Warum Cholesterin gefährlich und wichtig zugleich ist

Die einen können unbesorgt Kekse und Kuchen essen, andere müssen genau aufpassen, dass sie nicht zu viel Süßes naschen. Nicht unbedingt aus Sorge, dass sie zu dick werden könnten, sondern wegen ihrer Cholesterinwerte. Dieser Stoff ist eine fettartige Substanz, die hauptsächlich in der Leber produziert wird und in der richtigen Dosierung von großer Bedeutung für den menschlichen Körper ist. „Es ist lebenswichtig und wird für Hormone, die DNA und Zellmembranen benötigt. Zudem würde unser Gehirn nicht ohne Cholesterin funktionieren“, erklärt Ian Graham, Professor für Kardiovaskuläre Medizin am irischen Trinity College in Dublin im Magazin Reader’s Digest.

Das Magazin beschreibt in seiner September-Ausgabe nicht nur die Bedeutung von Cholesterin, einem sogenannten Lipid. Es berichtet auch über neue Studien und den Unterschied zwischen „gutem“ lipidarmem (HDL) und „schlechtem“ Cholesterin (LDL) mit hohem Lipidgehalt. Darüber hinaus gibt es noch das VLDL, das den höchsten Lipidgehalt aufweist. Der Stoff gelangt über das Blut an jene Stellen, wo er gebraucht wird. „Wir verfügen über viermal so viel Cholesterin wie nötig ist“, so Professor Graham. Das Problem: Wenn sich der Überschuss zum Beispiel an den Wänden der Arterien ablagert, erhöht er das Risiko für Herzprobleme und Schlaganfälle. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation ist Cholesterin für ein Drittel der koronaren Herzerkrankungen verantwortlich.

Neue Studien haben gezeigt, dass die Änderung der Essgewohnheiten eher dazu beiträgt, den Cholesterinspiegel zu senken, als dies mit körperlicher Betätigung möglich ist – die optimale Lösung ist freilich eine Kombination aus beidem. „Haben Sie im Lauf der Jahres etwas zugelegt, sollten Sie zuerst Ihre überschüssigen Pfunde loswerden“, sagt Dr. Ronald Mensick, Forscher und Humanbiologe an der Universität Maastricht. Jüngste Forschungsergebnisse belegen, dass zu viel Cholesterin in der Nahrung nur bedingt das Risiko einer Erkrankung erhöht, das eigentliche Problem entsteht durch das von der Leber produzierte überschüssige Cholesterin. Dieser Überschuss steht zwar im Zusammenhang mit den verzehrten Lebensmitteln, aber nicht mit denjenigen, vor denen Ärzte in der Vergangenheit gewarnt haben. Wer viele stärke- und zuckerhaltige Kohlehydrate vertilgt, wie sie in Brot, Kartoffeln, Zucker und weißem Reis enthalten sind, dessen Werte für LDL steigen, die Werte des guten HDL aber sinken.

Wie das Magazin Reader’s Digest weiter berichtet sind zahlreiche Fachleute der Auffassung, dass viele ungesättigte Fette – besonders aus Olivenöl, fettem Fisch und Nüssen – zur Senkung der Cholesterinwerte beitragen. Wer dann auch noch reichlich frisches Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Fisch und Nüsse isst, kann hoffen, dass seine Cholesterinwerte niedrig bleiben.

Deutsche werden immer spiessiger

Sommer-Studie: So gehen Deutschlands Frauen und Männer 2013 baden – ab-in-den-urlaub.de und TNS Emnid befragten bevölkerungsrepräsentativ 1.000 Personen nach ihrer Badekleidung 2013

Bei den ersten heißen Temperaturen werden sich wieder tausende Deutsche in das kühle Nass stürzen. Zum vierten Mal wollte es das Online-Reiseportal www.ab-in-den-urlaub.de (3,69 Mio. Nutzer im Monat) in einer bevölkerungsrepräsentative Umfrage (1.000 Befragte) genau wissen und fragte: „Was tragen die Deutschen, wenn es sie ins Wasser zieht?“

Frauen „stoffreich“ an den Stränden und in den Bädern
Wichtigstes Ergebnis: Wie schon im Vorjahr, so auch 2013 – wer viel „nackte Haut“ am Meer, am See oder im Freibad sehen will, wird eher enttäuscht. Denn: Stoff ist weiterhin in – sowohl bei ihr als auch bei ihm. So will fast die Hälfte der Frauen (44 Prozent) in Badeanzügen in Freibädern und an Stränden auflaufen. Für einige besonders enttäuschend: Ausgerechnet die jüngeren Frauen zwischen 14 und 39 Jahren tendieren zum Badeanzug. Waren es 2011 noch 23 Prozent, verharrt der Wert, wie 2012, in diesem Jahr bei 26 Prozent. Auffällig: Seit 2010 nahm der Anteil der Badeanzug-Trägerinnen unter den jungen Frauen um sage und schreibe 14 Prozent zu.

