Joachim Wissler, Nils Henkel und Christian Jürgens

Herausragende Bewertungen für Althoff-Köche im Gault Millau 2014
Der Restaurantführer Gault Millau hat die Spitzenköche Joachim Wissler, Nils Henkel und Christian Jürgens in seiner Ausgabe 2014 erneut hoch bewertet.

Joachim Wissler, Küchenchef im Restaurant Vendôme im Althoff Grandhotel Schloss Bensberg, ist einer der vier deutschen Spitzenköche, die mit 19,5 von 20 Punkten erneut die höchste Wertung im Restaurantführer Gault Millau erreichen. „Allezeit neugierig und auf der Suche nach Herausforderungen gilt er hierzulande als Vordenker seiner Zunft und prägt Trends, an denen sich jüngere Köche orientieren“, begründeten die Tester ihr Urteil.

Auch Nils Henkel vom Althoff Schlosshotel Lerbach in Bergisch Gladbach erkochte sich eine ausgezeichnete Wertung und behauptet seinen Platz in der kleinen Gruppe der mit 19 Punkten bewerteten Spitzenköche. „In seinem Konzept der ‚Pure Nature Cuisine‘ steht auf jedem Teller ein Produkt im Vordergrund, dem gleichsam aromatisch zugearbeitet wird“, lautete das Urteil der Gault-Millau-Tester. Natürlichkeit und Eigengeschmack der Produkte haben für Nils Henkel einen besonderen Stellenwert. Hinter dem Gourmetrestaurant Lerbach betreibt der Küchenchef einen eigenen Kräutergarten, in dem auch ausgefallene Sorten wie Meerfenchel, Taglilie und Mönchspfeffer gedeihen.

Sein Kollege Christian Jürgens vom Althoff Seehotel Überfahrt in Rottach-Egern ist ebenfalls einer der neun deutschen Topköche, die mit 19 Punkten ausgezeichnet wurden. Jürgens Gericht „Seerosen“ – eine Komposition aus dünnen Scheiben mild geräucherten Saiblings, rosa Rettich und Streifen vom Aal – sei ein „Tellerstilleben, wie es Monet nicht schöner hätte malen können“, erläuterten die Tester. Der „Impressionist vom Tegernsee“ war im Gault Millau 2013 bereits zum „Koch des Jahres“ gewählt worden.

Thomas H. Althoff, Inhaber und Geschäftsführer der Althoff Hotel Collection, gratuliert dem Koch-Trio herzlich zu dieser außerordentlichen Leistung: „Wir freuen uns über die hohen Auszeichnungen durch den Gault Millau und sehen die herausragende Stellung der Althoff Hotel Collection in der deutschen Spitzengastronomie bestätigt.“

www.althoffhotels.com

Nahrungsergänzungsmittel für Kinder

„Klugstoff für Kinder“, „So kauen die Schlauen“, „Gehirnproteine“: Nahrungsergänzungsmittel für Kinder werben mit großen Versprechen – Stiftung Warentest testet zwölf Produkte – Das Urteil: Alle sind „wenig geeignet“, der Nutzen ist nicht ausreichend belegt – Volksverdummung!

Die Pillen mit Namen wie „Concentrix“, „Omega IQ junior“ oder „Brain Effect junior“ enthalten meist Omega-3-Fettsäuren aus Seefisch, manche bieten zusätzlich Omega-6-Fettsäuren aus Pflanzen und weitere Substanzen. Die Kapseln sollen bei Kindern für kluge Köpfe sorgen. Nur: Es gibt kaum Belege für die Wirksamkeit.
Gourmet Report meint: Wahre Volksverdummung!

Die Werbeslogans sind zudem nicht mehr erlaubt. Am 14. Dezember 2012 trat eine EU-Verordnung in Kraft, die festlegt, mit welchen gesundheitsbezogenen Werbeslogans für Lebensmittel noch geworben werden darf. Dass Omega-Fettsäuren günstig auf die geistige Entwicklung oder das Lern- und Konzentrationsvermögen wirken, gehört nicht zu den erlaubten Slogans. Auf den Verpackungen und Beipackzetteln standen solche Werbesprüche aber auch noch nach dem Stichtag.

