige Weinabsatzquelle. Dort decken die deutschen Verbraucher rund ein Viertel ihres Weinbedarfs. Viele Märkte haben zwischen­zeitlich erkannt, dass man durch ein gut sortiertes Weinangebot einen echten Mehrwert für seine Kunden schaffen kann. Dabei folgen sie auch dem allgemeinen Einkaufstrend, verstärkt auf heimische und regionale Produkte zurückzugreifen.

Die Würdigung und Urkundenübergabe an die Gewinner findet vor Ort in den jeweiligen Märkten statt. Sie wird von den Organisatoren des Wettbewerbs und der Deutschen Weinkönigin, Josefine Schlumberger, bzw. den Deutschen Weinprinzessinnen Katharina Fladung und Caroline Guthier vorgenommen.

Sechs Sterne am Gourmet-Himmel über Glücksburg

Drei Starköche komponieren am 4. Oktober 2015 gemeinsames 6-Gänge-Menü

Auch in diesem Jahr lädt das Vitalhotel Alter Meierhof zu „Martin-Luther-King“ ein: Mit Thomas Martin (Louis C. Jacob, Hamburg), Dirk Luther (Restaurant Meierei Dirk Luther) und Johannes King (Söl’ring Hof, Sylt) – jeweils mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnet – vereinen drei Starköche ihr Können. Das sympathische kulinarische Terzett bereitet den Gästen auch in diesem Jahr wieder himmlische Genüsse, dabei präsentiert sich jeder der drei Chefköche an dem Abend mit jeweils zwei Gängen.

Die herausragende Küche des malerisch am Ufer der Flensburger Förde gelegenen und liebevoll renovierten Hauses ist in Feinschmeckerkreisen längst zur festen Größe avanciert. Gastgeber Dirk Luther erkocht seit 2008 alljährlich zwei Sterne für die „Meierei“ im Vitalhotel Alter Meierhof in Glücksburg und hat sich mit seiner humoristischen Kochsendung im Schleswig-Holstein Magazin des NDR einen Namen gemacht. Sein Stil: klassisch französisch mit modernen Akzenten. Dabei sind ihm – bei ausschließlich allerbesten Zutaten – Kreativität und handwerkliche Perfektion gleichermaßen wichtig.

An seiner Seite hat Luther am 4. Oktober zwei ebenfalls „besternte“ Kollegen und Freunde: Thomas Martin ist inspiriert vom hanseatischen Flair im 5 Sterne Hotel Louis C. Jacob und gilt als gilt als einer der besten Köche Hamburgs. Mit einer zeitgemäß leichten französischen Küche, die er geradlinig und fantasievoll interpretiert, prägt der 2-Sterne Koch seit 1997 die kulinarischen Geschicke in „Jacobs Restaurant“. Johannes King ist seit Mai 2000 Küchenchef und Gastgeber im Söl’ring Hof in Rantum auf Sylt, seit 2004 hält auch er ununterbrochen 2 Sterne im Guide Michelin und ist eine Feinschmecker-Institution im hohen Norden. Somit funkeln sechs Sterne an dem Abend über dem Gourmethimmel in Glücksburg.

Nach dem Auftakt mit Champagnerempfang folgt ein festliches Sechs-Gang-Menü mit einer großen Vielfalt an ungewöhnlichen Kreationen – so standen im vergangenem Jahr Gänge wie „Apfel, Aal & dicke Bohnen mit 70 Minuten-Ei“ über „Rehrücken mit Selimspfefferjus, Kürbis, Buchweizen und Sellerie“ bis hin zu „Geeiste Getreidemilch mit Sylter Honig und Haselnüssen“ auf dem Programm. Der Abend, der um 18.00 Uhr beginnt, ist inklusive korrespondierender Weinbegleitung und Softgetränken für 198 Euro pro Person buchbar. Das Arrangement mit Übernachtung ab 310 Euro pro Person beinhaltet dann u.a. ein feines Genießer-Frühstücksbuffet, frische Früchte auf dem Zimmer und den Eintritt in die Hof-Therme.