Besonders „stoffreich“ sind die ostdeutschen Frauen unterwegs
Zwischen Rügen und der Talsperre Cranzahl im Erzgebirge bevorzugen im Jahr 2013 52 Prozent der Frauen ab 14 Jahren Badeanzüge. Dies ist nur ein leichter Rückgang von 4 Prozent gegenüber dem Jahr 2012.

Obwohl der Badeanzug Massentrend ist, findet auch der Bikini noch immer seine Liebhaberinnen. 26 Prozent der deutschen Frauen starten mit den zwei kleinen Stoffteilen, welche nach einem Südsee-Atoll benannt worden sind, in die Sommersaison. Im vergangenen Jahr waren es immerhin noch 25 Prozent, die sich freizügiger zeigten. Besonders markant ist der Rückgang im Bereich der Frauen über 50 Jahre. Während sich 2010 noch 16 Prozent der Damen trauten einen Bikini zu tragen (2011: 10 Prozent, 2012: 7 Prozent), sind es in diesem Jahr nur noch 5 Prozent. Weiterhin top: Tankinis. Dieses lange und ärmellose Oberteil mit Bikini-Hose ist in diesem Sommer bei Frauen zwischen 40 und 49 Jahren beliebt (17 Prozent). Dies ist Ein minimaler Rückgang gegenüber 2012 um 1 Prozent.

Das Fünkchen Surfer-Style bringen Badeshorts mit Bikini-Top. 5 Prozent der unter 40-jährigen Frauen bevorzugen diese Art Bademode. Gegenüber 2011 hat sich der Anteil zwar stabilisiert, im Vergleich zu 2010 nahm er jedoch um 6 Prozent ab. Vorteil der längeren Hose: Unschöne Orangenhaut an Oberschenkeln und Po wird verdeckt. Ähnlich kaschierend ist ein Badeanzug mit einem Hüfttuch namens Pareo. 5 Prozent der deutschen Frauen tragen diese Kombination (2012: 6 Prozent, 2011: 3 Prozent). Das Tuch, welches ursprünglich von den Cook Islands und Tahiti stammt, nutzen auch 3 Prozent der Bikini-Trägerinnen (2012: 2 Prozent, 2011: 1 Prozent).

Knielange Badehosen bei Männern noch immer angesagt
Recht spießig geht es auch bei den Männern zu. Sexy ist out, langes Beinkleid ist in. 63 Prozent der unter 40-Jährigen bevorzugen knielange Bade- oder Surfer-Shorts (2012: 59 Prozent). Nachteil: Das sind genau jene Hosen, die mit Wasser vollgesogen nicht nur die Becken der Freibäder entleeren, sondern den Träger nach dem Baden aussehen lassen wie einen nassen Sack. Dass Shorts die klassische enganliegende Badehose bei den jungen Männern längst von den Stränden und aus den Bädern vertrieben haben, zeigen auch die 18 Prozent der nicht-knielangen Ausführung der Surfer-Shorts (2012: 22 Prozent). Somit tummeln sich über 80 Prozent der jungen Männer eher stoffreich zwischen Wasser und Badehandtuch. Ganz so, als hätten sie Angst, irgendetwas von der Männlichkeit zu zeigen.

Eine kleine Renaissance erleben die engen Slip-Badehosen. Während im vergangenen Jahr nur 8 Prozent der Männer zu dem „bisschen Stoff“ griffen, sind es 2013 11 Prozent. Ähnlich ist der Trend auch bei den „Ü40“-Generationen.

So waren 2012 noch 16 Prozent der 40 bis 49-Jährigen der Slip-Badehose „verpflichtet“. In diesem Sommer wollen sie wieder 19 Prozent tragen. Bei den über 50-Jährigen ist der Trend noch stärker. Statt 10 Prozent im vergangenen Jahr sind es 2013 16 Prozent. Somit besteht durchaus die Möglichkeit, dass den Strand- und Freibad-Besuchern wieder vermehrt Bierbäuche über engen Badehosen vorgeführt werden. Motto: Je älter der Mann desto knapper das Höschen.

Radlerhosen (Jammer), ein modisches Überbleibsel aus den 90er Jahren, sterben wohl nun endgültig aus. Waren es 2011 und 2012 bundesweit 2 Prozent, die wie Dr. Alban an den Badesee zogen, sind es im Jahr 2013 nur noch 1 Prozent.

Nackt ist out
Nur wenige Frauen und Männer in Deutschland können sich vorstellen nackt, zu baden. Bemerkenswert ist der Geschlechterunterschied: Auf zwei nackt badende Männer kommt – statistisch betrachtet – nur eine nackt badende Frau. Immerhin 4 Prozent der Männer trauen sich unbekleidet ins kühle Nass. Bei den Damen sind es nur 2 Prozent. Auffällig: die FKK-Kultur zwischen Rügen und Thüringer Wald scheint immer noch zu prägen, wenn auch rückläufig. Acht Prozent der Ossi-Männer zeigen sich wie „Gott sie schuf“. Jenseits von Elbe und Werra sind es nur 3 Prozent der Herren. 2012 waren es im Osten immerhin noch 11 Prozent.

