V-Label

Schlachtreste im Kuchen? Das V-Label schafft Klarheit beim Einkauf
Immer mehr Hersteller lassen ihre Produkte als ‚vegetarisch‘ oder ‚vegan‘ mit dem V-Label lizenzieren. Für Verbraucher wird der Einkauf durch das V-Label einfacher. Der VEBU (Vegetarierbund Deutschland) erklärt die Vorteile des Labels für Hersteller und Verbraucher.

Immer mehr Hersteller von Lebensmitteln, bekannte Marken und Discounter verwenden das V-Label zur Auszeichnung ihrer vegetarischen und veganen Produkte. Das V-Label ist ein international geschütztes Qualitätssiegel zur Kennzeichnung von vegetarischen und veganen Lebensmitteln und Produkten. Es wird als Orientierungshilfe auf Verpackungen eingesetzt.

400 Partner mit über 5.000 Produkten
Das grüne V auf gelbem Grund wird inzwischen von rund 400 Partnern auf über 5.000 Produkten verwendet. Unter den V-Label-Partnern finden sich neben Namen wie FRoSTA, HARIBO, Valensina, Rügenwalder Mühle, Bonduelle, Knorr, Erasco, FRoSTA, Alpro und Tartex auch die Discounter ALDI Süd und NORMA. „Die großen Marken möchten den Einkauf für ihre Kunden so leicht wie möglich gestalten. Für viele Verbraucher ist es wichtig, auf den ersten Blick zu erkennen, ob ein Produkt vegetarisch oder vegan ist. Das V-Label erspart das Lesen von langen Zutatenlisten oder die aufwendige Nachfrage beim Hersteller. Die Kunden können einfach zugreifen“, sagt Julia Katharina Schneider, Projekt- & Qualitätsmanagement V-Label beim VEBU.

Eigenauszeichnungen sind nicht verlässlich
Einige Hersteller zeichnen ihre Waren eigenständig und mit selbst entworfenen Logos als ‚vegan‘ oder ‚vegetarisch‘ aus. Aber was bedeuten diese Auszeichnungen? „Sie sind nicht verlässlich, da hier jeder mit einem anderen Maß misst. Durch die fehlende gesetzliche Definition kann für jede Firma ‚vegan‘ oder ‚vegetarisch‘ etwas anderes bedeuten. Weder auf Bundes- noch auf europäischer Ebene existieren Legaldefinitionen für den Lebensmittelbereich. Bei vielen Herstellern geht es nur um die im Produkt enthaltenen Zutaten. Das V-Label hingegen bietet durch klare Kriterien eine eindeutige Vergleichbarkeit, denn die Prüfer haben auch die im Herstellungsprozess verwendeten Produktionshilfsstoffe sowie Trägerstoffe von Vitaminen und Aromen im Blick“, so Schneider. „Viele Verbraucher sind erschrocken, wenn sie erfahren, dass zum Beispiel klare Säfte oft mit Gelatine geklärt werden oder in Torten und Desserts Gelatine als Bindemittel verwendet wird. Niemand erwartet die aus Schlachtabfällen gewonnene Gelatine in vermeintlich vegetarischen Lebensmitteln. Das V-Label schafft hier Klarheit“, ergänzt Schneider.

Vorteile für Händler und Hersteller
„Die zunehmende Verbreitung des V-Labels zeugt sowohl vom Vertrauen, das Verbraucher ihm entgegenbringen, als auch von den Vorteilen, die Händler und Hersteller von dessen Einsatz haben“, erläutert Schneider. „Hersteller, die daran interessiert sind ihre Produkte mit dem V-Label auszuzeichnen, sind aufgerufen, auf uns zuzukommen. Wir freuen uns über das wachsende Interesse“, so Schneider abschließend.

http://v-label.eu/

Osterbäckerei ohne Ei

Der VEBU stellt sechs pflanzliche Ei-Alternativen vor

Häufige Lebensmittelskandale und der industrielle Missbrauch von Hühnern für die Lebensmittelindustrie lässt viele Verbraucher aufhorchen. „Dabei ist es heute ganz einfach, ohne Eier zu kochen und zu backen. Erst mag es komisch anmuten, eine jahrelang gelebte Praxis beim Backen mit Ei zu ändern. Nach dem ersten veganen Apfelkuchen ist man neugierig, nach einem Käsekuchen überzeugt und nach der ersten rein pflanzlichen Donauwelle wundert man sich, überhaupt je ein Ei beim Backen verwendet zu haben“, so Sebastian Joy, Geschäftsführer des VEBU (Vegetarierbund Deutschland). Eier lassen sich beim Kochen und Backen auf einfache Weise ersetzen. Oftmals lassen sie sich in Rezepten auch ersatzlos streichen, ohne dass dies Auswirkungen auf das Ergebnis hat.

