Linsen: Warenkunde

Die kleinste aller Hülsenfrüchte ist so etwas wie das
Aschenputtel unter ihren Verwandten, den Bohnen, Erbsen und Lupinen
dieser Welt. Sie kommt meist in einem unauffälligen Braun daher,
gedeiht am besten auf kargen, trockenen Böden und wächst trotz ihrer
bescheidenen Größe von maximal 50 Zentimetern selten wirklich
aufrecht. Bei Regen und Wind geht sie schnell zu Boden. Deshalb gönnt
man ihr beim Anbau auch meist eine stützende Kultur wie Hafer oder
Gerste, an der sich die Linsenpflanze mit den Ranken am Ende ihrer
feingegliederten Fiederblättchen festhalten kann.

Leider setzt sich die Bescheidenheit der Linse auch bei den Erträgen
fort. Mit mehr als 200 bis 1.000 Kilogramm pro Hektar kann man beim
Anbau nicht rechnen, wohl aber mit sehr großen jährlichen
Ertragsschwankungen. Deshalb sieht man die zarten Linsenpflanzen auf
deutschen Äckern auch nur höchst selten.

Doch wie im Märchen ist die bescheiden auftretende Linse eigentlich
ein echter Star unter den Leguminosen. Denn ihren wahren Wert hat der
Mensch schon vor über 9.000 Jahren erkannt. Im heutigen Griechenland
wurde sie zu dieser Zeit bereits gezielt angebaut, was sie zu einer
der ältesten Kulturpflanzen überhaupt macht. Und von wegen
unauffälliges Braun, die Linse kann auch ganz anders. Es gibt sie in
strahlendem rot, gelb oder grün, die schwarze Belugalinse sieht sogar
edelstem Kaviar zum Verwechseln ähnlich. Allein in Indien, wo die
Linse bereits seit Jahrtausenden hoch im Kurs steht, kann man aus
über 50 verschiedenen Sorten auswählen.

Auch die inneren Werte des vermeintlichen Aschenputtels überzeugen.
Mit einem Eiweißgehalt von bis zu 30 Prozent ist sie nach der
Sojabohne der beste Proteinlieferant unter den Hülsenfrüchten. Zudem
ist sie nahezu fettfrei und enthält stattdessen viele Ballaststoffe,
die in Verbindung mit den ebenfalls reichlich enthaltenen
Kohlenhydraten für eine angenehme, langanhaltende Sättigung sorgen.
Glaubt man kanadischen Studien, ist eine Linsenmahlzeit deshalb vor
sportlichen Wettkämpfen sogar besser für die Ausdauerleistung als
die üblicherweise empfohlenen Nudeln oder Kartoffeln.

Bleibt die Frage, ob man die Linse besser geschält oder ungeschält
genießt. Denn wie so oft stecken in der Schale die meisten
Nährstoffe und vor allem der Geschmack, weshalb die kleineren Sorten
mit hohem Schalenanteil oft aromatischer schmecken. Auf der anderen
Seite sind geschälte Linsen leichter verdaulich. Das macht sie für
Menschen mit empfindlicher Verdauung attraktiv.

Noch schwerer zu beantworten ist aber die Frage, wie man die Linse
genießen möchte: auf schwäbische Art mit Spätzle, scharf als
indisches Dal oder türkisch pikant als Linsensuppe. Märchenhafte
Geschmackserlebnisse sind auf jeden Fall nicht ausgeschlossen.
Jürgen Beckhoff, www.aid.de/

Dogma Cholesterin

Trotz wissenschaftlich widerlegtem Nutzen raten Teile der Fachwelt bei hohen Cholesterinspiegeln immer noch zu einer cholesterinarmen Ernährung. Warum?

