Michelin 2017

von Bernhard Steinmann

Im Vorfeld der Michelin-Pressekonferenz wird Jahr für Jahr munter spekuliert und geraten, wer auf- oder abgewertet wird und wer erstmals einen Stern bekommt. So auch in diesem Jahr. Nun hat die Spekulation ein Ende, die Würfel sind gefallen.

Bevor ich auf die aktuellen Veränderungen eingehe, kurz noch einige Vorbemerkungen.

In den letzten fünf Jahren hat die Zahl der „Sternerestaurants“ in Deutschland etwa um
30 % zugelegt. Der Trend ist ungebrochen. Ohne dies kritisieren zu wollen ist jedoch, zumindest für mich, auffällig, dass diese Entwicklung in die Breite nicht unbedingt mit einer  signifikanten Qualitätssteigerung einhergeht. Um es deutlicher zu sagen, die Suche nach außergewöhnlicher Küchenleistung führt unweigerlich in den Zwei- und Drei-Sternebereich. Dies wird durch die Kriterien, die der Restaurantsführer für die Sternevergabe entwickelt hat, ebenfalls deutlich:

Ein Stern – „Eine Küche voller Finesse – einen Stopp wert“
Zwei Sterne – „Eine Spitzenküche – einen Umweg wert“
Drei Sterne – „Eine einzigartige Küche – eine Reise wert“

Ebenso auffällig ist, dass der deutsche Gourmet eine Vorliebe für eine „ungezwungene“ Atmosphäre entwickelt hat und besonders gerne regionale Produkte bevorzugt. Nun, da die Angst mittlerweile zum deutschen Nationalheiligtum gehört, ist es nicht verwunderlich, dass weiße Tischdecken bereits Angst und Schrecken beim Esser auslösen können. Casual Fine Dining ist trendy.

Die Selbstbeschränkung auf regionale Produkte wird allenthalben als Fortschritt, zumindest als Weiterentwicklung, verstanden. Meine Kindheitserinnerungen kreisen noch immer um unseren riesigen Garten, der fast alles zum täglichen Leben hervorgebracht hat. Es war für mich eine unglaubliche Bereicherung endlich auf eigenen Beinen stehen zu können und mich beim Essen asiatischen, afrikanischen und wasweißichnochalles Einflüssen öffen zu können.
In Berlin kann ich an jeder Ecke sprichwörtlich in einem anderen Land speisen, was mich zum Freund der Vielfalt gemacht hat. Und zu dieser Vielfalt rechne ich auch die Restaurants mit regionaler Ausrichtung. Einen Selbstzweck sehe ich darin nicht.

Nun zur Tagesaktualität.
Am 1. Dezember 2016 wurde der Guide Michelin Deutschland 2017 in der Mercedes-Benz Niederlassung am Salzufer in Berlin vorgestellt. Die Moderation oblag wie bereits im letzten Jahr Florian König. Das Dinner kreierte Markus Semmler.
Wie immer war es Michael Ellis vorbehalten, die Neuigkeiten zu verkünden.
Neuigkeiten, die allerdings keine mehr waren, da durch die fast schon obligatorischen Indiskretionen im Netz alles nachzulesen war.
Die Köchinnen und Köche, die sich ihre Auszeichnungen mehr als verdient haben, hatten zum Glück bei dieser Pressegala den ihnen zustehenden würdigen Rahmen.

Auch beim Bib Gourmand hat sich sehr viel getan.
Stellvertretend möchte ich Lukas Mraz aus der Berliner Cordobar und Josita Hartano, ebenfalls Berlin, aus dem Lucky Leek erwähnen.

Die neuen Einsternerestaurants:

Amtzell, Schattbuch, Christian Grundl,

Berlin, einsunternull, Andreas Rieger
(siehe Bericht: http://www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de/einsunternull/)

Birkenau, Schwarzberg – Lammershof by Schwarz, Manfred Schwarz

Bonn, EQUU, Robert Maas
Bonn, Kaspars, Felix Kaspar

Düsseldorf, Bread & Roses, Volker Drkosch
Düsseldorf, Le Flair, Dany Cerf
Düsseldorf, Nenio, Bastian Falkenroth

Franfurt am Main, Atelier Wilma, Michael Riemenschneider
Hamburg, Petit Amour, Boris Kasprik

Hannover, Jante, Tony Hohlfeld
Heroldsberg, Sosein, Felix Schneider
Hohenkammer, Camers Schlossrestaurant, Florian Vogel

Kiel, Ahlmanns, Mathias Apelt
Kirschau, Juwel, Philipp Liebisch
Köln, L’escalier, Maximilian Lorenz

Köln, Zur Tant, Thomas Lösche
Leipzig, Die Residenz im Herrenhaus, Peter Niemann
Limburg an der Lahn, 360°, Alexander Hohlwein
Ludwigsburg, Gutsschenke, Ben Benasr
Lübeck, Villa Mare – Balthazar, Oliver Pfahler

Mittenwald, Das Marktrestaurant, Andreas Hillejan
Nagold, Alte Post, Stefan Beiter

Nürnberg, Entenstuben, Fabian Denninger
Nürnberg, ZweiSinn Meiers / Fine Dining, Stefan Meier
Pirmasens, Die Brasserie, Vjekoslav Pavic
Stuttgart / Fellbach, Oettinger’s Restaurant, Michael Oettinger
Wolfsburg, Saphir, André Münch

Herzlichen Glückwunsch!
 
Auch die Zweisterner erhalten Zuwachs:
Berlin, Rutz, Marco Müller (hierzu gibt es in Kürze einen neuen Bericht)
Mannheim, OPUS V, Tristan Brandt
München, Geisels Werneckhof, Tohru Nakamura

Herzlichen Glückwunsch!

Kommen wir nun zur spannendsten Kategorie, die Dreisterner.
Tja hier tut sich nichts. Dies ist besonders aus Berliner Sicht enttäuschend.
Wie jedes Jahr werden hier Namen gehandelt. Und wie jedes Jahr passiert nichts.
Die bittere Erkenntnis kann daher nur lauten: Berlin ist in der Breite top, in der Spitze allerdings anscheinend nicht gut genug.

Während also im Einsternesegment Casual Fine Dining rockt, bleibt die Spitze unter sich.

Baiersbronn, Restaurant Bareiss, Claus-Peter Lumpp

Baiersbronn, Schwarzwaldstube, Harald Wohlfahrt

Bergisch-Gladbach, Vendôme, Joachim Wissler

Hamburg, The Table Kevin Fehling

Osnabrück, La Vie, Thomas Bühner

Perl, Victor’s Fine Dining by christian bau
Rottach-Egern, Restaurant Überfahrt Christian Jürgens

Saarbrücken, GästeHaus Klaus Erfort

Wittlich/Dreis, Waldhotel Sonnora, Helmut Thieltges

Wolfsburg, Aqua, Sven Elverfeld

Zum Abschluss möchte ich noch kurz auf das Essen eingehen.
Metro Deutschland kreierte: Hamachi, saures Gemüse, Tom Yam

Sternekoch Markus Semmer verwöhnte uns mit
geangeltem Wolfsbarsch, Rote Bete, Blumenkohl und Trüffel
Auch ein vegetarisches Gericht durfte nicht fehlen:
Schwarzfederhuhn, Schwarzwurzel, wilder Brokkoli, Meerrettich

Die Weine:
2014, Dittelsheimer Riesling – Kalkstein, Weingut Winter, Rheinhessen
Super Crin Rosso, Barbera 100%, Martin Hrtweg, Canale/Cuneo, Italien
2011, Dittelsheimer Chardonnay/Weissburgunder, Weingut Winter, Rheinhessen

Die dazugehörigen Fotos gibt es bei www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de

Gault Millau 2017 – Baden-Würtemberg

Weil „er die Erfolgsmuster der modischen Küche mit allem Aplomb als ganz große Leistungsschau mit enormen Aroma-Eindrücken und voller Geschmackstiefe aufführt“, kürt die französische Gourmet-Bibel Gault&Millau den 31-jährigen Tristan Brandt vom „Opus V“ in Mannheim in ihrer jetzt erscheinenden Deutschlandausgabe 2017 zum Aufsteiger des Jahres in Baden-Württemberg.

