Wolfgang und Helena Kerschbaumer

In der Ski- und Almenregion Gitschberg Jochtal wird aus dem Naturprodukt Milch so manche exquisite Köstlichkeit gezaubert. Veredelter Käse, originelle Knödelgerichte oder auch Sternerestaurants in Miniaturgröße prägen das Geschmackserlebnis in Gitschberg Jochtal. Doch erst die Leidenschaft der Menschen hinter diesen Köstlichkeiten macht die vielfältigen Genussmomente möglich.

Neben dem abwechslungsreichen Sport- und Freizeitangebot in der Ski- und Almenregion Gitschberg Jochtal gibt es auch für Food Hunter und Co. hier am Schnittpunkt vom Eisack- und Pustertal einiges zu entdecken. Ob kleine, aber feine Restaurants, besondere regionale Delikatessen, die es nur hier gibt oder auch unkonventionelle Bauern, die ihre ganz eigene Vorstellung von Landwirtschaft haben und auch leben, gibt es hier rund um den Gitschberg für Genussliebhaber und Gourmets Schmackhaftes zu entdecken.

Käse aus dem Bunker
Duftende Blumen, Sonnenschein und Kuhglockengeläut auf Almwiesen. Dunkelheit, Kälte, der Geruch von Moder im Inneren eines Bunkers aus dem zweiten Weltkrieg. Zwei Orte, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Der gebürtige Eisacktaler Hansi Baumgartner hat diese ungleichen Orte dennoch zu einer unglaublichen Synergie verbunden. Der gelernte Spitzenkoch und Restaurantbesitzer tauschte 1995 seine Haube gegen das Käsemesser. Als erster Käse-Affineuer Südtirols hat er sich der Veredelung von Käse, die ursprünglich der Konservierung diente, verschrieben – und das in ungeahnt kreativer Weise.
Den Käse bezieht der „Milchgoldschmid“, wie Baumgartner auch genannt wird, von 55 handverlesenen Käselieferanten, zum Großteil von kleinen Südtiroler Hofsennereien und Almen aus Gitschberg Jochtal. Aber auch findig Ausgesuchtes aus Holland, Frankreich, Italien, Österreich und der Schweiz wird von Baumgartner geschickt kultiviert.

Wichtig ist, dass das Ausgangsprodukt stimmt. Ähnlich komplex wie der Geschmack eines Weines, hängt das „Mmh“ beim Käse von vielfältigen Einflussfaktoren wie Tierrassen, Bodenbeschaffenheit, Wetterumschwüngen, Säurekulturen oder auch Temperatur und Feuchtigkeit beim Reifen ab. So vielfältig wie die Region Gitschberg Jochtal selbst, sind auch die hier produzierten Käse. Die frischen Gräser und Kräuter auf den Almen, die namensgebend für die Region sind, sichern die ausgezeichnete Qualität der Milch als ideales Ausgangsprodukt für die regionalen Spezialitäten. Die gesammelten Kostbarkeiten lagert Baumgartner in einem alten Militärbunker oberhalb von Mühlbach im Eisacktal. Die im Inneren herrschende Kälte und Feuchtigkeit sind der ideale Nährboden für Mikroorgansimen und Sporen, die den Käse reifen lassen. Nach der täglichen Zuwendung – die Laibe werden gewendet, gebürstet, gar gestreichelt – kommen sie nach Vahrn bei Brixen in Baumgartners Betrieb „Degust“. Kuh- und Ziegenkäse gehen hier aufregende Verbindung mit Rosenmuskateller, der aus Südtirol stämmigen Rotweinsorte Lagrein, heimischen Kräutern, Asche, Schüttelbrotkrumen oder auch frischen Meeresalgen ein. Die erlesenen Molkereiprodukte, darunter allein 200 unterschiedliche Käsesorten, werden an Restaurants und Feinkostläden in aller Welt geliefert, können hier aber auch verköstigt und gekauft werden.