Der VEBU stellt einige Ei-Alternativen vor:
Reife Banane
Eignet sich gut für Kuchen. Banane zerdrücken und in den Teig einrühren. Die Banane schmeckt im Gebäck leicht vor. Eine halbe Banane ersetzt ein Ei.

Stärkemehl und Sojamehl
Wird mit Wasser angerührt und eignet sich für Kuchen und Gebäck. Besonders Sojamehl kann einen charakteristischen Nachgeschmack hinterlassen. Ein Esslöffel Mehl ersetzt ein Ei.

Apfelmus
Eignet sich sehr gut für Muffins und feuchte Teige. Der Apfelgeschmack geht beim Backen fast vollständig verloren. Drei Esslöffel Apfelmus ersetzen ein Ei.

Ei-Ersatzpulver
Das fertige Bindemittel besteht hauptsächlich aus Maisstärke und Lupinenmehl und wird mit Wasser angerührt. Es eignet sich ideal für leichtes Gebäck, Kuchen oder Bratlinge. Ein Teelöffel Ei-Ersatzpulver mit 40 ml Wasser gemischt ersetzen ein Ei. Ei-Ersatzpulver ist in Reformhäusern, Bioläden und gut sortierten Supermärkten erhältlich.

Leinsamen
Leinsamen eignen sich besonders für Vollkorn-Gebäck. Zwei Esslöffel gemahlener Leinsamen mit drei Esslöffeln Wasser vermengt, ersetzen ein Ei.

Rührei-Rezept
Ein Rezept für eifreies Rührei steht Ihnen unter folgendem Link zur Verfügung: https://vebu.de/themen/lifestyle/essen-a-trinken/rezepte/806-rezept-fuer-eifreies-ruehrei

VEBU startet Produkttester-Community

Für viele Unternehmen ist der vegetarisch-vegane Markt Neuland. „Was wünschen sich diese Konsumenten von den Herstellern? Worauf sollten Unternehmen bei der Markteinführung neuer Produkte achten? Diese Fragen kann der VEBU nun mithilfe seiner Produkttester beantworten“, sagt Denise Weber, Expertin für Unternehmenskooperationen beim VEBU.

Testen und bewerten
Mehr als 8.000 potenzielle Tester warten darauf, Produkte zu bewerten. „Die Resonanz hat uns überwältigt und zeigt, wie groß das Interesse an Neuerungen ist. Wir können nun Testgruppen nach Geschlecht, Alter, Ernährungsgewohnheiten, Beruf und weiteren Kriterien auswählen, um den Unternehmen die Gruppen zu bieten, die für sie relevant sind“, so Weber weiter.

Produkteigenschaften und Markenauftritt
Tests sind sowohl für Lebensmittel, als auch für Kosmetik und andere Konsumgüter möglich. Produkte in allen Entwicklungsstadien können im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften in die Tests gegeben werden. „Dabei geht es nicht nur um die Produkteigenschaften selbst, auch Verpackungen, oder der Markenauftritt insgesamt lassen sich einschätzen“, sagt Weber. „Um allen Ansprüchen gerecht zu werden, startet der VEBU die Community mit verschiedenen Angeboten, vom Basispaket mit kleiner Testergruppe und standardisierten Fragebögen, bis hin zu individuellen Lösungen“, so Weber abschließend.

Marktforscher bestätigen Veggie-Boom
Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat kürzlich die Umsatzentwicklungen von Veggie-Produkten der letzten fünf Jahre analysiert. Der Umsatz von Fleischalternativen und pflanzlichen Brotaufstrichen ist laut der GfK in den vergangenen fünf Jahren um 73 Prozent gestiegen. Auch das Marktforschungsunternehmen YouGov bestätigt die Entwicklungen beim Verkauf von Fleischalternativen. Nach einer kürzlich veröffentlichten Befragung stehen 41 Prozent der Gesamtbevölkerung pflanzlichen Wurstwaren offen gegenüber.
Der derzeitige Marktführer im Segment „pflanzliche Milch“, Alpro, gab vor kurzem bekannt, dass er 2014 eine europaweite Umsatzsteigerung von 20 Prozent erreichen konnte. Auch dieses Wachstum wird von der GfK bestätigt. Das Haushaltspanel 2014 ergab eine Umsatzsteigerung bei Sojadrinks um 15 Prozent. Der Umsatz von Sojajoghurt stieg im Vergleich zum Vorjahr sogar um 43 Prozent.