„Martin Luther King“
6-Gang-Gourmetmenü am 4. Oktober 2015 um 18.00 Uhr
inkl. Champagneraperitif, begleitenden Weinen und allen Tischgetränken
€ 198,00 pro Person

„Martin Luther King“ mit Kopfkissen (1 Übernachtung)
1 Übernachtung im stilvollen Zimmer inkl. Genießerfrühstück, frischen Früchten bei Anreise, Bademantel und Flip-Flops, 6-Gang-Gourmetmenü inkl. Champagneraperitif, begleitenden Weinen und sämtlichen Tischgetränken, freier Eintritt in die Hof-Therme mit Innen- & Außenpool (30° C), Steindampfbad, Hof-Tepidarium, Finn-Sauna und Heuaromabad und kostenfreies Sport- und Entspannungsprogramm
ab € 310,00 pro Person im Doppelzimmer, ab € 345,00 im Einzelzimmer

Buchung unter 04631 6199-403 oder reservierung@alter-meierhof.de.

Ralf Pinzenscham

“Als guter Sommelier muss ich auch ein guter Psychologe sein”

Seit 20 Jahren arbeitet der gebürtige Franke Ralf Pinzenscham als Sommelier im Sternerestaurant „top air“ am Stuttgarter Flughafen. In der ansonsten schnelllebigen Gastronomie ist er eine Konstante für Mitarbeiter und Gäste – wohl kaum ein Sommelier in Deutschland kann auf so viele Dienstjahre im selben Betrieb zurückblicken. Mit seiner unnachahmlich charmanten und angenehm ruhigen Art ist er der ideale Gastgeber, der nicht nur alles von Wein, sondern auch von den Vorlieben seiner Gäste versteht.

Wenn der Patron des „restaurant top air“, Claus Wöllhaf, am Stuttgarter Flughafen anruft, um Ralf Pinzenscham zu sprechen, kann das nur zwei Gründe haben: Entweder möchte er einen Tisch reservieren oder eine Weinempfehlung bekommen – auch wenn er im Ausland über der Weinkarte brütet und sich nicht entscheiden kann. Er weiß, dass auf Pinzenscham immer Verlass ist. Seit 20 Jahren arbeitet der Restaurantleiter und Sommelier bereits im „top air“, vier Küchenchefs hat er erlebt, Gäste und Mitarbeiter kamen und gingen, Pinzenscham blieb eine Konstante im sich immer schneller drehenden Personalkarussell der Gastronomie. Dabei hatte der gebürtige Franke anfangs gar nicht vor, solange in Stuttgart zu bleiben: „Als ich im Juli 1995 hier anfing, sollte das top air für mich nur als Übergangsstation dienen. Dass ich jetzt schon 20 Jahre hier bin, zeigt doch, wie sehr mich die besondere Atmosphäre des Restaurants, das seit fast 25 Jahren mit einem Michelin-Stern dekoriert ist, gefesselt hat.“

Keine Liebe auf den ersten Schluck
Ralf Pinzenscham hat eine klassische Ausbildung zum Restaurantfachmann absolviert. In der renommierten „Ente“ in Wiesbaden erlernte er sein Handwerkszeug zum Sommelier. Weinkenner konnte er sich zu dieser Zeit noch nicht nennen. Bier trank er sehr gerne, Wein, vor allem Rotwein, war für ihn noch ein Buch mit sieben Siegeln. „Erst als der dortige Sommelier mir einiges darüber erzählte und mich immer wieder verschiedene Reben probieren ließ, da wurde mein Gaumen angeregt und so entwickelte sich meine Leidenschaft für das Produkt Wein“, berichtet der 46-jährige Pinzenscham. „Es war nicht Liebe auf den ersten Schluck, vielmehr hat sich diese Liebe über Jahre hinweg verfestigt. Keiner kann auf Anhieb zum Weinkenner avancieren, man muss daran arbeiten, das ist wie mit einer Beziehung, aber das kann man lernen. Um in die Tiefe zu gehen bedarf es Wissbegierde, Faszination, Offenheit und Toleranz.“