Die Kritiker loben: „Geschickt spielt Brandt im Spannungsbogen seines Menüs mit Gegensätzen. In der Kombi Süße-Schärfe gibt er zum knusprig gebratenen, mit Staub von fermentiertem Knoblauch bestreuten Lammfilet Miso-Creme, Auberginenpüree und Auberginen-Miso-Taler. Für das Zusammen- und Wechselspiel von Süße und Säure (bereichert um Bitternoten) treten beim Hamachi an: Grapefruit, süße Emulsion aus schwarzem Knoblauch, Cranberry-Granité, süßlicher Reisweinschaum, Kapuzinerkresse, in Kombu-Wasser gegarter Spargel, confierte Algen und Mirin-Sauce.“

Für solche Gerichte erhält Brandt vom Gault&Millau, der nach dem französischen Schulnotensystem urteilt, 18 von 20 möglichen Punkten, die für „höchste Kreativität und bestmögliche Zubereitung” stehen. Eine höhere Note haben im Ländle nur 2 und im Rest der Republik lediglich 13 Köche.

Auf 16 Punkte und damit in jene Klasse, in der nach dem Verständnis des Guides Kochen zur Kunst wird, kommen dank inspirierter Gerichte
● Ben Benasr von der „Gutsschenke“ in Ludwigsburg („einen feinfühligen Aromenfächer entfalten die lauwarmen Meeresfrüchte im Wildkräuter-Gazpacho mit marinierter Amalfizitrone“);
● Norbert Dobler vom „Dobler‘s“ in Mannheim („modischer als bei den Jakobsmuscheln auf Quinoa mit grünen Merinda-Tomaten und Ducca-Mayonnaise wird’s nicht“);
● Jochen Fecht vom „San Martino Gourmet“ in Konstanz („aromatisch vielseitig der Hamachi mit Oxalis-Klee-Eis und Erbsen in diversen Zubereitungsarten“);
● Benjamin Maerz vom „Maerz“ in Bietigheim-Bissingen („kunstvoll angerichtet kommen unkonventionelle Gerichte wie Riesengarnelen als gebackener Stick auf Flusskieseln und als superbes Tatar im Knusperkorb mit orientalischem Würzfond und Mais“);
● Dominik Markowitz vom „Le Corange“ in Mannheim („im stets nach Meer schmeckenden Menü beeindruckt auch die Thunfisch-Variation mit Mango, Avocado, geriebenen Rauchmandeln und schwarzem Sesam“);
● Sebastian Prüßmann von der „Zirbelstube“ in Stuttgart („experimentierfreudige Gäste probieren sicher Pistaziencreme und Zitronenjus zum glasierten Eisbein“);
● Claudio Urru vom „5“ in Stuttgart („der Carabinero auf in Buttermilch geschmortem Römersalat war mit Macadamia-Nüssen und Physalis angenehm bereichert“).

Auf 15 Punkte steigern sich Bernd Bachofer vom „Bachofer“ in Waiblingen, Christian Heß vom „Christian‘s“ in Neckargemünd und Jochen Helfesrieder vom „Storchen“ in Bad Krozingen. Dieselbe Note schaffen auf Anhieb der „hochtalentierte“ Nicolai Wiedmer, 23, der aus Basel ins „Eckert“ in Grenzach-Wyhlen (Südbaden) kam, der erstmals bewertete Philipp Kovacs vom „Goldberg“ in Fellbach und der aus der Equipe des nach Wien ausgewanderten Starkochs Juan Amador gekommene Dennis Maier im neueröffneten „Emma Wolf since 1920“ in Mannheim.

Die besten Köche im Ländle
Auf Platz 1 der kulinarischen Hitparade des Gault&Millau in Baden-Württemberg steht seit 27 Jahren Harald Wohlfahrt von der „Schwarzwaldstube“ in Baiersbronn, der „längst die Größe und Erfahrung hat, sich als Küchenchef zurückzunehmen und nichts anderes zu wollen, als dem großen Produkt die beste Bühne zu bereiten. Seine souveräne Kochkunst erlebten wir in dieser Saison auch bei der im Römertopf gegarten und in zwei Gängen servierten französischen Edel-Poularde: köstlich die leicht asiatisch aromatisierte Brust mit Kaffirlimette, Zitronengras und Lotuswurzel, dazu gab es eine Albufeira-Sauce als Creme, Macadamianuss, grünen Spargel und ein Palmherzcoulis. Übertrumpft wurde dieses Geschmackskunstwerk noch von der danach servierten Ballotine aus der Keule, à la minute gemacht, wie man es kaum noch erlebt, perfekt dazu junger Kohlrabi und eine geradezu exzessiv reduzierte Trüffeljus. Eine handwerklich herausfordernde Kreation auch das Lamm ‚à la royale‘: In den Rücken des Milchlamms wurden die marinierten und geschmorten Keulen eingearbeitet, dazu etwas Leber und Herz vom Lamm sowie Gänseleber. Ein Meisterwerk, serviert mit Pfifferlingen, Johannisbeeren und einer Lamm-Rouannaise.“

Den zweiten Rang hält weiterhin mit 19 Punkten Claus-Peter Lumpp vom „Bareiss“ in Baiersbronn: „Seine Gerichte sind so aufwendig komponiert, dass es oft drei Teller braucht, um alles an den Gast zu bringen, was der Küche zum Thema „Gänsestopfleber“ oder „Steinbutt“ einfällt. Vor manchen sitzt man angesichts solcher Kochkunst fast andächtig: Wir erinnern uns an den krossest gebratenen Wolfsbarsch seit Langem (die mit heißem Öl übergossenen Schuppen stellen sich beim Braten auf, so entsteht der Knuspereffekt) mit geflämmtem Fenchel, Safranmayonnaise und einer sensationell intensiven Chorizo-Sauce.“

Platz 3 teilt sich nun Paul Stradner von „Brenners Park-Restaurant“ in Baden-Baden mit Aufsteiger Brandt. Stradner „betört durch sehr feine Gerichte und klare Aromen. Der Grandeur der Küche entsprechend zergeht der marinierte Kaisergranat wie meeresfrisch auf der Zunge, auch angebraten ist er von zarter Delikatesse. Majestätisch schmeckendes Geleit geben Gurken-Selleriesud und Eisenkrautvinaigrette, Koriander und ein Hauch Passepierre-Algen“.