Auch die Stiftung Warentest empfiehlt, den Bedarf an Omega-Fettsäuren über die Nahrung zu decken. Dafür reichen pro Woche ein bis zwei Mahlzeiten mit fettem Seefisch wie Lachs, Hering oder Makrele. Kommt Fisch beim Nachwuchs schlecht an, helfen auch Lein- und Rapsöl oder täglich ein paar Walnüsse. Wichtig für Kinder ist zudem tägliche Bewegung, etwa Toben im Freien. Das fördert die Durchblutung und Nervenvernetzung im Hirn.

Der ausführliche Artikel Nahrungsergänzungsmittel für Kinder erscheint in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift test, die seit heute am Kiosk ist.

Auch online unter www.test.de/thema/nahrungsergaenzungsmittel abrufbar.

Unverbindliche Flugzeiten

Pauschalurlauber kennen das: Kurz vor Antritt des Fluges teilt der Veranstalter mit, dass der ursprünglich für vormittags angekündigte Abflug in den lang ersehnten Urlaub erst mitten in der Nacht stattfindet. Oder am letzten Abend im Hotel kommt die Info, dass der Flieger zurück nach Hause leider doch schon um sechs Uhr morgens startet. Ärgerlich und schlecht für die Urlaubserholung ist beides. Aber ist die Verlegung der Flugzeiten überhaupt zulässig? ARAG Experten erklären, was die Veranstalter dürfen und was nicht mehr erlaubt ist.

Änderungsvorbehalt ohne Grenzen?
Bei den Veranstaltern ist es gängige Praxis, dass sie sich in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) vorbehalten, Flugzeiten zu ändern. Oft findet sich ein solcher Hinweis auch zusätzlich in der Buchungsbestätigung. Das mag zwar aus Sicht der Veranstalter verständlich sein, denn nicht immer stehen bei der Buchung die Zeiten für Charterflüge schon fest. Deshalb gesteht das Reisevertragsrecht dem Veranstalter grundsätzlich auch eine Änderung von wesentlichen Reiseleistungen zu. Dazu gehören eben auch die Flugzeiten. Trotzdem darf der Änderungsvorbehalt keine beliebige Verlegung der Flugzeiten erlauben, sonst ist er unwirksam. Das geht aus einem aktuellen Urteil hervor. Im dortigen Fall hatte der Bundesverband der Verbraucherzentralen gegen die AGB eines großen Reiseveranstalters geklagt. In denen hieß es „Unverbindliche Flugzeiten – Änderungen vorbehalten“ und „aktuelle Flugzeiten im Ticket“. Die Richter hielten diesen so genannten Änderungsvorbehalt für unwirksam, weil es danach dem Veranstalter freistand, von den Angaben in der Buchung ohne Voraussetzungen oder Grenzen abzuweichen. Das aber sei für die Kunden nicht zumutbar. Die voraussichtlichen Zeiten sind nicht unverbindlich, sondern Bestandteil des Reisevertrages. Er dürfen sich lediglich Änderungen aus triftigem Grund vorbehalten werden, welche für den Kunden zumutbar sind (LG Düsseldorf, Az.: 12 O 224/11).