Trend rückläufig: Je höher die Bildung, desto weniger Stoff
Betrachtet man die vorherrschende Bade-Bekleidung und vergleicht diese mit dem Bildungsgrad (Schulabschlüsse), so zeigt sich, dass im Gegensatz zu den vergangenen Jahren selbst höhere Bildungsgrade zu immer mehr Stoff greifen. Trugen 2012 44 Prozent der Frauen mit Abitur oder Hochschulabschluss noch Bikinis, sind es in diesem Jahr nur noch 33 Prozent. Die These: „Je höher die Bildung, desto weniger Stoff“ trifft nicht mehr vollends zu.

Bei Frauen mit mittlerem Bildungsabschluss können sich nur 23 Prozent für einen Bikini erwärmen (2012: 20 Prozent, 2011: 25 Prozent). Sie favorisieren mit 46 Prozent einen Badeanzug (2012: 49 Prozent, 2011: 47 Prozent). Dass die Prüderie in diesem Bildungsbereich zumindest anhält, belegt auch dieser Kleidungsstil: Pareo mit Badeanzug tragen 6 Prozent (2012: 8 Prozent).

Prüde geht es auch bei den Herren zu. Jedenfalls bei denen mit mittlerem Bildungsgrad. Die „Nachfrage“ nach kürzeren Beinkleidern (Boxerbadehose oder Slip-Badehose) sank von 36 Prozent (2011) und 31 Prozent in 2012 auf 30 Prozent in diesem Jahr. Bei den Männern mit höherem Bildungsgrad ist ein wiederum ein gleichbleibender Zuspruch sichtbar. Wie im vergangenen Jahr wollen sich 21 Prozent mit Boxer- oder Slip-Badehose am Strand zeigen. Auffälliger sind die Unterschiede beim Nacktbaden. Komplett hüllenlos stürzen sich 9 Prozent der Männer mit höherem Bildungsgrad ins Wasser (2012: 11 Prozent). Bei dem „starken Geschlecht“ mit niedrigeren Schulabschlüssen sind es wie im Jahr 2012 nur 4 Prozent.

Ppura Pesto

Stiftung Warentest warnt vor Verzehr von Ppura Pesto

Vor der Veröffentlichung des Tests von Basilikum-Pesto warnt die Stiftung Warentest vor dem Verzehr des Bio-Pestos „Ppura Pesto von Basilico Genovese D.O.P.“ mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 4.7.2014. Die Tester haben in diesem Pesto den potenziell krebserregenden Stoff Anthrachinon nachgewiesen. Der analysierte Wert ist mit 0,79 Milligramm Anthrachinon pro Kilogramm Pesto fast 80-mal so hoch wie der zulässige Höchstgehalt von 0,01 Milligramm pro Kilogramm Lebensmittel.

Anthrachinon wird als potenziell krebserregend eingestuft. Weil es keine Zulassung als Pestizid hat, gilt der strengste Höchstgehalt für Lebensmittel. Die Stiftung Warentest hat aus vorsorgendem Gesundheitsschutz den Anbieter Ppura in der Schweiz und die zuständige Lebensmittelaufsichtsbehörde in Deutschland über den Befund informiert. Die Firma reagierte sofort und hat die betroffene Pesto-Charge vom deutschen und österreichischen Markt zurückgerufen.

Kunden können bereits gekaufte Pesto-Gläser beim Händler zurückgeben und sich – auch ohne Kassenbon – den Kaufpreis erstatten lassen. Die Firma hat außerdem mitgeteilt, dass es sich bei dem belasteten Pesto um die letzte Produktion des alten Herstellers handele, seit März 2013 produziere ein neuer Hersteller ein Nachfolgeprodukt namens „Pesto alla Genovese – ricetta originale“. Inzwischen würden sämtliche Pestos aus dem Ppura-Sortiment auch regelmäßig auf Pestizide untersucht, zuvor sei das nur stichprobenweise geschehen.

Ausführlichere Informationen zur Pesto-Warnung auf test.de

Deutsche werden beim Baden immer spießiger

Die sommerlichen Temperaturen der vergangenen Tage machen Lust auf die kommende Badesaison. Doch was tragen die Deutschen, wenn es sie ans Wasser zieht? Zum dritten Mal wollte es das Online-Reiseportal ab-in-den-urlaub.de (5,36 Mio. Nutzer im Monat) genau wissen und führte eine bevölkerungsrepräsentative Umfrage durch (technischer Dienstleister: TNS Emnid; 1.007 Befragte).

Frauen „stoffreich“ an den Stränden und in den Bädern

Wichtigstes Ergebnis: Wie schon im Vorjahr, so auch 2012 – wer viel „nackte Haut“ am See oder im Freibad sehen will, wird eher enttäuscht. Denn: Stoff ist in – sowohl bei ihr als auch bei ihm. So wollen fast die Hälfte der Frauen (44 Prozent) nur noch in Badeanzügen in Freibädern und an Stränden auflaufen. Für einige besonders enttäuschend: Ausgerechnet die jüngeren Frauen zwischen 14 und 39 Jahren tendieren immer öfter zum Badeanzug. Waren es 2011 noch 23 Prozent, kletterte dieser Wert in diesem Jahr auf 26 Prozent. Auffällig: Seit 2010 nahm der Anteil der Badeanzug-Trägerinnen unter den jungen Frauen sogar um 14 Prozent zu.