VEBU Produkttester-Community
Interessierte Unternehmen können sich direkt an den VEBU wenden:
www.vebu.de

Immer mehr vegan-vegetarische Restaurants

Mit der steigenden Zahl der vegetarisch und vegan lebenden Menschen in Deutschland, steigt auch die Zahl der Restaurants und Cafés, welche diese Zielgruppe in den Fokus nehmen. In Deutschland leben mittlerweile 7,8 Millionen Vegetarier, das sind rund 10 Prozent der Bevölkerung, Tendenz steigend. Darunter leben etwa 900.000 Menschen vegan. Bei den veganen Gastronomiebetrieben verzeichnet der VEBU von 2013 bis 2014 ein Wachstum von 32 Prozent, bei den vegetarischen Restaurants sind es 23 Prozent. Von 2014 auf 2015 (bis Januar 2015) gibt es bei veganen Restaurants bereits ein Wachstum von 23 Prozent, bei den vegetarischen Restaurants sind es 13 Prozent. Das breite öffentliche Interesse am Thema macht viele Restaurantbesucher neugierig. Sie möchten die vegane Küche ausprobieren und besuchen eines der zahlreichen Restaurants.

Vielfalt pflanzlicher Lebensmittel
Die aktuelle Erhebung des VEBU bezieht sich auf Betriebe in großen und mittelgroßen Städten Deutschlands. „Neben den ethischen Gründen entscheiden sich viele Verbraucher auch der eigenen Gesundheit zuliebe dafür, öfter vegetarisch oder vegan zu essen“, sagt Sebastian Zösch, Geschäftsführer des VEBU. „Auch nicht rein vegane Restaurants können bei dieser Zielgruppe punkten, indem sie einige vegane Gerichte auf die Karte setzen oder den Cappuccino mit Sojamilch anbieten“, so Zösch weiter.

Fleischalternativen eignen sich gut für die Gemeinschaftsverpflegung
In der Gemeinschaftsverpflegung steigt die Nachfrage nach Veggie-Gerichten ebenso. Laut dem INTERNORGA GV-Barometer 2015 ist „vegetarisch“ eines der Fokusthemen für 2015. 52 Prozent der Befragten geben an, dass ihr Betrieb in Zukunft verstärkt vegetarische Menüs anbieten wird, vegane Alternativen möchten immerhin 25 Prozent zur Verfügung stellen. Diese Entwicklung wird unterstützt von dem Projekt GV-nachhaltig, welches neben der guten Anwendbarkeit von Fleischalternativen in der Gemeinschaftsverpflegung vor allem die klimaschonenden Auswirkungen einer pflanzenbetonten Ernährung hervorhebt. Dies wird von zahlreichen Studien bestätigt.

Studien bestätigen positive Auswirkungen pflanzenbetonter Ernährung
Ein Forscherteam aus Europa ging kürzlich der Frage nach, was passieren würde, wenn die Menschen in Europa weniger tierische Produkte essen würden und diese durch Getreide und Hülsenfrüchte ersetzen würden. Die berechneten Folgen für Umwelt und Gesundheit sind deutlich. Unter anderem würden bis zu 40 Prozent weniger Treibhausgase ausgestoßen und auch die Freisetzung von Stickstoffverbindungen über tierischen Dünger könnte um 40 Prozent sinken. Infolgedessen würde sich die Luft- und Trinkwasserqualität deutlich verbessern.