Was ist gerade noch zumutbar?
Bereits vor diesem Urteil haben sich Gerichte damit beschäftigt, welche Flugzeitänderungen für den Reisenden zumutbar sind. Generell gingen die Gerichte bei Pauschalreisen allerdings davon aus, dass der An- und Abreisetag nicht der Erholung dient. Gewisse Verschiebungen bei Hin- und Rückflug wurden daher als zumutbar erachtet. Dabei spielt aber auch immer eine Rolle, wie lange der gebuchte Aufenthalt insgesamt dauert. Im Klartext: Bei einem 14-tägigen Urlaub muss es eher hingenommen werden, wenn der Rückflug um ein paar Stunden vorverlegt wird als bei einem Wochenendtrip. So war es nach Auffassung der Richter einer Urlauberfamilie zumutbar, dass die Zeit für ihren Rückflug von 14.35 Uhr auf 6.10 Uhr vorverlegt wurde. Es gehöre zum Wesen von Charterflügen, so das Gericht, dass Flugzeiten kurzfristig geändert würden, um die Kapazitäten besser auszulasten (AG Bad Homburg, Az.: 2 C 3320/00). Anders sah es dagegen in dem Fall eines 1-wöchigen Tauchurlaubes aus. Hier sollte der Rückflug statt um 18.20 Uhr bereits um 7.30 Uhr stattfinden. Die für den letzten Tag gebuchten Tauchgänge mussten deshalb ausfallen. Der Reisende hatte daher Anspruch auf Erstattung des Reisepreises für einen Tag (AG Ludwigsburg, Az.: 10 C 1621/08). Ähnlich urteilte der Bundesgerichtshof in einer kürzlich ergangenen Entscheidung: Auch dort ging es um eine 7-tägige Pauschalreise, bei der der Rückflug eigentlich für 16.40 Uhr geplant war, dann aber kurzfristig auf 5.15 Uhr vorverlegt wurde. Für die Reisenden bedeutete das: Sie wurden schon um 1.25 Uhr am Hotel abgeholt. Nach Ansicht der Karlsruher Richter war diese Abweichung nicht mehr hinnehmbar (BGH, Az.: X ZR 76/11).

Reisemangel?
Und welche Rechte haben die Reisenden, wenn die Hin- oder Rückflugzeiten derart verschoben werden, dass das für sie nicht zumutbar ist? Laut ARAG Experten kann in diesem Fall ein Reisemangel vorliegen. Der gibt den Reisenden unter Umständen ein Minderungsrecht. Sie können also vom Veranstalter verlangen, dass er den Reisepreis um den Tagespreis für den betroffenen Tag mindert. Je nach Länge der Verschiebung erkennen die Gerichte in manchen Fällen 100 Prozent des Tagespreises, in manchen auch nur einen geringeren Prozentsatz als Minderungsbetrag an. Außerdem hat der Reisende grundsätzlich ein Recht zur Selbstabhilfe, sprich zur eigenen Buchung eines Fluges am ursprünglich vorgesehen Tag oder zur ursprünglich vorgesehen Zeit. Bevor man hier selbst tätig wird, sollte aber immer der Veranstalter bzw. der Reiseleiter vor Ort aufgefordert werden, Abhilfe in Gestalt eines anderen Fluges zu schaffen. Wird das verweigert, muss der Veranstalter die Kosten für den selbst gebuchten Flug und eventuelle Auslagen wie z.B. Taxi- oder Busfahrten zum Flughafen erstatten. Bei dieser Variante bleibt allerdings immer das Risiko, dass man am Ende auf den Kosten sitzenbleibt, weil – wie oben gezeigt – die Gerichte die Frage, ob die Verlegung der Flugzeiten unzumutbar war, sehr unterschiedlich beurteilen.

Interessante Urteile gegen Fluggesellschaften

1. Kreditkarte ist am Flughafen nicht mehr notwendig 2. bei durchgecheckten Gepäck muss sich der Fluggast beim Umsteigen nicht mehr darum kümmern

Ist Ihnen das auch schon passiert? Sie haben vor einem dreiviertel Jahr Ihren Flug gebucht und jetzt will die Fluggesellschaft beim Einchecken die Kreditkarte, mit der Sie damals bezahlten, sehen? Ist mir bei der „5 Sterne“ Qatar Airways passiert. Ich hatte die Karte nicht dabei. Die ließen mich – Silberstatus mit gebuchter Business Class – nicht fliegen, bis ich die blöde Karte doch gefunden hatte. Einem Iberia Reisenden ging es 2011 schlechter. Er hatte die Karte nicht dabei und durfte nicht mit.
Er verklagte die Iberia und gewann. Wie die Richter weise entschieden, ist eine „Kreditkarte ein Zahlungsmittel und keine für den Reiseantritt notwendig Reiseunterlage“! Schön, wenn ein Gericht gesunden Menschenverstand anwendet und die Klauseln der Airlines ausser Kraft setzt. Dank ans OLG Frankfurt (AZ 16U-43/11)