Besonders „stoffreich“ sind die ostdeutschen Frauen unterwegs. Zwischen Rügen und der Talsperre Cranzahl im Erzgebirge bevorzugen im Jahr 2012 56 Prozent der Frauen ab 14 Jahren Badeanzüge. Noch 2011 waren es nur 46 Prozent!

Obwohl der Badeanzug Massentrend ist, findet auch der Bikini noch immer seine Liebhaberinnen. 25 Prozent der deutschen Frauen starten mit den zwei kleinen Stoffteilen, welche nach einem Südsee-Atoll benannt worden sind, in die Sommersaison. Im vergangenen Jahr waren es immerhin noch 28 Prozent, die sich freizügiger zeigten. Besonders markant ist der Rückgang im Bereich der Frauen über 50 Jahre. Während 2010 noch 16 Prozent der Damen sich trauten einen Bikini zu tragen (2011: 10 Prozent), sind es in diesem Jahr nur noch 7 Prozent. Weiterhin beliebt: Tankinis. Dieses lange und ärmellose Oberteil mit Bikini-Hose ist in diesem Sommer besonders bei Frauen zwischen 40 und 49 Jahren beliebt (18 Prozent). Dies ist eine Steigerung von 10 Prozent gegenüber 2011.

Das Fünkchen Surfer-Style bringen Badeshorts mit Bikini-Top. 6 Prozent der unter 40-Jährigen Frauen bevorzugen diese Art Bademode. Gegenüber 2011 hat sich der Anteil zwar stabilisiert, im Vergleich zu 2010 nahm er jedoch um 5 Prozent ab. Vorteil der längeren Hose: Unschöne Orangenhaut an Oberschenkeln und Po wird verdeckt. Ähnlich figurkaschierend ist ein Badeanzug mit einem Hüfttuch namens Pareo. 6 Prozent der deutschen Frauen tragen diese Kombination (2011: 3 Prozent). Das Tuch, welches ursprünglich von den Cook Islands und Tahiti stammt, nutzen auch 2 Prozent der Bikini-Trägerinnen (2011: 1 Prozent).

Spießig geht es auch bei den Männern zu. Sexy ist out, langes Beinkleid ist in. Fast 60 Prozent der unter 40-Jährigen bevorzugen knielange Bade- oder Surfer-Shorts. Nachteil: Es sind genau jene Hosen, die mit Wasser vollgesogen nicht nur die Becken der Freibäder entleeren, sondern den Träger nach dem Baden aussehen lassen wie einen nassen Sack. Dass Shorts die klassische enganliegende Badehose bei den jungen Männern längst von den Stränden und aus den Bädern vertrieben haben, zeigen auch die 22 Prozent der nicht-knielangen Ausführung der Surfer-Shorts. Somit tummeln sich über 80 Prozent der jungen Männer eher stoffreich zwischen Wasser und Badehandtuch. Ganz so, als hätten sie Angst, irgendetwas von der Männlichkeit zu zeigen.

Der Rückzug der „stoffarmen Herren-Bade-Bekleidung“ zeigt sich unter anderem auch bei den engen Slip-Badehosen. Im vergangenen Jahr griffen noch 13 Prozent der Männer zu dem „bisschen Stoff“. In diesem Jahr sind es nur noch 8 Prozent. Besonders deutlich wird dieser Trend bei den „Ü40“-Generationen. So waren 2011 noch 20 Prozent der 40 bis 49-Jährigen der Slip-Badehose „verpflichtet“. In diesem Sommer wollen sie nur noch 16 Prozent tragen. Bei den über 50-Jährigen ist der Trend noch stärker. Statt 17 Prozent im vergangenen Jahr sind es 2012 nur noch 10 Prozent. Somit bleibt den Strand- und Freibad-Besuchern wenigstens der Anblick übermäßig vieler Bierbäuche über engen Badehosen erspart.

Obwohl das „kurze Beinkleid“ bei den Herren in diesem Jahr nicht sonderlich weit verbreitet ist, finden sich doch noch ein paar Abnehmer: Bei einer kleinen Gruppe von Männern ab 40 Jahre stehen nach wie vor die engen Boxer- und Slip-Badehosen relativ hoch im Kurs: 19 Prozent bevorzugen diesen Style. Die sogenannten Jammer (Radlerhosen) verharren wie im vergangenen Jahr bei insgesamt 2 Prozent.

Nur wenige Frauen und Männer in Deutschland können sich vorstellen nackt zu baden. Bemerkenswert ist der Geschlechterunterschied: Auf zwei nackt badende Männer kommt – statistisch betrachtet – nur eine nackt badende Frau. Immerhin 6 Prozent der Männer trauen sich unbekleidet ins kühle Nass. Bei den Damen sind es nur 3 Prozent. Auffällig: die FKK-Kultur zwischen Ostsee und Thüringer Wald scheint immer noch zu prägen. Elf Prozent der Ossi-Männer zeigen sich wie „Gott sie schuf“. Jenseits von Elbe und Werra sind es nur 5 Prozent der Herren.