In der Höhe schmeckt es am besten
Ein weiterer Feinschmeckertreff führt auf die Fane Alm hinauf, dem wohl schönsten Almendorf Südtirols. Hier warten ungeahnte Variationen eines typischen Südtiroler Gerichts. Denn die Kreativität der Knödelqueen Martha Gatterer kennt beinahe keine Grenzen. Von traditionellen Rezepten wie Kaspress- oder Marillenknödel steht auch Außergewöhnliches wie Schwarzplenten-, Mangold- oder Brennnesselknödel auf der Speisekarte der Gattererhütte. Gekocht wird auf einem alten Herd, der noch mit Feuer betrieben wird. Darauf wird auch der locker-luftige Kaiserschmarren gebacken, die zweite Spezialität der Gattererhütte. Grundzutat für Knödel und Kaiserschmarren ist auch hier die frische Milch, direkt von den Kühen der Fane Alm – neben dem Können von Martha wohl das Geheimnis hinter dem verführerischen Geschmack der dampfenden Speisen.
Einige der spannendsten Knödelgerichte von Martha finden sich im Buch „Südtiroler Weiberwirtschaft. Refugien für Leib und Seele“. Dreißig prägende, starke Wirtinnen aus Südtirol, zu denen auch Martha zählt, stellen darin ihre Lieblingsrezepte vor. Ab Ende April 2015 bewirtschaftet die Gattererhütte wieder hungrige Wanderer. Dann heißt es jeden Mittwoch: Knödeltag!

Bauernstube mit Stern
Ein kleines Juwel des guten Geschmacks findet sich im unscheinbaren Ort Vintl. Hier führt das Ehepaar Wolfgang und Helena Kerschbaumer mit viel Leidenschaft, Ideenreichtum und Liebe zum Detail das wohl kleinste Michelin-Sternerestaurant Südtirols. Im „La Passion“ werden Delikatessen in einer typischen Bauernstube aus dem 16. Jahrhundert kredenzt. Regional, saisonal und traditionell ist die Devise, nach der Wolfgang Kerschbaumer kocht, während sich Helena um den Service und die Weinauswahl kümmert. Typische Gerichte aus der Region werden geschickt veredelt, modernisiert und mit der persönlichen Note des Küchenchefs versehen. Zudem kommen viele Ausgangsprodukte direkt aus der Umgebung, unter anderem auch von Milchgoldschmied Hansi Baumgartner. So wundert es nicht, dass die Karte je nach Jahreszeit und Angebot variieren kann. Doch eines ist immer sicher: Lukullische Höhenflüge sind im „La Passion“ garantiert. Dies alles überzeugt nicht nur die Michelin-Kritiker, sondern auch die Tester von Gault Millau. Neben einem Stern schmücken zwei Hauben (15 Punkte) den Vorzeigebetrieb in der Ski- und Almenregion Gitschberg Jochtal.

Exotisches vom Almacker
Zurück zum Bunker Baumgartners. Denn nur wenige Kilometer davon entfernt kann man eine für Südtirol ungewöhnliche Pflanze entdecken, die seit kurzem hier angebaut wird. Die Rede ist von der Südtiroler Bergartischocke, die in Rodeneck von Robert Amort kultiviert wird. Die herkömmliche Sorte wächst ursprünglich in wärmeren Anbaugebieten wie Südfrankreich oder Kalifornien, hat aber nach einer dreijährigen Experimentierphase auch in der Region Gitschberg Jochtal Einzug gehalten. Die regionale Variante der Artischocke besticht durch ihren nussigen Geschmack und steht auf den Speisekarten der lokalen Gourmetrestaurants, wird aber auch nach Österreich und Deutschland geliefert.

Ob man sich nun für originelle Käse- und Knödelkreationen, verlockende Süßspeisen oder die kleine, aber feine Gourmetküche interessiert – in der Ski- und Almenregion warten Orte, die die Geschmacksvielfalt Südtirols hochleben lassen und die kein Feinschmecker verpassen sollte.

www.gitschberg-jochtal.com

New York. Die Kultrezepte

Neues Buch zum Genuss in New York mit den typischen Rezepten

Coffee to go am Times Square, Cheesecake mit Blick auf die Brooklyn Bridge und ein BLT Sandwich in Downtown Manhattan – so schmeckt New York City. Das neue Kochbuch »New York. Die Kultrezepte« (Christian Verlag) zeigt »die Stadt, die niemals schläft« von ihrer besten kulinarischen Seite. Für jede Tageszeit hat Marc Grossman das passende Rezept: Oatmeal zum Frühstück, Waldorf-Salat zum Lunch und selbst gemachte Oreo-Keksen als Snack für zwischendurch. Neben den Rezeptbildern vermitteln zahlreiche Stadt-Impressionen das pulsierende und multikulturelle New York-Gefühl. Für New York-Fans und für alle, die es werden wollen. Das Buch ist über www.christian-verlag.de und im Buchhandel erhältlich. Der Preis beträgt 29,99 Euro. ISBN: 978-3-86244-382-6 (Bestellink)