Im zweiten Urteil meinte eine Airline, ganz clever zu sein. Beim Umsteigen schaffte die Airline es nicht, das Gepäck rechtzeitig ins neue Flugzeug zu verladen. Daraufhin schloss die Airline den Passagier von der Weiterreise in der vermutlich überbuchten Maschine aus und er konnte erst am nächsten Tag weiterfliegen. Dieses Vorgehen erzürnte die Richter des BGHs, die die Airline zur Zahlung von 600 Euro Ausgleich nach EU-Verordnung verdonnerten! (AZ XZR128/11). CR

Europäischer Gerichtshof stärkt die Rechte von Flugreisenden

Generalanwalt Yves Bot, Mitglied des Europäischen Gerichtshofs, stärkte gestern in einer öffentlichen Stellungnahme, dem sogenannten Schlussantrag, die Rechte von Reisenden bei Flugverspätungen. Zuvor hatten einzelne Airlines die bisher geltende Regelung in Frage gestellt und den Europäischen Gerichtshof um eine erneute Überprüfung des Urteils zur Zahlung von Ausgleichsansprüchen bei großer Flugverspätung gebeten.

Laut Fluggastrechte-Verordnung Nr. 261/2004 der Europäischen Union steht Fluggästen bei der kurzfristigen Annullierung ihres Fluges eine Entschädigung zwischen 250 Euro und 600 Euro zu. Im November 2009 wurde in einem Präzedenzfall darüber hinaus entschieden, dass Flugverspätungen annullierten Flügen rechtlich gleichzustellen seien (Sturgeon/Condor, EuGH C-402/07). Dieses Urteil hat zur Folge, dass Passagiere, deren Flug mit einer Verspätung von mehr als drei Stunden gelandet ist, ebenfalls Anrecht auf Schadensersatz für die entstandenen Unannehmlichkeiten haben. Diese Entscheidung wird nun auf Betreiben einiger Fluggesellschaften nochmals vom Europäischen Gerichtshof überprüft.

Konkret nahm Generalanwalt Bot in seinem Schlussantrag Stellung zu zwei Fällen, die derzeit in letzter Instanz vor dem Europäischen Gerichtshof verhandelt werden. Am Amtsgericht Köln hatte ein Familienvater mit seinen beiden Söhnen die Lufthansa auf je 600 Euro pro Person Schadensersatz verklagt, weil ihr Flug mehr als 24 Stunden Verspätung hatte. Die Airline legte Widerspruch gegen das Urteil ein (EuGH C-581/10). Nachdem sich die zivile Luftfahrtbehörde des Vereinigten Königreichs geweigert hatte, die Airlines von ihrer Pflicht zu entbinden, Entschädigungszahlungen zu leisten, haben die Fluggesellschaften TUI Travel, British Airways und Easyjet im zweiten Fall vor dem obersten britischen Gericht gegen die geltende Regelung geklagt (EuGH C-629/10).

Rechtsexperte Dr. Philipp Kadelbach von flightright ( www.flightright.de ), dem Verbraucherportal für Fluggastrechte, begrüßt die Stellungnahme Yves Bots: „Die Airlines wurden abgewiesen, da sie keine überzeugenden Argumente dafür liefern konnten, dass Reisenden weniger Schaden bei Verspätungen als bei Annullierungen entsteht. Wir freuen uns, dass der Generalanwalt derselben Ansicht ist wie wir und die Rechte der Reisenden weiter stärkt.“

Professor Dr. Ronald Schmid, Vertragsanwalt von flightright, war am maßgeblichen Sturgeon/Condor-Urteil beteiligt: „Die Fluggastrechte-Verordnung hat es sich zum Ziel gesetzt, den Verbraucher zu schützen. Dem Reisenden entstehen bei einem verspäteten Flug ähnliche Unannehmlichkeiten wie bei einem ausgefallenen Flug, auch der Zeitverlust ist in etwa gleich groß – daher hat der Verbraucher natürlich auch einen vergleichbaren Anspruch auf finanzielle Entschädigung. Ich hoffe, dass sich der Europäische Gerichtshof den Ausführungen des Generalanwalts anschließt.“

Der Schlussantrag Bots ist für den Europäischen Gerichtshof nicht bindend, sondern zunächst ein Entscheidungsvorschlag im betreffenden Fall. Als Generalanwalt hat Bot die Aufgabe unabhängig und neutral die bisherige Rechtssprechung des Europäischen Gerichtshofs zusammenzufassen, um darauf aufbauend eine Empfehlung für die Urteilsfindung auszusprechen. Der Europäische Gerichtshof folgt in drei Viertel aller Fälle den Vorschlägen des Generalanwalts. Das endgültige Urteil wird zu einem späteren Zeitpunkt verkündet.