Trend: Je höher die Bildung, desto weniger Stoff

Betrachtet man die vorherrschende Strand- und Freibad-Bekleidung und vergleicht diese mit dem Bildungsgrad (Schulabschlüsse), so zeigt sich ein Trend: Je höher die Bildung, desto weniger Stoff. Frauen mit Abitur oder Hochschulabschluss greifen verstärkt zu Bikinis. Waren es 2011 „nur“ 35 Prozent, sind es in diesem Jahr 44 Prozent. Scheinbar haben die Damen nicht nur etwas im Kopf, sondern können sich auch sonst sehen lassen. Wissen macht doch sexy! Bei Frauen mit mittlerem Bildungsabschluss können sich nur 20 Prozent für einen Bikini erwärmen (2011: 25 Prozent). Sie favorisieren mit 49 Prozent einen Badeanzug (2011: 47 Prozent). Dass die Prüderie in diesem Bildungsbereich zunimmt, belegen auch diese Kleidungsstile: Pareo mit Badeanzug 8 Prozent (2011: 4 Prozent) und zu den Badeshorts mit Bikini-Top 5 Prozent (2011: 2 Prozent).

Prüde geht es auch bei den Herren zu. Jedenfalls bei denen mit mittlerem Bildungsgrad. Die „Nachfrage“ nach kürzeren Beinkleidern (Boxerbadehose oder Slip-Badehose) sank von 36 Prozent im vergangenen Jahr auf aktuell 31 Prozent. Bei den Männern mit höherem Bildungsgrad ist ein anhaltender Zuspruch sichtbar. In diesem Jahr wollen sich 21 Prozent mit Boxer- oder Slip-Badehose am Strand zeigen. 2011 konnten sich nur 18 Prozent dazu durchringen.

Noch auffälliger sind die Unterschiede beim Nacktbaden. Komplett hüllenlos stürzen sich 11 Prozent der Männer mit höherem Bildungsgrad ins Wasser. Bei dem „starken Geschlecht“ mit niedrigeren Schulabschlüssen sind es nur 4 Prozent.

Johann Lafer

Club der Confiserien (CdC) feiert am 7. Oktober bundesweit den „Tag der Schokolade des CdC“ – Höhepunkt ist die Veranstaltung im Schokoladenmuseum in Köln mit Stargast Johann Lafer – Chocolatiers und Confiseure von zahlreichen Premiumfirmen zeigen dabei dem Publikum ihr Können

Er ist der Stoff, aus dem die Träume sind, und er fasziniert die Menschen seit Jahrhunderten: Kakao. „O süßer Trank, Geschenk der Sterne“ – so schwärmte bereits im Jahr 1664 der spanische Jesuit Farronius über Kakao. Johann Wolfgang von Goethe und Alexander von Humboldt waren Kakao-Liebhaber, und der schwedische Naturwissenschaftler Carl von Linné verlieh ihm den Namen Theobroma,

„Speise der Götter“. Die Begeisterung für Kakao und die vielfältigen Schokoladenkreationen, die daraus entstehen, hält bis heute an. Ob als wohltuend heiße Trinkschokolade, als pure oder gefüllte Schokoladentafel oder als edle, individuell gefertigte Praline aus der Manufaktur – Kakao ist buchstäblich in aller Munde.

Zu Ehren des „braunen Golds“ werden inzwischen weltweit Festivals abgehalten. In Deutschland eröffnet der Club der Confiserien e. V. (CdC) mit dem „Tag der Schokolade des CdC“ am Freitag, 7. Oktober 2011, die diesjährige Confiserie-Saison in Deutschland. Die teilnehmenden Mitgliedsunternehmen des CdC – Schokoladenfachgeschäfte, Süßwarenfilialen und Fachabteilungen von Kaufhäusern – laden an diesem Tag ihre Kunden zum ausgewählten Genuss ein.

Die zentrale Veranstaltung zum „Tag der Schokolade des CdC“ findet am 7. Oktober 2011 im Schokoladenmuseum Köln statt. Einen Tag lang können hier die Besucher den Konditoren und Confiseuren über die Schulter schauen und unter anderem beobachten, wie Tafelschokolade gegossen und Marzipan geformt wird und wie Hohlfiguren und feinste Dessertpralinen entstehen.

Gedankenaustausch mit Johann Lafer und den Confiseuren -beim Tag der Schokolade am 7. Oktober 2011 von 14:00 bis 16:00 Uhr im Schokoladenmuseum Köln-

Als Stargast wird Johann Lafer am Nachmittag im Museum erwartet. Zwei Stunden lang, von 14 – 16 Uhr, wird der beliebte Sternekoch mit den „Kollegen“, den Chocolatiers und Confiseuren von zahlreichen Premiumfirmen, über die Faszination des Schokoladenhandwerks philosophieren. Und Johann Lafer ist hier in seinem Element, stand doch zu Beginn seiner glanzvollen Karriere die Auszeichnung zum „Besten Pâtissier Deutschlands“ im Jahr 1980.