Umweltschutz mit Messer und Gabel
„Bereits jetzt müssten im Sinne der Nachhaltigkeit die negativen Umweltauswirkungen des Tierproduktionssektors deutlich gesenkt werden“, sagt Zösch. „Wer heutzutage das Klima und die Umwelt schützen will, tut dies mit Messer und Gabel“. Für den Einstieg in eine vegetarisch-vegane Lebensweise empfiehlt der VEBU den Veggie-Schnupperkurs mit Ernährungs-Coach. Kostenfrei und unverbindlich steht der Veggie-Online-Coach über dreißig Tage zur Seite und sendet jeden Tag eine E-Mail mit Rezepten und Informationen zur vegetarisch-veganen Lebensweise. Mit der kostenfreien VEBU-App lassen sich darüber hinaus bundesweit veggiefreundliche Restaurants und Cafés in der Nähe finden.

Grafiken zum Download sowie zur kostenfreien Verwendung finden Sie hier:
http://vebu.de/files/presse/2015.01.gastrobetriebe.und.studie.zip

Das vegan-vegetarische Jahr 2015

In den letzten Jahren erlebt die vegan-vegetarische Lebensweise einen enormen Aufschwung. „Vegan-vegetarisch“ ist als Lebensstil in der Mitte der Gesellschaft angekommen. In Deutschland leben mittlerweile 7,8 Millionen Vegetarier, das sind rund zehn Prozent der Bevölkerung, Tendenz steigend. Darunter leben etwa 900.000 Menschen vegan, insgesamt 1,1 Prozent der Gesamtbevölkerung. Diese Entwicklung wird auch an den regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen deutlich.
Im Februar beginnt das Veggie-Jahr mit der Messe „VeggieWorld“, im März folgt die internationale Kampagne „Meatout“ und ab Juli finden bundesweit vegane Grillaktionen statt. Im August feiern wir das europaweit größte Veggie-Event, das „Vegan-Vegetarische Sommerfest“, in Berlin. „Mittlerweile gibt es das ganze Jahr über Feste und Veranstaltungen, bei denen eine pflanzenbetonten Ernährung im Mittelpunkt steht“, sagt VEBU-Geschäftsführer Sebastian Zösch.

Immer mehr Menschen entscheiden sich bewusst für den Veggie-Lifestyle
Die Gründe, warum sich immer mehr Menschen für einen vegetarisch-veganen Lifestyle entscheiden, sind vielfältig: wachsende Klima- und Umweltprobleme, Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht und Diabetes, die grausamen Bedingungen der Massentierhaltung oder sich häufende Lebensmittelskandale.

Wirtschaft reagiert: vegane Supermärkte, Cafés und Kochbücher
Die Infrastruktur in Deutschland für vegetarisch und vegan lebende Menschen ist so gut wie nie zuvor. In einigen Großstädten gibt es vegane Supermärkte, in jeder mittelgroßen Stadt gibt es mittlerweile vegane Cafés und Restaurants. In Berlin gibt es aktuell 31 vegane Gastronomiebetriebe. Auch die Zahl der Neuveröffentlichungen veganer Kochbücher spricht für sich: Wurden 2011 zwölf Kochbücher veröffentlicht, waren es 2012 bereits 23, im Jahr 2013 waren es schon über 50 und 2014 wurden 77 vegane Kochbücher neu veröffentlicht.

Das vegan-vegetarische Jahr 2015
17. Januar 2015, Demo „Wir haben es satt“, Berlin, www.wir-haben-es-satt.de
23.-25. Januar 2015, V Delicious Show (im Rahmen der Internationalen Grünen Woche), Berlin, www.v-delicious.de
11.-14. Februar 2015, Erlebniswelt VEGAN im Rahmen der BIOFACH, Nürnberg, www.biofach.de
27. Februar-1. März 2015,VeggieWorld – Die Messe für nachhaltiges Genießen, Wallau-Hofheim, www.veggieworld.de
7. März 2015, Tag der gesunden Ernährung
20.-23. März 2015, Meatout, weltweite Aktionstage gegen Fleischkonsum, www.meatout.de
22. März 2015, Weltwassertag
24. April 2015, Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche
26. April – 4. Mai 2015, Worldwide Vegan Bake Sale 2015 – Vegane Kuchenaktionstage    
2.-3. Mai 2015, Internationale Veggie Expo, München, www.veggieexpo.de
7. Juni 2015, Der VEBU wird 123 Jahre jung (Gründung des VEBU 1892 in Leipzig)
Juli-August 2015, bundesweite vegan-vegetarische Grillaktionen, www.vegan-grillen.de
25. August 2015, Weltrohkosttag
28.-30. August 2015, Vegan-Vegetarisches Sommerfest, Berlin, www.veggie-sommerfest.de
1. Oktober 2015, Weltvegetariertag
4. Oktober 2015, Welttierschutztag
7.-8. Oktober 2015, VeggieWorld – Die Messe für nachhaltiges Genießen, Berlin, www.veggieworld.de
16. Oktober 2015, Welternährungstag
16.-18. Oktober 2015, VeggieWorld – Die Messe für nachhaltiges Genießen, Düsseldorf, www.veggieworld.de
1. November 2015, Weltvegantag
Dezember 2015, Aktion „Vegetarische Weihnachten“, www.vegetarische-weihnachten.de
Dezember 2015, vegan-vegetarische Weihnachtsmärkte, bundesweit
10. Dezember 2015, Internationaler Tierrechtstag