Sehen Sie auch unsere Fotos von New Yorker Restaurants und deren Gerichten:
Shake Shack by Danny Meyer: www.facebook.com/media/set/?set=a.10151612505578124.1073741849.168996673123&type=3
The spotted pig*: www.facebook.com/media/set/?set=a.10151618327238124.1073741851.168996673123&type=3
le Bernadin***: www.facebook.com/media/set/?set=a.10151605526563124.1073741847.168996673123&type=3
Eleven Madison Park: www.facebook.com/media/set/?set=a.10151610811458124.1073741848.168996673123&type=3
sowie weitere

Nammi

Nammi: Isländische Spezilitäten online

Ein Online-Tante-Emma-Lädchen für isländische Spezialitäten ist Nammi. Hier gibt es alles, von Trockenfisch über Strickanleitungen und Wollschals bis zu einer Dose frischer isländischer Luft, in Schokolade gehüllte Lakritzstückchen und natürlich den typischen Fisch-Lebertran, den Isländer jeden Tag zu sich nehmen.

http://nammi.is

Alles über Island: www.visiticeland.com/

Christian Henze

Drei Stunden Qualen ohne Ende, dazu Temperaturen um den Gefrierpunkt: Das ist das Tough-Guy-Race im englischen Wolverhampton. Mittendrin: Sternekoch Christian Henze (44). Am Sonntag sicherte er sich dort seinen ganz persönlichen Titel: Deutschlands härtester Sternekoch.

Jedes Jahr stellen sich bis zu 6.000 Teilnehmer dem härtesten Hindernisrennen der Welt, dem Tough-Guy-Race in Wolverhampton. Auch Sternekoch Christian Henze aus Kempten tauschte am vergangenen Sonntag sein Koch-Outfit gegen seine bayrische „Kampfkleidung“, bestehend aus Lederhosen, Almhut und Sportschuhen. Für ihn war es vor allem die sportliche Herausforderung, die ihn reizte. Als leidenschaftlicher Skifahrer und Fitness-Guru liegt ihm der Sport im Blut.

Doch das „Tough Guy Race“ stellte alles bisher Erlebte in den Schatten: Auf dem 150 Hektar großen Gelände reihte sich ein grausames Hindernis an das nächste. Wer zu den ganz Harten gehören wollte, musste auf der zwölf Kilometer langen Strecke insgesamt 21 Schikanen überstehen. Darunter brennende Heuballen, mit Eiswasser gefüllte Schlammlöcher, Elektrozäune und zehn Meter hohe Holztürme. Die Teilnahme kostet bis zu 1.200 Euro, die Abbruchquote liegt bei 50 Prozent.

Christian Henze hat es bis ins Ziel geschafft – und das ganz ohne die typischen Verletzungen wie Knochenbrüche, Brandwunden oder Kreislaufkollaps. Der größte Feind? „Definitiv die Kälte“, erinnert sich Henze. „Beim Sprung ins Eiswasser hatte ich das Gefühl, mein Kopf würde gleich explodieren.“ Anschließend nahm er ein einstündiges Bad in einer heißen Wanne und fror danach immer noch. Dabei hat sich der 44-Jährige zusammen mit seinem Allgäuer Team intensiv auf den Wettkampf vorbereitet: Sechs Monate härtestes Training liegen hinter ihnen. Dazu gehörten neben intensiven Ausdauerübungen auch das „Baden“ im fast zugefrorenen Teich auf dem Grundstück des Sternekochs.

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Thomas Vilgis Kochbuch

Liebstöckel passt zu Schokolade? Sellerie zu Kaffee und Tonkabohne? Ja, das funktioniert und schmeckt sogar. Für alle, die beim Würzen gern etwas Neues ausprobieren oder die ganze Bandbreite ihrer Gewürze und Kräuter ausreizen wollen, legt die Stiftung Warentest mit Aroma. Die Kunst des Würzens ein 512 Seiten dickes Standardwerk vor.