Und die Pâtisserie liegt dem beliebten Fernseh-Koch, der Millionen TV-Zuschauer mit seinem Fachwissen, seiner Kreativität und seinem Humor begeistert, noch heute am Herzen. Das edle Dessert und die stilvolle Praliné gehören für ihn natürlich zu einem gelungenen Menü dazu. Der Club der Confiserien unterstützt bei dieser Gelegenheit das aktuelle Schulmensaprojekt von Johann Lafer in Bad Kreuznach mit einer großzügigen Spende. Für den Starkoch stellt gute und gesunde Ernährung an deutschen Schulen einen Herzenswunsch dar, und er will mit seiner Initiative weitere Anstöße geben.

Über den Club der Confiserien
Der Club der Confiserien e.V. (CdC) ist eine gemeinsame Initiative der Fachhändler, unter ihnen die Filialen von Hussel und die Fachabteilungen von Galeria Kaufhof. Als Fördermitglieder unterstützen folgende Premiumlieferanten den Club der Confiserien: Baur Chocolat, J.Biffar, Hachez, Confiserie Heilemann, Fritz Kunder, Confiserie Lanwehr, Confiserie Burg Lauenstein, Lindt, Niederegger, Peters, Schoko Dragee, Dr. Scholze, Confiserie Schwermer und Chr. Storz.

Die Mitglieder suchen nach Wegen, die Vorteile des Fachhandels erlebbar zu machen und mehr Konsumenten zum Einkauf in Fachgeschäften und Fachabteilungen anzuregen. Das Herzstück des Maßnahmenpakets ist das Gütesiegel des CdC. Dieses soll den Verbrauchern den Weg in die Fachgeschäfte weisen. Höhepunkt eines jeden Jahres ist die Eröffnung der Confiserie-Saison mit dem „Tag der Schokolade des CdC“.

Die Kernaussage des Clubs: Topqualität, Kompetenz und Service sind nur im Fachgeschäft oder in der Fachabteilung zu haben. „Unsere Fachgeschäfte zeichnen sich dadurch aus, dass sie ihr absolut hochwertiges Angebot an feinsten Schokoladen- und Pralinenspezialitäten mit Beratung, Information und dem besonderen Service verbinden“, erklärt Sven Eklöh, der Vorstandsvorsitzende des Club der Confiserien. „Sie machen buchstäblich die Qualität und den sinnlichen Genuss bereits im Laden erlebbar.“

Aktuell tragen bundesweit mehr als 400 Fachgeschäfte, Filialen und Fachabteilungen in Warenhäusern das CdC-Gütesiegel. Mit der Initiative will der Club die besonderen Eigenschaften des Süßwarenfachhandels in der Öffentlichkeit darstellen. „Der Wert des Fachhandels manifestiert sich in einer optimalen Kundenbetreuung und exzellenten Sortimenten, die es nicht an jeder Ecke gibt“, betont Reinhard Dittmar, der zweite Vorsitzende des Club der Confiserien.

Weitere Informationen unter www.clubderconfiserien.de

Schultüten-Einmaleins für Eltern

Es muss nicht immer Süßes sein

Eltern müssen nicht immer Schokolade oder Fruchtgummi in die Schul­tüte packen, um Kindern den Schulstart schmackhaft zu machen. „Es gibt viele Alternativen, die genauso gut angekommen – und gesund sind“, so die Verbraucherzentrale NRW. Sie rät Eltern, den Nachwuchs zum Beispiel mit einem kleinen Spiel oder einem Gutschein zu überra­schen. Was sonst noch in die Tüte kommt, und was besser draußen bleibt, dazu gibt die Verbraucherzentrale NRW folgende Tipps:
Kleine Überraschungen: Kleine Bücher für Lernanfänger, ein Spring­seil oder Eintrittskarten für den Zoo sind eine gelungene Überraschung. Auch leckeres, frisches Obst aus der Region, ver­packt in einer Früh­stücksbox mit Raumteilern macht Kindern Freude. Da klebt der Käse nicht an der Erdbeere und für einen fri­schen Dipp zur Rohkost bleibt auch noch Platz. Eine gesunde Alter­native zu Schokolade ist Studen­tenfutter ohne Zuckerzusatz. Beliebt bei Kindern sind zurzeit übrigens getrocknete Mangos.

Nützliches, das Spaß macht: Auch Nützliches darf in die Tüte. Bei­spielsweise eine Tasse mit lustigem Motiv, um gut gelaunt in den Tag zu starten. In einer bunten Trinkflasche bleibt der Tee im Som­mer kalt und im Winter warm. Wichtig: Eltern sollten beim Kauf darauf achten, dass die Flasche sich gut schließen und reinigen lässt und aus isolie­rendem Material besteht.