Der VEBU ist die größte Interessenvertretung vegetarisch und vegan lebender Menschen in Deutschland. Seit 1892 setzt sich die Organisation mit positiver Öffentlichkeitsarbeit dafür ein, den Fleischkonsum dauerhaft zu senken und eine pflanzenbetonte Lebensweise als attraktive und gesunde Alternative allen Menschen zugänglich zu machen. Der VEBU unterstützt beim Start in eine genussvolle Ernährung mit zahlreichen Angeboten und zeichnet sich durch originelle Kampagnen, vielfältige Veranstaltungen und die zielgerichtete Arbeit mit Multiplikatoren aus. Für Experten wie Verbraucher hat sich die Organisation als führende Anlaufstelle in allen Fragen des vegetarisch-veganen Lebens etabliert. www.VEBU.de

Vegan-Vegetarisches Sommerfest

Berlin ist die vegetarierfreundlichste Stadt in Deutschland. Das zeigt auch das Vegan-Vegetarische Sommerfest, das am 
31. August von 10 bis 21 Uhr bereits zum sechsten Mal in der Hauptstadt stattfindet. Auf dem Veggie-Sommerfest können sich große und kleine Besucher einen ganzen Tag lang über den vegetarischen Lifestyle informieren, vegan schlemmen und ein vielfältiges Programm erleben. An rund 
70 Info- und Verkaufsständen warten auf die Besucher internationale Leckereien, vegane Bio- und Rohkost-Spezialitäten, tierversuchsfreie Kosmetik, T-Shirts mit tollen Motiven und lederfreie Produkte und Accessoires wie Gürtel und Schuhe. Bei Organisationen wie der Albert-Schweitzter-Stiftung, Sea Shepherd, Tierversuchsgegner Berlin-Brandenburg und Vegan Runners können sich Interessierte über die Themen Tierschutz und Tierrechte, Umwelt sowie Ernährung und Gesundheit informieren.
„Das Sommerfest bietet die ideale Gelegenheit, sich über eine fleischfreie Ernährung zu informieren und die Vielfalt vegetarisch-veganer Produkte kennen zu lernen“, sagt VEBU-Geschäftsführer Sebastian Zösch. „Wir rechnen mit über 10.000 Besuchern.“

In einer Live-Kochshow zeigt der vegane Spitzenkoch und Restaurantbesitzer Björn Moschinski, wie man aus pflanzlichen Zutaten leckere Köstlichkeiten zaubert. Der vegan lebende Kraftsportler Patrik Baboumian, der sich 2011 den Titel “Stärkster Mann Deutschlands“ holte, versucht auf dem Sommerfest einen neuen Weltrekord aufzustellen. Man darf gespannt sein, ob es ihm gelingt. Auf der Bühne sorgen unter anderem Emaline Delapaix, Morgaine und Herr Binner für gute Stimmung. Und im Kongresszelt können spannende Vorträge und Lesungen gehört werden. Mit dabei sind Raphael Fellmer, Jumana Mattukat und viele andere. Hier wird es auch eine Live-Show der Sendung „MiViZ “ mit Marsili Cronberg geben.