In den letzten Jahren widerlegten zahlreiche wissenschaftliche Studien die vorherrschende Lehrmeinung, dass eine übermäßige Cholesterinaufnahme Ursache hoher Cholesterinspiegel im Blut sei. Damit kippte die häufig verordnete Empfehlung, die Cholesterin- und Fettzufuhr zu beschränken und weitgehend auf Eier zu verzichten. Selbst die Medien verbannten den Ratschlag zum zurückhaltenden Eierkonsum ins Reich der Ernährungsmythen. Doch was in den Köpfen vieler Bürger längst verankert ist, scheint sich in der Fachwelt weniger schnell zu etablieren. Viele Arztpraxen raten Patienten mit hohen Cholesterinspiegeln nach wie vor zu einem sparsamen Cholesterin- und Fettkonsum. Während die Amerikanische Ernährungsgesellschaft aufgrund mangelnder wissenschaftlicher Beweiskraft ihre Cholesterinempfehlungen nun endgültig strich, hält die Deutsche Gesellschaft für Ernährung weiterhin daran fest. Doch nur bei einem kleinen Prozentsatz der Patienten beeinflusst die Cholesterinaufnahme den Cholesterinspiegel im Blut. Dem liegt meist eine genetische Störung zugrunde, die bereits in jungen Jahren zu teilweise enorm hohen Werten führt. Beim Großteil der Patienten indes resultieren die hohen Werte vielmehr aus einer Ernährung, die viel Zucker, Stärke und ungünstige Fette enthält. Auf nährstoffreiche Eier oder wertvolle Fette zu verzichten, ist hier das falsche Behandlungskonzept. Empfehlenswerter ist es, auf Ballaststoffe aus reichlich Gemüse sowie aus Obst und Vollkornprodukten zu setzen.

Statt Fett zu sparen sollte das Augenmerk lieber auf guten Fettquellen wie Pflanzenölen, hochwertiger Butter, fetten Seefischen und Nüssen liegen. Und letztendlich darf es natürlich auch gern ein Frühstücksei sein.

Ausführliche Informationen zur Ernährung bei hohen Cholesterinspiegeln liefert die Fachinformation „Cholesterin und Dyslipidämien“. Für Patienten hält der Ratgeber „Was tun bei hohen Cholesterinspiegeln“ zahlreiche Tipps parat. Beide Broschüren sind im Medienshop unter www.fet-ev.eu erhältlich.

Deutschland – Fleischland?

Umfrage: Trotz Fleischskandalen sind Braten, Schnitzel und Wurst für die meisten Bundesbürger unverzichtbar, doch manche haben umgedacht

Die Deutschen essen Fleisch und lieben es. Daran ändern auch die vielen Lebensmittelskandale der vergangenen Jahre nur wenig. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“.
Gammelfleisch und nicht deklariertes Pferdefleisch haben bei 15,1 Prozent der Befragten zum Entschluss geführt, weitgehend auf Fleisch und Wurst zu verzichten. Wobei es große Unterschiede zwischen beiden Geschlechtern gibt: Bei den Frauen isst immerhin jede Fünfte (21,1 Prozent) nach eigener Aussage seither nach Möglichkeit keine Fleischprodukte mehr, bei den Männern nicht einmal jeder Zehnte (8,9 Prozent). Das Gros (82,8 Prozent) der Umfrageteilnehmer möchte jedoch Fleisch und Wurstwaren im Speiseplan auf keinen Fall missen. Besonders lieben die Bundesbürger Gegrilltes. Dies in Form von Fleisch oder Würstchen gerne zu verzehren, geben 82,3 Prozent der Befragten an. Nicht egal ist vielen allerdings Herkunft und Qualität der „fleischlichen“ Genüsse: Drei von zehn (29,4 Prozent) Befragte wollen genau wissen, woher Fleisch und Wurst kommen, und kaufen deshalb direkt beim Bauern oder Erzeuger. 13,8 Prozent bevorzugen sogar ausschließlich Produkte in Bioqualität.

Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2.094 Personen ab 14 Jahren, darunter 1.072 Frauen und 1.022 Männer.

Banane

Zweitliebstes Obst der Deutschen
Jeder Deutsche isst durchschnittlich 10,5 Kilogramm Bananen im Jahr. Damit liegt die Banane nach dem Apfel auf dem zweiten Platz der beliebtesten Obstarten, informiert die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung im aktuellen Markt- und Preisbericht. Die Einfuhrmengen und der Verbrauch von Bananen sind in den vergangenen Jahren leicht gesunken. Im Wirtschaftsjahr 2008/2009 wurden noch 890.000 Tonnen Bananen verbraucht. Das entsprach etwa 10,8 Kilogramm pro Person. Im Jahr 2011/2012 lag der Verbrauch nur noch bei 854.000 Tonnen (10,5 Kilogramm pro Person). Trotz des Rückgangs ist der Verbrauch so hoch, dass er nur noch vom Apfel mit einem Konsum von knapp 26 Kilogramm pro Kopf übertroffen wird.