Besondere Ehre für Stefan Leitner
Weil „seine Kreationen wahre Festspiele der süßen Lust sind, stets sinnesfroh, hochästhetisch und oft so ideenreich, dass der schlaraffenwürdige Reigen über mehrere Teller tanzt“, würdigt der Guide den Dessertkünstler Stefan Leitner, seit 15 Jahren im Restaurant „Bareiss“ in Baiersbronn als „Pâtissier des Jahres“ – auch weil als „Himbeere 2016“ auf fünf Tellern und Schüsselchen wirklich alles auf den Tisch kommt, was einem leidenschaftlichen Pâtissier derzeit zu dem Thema einfallen kann.
Die Tester beschreiben und bewerten dieses Jahr insgesamt 147 Restaurants in Baden-Württemberg. 134 Küchenchefs zeichnen sie mit einer oder mehreren Kochmützen aus. Eine Kochmütze erhalten auch die neu eröffneten oder erstmal bewerteten Lokale „Nagels Kranz“ in Karlsruhe, „Brasserie Colette“ in Konstanz und „Fässle“ in Stuttgart (jeweils 14 Punkte), „Schierhuber“ in Blaustein bei Ulm, „Gutsstube“ in Heidelberg, „Erasmus“ in Karlsruhe, „Anima“ in Tuttlingen und „Siedepunkt“ in Ulm (je 13 Punkte).
Im Vergleich zur Vorjahresausgabe serviert der Gault&Millau im Ländle 13 langweilig gewordene Restaurants ab und nimmt 14 neu auf; 11 werden höher, 9 niedriger bewertet.

Die besten Restaurants des Gault&Millau in Baden-Württemberg
19,5 Punkte
Schwarzwaldstube in Baiersbronn
19 Punkte
Bareiss in Baiersbronn
18 Punkte
Brenners Park-Restaurant in Baden-Baden
*Opus V in Mannheim
17 Punkte
Schlossberg in Baiersbronn
Landhaus Feckl in Ehningen bei Stuttgart
Merkle’s in Endingen (Kaiserstuhl)
Zirbelstube in Freiburg
Le Gourmet in Heidelberg
Ophelia in Konstanz
Raub’s Restaurant in Kuppenheim bei Baden-Baden
Casala in Meersburg
Falconera in Öhningen am Bodensee
Eisenbahn in Schwäbisch Hall
Olivo in Stuttgart
Hirschen in Sulzburg (Markgräflerland)
Berlin’s Krone in Bad Teinach (Nordschwarzwald)
Schwarzer Adler in Vogtsburg

*Aufsteiger

Der Guide erscheint im Münchner Christian Verlag (752 Seiten, 34,99 Euro),
ISBN 978-3-95961-001-8  

Berichte aus den Bundesländern:
Berlin: www.gourmet-report.de/artikel/347794/Gault-Millau-2017-Berlin/
Baden-Würtemberg: www.gourmet-report.de/artikel/347795/Gault-Millau-2017-Baden-Wuertemberg/
Bayern: www.gourmet-report.de/artikel/347796/Gault-Millau-2017-Bayern/
Hessen: www.gourmet-report.de/artikel/347797/Gault-Millau-2017-Hessen/
Brandenburg: www.gourmet-report.de/artikel/347798/Gault-Millau-2017-Brandenburg/
Bremen: www.gourmet-report.de/artikel/347799/Gault-Millau-2017-Bremen/
Hamburg: www.gourmet-report.de/artikel/347800/Gault-Millau-2017-Hamburg/
Mecklenburg-Vorpommern: www.gourmet-report.de/artikel/347801/Gault-Millau-2017-Mecklenburg-Vorpommern/
Niedersachsen: www.gourmet-report.de/artikel/347802/Gault-Millau-2017-Niedersachsen/
NRW: www.gourmet-report.de/artikel/347803/Gault-Millau-2017-NRW
Rheinland-Pfalz: www.gourmet-report.de/artikel/347804/Gault-Millau-2017-Rheinland-Pfalz/
Saarland: www.gourmet-report.de/artikel/347805/Gault-Millau-2017-Saarland/
Sachsen: www.gourmet-report.de/artikel/347806/Gault-Millau-2017-Sachsen/
Sachsen-Anhalt: www.gourmet-report.de/artikel/347807/Gault-Millau-2017-Sachsen-Anhalt/
Thüringen: www.gourmet-report.de/artikel/347808/Gault-Millau-2017-Thueringen/
Schlewsig-Holsten: www.gourmet-report.de/artikel/347809/Gault-Millau-2017-Schleswig-Holstein/

Hauptbericht: www.gourmet-report.de/artikel/347793/Koch-des-Jahres-Andreas-Krolik-in-Frankfurt/

Alle Restaurants mit 15 Punkten: www.facebook.com/gourmetreport/posts/10154319696743124
Alle Restaurants mit 16 Punkten: www.facebook.com/gourmetreport/posts/10154319689593124
Alle Restaurants mit 17 Punkten: www.facebook.com/gourmetreport/photos/a.427082738123.197268.168996673123/10154319683638124/?type=3
Alles Restaurants mit 18 Punkten:
www.facebook.com/gourmetreport/photos/a.427082738123.197268.168996673123/10154319679138124/?type=3
Restaurants mit mehr als 18 Punkten – die Besten in Deutschland:
www.facebook.com/gourmetreport/photos/a.427082738123.197268.168996673123/10154319673603124/?type=3

Koch des Jahres: Andreas Krolik in Frankfurt

„Die von New Yorker Köchen propagierte Reduktion auf das Wesentliche scheint sich auch in Deutschland nach und nach durchzusetzen. Auch hier verzichten immer mehr Köche auf endlose Degustationsmenüs und streberhaftes Teller-Ikebana, auf Über-Technologisierung und Luxusprodukte. Selbstbewusste Konzentration auf ein Hauptprodukt und zwei, drei Aromate, die es mit Spannung aufladen, heißt die neue Devise“, lobt die französische Gourmetbibel Gault&Millau in ihrer jetzt erscheinenden Deutschlandausgabe 2017. „Mehr Gelassenheit in der Küche, mehr Genuss für den Gast – für diesen hoffnungsvollen Trend steht auch die Tatsache, dass unter den Neueröffnungen in Deutschland anspruchsvolle Bistro-Konzepte dominierten. Und dass dieses kulinarische Downgrading von einem lässiger gekleideten und auftretenden Service begleitet wird.“

Die Restauranttester begrüßen auch das zunehmende Bemühen um eine „neue deutsche Küche mit kompromisslosem Bekenntnis zur Region als Antwort auf die kalifornische Locavore-Bewegung mit ihrer ‚Farm to table‘-Produktphilosophie und auf den konsequenten Regionalismus der Neuen Nordischen Küche. Statt viel Geld in den Einkauf klassischer Luxusprodukte zu stecken, investieren die jungen deutschen Köche viel Arbeitszeit, Schweiß und Kopfzerbrechen in die Entwicklung heimischer Delikatessen.