Das persönliche Glück können alle bei einer Tombola mit vielen interessanten Sachpreisen herausfordern: Ob Restaurantgutscheine, Kosmetik-artikel oder Lebensmittel – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Ein betreutes Kinderprogramm mit Hüpfburg, Kinderschminken und anderen Attraktionen sorgt dafür, dass auch die kleinsten Gäste Spaß haben. “

Was: Vegan-Vegetarisches Sommerfest
Wann: 31. August von 10 bis 21 Uhr
Wo: Alexanderplatz, Berlin

Das Vegan-Vegetarische Sommerfest wird vom Tierrechtsbündnis Berlin-Vegan, der Albert Schweitzer Stiftung (ASS) und dem 
Vegetarierbund Deutschland (VEBU) organisiert.
Anliegen der Veranstaltung ist es, sowohl überzeugte vegetarisch und vegan lebende 
Menschen als auch interessierte Passanten und Besucher anzusprechen und in einen interaktiven Austausch zu kommen.
Programm- und Ausstellerübersicht werden nach und nach veröffentlicht auf www.vegan-vegetarisches-sommerfest.de

Warum viele Vegetarier doch Fleisch essen

Wer kein Fleisch von Tieren isst, muss nicht ganz auf den Geschmack von Fleisch und Wurst verzichten.

Seitansteaks, Soja-Würste, Frikadellen aus Tofu – wenn Vegetarier zur Fleischalternative greifen, reagieren viele mit Unverständnis. Wenn man Fleisch ablehne, solle man nicht auf Alternativprodukte zurückgreifen. Dies sei inkonsequent, so die Meinung vieler. Der Vegetarierbund Deutschland (VEBU) erklärt, warum vegetarisch lebende Menschen guten Gewissens fleischfreie Steak- und Wurstvarianten genießen können.

„Fleischalternativen sind die moralische Antwort auf Massentierhaltung und Fleischproduktion am Fließband“, sagt VEBU-Geschäftsführer Sebastian Zösch. Vergleichbare Erscheinungen gibt es sowohl in der Ernährung als auch in anderen Lebensbereichen. „Wer weniger Kalorien zu sich nehmen möchte, greift zu Süßstoff statt Zucker, wer es schaumig mag, benutzt Duschgel statt Seife und wer Benzin sparen und der Umwelt etwas Gutes tun will, steigt auf ein Elektroauto um – ohne deshalb als inkonsequent zu gelten“, so Zösch weiter. All diese Entwicklungen sind Symptome des gleichen Phänomens: Fortschritt.

Entgegen der weit verbreiteten Meinung, vegetarisch und vegan lebende Menschen hätten eine generelle Abneigung gegen den Geschmack von Fleisch, leben die meisten aufgrund ihrer Abneigung gegen das Töten von Tieren fleischfrei oder um Umwelt und Ressourcen zu schonen. So kam bei der Vegetarierstudie Jena (2007), bei der sich insgesamt 4000 Vegetarier beteiligten, heraus, dass für ca. 63 Prozent der Vegetarier moralische Gründe die wichtigste Rolle spielen. Dagegen nur für 11 Prozent emotionale Gründe, wie etwa die Abneigung gegen den Geschmack von Fleisch. Für 20 Prozent sind gesundheitliche Gründe ausschlaggebend für eine pflanzenbasierte Ernährung. Gerade hier bieten Fleischalternativen viele Vorteile. Sie enthalten kein Cholesterin, meist weniger Fett und mehr ungesättigte Fettsäuren als Wurst vom Tier. Dafür viel pflanzliches Eiweiß.

Wurst ist eben doch nicht Wurst.
Für Fleischalternativen aus Soja oder Weizen Soja wird kein Tier gequält oder landet auf der Schlachtbank, egal ob in Wurst-, Steak- oder Gyrosform. Es spricht daher nichts dagegen, den Fleischgeschmack nachzuahmen. Der Wechsel von Fleisch zu alternativen Produkten ermöglicht es vegetarisch und vegan lebenden Menschen, an Gewohnheiten und Ritualen festzuhalten, sodass niemand „verzichten“ muss. Tofu, Seitan und Co. bieten zudem eine spannende Vielfalt an möglichen Zubereitungsarten, von welchen sich auch immer mehr Fleischesser beeindrucken lassen. Damit handelt es sich bei genauerer Betrachtung weniger um Ersatzprodukte, als vielmehr um eigenständige Lebensmittel, die eine positive Weiterentwicklung darstellen.