Das Buch präsentiert praktisch alle bei uns verfügbaren Kräuter, Gewürze, Gewürzmischungen, Saucen, Pasten, Alkohole, Essige, Fette und Öle aus der ganzen Welt. Einzigartig ist das Farbleitsystem für Aromenkombinationen, mit dem jeder lernen kann, wieso jahrhundertealte Kombinationen von Kräutern, Zutaten und Gewürzen so gut funktionieren und wie sich modern, überraschend und ungewöhnlich würzen lässt. Was selbst nur die Spitze der Avantgardeköche weiß, wird hier erstmals so verständlich und übersichtlich für die Küchenpraxis aufbereitet, dass jeder Hobbykoch es nutzen kann.

Außerdem kann man nachschlagen, in welchen typischen Gerichten man bestimmte Gewürze benutzt. Es gibt Tipps zu Einkauf, Lagerung und Anbau. Man kann das Buch als komplett bezeichnen: Im Stichwortverzeichnis finden sich allein 33 Möglichkeiten, eine Tomate geschmacklich zu veredeln.

Zu jedem Gewürz oder Kraut gibt es ein Rezept, mit dem man den typischen Geschmack und die charakteristischen Aromen kennenlernen kann. Da gibt es Lavendellauch, Hähnchenbrüste mit Mohnpanade oder auch Roquefortdatteln. Darüber hinaus noch ein paar größere Rezepte, die den Leser in die raffinierte Aromenwelt der Avantgardeküche entführen: Lachsconfit mit Anis oder gekräutertes Schokoladensüppchen – trotzdem einfach zum Nachkochen für Jedermann. Die Autoren erklären zudem, wie man eigene, vollkommen neue Gewürzmischungen erfindet.

Die beiden Autoren ergänzen sich dabei wie beste Zutaten mit den richtigen Gewürzen: Thomas Vilgis ist Professor für Molekularphysik am Max-Planck-Institut in Mainz und seit Jahren erfolgreicher Bestsellerautor und Berater zahlreicher Spitzenköche. Thomas Vierich beschäftigt sich als Foodjournalist schon lange mit den Veränderungen und Verfeinerungen unserer Küche und den immer neuen Gewürzen, die unsere globalisierte Küche bereichern.

Sven Elverfeld, derzeit laut Weltrangliste des britischen Restaurant magazine bester deutscher Koch und in seinem Restaurant Aqua mit 3 Michelin-Sternen ausgezeichnet, ist voll des Lobes: „Das Buch „Aroma“ ist ein außergewöhnliches Nachschlagewerk für kreative Köpfe. Wer die Hintergründe und Zusammenhänge des Geschmacks und vieler Gewürz- und Lebensmittelkombinationen verstehen möchte, bekommt hier einen detaillierten Überblick. Wie genau hier auf die sensorischen Eigenschaften vieler Produkte eingegangen wird, ist wirklich außergewöhnlich.“

„Aroma. Die Kunst des Würzens“ hat 512 Seiten und ist ab dem 7. November 2012 für 34,90 € im Handel erhältlich, ab dem 1. Januar 2013 für 39,90 €.

Portofrei bestellen: ISBN: 978-3-86851-049-2

Wie kommen die Löcher in den Käse?

Es gibt sie in verschiedenen Formen und Größen: die Löcher im Käse. Der Emmentaler zum Beispiel ist sogar berühmt für seine großen Löcher. Doch wie sie entstehen, ist für viele ein Rätsel.

Zu Beginn der Käseherstellung werden der Milch spezielle Reifungsbakterien zugegeben, die im Laufe der Reifung des Käses Kohlendioxid erzeugen. Mit zunehmender Reifung bildet sich zudem eine feste Rinde um den Käse herum, hierbei handelt es sich um eine „natürliche“ Verpackung. Aufgrund der Rindenbildung kann das entstandene Kohlendioxid nicht mehr entweichen und verdrängt an verschiedenen Stellen die Käsemasse. Es bilden sich Hohlräume – die wir als Löcher im Käse kennen. Anzahl und Größe der Löcher hängen von der Art und Menge der Bakterien sowie der Reifungstemperatur ab.