Vehement kritisiert der Guide, dass gleichzeitig weiterhin „landauf, landab gedankenlos kopiert wird. Wir haben nichts gegen Kohlrabi, Rettich, Steckrübe, Schwarzwurzel & Co., aber müssen diese eher bodenständigen Rübenarten allüberall zu kulinarischen Scheinriesen aufgeplustert werden? Müssen wir in jedem Restaurant Fermentiertes zu essen bekommen? Oder ‚gepickeltes‘ Gemüse, das Speisekarten-Unwort des Jahres mit seinem unappetitlich dermatologischen Unterton? Auch auf das 2016 offenbar unumgängliche Tannenwipfelaroma, vorzugsweise in Desserts, könnten wir in Zukunft verzichten, ebenso wie auf die über ganz Deutschland herabrieselnden Fichtensprossen.“

Der „Koch des Jahres“ angelt in Fjorden, hört Hard Rock und sammelt Steinpilze
„Für seine vielschichtigen Geschmacksharmonien, mit denen er seine Gäste in neue kulinarische Welten führt“, kürt der Guide den 42-jährigen Andreas Krolik vom Frankfurter Restaurant „Lafleur“ zum „Koch des Jahres“. „Er bietet jedem Gast das Optimum an Geschmack und profiliert sich dabei nicht nur als feinfühliger Aromenjongleur, sondern auch als einer der besten Gemüseköche Deutschlands“, urteilen die Tester. Und schwärmen: „Kroliks Küche kommt nie wuchtig oder effektheischend daher, entfaltet am Gaumen aber geradezu explosive Kraft, beispielsweise beim gedämpften und kurz mit starker Oberhitze gratinierten Carabinero mit Schinkenknusper in feinst abgeschmeckter Krustentierbisque, dazu eine minzschwangere Erbsencreme, handgerollter Blumenkohl-Couscous und ein Mundvoll Japan in Form fermentierter Yuzu mit Miso und Soya. Als eines der geschmacklich komplexesten Gerichte dieser Testsaison bietet er Brust, Keule und geschmortes Confit vom Schwarzfederhuhn, dazu ein pochiertes, auf weißem Bohnenpüree thronendes Bio-Ei, Bohnenkrautsalat, alles umspielt von konzentriertem Geflügel-Dashi-Sud.“

Für solche Gerichte erhält der in Erdeborn bei Halle an der Saale gebürtige Hobbyangler, der seine Urlaube gern an norwegischen Fjorden verlebt, in der Küche Hard Rock hört und in seiner Freizeit daheim Steinpilze sammelt, 18 von 20 möglichen Punkten. Sie stehen in dem Guide, der nach dem französischen Schulnotensystem urteilt, für „höchste Kreativität und bestmögliche Zubereitung.“

Auf 18 Punkte steigern sich Tristan Brandt vom „Opus V“ in Mannheim, Jan Hartwig vom „Atelier“ in München, Marco Müller von der „Rutz-Wein-Bar“ in Berlin und Thomas Schanz vom „Schanz“ in Piesport an der Mosel, der „in seinen kreativen Gerichten von außergewöhnlicher Harmonie so mutige aromatische Akzente setzt“, dass ihn die Kritiker dafür als „Aufsteiger des Jahres“ küren.

17 Punkte erreichen erstmals Benjamin Gallein vom „Ole Deele“ in Burgwedel (bei Hannover), Matthias Gleiß vom „Volt“ in Berlin, Peter A. Strauss vom „Ess Atelier Strauss“ in Oberstdorf, Sascha Stemberg vom „Haus Stemberg anno 1864“ in Velbert (Rheinland), Michael Kammermeier von der „Ente“ in Wiesbaden, Tim Extra vom „Apicius“ in Bad Zwischenahn (bei Oldenburg) sowie Felix Schneider, 31, vom „Sosein“ in Heroldsberg bei Nürnberg, dessen „überraschende, geschmacksstarke und provozierende Küche eine einzige Verbeugung vor der Natur seiner Heimat ist“, wofür ihn der Guide als „Entdeckung des Jahres“ feiert.

Deutschlands beste Köche

An der Spitze der kulinarischen Hitparade des Gault&Millau stehen mit 19,5 Punkten wie im Vorjahr:
· Klaus Erfort vom „GästeHaus“ in Saarbrücken „zeigt in seinem Status, oft kopiert, aber nicht erreicht zu werden, ein derartiges Gespür für Aromenkombinationen, Konsistenzen und Betonung des Eigengeschmacks der Produkte, dass es fast schon überirdisch wirkt“.

· Christian Jürgens von der „Überfahrt“ in Rottach-Egern am Tegernsee „überrascht in seinen bei aller Geschmackstiefe auch sehr bildhaft, als Fest der Ästhetik dargebotenen Gerichten die Gäste gern mit Illusionen wie dem täuschend echt nachgebildeten Apfel, der Blutwurst, Gänseleber, Silberzwiebelchen und Apfelconfit enthält.“

· Helmut Thieltges vom „Waldhotel Sonnora“ in Dreis bei Wittlich (Südeifel) „bekommt seine Inspirationen in erster Linie durch die Qualität der von ihm verwendeten Produkte. Für ihn kommt nur das Allerbeste infrage, Einkaufspreise spielen dabei keine Rolle“.

· Joachim Wissler vom „Vendôme“ in Bergisch Gladbach bei Köln „entwirft scheinbar unbeirrt von kulinarischen Trends und bar jeder verkrampften Stilistik oder hyperkreativen Waghalsigkeit in seinem Geschmacksuniversum mit allerhöchster Präzision seinen ganz eigenen Küchenstil“.

· Harald Wohlfahrt von der „Schwarzwaldstube“ in Baiersbronn (Schwarzwald) „hat die Größe und Erfahrung erreicht, sich als Kochkünstler zurückzunehmen und nichts anderes zu wollen, als dem großen Produkt die beste Bühne zu bereiten“.

Diesem Quartett folgen mit je 19 Punkten, die sie bereits im Vorjahr hatten
· Christian Bau vom „Victor’s Fine Dining by Christian Bau“ im saarländischen Perl-Nennig: „Bei seinem Menü ‚Paris –Tokio‘ weiß man, aus welcher modernen Klassik Bau kommt, und merkt auch in punkto Produktqualität sowie bei den Zubereitungsarten schnell, wohin es ihn zieht.“

· Thomas Bühner vom „La Vie“ in Osnabrück: „In seinem kompositorischen Mut verbindet er die bei 48° gegarte Seezunge mit süßer Thai-Fischsauce und fein dosiertem Mandarinen-Aroma und verwandelt das Gericht durch viele bunte Kräuter und Gemüse aus seinem großen Garten in ein Gemälde.“

· Sven Elverfeld vom „Aqua“ in Wolfsburg: „Er bietet sanft geschmortes Schweinekinn mit warm mariniertem Kaisergranat mit Krustentiermayonnaise, Koriander, Ingwer und zugleich frischem wie erdigem Saft von fermentierten Karotten als repräsentatives Gericht für sein Bestreben, die stets vorhandene große Komplexität nicht plakativ zu betonen, sondern dem Gast ein Gefühl der Harmonie zu vermitteln.“

· Claus-Peter Lumpp vom „Bareiss“ in Baiersbronn im Schwarzwald: „Seine Gerichte sind so aufwendig komponiert, dass er oft drei Teller braucht, um alles an den Gast zu bringen, was ihm zum Thema Gänsestopfleber oder Steinbutt einfällt. Vor manchen sitzt man angesichts solcher Kochkunst fast andächtig“),

· Tim Raue vom Restaurant „Tim Raue“ in Berlin: „Der international bekannteste Koch in der Hauptstadt geht derzeit mit so viel Elan und kreativer Energie ans Werk wie kein anderer in Deutschland.“

· Christoph Rüffer vom „Haerlin“ in Hamburg: „Der begnadete
Tüftler imponiert auch durch das riesige Repertoire sicher eingesetzter Aromen und verbindet markante Gewürze geradezu tänzerisch leicht.“

· Peter Maria Schnurr vom „Falco“ in Leipzig: „Die Gerichte des Temperamentsbündels, das kräftige Aromen, überraschende Kombinationen und ausgefeilte Tellerarrangements liebt, sind kraftvoll und laut, bleiben aber stets im Rahmen des Harmonischen.“

· Hans Stefan Steinheuer von „Steinheuers Restaurant zur alten Post“ in Bad Neuenahr: „Der größte Weinversteher unter den deutschen Spitzenköchen überrascht mit Landmilchsauce zur kross aufgeschuppten, in heißem Öl confierten Rotbarbe mit Pulpo oder höchst aromatischem kambodschanischem Pfefferjus zum Reh.“

Von den 36 deutschen Topköchen, die 18 bis 19,5 Punkte bekommen, stehen 7 in Bayern, 6 in Rheinland-Pfalz, 5 in Berlin und je 3 in Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein am Herd.