Die wichtigsten Lieferländer sind nach wie vor Ecuador, Kolumbien und Costa Rica.
Heike Kreutz, www.aid.de

Sarah Wiener

Neue 10-teilige TV-Reihe „Sarah Wieners Erste Wahl“ ab 16.09.13 auf arte – auch auf DVD erhältlich

Nachdem Sarah Wiener in der arte-Reihe „Die Kulinarischen Abenteuer“ auf ihren Entdeckungsreisen durch ihre Heimat Österreich, aber auch Italien, Frankreich und Großbritannien bereits die lukullischen Spezialitäten der jeweiligen Regionen erkundete, macht sie sich in der neuesten 10-teiligen TV-Reihe „Sarah Wieners Erste Wahl“ (ab 16.09. ebenfalls auf arte) in 7 europäischen Ländern auf die Suche nach den Wurzeln des Geschmacks und den besten Grundnahrungsmitteln. In jeder Folge steht das jeweilige Grundnahrungsmittel im Mittelpunkt sowie die Frage, wie es entstanden ist, woher es kommt und was man daraus machen kann.

Sarah Wiener (Köchin, Gastronomin, Buchautorin, Unternehmerin, engagierte Verfechterin gesunder Ernährung und artgerechter Tierzucht) besucht Nahrungsmittel-Erzeuger, die ihren Beruf noch mit Leidenschaft und in mühevoller Handarbeit ausüben. Sie erläutert uns in unterhaltsamen und informativen Episoden den Unterschied zwischen konventioneller und ökologischer Landwirtschaft ohne Pestizide oder Kunstdünger und wie es gelingt, auch pfleglich und verantwortungsbewusst mit der Natur und den Tieren umzugehen.

Sarah Wiener teilt für einige Tage das Leben der Bauern, Fischer, Imker und legt selbst Hand an. So hackt sie nicht nur Holz und hilft beim Mähdreschen, sie streichelt auch schwäbische Bienen (ohne auch nur einmal gestochen zu werden), pflückt – trotz Höhenangst – Äpfel direkt vom Baum, erntet am Fuße des Vesuvs die ideale Tomate für die ultimative Spaghetti-Soße (Stichwort: Corbara!) oder besucht die berüchtigte Heimat von Dracula und stellt fest, dass dort überaus reizende Menschen leben, die nicht nur mit Knoblauch kochen… Natürlich lässt Sarah Wiener es sich auch nicht nehmen, am Ende ihres Besuchs für die Gastgeber ein leckeres Gericht aus den regionalen Erzeugnissen zuzubereiten.

Neben den Reiseberichten zu den Ursprüngen unserer Grundnahrungsmittel bietet „Sarah Wieners Erste Wahl“ jede Menge interessanter Hintergrundinfos zu den regionaltypischen Lebensmitteln und deren Produktion, sozusagen Bildungsfernsehen in seiner köstlichsten Form – für alle, die auch mal auf den Teller und darüber hinaus schauen wollen!

Die Serie ist von Edel:Motion auf DVD erschienen. Nach den „Kulinarischen Abenteuern“ am 20.09.2013 erscheint die Kochbuch-DVDs „Sarah Wieners Erste Wahl“ mit über 7 Stunden Lauflänge in einem Mediabook inkl. 36-Seiten-Booklet nebst Illustrationen und allen Rezepten.

www.sarahwiener.de

Totales Rauchverbot in der Schweiz

Weiterer Schritt hin zum kompletten Rauchverbot
Ab heute werden für die Volksinitiative „Schutz der Gesundheit vor dem Passivrauchen“ Unterschriften gesammelt. Damit wurde ein weiterer Schritt gemacht zu einem totalen Rauchverbot, welches Ziel verschiedener Organisationen ist.