Emmentaler zum Beispiel hat eine sehr lange Reifezeit, so entstehen die großen typischen Löcher. Die Allgäuer Käsemeister klopfen mit kleinen Hämmerchen auf die reifenden Käselaibe. Am Klang hören sie, wie weit sich die Löcher schon entwickelt haben. Der Allgäuer Emmentaler ist gesetzlich geschützt – die zugrunde liegende Milch muss aus dem Allgäu kommen. Der Käse schmeckt herzhaft nussig, kräftig und dabei geschmeidig zart. Ein echter bayerischer Hochgenuss.

Sardellen – gesunde Leckerbissen aus dem Meer

Hätten Sie’s gewusst? Sardellen (auch Anchovis genannt) haben oftmals über zwei Jahre Lagerzeit hinter sich, bis sie im Kühlregal eines deutschen Supermarktes landen. In dieser Zeit reifen die Sardellen und erhalten durch den Fermentationsprozess ihren typischen, feinen Geschmack.

Die qualitativ besten Sardellen stammen aus dem Golf von Biscaya (Atlantik), doch auch im Mittelmeer gibt es hervorragende Bestände. Die gefischten Sardellen werden nach einer seit Jahrhunderten überlieferten, traditionellen Methode verarbeitet: Nach Anlandung der Fangschiffe werden die Fische ausgenommenen, in Holzfässern mit Salz eingelagert und schließlich beschwert, da für die enzymatische Reifung ein bestimmter Druck erforderlich ist. Nach einigen Monaten bekommt das Fleisch der in Ruhe ausgereiften Sardellen seine bekannte zartrosa Färbung und erhält sein ganz besonderes, einmaliges Aroma.

Während die größeren Sardellen zu Filets und den typischen Sardellenringen verarbeitet werden, wird aus kleineren Sardellen eine hochwertige, vielseitig verwendbare Sardellenpaste hergestellt.
So produziert z. B. der deutsche Marktführer für Sardellenspezialitäten, Feinkost Dittmann, bereits seit 111 Jahren seine beliebte Sardellenpaste. Daneben bieten die Feinkost-Spezialisten unter der Marke „La Taparia“ auch feine Sardellenspieße an. Hier werden mit Paprika gefüllte, grüne Oliven mit einem Sardellenfilet umwickelt und auf einem Holzspieß aufgespießt.

Man unterscheidet Sardellenprodukte je nach Konservierungsart: Es gibt sie in Salz oder in Öl eingelegt. In Öl eingelegte Sardellen können direkt verwendet werden, während die in Salz eingelegten Sardellen vor dem Genuss kurz in Wasser entsalzt werden sollten.

Sardellen eignen sich ideal als Zutat z. B. für Salsa Verde oder einer mediterranen Tomatensauce, gleichzeitig verleihen sie leichten Sommersalaten eine ganz besondere Raffinesse. Auch sehr beliebt sind Sardellen, zusammen mit schwarzen Oliven und Kapern, als Belag auf einer leckeren Pizza Siciliana oder einfach als gesunder Snack für zwischendurch.

Sardellen sollten im Übrigen nicht mit den ähnlich klingenden Sardinen verwechselt werden. Beide Fische sind heringsartige Fische und ihre Namen leiten sich vom lateinischen Wort „sarda“ ab, was nichts anderes bedeutet als „Hering“.

Tomatensaft im Flugzeug

Einen Tomatensaft, bitte!

Der Urlaub ist vorbei und viele Reisende machen sich auf den Rückweg in die Heimat. Im Flieger, hoch über den Wolken, hört man einen Satz besonders oft: „Einen Tomatensaft, bitte!“. Woran liegt es, dass in luftiger Höhe der Durst auf den aromatischen Saft so deutlich zunimmt?

Zu diesem viel diskutierten Thema gibt es unterschiedliche Theorien:
So fanden Wissenschaftler des Fraunhofer Instituts bei Tests in einer Niederdruckröhre heraus, dass Essen und Getränke durch den geringeren Luftdruck im Flieger so wahrgenommen werden, „als wäre man verschnupft“.* Deshalb erfreut sich der Tomatensaft mit seinem typischen, intensiven Geschmack so großer Beliebtheit. Andere Theorien gehen vom Domino-Prinzip aus: Mit der ersten Tomatensaft-Bestellung reihen sich weitere Fluggäste ein und so steigt die Nachfrage nach dem roten Saft.