CAVIAR CREATOR

CAVIAR CREATOR: Bundesgerichtshof hebt Urteil wegen schweren Betruges gegen Frank Schaefer auf.

Am 31.01.2012 hat der 3. Senat des Bundesgerichtshofes einstimmig und deshalb durch Beschluss (ohne Verhandlung) das von der 10. Großen Wirtschaftsstrafkammer beim Landgericht Düsseldorf unter der Leitung von Frau Richterin Wierum am 15.12.2010 gesprochene Urteil gegen den Unternehmensgründer und CEO Frank Schaefer über 3 Jahre und 8 Monate Haft aufgehoben.

Caviar Creator betrieb bis 2010 die weltgrößten Kreislaufanlagen zur Störzucht und Kaviarproduktion in der Hansestadt Demmin in Mecklenburg-Vorpommern. Der Unternehmenssitz der Deutschlandniederlassung war Düsseldorf
Frank Schaefer war 2009 nach fast sechsjährigen ergebnislosen Ermittlungen in den USA verhaftet und zur U-Haft nach Düsseldorf überstellt worden.

Trotz „Geständnis“ (der BGH setzte den Begriff in Anführungszeichen) wurde das Urteil mit den dazugehörigen Feststellungen aufgehoben. Aus der Begründung des Gerichts: „Das Urteil hält sachlichrechtlicher Überprüfung nicht stand, weil die Feststellung des Landgerichts, die Aktionäre hätten die Aktien aufgrund einer Täuschung erworben, durch die Beweiswürdigung nicht belegt ist.“

Frank Schaefer war nach dem Urteil in Revision gegangen und hatte damit nun Erfolg.

Der 3. Senat des Bundesgerichtshofes hat die „Die Sache … zu neuer Verhandlung und Entscheidung an eine andere Strafkammer des Landgerichts zurückverwiesen.“
BGH-Aktenzeichen 3 StR 285/11 vom 31.1.2012

Handrührer: Endstation Hefeteig

Ein Billiggerät, das Klassiker schlägt, Handrührer, die im Hefeteig verenden und Milchschaum wie im Café: Dieser Test überraschte selbst die Tester. Die Stiftung Warentest hat sich für die März-Ausgabe von „test“ 24 Handrührer vorgenommen. Der Testsieger heißt Krups.

Auf dem Programm standen Rührkuchen und Hefeteig, Eischnee, Schlagsahne und Milchschaum. Einige Handrührer rühren nicht lange. Die Geräte von Bodum, Dualit, Bosch und efbe-Schott fallen im Belastungstest aus. Testurteil: mangelhaft. Besonders heftig ist der Verschleiß bei den Rührgeräten mit selbstdrehender Schüssel. Fazit: Handrührer mit Drehschüssel sind kein Ersatz für eine Küchenmaschine. Die Tester empfehlen klassische Handrührer ohne Drehschüssel. 13 Geräte bekommen das Urteil „Gut“, fünf sind „Befriedigend“, zwei „Ausreichend“ und vier „Mangelhaft“.

Testsieger ist die Krups 3 Mix 7000. Qualitätsurteil „Gut“, Note 2,1. Der Rührer ist zwar schwer, liegt aber gut in der Hand und ist angenehm leise. Der 3 Mix 7000 knetet und rührt auch große Mengen. Seine einzige Schwäche ist das kurze Netzkabel. Billiger ist der Alaska HM 2500 vom Discounter real. Ebenfalls „Gut“. Der Handrührer vom Discounter wirkt allerdings billig.