Trotz der grossen inhaltlichen Übereinstimmung mit der Volksinitiative „Schutz vor Passivrauchen“ der Lungenliga geht die neue Initiative noch einen Schritt weiter: Auch im Freien soll das Rauchen verboten werden, sofern gewisse Personengruppen, wie zum Beispiel ältere Menschen, in der Nähe sind. Da nirgendwo vollkommen ausgeschlossen werden kann, dass sich ältere Menschen in der Nähe aufhalten, läuft die Initiative auf ein totales Rauchverbot im Freien hinaus. So könnte es auch vor einem Restaurant gelten, an dem Passanten vorbeilaufen.

Die Initiative will das Rauchen im Freien verbieten, um explizit Ältere und Kranke zusätzlich zu schützen. Im gleichen Atemzug will sie Ausnahmen vom Rauchverbot in geschlossenen Räumen für Spitäler und Pflegeheime. Durch diesen Widerspruch wird die Initiative vollends unglaubwürdig.

Nach einer harten, aber fairen Auseinandersetzung konnte das Parlament mit dem Bundesgesetz zum Schutz vor Passivrauchen einen gutschweizerischen Kompromiss erzielen. Trotz der restriktiven Bestimmungen in diesem Gesetz hat das Gastgewerbe die seit dem Jahre 2010 in Kraft stehende Lösung akzeptiert. Nicht so die Lungenliga: Bevor das neue Gesetz überhaupt in Kraft getreten ist und Erfahrungen damit gesammelt werden konnten, wurde eine Volksinitiative gestartet. Über diese wird am 23. September 2012 abgestimmt. Die Lancierung einer weiteren und nochmals etwas schärferen Volksinitiative passt leider gut in dieses Muster.

Wer ein totales Rauchverbot will, soll auch offen dazu stehen. Entscheidet sich das Volk dann für eine totale Zigarettenprohibition, so ist dies ohne Einschränkung zu akzeptieren. Es ist aber unehrlich, ein komplettes Verbot per Salamitaktik durchzubringen. Eine ähnliche Haltung ist auch beim Bund sichtbar: Die eine Hand bekämpft das Rauchen mit allen Mitteln, die andere Hand subventioniert ohne Zögern den Tabakanbau.

GastroSuisse setzt sich weiterhin ein für das seit dem 1. Mai 2010 geltende Bundesgesetz zum Schutz vor Passivrauchen. Als sachgerechter Kompromiss gewährleistet das Gesetz einen vernünftigen Passivrauchschutz, der sich bewährt hat. Extreme Lösungen sind unnötig und daher abzulehnen. Deshalb ist am 23. September 2012 die Initiative „Schutz vor Passivrauchen“ der Lungenliga an der Urne zurückzuweisen. Auch auf die Initiative „Schutz der Gesundheit vor dem Passivrauchen“ ist zu verzichten. Sie sind nichts weiteres als Schritte hin zum kompletten Rauchverbot.

GastroSuisse ist der Verband für Hotellerie und Restauration in der Schweiz. Über 20’000 Mitglieder (rund 3’000 Hotels), organisiert in 26 Kantonalsektionen und vier Fachgruppen, gehören dem grössten gastgewerblichen Arbeitgeberverband an.

Eröffnung des Flughafens BER verschoben

Airlines und Reiseveranstalter informieren über veränderte Flugpläne
Zehntausende Flugpassagiere sind von Umbuchungen betroffen

Viele Fluggesellschaften stehen unter Druck, seit bekannt geworden ist, dass der Termin für die Eröffnung des neuen Flughafens Berlin-Brandenburg BER geplatzt ist. Die Airlines haben einen Monat vor der ursprünglich geplanten Inbetriebnahme des Airports bereits alle Arbeitsabläufe und Flugpläne auf den neuen Flughafen ausgerichtet. Die Eröffnung wurde nun auf Grund von Mängeln bei der Brandschutztechnik auf August verschoben – der genaue Termin wird erst in der nächsten Woche bekannt gegeben. Als Reaktion darauf wurden die Umzüge von den beiden bestehenden Flughäfen Tegel und Schönefeld vorerst gestoppt. Für die notwendig gewordene Übergangsphase bis zum neuen Eröffnungstermin bleiben beide Standorte weiterhin in Betrieb. Rainer Schwarz, Flughafenchef des BER, gab an, dass die geplanten Flüge im Sommer trotz der Turbulenzen nicht ausfallen sollen.