Schreibgeräte und Co.: In Schultüte und Ranzen sollten besser nur umweltfreundliche Materialien Einzug halten. Federmäppchen aus Leder oder Stoff sind robuster als die Konkurrenz aus Kunststoff und garantiert frei von möglicherweise gesundheitsschädlichen Weichma­chern. Hefte mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ sind die Muster­schüler, da sie aus Altpapier bestehen und der Einsatz von giftiger Chemie in der Herstellung verboten ist. Auch eine gute Wahl: Filz- und Faserstifte auf Wasserbasis zum Nachfüllen. Im Lacküberzug von Blei­stiften können sich giftige Schwermetalle ver­stecken, darum sollten Eltern besser unlackierte Stifte wählen. Nicht geeignet sind Folien­schreiber mit Aufschriften wie „permanent“ oder „Allesmarker“. Sie ent­halten schnell verdunstende, organische Lösungsmittel.

„clever Kürbiskernöl“ aus dem Verkehr gezogen

„clever Kürbiskernöl“ aus dem Verkehr gezogen

In einer Charge des „clever Kürbiskernöls,
500 ml“, welches in den Handelsfirmen BILLA, MERKUR, ADEG und
SUTTERLÜTY gelistet ist, wurde laut einem Gutachten der Stoff
Benzoapyren nachgewiesen, welcher eine gesundheitsschädliche
Wirkung haben kann. Da vor einigen Wochen ein Lieferantenwechsel für
„clever Kürbiskernöl“ stattfand, war der Großteil der im Verkauf
befindlichen Ware nicht von der Beanstandung betroffen. Aus Gründen
der Sorgfalt wurde allerdings unverzüglich das gesamte „clever
Kürbiskernöl“ aus dem Verkehr gezogen.

„Unmittelbar nach Erhalt des Gutachtens haben wir sofort reagiert
und das Produkt aus dem Verkauf genommen. Durch eine Kassasperre
haben wir sichergestellt, dass keine betroffene Ware mehr in Umlauf
kommt“, erklärt Mag. Corinna Tinkler, Pressesprecherin und Leiterin
Unternehmenskommunikation der REWE International AG. KundInnen, die
das Produkt bereits erworben haben, können dieses ab sofort
österreichweit bei BILLA, MERKUR, ADEG und SUTTERLÜTY, auch ohne
Kassenbon, retournieren.

Glutamat

Glutamat: Der „Geschmacksverstärker“ gehört genauso in die Suppe wie das Salz

Glutamat, vielfach als Inbegriff des Bösen gescholten, als künstlicher Zusatzstoff schlechthin, ist in Wirklichkeit ein ganz natürlicher Stoff. Die Hamburger Foodzeitschrift Effilee hat sich in der aktuellen Ausgabe, die am 30. Oktober erscheint, mit dem Thema auseinandergesetzt und stellt fest: in fast allem, was gut schmeckt, ist auch Glutamat enthalten. Das fängt schon bei der Muttermilch an, die 22 mg Glutamat pro 100 g enthält und geht über Rindfleisch, Austern, Tomaten, Broccoli und Trüffel bis zu Parmesan mit 1200 mg pro 100g. „Eine Suppe ohne Glutamat wäre eine ziemlich fade Angelegenheit,“ erklärt der Autor Vijay Sapre. Glutamat ist dafür verantwortlich, dass wir „Umami“ schmecken, das ist die so genannte fünfte Geschmacksrichtung, neben bitter, sauer, salzig und süß, die Anfang des 20. Jahrhunderts in Japan entdeckt wurde. Der Begriff Umami heißt übrigens auf deutsch nichts anderes als – lecker!

Spermidin als Jungbrunnen

Spermidin kurbelt Autophagie an

Ein Grazer Forscherteam hat in der
männlichen Samenflüssigkeit hohe Konzentrationen einer Substanz
entdeckt, die das Leben von verschiedenen Zellen und Tieren verlängern
kann. Tobias Eisenberg und Frank Madeo vom Institut für Molekulare
Biowissenschaften der Universität Graz http://www.uni-graz.at haben
herausgefunden, dass das sogenannte Spermidin wie ein Jungbrunnen wirkt.
Insgesamt haben 29 Forscher von elf Universitäten und aus sechs Ländern
an der Studie, die im Wissenschaftsjournal „Nature Cell Biology“
veröffentlicht wird, mitgearbeitet.

„Menschliche Immunzellen, Fliegen, Würmer und Hefe, die in der Forschung
ein beliebtes Alterungsmodell darstellt, werden durch Spermidinzugabe
verjüngt und leben länger“, erklären die Forscher. Die durch freie
Radikale hervorgerufenen Schäden an Proteinen, die ein besonders
wichtiger Alterungsmarker sind, konnten bei Mäusen nachweislich
reduziert werden. „Es könnte sein, dass wir den heiligen Gral der
Altersforschung gefunden haben“, so Studien-Erstautor Eisenberg. Der
natürliche Stoff Spermidin findet sich in allen Körperzellen. Die
Konzentration nimmt aber während des Alterns kontinuierlich ab. Auch die
Fähigkeit des Körpers, geschädigte Proteine oder defekte Mitochondrien
zu entsorgen, verringert sich. Der Prozess der Entsorgung wird in der
Fachsprache Autophagie genannt. Madeo und Eisenberg haben nun entdeckt,
dass von außen hinzugefügtes Spermidin genau diese Autophagie ankurbelt.
„Die Maschinerie läuft nach Spermidinzugabe auf Hochtouren und dieser
Prozess ist der wichtigste Faktor für Langlebigkeit“, so Madeo.