„Gastronom des Jahres“: Stefan Hermann in Dresden
Außer dem Koch, dem Aufsteiger und der Entdeckung des Jahres zeichnet der Guide noch weitere kulinarische und gastronomische Leistungen aus:
· Gastgeber des Jahres: André Macionga vom Restaurant „Tim Raue“ in Berlin,

· Sommelier des Jahres: Marco Franzelin vom „Vendôme“ in Bergisch Gladbach bei Köln,

· Pâtissier des Jahres: Stefan Leitner vom „Bareiss“ in Baiersbronn (Schwarzwald),

· Gastronom des Jahres: Stefan Hermann vom „Bean & Beluga“ in Dresden, der „mit besonnener Kreativität und unternehmerischem Mut in und um Dresden ein Gastro-Imperium mit sechs Outlets aufbaute – bis zum Boutiquehotel“,

· Bester Deutscher Koch im Ausland: Silvio Nickol im Wiener Hotel „Palais Coburg“,

· Hotelier des Jahres: Frank Nagel vom „Weissenhaus Grand Village Resort & Spa“ in Wangels (Ostsee), für den „Spitzengastronomie elementarer Baustein erfolgreicher Hotelkonzepte“ ist.

Große Talente der modernen Küche
Ausdrücklich würdigt der Guide junge Köche zwischen Mitte 20 und Anfang 30, die in dieser Testsaison erstmals Küchenchef wurden und aufgrund ihres Talents und Engagements das kulinarische Deutschland bereichern können: Alexander Hohlwein, 29, vom „360°“ in Limburg und Felix Kaspar, 24, vom „Kaspars“ in Bonn (beide 16 Punkte) sowie Christopher Kümper, 29, vom „Schwein“ in Berlin, Laurin Kux, 26, vom Jellyfish in Hamburg, Andreas Rieger, 30, vom „Einsunternull“ in Berlin, Dennis Thies, 31, vom „WeinBasis“ in Hannover und Nicolai Wiedmer, 23, vom „Eckert“ in Grenzach-Wyhlen in Südbaden (alle 15 Punkte).

Insgesamt beschreibt und bewertet der Gault&Millau in seiner neuen Ausgabe 900 Adressen. Die 32 Tester verleihen 730 Luxuslokalen und Landgasthöfen, Bistros und Hotelrestaurants die begehrten Kochmützen.
Der Guide erscheint im Münchner Christian Verlag (752 Seiten, 34.99 Euro).
ISBN: 978-3-95961-001-8

Berichte aus den Bundesländern:
Berlin: www.gourmet-report.de/artikel/347794/Gault-Millau-2017-Berlin/
Baden-Würtemberg: www.gourmet-report.de/artikel/347795/Gault-Millau-2017-Baden-Wuertemberg/
Bayern: www.gourmet-report.de/artikel/347796/Gault-Millau-2017-Bayern/
Hessen: www.gourmet-report.de/artikel/347797/Gault-Millau-2017-Hessen/
Brandenburg: www.gourmet-report.de/artikel/347798/Gault-Millau-2017-Brandenburg/
Bremen: www.gourmet-report.de/artikel/347799/Gault-Millau-2017-Bremen/
Hamburg: www.gourmet-report.de/artikel/347800/Gault-Millau-2017-Hamburg/
Mecklenburg-Vorpommern: www.gourmet-report.de/artikel/347801/Gault-Millau-2017-Mecklenburg-Vorpommern/
Niedersachsen: www.gourmet-report.de/artikel/347802/Gault-Millau-2017-Niedersachsen/
NRW: www.gourmet-report.de/artikel/347803/Gault-Millau-2017-NRW
Rheinland-Pfalz: www.gourmet-report.de/artikel/347804/Gault-Millau-2017-Rheinland-Pfalz/
Saarland: www.gourmet-report.de/artikel/347805/Gault-Millau-2017-Saarland/
Sachsen: www.gourmet-report.de/artikel/347806/Gault-Millau-2017-Sachsen/
Sachsen-Anhalt: www.gourmet-report.de/artikel/347807/Gault-Millau-2017-Sachsen-Anhalt/
Thüringen: www.gourmet-report.de/artikel/347808/Gault-Millau-2017-Thueringen/
Schlewsig-Holsten: www.gourmet-report.de/artikel/347809/Gault-Millau-2017-Schleswig-Holstein/

Hauptbericht: www.gourmet-report.de/artikel/347793/Koch-des-Jahres-Andreas-Krolik-in-Frankfurt/

Alle Restaurants mit 15 Punkten: www.facebook.com/gourmetreport/posts/10154319696743124
Alle Restaurants mit 16 Punkten: www.facebook.com/gourmetreport/posts/10154319689593124
Alle Restaurants mit 17 Punkten: www.facebook.com/gourmetreport/photos/a.427082738123.197268.168996673123/10154319683638124/?type=3
Alles Restaurants mit 18 Punkten:
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Restaurants mit mehr als 18 Punkten – die Besten in Deutschland:
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Stefan Hermann, Marcel Kube und John Piotrowsky

Restaurant Atelier Sanssouci in der Villa Sorgenfrei

Die historische Villa Sorgenfrei, einst schlossartiges Herrenhaus und repräsentativer Sommersitz des Freiherrn von Gregory, ist ein romantisches Hotel mit 14 Zimmern, zwei Suiten, einem Restaurant und Veranstaltungsräumen für bis zu 30 Personen in Radebeul bei Dresden.

Kulinarisches Herzstück des vom Dresdner Spitzenkoch und Unternehmer Stefan Hermann betriebenen Ensembles ist das Restaurant „Atelier Sanssouci“ im ehemaligen Gartensaal der Villa. Wie im gesamten Hotel werden dort Tradition und Moderne sensibel miteinander vereint: Mit seinen rund sieben Meter hohen Decken, den Orangerie-ähnlichen, bodentiefen Fenstern, dem historischen Sandsteinfußboden, den kostbaren Wandmalereien und einem über 200 Jahre alten Bleikristall-Lüster erinnert der Raum an den Charme längst vergangener Zeiten. Zeitgenössische Skulpturen von Malgorzata Chodakowska, edles Porzellan von „hering berlin“ und sorgfältig eingesetztes, modernes Mobiliar setzen jedoch ganz behutsam moderne Akzente.