Ein Tipp für die Zeit nach dem Urlaub: Mit viel frischem Gemüse, einem Schuss Olivenöl und einem Spritzer Zitronensaft wird aus Tomatensaft im Handumdrehen eine erfrischende Gazpacho – auch am Boden ein wahrer Genuss.

Weitere Informationen rund um die Tomate finden sich auf www.tomateninfo.de

Die besten Riesling-Schoppen aus dem Rheingau

Der „Rheingauer Weinschmecker“ rief auch dieses Jahr die besten Straußwirtschaften und Gutsschänken des Rheingaus auf, ihre „Nummer 1“ der Weinkarte, ihren typischen Rheingau Riesling trocken und damit zugleich ihre „Visitenkarte“ zu einer umfangreichen
Blindverkostung anzustellen.

Zur objektiven Weinbeurteilung wurden zwei Jurys berufen:
– Jury 1 mit Vertretern der teilnehmenden Weingüter,
– Jury 2 mit unabhängigen Vertretern der Weinbranche, Gastronomie, der Medien und
der Verbraucher.

Die Rheingauer Weinszene hat aus den Top Ten der Gewinner-Weine nun 6 der Besten in einem Schoppen-
Trophy-Paket zusammengestellt – 6 x Rheingau Riesling trocken der folgenden Weingüter:

-Weingut Dr.Corvers-Kauter, Mittelheim
-Weingut Mohr Erben, Lorch
-Weingut Altenkirch, Lorch
-Weingut Hanka, Johannisberg
-Weingut Schloss Vollrads, Winkel
-Weingut Schloss Reinhartshausen, Erbach.

Drei Südtiroler Originale stellen sich vor

In Südtirol trifft alpine Kultur auf mediterrane Lebensart, das Grenzgebiet ist bekannt für seine regionale Küche und heimischen Erzeugnisse: die knackig-frischen Äpfel, den fein-würzigen Speck und das einzigartige Spektrum an aromatischen Weinen. Die Südtiroler Qualitätsprodukte sind auch in der internationalen Küche ausgesprochen beliebt und Grundlage vieler innovativer Rezepte, was dem derzeitigen Trend zu mehr Ursprünglichkeit entspricht.

Die drei Südtiroler Originale verdanken ihren besonderen Charakter ihrem Ursprungsland. Das milde Klima im Windschatten der Alpen mit über 300 Sonnentagen im Jahr sowie die reine Bergluft tragen zu ihrem typischen Geschmack bei. Neben dem Wein, der als DOC (Denominazione di Origine Controllata) ausgezeichnet ist, sind auch Äpfel und Speck geschützte Südtiroler Qualitätsprodukte und tragen das EU-Gütesiegel g.g.A. (geschützte geografische Angabe). Die europäische Union garantiert im Rahmen ihres Engagements für die Lebensmittelsicherheit Qualität, Geschmack und Tradition dieser Produkte.

Seit dem Herbst 2011 sind die drei Südtiroler Originale die Protagonisten der aktuellen Informations-Kampagne zu den europäischen Gütesiegeln. Diese informiert Verbraucher über Qualitätsprodukte und Ursprungsbezeichnungen. Südtiroler DOC-Wein, Apfel g.g.A. und Speck g.g.A. sind die idealen Botschafter der Kampagne, auch weil sie ihrer Herkunft eng verbunden sind:

Allein Südtirols beeindruckende Gebirgslandschaft ist eine Reise wert – von der atemberaubenden Kulisse der Dolomiten über die dichten Bergwälder bis zu den fruchtbaren Alpentälern, bestückt mit Weinreben, Apfelbäumen und unzähligen Höfen. Nicht zu vergessen das unverwechselbare Lebensgefühl, denn Südtirol ist ein Schmelztiegel der Kulturen. Deutsche, italienische und ladinische Traditionen verflechten sich zu einem facettenreichen Gesamtbild – ob beim Genuss-wandern, auf der Alm oder in der Alpenmetropole Bozen.

Südtiroler DOC-Wein – Qualität, die man schmeckt
Fruchtig, elegant, vielfältig – so kennt man die Weine der Genussregion Südtirol, die auf nur 5.000 Hektar in großer Vielfalt angebaut werden. Ganze 98 Prozent davon sind DOC-klassifiziert, das ist nicht nur in Italien eine bemerkenswerte Quote und das Resultat konsequenten Qualitätsstrebens in Weinberg und Keller.