Der VEBU ist die größte Interessenvertretung vegetarisch und vegan lebender Menschen in Deutschland. Seit 1892 wirkt die Organisation mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit darauf hin, den Fleischkonsum in der Gesellschaft deutlich zu senken sowie die pflanzenbetonte Lebensweise als attraktive Alternative möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen.

www.vebu.de

Mett ohne Schwein

Vegane Mett-Alternative – 16 Prozent der Mettproben sind mit antibiotikaresistenten Keimen belastet – „Mett enthält viel Fett, Kalorien und Cholesterin, aber praktisch keine gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Ballaststoffe oder Antioxidantien.“

Der Verzehr von Schweinemett ist mit größeren Gesundheitsrisiken verbunden als bisher bekannt. Bei einer Untersuchung im Auftrag der Grünen stellte sich heraus, dass von 50 gekauften Mett-Proben 16 Prozent mit antibiotikaresistenten Keimen belastet waren.
„Mett enthält viel Fett, Kalorien und Cholesterin“, sagt Ernährungswissenschaftler Dr. Markus Keller vom Institut für alternative und nachhaltige Ernährung (IFANE): „Dafür aber praktisch keine gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Ballaststoffe oder Antioxidantien.“

Nicht nur aus gesundheitlicher sondern auch aus moralischer und ökologischer Sicht ist der hohe Fleischkonsum nicht tragbar. Erst kürzlich kritisierte der SWR-Film „Schweine für den Müllcontainer“ die Haltungsbedingungen in der deutschen industriellen Schweinemast. „Ein Schwein, das eine natürliche Lebenserwartung von etwa 15 Jahre hat, erreicht in der Intensivmast nur ein Alter von einem halben Jahr“, sagt Sebastian Zösch, Geschäftsführer des Vegetarierbund Deutschland (VEBU): „Oft sterben die Schweine schon vorher durch Verletzungen und Stress einen qualvollen Tod.“

Die gute Nachricht: Mett geht auch ohne Schwein. Der VEBU zeigt eine leckere vegane Variante, die nicht nur genauso aussieht wie ihr Original, sondern auch um ein Vielfaches gesünder ist. Das vegane Mett lässt sich schnell und unkompliziert zubereiten. Gekühlt hält der Brotbelag mindestens drei Tage.

Zutaten (für 8 halbe Brötchen)
• 100 g Reiswaffeln
• 100 ml Pflanzenöl
• 200 ml Wasser
• 2 Tomaten
• 3 EL Tomatenmark
• 1 mittelgroße Zwiebel
• 1 TL Salz und Pfeffer
• Nach Bedarf etwas Chilipulver

Zubereitung
1. Die Reiswaffeln klein zerbröseln und in eine große Schüssel geben. Nach und nach 200 ml (kaltes) Wasser hinzugeben, damit sich die Reiswaffeln vollsaugen können. Es sollte aber nicht zu wässrig werden.
2. Zwiebel und Tomaten in feine Würfel schneiden und ebenfalls in die Schüssel geben. Für die richtige Farbe ausreichend Tomatenmark untermengen und mit Öl, Salz und Pfeffer würzen.
3. Die Masse gut mit den Händen durchkneten. Wer es etwas pikanter mag, kann das Mett noch mit Chilipulver abschmecken.
Das Mett schmeckt am besten, wenn es noch für ein paar Stunden im Kühlschrank durchziehen kann.

Der VEBU ist die größte Interessenvertretung vegetarisch und vegan lebender Menschen in Deutschland. Seit seiner Gründung 1892 wirkt die Organisation mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit darauf hin, den Fleischkonsum in der Gesellschaft deutlich zu senken sowie die vegetarische Lebensweise als attraktive Alternative möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen.

 www.vebu.de

VeggieWorld in Wiesbaden

Vegetarischer Lifestyle, Gesundheit und Trends: Die weltweit erste Publikumsmesse für fleischfreien Genuss in Deutschland findet in Wiesbaden zum dritten Mal statt

Megatrend Vegetarisch – im Februar kann man die „VeggieWorld – die Messe für nachhaltiges Genießens“ gleich an drei Tagen genießen. Und das mit noch mehr spannenden Themen: Die Besucher erwartet ein unterhaltsames und anspruchsvolles Vortragsprogramm über vegetarischen Lifestyle, Markt & Nachfrage, Ernährung & Gesundheit, Existenzgründung und vieles mehr.

Am Freitag steht unter anderem VEBU-Geschäftsführer Sebastian Zösch auf der Bühne, der einen Überblick über das spannende Thema „Megatrend vegetarisch“ gibt. Am Samstag hält Geophysiker und Lebensmittelwissenschaftler Dr. Kurt Schmidinger einen praktischen Vortrag über „Alternativen zu Fleisch, Milch und Eiern“.