Auch Pinzenschams Vorlieben haben sich im Laufe der Jahre verändert. Waren es anfangs noch schwere Weine mit viel Holz, Vanille und Beerenaromen, sind es jetzt Weine, die er aufgrund von Eleganz, Feinheit, Finesse, Terroir und Subtilität präferiert. „Weinliebhaber zu sein ist auch immer ein Entwicklungsprozess. Der Geschmack ändert sich mit der Zeit. Wichtigste Prämisse ist jedoch, dass man neugierig bleibt und aufgeschlossen gegenüber Weinen, die man sonst nicht trinken würde“, so Pinzenscham. Womit wir wieder bei seinem Beruf als Sommelier im „top air“ wären. Die Karte dort umfasst rund 350 Positionen mit Weinen, deren Auswahl allein Ralf Pinzenscham obliegt. Nicht alle, aber die meisten davon hat er probiert, bei den teuren verlässt er sich auf die Empfehlungen des Winzers. „Man darf die Karte natürlich nicht so gestalten, dass darauf nur Weine zu finden sind, die man selber gerne trinkt. Die Gäste können und sollen nicht mit dem Geschmack des Sommeliers konkurrieren müssen“, so Pinzenscham.

Perfekte Harmonie von Speisen und Wein
„Sommelier ist ein Dienstleistungsberuf. Das bedeutet, dass ich dem Gast helfen sollte, den richtigen Wein zum Essen zu wählen. Maßgeblich sind dabei die Vorlieben des Gastes und nicht meine Präferenzen. Vielmehr möchte ich im Gespräch herausfinden, was er gerne trinkt oder ihn behutsam an einen neuen Stil oder Geschmack heranführen. Erst das macht einen guten Sommelier aus“, erklärt der Restaurantleiter. Die Handschrift von Ralf Pinzenscham erkennt man in „top air“ auch daran, wie er eine glasweise Weinbegleitung zu einem Menü zusammenstellt. Er kennt die Gerichte von Sternekoch Marco Akuzun, hat sie alle probiert und weiß genau, mit welchen Weinen sie am besten zur Geltung kommen. „Selbstverständlich steht bei uns immer das Essen im Vordergrund. Die Gäste kommen aufgrund von Marcos Kreationen und nicht, um explizit einen Wein zu trinken. Ich muss versuchen, bei der Empfehlung dann die perfekte Mischung zu finden, damit der Wein nicht zu aufdringlich ist, aber auch nicht zu flach“, erklärt Ralf Pinzenscham. Und so konnten sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten die Gäste immer darauf verlassen, im „top air“ vorzüglich bedient und beraten zu werden. Für Ralf Pinzenscham eine Selbstverständlichkeit und eine schöne Aufgabe: „Die letzten 20 Jahre hier waren eine tolle Zeit, eine aufregende und zufriedene Zeit. Ich bin hier fachlich und menschlich sehr gereift und freue mich auf weitere 20 Jahre.“

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Erik Arnecke

Gourmets und Genießer sollten sich den 12. Juli 2015 vormerken. An diesem Sommerabend findet das Sommer-SONNEN-Fest des Relais & Châteaux Hotel Die Sonne Frankenberg in der Heimat der Brüder Grimm statt – genauer gesagt direkt auf dem Marktplatz der hessischen Fachwerkstadt Frankenberg. Gäste können sich auf zwei Premieren freuen: Erstmalig wird Sternekoch Erik Arnecke, neuer Küchenchef des Gourmetrestaurants Philipp Soldan, den Sonnen-Fest-Gästen sein Können präsentieren. Zudem ist das kulinarische Rendezvous unter freiem Himmel eines von insgesamt 13 Gourmet-Events, die zum ersten Mal innerhalb der Veranstaltungsreihe Taste of Germany unter dem Dach der exklusiven Hotel- und Restaurantvereinigung Relais & Châteaux stattfinden. Zu diesem Anlass sind in Frankenberg zwei Spitzenköche aus dänischen Relais & Châteaux-Partnerhotels mit von der Partie, Per Hallundbaek und Mark Lundgaard, die gemeinsam mit dem Sonne-Team durch den Abend führen. Das Menü wird mit Weinen ausgewählter Winzer und Partner des Hauses abgerundet. Für die musikalische Unterhaltung konnte der Sänger Steffen Koch gewonnen werden, der Klassiker aus Folk, Rock und Pop zum Besten geben wird.