Der ausführliche Test Handrührer ist in der März-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/handruehrer veröffentlicht.

Umsatzsteuer-Urteil des BFH

Per E-Mail hat sich der PARTY SERVICE BUND DEUTSCHLAND e.V. an das
Bundesfinanzministerium und die für Steuerfragen zuständigen
Bundestagsabgeordneten aus den einzelnen Fraktionen gewandt. „Wir brauchen
dringend Klarheit“, schreibt Bundesgeschäftsführer Wolfgang Finken darin.

Finken zielt auf das jüngste Urteil des Bundesfinanzhofes (BFH) zur
Umsatzbesteuerung eines Partyservice-Betriebes ab. Das Gericht hatte die
Messlatte für einen ermäßigten Steuersatz von sieben Prozent deutlich
erhöht. Denn der gilt nur noch für einfache, standardisiert zubereitete
Speisen.

Allerdings sieht Wolfgang Finken Grund zur Klage: „Die genauen Einzelheiten
stehen nicht fest. Deshalb sind sowohl viele unserer Mitglieder als auch
zahlreiche Steuerberater, zu denen wir in Kontakt stehen, äußerst ratlos und
irritiert.“ Aus Sicht des Partyservice-Bundes Deutschland fehlen eindeutige
Definitionen von Begrifflichkeiten wie vor allem den „einfachen,
standardisiert zubereiten Speisen“. Der Bundesgeschäftsführer fragt: „Wo
fängt einfach, standardisiert Zubereitetes an und wo hört es auf? Wer zieht
an welcher Stelle die Grenzen?“

Die aktuellen E-Mails hat der PARTY SERVICE BUND DEUTSCHLAND genutzt, um
auch noch einmal zu unterstreichen, dass er einen ermäßigten
Umsatzsteuersatz von sieben Prozent für Speisen generell begrüßen würde.
Damit befindet er sich auf einer Wellenlänge mit dem Deutschen Hotel- und
Gaststättenverband.

"Atrium Hotel Mainz" in Mainz ist "Gastgeber des Jahres 2012"

Die Sieger des Wettbewerbs „Gastgeber des Jahres 2012“ stehen fest. Im Hause des Vorjahressiegers, im Nells Park Hotel in Trier, gratulierte Eveline Lemke, Ministerin für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung, dem Atrium Hotel Mainz (Kategorie Beherbergung) zum Erfolg. „Qualität ist ein eigenes Strategiefeld der Tourismusstrategie 2015 des Landes Rheinland-Pfalz“, so Lemke. „Qualität ist kein Zufall, sondern immer das Ergebnis unternehmerischen Handelns und die Basis des Erfolgs.“ Der Sonderpreis für die „Beste Auszubildende/Gastgeberin des Jahres“ geht an Natalie Will, ebenfalls vom Atrium Hotel Mainz, zweitplatziert ist Simone Schuck vom Park Plaza Hotel Trier.

In diesem Jahr haben sich insgesamt 13 Betriebe beworben (9 in der Kategorie Beherbergung inkl. Jugendherbergen, zwei in der Kategorie Camping und zwei in der Kategorie Sonderpreis „Bester Auszubildender“). 

Gewinner in der Kategorie Beherbergung ist nach dem Urteil der Jury das Atrium Hotel Mainz, das herausragende Gastgeber-Qualitäten bewiesen habe. Das 4-Sterne Superior Hotel ist das größte inhabergeführte Privathotel in Rheinland-Pfalz. Die Hotelanlage umfasst heute 150 Zimmer auf einer Fläche von 15.000 m². Wohlfühlambiente und vorbildliche Gästebetreuung gehören zu den herausragenden Leistungsmerkmalen.

Den 2. Platz errang die „Römerstadt Jugendherberge“ in Trier, den 3. Platz die „Hoher Westerwald-Jugendherberge“ in Bad Marienberg.
Die Jury beurteilte bei den Bewerbern neben der „Hardware“ insbesondere auch das Management, die Firmenphilosophie, den Gästeservice inklusive aktivem Beschwerdemanagement und nicht zuletzt Maßnahmen zur Mitarbeiterförderung und –motivation.