Höchstleistungssportler und Autor Arnold Wiegand spricht über „vegane Ernährung im Ausdauersport“. Eine Live-Kochshow mit Star-Vegan-Koch Attila Hildmann steht ebenfalls auf dem Programm. Am Sonntag folgen weitere Vorträge, unter anderem zu den Themen „vegetarische Existenzgründung“, „vegetarische Verpflegung in Kantinen und Mensen“ und „Donnerstag ist Veggietag“. Ein zusätzliches Highlight wird die politische Podiumsdiskussion sein, die erstmals auf der VeggieWorld stattfindet und sich mit der Frage „Klimaschutz beim Essen: Soll der Energiewende eine Ernährungswende folgen?“ befasst. Zudem verleiht der VEBU auf der diesjährigen Messe erstmals den Preis zum vegetarischen Sachbuch des Jahres 2013.

Für kulinarischen Genuss sorgen neben Attila Hildmann Nicole Demel und Roland Schneider, die einen Einblick in die vegane Makrobiotik geben sowie Megumi Nachev mit pflanzlicher japanischer Küche. Zum Probieren und Kennenlernen verschiedenster Produkte – von vegetarischen Riesengarnelen bis zu lederfreien Schuhen und Accessoires – laden zusätzlich rund 50 Aussteller ein.

Ideeler Träger der VeggieWorld ist der VEBU, veranstaltet wird die Messe von der MCO GmbH. Partner der Messe: Magazin „Vegetarisch Fit“

Was: „VeggieWorld – Die Messe für nachhaltiges Genießen“
Wann: Fr, 15. – 17. Februar 2013, 10-18 Uhr
Wo: Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden / Rheinstr. 20, 65185 Wiesbaden, Eingang Diana Brunnen
Tickets: Tageskarten zwischen 9,- € (ermäßigt) und 12,00 €
Ermäßigte Preise gelten auch für VEBU-Mitglieder

Die Tickets können online www.veggieworld.de oder direkt vor Ort an den Kassen der Rhein-Main-Hallen (Friedrich-Ebert-Allee, Eingang Diana-Brunnen) erworben werden.
Der Besuch des allg. Rahmenprogramms und der PARACELSUS MESSE ist im Preis enthalten.

Enten, Gänse und Karpfen empfehlen für die Festtage

Der Vegetarierbund Deutschland (VEBU) stellt zum diesjährigen Weihnachtsfest pflanzliche Alternativen zum Festtagsbraten vor – Fast 25 Millionen Enten verlieren ihr Leben zu den Weihnachtstagen!.

In den USA ist es inzwischen Tradition. Der Präsident verschont jedes Jahr an Thanksgiving zwei Truthähne. Die Tiere, die für den Weihnachtsbraten bestimmt sind, haben meist weniger Glück. „In Deutschland sind es vor allem Enten und Gänse, die für das Weihnachtsessen ihr Leben lassen müssen“, sagt VEBU-Geschäftsführer Sebastian Zösch: „Allein im letzten Jahr waren es 24 829 596 Enten und 542 818 Gänse.“

Doch es geht auch anders: Der VEBU zeigt, wie man aus dem Fest der Liebe auch ein Fest der Tierliebe machen kann. Auf der Internetseite www.vegetarische-weihnachten.de stellt die Organisation in Kooperation mit dem vegetarischen Produkthersteller Wheaty zahlreiche leckere Alternativen und Rezepte für das Festtagsessen vor. Darunter Bratenrezepte, Ideen für helle und dunkle Soßen oder ganze Menüvorschläge mit Anleitung. Und das Beste: Alle Gerichte kommen ganz ohne tierische Produkte aus.

Der VEBU ist bis Weihnachten in zahlreichen Städten unterwegs und gibt vor Ort Kochtipps und Anregungen für ein tierfreundliches Weihnachtsfest.
Kostenloses Informationsmaterial kann ab sofort im VEBU-Shop www.alles-vegetarisch.de/Kostenlos!-VEBU-VEBU-7C-VEGETARISCHE-WEIHNACHTEN–Flyer-,art-2485 bestellt werden.

Sehr löblich, was die Vegetarier da machen. Wir meinen, wir müssen weniger aber besseres Fleisch essen. Warum also nicht auch mal einen Weihnachtstag vegetarisch?