Die Gastköche aus Skandinavien: Per Hallundbaek und Mark Lundgaard
Ein reetgedecktes Gut aus dem 16. Jahrhundert auf der dänischen Insel Fünen: Hier abseits von Kopenhagen im Restaurant und Hotel Falsled Kro ist die Lebens- und Schaffensstätte von Per Hallundbaek und seiner Frau Randi Schmidt. Auf der nordisch geprägten Speisekarte des Küchenchefs stehen lokale Zutaten, wilde Kräuter und (fast) rohe Meeresfrüchte – der Lachs wird langsam in einem Ofen im Park geräuchert. Zum Anwesen gehört ein großer Gemüsegarten, der sowohl die hauseigene Küche als auch Restaurants der Hauptstadt beliefert. Auch Hotelgäste können sich während ihres Aufenthaltes an Paprika, Gurke & Co. nach Herzenslust bedienen. Sein Tipp für Hobbyköche: Stets mit den besten Zutaten kochen – und einer guten Prise Leidenschaft.

An der anderen Seite von Erik Arnecke zum Sommer-SONNEN-Fest steht Mark Lundgaard, Küchenchef im Restaurant Kong Hans Kaelder. Das Restaurant befindet sich nicht nur im ältesten Gebäude Kopenhagens – hier lebte auch der bekannte Schriftsteller Hans Christian Andersen. Wie im Frankenberger neugestalteten Restaurant Philipp Soldan können die Gäste auch bei Mark Lundgaard durch eine offene Küche die Zubereitung der Gerichte verfolgen. Auf Feinschmecker warten beste Zutaten, wie frische Garnelen aus den Fjorden oder Steinbutt aus der Nordsee.

Exklusive Partner aus dem Weinbau:
Unter der sorgfältigen Auswahl von Timo Neidhardt werden zum Sommer-Sonnen-Fest nur Weine von außerordentlicher Qualität ausgeschenkt. Hervorzuheben ist das hessische Weingut Georg Breuer, geführt von Theresa Breuer, mit 33 Hektar Rebfläche in Rüdesheim und Rauenthal im Rheingau. Auch die Südliche Weinstraße in der Pfalz ist vertreten: Bereits seit 1885 werden im familiengeführten Weingut Valentin Ziegler Sohn in Weyher Spitzenweine angebaut. Der exquisite Rahmen verlangt standesgemäß auch nach dem berühmtesten Edelgetränk auf der ganzen Welt: Viele Legenden ranken sich um den Champagner – während Goethe mit einem Gläschen seinen Geist anregte, soll Marylin Monroe sogar darin gebadet haben. Zum Sommer-Sonnen-Fest gibt es prickelnde Momente aus dem Champagner-Haus Pommery. Das benachbarte Österreich ist mit Weinen vom Weingut Arndorfer dabei. Als Digestif wird feiner Grappa der Destillerie Nonino aus dem Veneto in Italien gereicht.

Während die kulinarische Riege ab 18.00 Uhr Gang für Gang zubereitet, können die Gäste auf Tuchfühlung mit den Spitzenköchen gehen – und nebenbei Profi-Tipps und Anekdoten entlocken. Im Anschluss klingt das Erlebnis bei Kaffeespezialitäten aus dem Hause Seeberger sowie hessischem Vesperbuffet aus. Das Gourmetfestival inklusive Kulinarik und korrespondierender Getränke ist buchbar zum Preis von 149 Euro pro Person. Für Gäste mit Anreise ist ein spezielles Arrangement aus zwei Übernachtungen im Doppelzimmer Classic, Frühstücksbuffet, Sommerfest-Menü, Getränke sowie Genießer-Stunden im Sonne Spa ab 319 Euro pro Person erhältlich. Reservierungen werden unter der Rufnummer +49 (0) 6451-750 0 entgegengenommen. Weitere Informationen auf www.sonne-frankenberg.de