Derzeit starten und landen an Berlins Flughäfen täglich über 700 Flugzeuge; im Zuge der Neueröffnung des BER planen die meisten Fluggesellschaften, ihr Angebot auszubauen. Germanwings und Easyjet gaben nach Bekanntwerden der Terminverschiebung an, trotz der Verzögerung den aktuellen Flugplan beibehalten zu wollen und wie bisher, ihre geplanten Flüge über Schönefeld abzuwickeln. Auch Lufthansa steht zurzeit in Verhandlungen mit dem Flughafen Tegel über zusätzliche Zeitfenster für Starts und Landungen. Air Berlin steht laut eigenen Angaben vor einem gewaltigen logistischen Problem, da alle Flugpläne auf die Bedingungen am BER zugeschnitten seien. Die Fluggesellschaft will nun auf Tegel ausweichen und die Kunden zeitnah über mögliche Änderungen informieren.

Rechtsexperte Dr. Philipp Kadelbach von flightright, dem Verbraucherportal für Fluggastrechte, empfiehlt Reisenden eventuell auftretende Annullierungen und Umbuchungen nicht ohne Weiteres zu akzeptieren: „Die Fluggesellschaft ist vertraglich dazu verpflichtet, die Beförderung sicherzustellen und Passagieren einen Ersatzflug anzubieten. Flugreisende sollten sich an ihren jeweiligen Vertragspartner wenden und sich informieren, wohin und auf welchen Termin ihr Flug verlegt wird. Ansprechpartner ist entweder die Fluggesellschaft direkt oder – bei Pauschalreisen – der Reiseveranstalter, über den der Flug gebucht wurde.“

Die Fluggastrechte-Verordnung 261/2004, die Reisenden bei Flugverspätung und Annullierung eine Entschädigung durch die Fluggesellschaft zuspricht, wird in den meisten Fällen jedoch nicht greifen. „Informiert die Fluggesellschaft den Reisenden zwei Wochen vor Abflugdatum über die Umbuchung, hat dieser keinen Anspruch auf Schadensersatz“, sagt Dr. Kadelbach. „Lediglich wenn der Fluggast später unterrichtet wird, stehen ihm Leistungen wie Telefonate und die Verpflegung mit Speisen und Getränken am Flughafen sowie eine eventuell notwendige Übernachtung zu. Finanzielle Entschädigungen werden Reisende allerdings nicht erhalten, da die Verzögerung der Flughafeneröffnung kein Verschulden der Airlines ist. Die Ursachen liegen im Verantwortungsbereich des Flughafenbetreibers und sind damit ein ‚außergewöhnlicher und für die Fluggesellschaft unvermeidbarer Umstand’, auf den die Airlines keinen Einfluss haben.“

App barcoo erkennt käfig-ei-freie Lebensmittel

Die kostenlose mobile Anwendung barcoo zeigt pünktlich zu Ostern an, welche Händler und Hersteller auf Eier aus Käfighaltung verzichten. Trotz Verbots in der EU werden Eier aus dieser konventionellen Tierhaltung in Nudeln, Backwaren und Fertiggerichten verarbeitet. In dieser Form muss die Herkunft der Eier nicht gekennzeichnet werden.

Damit Verbraucher künftig sicher sein können, dass sie keine Produkte mit Eiern aus verbotener Käfighaltung verzehren, hat barcoo die Informationen des Portals kaefigfrei.de in die App integriert. Beim Scan des Barcodes von Lebensmitteln mit Eiern zeigt barcoo an, ob es sich um käfigfreie Eier handelt. Die Kampagne kaefigfrei.de, initiiert von der „Albert Schweizer Stiftung für unsere Mitwelt“, setzt sich gegen die Käfighaltung ein und listet Hersteller auf, die bereits „käfigfrei“ sind. Auf diese laufend aktualisierten Informationen greift barcoo zu. Die App, die bereits auf über 6 Millionen Mobiltelefonen installiert ist, macht sie so vielen Verbrauchern bequem zugänglich.

Bei ganzen Eiern zeigt barcoo bei Eingabe der aufgedruckten Eier-Nummer bereits seit dem vergangenen Jahr an, aus welcher Haltungsform das Ei stammt. In Zusammenarbeit mit KAT, dem Verein für kontrollierte alternative Tierhaltung, können Verbraucher so genau rückverfolgen, woher ihr Ei kommt.