Die Erkenntnisse könnten in Zukunft in der klinischen Forschung
bedeutsam werden. Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson entstehen
nämlich durch Ablagerung von verklumpten Proteinen. „Der altersbedingte
Proteinmüll kann mit der Substanz schneller abgebaut werden“, so Madeo.
Diese Ankurbelung der Autophagie schütze vor Erkrankungen des
Nervensystems, haben verschiedene Tiermodelle gezeigt. „Spermidin kommt
auch in Grapefruits, Weizenkeimen und Sojabohnen vor“, erklärt Madeo.
Zudem sei es einfach den Stoff synthetisch nachzubauen.

„Nebenbei könnten diese Ergebnisse zur Aufklärung einer der spannendsten
Fragen der Altersforschung beitragen“, meint Madeo. „Dabei geht es
darum, warum ein 40-jähriger Mann ein Kind zeugen kann, welches ohne die
40 Jahre dauernde Schädigung des Erbgutes auf die Welt kommt, also
gleichsam die Uhr in den Zellen auf Null zurückgestellt bekommen hat.“
Das scheine trivial, sei aber doch bei genauerer Betrachtung höchst
erstaunlich. „Alle unsere Zellen altern, nur die Spermien nicht. Der
Grund könnte zumindest teilweise in der hohen Konzentration von
Spermidin in der Samenflüssigkeit liegen“, so Madeo. “ Wir bleiben an
der Erforschung dieses Phänomens dran“, erklärt der Forscher
abschließend. Wolfgang Weitlaner

Frankreich genehmigt Stevia-Extrakt als Süßstoff

Süße Überraschung

Frankreich genehmigt Stevia-Extrakt als Süßstoff

So schnell hätte wohl niemand damit gerechnet: Die französischen Behörden haben Ende August 2009 Rebaudiosid A, ein aus Stevia-Blättern extrahiertes Glycosid, zunächst für einen Zeitraum von zwei Jahren als Süßungsmittel für bestimmte Lebensmittel zugelassen. Die Zulassung gilt nur innerhalb Frankreichs. Nach Deutschland dürfen die mit Rebaudiosid A gesüßten Lebensmittel nicht vertrieben werden. Dafür wäre eine Ausnahmegenehmigung erforderlich.

Das Süßungsmittel wird aus Stevia rebaudiana gewonnen, einer in Peru heimischen Pflanze. Der Stoff ist rund 300 Mal süßer als Zucker, liefert jedoch keine Kalorien und wirkt auch nicht kariogen. Seit Jahren wird der Extrakt wie auch das getrocknete Kraut der Stevia-Pflanze von seinen Anhängern als natürliche und gesunde Alternative zu Zucker und synthetischen Süßstoffen gepriesen. Dem standen bislang kritische Stimmen aus der Risikobewertung entgegen: Ein Abbauprodukt der Steviol-Glycoside hatte in Tierversuchen mutagene und entwicklungstoxische Wirkungen gezeigt. Ob Steviol auch vom menschlichen Körper aufgenommen und wie es dort verstoffwechselt wird, galt lange Zeit als unklar. Das französische Dekret über die temporäre Zulassung von Rebaudiosid A definiert strenge Reinheitsforderungen. Zu mindestens 97 Prozent muss das weiße Pulver aus dem süßenden Stoff bestehen. Je nach Art des Lebensmittels sind außerdem unterschiedliche Höchstmengen für den Einsatz von Rebaudiosid A festgelegt.

Bereits im Jahr 2008 hatte der Gemeinsame Sachverständigenausschuss für Lebensmittelzusatzstoffe der WHO/FAO (JECFA) eine Sicherheitsbewertung zu Steviol-Glycosiden abgegeben. Er fordert danach einen Reinheitsgehalt von 95 Prozent. Die Schweiz erteilte im November desselben Jahres Einzelgenehmigungen für drei mit Stevia-Extrakt gesüßte Erfrischungsgetränke. Dass die Franzosen diesem Vorstoß jetzt folgen, erstaunt, da die Reglementierung von Zusatzstoffen innerhalb der Europäischen Union momentan im Umbruch ist. Künftig sollen alle Bewertungen von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) nach einem einheitlichen Verfahren durchgeführt werden. Ein Antrag auf Zulassung eines Stevia-Extraktes als Süßungsmittel liegt der EFSA bereits vor. Stellt die Behörde keine gesundheitlichen Risiken fest, muss die Europäische Kommission dem Antrag noch zustimmen. Dann dürfte Stevia-Extrakt auch europaweit als Süßungsmittel eingesetzt werden. Eine positive Bewertung durch die EFSA gilt als wahrscheinlich, mit einer Entscheidung der Kommission wird 2011 gerechnet.
aid, Dr. Christina Rempe