Im Wettbewerb „Gastgeber des Jahres“, den die Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH (RPT) ausschreibt, werden bis zu drei Betriebe ausgezeichnet, die sich um den Tourismus besonders verdient gemacht haben und durch außergewöhnliche Leistungen in diesem Bereich herausragen. Unterstützt wird die RPT dabei vom Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung, den rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern, dem Hotel- und Gaststättenverband Rheinland-Pfalz, dem Verband der Campingplatzunternehmer Rheinland-Pfalz/Saarland e.V. und den Jugendherbergen in Rheinland-Pfalz und Saarland. Projektpartner ist darüber hinaus die Gesellschaft für Systemisches Management (GSM) mbH aus Kobern-Gondorf/Mosel. Voraussetzung zur Teilnahme ist eine Sterne-Klassifizierung und die erfolgreiche Teilnahme mindestens an der ersten Stufe der „ServiceQualität Deutschland“.

„Durch die Teilnahme an dem Wettbewerb „Gastgeber des Jahres“ wird die Qualität in den Betrieben weiterentwickelt und verbessert. Alle teilnehmenden Betriebe haben sich durch hervorragende Qualität hervorgehoben und verdient gemacht“, sagte Bürgermeister Werner Klöckner, Aufsichtsratsvorsitzender der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH.

www.gastgeber-des-jahres.info

Rechtslage für Entschädigungen bei Flugverspätungen eindeutig bestätigt

Rechte für Flugreisende gestärkt: Urteil des Amtsgerichts Nürtingen vom Landgericht Stuttgart aufgehoben – Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs für nationale Gerichte bindend

Wer als Bahnreisender allzu lange auf seinen Zug warten muss, hat nach dem Fahrgastrechtegesetz einen Anspruch auf Entschädigung. Gemäß dem Motto „Zeit ist Geld“ erstattet die Bahn ihren Kunden bei Verspätungen bis zu 50 Prozent vom Ticketpreis. Doch wie sieht es bei Flugreisen aus? Seit langem monieren Juristen und Verbraucherschützer die oft uneinsichtige Haltung der Fluggesellschaften. Das Landgericht Stuttgart hat jetzt die Rechte von Fluggästen gestärkt und der Klage auf eine Ausgleichszahlung bei großer Verspätung stattgegeben.

flightright, das Verbraucherportal für Fluggastrechte, fühlt sich mit dem Stuttgarter Urteil in seiner Arbeit bestärkt. Das Online-Unternehmen bietet Passagieren die Möglichkeit, Entschädigungen für verspätete oder annullierte Flüge direkt über das Internet auf www.flightright.de einzufordern. Dazu geben sie ihre Flugdaten auf der Webseite ein; das System prüft daraufhin automatisch, inwieweit der Anspruch auf Entschädigung aussichtsreich ist. Im Anschluss übernimmt flightright die weitere Durchsetzung der Forderung gegenüber den Fluggesellschaften.

Vor einem Jahr deutete noch alles auf eine Niederlage des Klägers zugunsten der Fluggesellschaften hin. Das Amtsgericht Nürtingen (Urteil 11 C 1219/10) wies die Klage zweier Reisender, die fast zwölf Stunden auf einen Inlandsflug hatten warten müssen und für diese Verzögerung Entschädigungsforderungen geltend machen wollten, entgegen einem eindeutigen Urteil des Europäischen Gerichtshofs ab. Auf das Nürtinger Urteil beriefen sich Fluggesellschaften immer wieder, wenn Ausgleichszahlungen von ihnen verlangt wurden. Das Landgericht Stuttgart (Urteil 13 S 227/10) hat dieses Urteil nun für ungültig erklärt und begründet die Aufhebung mit geltendem EU-Recht, welches die nationalen Gerichte bindet.

„Mit dem Urteil des Landgerichts Stuttgart wurden die Rechte von Flugreisenden nachhaltig gestärkt“, sagt Sven Bode, Geschäftsführer von flightright. „Die Fluggesellschaften können sich nicht mehr hinter dem Nürtinger Urteil verstecken. Die Rechtslage ist eindeutig und auf Seiten der Passagiere.“