Umut Özkan

Umut Özkan strahlt unter der Kochmütze, wenn er von seinen beiden Leidenschaften spricht. Die eine ist das Kochen, die andere seit ein paar Monaten das Snowboarden. Mit Kochlöffel und Bratpfanne hantiert der 21jährige schon so geschickt, dass er jetzt bei einem Wettbewerb für Jungköche einen Nachwuchspreis gewonnen hat. Auf dem Snowboard aber muss der Koch-Azubi noch ein paar Stunden üben, doch das ist kein Problem. Schließlich liegt sein Arbeitsplatz direkt neben der Skipiste im alpincenter Bottrop.

„Das Wettkochen war schon aufregend, mit Fachjury, viel Zeitdruck und starker Konkurrenz“, erzählt Umut Özkan über den Bundesjugendwettbewerb des Verbandes der Köche. Doch der Gelsenkirchener im dritten Lehrjahr ist Stress gewohnt. „Auch in der Skihalle muss es beim Buffet mit acht bis zehn Hauptspeisen, Salaten, Suppen und Nachtisch immer schnell gehen. Und dann soll alles gleichzeitig abwechslungsreich, gesund und auch schmackhaft sein.“ Ausprobieren und Kreieren kann der Jungkoch am Arbeitsplatz trotz der Hektik zwischendurch immer mal. Dann nimmt er sich Zeit für seine weitere Vorliebe: die Patisserie. „Zu viel naschen und probieren darf man natürlich nicht“, schmunzelt Özkan, wenn er von edlen Figuren aus Schokolade schwärmt. Beim Snowboarden trainiert er sich ein paar der Kalorien dann nach Feierabend wieder ab.

Jetzt freut sich Umut Özkan erst einmal auf die Sommersaison im Biergarten neben der Skihalle. Dann zeigt er beim frontcooking vor den Augen der Gäste, was er noch so drauf hat – selbstgemachtes Hausbrot, frischen Flammkuchen, zarten Hühnchensalat und saftige Steaks…

Die erste "eat & meet"-Kulinarik-Messe

Ein genüssliches Wochenende

Am vergangenen Wochenende lud die erste Kulinarik-Messe im Rahmen von „eat & meet“ zum Verkosten, Ausprobieren und Plaudern ein. Trotz des traumhaften Wetters genusswandelten zahlreiche BesucherInnen von Salzburg und Umgebung durch die kavernen 1595.

Die AustellerInnen aus ganz Österreich boten ein bunt gemischtes Sortiment auf höchstem Niveau: Ob Pannonischer Safran oder Fenchelpollen von der Arge Pannonischer Safran, Weinentdeckungen aus dem Piemont und der Toskana sowie köstlichste Stücke vom Weideschwein vom Feinkostladen Felleis, Knittelfelder & Thunfisch oder feinste Marinaden, Fruchtsäfte, Kaffee und Kakao von Erwin Gegenbauer. Teils aus privater Liebe zum Wein, teils aus konsequentem Streben nach bester Qualität wurde für Erwin Gegenbauer aus dem Hobby, welches in den alten Kellergewölben der Firma begann, die saure Profession von hochwertigen Essigprodukten, der er sich nun zur Gänze verschrieben hat.

Edelste Öle gab es bei Hartl`s Öle, Olio Secondo Veronelli und der Arge Pannonischer Safran inklusive intensiver Beratung während man beim Stand der Grossauer Edelkonserven, der Lukashof Genussmanufaktur und dem Salzburger Heimatwerk honigsüße Fruchterlebnisse, mediterrane Ideen vom Pesto und handgemachte Bio-Chutneys verkosten durfte. Bei kaes.at ist von der Aufzucht der Kühe bis zur Lagerung des Käses eine Familie verantwortlich – und das schmeckt man auch! Naschkatzen kamen beim Verkosten der schokoladig-süßen Kürbiskerne von Gottfried Kermann und bei den handgeschöpften Bio-Fairtrade-Schokoladen von Zotter voll auf ihre Kosten.
Ein genüssliches Wochenende, an dem sicher kein Feinschmecker mit leeren Händen nach Hause gegangen ist!

www.salzburg-altstadt.at