Die Verbindung aus Vergangenheit und Zukunft setzt sich auch im kulinarischen Konzept fort, für das Küchenchef Marcel Kube operativ verantwortlich zeichnet. Der 29-jährige präsentiert im Atelier Sanssouci eine französische Küche in Form eines sieben-Gang-Menüs. Das Besondere daran: Gäste haben die Wahl zwischen der klassischen Variante des Menüs, bei der sich die Gerichte an der französischen Landhausküche orientieren, oder aber der modernen Variante, die mit Hilfe neuer Garmethoden und Küchentechniken zubereitet wird. In der konkreten Umsetzung bedeutet das für ein Gericht wie „Wolfsbarsch, Tomate und Safran“, dass die klassische Variante mit einem kross auf der Haut gebratenen Wolfsbarsch, Tomaten-Brot-Salat, Safranschaum und Sauce Nantua serviert wird. Für die moderne Interpretation werden die gleichen Zutaten genutzt. Allerdings wird der Wolfsbarsch für diesen Teller pochiert und dann mit einer Creme aus der Sauce Nantua, einer fruchtigen Creme von der Tomate, confierten Kirschtomaten, einem Tomatenschaum, Safran-Marmelade und aufgepufften Chips vom Safran serviert. Ähnliches gilt für das „Kaiserfleisch von der Poularde auf Radieschen, Erbsen & 7 Kräutern“: Klassisch umgesetzt erwartet Gäste ein leicht angebratenes Kaiserstück mit einem Ragout aus Erbsen und Radieschen sowie einer Kräutersauce. Modern umgesetzt wird das pochierte Fleisch mit einer Panna Cotta von der Erbse, Radieschen in verschiedenen Texturen und einem Kräutersorbet serviert. Der Preis für beide Menüs ist, ebenso wie die verwendeten Produkte es sind, identisch. Wer weniger Zeit oder Appetit mitbringt, kann selbstverständlich auch à la Carte wählen. Für Vegetarier wird zudem eine vegetarische Alternative des Menüs angeboten.

Der charmante und professionelle Service liegt in der Hand von Maître und Sommelier John Piotrowsky. Als leidenschaftlicher Gastgeber führt er durch die Genusswelten von Küchenchef Kube und empfiehlt mit Fachkenntnis und Gespür für individuelle Vorlieben die passenden Essensbegleiter. Dabei liegt sein Fokus auf sächsischen Weinen.

In den Sommermonaten wird zusätzlich auf der Restaurantterrasse eingedeckt, von der Gäste einen wunderschönen Blick auf den nach historischem Vorbild rekonstruierten Barockgarten mit seinem Sandsteinbrunnen und den mehr als hundert Jahre alten Baumbestand haben.

Mit dem kulinarischen Duo Marcel Kube und John Piotrowsky hat Stefan Hermann übrigens zwei bekannte Gesichter für das Atelier Sanssouci verpflichten können: Kube war bereits von 2013 bis 2015 als Küchenchef in Hermann`s Restaurant william tätig und wirkte zuvor mehr als fünf Jahre in der Küche des mit einem Michelin Stern ausgezeichneten Restaurants Seesteg auf Norderney. Seine Ausbildung als Koch absolvierte der gebürtige Brandenburger im Hotel Mercure Hennigsdorf. An seiner Seite steht Gastgeber John Piotrowsky. Der 39-jährige Serviceexperte ist bereits seit 2009 als Restaurantleiter und Sommelier in der Villa Sorgenfrei tätig und hat daher einen besonders guten Draht zu den lokalen Gästen. Vor seiner Zeit in der Villa war der gebürtige Dresdner drei Jahre lang als gastronomischer Leiter im Meißner Hotel Goldener Löwe sowie vier Jahre lang als Restaurantleiter im Gourmetrestaurant des Romantikhotels Pattis tätig. Zu seinen weiteren Stationen zählen das renommierte Restaurant Daniel in New York sowie das Berghotel Bastei.

Das Atelier Sanssouci befindet sich im Augustusweg 48 in 01445 Radebeul und ist donnerstags bis montags von 18:30 bis 22 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 12 bis 21 Uhr geöffnet. Dienstag und Mittwoch sind Ruhetage. Reservierungen nimmt das Team online unter www.hotel-villa-sorgenfrei.de, telefonisch unter der Nummer 0351-795 666 0 oder per Email an info@hotel-villa-sorgenfrei.de entgegen.

Bereits zu Beginn seiner Selbständigkeit hatte Stefan Hermann die Vision, ein Ensemble unterschiedlicher Betriebe zu etablieren, in denen er gekonnt und mit leichter Hand auf der gesamten Klaviatur kulinarischer Möglichkeiten spielen kann. Dass er dieses Ziel erreicht hat, zeigt neben dem wirtschaftlichen Erfolg vor allem das organische Wachstum seines Unternehmens, das man inzwischen guten Gewissens als „kleines Genussimperium“ bezeichnen kann. Denn neben der Villa Sorgenfrei gehören auch das mit einem Michelin Stern ausgezeichnete Restaurant bean&beluga, der Biergarten Konzertplatz Weißer Hirsch, das Restaurant william im Dresdner Schauspielhaus sowie ein eigener Stand auf dem Dresdner Striezelmarkt zum Unternehmen. Außerdem verantwortet die Gruppe die gesamte Gastronomie in der Semperoper sowie im Schauspielhaus. Weitere Informationen sind unter www.bean-and-beluga.de zu finden.

Stefan Sellin und Marcus Kümmel

Christian Rach, Koch und Restauranttester, kürt das Restaurant kopps in Berlin als eines der zehn Lieblingsrestaurants Deutschlands – Im Zuge des 5-jährigen Jubiläums präsentiert sich das Restaurant im Wandel zum veganen Spitzenrestaurant mit internationalem Ruf

In der RTL-Fernsehshow „Rach sucht: Deutschlands Lieblingsrestaurant“
wurde das kopps nun zu den zehn absoluten Lieblingsrestaurants der
Deutschen gewählt. CNN ernannte das kopps sogar zu einem der weltweit
besten elf vegetarischen Restaurants. Das neue Team des Berliner
Restaurants freut sich, dass führende Medien die Qualität und
Beliebtheit des kopps bestätigen.

Die Küchenchefs Stefan Sellin (30) und Marcus Kümmel (35), die nach
dem Ausscheiden des Kochs Björn Moschinski für das Restaurant
verpflichtet wurden, fokussieren sich auf außergewöhnliche
Gemüsekreationen aus regionalem & saisonalem Anbau. Aus frischen
Zutaten – überwiegend in Bioqualität – zaubern sie für die Gäste des
kopps kunstvolle, gesunde Speisen, die bereits die Schauspieler Anne
Hathaway, Natalie Portman und Woody Harrelson, die Band Radiohead und
zahlreiche Berliner überzeugt haben. Sellin blickt auf eine Karriere
in herausragenden Küchen zurück. Im Grand Hotel National erkochte er
sich bereits als junger Küchenchef 13 Punkte im Gault Millaut.