Mit über 3.000 Jahren Weinbautradition ist Südtirol die älteste deutschsprachige Weinbauregion und hat vom Einfluss verschiedenster Völker profitiert. Die Südtiroler Winzer – Kellereigenossenschaften, private Weingüter und freie Weinbauern – verbinden mediterrane Lebensfreude mit der Verwurzelung in einer spektakulären Berglandschaft. In den letzten Jahrzehnten haben sie die Südtiroler Weine zu den Spitzenweinen gemacht, die sie heute sind: durch Modernisierung, Qualitätsdenken und die Ausrichtung auf die DOC-Regeln.

Auch die Natur hat es gut gemeint mit den Südtirolern, denn das nördlichste Weinbaugebiet Italiens genießt eine privilegierte Lage am Südrand der Alpen. So vereinen die Südtiroler DOC-Weine südliches Flair mit nördlicher Finesse und bestechen durch eine bemerkenswerte Vielfalt, die durch das große Spektrum an Bodentypen, Klimazonen, Höhenlagen und Rebsorten bedingt ist.

Hier entstehen mineralische, frische und fruchtbetonte Weißweine, allen voran Weißburgunder und Sauvignon Blanc, genauso wie elegante Rotweine der Sorten Blauburgunder und Vernatsch. Hinzu kommen regionaltypische Spezialitäten wie der tiefdunkle Lagrein und der aromatische Gewürztraminer.

Südtiroler Speck und Apfel – perfekt für eine moderne Küche
Im Genussland Südtirol ermöglicht das Zusammenspiel von alpinen und mediterranen Einflüssen neben dem Wein auch die Erzeugung einer ganzen Reihe weiterer hochwertiger Produkte, die die Basis für eine erstklassige Küche bilden. Südtiroler Speck, Apfel oder auch Milch und Käse werden nicht nur am heimischen Herd gerne verwendet, sondern haben auch ihren Weg in die internationale Sterneküche gefunden, in welcher „regional“ auf dem besten Weg ist, „bio“ als Trend abzulösen.

Die knackigen, sonnenverwöhnten Südtiroler Äpfel g.g.A. sind über die italienischen Grenzen hinaus bekannt und in ganz Europa sehr populär. Mit einer Anbaufläche von 18.000 Hektar gilt Südtirol als größtes zusammenhängendes Obstbaugebiet Europas und steht für einen umweltschonenden Anbau. Elf Sorten von Elstar bis Braeburn dürfen das Prädikat g.g.A. tragen und zeichnen sich – jede auf ihre Art – durch intensiven Geschmack, eine ausgeprägte Färbung und ausgezeichnete Haltbarkeit aus.

Auch der Südtiroler Speck g.g.A. ist unverwechselbar im Geschmack. Er wird aus bestem mageren Schweinefleisch hergestellt, seine milde Würze wird durch eine äußerst schonende Reifung erzielt: Südtiroler Speck wird nur leicht geräuchert und dann in der reinen Alpenluft getrocknet. Wie Südtirol selbst führt der Südtiroler Speck damit Nord und Süd zusammen, indem er die in Nordeuropa übliche Konservierungsmethode des Räucherns mit dem im Mittelmeerraum verbreiteten Lufttrocknen verbindet. Das Ergebnis ist gesund, nährstoffreich und vielseitig einsetzbar.

Eine der traditionellsten Südtiroler Zwischenmahlzeiten ist Südtiroler Speck mit Schüttelbrot, dazu wird gern ein fruchtiger Vernatsch getrunken. Alle drei Südtiroler Originale lassen sich aber auch zu modernen, leichten Gerichten kombinieren, etwa Weißweinrisotto mit Speck, Apfel und jungem Lauch; dazu passt ein Südtiroler Weißburgunder. Die vitaminreichen und knackig-saftigen Äpfel, der eiweißhaltige und gut verträgliche Speck haben nicht nur ihren typischen Geschmack beizusteuern, beide Produkte sind auch für eine gesunde Ernährung bestens geeignet.

Spannende Rezeptideen mit Südtiroler Speck, Apfel und Wein sind auf www.suedtiroler-originale.info im Bereich „Rezepte“ zusammengestellt.