Hinter der Idee der innovativen, fleischfreien Küche steckt aber noch
viel mehr, so Kümmel: „Wir möchten mit dem kopps inspirieren und die
Gemüseküche neu definieren. Außerdem ist es uns wichtig, nachhaltig
zu agieren und regionale Anbieter zu unterstützen.“

Die Mission des kopps lässt sich kurz zusammenfassen: Genießt
gesundes Essen aus regionalen Zutaten! Im Restaurant am Koppenplatz
wird das frisch geerntete Gemüse der regionalen Lieferanten oft noch
am gleichen Abend verarbeitet. Das schmeckt man. Der Großteil der
Zutaten stammt aus dem Berliner Umland. „Die Qualität und Frische
unserer Zutaten hat höchste Priorität“, erklärt Ilhami Terzi, Inhaber
mit langjähriger gastronomischer Erfahrung.

Der neue Slogan des kopps: Enjoy local healthy food. „Unser oberstes
Ziel ist, dass es unseren Gästen richtig gut schmeckt. Unsere Werte
der lokalen, saisonalen, qualitativ hochwertigen und nachhaltigen
Gemüseküche gibt es einfach noch dazu, weil es uns wichtig ist“, so
Co-Inhaber Marc Gerstner.

www.kopps-berlin.de

Stefan Wiertz

Mit Rezepten für ausgefallene Street-Food-Variationen im Gepäck, tourte Stefan Wiertz diesen Sommer mit dem Telekom Campus Cooking-Foodtruck durch Deutschland. Der kulinarische Roadtrip führte den Starkoch an acht Unimensen der Republik, wo er gemeinsam mit dem Mensateam für das leibliche Wohl von rund 20.000 Studenten sorgte.

Der Genussnomade entwickelte die Rezepte für Burger, Pidas, Wraps und Ciabattas aus der sogenannten Rock ’n‘ Roll Kitchen selbst, wobei diese nicht nur gesund und lecker, sondern auch erschwinglich für den studentischen Geldbeutel sind.

„Die Telekom Campus Cooking-Tour hat gezeigt, dass Studierende großen Wert auf frische und gesunde Zutaten legen und dabei keine Scheu haben, Neues auszuprobieren“, sagt Stefan Wiertz.

Neben vegetarischer Alternativen wie der „Falafel for Friends“ mit Zitronen-Humus und Honigrotkohl oder dem frischgebackenem Ciabatta mit italienischen Antipasti, waren die Burger wie der „Italian Bastard“ mit Rucola, Parmaschinken, Mozzarella und Basilikumpesto, oder der saftige „American’s Best“-Burger mit Speckscheiben, getrockneten Aprikosen, Cheddar und BBQ-Sauce der Hit an der Theke.

www.campuscooking.de
www.telekom.de/young

Stefan Wiertz

Rock ’n‘ Roll Kitchen: Stefan Wiertz ist unterwegs mit dem Telekom Campus Cooking-Foodtruck

+  Kulinarischer Roadtrip vom 18.04. bis 10.06. quer durch die Republik
+  Street Food vom Starkoch zu günstigen Studentenpreisen
+ Alle Informationen unter http://www.campuscooking.de und unter www.telekom.de/young

Klappe auf, Grill an, los geht‘s: Stefan Wiertz ist diesen Sommer mit dem Telekom Campus Cooking-Foodtruck unterwegs durch Deutschland. Sein kulinarischer Roadtrip führt den Starkoch vom 18. April bis zum 10. Juni von Nürnberg über Saarbrücken nach Chemnitz an die Unimensen. Die ausgefallenen Street-Food-Variationen aus der Rock ’n‘ Roll Kitchen sind dabei nicht nur gesund und lecker, sondern auch erschwinglich für den studentischen Geldbeutel.  

„Das Telekom Campus Cooking zeigt, dass Studierende großen Wert auf frische und gesunde Zutaten legen und dabei keine Scheu haben, Neues auszuprobieren,“ sagt Stefan Wiertz, der seit 2009 mit dabei ist.
Der Genussnomade serviert saftige Burger, wie den Italian Bastard mit Rucola, Parmaschinken, Mozzarella und Basilikumpesto, und leckere Wraps, wie den Tropic Touch. Gegrillte Hähnchenstreifen treffen auf Avocadocreme, würziges Ingwer-Ananas-Chutney und geröstete Pinienkerne. Vegetarier können in diesem Semester u. a. zwischen Falafel mit Zitronen-Humus und Honigrotkohl und frischgebackenem Ciabatta mit italienischen Antipasti wählen.

In der Outdoor-Lounge können Studierende die Pause zwischen den Vorlesungen genießen und bei einem Glas eisgekühlter Limonade entspannen. Kickertische sorgen für den perfekten Vorgeschmack auf die Fußballeuropameisterschaft: Unter allen Teilnehmern der Aktion wird ein exklusives Public Viewing mit Stefan Wiertz verlost. Der Starkoch kommt samt Foodtruck, Leinwand, Beamer, perfektem Sound und gemütlichen Loungemöbeln zu dem Gewinner nach Hause. Höchstpersönlich kümmert er sich um das leibliche Wohl von bis zu 30 Freunden, sodass das letzte Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft am 21. Juni 2016 zu einer großen Party wird.

Hier macht Telekom Campus Cooking im Sommersemester 2016 Halt:
18. – 21. April – Uni Nürnberg, Mensa Insel Schütt
25. – 28. April – TU Chemnitz, Mensa
02. – 04. Mai – TU Kaiserslautern, Mensa 2.0
09. – 12. Mai – Uni Würzburg, Mensa am Hubland
17. – 20. Mai – Uni Saarbrücken, Mensa Saarbrücken
23. – 26. Mai – TU Dresden, Mensa Zeltschlösschen
30. Mai – 02. Juni – Uni Stuttgart, Mensa Holzgartenstraße
06. – 09. Juni – Uni Marburg, Mensa Lahnberge

Alle Informationen zu den Tarifen und den aktuellen Campus Cooking Terminen gibt es unter www.campuscooking.de und www.telekom.de/young.

Heute: GRILL DEN HENSSLER

Diesmal steht „Grill den Henssler“ ganz im Zeichen des RTL-Spendenmarathons: Für diesen guten Zweck legen sich Moderatorin Rebecca Mir zusammen mit Ehemann und Tänzer Massimo Sinato, die selbsternannten „Champions-League-Eheleute“ Claudia und Stefan Effenberg, sowie das Traumpaar der Volksmusik Marianne und Michael Hartl am Herd ordentlich ins Zeug. Ob Steffen Henssler gegen die geballte Promi-Dosis noch eine Chance hat?

Kandidaten: Rebecca Mir & Massimo Sinato, Claudia & Stefan Effenberg, Marianne und Michael Hartl
Koch-Coach: Ralf Zacherl
Moderation: Ruth Moschner
Jury: Natalie Lumpp, Heinz Horrmann und Reiner Calmund

Heute,15.11.15, um 20:15 auf VOX

Michael Caines

Restaurant Pearls by Michael Caines eröffnet im Jumeirah at Etihad Towers

Das Jumeirah at Etihad Towers in Abu Dhabi eröffnete am 1. Oktober sein neues Restaurant Pearls by Michael Caines. Damit baut das Hotel die Rolle als kulinarischer Hotspot der Stadt weiter aus. Es ist das erste Restaurant außerhalb Großbritanniens, dem Michael Caines seinen Namen verleiht. Die Küche wird die reichhaltigen kulinarischen Einflüsse der Stadt widerspiegeln.

Michael Cains gehört zu Englands bekanntesten Köchen und wurde vielfach für seine moderne und kreative europäische Küche ausgezeichnet. Seit 1994 führt er das mit zwei Michelin-Sternen prämierte Restaurant Gidleigh Park in Devon.

Mit seinem leger-eleganten Ambiente, der offenen Architektur und deckenhohen Glaswänden passt das separat stehende Restaurant perfekt zu den aufregenden kulinarischen Erlebnissen aus der Küche. Die Dachterrasse bietet einen unverstellten Blick auf den Arabischen Golf und die Inseln des Emirats. Ein eigener Bootsanleger ermöglicht den Zugang direkt vom Wasser aus.

Michael Cains zur bevorstehenden Eröffnung: „Es ist für mich ein Privileg und eine Ehre mein erstes Restaurant außerhalb Großbritanniens in Abu Dhabi zu eröffnen. Ich freue mich sehr über die großartige Chance und auf die Zusammenarbeit mit der Jumeirah Group. Mit seiner einmaligen Lage in einem eigenständigen Haus am Wasser wird das Pearls by Michael Caines zu den herausragenden Adressen Abu Dhabis gehören. Das Restaurant wird ein Ort sein, an dem Menschen ganz unterschiedlicher Couleur zusammenkommen, über den Tag Geschäfte abschließen und am Abend eine entspannte Zeit mit Freunden verbringen.“

Stefan Fuchs, General Manager des Jumeirah at Etihad Towers, sagt: „Nachdem Michael dieses Jahr bereits für eine Woche als Gastkoch bei uns war, freuen wir uns sehr, nun die Eröffnung seines neuen Restaurants bekannt zu geben. Es ist ein wirklich aufregendes Konzept, das nun zum ersten Mal nach Abu Dhabi und in die Vereinigten Arabischen Emirate kommt.“

Michael Caines führt sowohl das Küchenteam im Gidleigh Park als auch eigene Restaurants in Exeter, North Devon, Manchester und Chester. Er ist zudem Partner und Botschafter des Williams F1 Teams, wo er seine Sterneküche an Renn-Wochenenden in die rollenden Unterkünfte des Teams bringt.

Majestätisch ragt der glänzende Turm des Jumeirah at Etihad Towers in den Himmel von Abu Dhabi. Das Hotel im Herzen der Stadt bietet einen atemberaubenden Blick auf den Arabischen Golf und die Skyline der Stadt. Mit seinen 12 vielfach ausgezeichneten Restaurants und Bars ist das Jumeirah at Etihad Towers ein kulinarischer Hotspot in der Region, gleichermaßen beliebt bei einheimischen wie internationalen Gästen. Es verfügt über 382 Zimmer und Suiten sowie 199 Apartments mit Hotelservice. Kunstwerke aus der privaten Sammlung Seiner Hoheit Scheich Suroor bin Mohammed Al Nahyan setzen in den öffentlichen Bereichen des Hotels arabische Akzente.

www.jumeirah.com/

Stefan Lenz ist "Koch des Jahres"

Der mit 12.000 dotierte Preis „Koch des Jahres“ wurde heute an den 32-jährigen Küchenchef des Hotel Tennerhof in Kitzbühel, Österreich verliehen. Mit der Auszeichnung wird der gebürtige Vorarlberger für seine herausragenden Leistungen im Wettbewerb der Spitzengastronomie geehrt. Er setzte sich im Finale gegen sieben Konkurrenten aus Deutschland und der Schweiz durch. „Lenz hat Aromen in ganz hoher Form präsentiert und diese sehr gelungen kombiniert. Man merkt, dass er seinen Stil gefunden hat und diesen konsequent umzusetzen weiß,“ begründet Juror Christopher Wilbrand die Entscheidung der Fachjury.
Das Drei-Gang-Menü mit einer Vorspeise aus Huchen, Haferwurzel und Haselnuss, einer Hauptspeise aus Reh, Essigzwetschge und Löwenzahn und das Dessert aus Waldklee, Kernöl und Moosbeere überzeugte die international besetzte Jury. Unter Vorsitz von Dieter Müller, Präsident des Wettbewerbs, bewerteten neun Juroren die Leistungen der Kandidaten, darunter Thomas Bühner (La Vie, Osnabrück/D), Oriol Castro (Disfrutar, Barcelona/ES), Sebastian Frank (Horváth, Berlin/D) und Gastrokritiker Wolfgang Fassbender.
Dieter Müller lobte das durchweg hohe Niveau des Finales: „Die Teilnehmer haben in Handwerk, Ästhetik und Vielfalt absolute Spitzenleistungen erbracht. Es wurden sehr schöne Teller serviert.“ So war dann auch die Entscheidung denkbar knapp: Nur ein Punkt Unterschied trennte den Sieger vom Zweitplatzierten Cornelius Speinle, Küchenchef im Restaurant Drei10 Sinne im schweizerischen Schlattingen. Sven Pietschmann, zweiter Küchenchef im Restaurant Fährhaus auf der Insel Sylt in Deutschland wurde auf den dritten Platz gewählt.

Neben dem Titel „Koch des Jahres“ wurden auf der Veranstaltung Ehrenpreise für besondere Leistungen verliehen. So erhält der Sieger neben dem Preisgeld eine kulinarische Chinareise von Saro. Sven Pietschmann wurde für das beste Tapas-Rezept mit dem Friesisch Tapas Award von Friesenkrone ausgezeichnet. Der Preis „Spirit of the Competition“ by Electrolux honoriert besonderen Teamgeist im Wettbewerb und ging an den Zweitplatzierten Cornelius Speinle. Mit jeweils einer J1-Revolution-Kochjacke für Koch und Assistent ist der Innovationspreis von Jobeline für besondere technische Raffinesse dotiert, der an Matthias Pietsch vom Restaurant Lago in Ulm verliehen wurde. Der Dr. Schnell-Preis für hygienisches Kochen auf Spitzenniveau ging an Jens Hildebrand vom Restaurant Tim Raue in Berlin und „The dish above and beyond“ by Ron Zacapa zeichnete Cornelius Speinle für das beste Foodpairing mit Rum aus. Speinle wurde außerdem mit dem Preis der „Better Dessert Initiative“ by Langnese/Servicebund für das beste Dessert geehrt. Der Preis „United Against Waste“ wurde an Jens Hildebrand verliehen, der den geringsten Lebensmittelabfall produzierte.

Bereits zum dritten Mal wird auf der weltgrößten Foodmesse Anuga in Köln das Finale des internationalen Kochwettbewerbs ausgetragen. Zur Teilnahme aufgerufen waren Köche aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. Aus über 400 Bewerbungen wurden Kandidaten ausgewählt, die in vier Vorentscheiden in Hamburg, Köln, Wien und Achern im Schwarzwald gegeneinander antraten. Dort musste, wie auch auch im Finale, in fünf Stunden ein Drei-Gang-Menü in sechsfacher Ausführung zubereitet werden, das einen Warenwert von je 16 Euro nicht übersteigt.

Übersicht der Finalisten
Jens Hildebrandt (Restaurant Tim Raue, Berlin/D)
Stefan Lenz (Hotel Tennerhof, Kitzbühel/A)
Matthias Pietsch (Lago, Ulm/D)
Sven Pietschmann (Restaurant Fährhaus, Sylt/D)
Ivan Prieto Caneda (Landhaus Kuckuck, Köln/D)
Cornelius Speinle (Drei10 Sinne, Schlattingen/CH)
Simon Stirnal (Restaurant Schloss Loersfeld, Kerpen/D)
Florian Volke (Opus V, Mannheim/D)